[0001] Die Erfindung betrifft eine aus einer Mehrzahl von Fassadenelementen bestehende Verkleidung
zum Schutz funktechnischer Anlagen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige, in der Regel aus einer Vielzahl von Fassadenelementen aufgebaute Verkleidungen
sind grundsätzlich aus der DE-B-1 273 023 bekannt. Wegen weiterer Einzelheiten wird
auf die ältere, nicht veröffentlichte EP-A-0 031 039 verwiesen, die gemäss Art. 54
(3) EPÜ zum Stand der Technik zählt. Der wesentliche Vorteil solcher, aus Hartschaumstoff
bestehender Verkleidungen liegt darin, dass die Verkleidung eine sehr geringe Hochfrequenz-Einfügungsdämpfung
in der Regel unter 1 dB besitzt, dennoch aber eine solche mechanische Festigkeit aufweist,
dass eine selbsttragende Bauweise der Verkleidung möglich ist, die Hochfrequenzverluste
durch Armierungen beispielsweise aus Stahl vermeidet. Dabei kann ein Aufbau grösserer
Verkleidungen aus vorgefertigten Fassadenelementen hoher Homogenität erfolgen. Auf
diese Weise können neben aussenwandartigen Verkleidungen auch turmartige Verkleidungen
in Form von schlanke Antennenmasten umgebenden Zylindern oder von freitragenden Kuppeln
gleichermassen geschaffen werden.
[0003] Insbesondere im Falle turmartiger Verkleidungen etwa in Form von Kuppeln besteht
jedoch häufig die Notwendigkeit, die Verkleidung als abstützende Wand für Antenenhalterungen,
Kranhalterungen und sonstige Hilfsgeräte zu verwenden, da neben oder oberhalb der
Antenne infolge der freitragenden Bauweise der Verkleidung andere Tragwerke für eine
Abstützung nicht zur Verfügung stehen. Soweit es sich um Stellen im Funkschatten der
Antennen handelt, kann eine solche Abstützung an Stützgerüsten aus Stahl oder dgl.
problemlos erfolgen, jedoch würde dies im Bereich der Strahlung zu erheblichen Hochfrequenzverlusten
und Störungen führen. Wo dies notwendig war, hat man daher derartige Stützgerüste
aus Metall beweglich installiert, um sie etwa zur Abstützung einer Kranhalterung bei
Reparaturarbeiten in den gewünschten Arbeitsbereich fahren zu können, während des
Betriebs der Antenne jedoch im Strahlungsschatten abstellen zu können. Dies ist jedoch
nicht immer möglich, da etwa Rundum-Antennen keine solche Stelle für ein störungsfreies
Abstellen lassen, und darüber hinaus sind derartige verfahrbare Stützgerüste bei der
notwendigen Standsicherheit und Festigkeit teuer, störanfällig und relativ umständlich
und zeitraubend in der Bedienung.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verkleidung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung zu schaffen, bei der derartige aufwendige metallische
Stützgerüste für einen Hallenkran ohne störenden Anstieg der Hochfrequenzverluste
vermieden werden können.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1.
[0006] Dadurch, dass Stützteile aus dämpfungsarmem Material, nämlich glasfaserverstärktem
Kunststoff (GFK) oder Hartgummi eingeschäumt sind, ergibt sich an der Stelle der Stützarmierungen
nur eine geringfügige Änderung der dielektrischen Eigenschaften, die, zumal infolge
der lokalen Begrenzung, die durch die Verkleidung ein- oder austretende Strahlung
nicht merklich stört. Die Stützteile sind durch den tragenden Flanschteil im Hartschaumstoff
so gut verankert, dass sie tonnenschwere Lasten aufnehmen können, die über das Nabenteil
eingeleitet werden. An der Armatur der Stützteile ist daher die Laufschiene für die
Laufkatze eines Hallenkranes befestigt, die entweder abnehmbar gehalten ist oder bei
dauernder Befestigung ebenfalls aus einem gegenüber elektromagnetischen Wellen dämpfungsarmen
Material besteht, so dass sie ebenfalls die ein- und austretende Strahlung nicht merklich
stört.
[0007] Aus der DE-A-2 323 501 ist es zwar bereits bekannt, in Schaumkunststoff Metallteile
als Verankerungselemente einzubringen. Hierzu wird das metallische Verankerungsteil
zunächst von einem ungeschäumten Kunststoff-Tragteil etwa durch Spritzguss umgeben,
und sodann das Tragteil eingeschäumt, so dass am metallischen Verankerungselement
angreifende Kräfte zunächst auf das Tragteil und von diesem flächig in den Schaumstoff
übertragen werden.
[0008] Abgesehen davon, dass die Einbettung eines metallischen Verankerungselementes im
erfindungsgemässen Zusammenhang einen entsprechenden Verlustanstieg bewirken würde,
ist diesem Dokument keine Anregung darauf zu entnehmen, dass, zumal bei Weglassung
der metallischen Ankerelemente, mit solchen eingeschäumten Stützteilen im gattungsgemässen
Zusammenhang sowohl eine Verschlechterung der dielektrischen Eigenschaften vermieden
werden kann, als auch eine Abstützung schwerer Bauelemente von Hebezeugen von gegebenenfalls
mehreren Tonnen Tragfähigkeit erfolgen kann. Bei der DE-A-2 323 501 geht es bezüglich
in Frage kommender Anwendungen um insbesondere schwingende Beanspruchungen bei Landfahrzeugen
oder Booten, die dort eingeschäumten Verstärkungselemente also zur Befestigung von
Ösen, Laschen oder dergleichen dienen, deren Belastung in einer ganz anderen Grössenordnung
liegt und bei denen Hochfrequenzverluste natürlich keinerlei Rolle spielen.
[0009] Wenn die Stützteile nicht über die Oberfläche der Fassadenelemente hinausragen, also
beidseitig von der ungestörten Verkleidungsoberfläche überdeckt sind bzw. mit ihr
bündig abschliessen, ergibt sich keinerlei Zusatzaufwand bei der Fertigung, da dann
Fassadenelemente mit Stützteilen in derselben Form gespritzt werden können wie Fassadenelemente
gleicher Form ohne Stützteile, wobei lediglich im ersteren Fall die Stützteile nach
Art von Kernen im Formraum angeordnet und dann umschäumt werden. Ebenso ist auch möglich,
Fassadenelemente bestimmter Bauform durchgehend mit derartigen Stützteilen zu versehen,
die dann am Bauwerk selektiv etwa durch Anbringung einer Bohrung mit Armaturen für
eine Befestigung der Last oder dgl. versehen werden können.
[0010] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnung.
[0011] Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine kuppelförmige Verkleidung zusammen mit einem
extrahierten, vergrösserten Detailausschnitt, und
Fig. 2 die Einzelheit aus Kreis II in Fig. 1 in vergrösserter Darstellung.
[0012] Wie die Zeichnung veranschaulicht, ist die insgesamt mit 1 bezeichnete Verkleidung
auf einem bodenseitigen Tragwerk 2 beispielsweise in Form einer Stahlunterkonstruktion
abgestützt. Die Verkleidung 1 besteht im Beispielsfalle aus drei Reihen 3a, 3b und
3c von nebeneinander gesetzten und an den Stossfugen miteinander verbundenen Fassadenelemente
4a, 4b und 4c, die in jeder der in Ebenen übereinander liegenden Reihen 3a, 3b und
3c unterschiedliche, der jeweiligen Höhenlage der kugelförmigen Kuppel angepasste
Form besitzen.
[0013] Die im Oberteil der Kuppel, in der oberen Reihe 3c vom Schnitt getroffenen Fassadenelemente
4c weisen eingeschäumte Stützteile 5 aus gegen elektromagnetische Wellen dämpfungsarmem
Material auf, das jedoch relativ hohe mechanische Festigkeit besitzt. Die Stützteile
5 können als GFK-Profile oder Hartgummiteile ausgebildet sein, die zwar gegenüber
dem Hartschaumstoff, insbesondere Polyurethan-Hartschaumstoff der Verkleidung 1 geringere
Durchlässigkeit für elektromagnetische Wellen aufweisen, jedoch im Vergleich zu Stahlteilen
oder dgl. die Strahlung dennoch kaum und auch dann nur lokal stören.
[0014] Die Fassadenelemente 4a, 4b und 4c werden werkseitig in Spritzgussformen vorgefertigt
und an der Baustelle montiert. Wenn, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist,
die Stützteile 5 innerhalb der ungestörten Umrisslinien des jeweiligen Fassadenelementes
liegen, können sie einfach in die Form eingebracht mit umspritzt werden, so dass sich
praktisch gar keine Komplizierung des Herstellungsvorganges ergibt und gegenüber üblichen
Fassadenelementen 4a, 4b und 4c ohne Stützteile 5 keinerlei Störungen bei Stapelung,
Montage usw. auftreten.
[0015] Im Beispielsfalle ist an der Aussenseite der Stützteile 5 eine Armatur 6 zur Befestigung
einer Laufschiene für eine Aussenleiter befestigt, während an der Innenseite der Kuppel
an den Stützteilen 5 Armaturen 7 befestigt sind, an denen eine Laufschiene 8 für die
Laufkatze 9 eines Kranes angehängt ist. Die Laufschiene 8 kann aus glasfaserverstärktem
Kunststoff bestehen und so ebenfalls die Strahlung nur sehr geringfügig stören. Die
Laufkatze 9 kann beim Betrieb der nicht näher dargestellten, im Inneren der Kuppel
arbeitenden Antenne zu einer Stelle verfahren werden, an der minimale oder gar keine
Störung der elektromagnetischen Wellen auftritt. Im Beispielsfalle kann die Laufkatze
9 unter eine im Scheitel der Kuppel angeordnete Lüftungshaube 10 gefahren werden,
die im Funkschatten liegt bzw. ohnehin eine akzentuierte Störungsstelle ergibt.
[0016] Alternativ kann die Laufkatze 9 oder auch eine sonstige Last an den Stützteilen 5
beim Betrieb der Antenne abgenommen werden, wenn sich sonst eine unzuträgliche Störung
der Funkwellen ergäbe. Ebenso können etwa alle oder eine grössere Anzahl von Fassadenelementen
4a, 4b, 4c in allen Reihen 3a, 3b und 3c oder selektiv nur in für ein Anhängen von
Last infragekommenden Reihen serienmässig mit Stützteilen 5 versehen werden, die dann
auch für Nachrüstungen oder dgl. jederzeit zur Verfügung stehen und mit einer Bohrung
14 für Armaturen 6 oder 7 ebenfalls aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder einem
ähnlichen, dämpfungsarmen Material versehen werden können.
[0017] Das gezeigte Stützteil 5 weist ein Nabenteil 13 und Flanschteile 11 auf, welche zur
Verbesserung des Formschlusses Öffnungen 12 aufweisen, die von dem Hartschaum durchdrungen
werden. Das Nabenteil 13 ist verdickt und besitzt eine Gewindebohrung 14 zur Einschraubung
von Gewindeansätzen 15 und 16 der Armaturen 6 bzw. 7. Diese wiederum besitzen Schraubbohrungen
17 bzw. 18 zur Fixierung der Laufschiene 8 bzw. der Aussenleiter oder dgl. Beilagscheiben
19 bzw. 20 angepasster Stärke sorgen für winkelgerechte Einschraubung der Armaturen
6 und 7.
[0018] Es hat sich überraschend gezeigt, dass die Tragfähigkeit derartiger Stützteile 5
beispielsweise in Form von GFK-Profilen ausserordentlich hoch ist, obwohl sie nur
im Hartschaumstoff, der ein Raumgewicht von mehr als 200 kp/m
3 besitzt, abgestützt sind. Die in Fig. 1 veranschaulichte Laufschiene 8 aus glasfaserverstärktem
Kunststoff besitzt beispielsweise eine Tragfähigkeit von 2,5t.
1. Aus einer Mehrzahl von Fassadenelementen (4a, 4b, 4c) bestehende Verkleidung (1)
zum Schutz funktechnischer Anlagen, insbesondere von Antennen, gegen Witterungseinflüsse,
wobei die eine selbsttragende, kuppelförmige Hülle bildenden Fassadenelemente lediglich
bodenseitig gegen ein Tragwerk (2) abgestützt sind und aus Hartschaumstoff, insbesondere
auf PolyurethanBasis, ohne metallische Verstärkungen bestehen, dadurch gekennzeichnet,
dass in Fassadenelementen (4c) im oberen Teil der Kuppel Stützteile (5) aus glasfaserverstärktem
Kunststoff oder Hartgummi, aufweisend einen tragenden Flanschteil (11) und einen der
Befestigung einer Armatur (7) dienenden Nabenteil (13), eingeschäumt sind, und dass
an der Armatur (7) die Laufschiene (8) für die Laufkatze (9) eines Hallenkranes befestigt
ist.
2. Verkleidung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nabenteil (13)
gegenüber dem Flanschteil (11) verdickt ausgebildet ist und eine Gewindebohrung (14)
zum Einschrauben eines Gewindeansatzes (16) der Armatur (7) aufweist.
3. Verkleidung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützteile
(5) nicht über die ungestörten Umrisslinien der Fassadenelemente (4c) hinausragen.
4. Verkleidung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die an den Stützteilen (5) abgestützte Laufschiene (8) aus glasfaserverstärktem Kunststoff
besteht.
5. Verkleidung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die an den Stützteilen (5) befestigten Armaturen (7) zur Lagerung der Laufschiene
(8) aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen.
1. Facing (1), consisting of a plurality of facade members (4a, 4b, 4c), for protecting
radio engineering installations, in particular antennae, from effects of the weather,
the facade members which form its self-supporting, dome-shaped envelope being supported
only at the bottom by a bearing structure (2) and consisting of a rigid foam material,
in particular based on polyurethane, without metallic reinforcements, characterised
in that supporting components (5) consisting of glass fibre-reinforced plastic or
of hard rubber and having a load-bearing flange portion (11) and a hub portion (13)
serving for fixing a fitting (7) are foamed into facade members (4c) in the upper
part of the dome, and that the runner (8) for the trolley (9) of an indoor crane is
fixed to the fitting (7).
2. Facing (1) according to Claim 1, characterised in that the hub portion (13) is
made thicker than the flange portion (11) and has a threaded bore (14) for screwing
in a threaded attachement (16) of the fitting (7).
3. Facing (1) according to Claim 1 or 2, characterised in that the supporting components
(5) do not project beyond the undisturbed contour lines of the facade members (4c).
4. Facing (1) according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the runner
(8) supported on the supporting components (5) consists of glass fibre-reinforced
plastic.
5. Facing (1) according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the fittings
(7) fixed to the supporting components (5) for bearing the runner (8) consist of glass
fibre-reinforced plastic.
1. Revêtement (1) constité par une multiplicité d'éléments de façade (4a, 4b, 4c)
pour la protection d'installations radio-techniques, en particulier d'antennes, contre
les intempéries, les éléments de façade formant une enveloppe auto- portante en forme
de coupole, étant simplement soutenus au sol sur une structure portante (2) et étant
faits de mousse dure, en particulier à base de polyuréthane, sans renforcements métalliques,
caractérisé en ce que dans des éléments de façade (4c) dans la partie supérieure de
la coupole, des pièces de soutien (5) en matière synthétique renforcée par des fibres
de verre ou caoutchouc dur, présentant une partie d'aile portante (11) et une partie
de moyeu (13) servant à la fixation d'une armature (7), sont noyées dans la mousse,
et en ce qu'à l'armature (7) est fixé le rail de roulement (8) pour le chariot mobile
(9) d'une grue à portique.
2. Revêtement (1) suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de moyeu
(13) est réalisée avec une surépaisseur par rapport à la partie d'aile (11) et présente
un alésage taraudé (14) pour le vissage d'un prolongement fileté (16) de l'armature
(7).
3. Revêtement (1) suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les pièces
de soutien (5) ne font pas saillie au-delà des lignes de contour non déformées des
éléments de façade (4c).
4. Revêtement (1) suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le
rail de roulement (8) supporté sur les pièces de soutien (5) est fait de matière synthétique
renforcée par des fibres de verre.
5. Revêtement (1) suivant une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les
armatures (7) fixées aux pièces de soutien (5) pour le support du rail de roulement
(8) sont faites de matière synthétique renforcée par des fibres de verre.