[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für einen Zurrgurt oder dergleichen,
bestehend aus zwei parallelen, im Abstand über mindestens einen Steg miteinander verbundenen
Seitenplatten, die mindestens eine Raste aufweisen, sowie aus einer mit einer Rastverzahnung
und einem Schlitz versehenen Winde für den Zurrgurt, die in zwei fluchtenden, in den
Seitenplatten ausgesparten Führungsöffnungen gelagert und in diesen zwischen einer
Freilaufstellung und einer Raststellung verschiebbar ist.
[0002] Derartige Spannvorrichtungen werden beispielsweise für die Bündelung von Stückgut
aller Art zu größeren, kompakten Lager- und Transporteinheiten sowie für die Fixierung
und Niederbindung von Ladungen auf Fahrzeugen verwendet. Bekannt sind für diesen Zweck
Drahtbindungen, vorzugsweise aus Drahtlitze. Diese wird um geeignete Befestigungspunkte
geschlungen und mit dem freien Ende einige Male um den Hauptstrang gewickelt. Das
Spannen der Bindung erfolgt durch Verdrillen der Drähte mittels eines durch die Litze
durchgesteckten, sie in der Mitte teilenden Querstabes.
[0003] Neben Vorteilen weisen Drahtbindungen aber auch eine Reihe von Nachteilen auf. Aufgrund
seiner inneren Federspannung ist Draht gerade in großer Länge nicht mehr leicht zu
handhaben, und überstehende Drahtenden können leicht Verletzungen verursachen. Der
geringe Durchmesser der Drahtlitze führt zu einer starken lokalen Druckbelastung auf
das verschnürte Gut, unter der der Draht in das Gut einschneiden und Beschädigungen
verursachen kann.
[0004] Wiederholte Biegebelastungen führen überdies zu einer unerwünschten Versprödung des
Drahtes, und schließlich ist auch die annähernd runde Form der Drahtlitze von Nachteil,
die ein Verrutschen auf dem Ladegut fördert. Bei Verschiebungen oder Kippbewegungen
des Ladeguts lösen sich daher leicht die verdrillten Drähte und gefährden das Ladegut.
[0005] Man ist deshalb schon seit einiger Zeit dazu übergegangen, Drahtbindungen durch Zurrgurte
zu ersetzen, die vorzugsweise aus Kunstfasern, insbesondere Polyester, bestehen. Bei
dieser Art von Bindung verhindert die breite Berührfläche von Zurrgurt und zu verschnürendem
Gut das unerwünschte Einschneiden. Die Flexibilität des Gurtmaterials ermöglicht ein
bequemes und gefahrloses Verlegen der Bindung, und die Eigenelastizität des Kunststoffs
nimmt auch mechanische Spitzenbelastungen durch federnde Dehnung auf.
[0006] Zur Festlegung eines solchen Zurrgurtes dient üblicherweise eine Ratsche, durch die
ein Ende des Zurrgurtes durchgezogen und dann in Form einer Schlaufe mit sich selbst
vernäht wird. Das andere Ende des Gurts wird durch Betätigung eines Hebels an der
Ratsche gespannt. Diese mit dem Zurrgurt fest verbundene Ratsche ist ein vergleichsweise
kostspieliges und kompliziertes Werkzeug, dessen Einsatz sich nur bei vielfacher Wiederverwendung
rentiert. Überdies ist das Gurtband in jedem Fall in Fixlängen konfektioniert, was
die Flexibilität in der Anwendung für diese Art von Bindung erheblich einschränkt.
[0007] Aus der US-A-2 526 216 ist eine Spannvorrichtung für ein Metallband bekannt, bei
der die Merkmale des Oberbegriffs des Hauptanspruchs verwirklicht sind. Mit einer
solchen Spannvor richtung wird ein um ein Stückgut oder um eine Ladung bereits festgelegtes
Metallband ge spannt. Wenn einander überlappende Enden eines solchen Metallbandes
miteinander verbun den und dabei das Band gespannt werden soll, ist ein gesondertes
speziell hierfür ausgelegtes Werkzeug erforderlich. Die in Form eines Bolzens ausgebildete
Winde der Spannvorrichtung ist an einem Ende mit einer gezahnten Scheibe versehen.
Diese Rastverzahnung arbeitet mit einem vorstehenden Anschlag an einem Rahmenteil
zusammen. Der Bolzen der Winde ist axial geschlitzt, wobei der Schlitz von der Stirnseite
des freien Endes des Bolzens ausgeht. Die Winde ist ein selbständiges Teil der Spannvorrichtung.
Bei der Montage wird der Rahmen zunächst unter das bereits um das Gut gelegte Band
geschoben, das dann axial zwischen den Seitenplatten der Spannvorrichtung verläuft.
Danach wird der Bolzen der Winde in und durch die fluchtenden Führungsöffnungen in
den Seitenplatten gesteckt, wobei darauf geachtet werden muß, daß das Band in den
Schlitz der Winde eingeführt wird. Wenn der Bolzen in den Führungsöffnungen sitzt,
wird die Winde gedreht, dabei das Metallband um den Bolzen gewickelt und gespannt.
[0008] Eine solche Spannvorrichtung kann nur für be reits um das zu sichernde bzw. einzubindende
Gut gelegte Bänder verwendet werden. Beim Verbinden überlappender Enden des Metallbandes
muß dafür gesorgt werden, daß beide Enden im Schlitz des Bolzens der Winde festgehalten
werden. Dazu ist ein gesondertes Klemmwerkzeug erforderlich.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die in einfachster Weise lediglich aus den beiden miteinander verbundenen
Seitenplatten und einer zwischen diesen montierten Winde besteht, deren Handhabung
leicht ist und mit der Zurrgurte mit wenigen Handgriffen stets in der jeweils erforderlichen
Länge um das zu sichernde Gut gespannt werden können.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Spannvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß jede Raste eine in der Ebene der Seitenplatten liegende stufenförmige
Ausnehmung im Bereich der Führungsöffnung ist und die Winde mindestens einen Wellenabschnitt
aufweist, der im Bereich der Führungsöffnungen mit der Rastverzahnung versehen ist.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0012] Durch die einfache Ausführung der Spannvorrichtung kann sie ohne wesentlichen Verlust
auch als Einwegbindung verwendet werden. Als Bindestrang wird ein handelsübliches
Gurtband verwendet. Das Gurtband kann in Rollen geliefert und an Ort und Stelle nach
Maß geschnitten werden. Die Konstruktion der Spannvorrichtung ist denkbar einfach
und ermöglicht eine kostengünstige Massenfertigung. Sie kann so ausgelegt sein, daß
der Zurrgurt selbsthemmend durch Reibung und Spannung festgehalten wird, ohne daß
eine Klebe- oder Nahtverbindung erforderlich wäre, und die Betätigung der Spannvorrichtung
erfolgt mit einem konventionellen, von der Spannvorrichtung selbst getrennten Werkzeug.
[0013] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
der Spannvorrichtung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht der Spannvorrichtung mit in Freilaufstellung befindlicher Winde;
Fig. 3 eine Prinzipskizze der Raststellung der Winde; und
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie A-B von Fig. 1 mit zusätzlich punktiert eingezeichnetem
Zurrgurt.
[0014] Die grundlegenden Bauteile der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 2 für einen Zurrgurt
1 sind zwei parallel im Abstand voneinander angeordnete und miteinander verbundene
Seitenplatten 3 sowie eine zwischen diesen Seitenplatten 3 gelagerte Winde 5, um die
der Zurrgurt 1 gewickelt und durch Drehen der Winde 5 gespannt wird. Bei der dargestellten
Ausführungsform sind zwei nebeneinander angeordnete Befestigungsstege 4, 4' vorgesehen,
die zwischen und quer zu den Seitenplatten 3 verlaufen und diese miteinander verbinden.
Eine wesentliche Aufgabe dieser Befestigungsstege 4, 4' ist es, ein Ende 6 des Zurrgurts
1 festzuhalten, wobei dieses Ende 6 hier durch Reibung selbsthemmend gehalten wird
(Fig. 4). Die Befestigungsstege 4, 4' bestehen vorzugsweise aus einem Rundmaterial
oder sie sind an den einander abgewandten Längsseiten abgerundet, um eine weitgehend
kantenlose Auflagefläche für den Zurrgurt 1 zu bilden. Zur Befestigung des Zurrgurts
1 wird sein Ende 6 in den Spalt 8 zwischen die beiden Befestigungsstege 4, 4' eingeführt,
um diese geschlungen und festgezogen. Das andere, zu spannende Ende 7 des Zurrgurts
1 wird dann um das einzubindende Gut gelegt, in geeigneter Länge abgeschnitten, in
einen Schlitz 11 der Winde 5 eingeführt, auf die Winde 5 gewickelt und durch Drehen
dieser Winde 5 gespannt.
[0015] Anstelle der beiden Befestigungsstege 4, 4' kann auch nur ein einziger Befestigungssteg
(nicht dargestellt), vorgesehen sein. In diesem Fall wird ein Ende des Zurrgurts 1
um den Befestigungssteg geschlungen und in Form einer Schlaufe mit sich selbst vernäht
bzw. als doppelter Strang um das Gut gelegt. Andererseits kann auf einen Befestigungssteg
ganz verzichtet werden. In diesem Fall werden die Seitenplatten 3 der Spannvorrichtung
2 an einer Seite einer Plattform, einer Palette oder dergleichen, auf der das einzubindende
Gut festgelegt werden soll, befestigt (nicht dargestellt). Gleicherweise wird auch
ein Ende des Zurrgurts 1 an der anderen Seite der Plattform oder Palette festgelegt
bzw. um einen Ring, der an der Plattform der Palette angebracht ist, geschlungen und
in doppeltem Strang um das Gut festgelegt. Dies sind Alternativmaßnahmen, für die
die erfindungsgemäße Spannvorrichtung ebenfalls geeignet ist.
[0016] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist die durch die Winde 5 gebildete eigentliche
Spanneinrichtung. Diese Winde 5 erstreckt sich zwischen und quer zu den Seitenplatten
3 und ist in gegenüberliegenden, fluchtenden Führungsöffnungen 10 gelagert, die in
den Seitenplatten 3 ausgespart sind. An mindestens einer Seite steht das Ende der
Winde 5 über die Seitenplatte 3 vor, um einen Angriff für ein Drehwerkzeug (nicht
dargestellt) zu schaffen. Die Winde 5 ist gegen axiale Bewegung arretiert.
[0017] Der zwischen den Seitenplatten 3 liegende Teil der Winde 5 ist als Spulenkörper geformt.
Dieser besteht aus einem zylindrischen Mittelteil 9, der mit einem der Breite des
Zurrgurts 1 entsprechenden Schlitz 11, versehen ist. Dieser Schlitz 11 ist diametral
durch den Spulenkörper der Winde 5 geführt und trifft deren Drehachse. Das zu spannende
Ende 7 des Zurrgurts 1 wird durch den Schlitz 11 gezogen und durch Drehen der Winde
5 aufgewickelt, so daß der Zurrgurt 1 durch die Haftreibung zwischen mehreren aufeinanderfolgenden
Lagen 12 des Gurtmaterials fixiertwird.
[0018] Die Winde 5 kann durch Scheiben 13 mit Bewegungsspiel an den Seitenplatten 3 der
Spannvorrichtung 2 gehaltert sein. Der Durchmesser der Scheiben 13 ist größer als
die lichte Weite der Führungsöffnungen 10. Diese Scheiben 13 können an den Außenflächen
der Seitenplatten 3 anliegen (Fig. 1). Sie können aber auch an den Innenseiten der
Seitenplatten 3 angeordnet werden (nicht dargestellt). Die Halterung der Winde 5 kann
aber auch auf andere, dem Fachmann geläufige Maßnahmen erfolgen, so beispielsweise
durch Federn. Bei Halterung der Winde 5 durch Federn wird deren Raststellung gesichert
und unbeabsichtigte Freilaufstellung verhindert.
[0019] Zur Lagerung der Winde 5 in den Führungsöffnungen 10 ist in Verlängerung der Windenachse
ein Wellenabschnitt 14 vorgesehen, der in die Führungsöffnungen 10 ragt und mit wenigstens
einem Ende 15 über eine der Seitenplatten 3 hinaussteht. Im Bereich der Führungsöffnungen
10 ist der Wellenabschnitt 14 mit einer Rastverzahnung 17-20 versehen, die mit der
Kontur der Führungsöffnungen 10 zur Drehung und Verrastung der Winde 5 zusammenwirkt.
Die Rastverzahnung besteht vorzugsweise aus einem Stern, der lose derart in der Führungsöffnung
10 gelagert ist, daß er sich aus einer Freilaufstellung (Fig. 2), in der sich die
Winde 5 frei dreht, in eine Raststellung (Fig. 3 und 4), in der die Winde 5 arretiert
ist, bewegen läßt und umgekehrt.
[0020] Die Führungsöffnungen 10 können Kreisbohrungen sein, die auf einem Teil ihres Umfangs
zu einer Raste 21 erweitert sind. Die Raste 21 liegt auf der Eintrittsseite des aufzuwindenden
Gurtendes 7 in die Spannvorrichtung 2, das heißt auf der den Befestigungsstegen 4
abgewandten Seite. Die Raste 21 ist ausgehend von dem kreisrunden Umfangsabschnitt
der Führungsöffnungen 10 mehr oder weniger in der Zugrichtung des zu spannenden Gurtendes
7 als Stufe aus den Seitenplatten 3 ausgenommen. Dazu ist längs eines Durchmessers
der Kreisbohrung in der gewünschten Stufentiefe ein Schnitt in die Seitenplatte 3
geführt. Die eine Kante 22 der Stufe liegt also auf dem kreisrunden Umfangsabschnitt,
und die andere Kante 23 um die Stufenhöhe nach außen versetzt. Diese Kante 23 ist
unter Bildung der Raste 21 mit einem Bogen 24 auf den kreisrunden Umfangsabschnitt
zurückgeführt. Die Kreisbohrung kann auch an einer Stelle offen sein und einen Einführungsschlitz,
für die Winde 5 bilden (nicht dargestellt).
[0021] Der Stern 16 des Wellenabschnitts 14 ist dieser Form der Führungsöffnungen 10 angepaßt.
Der äußere Umfang des Sterns 16 ist als Zahnkranz mit mindestens zwei, vorzugsweise
mehreren in gleichem Abstand voneinander angeordneten Zähnen ausgeführt. Die Zähne
17, 18, 19, 20 sind säbelartig gekrümmt (Fig. 3) und der Berührkreis der Zahnspitzen
ist im Umfang kleiner als die Kreisbohrung der Führungsöffnungen 10. Der Wellenabschnitt
14' mit dem Stern 16 läßt sich daher in einer aus der Raste 21 ausgehobenen Freilaufstellung
(Fig. 2) mit Spiel in der Kreisbohrung drehen. Die Krümmung der Zähne 17, 18, 19,
20 des Sterns 16 hat in etwa den gleichen Krümmungsradius wie die Kreisbohrung der
Führungsöffnungen 10. Die Außenkante eines jeden Zahns ist ausgehend von der Zahnspitze
radial nach innen gezogen und springt von ihrem innersten Punkt längs einer Wellendurchmesserlinie
nach außen an die Spitze des nächstfolgenden Zahns. Die Sprunghöhe ist etwas geringer
als die Stufentiefe der Raste 21, so daß der Stern 16 mit jeweils einem Zahn 17 in
die Raste 21 einkämmen kann (Fig. 3). Der Wellenabschnitt 14 ist in dieser Stellung
gegen eine Drehung entgegen der Pfeilrichtung in Fig. 3 arretiert.
[0022] Ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Position mit einem eingerasteten Zahn 16
wird der Wellenabschnitt 14 bei Drehung in Pfeilrichtung aus ihrer Raststellung ausgehoben.
Die Außenkante des nächstfolgenden Zahns 18 und zum Teil auch die Spitzen weiterer
Zähne 19, 20 gleiten dazu an dem kreisrunden Umfangsabschnitt der Führungsöffnungen
10 entlang. Der Wellenabschnitt 14 wird mehr und mehr auf ihre Freilaufstellung (Fig.
2) innerhalb der Kreisbohrung der Führungsöffnungen 10 zubewegt, bis der nächstfolgende
Zahn 18 die Raste 21 erreicht und darin einfällt.
[0023] Bei Drehung des Wellenabschnittes 14 wird der Zurrgurt 1 auf die Winde 5 gewickelt
und dadurch gespannt. Die Drehung des Wellenabschnitts 14 und die damit verbundene
Auslenkung aus der Raststellung erfolgt gegen die Zugspannung des aufgewickelten Zurrgurts
1, der in gespanntem Zustand den Wellenabschnitt 14 in ihrer Raststellung hält.
[0024] Die Drehung des Wellenabschnitts 14 wird mit einem geeigneten, von der Spannvorrichtung
2 getrennten Werkzeug (nicht dargestellt) bewirkt, das an einem Ende oder an beiden
über die Sei tenplatte(n) 3 herausragenden Enden 15 des Wellenabschnitts 14 angreift.
[0025] Fig. 4 zeigt das Einlegen des Zurrgurts 1 in die Spannvorrichtung 2. Der Zurrgurt
wird mit einem Ende 6 in Form einer Schlaufe zunächst um einen Befestigungssteg 4
gelegt, durch den Spalt 8 zwischen den Befestigungsstegen 4, 4' geschoben, dann um
den zweiten Befestigungssteg 4' geschlungen und schließlich zurück über den ersten
Befestigungssteg 4 nach außen gezogen und dadurch festgelegt. Das freie Ende 7 des
Zurrgurts 1 wird dann um das zu bündelnde Gut (nicht dargestellt) gelegt, auf die
andere Seite der Spannvorrichtung 2 zurückgeführt, durch den Schlitz 11 der Winde
5 gezogen und durch Drehen der Winde 5 straff gespannt.
[0026] Andere Ausführungsformen des Windengehäuses der Spannvorrichtung sind möglich, wobei
jedoch das Spannen durch die Winde nach dem gleichen Prinzip erfolgt. Die Spannvorrichtung
2 besteht aus Metall oder einem festen Kunststoff.
[0027] Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung kann sowohl zur Bündelung von Stückgut aller
Art zu größeren, kompakten Lager- und Transporteinheiten als auch für die Fixierung
und Niederbindung von Ladungen auf Fahrzeugen Verwendung finden. Im Fall der Bündelung
wird in der Regel eine einfache, in sich geschlossene Gurtschlinge um das Gut gelegt,
wobei ein Gurtende an den Befestigungsstegen 4 und das andere Gurtende an der Winde
5 der Spannvorrichtung 2 fixiert ist. Bei einer Niederbindung wird dagegen der Zurrgurt
1 üblicherweise zwischen zwei Halterungen gespannt. Zu diesem Zweck können zwei Teilgurte
jeweils schlaufenförmig um eine Halterung geschlungen und als Doppelstrang zu der
Spannvorrichtung 2 geführt werden, wo sie übereinandergelegt an den Befestigungsstegen
2 festgelegt bzw. auf die Winde gewickelt werden. Die Führung im Doppelstrang führt
zu einer Verdoppelung der Bindungsbelastbarkeit.
1. Spannvorrichtung für einen Zurrgurt oder dergleichen, bestehend aus zwei parallelen,
im Abstand über mindestens einen Steg (4; 4') miteinander verbundenen Seitenplatten
(3), die mindestens eine Raste (21) aufweisen, sowie aus einer mit einer Rastverzahnung
(17-20) und einem Schlitz (11) versehenen Winde (5) für den Zurrgurt (1), die in zwei
fluchtenden, in den Seitenplatten ausgesparten Führungsöffnungen (10) gelagert und
in diesen zwischen einer Freilaufstellung und einer Raststellung verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Raste (21) eine in der Ebene der Seitenplatten (3)
liegende stufenförmige Ausnehmung im Bereich der Füh- ruhgsöffnung (10) ist und die Winde (5) mindestens einen Wellenabschnitt (14) aufweist,
der im Bereich der Führungsöffnung (10) mit der Rastverzahnung (17-20) versehen ist.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsöffnungen
(10) zu einer Raste (21) erweiterte Kreisbohrungen sind und die darin eingesetzten
Rastverzahnungen (17-20) der Wellenabschnitte (14) der Winde (5) einen Stern (16)
mit mindestens zwei gestuften, dem Krümmungsradius der Kreisbohrung entsprechend säbelförmig
gebogenen Zähnen (17, ...) aufweisen, die bei Drehung der Winde (5) in Drehrichtung
mit der Raste (21) zusammenwirken und die Winde (5) gegen Drehung in Gegenrichtung
arretieren und bei weiterer Drehung in Drehrichtung aus der Raste (21) aushebbar sind.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Seitenplatten
(3) verbindende Steg (4) bzw. die Stege (4, 4') gleichzeitig als Halterungen zum Festlegen
eines Zurrgurtes (1) ausgelegt sind.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Ende (15) einer der Wellenabschnitte (14) der Winde (5) über die Außenseite einer
der Seitenplatten (3) der Spannvorrichtung (2) vorsteht und zum Angriff eines Drehwerkzeugs
ausgelegt ist.
5. Spannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Winde (5) als
Spulenkörper der Breite des Zurrgurts (1) entsprechend geformt und mit einem Schlitz
(11) versehen ist, der der Breite des Zurrgurts (1) angepaßt ist.
6. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenabschnitte
(14) der Winde (5) durch je eine Scheibe (13) gesteckt sind und die Winde (5) durch
diese in Lage gehalten ist, wobei der Durchmesser jeder Scheibe (13) größer als die
lichte Weite der Führungsöffnungen (10) ist und die entweder an der Innen- oder an
der Außenseite der Seitenplatte (3) angeordnet ist.
1. A tensioning device for a strap or the like, consisting of two parallel, spaced
apart side plates (3), which are connected by at least one web (4; 4') and have at
least one stop (21), and a winch (5), which is provided with detent teeth (17 to 20)
and with a slot (11) and serves to. operate the strap (1) and is movably mounted in
sligned guide openings (10) formed in the side plate an is displaceable in said openings
between a freewheeling position and a locked position, characterized in that each
stop (21) is formed by a stepped opening, which lies in the plane of the side plates
(3) and disposed adjacent to the guide opening (10) and the winch (5) has at least
one shaft section (14), which is provided with the detent teeth (17 to 20) adjacent
to the guide opening (10).
2. A tensioning device according to claim 1, characterized in that the guide openings
(10) are circular bores, which are enlarged in width to form a stop (21), and the
detent teeth (17-20) of the shaft sections (14) of the winch (5), which are inserted
into said bores, comprise a star (16) having at least two stepped teeth (17, ...),
which are curved like a saber in accordance with the radius of curvature of the circular
bore and which during a rotation of the winch (5) in the direction of rotation cooperate
with the stop to lock the winch (5) against a rotation in the opposite sense and after
a continued rotation in the direction of rotation can be disengaged from the stop
(21).
3. A tensioning device according to claim 1, characterized in that the web (4) or
webs (4, 4') connecting the side plates (3) are designed also as retaining means for
fixing a strap (1).
4. A tensioning device according to claims 1 and 2, characterized in that at least
one end (15) of one of the shaft sections (14) of the winch (5) protrudes beyond the
outside of one of the side plates (3) of the tensioning device (2) and is designed
to be engageable by a turning tool.
5. A tensioning device according to claim 3, characterized in that the winch (5) consists
of a reel in accordance with the width of the strap (1) and has a slot (11), which
is adapted to the width of the strap (1).
6. A tensioning device according to claim 1, characterized in that each shaft section
(14) of the winch (5) extends through a disc (13), which is disposed on the inside
or outside of the side plate (3) and holds the winch in position, and the diameter
of each disc (13) exceeds the inside width of the guide openings (10).
1. Dispositif tendeur pour une courroie ou objet semblable, se composant de deux plaques
latérales (3) reliées entre elles par au moins une traverse (4; 4') qui les sépare,
plaques qui sont pourvues d'au moins d'un cran (21) ainsi que d'un treuil (5) pour
la courroie (1) pourvue d'une denture (17-20) et d'une fente (11), treuil qui est
logé dans les orifices de guidage alignés pratiqués dans les plaques latérales et
qui peut être déplacé dans ces guidages entre une position de ralenti et une position
d'arrêt, caractérisé par le fait que chaque cran (21) est une échancrure en dégradé
située dans le plan des plaques latérales (3) au niveau des orifices de guidages (10)
et que le treuil (5) a au moins une section d'arbre (14) qui au niveau de l'orifice
de guidage (10) est pourvue de la denture (17-20).
2. Dispositif tendeur selon la revendication 1 caractérisé par le fait que les orifices
de guidage (10) sont des alésages circulaires élargis pour former un cran (21) et
que les dentures (17-20) des sections d'arbre (14) du treuil (5) engagées dans le
cran comportent une étoile (16) avec au moins deux dents (17, ...) dégradées et courbées
à la manière d'un sabre correspondant au rayon de courbure de l'alésage circulaire
et qui coopèrent avec le cran (21) lorsque le treuil (5) tourne dans le sens de rotation,
arrêtent le treuil (5) pour qu'il ne tourne pas en sens contraire et qui en tournant
ultérieurement le treuil dans le sens de rotation peuvent être dégagées du cran (21).
3. Dispositif tendeur selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la traverse
(4) ou les traverses (4, 4') reliant les plaques latérales (3) sont aussi conçues
comme fixation pour arrêter une courroie (1).
4. Dispositif tendeur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait
qu'au moins une extrémité (15) d'une des sections d'arbre (14) du treuil (5) dépasse
la face extérieure d'une des plaques latérales (3) du dispositif tendeur (2) et est
adaptée pour recevoir un outil de tournage.
5. Dispositif tendeur selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le treuil
(5) est formé comme corps de bobinage répondant à la largeur de la courroie (1) et
est pourvu d'une fente (11 ) qui est adaptée à la largeur de la courroie (1).
6. Dispositif tendeur selon la revendication 1, caractérisé par le fait que chaque
section d'arbre (14) du treuil (5) est enfilée à travers un disque (13) et que le
treuil (5) est maintenu en position par celui-ci, le diamètre de chaque disque (13)
étant supérieur à la largeur intérieure des orifices de guidage (10) le disque étant
disposé ou sur la face intérieure ou sur la face extérieure de la plaque latérale
(3).