[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontakt-und Löscheinrichtung für elektrische
Kleinselbstschalter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist aus der FR-A-2 271 656 bekannt. Bei dem betreffenden
Gerät ist das elektromagnetische Auslöseorgan als Schlagankersystem ausgeführt, dessen
Erregerwicklung von einem Magnetjoch rahmenförmig umschlossen ist. Unterhalb des Auslöseorgans
ist ein Löschblechpaket angeordnet, welches vor seiner Stirnseite an je einer Verlängerung
seiner beiden Lichtbogenleitbleche durch ein von der Sprungwerkmechanik zu betätigendes
Schwenkkontaktstück überbrückbar ist. Dabei ist das Schwenkkontaktstück elektrisch
isoliert auf einer Verlängerung des untengelegenen Leitblechs in einer Einkerbung
eines Gehäuseansatzes gelagert und die Verlängerung des obengelegenen Leitblechs als
hornartig vorstehendes Festkontaktstück ausgebildet.
[0003] Des weiteren werden in der DE-A-3 003 288 und in der FR-A-2 399 729 elektrische Kleinselbstschalter
dargestellt und beschrieben, die bei gegenständlich ähnlicher Ausstattung ein anderes
Kontaktprinzip für den in die Löschvorrichtung ablaufenden Schaltlichtbogen verwenden.
Bei diesen Ausführungen verschwenkt sich das bewegliche Kontaktstück nämlich horizontal
zu den vorhandenen Löschblechen, wozu das eine der beiden Lichtbogenleitbleche das
Festkontaktstück trägt und der beim Öffnen der Kontaktstrecke entstehende Schaltlichtbogen
zwangsläufig von dem beweglichen Kontaktstück auf das andere Lichtbogenleitblech überspringen
muß. Hierdurch entstabilisiert und verzögert sich der gesamte Löschvorgang, was sich
nachteilig auf die erreichbare Abschaltleistung der Geräte auswirkt.
[0004] Hinzu kommt der Umstand, daß die als bekannt vorausgesetzten Kleinselbstschalter
durchweg in fertigungstechnischer Beziehung damit belastet sind, daß sich die verwendeten
Einbauelemente nur relativ aufwendig herstellen lassen, um danach als solche genauso
zeitraubend montiert werden zu müssen, was die betreffenden Schaltgeräte als Massenartikel
nicht unwesentlich verteuert.
[0005] Um in dieser Beziehung zu praktikableren und zugleich kostengünstigeren Verhältnissen
zu gelangen, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei der Kontakt- und Löscheinrichtung
für elektrische Kleinselbstschalter eingangs genannter Art die Einzelteile der betreffenden
Bauelemente nach Möglichkeit konstruktiv zusammenzufassen, sie als solche montagegerechter
auszubilden und zugleich auch in funktioneller Hinsicht zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Magnetjoch und das
als Festkontaktstück fortgesetzte Lichtbogenleitblech insgesamt einstückig aus einem
kupferplatierten Stahlblechstreifen gestanzt und gefaltet sind und daß das andere
Lichtbogenleitblech ebenfalls aus einem kupferplattierten Stahlblechstreifen besteht,
der an der Stirnseite des Löschblechpakets unmittelbar vor der isolierten Lagerung
des Schwenkkontaktstücks sowie vor einer Ablaufzunge desselben mit einer nasenförmig
in Richtung der Ablaufzunge des Schwenkkontaktstücks vorstehenden Auflauframpe versehen
ist und der an seinem dem Löschblechpaket abgewandten Ende über eine im Gehäuse verankerte
Abwinklung verfügt, die mit einer der von außen her zugänglichen Anschlußklemmen mechanisch
verbunden ist.
[0007] Das erstgenannte Teilelement dieser Lösung betreffend, ist aus der DE-A-1 966 598
bereits bekannt, das Joch des Auslösemagneten zugleich als Träger des festen Kontaktstücks
zu verwenden und dieses Festkontaktstück mit einem Lichtbogenableithorn zu versehen.
In der Anwendung auf ein anderes Kontaktprinzip und dessen Kombination mit den Lichtbogenleitblechen
des Löschblechpakets legt eine solche Anregung jedoch nicht ohne weiteres nahe, das
Magnetjoch und das als Festkontaktstückfortgesetzte Lichtbogenleitblech insgesamt
einstückig aus einem kupferplattierten Stahlblech streifen zu stanzen und zu falten.
Vielmehr ermöglicht es ein derart vorgefertigtes Montageteil auf einfache Weise, den
abgefederten Schlaganker und die ihn umgebende Erregerspule mit Hilfe des Magnetkerns
innerhalb des Jochrahmens zu haltern. Hierzu wird ein buchsenförmiger Ansatz des den
Schlaganker führenden Magnetkerns lediglich stirnseitig mit den sich überlappenden
Schenkeln des Magnetjochs vernietet. Auf diese Weise entsteht ein fertiges Montageelement,
welches das gesamte Auslöseorgan, das Festkontaktstück sowie eines der beiden Lichtbogenleitbleche
miteinander kombiniert, um dergestalt in das entsprechend ausgebildete Schaltergehäuse
eingesetzt werden zu können.
[0008] Des weiteren ist das auf der gegenüberliegenden Seite des Löschblechpakets vorgesehene
andere Lichtbogenleitblech ebenfalls aus einem kupferplattierten Stahlblechstreifen
hergestellt. Dabei ist das als typische Laufschiene für den Schaltlichtbogen ausgebildete
Leitblech an seinem dem Löschblechpaket abgewandten Ende mit einer im Gehäuse verankerten
Abwinklung versehen, die mit einer der Anschlußklemmen des Selbstschalters mechanisch
verbunden ist. Aufgrund dessen entfällt die bisher übliche Stromführung über das elektrothermische
Auslöseorgan und das Schwenkkontaktstück, womit das betreffende Leitblech auf ein
höheres Potential gelangt, was das Ablaufen des Lichtbogens in die Löscheinrichtung
begünstigt.
[0009] Da die Lagerung des beweglichen Schwenkkontaktstücks elektrisch isoliert auf dem
vorgenannten Leitblech in der Einkerbung eines Gehäuseansatzes erfolgt, ist das Leitblech
unmittelbar vor dieser Lagerstelle in sich selbst mit einer nasenförmig in Richtung
des Schwenkkontaktstücks vorstehenden Auflauframpe versehen, um den Schaltlichtbogen
weitgehend ungehindert in Richtung des Löschblechpakets ablaufen zu lassen. Dennoch
stellt dieser Bereich insofern eine Problemstelle dar, als der an dem Schwenkkontaktstück
entlanglaufende Lichtbogenfußpunkt die hier zwangsläufig vorhandene Unterbrechung
zum Leitblech hin überwandern muß und das Leitblech selber erst nach der Kommutierung
von dem Lichtbogenstrom durchflossen wird. Da sich dieser Umstand auf den Ablauf und
die Dauer des Löschvorgangs und damit nachteilig auf die mit dem Gerät erreichbare
Abschaltleistung auswirken kann, ist das Schwenkkontaktstück direkt über seiner Lagerstelle
mit einer auf die Auflauframpe des Leitblechs hinweisenden Ablaufzunge versehen. Auf
diese Weise ergibt sich für den betreffenden Fußpunkt des von der Kontaktunterbrechungsstelle
in Richtung des Löschblechpakets ablaufenden Schaltlichtbogens eine nahezu geschlossene
Laufschiene.
[0010] In physikalischer Beziehung hat diese korrespondierende Ausbildung von Schwenkkontaktstück
und Leitblechstreifen im Bereich der isolierten Lagerstelle zur Folge, daß bei einer
jeden Abschaltung unter Last der das Schwenkkontaktstück durchfließende Lichtbogenstrom
der besonderen Ausgestaltung des Kontaktstücks bis in die vorgesehene Ablaufzunge
folgt, bevor er von hier aus auf das unmittelbar anschließende und zudem entsprechend
geformte Leitblech übertritt. Hierbei entsteht aufgrund der geometrischen Form der
Ablaufzunge gerade an dieser Stelle eine hohe Feldkonzentration, die eine besonders
starke magnetische Blasung auf den Fußpunkt der Schaltlichtbogensäule zur Folge hat.
Aufgrund dessen wird die vorhandene Unterbrechungsstelle zwischen Ablaufzunge und
Auflauframpe gleichsam formschlüssig überlaufen, so daß auch auf dieser Seite die
Lichtbogensäule unbehindert in das Löschblechpaket einzutreten vermag. Dagegen kann
bei fehlender Ablaufzunge auf Seiten des Schwenkkontaktstücks nicht mit einem derartigen
Effekt gerechnet werden, da das weiterführende Leitblech erst nach der Kommutierung
vom Lichtbogenstrom durchflossen wird, womit diese an sich geringfügige Weiterbildung
der Kontakt- und Löscheinrichtung einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Abschaltleistung
elektrischer Schaltgeräte dieser Art liefert.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes nach Anspruch 1 sind in den
Unteransprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet.
[0012] Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 2 erfolgt die mechanische Verbindung zwischen dem
betreffenden Leitblech und der Anschlußklemme mit Hilfe eines die beidseitigen Verankerungsansätze
der Abwinklung des Leitblechs durch Schlitze übergreifenden Trägerteils für ein elektrothermisches
Auslöseorgan. Dabei bildet das Trägerteil zugleich den Halterungsbügel für die schraubbare
Buchsenklemme, während die mit ihm verkrimpten Verankerungsansätze der Abwinklung
zur Befestigung des Montageteils an dem Schaltergehäuse bzw. an dessen Abdekkung dienen.
Außerdem nimmt die Abwinklung eine von außen zugängliche Stellschraube für die Justierung
des elektrothermischen Auslöseorgans in sich auf.
[0013] Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 3 besteht das innerhalb der Schaltkammer zwischen
dem elektrothermischen Auslöseorgan und dem hornartigen vorstehenden Festkontaktstück
vor der Stirnseite des Löschblechpakets isoliert auf dem untengelegenen Leitblech
gelagerte Schwenkkontaktstück aus einem kupferplattierten, im Querschnitt U-förmigen
Blechstreifen, dessen Quersteg kurz oberhalb der Lagerung desselben in die vorstehend
umgebogene Ablaufzunge ausläuft. In das Schwenkkontaktstück greift auf Höhe der Kontaktberührungsstelle
ein Spannbügel der Sprungwerkmechanik ein, während das darüber hinaus freistehende
Ende des Schwenkkontaktstücks von dem Auslöseglied der Mechanik beaufschlagt wird.
Die elektrische Verbindung des Schwenkkontaktstücks mit dem elektrothermischen Auslöseorgan
erfolgt über eine flexible Litze, die unmittelbar an der (silberplattierten) Kontaktberührungsstelle
mit dem Schwenkkontaktstück verschweißt ist, wobei diese Litze zwecks besserer Führung
oberhalb der Schweißstelle nochmals mechanisch gehaitert werden kann.
[0014] Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 4 ist die Unterbrechungsstelle zwischen dem Festkontaktstück
und dem Schwenkkontaktstück entgegen der Laufrichtung des entstehenden Schaltlichtbogens
durch eine Prallfläche des aus Kunststoff bestehenden Spannhebels der Sprungwerkmechanik
abgedeckt. Hierdurch wird der Lichtbogen aufgrund des Rückstaus und der Gasabspaltung
strömungsmechanisch dazu veranlaßt, mit seinen beiden Fußpunkten äußerst schnell von
der Kontaktunterbrechungsstelle weg und entlang den Kontaktstücken über die anschließenden
Leitbleche in das Löschblechpaket abzuwandern.
[0015] In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Kontakt- und Löscheinrichtung für elektrische
Kleinselbstschalter anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei beschränkt
sich die Darstellung im Rahmen des als bekannt vorausgesetzten Aufbaus eines derartigen
Schaltgeräts auf die zum Verständnis der Erfindung ausreichenden Einrichtungen.
[0016] Nach der Zeichnung setzt sich die Kontakt-und Löscheinrichtung des Schaltgeräts aus
dem elektromagnetischen Auslöseorgan 1 und dem elektrothermischen Auslöseorgan 2 in
der Wirkung auf die vor der Stirnseite des Löschblechpakets 3 angeordnete, aus dem
Festkontaktstück 4 und dem beweglichen Schwenkkontaktstück 5 bestehende Kontaktanordnung
zusammen. Darüber hinaus erfolgt der manuelle Ein- oder Ausschaltvorgang sowie die
jeweilige Kurzschluß- bzw. Überstromauslösung des Schaltgeräts vermittels einer hier
nicht näher berücksichtigten Sprungwerkmechanik 6 bekannter Art und Ausführung.
[0017] Wie aus der Darstellung im einzelnen ersichtlich, bilden das Magnetjoch 1a des Auslöseorgans
1 in Verbindung mit dem hornartigen Festkontaktstück 4 und dem anschließenden Lichtbogenleitblech
3a des Löschblechpakets 3 ein zusammenhängendes Montageteil aus kupferplattiertem
Stahlblech. Innerhalb des hierbei rechteckig-rahmenförmig gefalteten Magnetjochs 1a
werden der in seiner Schlagrichtung abgefederte Anker 1b und die ihn einlagig umwindende
Erregerspule 1caus eloxiertem Aluminiumdraht vermittels des Magnetkerns 1d gehaltert,
der zu diesem Zweck an der Stirnseite des Auslöseorgans 1 mit den sich überlappenden
Faltschenkeln des Magnetjochs 1a vernietet ist. Diese vorgefertigte Baueinheit braucht
lediglich in das entsprechend profilierte Kunststoffgehäuse des Schaltgeräts eingesetzt
zu werden, wobei die Enden der Erregerspule 1c einerseits in unmittelbarer Nähe der
Kontaktberührungsstelle mit dem Magnetjoch 1 und andererseits mit der außengelegenen
Anschlußklemme 7a verschweißt werden.
[0018] Das auf der gegenüberliegenden Seite des Löschblechpakets 3 vorhandene Leitblech
3b aus kupferplattiertem Stahlblech verfügt in seiner Eigenschaft als Laufschiene
für den Schaltlichtbogen im Bereich der Lagerstelle des Schwenkkontaktstücks 5 über
eine nasenförmig aufgetauchte Auflauframpe 3e und ist darüber hinaus an seinem äußeren
Ende zur Verbindung mit der Anschlußklemme 7b mit einer T-ähnlichen Abwinklung 3c
versehen. Dabei ist der längere Schenkel dieser Abwinklung 3c auf Höhe der Anschlußklemme
7b an beiden Seiten mit je einem Verankerungsansatz 3d ausgestattet. Diese beiden
Verankerungsansätze 3d dienen dazu, das zugleich als Klemmbügel 2a für die schraubbare
Anschlußklemme 7b ausgeführte Trägerteil 2b für den Bimetallstreifen des elektrothermisehen
Auslöseorgans 2 in Schlitzungen eng zu durchgreifen und die miteinander verkrimpten
Teile (3c und 2b) bei der Montage an der Wandung des Gehäuses bzw. an dessen Abdeckung
festzulegen.
[0019] Des weiteren besteht das Schwenkkontaktstück 5 ebenfalls aus kupferplattiertem Stahlblech
und verfügt an seiner Berührungsstelle mit dem Festkontaktstück 4 über eine Silberauflage.
Zudem erfolgt an dieser Stelle die Verschweißung mit der flexiblen Litze 5b, über
die das schwenkbewegliche Kontaktstück 5 entlang seinem freistehenden Ende elektrisch
mit dem Bimetallstreifen des elektrothermischen Auslöseorgans 2 in Verbindung steht.
Außerdem ist das in der Einkerbung des Gehäuseansatzes 5a elektrisch isoliert auf
dem Leitblech 3b des Löschblechpakets 3 gelagerte Schwenkkontaktstück 5 im Bereich
dieser Lagerstelle mit einer besonderen Ablaufzunge 5c versehen. Dieselbe kommt einfacherweise
dadurch zustande, daß man den im Querschnitt U-förmig gehaltenen Blechstreifen für
das Schwenkkontaktstück 5 an den Kanten dieses Endes einschneidet, die beiden Parallelschenkel
als Lagerzapfen zuspitzt und den dazwischengelegenen Quersteg zur Bildung der Ablaufzunge
5c nach vorn hin verbiegt.
[0020] . Demgegenüber ist das Leitblech 3b unmittelbar vor dem die Kerblagerstelle bildenden
Gehäuseansatz 5a auf voller Breite zu der Auflauframpe 3e hochgebogen, welche in ihrer
Neigung bei geöffneter Kontaktstrecke genau mit der gegen sie vorstehenden Ablaufzunge
5c fluchtet. Auf diese Weise entsteht für den bei Abschaltung des Geräts von der Kontaktunterbrechungsstelle
entlang dem Schwenkkontaktstück 5 ablaufenden Fußpunkt der Lichtbogensäule eine nahezu
durchgehende Leitschiene, an deren Trennstelle außerdem die durch den Lichtbogenstrom
hervorgerufene Feldkonzentration in vorteilhafter Weise eine magnetische Blasung auf
den Schaltlichtbogen in Richtung des nachgeordneten Löschblechpakets 3 ausübt. Durch
die mechanische Verbindung dieses Leitblechs 3b mit der Anschlußklemme 7b ergibt sich
eine Parallelschaltung zu dem Strompfad über das elektrothermische Auslöseorgan 2
und das Schwenkkontaktstück 5, was eine Aufteilung des fließenden Gesamtstroms und
dadurch eine geringere Belastung der vorgenannten Trennstelle zur Folge hat.
[0021] Das Ablaufen des Schaltlichtbogens von der Kontaktunterbrechungsstelle wird unter
strömungsmechanischen Gesichtspunkten durch eine Prallfläche bestimmt, die der aus
Kunststoff bestehende Spannhebel 8 auf Seiten der Sprungwerkmechanik 6 dem entstehenden
Lichtbogen entgegenstellt. Durch diese Prallfläche werden die Lichtbogengase zusammen
mit den infolge hoher Hitzeeinwirkung aus dem Kunststoffteil 8 austretenden Gasen
zurückgeworfen und explosionsartig in die freistehende Gegenrichtung getrieben. Dementsprechend
wandert der Schaltlichtbogen sofort nach seinem Entstehen und unter hoher Geschwindigkeit
mit beiden Fußpunkten der Säule entlang den Kontaktstücken auf die zugehörigen Leitbleche
3a und 3b in Richtung des Löschblechpakets 3, um an dessen Stirnseite in eine Mehrzahl
von Teillichtbögen aufgespalten und im weiteren Verlauf zwischen den Blechen gekühlt,
entionisiert und entsprechend schnell gelöscht zu werden.
1. Kontakt- und Löscheinrichtung für elektrische Kleinselbstschalter mit einem als
Schlagankersystem ausgeführten elektromagnetischen Auslöseorgan (1), dessen Erregerwicklung
(1c) von einem Magnetjoch (1a) rahmenförmig umschlossen ist, mit einem unterhalb des
Auslöseorgans (1) angeordneten Löschblechpaket (3), welches vor seiner Stirnseite
an je einer Verlängerung seiner beiden Lichtbogenleitbleche (3a, 3b) durch ein von
der Sprungwerkmechanik (6) zu betätigendes Schwenkkontaktstück (5) überbrückbar ist,
wobei das Schwenkkontaktstück (5) elektrisch isoliert auf einer der Verlängerungen
des Leitblechs (3b) in einer Einkerbung eines Gehäuseansatzes (5a) gelagert und die
andere Verlängerung des Leitblechs (3a) als hornartig vorstehendes Festkontaktstück
(4) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetjoch (1a) und das als Festkontaktstück
(4) fortgesetzte Lichtbogenleitblech (3a) insgesamt einstückig aus einem kupferplattierten
Stahlblechstreifen gestanzt und gefaltet sind und daß das andere Lichtbogenleitblech
(3b) ebenfalls aus einem kupferplattierten Stahlblechstreifen besteht, der an der
Stirnseite des Löschblechpakets (3) unmittelbar vor der isolierten Lagerung des Schwenkkontaktstücks
(5) sowie vor einer Ablaufzunge (5c) desselben mit einer nasenförmig in Richtung der
Ablaufzunge (5c) des Schwenkkontaktstücks (5) vorstehenden Auflauframpe (3e) versehen
ist und der an seinem dem Löschblechpaket (3) abgewandten Ende über eine im Gehäuse
verankerte Abwinklung (3c) verfügt, die mit einer der von außen her zugänglichen Anschlußklemme
(7b) mechanisch verbunden ist.
2. Kontakt- und Löscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
mechanische Verbindung zwischen dem Leitblech (3b) und der Anschlußklemme (7b) mit
Hilfe eines die Verankerungsansätze (3d) der Abwinklung (3c) durch Schlitze übergreifenden
Trägerteils (2b) für ein elektrothermisches Auslöseorgan (2) erfolgt und daß die Abwinklung
(3c) zugleich eine Stellschraube für die Justierung des elektrothermischen Auslöseorgans
(2) in sich aufnimmt.
3. Kontakt- und Löscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schwenkkontaktstück (5) aus einem im Querschnitt U-förmigen Blechstreifen besteht,
dessen Quersteg kurz oberhalb der Lagerung (5a) desselben in die vorstehend umgebogene
Ablaufzunge (5c) ausläuft.
4. Kontakt- und Löscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterbrechungsstelle zwischen dem Festkontaktstück (4) und dem Schwenkkontaktstück
(5) entgegen der Laufrichtung des entstehenden Schaltlichtbogens durch eine Prallfläche
eines aus Kunststoff bestehenden Spannhebels (8) der Sprungwerkmechanik (6) abgedeckt
ist.
1. Contact and cancelling device for small electric self-acting switches with an electromagnetic
triggering mechanism (1) designed as a striking armature system whose exciting winding
(1 c) is enclosed by a magnet yoke (1 a) in the shape of a frame, with a cancelling
plate unit (3) located under the triggering mechanism (1), said unit being able to
be bridged in front of its face end on each extension of its two arc guide plates
(3a, 3b) by a swivel contact piece (5) to be activated by the snap-action mechanism
(6), whereby the swivel contact piece (5) is electrically insulated and positioned
on one of the extensions of the guide plate (3b) in a groove of a housing projection
(5a) and the other extension of the guide plate (3a) is designed as a horn-shaped
protruding fixed contact piece (4), characterised in that the magnet yoke (1 a) and
the arc guide plate (3a) extended as a fixed contact piece (4) are stamped and folded
in one piece from a copper-plated steel sheet strip and that the other arc guide plate
(3b) also consists of a copper-plated steel sheet strip which is provided with a upward
ramp (3e) protruding in the shape of a nose in the direction of the run-down tongue
(5c) of the swivel contact piece (5) on the face end of the cancelling plate unit
(3) immediately in front of the insulated mounting of the swivel contact piece (5)
as well as in front of a run-down tongue (5c) of the swivel contact piece (5), said
strip also having an angle piece (3c) anchored in the housing on the end facing away
from the cancelling plate unit (3), said angle piece being mechanically connected
to one of the connecting terminals (7b) which are accessible from outside.
2. A contact and cancelling device to claim 1, characterised in that the mechanical
connection between the guide plate (3b) and the connecting terminal (7b) is achieved
with the aid of a support (2b) for an electrothermal triggering mechanism (2), said
component overlapping the anchoring points (3b) of the angle piece (3c) through slits
and that the angle piece also accommodates a set screw for the adjustment of the electrothermal
triggering mechanism (2).
3. A contact and cancelling device according to claim 1 characterised in that the
swivel contact piece (5) consists of a strip of sheet metal with a U-shaped cross-section
whose cross-stay runs out into the protruding bent run-down tongue (5c) just above
the housing bedding (5a).
4. A contact and cancelling device according to claim 1 characterised in that the
break point between the fixed contact piece (4) and the swivel contact piece (5) is
covered against the direction of movement of the switch arc by the deflecting surface
of a plastic clamping lever (8) of the snap-action mechanism (6).
1. Dispositif de contact et d'annulation pour petits interrupteurs automatiques équipés
d'un mécanisme de déclenchement électromagneti- que (1) en tant que système à induit
de choc dont la bobine d'excitation (1 c) est entourée en forme de cadre d'une culasse
magnétique (1a) et équipés d'une unité de plaque d'annulation (3) disposée au-dessous
du mécanisme de déclenchement avec possibilité de shuntage devant le côté frontal
à chaque prolongation de ses deux tôles conducteur de l'arc (3a, 3b) à l'aide d'un
élément de contact pivotant (5) à actionner par le mécanisme à fixation immédiate
(6), l'élément de contact (5) étant isolé électriquement et disposé sur une des prolongations
de tôle conducteur (3b) dans une rainure d'un épaulement de boîtier (5a) et l'autre
prolongation du tôle conducteur (3a) étant formée en tant qu'élément de contact fixe
(4) saillant en forme de corne, caractérisé en ce que la culasse magnétique (1a) et
le tôle conducteur de l'arc (3a) étendu comme élément de contact fixe (4) sont découpés
et pliés en une pièce d'un ruban de tôle d'acier plaqué de cuivre et en ce que l'autre
tôle conducteur de l'arc (3b) est également composé d'un ruban de tôle d'acier plaqué
de cuivre équipé d'une rampe ascendante (3e) saillant en forme de nez en direction
de la langue dérouleur (5c) de l'élément de contact pivotant (5) et disposé au côté
frontal de l'unité de plaque d'annulation (3) immédiatement devant le logement isolé
de l'élément de contact pivotant (5) ainsi que devant une langue dérouleur (5c) de
l'élément de contact pivotant, le ruban de tôle d'acier disposant d'une pièce coudée
(3c) ancrée dans le boîtier au côté opposé de l'unité de plaque d'annulation (3),
cette pièce coudée étant raccordée mécaniquement à une des bornes de raccordement
(7b) accessible de l'extérieur.
2. Dispositif de contact et d'annulation selon la revendication 1, caractérisé en
ce que le raccord mécanique entre le tôle conducteur (3b) et la borne de raccordement
(7b) est réalisé à l'aide d'un support (2b) pour un mécanisme de déclenchement électrothermique
(2), ce composant recouvrant les points d'ancrage (3s) de la pièce coudée (3c) à travers
des fentes, et en ce que la pièce coudée (3c) sert à loger également une vis de réglage
pour l'ajustage du mécanisme de déclenchement électrothermique (2).
3. Dispositif de contact et d'annulation selon la revendication 1, caractérisé en
ce que l'élément de contact pivotant (5) se compose d'un ruban de tôle avec une coupe
transversale en forme de U dont la barre transversale se termine dans la langue dérouleur
saillante courbée (5c) juste au-dessus du logement du ruban de tôle.
4. Dispositif de contact et d'annulation selon la revendication 1, caractérrisé en
ce que le point d'interruption entre l'élément de contact fixe (4) et l'élément de
contact pivotant (5) est couvert, au sens de mouvement opposé de l'arc de déclenchement,
d'une surface de rebondissement d'un levier de tension (8) en matière plastique du
mécanisme à fixation immédiate.