[0001] Die Erfindung betrifft einen Fallklappenschacht für Selbstverkäufer, bei dem an Schachtwänden
in einer bestimmten Fallklappenschachtteilung Klappen schwenkbar gelagert sind und
jede Klappe sich in ihrer Warenausnahmestellung mit einem Finger auf einem federnden
Rastglied abstützt und bei dem an einer Schachtwand wenigstens eine vertikale Schiene
verläuft, an der ein Schlitten verschiebbar geführt ist, welcher eine Nase zur Verschwenkung
des Rastgliedes aufweist.
[0002] Ein derartiger Fallklappenschacht ist in der DE-PS 113 307 beschrieben. Günstig bei
diesem Fallklappenschacht ist, daß die Klappen zum Abschwenken nicht gegen horizontal
liegende Federn verschoben werden müssen, da diese den Fallklappenschacht schwergängig
machen und einen beträchtlichen Bauaufwand bedeuten. Nachteilig ist bei der DE-PS
113 307, daß hier ein Kraftspeicher zum Antrieb des Schlittens vorgesehen sein muß
und daß die Rastglieder als Einzelglieder ausgebildet sind.
[0003] In der AT-PS 820 ist ein Fallklappenschacht gezeigt, bei dem die Steuerung der Fallklappen
mittels einer sich schrittweise einrollenden Spiralfeder erfolgt. In einer Ausführung
sind dabei die Fallklappen im Bereich ihrer Lagerstellen mit einer Schräge versehen,
über die die Klappen in ihrer Warenaufnahmestellung gehalten sind. Dies erlaubt zwar
eine einfache Rückstellung, ist jedoch mechanisch unbefriedigend, da die Klappen an
ihrem längeren Hebelarm sich nur aneinander abstützen. In einem anderen Fall ist gegenüber
den Lagerzapfen jeweils ein separates, zweiteiliges Rastglied vorgesehen.
[0004] In der AT-PS 298 130 ist ein Fallklappenschacht beschrieben, bei dem die Klappen
einzeln horizontal federnd gelagert sind. Mittels einer drehbaren Betätigungsstange,
die sich über die Höhe des Fallklappenschachts erstreckt, lassen sich die Klappen
nacheinander dadurch auslösen, daß ein Nocken der Betätigungsstange jeweils eine Klappe
horizontal verschiebt, so daß sich deren Finger vom Rastglied löst. Die den einzelnen
Klappen zugeordneten Nocken der Betätigungsstange sind dabei mit einem von unten nach
oben zunehmenden Abstand angeordnet. Ungünstig dabei ist, daß je mehr Fächer bedient
werden müssen, desto größer der Hub der Stange wird und leicht Höhen annimmt, die
in üblichen Selbstverkäufern nicht zur Verfügung stehen. Jede Klappe mit zwei Federn
an einer Achse horizontal verschiebbar zu lagern ist aufwendig. Darüber hinaus ist
auch die Rückstellung der Klappen umständlich.
[0005] Fallklappenschächte, bei denen zur Auslösung der Klappen ein nach oben wandernder
Schlitten vorgesehen ist, die Klappen jedoch gegen Federkraft horizontal verschoben
werden müssen, sind auch in der US-PS 1 916 530 und der US-PS 2 623 804 beschrieben.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Fallklappenschacht der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, bei dem die Klappen nicht verschoben werden müssen und die Rastglieder
sowie der Antrieb des Schlittens einfach gestaltet ist.
[0007] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe dadurch gelöst, daß parallel zu der Schiene eine
Hubstange mit einer Zahnreihe verläuft, deren Teilung der kleinsten Fallklappenschachtteilung
entspricht, daß sich der Schlitten an der Zahnreihe über eine Fortschaltklinke abstützt
und an dem Schlitten ein Anschlag vorgesehen ist, mit dem er auf einem der Rastglieder
aufsteht, und daß die Rastglieder Zähne eines Rechens aus einem federnden.Material
sind.
[0008] Damit wird bei jeder Betätigung des Fallklappenschachts die Hubstange um eine Fallklappenschachtteilung
angehoben und nimmt über die Fortschaltklinke den Schlitten mit, der mit seiner Nase
immer jeweils die nächstobere Fallklappe auslöst. Durch den Anschlag des Schlittens
ist sichergestellt, daß er in einer hochgehobenen Stellung auf einem der Rastglieder
aufsteht, bis er erneut betätigt wird. Zusätzliche Blockiermittel für den Schlitten
erübrigen sich damit. Sämtliche Rastglieder sind von einem einzigen Bauteil, nämlich
einem Rechen, gebildet, der beispielsweise aus Federstahl besteht, so daß die Rastglieder
einzeln ausfedern können und dennoch die Herstellung und Montage der Rastglieder einfach
ist.
[0009] Um den Fallklappenschacht auf verschiedene, jedoch untereinander gleiche Fallklappenschachtteilungen,
d.h. Fachhöhen umrüsten zu können, ist der bei einer Betätigung erfolgende Hub der
Hubstange verstellbar. Die Hubhöhe entspricht der Fachhöhe. Sie ist jedoch nicht von
der Anzahl der Fächer abhängig.
[0010] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind an den Fallklappen bei ihren Lagerstellen
Rückstellschrägen vorgesehen, die bei abgeschwenkten Fallklappen in die Bewegungsbahn
eines am Schlitten angeordneten Rückstellgliedes ragen. Zur Rückstellung des Schlittens
ist an diesem ein Kupplungshebel gelagert, der die Fortschaltklinke von der Zahnreihe
entkoppelt und das Rückstellglied gegen die Rückstellschrägen drückt.
[0011] Es ist damit erreicht, daß mit einer einzigen Bewegung sowohl der Schlitten zurückgestellt
als auch die Klappen wieder in ihre Stapelstellung gebracht werden können. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Teil-Seitenansicht eines Fallklappenschachts und
Figur 2 eine Teil-Rückansicht des Fallklappenschachts nach Figur 1.
[0012] An Seitenwänden 1 und 2 eines Fallklappenschachts ist eine Mehrzahl von Klappen 3
im gleichen Abstand gelagert. Jede Klappe 3 weist zwei Zapfen 4 und 5 auf, mit denen
sie in Ausnehmungen 6 der Seitenwände 1 und 2 eingehängt und um die sie verschwenkbar
ist. Jede Klappe 3 weist an der den Ausnehmungen 6 gegenüberliegenden Seite nahe bei
der Seitenwand 1 einen Finger 7 auf.
[0013] An der Rückseite (vgl. Figur 2) des Fallklappenschachts ist ein Rechen 8 angeordnet,
der aus Federstahl besteht. Zähne 9 des Rechens 8 bilden Rastglieder, auf denen die
Finger 7 nicht abgeklappter Fallklappen aufliegen.
[0014] An der Seitenwand 1 sind zwei parallele Schienen 10 und 11 befestigt. Von den Schienen
10 und 11 ist ein Schlitten 12 geführt. Dieser untergreift mit vier Rollen 13 die
Schienen 10 und 11.
[0015] Am Schlitten 12 ist eine Nase 14 ausgebildet, welche zwischen zwei Rastglieder 9
ragt. Sie überragt die Rastglieder 9 ebenso weit oder wenig mehr wie die Finger 7.
An der Nase 14 ist eine Auslenkschräge 15 und ein Anschlagrand 16 ausgebildet.
[0016] An der Seitenwand 1 ist weiterhin verschieblich eine Hubstange 17 gelagert, an der
eine Zahnreihe 18 ausgebildet ist. An einem Fortsatz 19 des Schlittens 12 ist um eine
Achse 20 schwenkbar eine Fortschaltklinke 21 angeordnet. Diese ist mittels einer Zugfeder
22 gegen den Schlitten 12 vorgespannt. Sie greift mit einer Kuppe 23 an einen der
Zähne der Zahnreihe 18. Die Hubstange 17 ist mit einem Hubglied 24 verstellbar verbunden.
Es ist hierfür im Hubglied 24 ein Langloch 25 parallel zur Hubstange 17 laufend vorgesehen.
Die Hubstange 17 weist innerhalb des Langlochs 25 Gewindebohrungen 26 auf, deren Abstand
der Teilungsbreite T entspricht. In eine der Gewindebohrungen 26 ist eine Schraube
27 geschraubt, welche nicht zur starren Verbindung von Hubstange 17 und Hubglied 24
führt. Die Schraube 27 arbeitet vielmehr mit dem unteren Rand des Langlochs 25 als
Anschlag zusammen. Unten am Hubglied 24 ist an einem Zapfen 28 ein Betätigungshebel
29 an einer Achse 30 gelagert. Der Betätigungshebel 29 ist mittels der diesem Fallklappenschacht
zugeordneten, nicht näher dargestellten, Drucktaste des Selbstverkäufers zu verschwenken.
[0017] An der Fortschaltklinke 21 ist ein Kupplungshebel 31 befestigt, der längs der Seitenwand
1 verläuft und vor der Seitenwand 1 einen Griff 32 aufweist. An dem Schlitten 12 ist
eine Blattfeder 33 befestigt, die einen Bogen 34 aufweist und sich am Griff 32 abstützt.
An jeder Klappe 3 ist gegenüber dem Finger 7 eine Rückstellschräge 35 ausgebildet,
die im abgeklappten Zustand der Klappe 3 in die Bewegungsbahn des Bogens 34 ragt.
[0018] In den Figuren 1 und 2 ist der Schlitten 12 in einer Mittelstellung gezeigt, in der
schon einige Klappen abgeworfen sind. Ausgehend von dieser Stellung ist die Funktionsweise
der beschriebenen Einrichtung etwa folgende:
Wird der Betätigungshebel 29 verschwenkt, dann wird das Hubglied 24 angehoben. Da
im Beispielsfalle die Fallklappen in der kleinstmöglichen Teilung angeordnet und dementsprechend
die Schraube 27 in der entsprechenden Gewindebohrung 26 sitzt, erfolgt erst ein Leerhub
zwischen dem Hubglied 24 und der Hubstange 17. Gegen Ende des Hubs des Hubgliedes
24 schlägt der untere Rand dessen Langloch 25 gegen die Schraube 27 so, daß danach
die Hubstange 17 nach oben verschoben wird. Über die auf einem Zahn 18 aufsitzende
Kuppe 23 wird die Fortschaltklinke 21 nach oben geschoben, wobei sie über die Achse
20 den Schlitten 12 mitnimmt. Die Auslenkschräge 15 der Nase 14 des Schlittens 12
verschwenkt dabei das Rastglied 9 so nach außen, daß der Finger 7 abfällt. Der Schlitten
12 läuft mit seinen Rollen 13 an den Schienen 10 und 11. Sobald der Schlitten 12 so
weit angehoben ist, daß dessen Nase 14 das ausgelenkte Rastglied 9 freigibt, schnappt
dieses unter den Anschlagrand 16, so daß der Schlitten 12 nicht mehr nach unten zurückweichen
kann. Die Zugstange 17 kann dann wieder nach unten in ihre Ausgangsstellung zurückgehen.
Unter der Wirkung der Feder 22 schnappt dann die Fortschaltklinke 21 über den nächstoberen
Zahn 18. Diese Vorgänge wiederholen sich so oft bis auch die oberste Klappe ausgelöst
ist. Die Bewegungen sind leichtgängig, da der Schlitten 12 nicht verkantet und nur
wenige Teile bewegt werden müssen.
[0019] Beim nächstmaligen Befüllen des Schachts ist der Schlitten 12 wieder nach unten zurückzustellen
und es sind die Klappen 3 wieder in ihre waagrechte Stapelstellung zu bringen. Es
braucht hierfür nur der Griff 32 nach unten gedrückt zu werden. Dabei löst sich die
Kuppe 23 von der Zahnreihe 18 und die Schräge 36 der Sperrklinke 21 schwenkt die Rastglieder
9 so unter dem Anschlagrand 16 weg, daß der Schlitten 12 nach unten gleiten kann.
Gleichzeitig mit der Betätigung des Griffs 32 wird der Bogen 34 der Blattfeder 33
im Zuge des Nachuntenschiebens nacheinander gegen die Rückstellschrägen 35 so gedrückt,
daß die Klappen in ihre waagrechte Stellung übergehen und mit ihren Fingern 7 auf
den Rastgliedern 9 aufliegen. Durch die höhenversetzte Lage des Bogens 34 und der
Schräge 36 ist gewährleistet, daß der Schlitten 12 leicht nach unten gleiten kann
und dabei alle Klappen 3 zurückgestellt werden. Der Bogen 34 bringt dabei eine weiche
Rückstellbewegung mit sich.
[0020] Ersichtlich hängt der Bauaufwand nur wenig von der Anzahl der verwendeten Klappen
3 ab, da der Schlitten 12, die Fortschaltklinke 21 sowie der die Rastglieder 9 bildende
Rechen nur einmal vorgesehen sein müssen. Die Hubhöhe der Hubstange 17 wächst nicht
mit der Anzahl.der Fächer. Vielmehr wird der Hub dann niedriger, wenn viele Fächer
eingesetzt sind.
[0021] Der Fallklappenschacht läßt sich leicht für Fälle umrüsten, in denen die zu verkaufenden
Waren eine größere Höhe haben als in der Teilungsbreite T unterzubringen sind. Es
werden dann beispielsweise nur alle zweiten, dritten oder vierten Klappen in dem Schacht
belassen. Die übrigen werden herausgenommen. Entsprechend wird die Schraube 27 verstellt.
Zur Verstellung der Hubhöhe der Hubstange 17 kann auch an der Hubstange 17 eine höhenverstellbare
Leiste vorgesehen sein, deren unterer Rand mit einem Anschlag der Seitenwand 1 so
zusammenarbeitet, daß die Hubausgangsstellung tiefer oder höher liegt und damit der
effektive Hub der Hubstange 17 bei einer Betätigung des Betätigungshebels 29 länger
bzw. kürzer ist.
1. Fallklappenschacht für Selbstverkäufer, bei dem an Schachtwänden in einer bestimmten
Fallklappenschachtteilung Klappen schwenkbar gelagert sind und jede Klappe sich in
ihrer Warenaufnahmestellung mit einem Finger auf einem federnden Rastglied abstützt
und bei dem an einer Schachtwand wenigstens eine vertikale Schiene verläuft, an der
ein Schlitten verschiebbar geführt ist, welcher eine Nase zur Verschwenkung des Rastgliedes
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Schiene (10, 11) eine Hubstange
(17) mit einer Zahnreihe (18) verläuft, deren Teilung der kleinsten Fallklappenschachtteilung
(T) entspricht, daß sich der Schlitten (12) an der Zahnreihe (18) über eine Fortschaltklinke
(21) abstützt und an dem Schlitten (12) ein Anschlag (16) vorgesehen ist, mit dem
er auf einem der Rastglieder (9) aufsteht, und daß die Rastglieder (9) Zähne eines
Rechens (8) aus einem federnden Material sind.
2. Fallklappenschacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bei einer Betätigung
erfolgende Hub der Hubstange (17) verstellbar ist.
3. Fallklappenschacht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hubstange
(17) über eine Langloch (25)-Schraubverbindung (26, 27) ein Hubglied (24) angeordnet
ist.
4. Fallklappenschacht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hubstange
(17) eine höhenverstellbare Leiste vorgesehen ist, deren unterer Rand mit einem Anschlag
der Seitenwand (1) so zusammenarbeitet, daß die Hubausgangsstellung tiefer oder höher
liegt.
5. Fallklappenschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Fallklappen (3) bei ihren Lagerstellen (4, 5) Rückstellschrägen (35) vorgesehen
sind, die bei abgeschwenkten Fallklappen (3) in die Bewegungsbahn eines am Schlitten
(12) angeordneten Rückstellgliedes (34) ragen, daß zur Rückstellung des Schlittens
(12) an diesem ein Kupplungshebel (31) gelagert ist, der die Fortschaltklinke (21)
von der Zahnreihe (18) entkoppelt und das-Rückstellglied (34) gegen die Rückstellschrägen
(35) drückt.
6. Fallklappenschacht nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungshebel
(31) eine Schräge (36) aufweist, die bei einer Betätigung des Kupplungshebels (31)
wenigstens ein nächstunteres Rastglied (9) verschwenkt.
7. Fallklappenschacht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schräge (36)
unterhalb des Rückstellgliedes (34) und zwischen Schräge (36) und Rückstellglied (34)
die Nase (14) mit dem Anschlag (16) liegt.
8. Fallklappenschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Führung des Schlittens (12) zwei Schienen (10, 11) vorgesehen sind, an denen
dieser mittels vier Rollen (13) gelagert ist.
9. Fallklappenschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an einer Achse (20) des Schlittens (12) die Fortschaltklinke (21) gelagert ist
und daß der Kupplungshebel (31) und die Schräge (36) Teil der Fortschaltklinke (21)
sind.
10. Fallklappenschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückstellglied von einem Bogen (34) einer Blattfeder (33) gebildet ist.