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EP 0 051 310 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.1985 Patentblatt 1985/04 |
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Anmeldetag: 30.10.1981 |
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Druckgiessmaschine
Apparatus for producing cast products
Appareil de moulage par injection pour la coulée de pièces
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
03.11.1980 DE 3041340
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.05.1982 Patentblatt 1982/19 |
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Anmelder: |
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- Maschinenfabrik Müller-Weingarten AG
D-7987 Weingarten (DE)
- VEREINIGTE ALUMINIUM-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT
D-53117 Bonn (DE)
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Erfinder: |
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- Lossack, Edgar, Dr.-Ing.
D-5300 Bonn 1 (DE)
- Spriestersbach, Jochen, Dr. Ing.
D-5305 Alfter (DE)
- Bauer, Josef
D-7987 Weingarten (DE)
- Schwab, Wilfried
D-7987 Weingarten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Geyer, Werner, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte
GEYER & FEHNERS
Perhamerstrasse 31 80687 München 80687 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckgießmaschine zur Herstellung gasarmer, porenarmer
und oxydarmer Gußstücke, insbesondere Gußstücke von ca. 1 bis 3 kg Schußgewicht aus
Metallen oder deren Legierungen, mit einer mit einem Vakuum-Anschluß versehenen Form
und einer Warmhalteeinrichtung für die Schmelze, wobei die Warmhalteeinrichtung über
ein mit einer Düse versehenes Saugrohr mit der Füllkammer verbunden ist, in der ein
an einer Kolbenstange befestigter Gießkolben zum Eindrücken der Schmelze in die Form
vorgesehen und die Füllkammer mit Vakuum aus einem weiteren Vakuumanschluß beaufschlagt
ist (DE-A-2 641 116).
[0002] Herkömmliche Druckgießmaschinen erzeugen Gußteile, die vielfach aufgelockerte, porige
und stark verunreinigte Gefügebereiche aufweisen, was Festigkeitsmängel und Blasenbildung
bei Wärmebehandlung zur Folge hat. Die Ausnutzung der bei Aluminium-Gußwerkstoffen
möglichen Eigenschaften durch notwendige Vergütungsmaßnahmen, wie z. B. das Lösungsglühen,
ist bei solchen Werkstücken nicht mehr gegeben.
[0003] Um eine Güteverbesserung zu erzielen, wurden Druckgießmaschinen eingesetzt, bei denen
ein Verdrängungsgas, vorzugsweise Sauerstoff, in die Füllkammer und in den Formhohlraum
eingelassen und dadurch die Luft verdrängt wird. Anschließend wird das flüssige Aluminium
in die Füllkammer eingefüllt und durch die Verwirbelung des flüssigen Aluminiums mit
dem Sauerstoff eine Reaktion zu Aluminium-Oxidpartikeln erzeugt, die dann als Feststoffpartikel
verteilt im Gußstück vorliegen. Obwohl die von solchen Druckgießmaschinen erzeugten
Gußstücke vergütbar und von guter Qualität sind, können dabei jedoch nur mineralölfreie
Schmiermittel eingesetzt werden, da ansonsten Explosionsgefahr während der Füllphase
besteht. Hieraus ergeben sich Schwierigkeiten bei der Verteilung des Schmiermittels,
da vorzugsweise anorganische, feste Schmierstoffe eingesetzt werden können. Bei unzureichender
Formfüllgeschwindigkeit können auch Schwankungen in der Oxidverteilung auftreten,
welche die Gußstück-Qualität beeinträchtigen. ;
[0004] Um eine erhöhte Gußstückausbringung zu erzielen, hat man weiterhin Druckgießmaschinen
entwickelt, bei denen die Metallschmelze mittels eines Vakuums über ein Saugrohr in
die Füllkammer gezogen wird (DE-A-1 458 151). Hierbei muß während der Formfüllphase
und der Dosierphase ein ausreichendes Vakuum vorhanden sein, um den Wasserstoffgehalt
der Schmelze und die im Formhohlraum und in der Füllkammer vorhandene Luft sowie die
während des Kontaktes mit dem flüssigen Aluminium entstehenden Gießgase anzusaugen.
Der Einsatz solcher Druckgießmaschinen zielte darauf ab, den Oxidgehalt in den Gußteilen
zu senken.
[0005] Ein bei Druckgießmaschinen stets relevantes Problem ist die Frage einer ausreichenden
Entgasung der Schmelze während des Gießens. Denn es zeigt sich immer wieder, daß während
der Formfüllphase noch erhebliche Gasgehalte und Verunreinigungen in den Gußstücken
eingeschlossen sind, was zur Folge hat, daß solche Gußstücke bei hohen Temperaturen
nicht mehr vergütet werden können, da sich Blasenbildung feststellen läßt.
[0006] Aus der FR-A-1 283 857 (Fig. 1) ist eine Kaltkammer-Druckgießmaschine bekannt, bei
der sowohl an die Form, als auch in der Nähe des Endes des Schußkolbens (allerdings
nur in dessen zurückgezogener Position) das gleichzeitige Anlegen von Vakuum möglich
ist. Hierdurch wird zwar durch die anfängliche Anlegung eines weiteren Vakuums im
vorderen Bereich der Füllkammer eine gewisse Verbesserung der Entgasungswirkung bei
der Vorwärtsbewegung des Kolbens erzielt, diese Wirkung ist jedoch nur in einem anfänglichen
Bewegungsbereich des Kolbens gegeben, da dieser nach seiner ersten Anfangsbewegung
gleichzeitig mit Überdecken der Einleitstelle des Gießmetalls in die Füllkammer auch
einen Abschluß der dort eingeleiteten Vakuumleitung bedingt, so daß es im Verlauf
der danach folgenden Abschnitte der Formfüllphase noch immer zu den oben bereits aufgezeigten
Schwierigkeiten des Abführens der in der Schmelze noch vorhandenen erheblichen Gasgehalte
usw. kommt, was zum Einschluß dieser Gasgehalte und Verunreinigungen in den Gußstücken
führt.
[0007] In der CH-A-313426 ist ebenfalls eine Kaltkammer-Druckgießmaschine gezeigt, bei der
wiederum im hinteren, nahe dem Kolben befindlichen Bereich der Füllkammer ein Vakuumkanal
in die Füllkammer einmündet. In der Druckschrift wird darauf hingewiesen, daß auch
noch die Form selbst an ein Vakuum angeschlossen sein kann, so daß auch hier zumindest
im Prinzip das Zusammenwirken von zwei Vakuumleitungen angegeben wird, deren eine
in der Form mündet, während die andere im hinteren Bereich der Füllkammer das Vakuum
aufbaut. Aber auch hier wird wiederum durch den nach vorwärts bewegten Kolben sehr
bald die über den im Bereich der Füllkammer vorhandenen Vakuumkanal angelegte Vakuumquelle
von der Formfüllkammer abgeschlossen, nämlich ab dem Zeitpunkt, ab dem der Kolben
die Einmündungsstelle dieses Kanales überläuft. Somit ist auch bei dieser vorbekannten
Druckgießmaschine noch immer die Möglichkeit gegeben, daß es zu unerwünscht starken
Einschlüssen an Gasgehalten und Verunreinigungen in den Gußstücken kommen kann.
[0008] Die DE-A-2 641 116 zeigt in ihrer Fig. 1 eine Druckgießmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, bei der die Form über eine Vakuumleitung und die Füllkammer über
eine in der Nähe des Kolbenendes (in dessen zurückgezogener Position) liegende, mit
der Vakuumleitung verbundene Öffnung an Vakuum angelegt werden. Allerdings wird die
Einleitung des Vakuums in die Füllkammer an derselben Stelle vorgenommen, an der auch
die Metallschmelze eintritt. Auch hier tritt nach einer ersten Anfangsbewegung des
Gießkolbens gleichzeitig mit Überdeckung der Einleitstelle des Gießmetalls in die
Füllkammer ein Abschluß der Vakuumleitung ein, so daß es während der anschließenden
weiteren Formfüllphase zu den bereits erwähnten Schwierigkeiten des Abführens der
in der Schmelze noch vorhandenen Gasgehalte und Verunreinigungen kommt.
[0009] Hier setzt nun die Erfindung ein, wobei die Aufgabe gelöst werden soll, eine Druckgießmaschine
zu entwickeln, mit der bei besonders großer Produktivität Gußstücke einer vorzüglichen
Qualität hergestellt werden können, die bei hoher Temperatur nachträglich noch vergütbar
sind und deren Gehalt an Metalloxiden ganz besonders gering ist.
[0010] Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß bei einer Druckgießmaschine der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, daß als weiterer Vakuum- Anschluß eine Bohrung an der Kolbenstange
bis in den Bereich des Gießkolbens geführt ist und dort in einem Ringkanal des Gießkolbens
endet. Hierdurch wird sichergestellt, daß das Vakuum an die Füllkammer auch noch bis
zum Abschluß der Formfüllphase in vollem Umfang angelegt bleiben kann, wodurch sich
eine besonders gute Entgasung der Schmelze erzielen läßt, was zu Gußstücken einer
solchen Qualität führt, daß sie einer thermischen Vergütung bei Temperaturen unterzogen
werden können, wie sie beim Lösungsglühen von Aluminiumwerkstoffen erforderlich sind.
Die mit der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine erzeugten Gußstücke weisen besonders
gute mechanische Eigenschaften auf und können ohne Schwierigkeiten auch einer Oberflächenveredelung
unterworfen werden, so daß einer dekorativen oder funktionellen Oberflächenveredelung
wie Eloxieren, PTFE- und Email-Beschichtung nichts mehr im Wege steht.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2-12 beschrieben.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine besteht darin,
daß der weitere Vakuum-Anschluß mit einem Vakuum-Ventil versehen und dieses bereits
vor dem Zusammentreffen der beiden Formhälften ansteuerbar ist. Hierdurch läßt sich
vermeiden, daß während des Formschlußvorganges innerhalb der Füllkammer und damit
innerhalb des Saugrohres ein stoßartiger Rückstau auftritt, der sich in der Schmelze
nachteilig auswirken könnte.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine besteht
darin, daß eine auswechselbare Drossel zur Anpassung der Geschwindigkeit der Metallschmelze
beim Übergang von der Warmhalteeinrichtung in das Saugrohr vorgesehen ist, wobei die
auswechselbare Drossel vorzugsweise im unteren Endbereich des Saugrohres angeordnet
und aus einem verschleißfesten, feuerfesten Material hergestellt ist sowie im Querschnitt
vorzugsweise einen Durchmesser von 4 bis 8 mm aufweist. Diese auswechselbare Drossel
gibt nicht nur die Möglichkeit zu einer genauen Metalldosierung, sondern sie gibt
auch die Möglichkeit, die Einwirkdauer des Vakuums auf die flüssige Aluminium-Schmelze
möglichst lange auszudehnen.
[0014] Mit Vorteil kann anstelle der Drossel im Saugrohr aber auch Filtermaterial angeordnet
sein.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine besteht
auch darin, daß das Saugrohr mit einer vorzugsweise als Induktionsheizung oder als
Gasheizung ausgebildeten Heizeinrichtung ausgerüstet ist, die bis in den oberen Anschlußbereich
des Saugrohres wirksam ist. Eine solche Heizeinrichtung garantiert einen einwandfreien
Durchfluß der Metallschmelze durch das Saugrohr und verhindert auch bei längerer Produktzeit
ein sogenanntes »Zufrieren« des Saugrohres. Außerdem kann durch die Heizeinrichtung
die Viskosität der Metallschmelze günstig beeinflußt werden, nachdem sie den Warmhalteofen
verlassen hat.
[0016] Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckgießmaschine besteht
darin, daß der Gießkolben stirnseitig einen konischen Ansatz aufweist, dessen großer
Durchmesser kleiner als der Durchmesser des Gießkolbens ist. Durch diese Ausbildung
des Gießkolbens wird die Metallschmelze beim Eintritt in die Füllkammer in deren Längsrichtung
umgeleitet, wodurch Wirbelungen an der Kammerinnenwand vermieden werden können.
[0017] Es ist ebenfalls von Vorteil, wenn bei einer erfindungsgemäßen Druckgießmaschine
die Innenwandung des Saugrohres mit einer feuerfesten Isoliermasse ausgekleidet der
das Saugrohr selbst aus einem solchen Material hergestellt ist, wobei die Isoliermasse
chemisch inert und mit einer geringeren Benetzbarkeit gegen Aluminium-Legierungen
ausgebildet ist. Der Einsatz einer solchen feuerfesten Auskleidung des Saugrohres
gewährleistet eine lange Standzeit desselben. Außerdem werden durch die chemische
Beständigkeit und geringe Benetzbarkeit Querschnittsveränderungen während des Gießbetriebes
vermieden.
[0018] Es ist weiterhin von Vorteil, 'wenn bei einer erfindungsgemäßen Druckgießmaschine
die Warmhalteeinrichtung unterhalb der Füllkammer zwischen einer festen Aufspannplatte
und dem Antrieb für den Gießkolben angeordnet ist.
[0019] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Steuereinheit zur Regelung des Vakuums
bei einer erfindungsgemäßen Druckgießmaschine, wobei diese Steuereinheit dadurch gekennzeichnet
ist, daß der Unterdruckaufbau im gesamten System mittels eines Vakuum-Meßgerätes mit
einstellbaren Schaltpunkten überwacht und die Absaugmenge über ein Regelventil entsprechend
gesteuert wird. Dadurch kann der Vakuum-Aufbau den Erfordernissen des Einsatzfalles
entsprechend beliebig vorgewählt und somit die Einströmgeschwindigkeit des Metalles
zur Gießkammer günstig beeinflußt werden.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung im Prinzip beispielshalber noch
näher erläutert: Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Schrägansicht des Formbereiches einer erfindungsgemäßen
Druckgießmaschine, teilweise geschnitten;
Fig. 2 als Einzelheit die Ausbildung der Kolbenstange mit Gießkolben bei einer erfindungsgemäßen
Druckgießmaschine, und
Fig. 3 die Lage der Vakuum-Anschlüsse bei einer erfindungsgemäßen Druckgießmaschine
im Bereich des Anschnittes der Formgravur anhand eines Gußstückes.
[0021] In Fig. 1 ist im wesentlichen von einer Druckgießmaschine nur der Bereich der festen
Aufspannplatte 31 mit einer festen Formhälfte 14 und einer beweglichen Formhälfte
16 dargestellt. Um den Bereich der Füllkammer 10 besser darstellen zu können, sind
die feste Aufspannplatte 31, die feste Formhälfte 14, die Füllkammer 10, das eigentliche
Saugrohr 6 und die Warmhalteeinrichtung (Warmhalteofen) 9 mit Schmelztiegel 8 teilweise
geschnitten dargestellt. Mit »17« ist das Ventil für den Vakuum- Anschluß für die
Form angedeutet.
[0022] Die innerhalb der Form endenden VakuumLeitungen liegen oberhalb des Anschnittes.
Um dies besser darstellen zu können, wird in Fig. 3 ein Gußstück 33 gezeigt, beispielsweise
eine Pfanne, wobei der Anschnittbereich mit »28« und die beiden Vakuum-Anschlüsse
mit »29« und »30« bezeichnet sind. Weiterhin ist ein Gießlauf 18 vorgesehen.
[0023] Im Bereich des Gießkolbens 4 endet ein Anschluß 11 für die Kolbenschmierung. Stirnseitig
am Gießkolben 4 ist weiterhin ein konischer Ansatz 4a angebracht, wodurch das aus
dem Saugrohr 6 in die Füllkammer 10 eintretende Metall zur Kammerlängsachse umgelenkt
wird und hierdurch Verwirbelungen vermieden werden können. Der hintere Bereich 10a
der Füllkammer 10 ist mit einer hitzebeständigen Dichtung 3 ausgekleidet. Die Aufhängung
des Saugrohres 6 erfolgt mittels einer Klammer 22, die mit einer unteren hakenförmigen
Nase 24 unter einen Ringflansch 25 des Saugrohres 6 greift. Von oben her ist durch
die Klammer 22 ein Federbolzen 1 geführt, wodurch sich eine elastische Verspannung
des konischen Endes 6b innerhalb des entsprechenden konischen Anschlusses an der Füllkammer
10 ergibt.
[0024] Im Saugrohr 6 ist eine Isolierauskleidung 23 vorgesehen, welche chemisch inert und
mit einer geringeren Benetzbarkeit gegen Aluminium-Legierungen ausgebildet ist. Zur
Heizung des Saugrohres 6 dient eine Heizeinrichtung 13, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Gasheizung angedeutet ist. Anstelle der Gasheizung kann aber auch, gleichermaßen
vorteilhaft, eine Induktionsheizung vorgesehen werden, wobei es wichtig ist, daß die
Heizung bis in den oberen Anschlußbereich 6b zur Füllkammer 10 reicht. Der Warmhalteofen
9 ist in der Höhe verstellbar ausgebildet, was, der Einfachheit halber, nicht gesondert
dargestellt ist. Hierdurch kann immer eine gewünschte Eintauchtiefe des Saugrohres
6 in die Metallschmelze sichergestellt werden. Auch zum erleichterten Ausbau bzw.
Auswechseln des Saugrohres 6 kann der Warmhalteofen 9 nach unten abgesenkt und seitlich
ausgefahren werden.
[0025] Am Saugrohr 6 ist eine Drossel 7 vorgesehen, wobei der eigentliche Düsenquerschnitt
7a sowie die Länge des Düsenbereiches unterschiedlich ausgebildet sein können. Anstelle
der Düse 7 kann aber auch ein an sich bekanntes Filtermaterial eingesetzt werden.
[0026] In Fig. 2 ist die Kolbenstange 21 mit dem Gießkolben 4 als Einzelheit dargestellt;
sie weist eine Bohrung 27 einer an sich bekannten Kolben-Kühlvorrichtung auf. Der
eigentliche Ansaugkanal 20 für das Vakuum wird durch die Kolbenstange 21 hindurchgeführt
und endet mit dem Endbereich 20a in einem Ringkanal 26. Hierdurch wird erreicht, daß
auch noch während des Vorwärtsfahrens des Gießkolbens 4 weiterhin das Vakuum am Gießkolben
4 erhalten bleiben kann.
1. Druckgießmaschine zur Herstellung gasarmer, porenarmer und oxydarmer Gußstücke,
insbesondere Gußstücke von ca. 1 bis 3 kg Schußgewicht aus Metallen oder deren Legierungen,
mit einer mit einem Vakuum-Anschluß (17) versehenen Form (14, 16) und einer Warmhalteeinrichtung
(9) für die Schmelze, wobei die Warmhalteeinrichtung (9) über ein mit einer Düse (7)
versehenes Saugrohr (6) mit der Füllkammer (10) verbunden ist, in der ein an einer
Kolbenstange (21) befestigter Gießkolben (4) zum Eindrücken der Schmelze in die Form
(14, 16) vorgesehen und die Füllkammer (10) mit Vakuum aus einem weiteren Vakuumanschluß
beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Vakuum- anschluß eine Bohrung
(20) an der Kolbenstange (21) bis in den Bereich des Gießkolbens (4) geführt ist und
dort in einem Ringkanal (26) des Gießkolbens (4) endet.
2. Druckgießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Vakuum-
Anschluß (2) mit einem Vakuum-Ventil versehen und dieses bereits vor dem Zusammentreffen
der beiden Formhälften (14,16) ansteuerbar ist.
3. Druckgießmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine auswechselbare
Drossel (7) zur Anpassung der Geschwindigkeit der Metallschmelze beim Übergang von
der Warmhalteeinrichtung (9) in das Saugrohr (6) vorgesehen ist.
4. Druckgießmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbare
Drossel (7) im unteren Endbereich (6a) des Saugrohres (6) angeordnet und aus einem
verschleißfesten feuerfesten Material hergestellt ist.
5. Druckgießmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbare
Drossel (7) im Querschnitt einen Durchmesser von 4 bis 8 mm aufweist.
6. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle einer auswechselbaren Drossel (7) im Saugrohr (6) Filtermaterial angeordnet
ist.
7. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Saugrohr (6) mit einer Heizeinrichtung (13) ausgerüstet ist, die bis in den oberen
Anschlußbereich (6b) des Saugrohres (6) wirksam ist.
8. Druckgießmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung
(13) als Induktionsheizung oder als Gasheizung ausgebildet ist.
9. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gießkolben (4) stirnseitig einen konischen Ansatz (4a) aufweist, dessen großer
Durchmesser kleiner als der Durchmesser des Gießkolbens (4) ist.
10. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenwandung des Saugrohres (6) mit einer feuerfesten Isoliermasse (23) ausgekleidet
oder das Saugrohr (6) selbst aus einem solchen Material hergestellt ist, wobei die
Isoliermasse (23) chemisch inert und mit einer geringeren Benetzbarkeit gegen Aluminium-Legierungen
ausgebildet ist.
11. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Warmhalteeinrichtung (9) unterhalb der Füllkammer (10) zwischen einer festen Aufspannplatte
(31) und dem Antrieb für den Gießkolben (4) angeordnet ist.
12. Steuereinheit zur Regelung des Vakuums bei einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruckaufbau im gesamten System mittels
eines Vakuum-Meßgerätes mit einstellbaren Schaltpunkten überwacht und die Absaugmenge
über ein Regelventil entsprechend gesteuert wird.
1. Die casting machine for producing low-gas, low-oxide and low porosity castings,
particularly castings with an approximately 1 to kg shot weight from metals or their
alloys with a mould (14, 16) provided with a vacuum connection (17) and a heat maintaining
device (9), for the molten metal, the heat maintaining device (9) being connected
by means of a suction pipe (6) provided with a nozzle (7) to the loading chamber (10)
, in which there is a casting piston (4) fixed to a piston rod (21) for forcing the
molten metal into the mould (14, 16) and loading chamber (10) is subject to the action
of vacuum, from a further vacuum connection, characterized in that as the further
vacuum connection, a bore (20) on piston rod (21) is brought into the vicinity of
the casting piston (4) and terminates there in a ring duct (26) of said casting piston
(4).
2. Die casting machine according to claim 1, characterized in that the further vacuum
connection (2) is provided with a vacuum valve and the latter is controllable prior
to the bringing together of the two mould halves (14, 16).
3. Die casting machine according to claims 1 or 2, characterized in that an interchangeable
throttle (7) is provided for adapting the speed of the molten metal on passing from
the heating maintaining device (9) into the suction pipe (6).
4. Die casting machine according to claim 3, characterized in that the interchangeable
throttle (7) is arranged in the lower end region (6a) of suction pipe (6) and is made
from a wear-resistant, refractory material.
5. Die casting machine according to claims 3 or 4, characterized in that in cross-section,
the interchangeable throttle (7) has a diameter of 4 to 8 mm.
6. Die casting machine according to one of the claims 3 to 5, characterized in that
filter material is arranged in suction pipe (6) in place of an interchangeable throttle
(7).
7. Die casting machine according to one of the claims 1 to 6, characterized in that
the suction pipe (6) is equipped with a heating device (13), which acts into the upper
connecting area (6b) of suction pipe (6).
8. Die casting machine according to claim 7, characterized in that the heating device
(13) is constructed as an induction or gas heating device.
9. Die casting machine according to one of the claims 1 to 8, characterized in that
the casting piston (4) is frontally provided with a conical shoulder (4a), whose large
diameter is smaller than the diameter of casting piston (4).
10. Die casting machine according to one of the claims 1 to 9, characterized in that
the inner wall of suction pipe (6) is lined with a refractory insulating material
(23) or the suction pipe (6) is itself made from such a material, the insulating material
(23) being chemically inert and having a limited wettability with respect to aluminium
alloys.
11. Die casting machine according to one of the claims 1 to 10, characterized in that
the heat maintaining device (9) is arranged below the loading chamber (10) between
a fixed mould clamping plate (31) and the drive for casting piston (4).
12. Control unit for regulating the vacuum in a device according to one of the claims
1 to 11, characterized in that the vacuum buildup in the complete system is monitored
by means of a vacuum gauge with adjustable operating points and the suction quantity
is correspondingly controlled by means of a regulating valve.
1. Machine de moulage par injection destinée à la fabrication de pièces moulées dépourvues
da gaz, porosités et oxydes, en particulier des pièces moulées d'une masse injectée
utile d'environ 1 à 3 kg, constituées par des métaux ou leurs alliages, comportant
un moule (14, 16) pourvu d'un raccordement (17) au vide et un dispositif (9) de conservation
de la chaleur pour la masse fondue, ce dispositif de conservation de la chaleur (9)
étant relié par un tube d'aspiration (6) pourvu d'un ajutage (7) à la chambre de remplissage
(10), dans laquelle un piston d'injection (4) fixé à une tige de piston (21) est destiné
à faire pénétrer la masse fondue dans le moule (14, 16) et le vide est appliqué à
la chambre de remplissage (10) par un autre raccordement au vide, caractérisée en
ce que cet autre raccordement au vide est constitué par un conduit (20) dans la tige
de piston (21) s'étendant jusqu'à la zone du piston d'injection (4) et s'y achevant
par un canal annulaire (26) dudit piston d'injection (4).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que le second raccordement
au vide (2) comporte une soupape à vide et en ce que celle-ci peut être actionnée
déjà avant le rapprochement des deux moitiés de moule (14,16).
3. Machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'elle comporte un dispositif
d'étranglement (7) interchangeable pour adapter la vitesse de la masse métallique
fondue, lorsqu'elle passe du dispositif de conservation de la chaleur (9) au tube
d'aspiration (6).
4. Machine selon la revendication 3, caractérisée en ce que le dispositif d'étranglement
interchangeable (7) est disposé dans la zone terminale inférieure (6a) du tube d'aspiration
(6) et est constituée par une matière réfractaire résistante à l'usure.
5. Machine selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que l'étranglement interchangeable
(7) présente, en section droite un diamètre de 4 à 8 mm.
6. Machine selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que l'étranglement
interchangeable (7) est remplacé par une matière filtrante dans le tube d'aspiration
(6).
7. Machine selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le tube d'aspiration
(6) comporte un dispositif de chauffage (13) qui agit jusqu'à la zone de raccordement
supérieure (6b) du tube d'aspiration (6).
8. Machine selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif de chauffage
(13) est réalisé sous la forme d'un dispositif de chauffage par induction ou d'un
dispositif de chauffage à gaz.
9. Machine selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le piston
d'injection (4) comporte sur sa face frontale un appendice conique (4a) dont le grand
diamètre est inférieur au diamètre du piston d'injection (4).
10. Machine selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la paroi
intérieure du tube d'aspiration (6) est revêtue d'une masse isolante réfractaire (23),
ou bien le tube d'aspiration (6) lui-même est constitué par une telle matière, la
masse isolante (23) étant chimiquement inerte et présentant une mouillabilité réduite
vis- à-vis des alliages d'aluminium.
11. Machine selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le dispositif
de conversation de la chaleur (9) est placé au-dessous de la chambre de remplissage
(10) entre un plateau de fixation fixe (31) et le mécanisme d'entraînement du piston
d'injection (4).
12. Groupe de commande destiné à régler le vide dans une machine selon l'une des revendications
1 à 11, caractérisé en ce que l'établissement de la dépréssion dans l'ensemble du
sys- tèmé est contrôlé au moyen d'un vacuomètre à points d'enclenchement réglables
et la quantité à aspirer est commandée corrélativement au moyen d'une soupape de réglage.

