(19)
(11) EP 0 051 835 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.05.1982  Patentblatt  1982/20

(21) Anmeldenummer: 81109336.8

(22) Anmeldetag:  30.10.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B65D 65/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 06.11.1980 DE 8029662 U

(71) Anmelder: Resas, Hans-Jürgen
D-4800 Bielefeld 15 (DE)

(72) Erfinder:
  • Resas, Hans-Jürgen
    D-4800 Bielefeld 15 (DE)

(74) Vertreter: Schulze Horn, Stefan, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Schulze Horn und Nehls Goldstrasse 50
48147 Münster
48147 Münster (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Deckfolie für einen Flaschenkasten


    (57) Deckfolie für einen Flaschenkasten (1), der mit n Reihen mit jeweils m Flaschen (n, m = 3,4, 5 oder 6) gefüllt ist, wobei die Deckfolie für die zwei im Kantenbereich angeordneten Flaschenreihen gegenüberliegend mit jeweils n oder m in Reihe liegenden Perforationen (16, 17, 18; 19, 20, 21) versehen ist, wobei zwischen den gegenüberliegenden Perforationsreihen (22, 23) ein planer Mittelbereich (24) als ununterbrochene Druck- oder Trägerfläche angeordnet ist. Der Mittelbereich kann mit einem obenliegenden Blisterdeckel, einer aufliegenden Tasche oder dergleichen versehen sein. Die Deckfolie kann auch aus zwei einseitig am Rande verbundenen, aufeinandergelegten Folienblättern bestehen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Deckfolie für einen Flaschenkasten, der mit n Reihen mit jeweils m Flaschen (n, m = 3, 4, 5 oder 6) gefüllt ist, welche Deckfolie mit wenigstens einer über einen Flaschenverschluß streifbaren und anschließend im Bereiche des Flaschenhalses gehaltenen Perforation versehen ist.

    [0002] Auf dem Gebiete des Flaschentransportes sind sogenannte Kleingebindeträger bekannt (vgl. US-PS 3 495 704), die dazu dienen, innerhalb eines großen Flaschenkastens mit beispielsweise 24 Flaschen drei Kleingebinde von beispielsweise je acht Flaschen getrennt bereitzuhalten. Diese Kleingebindeträger umschließen jedoch jeweils alle Flaschen des Kleingebindes und haben insbesondere auf ihrer Oberseite nur eine kleine Fläche, die sich als Druck- oder Werbeträger eignet.

    [0003] Bei der Konzipierung einer Deckfolie stellt sich demgegenüber die Aufgabe, auf der einen Seite zu verhindern, daß einzelne Flaschen aus dem Gebinde entnommen werden; auf der anderen Seite soll die Deckfolie eine große, deutlich erkennbare und ununterbrochene Druck-oder Trägerfläche aufweisen, die die Deckfolie im allgemeinsten Sinne als Werbeträger einsetzbar macht. Diese Aufgabe wird bei einer Deckfolie der eingangs genannten Art gelöst, die für die zwei im Kantenbereich angeordneten Flaschenreihen gegenüberliegend mit jeweils n oder m in Reihe liegenden Perforationen versehen ist, wobei zwischen den gegenüberliegenden Perforationsreihen ein planer Mi-ztelbereich als ununterbrochene Druck- oder Trägerfläche angeordnet ist.

    [0004] Unter "Perforationen" werden hierbei Durchbrüche, Ausstanzungen, aber auch Sollbruchstellen verstanden, die beispielsweise aus einer runden Ausstanzung mit sternförmig eingeschnittenen Schlitzen bestehen, die zu einzelnen Zungen aufreißen und anschließend im allgemeinen nur unter Zerstörung der Deckfolie von den Flaschenhälsen wieder entfernt werden können. Das gilt insbesondere dann, wenn die Flaschen mit einem Kronkorken oder einem Dreh-Kapselverschluß verschlossen wird. Es ist jedoch auch möglich, in entsprechende Folien nur einen Kreuzschlitz einzustanzen, der dann beim überstreifen über den Flaschenhals aufbiegt. In manchen Fällen mag es auch genügen, nur eine verdünnte Sollbruchstelle dort einzubringen, wo die Folie über den Flaschenhals gestreift werden soll, die dann unter Druck zerreißt und entsprechend aufschiebbar wird.

    [0005] Die genannten Buchstaben n, m stehen für die ganzen Zahlen 3, 4, 5, 6, die bei den üblichen Flaschenkästen als Reihenzahl gewählt sind.

    [0006] Insbesondere richtet sich die Erfindung auf eine Deckfolie für einen Flaschenkasten, bei dem die Deckfolie im Bereich zweier gegenüberliegender Kastenkanten mit jeweils n oder m in Reihe liegenden Perforationen versehen ist. Bei dieser Ausführungsform ist die Deckfolie demnach mit zwei parallelen, gegenüberliegenden Perforationsreihen versehen. Der Mittelbereich ist frei von Perforationen und kann daher als Aufschriftträger oder dergleichen dienen, wie im folgenden erläutert wird.

    [0007] Um das plane Aufliegen des Mittelbereiches auf den unterhalb der Deckfolie liegenden Flaschenverschlüssen zu verbessern, ist parallel zu wenigstens einer der Perforationsreihen am Rande des Mittelbereiches ein das Biegen erleichternder Bugstreifen vorgesehen.

    [0008] Es ist möglich, das Einstecken der Deckfolie an den Kastenrändern, d. h. zwischen der Kasteninnenseite und der Flaschenaußenseite zu verbessern, wobei gleichzeitig ein weiterer Werbeträger geschaffen wird, wenn wenigstens einer der mit einer Perforationsreihe versehenen Randbereiche der Deckfolie nach außen um einen umknickbaren Folienstreifen verbreitert wird, der bei aufgelegter Deckfolie zwischen einer Kasteninnenseite und den Flaschenaußenseiten eingesteckt wird.

    [0009] Während bei der einfacheren Ausführungsform der plane Mittelbereich lediglich mit einem Aufdruck versehen wird, ist es auch möglich, ihn in einer anderen Ausführungsform mit einem oben liegenden durchsichtigen Blisterdeckel, einer aufliegenden Tasche oder dergleichen zu versehen. In diese Teile kann dann beispielsweise ein Sortiment Bierdeckel, ein Flaschenöffner oder eine sonstige Zugabe eingesteckt werden, wobei vorzugsweise diese Zugabe sichtbar ist.

    [0010] In Abwandlung dieser Ausführungsform ist auch möglich, die Deckfolie aus zwei einseitig am Rand verbundenen, aufeinander gelegten Folienblättern herzustellen, so daß quasi wie in einer Mappe auch hier ein Behälter entsteht, in den entsprechende Zugabeartikel eingelegt werden können. Dabei ist außerdem möglich, die Folienblätter an der den Verbindungsrand gegenüberliegenden Seite mit Hilfe eines Druckknopfpaares, einer Lasche mit Einsteckschlitz oder dergleichen miteinander lösbar zu verbinden.

    [0011] Als Material für die Deckfolie eignet sich Pappe, laminiertes Papier, Kunststoff, dünnes Stahlblech oder dergleichen.

    [0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, deren Figuren zeigen:

    Figur 1 einen Flaschenkasten, gefüllt mit 3 x 4 Flaschen, versehen mit einer Deckfolie gemäß Erfindung;

    Figur 2 eine Deckfolie, ähnlich wie in Figur 1 dargestellt, jedoch versehen mit einem Blisterdeckel;

    Figur 3 eine Deckfolie, die aus zwei aufeinander legbaren Folienblättern besteht.



    [0013] In Figur 1 ist ein Flaschenkasten 1 dargestellt, der in üblicher Weise aus Kunststoff hergestellt ist. Der Flaschenkasten besitzt vier Grifflöcher 2, 3, 4, 5 und ist mit drei x vier Flaschen gefüllt, von denen allerdings nur die Flaschenhälse mit den Verschlüssen 6, 7, 8, 9, 10, 11 zu sehen sind. Bei den Flaschen kann es sich um Bier-, Mineral- oder Limonadeflaschen der üblichen Art handeln. Die Flaschenverschlüsse können als Kronenkorken, als Drehverschlußkappe oder auch als Korken gestaltet sein. Erwünscht ist zur besseren Funktion allerdings, daß der Verschluß etwas über die übrige Peripherie des darunterliegenden Flaschenhalsstückes nach außen vorsteht.

    [0014] Die Flaschenanordnung wird von einer Deckfolie 12 überdeckt, die im Bereiche zweier gegenüberliegender Kastenkanten 13, 14 mit jeweils drei in Reihe liegenden Perforationen 16, 17, 18, 19, 20, 21 versehen ist, wobei zwischen gegenüberliegenden Perforationsreihen 22, 23 ein planer Mittelbereich 24 angeordnet ist. Dadurch wird erreicht, daß die im Kastenkantenbereich angeordneten Flaschenreihen als Halter für die Deckfolie dienen, während die im übrigen Mittelbereich angeordneten Flaschen überdeckt sind. Ohne Zerstörung der Deckfolie kann daher keine Flasche einzeln entnommen werden. Dies ist insbesondere dann nicht erwünscht, wenn der gesamte Flaschenkasten mit Inhalt als Gebinde verkauft werden soll.

    [0015] Dadurch, daß parallel zu den Perforationsreihen 22, 23 an den Rändern des Mittelbereiches 24 zwei das Biegen erleichternde Bugstreifen 25, 25' vorgesehen sind, läßt sich die Deckfolie 12 etwa in Form eines Daches knicken. Die mit den Perforationsreihen 22, 23 versehenen Randbereiche 22', 23' bilden dabei jeweils gegenüberliegende schräge Streifen.

    [0016] Die beschriebene Deckfolie kann aus Pappe, aus laminiertem Papier, aus Kunststoff oder sogar aus dünnem Blech (Aluminium oder Stahl beispielsweise) gefertigt sein. Die Perforationen 16 - 21 bestehen aus runden Stanzlöchern, deren Durchmesser etwas kleiner sind als der Außendurchmesser der Verschlüsse 6 - 11. Um das Aufstreifen bzw. Aufdrücken der Deckfolie über die Flaschenverschlüsse ohne gravierende Zerstörungen der Folie zu ermöglichen, sind die Stanzlöcher sternförmig mit eingeschnittenen Schlitzen 26 versehen, die sich beim überstreifen der Deckfolie im Bereiche der Perforationen erweitern und kleine Haltezungen bilden.

    [0017] Wie einleuchtend ist, kann die beschriebene Deckfolie 12 im Mittelbereich bedruckt werden und damit als hervorragender Werbeträger dienen.

    [0018] Um die Befestigung der Folie zu verbessern, gleichzeitig dabei weitere Werbefläche zu schaffen, sind die Randbereiche 22', 23' der Deckfolie 12 nach außen jeweils um einen Folienstreifen 28, 29 verbreitert, der bei aufgelegter Deckfolie 12 zwischen einer Kasteninnenseite und den Flaschenaußenseiten eingesteckt ist. Ein Teil dieses Folienstreifens ist in der Figur 1 durch das Griffloch 5 zu sehen. Insbesondere wird aber auf die Figur 2 verwiesen.

    [0019] In Figur 2 ist eine im Mittelbereich 24 geänderte Ausführungsform der vorbeschriebenen Erfindung dargestellt. Der Mittelbereich 24 ist hierbei mit einem oben liegenden Blisterdeckel 30 versehen, der aus einer dünnen, durchsichtigen Kunststoffolie besteht, die an den flachliegenden Flanschrändern 31 mit dem Mittelbereich verklebt oder anderweitig verbunden ist. Unterhalb des Blisterdeckels 30 kann die Deckfolie 12 beispielsweise mit einer Zugabe, wie einem Bierdeckelsortiment oder dergleichen, versehen werden. Der Käufer des Flaschengebindes erhält damit einen zusätzlichen Kaufanreiz. Anstelle des Blisterdeckels 30 kann selbstverständlich auch eine aufgeklebte Kunststofftasche oder ein ähnliches, bekanntes Behältnis verwendet werden.

    [0020] Eine weitere Ausführungsform ist in der Figur 3 dargestellt. Bei dieser besteht die Deckfolie 12 aus zwei einseitig an ihrem Rand 32 verbundenen Folienblättern 33, 34, die aufeinandergelegt werden können, wobei eine Lasche 35 in einen kompatiblen Schlitz 36 einsteckbar ist. Im übrigen ist die aus den aufeinandergelegten Folienblättern 33, 34 bestehende Deckfolie dann im Prinzip genauso gestaltet wie die der Figur 1. Die entsprechenden Perforationen liegen übereinander. Der freie Mittelbereich 24 ist ebenfalls vorhanden. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere dazu, zwischen den Blättern eine Zugabe, beispielsweise ein bedrucktes T-shirt, zu verpacken. Selbstverständlich sind weitere Verwendungsmöglichkeiten gegeben.

    [0021] Auch die Ausführungsformen gemäß den Figuren 2 und 3 lassen sich aus den genannten Materialien fertigen. Insbesondere die Ausführungsform gemäß Figur 3 wird vorteilhafterweise aus dünnerem Papier gefertigt, weil die beiden aufeinander gelegten Folienblätter dem Knicken einen relativ hohen Widerstand entgegensetzen.


    Ansprüche

    1. Deckfolie für einen Flaschenkasten, der mit n Reihen mit jeweils m Flaschen (n, m = 3, 4, 5 oder 6) gefüllt ist, welche Deckfolie mit wenigstens einer über einen Flaschenverschluß streifbaren und anschließend im Bereiche des Flaschenhalses gehaltenen Perforation versehen ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Deckfolie für die zwei im Kantenbereich angeordneten Flaschenreihen gegenüberliegend mit jeweils n oder m in Reihe liegenden Perforationen (16, 17, 18; 19, 20, 21) versehen ist, wobei zwischen den gegenüberliegenden Perforationsreihen (22, 23) ein planer Mittelbereich (24) als ununterbrochene Druck- oder Trägerfläche angeordnet ist.
     
    2. Deckfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu wenigstens einer der Perforationsreihen (22; 23) am Rande des Mittelbereiches (24) ein das Biegen erleichternder Streifen (Bugstreifen 25) vorgesehen ist.
     
    3. Deckfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der mit einer Perforationsreihe (22; 23) versehenen Randbereiche (22'; 23') der Deckfolie (12) nach außen um einen umknickbaren Folienstreifen (28; 29) verbreitert ist.
     
    4. Deckfolie nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (24) mit einem obenliegenden Blisterdeckel (30), einer aufliegenden Tasche oder dergleichen versehen ist.
     
    5. Deckfolie nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckfolie (12) aus zwei einseitig am Rande verbundenen, aufeinander gelegten Folienblättern (33, 34) besteht.
     
    6. Deckfolie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienblätter (33, 34) an der dem Verbindungsrand (32) gegenüberliegenden Seite mit Hilfe eines Druckknopfpaares, einer Lasche (35) mit Einsteckschlitz (36) oder dergleichen miteinander lösbar zu verbinden sind.
     
    7. Deckfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckfolie (12) aus Pappe, laminiertem Papier, Kunststoff, dünnem Blech oder dergleichen gefertigt ist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht