[0001] Die Erfindung betrifft eine Tube, bestehend aus einem Tubenkörper aus einem Laminat
mit metallischer Sperrschicht, einem Tubenkopf aus einem Kunststoff und einer auf
der Außenfläche der Tubenkopfschulter angeordneten Rondelle aus einem Laminat mit
metallischer Sperrschicht, wobei der Tubenkopf den Tubenkörper . untergreift, und
Verfahren zu deren Herstellung.
[0002] Eine derartige Tube ist aus der Fig. 4 und 5 und der zugehörigen Beschreibung der
DE-A-2 628 014 bekannt.
[0003] Hierbei überlappt der Rand des Rohrkörpers die auf dem abgestuften Tubenkopf angeordnete
Rondelle. Die Rondelle weist ebenfalls eine Abstufung auf, die der Form der Tubenkopfschulter
angepaßt ist. Hierbei hat die Rondelle die Funktion eines Verbindungskörpers und weist
eine wesentlich dickere Metallschicht als der Rohrkörper auf. Hierdurch wird erreicht,
daß beim vorgesehenen induktiven Verschweißen die benötigte Frequenz auf diese dickere
Metallschicht so abgestimmt wird, daß sich die Metallschicht im Tubenrohr praktisch
nicht erwärmt. Die metallische Sperrschicht in der Rondelle dient auch dazu, die Gasdichtheit
im Tubenkopf zu erhöhen.
[0004] Da sich Rondelle und Tubenrohr überlappen, liegen zwischen ihren beiden als Barriere
dienenden Metallschichten zwei Kunststoffschichten, die keine Gasdichtheit aufweisen,
so daß hierdurch eine gewisse Undichtheit entsteht.
[0005] Bei Tuben kommt es aber auch darauf an, daß sie ein schönes Aussehen aufweisen. Um
eine einigermaßen schöne Tubenschulter zu erhalten, muß der Tubenkopf und damit auch
die Rondelle abgestuft sein, damit das Tubenrohr so angeformt werden kann, daß keine
unschöne Aufwölbung entsteht, wie sie sich zwangsläufig ausbildet, wenn eine Schicht
von einer anderen überlappt wird. Daraus folgt aber auch, daß die gestufte Rondelle
eine stärkere Metallschicht haben muß als der Rohrkörper, da nur dann der zur Herstellung
notwendige Formziehvorgang durchgeführt werden kann. Dies bedeutet aber, daß ein wesentlich
teureres Laminat verwendet werden muß, was allein schon die Herstellungskosten der
Tube erhöht. Außerdem lassen sich Farbtönungsunterschiede zwischen Rohrkörper und
Rondellenmaterial nicht vermeiden, und da sie im Überlappungsbereich auf der Tubenschulter
zwangsläufig nebeneinander liegen, verschlechtert dies das schöne Aussehen, da sich
auf der Tubenschulter zwei Farbringe abzeichnen, eventuell noch ein dritter im Ausdünnungsbereich
des Materials des Rohrkörpers, das das freie Ende der Metallschicht versiegeln muß.
[0006] Aus der DE-A-1 486 193 ist eine ähnliche Tube bekannt, wobei jedoch die Rondelle
an der Innenfläche des hier gerundeten Tubenkopfes derart angeordnet ist, daß der
Rand des Rohrkörpers auf dem Außenrand des Kopfes untergriffen wird, wobei der Außenrand
der Rondelle nach oben in den Kopf zurückgebogen sein kann. Hierbei verbleibt zwischen
der Metallschicht de'3 Rohrkörpers und der der Rondelle immer ein Abstand, der nur
von Kunststoff ausgefüllt ist, so daß die Gasdichtheit im Tubenkopfbereich verschlechtert
ist.
[0007] Aus der CH-A-500 878 ist eine Tube bekannt, bei der der obere Rand des Tubenrohrkörpers
auf der Außenfläche der Schulter des Tubenkopfes eingelegt wird, was komplizierte
Maschinen erfordert und die Herstellung verlängert; anschließend wird dann ein konischer
Schulterring aufgelegt und schließlich wird alles unter Druck und Erwärmung, insbesondere
durch Induktion, verschweißt.
[0008] All diesen Tuben ist gemeinsam, daß für die Rondelle wegen ihrer Größe und Gestalt
viel Material erforderlich ist, auch wegen des anfallenden Abfalls, das sich zudem
noch vom Material des Rohrkörpers unterscheidet. Bei der Tube nach dem CH-Patent wird
zudem noch Material der Rohrkörper für das Einlegen in Falten auf dem Tubenkopf benötigt.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Tube der eingangs genannten Art und Verfahren
zu ihrer Herstellung anzugeben, durch die es möglich ist, Material einzusparen, die
Gasdichtheit und das Aussehen im Kopfbereich zu verbessern.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Tube mit den im Anspruch 1 wiedergegebenen Merkmalen
gelöst.
[0011] Durch das Anliegen auf Stoß von Rondelle und Rohrkörper ist die Rondelle im Durchmesser
kleiner, wodurch Material eingespart wird. Die Rondelle muß keine Stufe aufweisen,
so daß eine stärkere Metallschicht nicht notwendig ist. Durch die Stoßverbindung liegen
die sperrenden Metallschichten von Rondelle und Rohrkörper so dicht beieinander, selbst
wenn sie nicht gleich stark ausgebildet sind, daß eine nahezu optimale Gasdichtheit
gewährleistet ist. Es sind auch keine Materialausdünnungen zum Versiegeln freiliegender
Metallschichtenden notwendig. Es besteht zwischen Rohrkörper und Rondelle ein schöner
gleichmäßiger, in einer Ebene liegender Übergang.
[0012] Wenn gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung für Rondelle und Rohrkörper das gleiche
Laminatmaterial verwendet wird, entfallen zusätzliche Kosten und es ist eine absolute
Farbgleichheit gewährleistet.
[0013] Der Anspruch 3 gibt ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Tube an.
[0014] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Kopfbereich einer erfindungsgemäßen Tube mit abgestufter Schulter des Tubenkopfes
im Schnitt,
Fig. 2 den Kopfbereich einer erfindungsgemäßen Tube mit abgerundeter Schulter des
Tubenkopfes im Schnitt.
[0015] Eine Tube enthält einen Rohrkörper 1, einen Tubenkopf 2 und eine konische ringförmige
Rondelle 3. Der Rohrkörper 1 und die Rondelle 3 sind aus einem Laminat mit eingeschlossener
Metallschicht hergestellt. Vorzugsweise bestehen beide aus dem gleichen Material.
Der Tubenkopf 2 besteht aus einem Kunststoff und weist im Randbereich seiner Schulter
4 eine abgestufte (Fig. 1) oder abgerundete (Fig. 2) Form auf. Die Rondelle 3 wird
auf die Schulter 4 aufgelegt und der Rohrkörper 1 so auf den Tubenkopf 2 aufgeschoben,
daß beim Anformen seine Schnittkante 5 an der äußeren Randkante 6 auf Stoß anliegt.
Es kann auch zuerst der Rohrkörper positioniert werden und dann die Rondelle 3 eingelegt
werden. Der Rohrkörper 1 oder die Rondelle 3 können, bevor das jeweils andere Teil
positioniert wird, schon mit dem Tubenkopf 2 verbunden sein.
[0016] Die gebildete Stoßstelle zwischen der Schnittkante 5 und der Randkante 6 wird vorzugsweise
durch Wärmeübertragung, gegebenenfalls unter Druckaufbringung, versiegelt; dies kann
separat oder auch im Zusammenhang mit der Verbindung des Rohrkörpers 1 und der Rondelle
3 mit dem Tubenkopf 2 erfolgen. Das Verbinden des Rohrkörpers 1 und der Rondelle 3
mit dem Tubenkopf 2 und das Versiegeln der Stoßverbindung kann durch Induktion, Ultraschall,
Strahlungswärme (z. B. Infrarot) oder durch Kombination dieser Möglichkeiten vorgenommen
werden.
[0017] Es besteht auch die Möglichkeit, den Rohrkörper 1 zunächst mit der Rondelle 3 auf
Stoß zu fügen und dann mit einem gespritzten Tubenkopf 2 zu versehen oder auch diesen
Tubenkopf 2 direkt einzuformen oder einzuspritzen, wobei gleichzeitig die Versiegelung
der Stoßverbindung erfolgt.
1. Tube, bestehend aus einem Tubenrohrkörper (1) aus einem Laminat mit metallischer
Sperrschicht, einem Tubenkopf (2) aus einem Kunststoff und einer auf der Außenfläche
der Tubenkopfschulter (4) angeordneten Rondelle (3) aus einem Laminat mit metallischer
Sperrschicht, wobei der Tubenkopf (2) den Tubenrohrkörper (1) untergreift, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rondelle (3) mit ihrer äußeren Randkante (6) direkt an der
Schnittkante (5) des Rohrkörpers (1) anliegt und die so gebildete Stoßverbindung versiegett
ist.
2. Tube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rondelle (3) und der Tubenrohrkörper
(1) aus dem gleichen Laminatmaterial bestehen.
3. Verfahren zur Herstellung einer Tube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rondelle (3) und der Tubenrohrkörper (1) in der Weise auf einem Tubenkopf
(2) angeordnet werden, indem die Stoßverbindung zwischen Tubenrohrkörper (1) und Rondelle
(3) hergestellt und dann der Tubenkopf (2) unter gleichzeitiger Versiegelung der Stoßverbindung
eingeformt bzw. eingespritzt werden.
1. Tube, comprising a tubular tube member (1) consisting of a laminate with a metallic
barrier stratum, of a tube head (2) of plastics and of a round member (3) consisting
of a laminate with a metallic barrier stratum and disposed on the external surface
and with the tube head (2) extending under the tubular tube member (1) characterised
in that the external rim edge (6) of the round member (3) bears directly upon the
cut edge (5) of the tube member (1) and that the butt joint, thus formed, is sealed.
2. Tube according to Claim 1, characterised in that the round member (3) and the tubular
tube member (1) are formed from the same laminate material.
3. Method for producing a tube according to Claim 1 or 2, characterised in that the
round member (3) and the tubular tube member (1) are disposed on a tube head (2) by
producing the butt joint between the tubular tube member (1) and the round member
(3) and thereafter by forming or injecting of the tube head (2) while simultaneously
sealing the butt joint.
1. Tube constitué par un corps tubulaire (1) formé en un matériau stratifié comportant
une couche d'arrêt métallique, par une tête (2) constituée en une matière plastique
et par une rondelle (3) disposée sur la surface extérieure de l'épaulement (4) de
la tête du tube et constituée en un matériau stratifié comportant une couche d'arrêt
métallique, la tête (2) du tube s'engageant audessous du corps tubulaire (1) du tube,
caractérisé en ce que la rondelle (3) est appliquée par son bord marginal extérieur
(6) directement contre l'arête vive (5) du corps tubulaire (1), et que la liaison
d'aboutement ainsi formée est scellée.
2. Tube selon la revendication 1, caractérisé en ce que la rondelle (3) et le corps
tubulaire (1) du tube sont constitués par le même matériau stratifié.
3. Procédé pour fabriquer un tube selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
qu'on installe la rondelle (3) et le corps tubulaire (1) du tube sur une tête (2)
de ce dernier en réalisant la liaison d'aboutement entre le corps tubulaire (1) du
tube et la rondelle (3) et en insérant alors par moulage ou par injection la tête
(2) du tube en scellant simultanément la liaison d'aboutement.