[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrfach adressierbaren hochintegrierten Halbleiterspeicher
gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Speicher, die ein paralleles Auslesen von zwei gespeicherten Worten ermöglichen oder
gleichzeitig ein Lesen eines bestimmten eingespeicherten Wortes und ein Einschreiben
eines anderen Wortes in einem anderen Speicherplatz eines Speichers ermöglichen, sind
prinzipiell bekannt.
[0003] Ein Halbleiterspeicher, der ein gleichzeitiges Ansteuern von zwei oder mehr als zwei
Wortleitungen erlaubt, ist in der DE-OS 2 327 062 beschrieben. Dieser Speicher hat
jedoch den Nachteil, daß die ausgelesenen Wörter nicht gleichzeitig am Ausgang des
Speichers zur Verfügung stehen, sondern innerhalb des Speichers zu einem logischen
Produkt miteinander verknüpft werden. Ein gleichzeitiges Einschreiben eines Wortes
in andere Speicherplätze ist außerdem nicht möglich.
[0004] Außerdem ist aus der US-PS 3 675 218 eine Speicheranordnung bekannt, bei der Informationen
in jeden beliebigen Teil eingeschrieben werden kann, während gleichzeitig Information
aus einem anderen, davon verschiedenen Teil der Anordnung ausgelesen wird. Auch hier
ist also trotz der sehr technisch aufwendigen Lösung nur ein Einschreiben eines Wortes
bei gleichzeitigem Auslesen eines anderen Wortes möglich. Im IBM-TDB, Vol. 19, Nr.
7, Dezember 1976, Seiten 2587-2589 ist eine Speicherorganisation beschrieben, die
ein paralleles Auslesen von zwei gespeicherten Worten dadurch erlaubt, daß den Speicherelementen
Koppelglieder zugeordnet sind, die jedoch in integrierter Technik sehr viel Platz
benötigen.
[0005] Aus IEEE/1977, Seiten 72 und 73, »International Solid State Circuit Conference«,
16. Febr. 1977 ist ein 32 - 9 ECL Dualadreßregister bekannt, das zwei parallele getrennte
Leseoperationen von gespeicherten Worten erlaubt. Der technische Aufwand zur Abfühlung
und Selektion sowie zum Einschreiben ist relativ hoch und erlaubt keine optimale Integration.
[0006] Außerdem ist aus der US-A-4125 877 ein zweifach adressierbarer Speicher bekannt,
dessen Speicherzellen aus zwei Einzelspeicherelementen bestehen. Diese zwei Einzelspeicherelemente
werden über getrennte Adressierungsschaltungen adressiert, so daß ein paralleles Lesen
und Schreiben, ein paralleles Schreiben oder ein paralleles Lesen möglicht ist. Da
diese Zellen jedoch untereinander rückgekoppelt sind, wird zwangsläufig beim Auslesen
immer die Information in die andere Zelle geschrieben. Bedingt dadurch weist diese
Zelle zur Selektion außerdem getrennte Wortleitungen für jede Einzelzelle auf. Da
jedoch auch noch Rückkopplungsleitungen vorhanden sind, ist die Anzahl der Ansteuerleitungen
zusammen mit den Wort- und Bitleitungen sehr hoch, so daß abgesehen von der Problematik
im praktischen Betrieb eine Integration einer derart aufgebauten Speicherzelle in
einem hochintegrierten Speicher sehr nachteilig ist. Außerdem weist eine derartige
Zelle den Nachteil auf, daß nur zwei getrennte Zugänge vorhanden sind und daß diese
Zelle nicht durch Hinzufügen von Zugängen auf Drei- oder Mehrwortspeicher-Zellen ausgebaut
werden kann.
[0007] Die bereits beschriebenen parallal adressierbaren Speicher haben alle den gemeinsamen
Nachteil, daß sie noch nicht geeignet sind, in modernen Prozessoren als sehr schnelle
Speicher ohne Zusatzregister bzw. Speicher eingesetzt werden zu können. In modernen
Prozessoren sind in der Regel schnelle Register vorhanden, die teils verborgen arbeiten
und teils dem Programmierer zur Verfügung stehen. Bei vielen Instruktionen werden
zwei Operanden aus zwei verschiedenen Registern gelesen und dem Rechenwerk zur Verarbeitung
zugeführt; das Ergebnis dieser Rechenoperation wird dann wieder in einem der Register
gespeichert. Bei der Ausführung einer Instruktion in einem derartig bekannten Prozessor
ist folgender Ablauf üblich:
1. Auslesen von zwei Operanden aus verschiedenen Registern,
2. Ausführung einer arithmetischen Operation, wie z. B. Addition, Subtraktion oder
Multiplikation,
3. Rückführung des Ergebnisses in eines der Register, d. h., das Ergebnis wird in
eines der Register eingeschrieben.
[0008] Hinzu kommt oft noch der Wunsch, eine Zeitlücke zu finden, in der andere neue Informationen,
z. B. aus dem Hauptspeicher, in eines der Register geschrieben werden muß. Bei den
bisher bekannten Speichern, die die Adressierung nur eines Wortes erlauben bzw. die
parallele Adressierung nur eines Wortes erlauben bzw. die parallele Adressierung nur
zum Leser zweier Wörter erlauben, können solche Operationen immer nur seriell oder
teilparallel ausgeführt werden. Damit reihen sich zum Schluß Zeiten des Speichers
aneinander und bestimmen im wesentlichen die Geschwindigkeit, mit der eine Instruktion
ausgeführt werden kann. Um die Operationen zu beschleunigen, wäre deshalb ein Speicher
wünschenswert, der parallel benutzbare Zugänge zu den einzelnen Registern hat, nämlich
für den vorliegenden Fall möglichst drei Zugänge und zwar für den Operand einen Leseausgang
und für das Ergebnis einen Schreibeingang. Um dese Zugänge zu den Registern ansteuern
zu können, gehört zu jedem einzelnen Zugang ein unabhängiger Adreßdecoder. Aus der
oben angegebenen Literatur (IEEE von 1977) sind nun, wie beschrieben, Registerbänke
mit zwei Zugängen bekannt. Bei Ausführung in hochintegrierter Halbleitertechnik, insbesondere
in bipolarer Halbleitertechnik ist es aber relativ schwierig und aufwendig, mit nur
einer Speicherzelle pro Bit auszukommen. In der Regel werden deshalb entsprechend
den beiden Adreßsystemen zwei Zellen pro Bit verwendet, die aber immer gleiche Information
tragen müssen. Es muß immer sichergestellt sein, daß eine Information, die über ein
Adreßsystem in eine Zelle des Paares geschrieben wird, auch in die andere Zelle des
Paares gelangt. Gemäß der Ausführung in der genannten Literaturstelle wird das dadurch
erreicht, daß im Ruhezustand die Zellpaare gekoppelt sind, d. h., daß erst nach dem
Schreiben einer Zelle, nämlich beim Übergehen in den Ruhezustand über die Kopplung
die gleiche Information in die andere Zelle des Paares eingeprägt wird. Ein dritter
Zugang fehlt diesem Speicher völlig.
[0009] Der im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
einen hochintegrierten Halbleiterspeicher zu schaffen, der mindestens drei Zugänge
mit jeweils unabhängigen Adreßdecodern besitzt, um mindestens drei Operationen, wie
z. B. Lesen eines Wortes A, Lesen eines Wortes B und Schreiben eines Wortes C sowie
jede beliebige Zweierkombination oder einzelne der drei Operationen parallel ausführen
zu können und der die übliche Speicher- und Register-Hierarchie in den Prozessoren
vermeidet.
[0010] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 7 charakterisiert.
[0011] Durch die Schaffung eines dritten Zugangs zu jeder Speicherzelle und die Anwendung
von Doppelzellen oder Mehrfachzellen zu einer wortorganisierten Speichermatrix, ist
es möglich, das Auslesen zweier oder mehrerer Operanden parallel vorzunehmen und danach
das finschreiben des Ergebnisses in denselben Speicher sofort durchzuführen, ohne
daß Zwischenregister oder sonstige Hilfsmittel erforderlich sind. Die Doppel- oder
Mehrfachzellenstruktur hat gegenüber den bisher bekannten Speichern den Vorteil, daß
trotz der zusätzlichen Zugänge eine wesentlich bessere und höhere Integration erreicht
wird. Die Schreib- und Leseselektion über Koppelglieder ermöglicht es, daß die Zellen
auf verschiedene Polarität der Veränderung des Bezugspotentials ansprechen, wodurch
die Möglichkeit der separaten Optimierung der Schreib-und Lesegeschwindigkeit der
Zellen erzielt wird. Außerdem ist die beliebige Erweiterungsmöglichkeit der Anzahl
der Lesezugänge über weitere Adreßsysteme und Triple-, Quadrupel usw. Speicherzellen
technisch sehr einfach realisierbar.
[0012] Die Erfindung wird nun anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die prinzipielle Anordnung der Zellenpaare innerhalb einer Speichermatrix;
Fig. 2 eine Ausführung einer Speicherzelle eines Paares mit Koppeldioden;
Fig. 3 eine Anordnung zweier Speicherzellen innerhalb des Speichersystems;
Fig. 4 eine besonders vorteilhafte Ausführung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Speicherzellen; und
Fig. 5 ein Layout eine Doppelzelle, die ein paralleles Lesen zweier Wörter und das
Einschreiben eines weiteren Wortes ermöglicht.
[0013] Ein Ausschnitt aus einer Speichermatrix, in deren Kreuzungspunkten von Wortleitungen
und Bitleitungen Speicherzellen angeordnet sind und in der zwei Speicherzellen zur
Speicherung eines Bits ein Zellenpaar CP bilden, ist in Fig. 1 dargestellt. Dieser
Speicher besitzt drei Zu-/Abgänge (A), (B) und (C), wodurch dann im Betrieb folgende
Speicheroperationen jeweils parallel für unterschiedliche Adressen möglich sind:
Lesen A, Lesen B, Schreiben C
und jede beliebige Zweierkombination der drei Operationen oder eine einzelne Operation
davon.
[0014] Jeder Speicherplatz wird durch ein Zellen paar CP gebildet, wobei eine Zelle zum
Lesen dem Adreßsystem A und die andere dem Adreßsystem B zugeordnet ist. Beide, das
Zellenpaar CP bildende Speicherzellen, sind gemeinsam dem Adreßsystem C zugeordnet,
d. h., es wird hier in diesem Ausführungsbeispiel parallel eingeschrieben, während
dem die Speicherzugänge (A) und (B) zum getrennten Lesen gespeicherter Informationen
dienen. Das Zellenpaar CP aus zwei Flip-Flops ist nur für das vorliegende Ausführungsbeispiel
gewählt. Anstatt der zwei je eine Speicherzelle bildenden Flip-Flops, sind auch andere
Ausführungen von mehreren Speicherelementen, wie z. B. eine dynamische Ein-FET-Zelle
ohne weiteres anwendbar. Bei drei Speicherelementen pro Speicherplatz sind drei Leseleitungen
jeweils über Koppelelemente an die Speicherelemente gekoppelt.
[0015] Logisch werden in alle Speicherelemente, hier drei, stets die gleichen Informationen
eingeschrieben. In physikalischen Ausführungen kann es vorteilhaft sein, die gemeinsame
Schreibleitung in zwei oder mehrere Leitungen aufzuspalten, um z. B. die Speicherelemente
der Speicherplätze in physikalisch getrennten Matrizen ausführen zu können.
[0016] Zur Vereinfachung der Darstellung wurden die Adreßdecodierer in der Zeichnung weggelassen,
wobei jedoch betont werden muß, daß jeder Zugang des Speichers seinen eigenen Adreßdecoder
besitzt, der wie die bekannten Adreßdecoder aufgebaut sein kann. Wird nun in dem Speicher
nach Fig. 1 ein Register über den zum Zugang (A) gehörigen, nicht dargestellten Adreßdecoder,
abgefragt, dann werden nur die zugehörigen Zellen der Bitzellenpaare CP selektiert,
die zu der Wortleitung gehören, die mit dem Zugang (A) verbunden sind. Im vorliegenden
Falle sind dies die Register n - 1 (A), n - 2 (A), ... Außerdem werden die vertikalen
Bitleitungsausgänge, die mit (A) bezeichnet sind, aktiv. Es kann aber durchaus gleichzeitig
über den Zugang (B) eine mit ihm verbundene Wortleitung sogar der gleichen Adresse
selektiert werden, wobei die Bitleitungsausgänge (B) zusätzlich aktiv werden.
[0017] Zum Einschreiben einer Information in diesen Speicher gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist nur ein Bitzugang (C) pro Zellenpaar CP vorhanden und auch die Wortleitungen einer
Adresse werden gemeinsam angesteuert, so daß mit Sicherheit beide Zellen eines Zellenpaares
CP den gleichen Informationsstatus erhalten.
[0018] In einem weiteren, weiter unten beschriebenen Ausführungsbeispiel wird gezeigt, daß
man ein Wort über den Zugang (C) schreiben kann, während gleichzeitig ein oder zwei
andere Worte unabhängig über die Zugänge (A) oder (B) ausgelesen werden. Gleichzeitiges
Lesen und Schreiben derselben Speicherzelle ist jedoch nicht möglich. Die Koinzidenz
der Adressen A mit C oder B mit C bedeutet nichts anderes, als daß die über die Zugänge
A oder B gewünschte Information außerhalb des Speichers, nämlich am Zugang C anliegt
und direkt dort verfügbar ist.
[0019] In Fig. 2 ist zunächst nur eine der beiden Zellen eines Zellenpaares CP gezeigt,
wobei der Kern aus einem an sich bekannten Flip-Flop gebildet wird.
[0020] Die Unterscheidung einer Schreib- und einer Leseselektion an der Wortleitung WL wird,
wie in Fig. 2 dargestellt, durch die Bitleitungskoppelglieder KLO und KL1 mit verschiedener
Durchlaßrichtung erreicht. Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß die Koppelglieder für das
Lesen KLO und KL1 öffnen, wenn das Bezugspotential der Speicherzelle auf der Wortleitung
WL angehoben wird. In bekannter Weise erfolgt dadurch eine Selektion gegenüber den
übrigen, nicht gezeigten Zellen des gleichen Bits, weil diese negativeres Bezugspotential
haben, deren Lesekopplungsglieder also gesperrt sind. Dies bedeutet aber auch, daß
ein noch negativeres Potential an einer der übrigen Zellen dieser Bitleitung RLP diese
Leseselektion nicht stört.
[0021] Dieses einzelne negativere Potential an einer der anderen, nicht dargestellten Wortleitungen,
schaltet aber die Schreibkoppelglieder KSO oder KS1 ein, so daß in diese Zelle selektiv
und gleichzeitig mit dem Lesen der anderen Zelle über das andere Bitleitungspaar WLP
Informationen eingeschrieben werden kann. Eine Umkehrung der Diodendurchlaßrichtungen
und die zugehörige Umkehrung der Schreib- und Lese-Wortleitungspolarität ist selbstverständlich
auch möglich, ohne daß das Konzept der Erfindung verlassen wird.
[0022] Ein paralleles Lesen zweier Wörter wird erreicht, indem die Zellen jedes Bits dupliziert
werden und ein eigenes Zugangssystem (Wort- und Lese-Bitleitungen) erhalten. Wie bereits
weiter oben ausgeführt worden ist, existiert auch hier nur ein Schreibzugang (C),
d. h., beide Zellen-Flip-Flops FF des in Fig. 3 dargestellten Zellenpaares werden
gleichzeitig über die im Prinzip durch Dioden KWA und KWB dargestellte Kopplung der
beiden Wortleitungen A und B und die gemeinsamen Schreibleitungen WR (C) geschrieben.
Es muß jedoch hier betont werden, daß durchaus ein anderes Wort über den (A)-oder
(B)-Zugang gleichzeitig gelesen werden kann. Lediglich eine Koinzidenz der A- bzw.
B-Adresse mit einer C-Adresse muß im vorliegenden Ausführungsbeispiel vermieden werden,
indem man z. B. der C-Adresse die Priorität gibt. Die Prioritätssteuerung kann entweder
logisch von außen geschehen oder im Speicher selbst, in dem z. B. eine C-Selektion
die zugehörigen A-oder B-Selektionen ausschaltet. Da solche Schaltungen im Rahmen
des fachmännischen Könnens liegen, wird eine detaillierte Beschreibung einer solchen
Schaltung hier nicht angegeben.
[0023] Außerdem ist es möglich, die Koinzidenz der Adressen C und A oder C und B an den
Decoderausgängen abzufühlen und dadurch ein Steuersignal auszulösen, das den (C)-Eingang
auf den (A)- bzw. (B)-Ausgang durchschaltet.
[0024] Eine besonders vorteilhafte Schaltungs-Ausführung der in den Fig. 1 bis 3 im Prinzip
dargestellten Zellen ist in Fig. 4 detailliert gezeigt. Gestrichelt umrandet sind
dabei die beiden Flip-Flops FF gemäß Fig. 3, welche aus PNP-Transistoren T1, T2 bzw.
T1' bzw. T2' als Stromquellen aufgebaut sind. Die kreuzgekoppelten NPN-Transistoren
T3, T4 bzw. T3' bzw. T4' können in bekannter Weise Schottky-Klemm-Elemente erhalten,
was durch die Schottky-Dioden D3 und D4 dargestellt ist, die das Einschreiben einer
Information in den Speicher beschleunigen. Als Koppelglieder zu den Schreib-Bitleitungen
WR (C) werden im Ausführungsbeispiel ebenfalls Schottky-Dioden D1 und D2 bzw. D1'
und D2' verwendet. Für die Lese-Koppelglieder nimmt man jedoch zweckmäßig die Transistoren
T5, T6 bzw. T5', T6', weil deren Stromverstärkung ein stärkeres Lesesignal hervorbringt.
Dadurch sind die anderen beiden Bitleitungspaare R (A) und R (B) an die Zellen angekoppelt.
Die Wortleitung C entspricht der in Fig. 3 und ist deshalb auch in die Leitungen A
und B aufgeteilt.
[0025] Die Selektion der einzelnen Zellen entspricht der, die im Zusammenhang mit den Fig.
1 bis 3 beschrieben ist, so daß an dieser Stelle kein Selektionsbeispiel angegeben
ist.
[0026] In Fig. 5 ist eine Realisierung einer erfindungsgemäßen Doppelzellenstruktur in bipolarer
Halbleitertechnik gezeigt, wobei davon ausgegangen wird, daß sowohl die Zellenstruktur
ansich als auch eine Dreifach-Metallisierung auf einem Chip bekannt sind. Diese drei
Metallisierungsschichten sind durch 1.M bis 3.M in Fig. 5 schematisch dargestellt.
Die Zellenbreite kann durch diese Dreifach-Metallisierung wesentlich, im Vergleich
zur einfachen Metallisierung, verringert werden.
[0027] Die Bitleitungspaare sind entsprechend den Fig. 1 bis 4 mit R (A), R (B) und WR (C)
gekennzeichnet und entsprechen diesen voll. Auch die beiden Wortleitungen A und B
gemäß Fig. 3 sind klar in Fig. 5 zu erkennen. Um die Halbleiterstruktur der eigentlichen
Zelle besser zeigen zu können, sind zwei Schnitte, nämlich Schnitt Y-Y und Schnitt
X-X rechts dargestellt. Da diese Schnitte selbsterklärend sind, wird auf eine genauere
Beschreibung verzichtet. Jedem Zugang (A), (B) und (C) ist hier vorteilhaft eine Metallisierungsebene
zugeordnet.
[0028] Mit den in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Anordnungen von Doppelzellen in einer wortorganisierten
Speichermatrix ist es also möglich, daß jeweils eine der Doppelzellen über Ansteuer-und
Leseleitungen eines Zugangs und die andere separat davon über zweite Ansteuer- und
Leseleitungen eines zweiten Zugangs ausgelesen werden kann, wogegen aber das Schreiben
durch einen dritten Zugang über, den Zellen eines Speicherzellenpaares CP gemeinsame
oder verkoppelte Schreib- bzw. Ansteuerleitung erfolgt. Es wurde auch klar beschrieben,
daß die Schreib- und Leseselektion über Koppelglieder erfolgt, die auf verschiedene
Polarität der Veränderung des Bezugspotentials der Zellen ansprechen, wodurch die
Möglichkeit der separaten Optimierung der Schreib- und Lesegeschwindigkeit der Speicherzellen
gegeben ist.
1. Mehrfach adressierbarer hochintegrierter Halbleiterspeicher, dessen über Adreßdecoder
ansteuerbare Speicherplätze mit mindestens zwei Einzelspeicherelementen in Kreuzungspunkten
von Wort- und Bitleitungspaaren liegen und über mehrere unabhängige Adreßsysteme zum
parallelen Lesen und/oder Schreiben ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Realisierung der Funktionen Lesen und Schreiben die Wort- und Bitleitungspaare
über jeweils ein Koppelgliederpaar (KL, (A, B) bzw. KL. (C)) mit den Einzelspeicherelementen
(FF) verbunden sind, daß die mit den Bitleitungen für das Lesen verbundenen Koppelglieder
durch Anheben bzw. Absenken des Bezugspotentials der Einzelspeicherelemente über eine
Ansteuerleitung für das Lesen und die mit den Bitleitungen für das Schreiben verbundenen
Koppelglieder durch Absenken bzw. Anheben des Bezugspotentials für Einzelspeicherelemente
über eine Ansteuerleitung für das Schreiben geöffnet werden, daß jeweils ein solches
Einzelspeicherelement eines Speicherplatzes über Ansteuer- und Leseleitungen (A, R
(A)) und das andere Einzelspeicherelement desselben Speicherplatzes separat davon
über zweite Ansteuer(B)- und Leseleitungen (R, (B)) zum Auslesen ansteuerbar ist,
und daß die Schreiboperation für beide Einzelspeicherelemente eines Speicherplatzes
durch mindestens einen dritten Zugang (C) durch Veränderung des Bezugspotentials steuerbar
ist, indem die beiden Einzelspeicherelemente eines Speicherplatzes mit verkoppelten
Schreib(WR(C))- bzw. Ansteuerleitungen (C), verbunden sind.
2. Mehrfach adressierbarer hochintegrierter Halbleiterspeicher nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anzahl der Lesezugänge über weitere zusätzliche Adreßsysteme
und Triple-, Quadrupel- usw. Speicherzellen erweiterbar ausgeführt sind.
3. Speicher bestehend aus mehreren Halbleiterspeichern nach den Ansprüchen 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Wortleitungspaar (n - 1 (A), (B)) verbundene
Zellenpaare (CP) Registerbänke (n - 1, n - 2, ...) bilden, die über getrennte Wortleitungen
(WLA, WLB) getrennt ansteuerbar sind und über getrennte Bitleitungspaare ihre Informationen
abgeben, und daß zum Einschreiben von Informationen alle zu einer Registerbank gehörenden
Zellenpaare (CP) über die beiden Wortleitungen (WLA, WLB) gemeinsam von einem dritten
Zugang (C) selektierbar sind.
4. Mehrfach adressierbarer hochintegrierbarer Halbleiterspeicher nach den Ansprüchen
1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur parallelen Durchführung der Operationen »Lesen
Wort A«, »Lesen Wort B« und »Schreiben Wort C« sowie jeder beliebigen Zweierkombination
oder einer einzelnen der drei Operationen die Zellenpaare (CP) mit getrennten Zugängen
((A, (B), (C)) versehen sind.
5. Halbleiterspeicher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Zugang
(C) zum Einschreiben von Informationen in den Speicher über zwei Koppelglieder (KWA,
KWB) mit den Wortleitungen (WLA, WLB) der Flip-Flops (FF) verbunden, ist, wodurch
beide Zellen (FF) eines Zellenpaares (CP) gleichzeitig über die beiden Wortleitungen
und die gemeinsamen Schreibleitungen (WR (C)) angesteuert werden.
6. Halbleiterspeicher nach den Ansprüchen 1, 2 , 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lesezugänge (R (A), R (B)) der Ausführung in Mehrschicht-Metallisierung innerhalb
- eines Halbleiter-Chips in einer gemeinsamen Metallisierungsschicht (3.M) angeordnet
sind, daß der gemeinsame Schreibzugang (WR C)) in einer anderen Metallschicht (1.M)
angeordnet ist und daß die Wortleitungen (WLA, WLB) einer weiteren Metallschicht (2.M)
gemeinsam angeordnet sind.
7. Halbleiterspeicher nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Speicherelemente (FF) eines Speicherplatzes in getrennten Speichermatrizen angeordnet
sind, die logisch über Koppelglieder miteinander verbunden sind.
1. Multiadressable highly integrated semiconductor storage, whose storage locations,
adressable by adress decoders and comprising at least two single storage elements
are located at the crosspoints of word and bit line pairs, and which are addressable
by several independent address systems for parallel reading and/or writing, charcterized
in that for realizing the read and write functions, the word and bit line pairs are
connected through one pair of coupling elements each (KL, (A, B) and KL, (C), respectively)
to the single storage elements (FF), that the coupling elements, connected to the
bit lines for reading, are opened by respectively raising and lowering the refernece
potential of the single storage elements via an address line for reading and the coupling
elements, connected to the bit lines for writing, are opened by respectively lowering
and raising the reference potential for the single storage elements via an address
line for writing, that one such single storage element of a storage location is in
each case adressable via adress and read lines (A, R (A)), while the other single
storage element of the same storage location is addressable separately therefrom via
second address (B) and read lines (R, (B)) for reading, and that the write operation
for both single storage elements of a storage location is controlled through at least
a third port (C) by changing the reference potential in that the two single storage
elements o a storage location are connected to coupled write (WR (C)) and address
lines (C).
2. Multiaddressable highly integrated semiconductor storage according to claim 1,
characterized in that the number of read ports can be increased by further additional
address systems and triple, quadruple, etc., storage cells.
. 3. Storage comprising several semiconductor storages according to claims 1 to 2,
characterized in that cell pairs (CP), connected to a word line pair (n - 1 (A), (B)),
form register banks (n - 1, n - 2, ...) which are separately adressable via separate
word lines (WLA, WLB) and which emit their information via separate bit line pairs,
and that for writing information, all cell pairs (CP) belonging to a register bank
are jointly selectable from a third port (C) via the two word lines (WLA, WLB).
4. Multiadressable highly integrated semiconductor storage according to claims 1 and
2, characterized in that for executing in parallel the operations tread word A<t,
tread word B« and twrite word Cc as well as any arbitrary combination of two or individual
ones of the three operations, the cell pairs (CP) are provided with separate ports
((A), (B), C)).
5. Semiconductor storage according to claim 4, characterized in that the third port
(C) for writing information into storage is connected to the word lines (WLA, WLB)
of the flip-flops (FF) via two coupling elements (KWA, KWB), so that both cells (FF)
of a cell pair (CP) are simultaneously addressed via the two word lines and the common
write lines (WR (C)).
6. Semiconductor storage according to claims 1,2,4 and 5, characterized in that the
read ports (R (A), R (B)) in the layout with multi-layer metallization are arranged
within a semiconductor chip in a common metallization layer (3.M), that the common
write port (WR (C)) is arranged in another metal layer (1.M), and that the word lines
(WLA, WLB) of a further metal layer (2.M) are arranged together.
7. Semiconductor storage according to claim 1 to 6, characterized in that the storage
elements (FF) of a storage location are arranged in separate storage matrices which
are logically connected to each other via coupling elements.
1. Mémoire à semiconducteur à haute intégration à adressage multiple dont les positions
mémoire, sélectionnées à l'aide de décodeurs d'adresse et comportant au moins deux
été ments de mémoire séparés, sont situées aux noeuds de croisement des paires de
lignes de mot et de bit, sont sélectionnées par de multiples systèmes d'adressage
pour lire et/ou écrire en parallèle, caractérisée en ce que pour exécuter des fonctions
de lecture et d'écriture, les paires de lignes de mot et de bit sont connectées respectivement
via une paire d'éléments de couplage (KL, (A, B) et KL (C)) avec des éléments de mémoire
séparés (FF), en ce que lesdits éléments de couplage connectés avec lesdites lignes
de bit pour la lecture sont ouverts par la montée et la baisse du potentiel de référence
desdits éléments de mémoire séparés via une ligne de commande de lecture et, lesdits
éléments de couplage connectés avec lesdites lignes de bit pour l'écriture sont ouverts
par la baisse et la montée du potentiel de référence dedits éléments de mémoire séparés
via une ligne commande d'écriture, en ce que respectivement un tel élément de mémoire
d'une position de mémoire est sélectionné via des pri- mières lignes de sélection
et de lecture (A, R, (A)) et l'autre élément de mémoire de la meme position de mémoire
est sélectionné séparément via des secondes lignes de sélection et de lecture (B,
R, (B)) afin d'extraire l'information stocké et, en ce que ladite opération d'écriture
des deux éléments de mémoire séparés d'une meme position de mémoire est commandée,
par au moins un troisième pôle (C) en modifiant le potentiel de référence, les deux
dits éléments de mémoire séparés d'une meme position de mémoire étant connectés avec
des lignes d'écriture (WR (C)) et de commande (C) interconnectées.
2. Mémoire à semiconducteur à haute intégration à adressage multiple selon la revendication
1, caractérisée en ce qu'on peut augmenter le nombre des pôles de lecture en réalisant
des systèmes d'adressage supplémentaires et des cellules mémoire comportant trois,
quatre éléments et plus.
3. Mémoire constituée de plusieurs mémoires à semiconducteur selon les revendications
1 et 2, caractérisée en ce que des paires de cellules (CP) reliées à une paire de
lignes de mot (n - 1 (A), (B) forment des bancs de registres (n - 1, n - 2, ...) sélectionnés
séparément via des lignes de mot séparées (WLA, WLB) et, transmettent leur contenu
d'information à travers des paires de lignes de bit séparées et, en ce que toutes
les paires de cellules (CP) associées à un banc de registres sont sélectionnées ensemble
via les deux lignes de mot (WLA, WLB) par un troisième pôle (C).
4. Mémoire à semiconducteur à haute intégration à adressage multiple selon les revendications
1 et 2, caractérisée en ce que, afin d'effectuer de façon parallèle des opérations
»lecture du mot A«, »lecture du mot B« et écriture du mot Cc, ainsi que m'importe
quelle autre combinaison de deux opérations, ou afin d'effectuer un seule de ces trois
opérations, les paires de cellules (CP) comportent des pôles séparés (A, (B), (C).
5. Mémoire à semiconducteur selon la revendication 4, caractérisée en ce que ledit
troisième pôle (C) d'écriture est relié avec les lignes de mot (WLA, WLB) dudit élément
de mémoire flip-flop (FF) via deux éléments de couplage (KWA, KWB) de sorte que deux
éléments (FF) d'une paire de cellules (CP) sont sélectionnées en meme temps via les
deux dites lignes de mot et lesdites lignes d'écriture communes (WR (C)).
6. Mémoire à semiconducteur selon les revendications 1, 2, 4 et 5, caractérisé en
ce que les pôles d'écriture (R (A), R (B)) selon la forme de réalisation de métallisation
à couches multiples dans une microplaquette semiconducttrice, sont disposées dans
une couche métallique commune (3.M), en ce que ledit pôle d'écriture commun (WR C)
est disposé dans une autre couche métallique (1.m) et lesdites lignes de mot (WLA,
WLB) d'une autre couche métallique (2.m) sont disposées ensemble.
7. Mémoire à semiconducteur selon les revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
lesdits éléments de mémoire (FF) d'une position de mémoire sont disposés dans des
matrices de mémoire séparées reliées logiquement via des éléments de couplage.