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EP 0 052 761 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.04.1986 Patentblatt 1986/18 |
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Anmeldetag: 21.10.1981 |
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Einrichtung zum Verspannen von Schalungsteilen
Means for bracing shuttering elements
Dispositif pour serrer des éléments de coffrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
25.11.1980 AT 5759/80
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.1982 Patentblatt 1982/22 |
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Anmelder: Schalungsverleih Heinzle AG |
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CH-9450 Altstätten (CH) |
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Erfinder: |
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- Heinzle, Otto
A-6840 Götzis (AT)
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Vertreter: Torggler, Paul, Dr. et al |
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Patentanwälte
Dr. Paul Torggler
Dr. Engelbert Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verspannen von Schalungsteilen an einer
Schalungslehre an bereits gefertigten Bauabschnitten nach dem Obobegriffs des Anspruchs
1. Zur Errichtung von Bauwerken, insbesondere bei der Herstellung von Betonwänden
müssen die Schalungsteile an eine Schalungslehre bzw. bei einem abschnittweisen Herstellen
von Bauabschnitten an bereits bestehende Bauabschnitte angepreßt werden. In der Regel
wird dies insbesondere bei Rundbauten so gehandhabt, daß in entsprechenden Abständen
Spannkeile eingetrieben werden, so daß die Schalungsteile in horizontaler Richtung
entsprechend vorgespannt werden, damit sie dann an die Schalungslehre bzw. den gefertigten
Bauabschnitt angedrückt werden. Eine derartige Einrichtung ist aus der US-A-3 778
491 bekannt geworden. Gerade bei der Herstellung von runden bzw. kreisförmigen Bauwerken
ergeben sich oft Schwierigkeiten, da die Reibung zwischen den Schalungsteilen und
bereits bestehenden Bauabschnitten sehr groß ist, so daß eine ordnungsgemäße Verspannung
fast unmöglich wird. Insbesondere bei der Verwendung von Schalungsteilen aus Holz
ergeben sich hier Schwierigkeiten.
[0002] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Einrichtung zum Verspannen von
Schalungsteilen zu schaffen, mit der diese Nachteile behoben werden können und mit
welcher ein einwandfreies Verspannen ermöglicht wird.
[0003] Diese erfindungsgemäße Einrichtung ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 definiert.
[0004] Nach dem Einrichten der Schalungsteile muß dann lediglich noch der eingelegte Schlauch
pneumatisch oder hydraulisch aufgebläht werden, so daß auf die ganze Schalungslänge
ein gleichmäßiger Anpreßdruck gewährleistet ist. Es ist dadurch nicht mehr nötig,
daß sich die einzelnen Schalungsteile entlang der Schalungslehre bzw. fertiger Bauabschnitte
verschieben müssen, sondern es wird auf die ganze Länge der errichteten Schalung senkrecht
zur Schalung ein entsprechender Druck ausgeübt. Es ergibt sich dadurch nicht nur eine
einwandfreie Anpreßkraft, sondern es wird dadurch auch die Schalungsarbeit wesentlich
erleichtert. Das relativ mühsame Anspannen durch Einschlagen von Spannkeilen kann
durch einfaches Einschalten einer Pumpe ersetzt werden, welche den nötigen Druck in
den Schlauch einbringt.
[0005] Weitere erfindungsgemäße Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Vertikalschnitt
durch eine Schalung, welche an einem bereits bestehenden Bauabschnitt angesetzt ist;
Fig. 2 vergrößert dargestellt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung;
Fig. 3 einen Teilabschnitt der Einrichtung bei einer Rundschalung; Fig. 4 ebenfalls
einen Teilabschnitt der Einrichtung in Draufsicht; wobei hier die Schalung an einen
bestehenden Bauabschnitt angesetzt ist.
[0006] Bekanntlich müssen die Schalungsteile 1 und 2, welche als Schalungstafeln oder einzelne
Bretter ausgebildet sein können, an einer entsprechenden Schalungslehre, welche den
Abstand der beiden Schalungsteile 1 und 2 ergibt oder an zu fertigenden bzw. bereits
gefertigten Bauabschnitten 3 angepreßt werden. Der untere Rand dieser Schalungsteile
1 und 2 muß also bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 an den fertigen Bauabschnitt 3
angepreßt werden, so daß der nächste Bauabscbnitt betoniert werden kann. Selbstverständlich
können hier die verschiedensten Schalungssysteme angewandt werden, wobei mehrere Schalungsteile
1 und 2 durch Längsträger 4 zusammengehalten werden können.
[0007] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun ein pneumatisch oder hydraulisch aufblähbarer
Schlauch 5 vorgesehen, welcher zwischen die Außenfläche 6 der Schalungsteile 1 bze.
2 und ein festes Widerlager in Form einer Profilschiene 7 eingelegt wird. Zweckmäßig
wird hier eine Profilschiene 7 vorgesehen, welche auf der den Schalungsteilen 1, 2
zugewandten Längsseite offen ausgeführt ist. Ferner ist diese Profilschiene 7 möglichst
biegesteif ausgebildet, um dadurch einen entsprechenden, senkrecht zu den Schalungsteilen
1 und 2 wirkenden Druck aufnehmen zu können. Die zweckmäßigste Ausführungsform für
die Profilschiene 7 ist ein U-förmiger Querschnitt, wie dies insbesondere der Fig.
2 entnommen werden kann. Der in die Profilschiene 7 eingesetzte Schlauch 5 besitzt
dann zweckmäßigerweise einen rechteckigen Querschnitt, so daß bei Einführen des Druckmediums
dieser Schlauch 5 nur noch nach einer Seite hin, nämlich zur offenen Profilseite hin
sich ausdehnen kann. Selbstverständlich könnte auch ein im Querschnitt kreisförmiger
Schlauch angewandt werden, doch ist dann zur Erreichung eines entsprechenden Anpreßdruckes
wesentlich mehr Druckmedium erforderlich, weil ja zudem immer auch noch der komplette
Raum innerhalb der Profilschiene 7 angefüllt werden muß. In diesem Zusammenhang wäre
auch eine Ausführung denkbar, bei welcher die Profilschiene 7 einen annähernd C-förmigen
Querschnitt aufweist.
[0008] Die erfindungsgemäße Ausführung eignet sich besonders bei der Herstellung von bogen-,
insbesondere kreisförmigen Bauten. Die Profilschiene 7 kann dannnahe der Außenfläche
6 der Schalungsteile 1, 2 verlaufend angeordnet werden, wobei diese umfangsgeschlossene
Profilschiene 7 lediglich an dcn Schalungsteilen 1 und 2 aufgehängt werden muß. Zu
diesem Zweck können an den Schalungsteil en 1 und 2 entsprechende Haken 8 vorgesehen
werden, in welchen über Verbindungsstangen 9 die Profilschiene 7 eingehängt wird.
Es werden hier keine Streben zum Zentrum hin benötigt, da diese Profilschiene 7 lediglich
auf Druck beansprucht wird, zumal ja umfangsgeschlossen auf die Profilschiene 7 die
gleiche Belastung auftritt. Es stellen sich dadurch keine Biegekräfte ein. Die erfindungsgemäße
Einrichtung kann daher gerade bei Rundbauten ohne besonderen konstruktiven Aufwand
eingesetzt werden. Bei der Außenscbalung eines Rundbaues wird die Profilschiene 7
selbstverständlich dann auf Zug beansprucht, so daß auch hier keinezusätzlichen Abstützungen
oder Verstrebungen erforderlich sind.
[0009] Damit die Profilschiene 7 zum Transport zerlegt werden kann, besteht diese aus einzelnen
Profilstücken 7', welche über Flansche 10 miteinander verbunden werden können.
[0010] Der Schlauch 5 muß lediglich an eine entsprfechende Pumpe angeschlossen werden, damit
nach dem Versetzen der Schalungsteile 1 und 2 das Druckmedium dem Schlauch 5 zugeführt
werden kann. Das Aufblähen des Schlauches 5 kann durch Druckluft oder eine entsprechende
Flüssigkeit erfolgen. Da der Schlauch 5 nach außen hin durch die Profilschiene abgedeckt
ist, kann dieser auch nicht durch einen rauben Baustellenbetrieb beschädigt werden,
da er ja auch beim Weiterziehen der Schalung zum nächsten Bauabschnitt in dieser gescbützten
Stellung verbleibt.
[0011] Die Errichtung des ersten Bauabschnitteskann auch ohne Schalungslehre ausgeführt
werden. Zu diesem Zweck werden die Schalungen entsprechend der gewünscbten Gebäudeform
aufgestellt und der Zwischenraum wird dann mit Beton gefüllt. Entsprechend der Füllhöhe
des Betons innerhalb der Schalung wird der Anpreßdruck an die Schalung, also der Druck
im Schlauch 5, erhöht, so daß sich die Lage der Schalungsteile nicht verändern kann.
[0012] Bei Anwendung der Einrichtung zur Herstellung von ebenen Wänden muß das Widerlager,
welches auch-dort in Form einer Profilschiene ausgeführt werden kann, mit entsprechenden
Verstrebungen versehen werden, damit ein gleichmäßiger Anpreßdruck gewährleistet ist.
Außerdem ist zusätzlich eine feste Abstützmöglichkeit für das Widerlager zu schaffen.
Es kann also zum Beispiel eine Abstützung an einer gegenüberliegenden Wand erfolgen
oder aber die beiden Widerlager der inneren und äußeren Schalung werden durch Zugstreben
miteinander verbunden. Bei bereits betonierten Abschnitten kann auch eine Verbindung
durch in den Beton eingelassene Anker erfolgen, so daß zwischen dem Widerlager und
der Schalung ein genügender Druck im Schlauch aufgebaut werden kann. Am vorteilhaftesten
ist aber der Einsatz der erfindungsgemäßen Einrichtung bei Rundbauten, beispielsweise
bei der Herstellung von Silos, Rundställen, Jauchegruben. Faulbehältern usw.
[0013] Das Widerlager kann selbstverständlich auch andere Art und Weise gebildet werden
als durch eine Profilschiene. Beispielsweise könnte auch eine entsprechende Aufnahmenut
für den Schlauch 5 an einem entsprechenden Arbeitspodest angebracht werden, welches
jeweils mit der Schalung nach oben gezogen wird. Diese Einrichtung ist sowohl beim
ersten Bauabschnitt als auch beim Ansetzen an bereits gefertigten Bauabschnitten einsetzbar.
Gerade beim Übergang zwischen zwei Bauabschnitten wird so ein einwandfreies. Anpressen
gewährleistet, so daß es stets zu einem glatten Übergang kommt.
1. Einrichtung zum Verspannen von Schalungsteilen an bereits gefertigten Bauabschnitten,
mit einem zwischen den die Schalhaut bildenden Schalungsteilen und einem festen Widerlager
einlegbaren, pneumatisch oder hydraulisch aufblähbaren Schlauch, dadurch gekennzeichne,
daß der Schlauch (5) unmittelbar an den Schalungsreilen, (1,2) der Schalhaut anliegt
und diese entlang einer länglichen Anpreßfläche beaufschlagt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (5) in einer
auf einer der Schalung zugewandten Längsseite offenen, biegesteifen, als Widerlager
wirkenden Profilschiene (7) eingesetzt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschiene (7)
im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, zum Einsatz bei bogen-, insbesondere kreisförmigen
Bauten, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Widerlager bzw. die dieses Widerlager
bildende Profilschiene umfangsgeschlossen nahe der Außenfläche (G) der Schalungsteile
(1,2) verlaufend angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Ansnruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager bzw. die
Profilschiene (7) lose an der Außenfläche (G) der Schalungsteile (1,2) angehängt ist.
1. Device for bracing formwork sections to previously fabricated structural sections,
comprising a pneumatically or hydraulically inflatable hose positionable between the
formwork sections forming the lining of the formwork and a rigid abutment, characterized
in that the hose (5) rests directly against the formwork sections (1,2) of the lining
of the formwork and acts upon the latter-mentioned along a longitudinal pressure face.
2. Device according to claim 1, characterized in that the hose (5) is disposed in
a shaped rail (7) being open along one longitudinally extending side facing toward
the formwork, being resistant to bending and acting as an abutment.
3. Device according to claim 2, characterized in that the shaped rail (7) has a U-shaped
cross- section.
4. Device according to claims 1 to 3, for use with arcuately shaped, in particular
circular, structures, characterized in that the rigid abutment and the shaped rail
forming said abutment, respectively, are circumferentially closed and arranged near
the outside surface (G) of the formwork sections (1,2).
5. Device according to claim 4, characterized in that the abutment and the shaped
rail (7), respectively, are loosely suspended from the outside surface (G) of the
formwork sections (1,2).
1. Dispositif pour serrer des éléments de coffrage sur des tranches de construction
déjà réalisées, avec un élément de coffrage formant surface de coffrage entre eux
et un tuyau gonflable pneumatiquement ou hydrauliquement, connectable à un aboutissement
solide, caractérisé en ce que le tuyau (5) est disposé directement contre des éléments
de coffrage (1,2) de la surface de coffrage et alimente ceux-ci le long d'une longue
surface de serrage.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tuyau (5) est utilisé
comme rail profilé (7) servant d'aboutissement dans un étai cintré sur un côté long
ouvert faisant face au coffrage.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le rail profilé (7)
comporte une section en U.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, pour être utilisé dans des constructions
cintrées, en particulier des constructions de forme circulaire, caractérisé en ce
que l'aboutissement solide, respectivement les rails profilés formant cet aboutissement,
est (sont) disposé(s) autour et près de la surface externe (G) des éléments de coffrage
(1,2).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'aboutissement, respectivement
les rails profiles (7) est (sont) accroché(s) de façon mobile à la surface externe
(G) des éléments de coffrage (1,2).
