(19)
(11) EP 0 052 807 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.04.1986  Patentblatt  1986/18

(21) Anmeldenummer: 81109298.0

(22) Anmeldetag:  29.10.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F23H 11/24, F23H 3/00, F23G 7/00

(54)

Verfahren und Vorrichtung zur Trocknung von Ballastkohle

Process and device for the drying of coal with high incombustibles

Procédé et dispositif pour le séchage de charbon à forte teneur en cendres


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 31.10.1980 DE 3041025

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.06.1982  Patentblatt  1982/22

(71) Anmelder: Unger, Günther
D-5628 Heiligenhaus (DE)

(72) Erfinder:
  • Unger, Günther
    D-5628 Heiligenhaus (DE)

(74) Vertreter: Schulze Horn, Hannes 


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(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Trocknung von Ballastkohle, insbesondere von Kohleflotationsbergen und/oder Mittelgut.

    [0002] Ballastkohle, insbesondere Kohleflotationsberge und/oder Mittelgut wird Kraftwerkskohle beigemischt, um diese aus wirtschaftlichen Erwägungen an den Aschegehalt anzupassen, der der verkauften Spezifikation entspricht. Da die Qualitätsspezifikation der Kohleabnehmer auch den Feuchtigkeitsgehalt der Kohle beschränkt, muß die zur Verschneidung vorgesehene Ballastkohle häufig getrocknet werden. In Zeiten niedriger Öl- und Gaspreise war dies z. B. in Drehrohröfen mit Öl- oder Gasfeuerung möglich.

    [0003] Es ist bekannt, daß bei der Verbrennung von Ballastkohle in bekannten Feuerungen, insbesondere Rostfeuerungen, wegen der Entstehung großer Mengen fester Schlacke, Ballastkohle als ungeeigneter Brennstoff, insbesondere aber unwirtschaftlicher Brennstoff angesehen wurde.

    [0004] Aus der FR-A 803 378 ist weiter ein Rostsystem mit umlaufenden (rotierenden) Roststäben mit Transport- bzw. Zerkleinerungsnasen für die gebildete Schlacke bekannt. Zur Kühlung der Roststäbe und zur äußeren Kühlung der Transportnasen sind diese teilweise luftdurchströmt bzw. von außen luftbestrichen. Zur Verminderung des Luftverbrauchs weisen die hohlen Roststäbe im unteren Teil eine drehschieberartige Sperre auf, die verhindert, daß die Luft aus dem Inneren der Roststäbe nach unten, wo sie nicht als Verbrennungsluft gebraucht wird, austreten kann.

    [0005] Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist, daß die luftführenden Verbindungselemente und die drehschieberartige Ausbildung der Rostelemente teuer und anfällig sind.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit deren Hilfe die Trocknung von Ballastkohle auch dann wirtschaftlich erfolgen kann, wenn die Öl-oder Gaspreise hoch sind.

    [0007] Die Lösung der gestellen Aufgabe gelingt damit, daß die Ballastkohle unter Ausnutzung eines Teils des eigenen Energiegehaltes getrocknet wird,

    [0008] indem sie am Ende eines Rauchgasstomes aufgegeben wird, dann entgegen dem Rauchgasstrom in Richtung einer das Rauchgas erzeugenden Feuerstelle transportiert und dabei ständig durchmischt wird, bis sie getrocknet ist und dann zur Unterhaltung des Rauchgasstromes ein Teil entnommen und in der Feuerstelle verbrannt wird,

    [0009] wobei die dabei enstehende Schlacke, durch oszillierende Rostelemente gebrochen, der trockenen Ballastkohle wieder beigemischt wird.

    [0010] Das völlig Überraschende ist dabei, daß hoch aschereiche feuchte Ballastkohle in der Lage ist, einen Rauchgasstrom zu entwickeln, der zur Eigentrocknung geeignet ist. In dem

    [0011] Zusammenwirken von:

    Verwendung von Kraftwerks-Zumisch-Ballastkohle als Brennstoff,



    [0012] Entnahme es Brennstoffs aus dem Trocknungsprozeß und Verwendung der erfindungsgemäßen Rostfeuerung

    [0013] läßt sich die Ballastkohle mit vorteilhaft niedrigen Energiekosten trocknen.

    [0014] In Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, daß Brennluft durch die oszillierenden Rostelemente hindurch geleitet und in die Feuerstelle eingedüst wird, wobei die oszillierenden Rostelemente durch Wärmeabgabe an die Brennluft einerseits gekühlt werden und andererseits die Brennluft eine Vorwärmung erfährt.

    [0015] Diese Maßnahmen, welche zusammenwirken, ergeben in der Gesamtwirkung einen ungestörten, von Betriebsstörungen freien, ruhigen und intensiven Brennvorgang mit der Ballastkohle, wie ein solcher bisher nicht für möglich gehalten wurde.

    [0016] Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß sie eine in einer sich drehenden Trockentrommel angeordnete Rostfeuerung mit Schlackenbrechwerkzeugen und eine etwa am Rauchgasaustrittsende angeordnete Aufgabevorrichtung für die zu trocknende Ballastkohle aufweist, wobei die Trockentrommel in einem Teil der inneren Mantelfläche Mischelemente aufweist und wobei im Bereich der Rostfeuerung eine Brennstoffentnahme- und -übergabevorrichtung angeordnet ist. Weil damit die Rostelemente selbst die Brechfunktion übernehmen, ergibt sich als wesentlicher Vorteil, daß der Zerkleinerungsprozeß örtlich gerade an den Stellen stattfindet, wo die beste Wirkung damit erzielt werden kann, nämlich in der Rostebene. Außerdem wird eine weitere, evtl. die Feuerung anderweitig störende Zerkleinerungseinrichtung vermieden und dazu noch der Durchfall der zerkleinerten Schlackenteilchen begünstigt.

    [0017] Vorteilhaft weist die Vorrichtung auch noch einen Hilfsbrenner zum Ingangsetzen des Brennprozesses und zum Aufheizen der Feuerung auf, um so die schwer entflammbare Ballastkohle zu vergasen und auf Brenntemperatur zu bringen.

    [0018] Weiter ist vorgesehen, daß die Vorrichtung Rostelemente aufweist, die röhrenförmigig ausgebildet, außerhalb der Feuerung an eine Luftquelle zur Lieferung der Brennluft angeschlossen sind, und im Bereich der Feuerung düsenartige Austrittsöffnungen für die Brennluft aufweisen. Wie bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren angedeutet, dienen durch diese einfache Maßnahme die Rostelemente nicht nur als Brechwerkzeuge sondern auch als Wärmeaustauscher, durch den die benötige Brennluft - was bei Brennstoffen mit geringem Heizwert äußerst nützlich ist - angewärmt in die Brennzone gelangt. Darüberhinaus ergibt sich durch den Austritt der Brennluft aus den düsenartigen Öffnungen, d. h. im energiereichen Strahl, ein den Brennpeozeß ungemein anfachender Blasebalg-Effekt, und dies noch dazu unmittelbar im innersten Bereich der Brennzone. Gleichzeitig wird dabei die Schlacke durch Abkühlung brechfähig gemacht.

    [0019] Eine weitere Verbesserung ergibt sich dabei durch den Vorschlag, daß die Rostelemente mit Austrittsöffnungen für die Brennluft versehen sind, die nach oben gerichtet sind und insbesondere die Form von Düsen mit Quer-und/oder Längsschlitzen aufweisen.

    [0020] Weiter wird, um zu einer sehr unkomplizierten, jedoch sehr wirkungsvollen und leicht herzustellenden Gestaltung der Schlackenbrechwerkzeuge zu gelangen, vorgeschlagen, daß die Schlackenbrechwerkzeuge pyramidenförmig ausgebildet sein können. Solche Körper erfüllen den Zweck, bei Bewegung relativ zur Schlacke, diese zu zerbrechen.

    [0021] Dabei ist es vorteilhaft und ebenso wie die Kühlung der Rostelemente für die Funktion und die zu deren Ausführung benötigte mechanische Festigkeit wesentlich, wenn im weiteren vorgeschlagen wird, daß die Schlackenbrechwerkzeuge zum Durchtritt von Brennluft hohl ausgebildet sind.

    [0022] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung, die z. B. für die gute Verbrennung von Klärteichschlamm oder Hausmüll geeignet ist, ist vorgesehen, daß die Feuerung eine Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung mit drehbeweglichen Flügeln, insbesondere von gleicher Fläche wie die Feuerung, aufweist. Hierdurch wird eine gleichmäßige Flächenbeschikkung der Rostelemente erreicht, die ein Durchschlagen von Flammen nach oben und das Entstehen von Löchern in der brennenden Brennstoffschicht verhindert.

    [0023] In weiterer Ausgestaltung dieser Ausführung ist vorgesehen, daß die Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung mit der Feuerung durch einen geschlossenen Feuerkasten verbunden ist, dessen Oberteil von der Brennstoffschicht durch eine Verteil- und Zuführeinrichtung abgeschlossen ist. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, daß der Abzug der Brenngase nicht nach oben erfolgt, sondern in Längsrichtung des Brennraumes erfolgen kann. So erfolgt eine besonders bei Klärteichschlämmen oder bei der Verbrennung von Hausmüll zur Geruchsbeseitigung wichtige vollständige Verbrennung der aus dem Brennstoff bei der Verbrennung ausgetriebenen Gase. Gleichzeitig wird der Brennstoff auf der Brennstoffverteilund Dosiervorrichtung vorgetrocknet.

    [0024] Es ist dabei, auch zum Schutz der Überhitzung des Brennstoffs, vorgesehen, daß die Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung kreuzförmige, mechanisch bewegte, Zellenflügel aufweist, die bei der Bewegung austragend ineinander greifen. Dies sichert eine insbesondere für Klärteichschlamm oder Hausmüll betriebssichere Ausführung.

    [0025] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung näher erläutert.

    [0026] Die Figuren zeigen:

    Fig. 1: eine rein schematische Darstellung einer Rostfeuerung nach der Erfindung, im Einsatz in einem Trocknungsaggregat, im Schnitt,

    Fig. 2: eine Ansicht der Rostfeuerung gemäß Fig. 1 von der Seite und im Schnitt,

    Fig. 3: einen Querschnitt durch die Trockentrommel gemäß Fig. 1, mit Schnitt durch die Rostfeuerung nach der Erfindung,

    Fig. 4: ein Rostelement mit quadratischem Querschnitt mit einer Anordnung von Brechwerkzeugen und Luftaustrittsdüsen, in Seitenansicht und Schnitt,

    Fig. 5a bis 5d: verschiedenene Formgestaltungen von Brechwerkzeugen, in Seitenansicht,

    Fig. 6: Heizrostelemente mit rippenförmigen Brechwerkzeugen sowie mit längs und quer angeordneten schlitzförmigen Luftaustrittsdüsen, in Draufsicht,

    Fig. 7: einen Schnitt durch eine Rostfeuerung mit Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung und geschlossenem Feuerkasten.



    [0027] Die Trockentrommel 1 in Fig. 1 ist mit den Laufringen 2 auf nicht dargestellten, an sich als bekannt vorausgesetzten Rollenböcken und Antriebseinrichtungen angeordnet und dreht sich mit üblicher Geschwindigkeit,beispielsweise von 5 bis 6 Upm um ihre Achse. Das zu trocknende Gut wird durch die Schurre 3 am abgasseitigen Ende der Trockentrommel 1 im Gegenstrom zu dem Trocknungsgas aufgegeben. Es durchwandert die Trommel als Gutschicht 4 und wird im getrockneten Zustand durch den Auslaß 5 auf ein Transportband 6 abgegeben. Die Erzeugung der für den Trocknungsprozeß benötigten heißen Gase erfolgt durch die erfindungsgemäße Rostfeuerung 7. Diese ist im Innern der Trockentrommel 1 angeordnet und weist einen Feuerraum 8 auf, der nach unten zu durch die Rostelemente 9 einen gewissen Abschluß aufweist, der jedoch die bei einem Rost übliche Gasdurchlässigkeit aufweist. Die Rostelemente 9 sind sowohl in der vorderen Stirnwand 10 als auch in der hinteren Stirnwand 11 des Feuerraumes 8 drehbar und/oder mit einer begrenzten axialen Bewegbarkeit gelagert. Sie stehen außerhalb der Trockentrommel 1 mit ihren stirnseitigen Enden 12 mit einem Brennluftgebläse 13 in Verbindung, welches mit einem Förderdruck von beispielsweise 500 mm WS Brennluft durch die als Röhren ausgebildeten Rostelemente 9 hindurchfördert und durch die düsenförmigen Austritts-Schlitze 14 in das Bett 15 der Rostfeuerung 7 eindüst.

    [0028] Die austretende Brennluft hat sich auf dem Wege durch die erhitzten Rostelemente 9 erwärmt und gelangt daher mit erhöhter Temperatur und infolge Druckentspannung auch mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Austrittsschlitze 14 unmittelbar in das Bett 15 der Feuerung 7. An den Rostelementen 9 sind deutlich Brechwerkzeuge 16 erkennbar, die die Form schräg-radial aufgesetzter kubischer Nocken aufweisen. In der Anordnung Zahn/Lücke/Zahn/Lücke von Rostelement zu Rostelement sind sie geeignet, bei einer Dreh-und gegebenenfalls auch/oder einer Axialbewegung einen im Entstehen begriffenen Sinterkuchen von fester Schlacke in statu nascendi zu verhindern, indem sie das sich bildende Schlackenagglomerat ständig zerstören.

    [0029] Dabei ist der Vorteil mit im Spiel, der darin besteht, daß die erst im Entstehen begriffene,feste Schlackenschicht oder Scholle noch nicht zur letzten Festigkeit "ausgereift" ist, und sich daher bei erhöhter Temperatur und fortgesetzter oder zumindest häufiger Störung relativ leicht zerbröckeln läßt. Dabei spielt auch die dauernde Kühlung der Rostelemente 9 insofern eine wichtige Rolle, als diese für die Erhaltung der Festigkeit derselben einen wichtigen Beitrag leistet, weswegen auch von einer Verwendung sehr teurer und notabene auch sehr schwer zu bearbeitender Werkstoffe für die Rostelemente 9 Abstand genommen werden kann. Zur Einleitung der beschriebenen Brechbewegungen sind die Rostelemente 9 mittels eines Armes 17 an einen Antrieb 18 gekoppelt, der jedoch nur rein schematisch in seiner Funktion angedeutet ist. Wichtig für den Betrieb der Feuerung sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die als Schöpfelemente ausgebildeten Hubschaufel (n) 19, da diese bei der Voraussetzung, daß es sich bei dem zu trocknenden Gut 4 um Ballastkohle handelt, ein wenig von der getrockneten Ballastkohle hochschöpfen und zur Unterhaltung des Feuers auf die Rostfeuerung 7 aufschütten.

    [0030] Mit dieser einfachen Maßnahme ergibt sich eine "automatisch" unterhaltene Feuerung, bei der eine gewisse Regulierungsmöglichkeit dadurch gegeben sein kann, daß die Stellung der Hubschaufeln 19 mit einer durch den Mantel 20 der Trommel 1 hindurchgeführten Stelleinrichtung verändert werden kann. (In der Figur nicht gezeigt.) Ein Hilfs- und Zündbrenner vervollständigt die gezeigte Einrichtung des gesamten Trockenaggregates, er ist mit dem Bezugszeichen 21 gekennzeichnet und so angeordnet, daß seine Flamme direkt in die Rostfeuerung 7 gerichtet ist.

    [0031] Die Fig. 2 zeigt die Rostfeuerung 7 in vergrößertem Maßstab. Dabei sind gleiche Teile mit indentischen Bezugszeichen versehen. Die eintretende Brennluft ist mit dem Pfeil 22. und die aus den Düsen austretenden Luftströme sind mit den Pfeilen 23 gekennzeichnet. Man erkennt auch deutlich die Brechwerkzeuge 16 sowie den die Bewegungen vom (nicht gezeigten) Antrieb 18 (Fig. 1) in das Rostelement 9 einleitenden Arm 17.

    [0032] Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Trockentrommel 1 und die Rostfeuerung 7. Die Darstellung wurde gewählt, weil sie deutlich die Lage der Rostelemente 9 zueinander, die Lage und Anordnung (eine der möglichen!) der Brecherwerkzeuge 16, die Lage und Anordnung des Feuerraumes 8, das Arbeiten der Hubschaufel 19, das Durchfallen zerkrümelter Schlacketeilchen 24, die Bewegung der Gutschicht 4 und die Drehbewegung (Pfeil 25) der Trockentrommel 1 vor Augen führt.

    [0033] Das Rostelement 9' in der Fig. 4 weist ein quadratisches Profil auf und ist in der Feuerung 7 vorzugsweise so angeordnet, daß es mit einer der dachförmig spitzen Profilkanten 26 nach oben zeigt. Deutlich sind im übrigen die Brechwerkzeuge 16 und die schlitzförmigen Luftdüsen 14 erkennbar.

    [0034] Verschieden gestaltete Brechwerkzeuge zeigen die Figuren 5a bis 5d. Diese sind - der Reihe nach - bei 5a als Rippe, bei 5b als Vierkant in 45°-Stellung; bei 5c als Zylinder, und bei 5d als Zylinder mit konischer Spitze gestaltet. Gemäß Ausführungen zur Gestaltungsmöglichkeit weiter oben soll nochmals darauf hingewiesen sein, daß es sich bei den beispielhaft gezeigten Formen lediglich um eine kleine Auswahl möglicher Gestaltungen handelt, wobei zumindest alle solche unter den Vorschlag der Erfindung fallen, die als aus dem Flächenbereich eines Rostelementes herausragende Körper in der Lage sind, bei einer Bewegung relativ zu einem Schlackengebilde, dieses zu zerbrechen.

    [0035] So zeigt Figur 6 - ganz bewußt - eine abweichende, jedoch rein grundsätzlich schon erwähnte Gestaltung solcher Rostelemente 9" in Rippenform, wobei die Schlackenzerkleinerung durch oszillierende Axialbewegungen (Pfeile 27, 27'), die gegebenenfalls relativ kurzhübig sein können, durchgeführt wird. Die Luftschlitze 14' sind bei dieser Ausführung mit Vorteil - der guten Luftverteilung wegen - in Kreuzform oder auch nur quer angeordnet.

    [0036] Die Ausgestaltung der Feuerung 7 mit einer Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung 28 ist in Fig. 7 dargestellt. Hier bezeichnet 29 die drehbeweglichen Zellenflügel und 30 den geschlossenen Feuerkasten. 31 ist die den Feuerkasten 30 nach oben abschließende, vortrocknende Brennstoffschicht. 9, 15, 16 und 24 bezeichnen die bereits bekannten Feuerungselemente.

    [0037] Über die vorstehend im Text genannten Vorteile hinaus, bietet das erfindungsgemäße Verbrennungsverfahren weiter hin die Vorteile, daß durch die Rostabstände die Schlacken-Stückgroße beeinflußbar ist, daß im Gegensatz zur Wirbelschichtverbrennung die Temperatur einstellbar ist und daß die Staubentwicklung gering ist. Insgesamt ergibt sich ein Verfahren zur Trocknung von Ballastkohle, z.B. von Flotationsbergen, das der WirbelschichtVerbrennung sowohl bezüglich der Investitionskosten als auch bezüglich der Regelbarkeit überlegen ist.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Trocknung von Ballastkohle, insbesondere von Kohleflotationsbergen und/oder Mittelgut, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballastkohle unter Ausnutzung eines Teils des eigenen Energiegehaltes getrocknet wird,

    indem sie am Ende eines Rauchgastromes aufgegeben wird,

    dann entgegen dem Rauchgasstrom in Richtung einer das Rauchgas erzeugenden Feuerstelle transportiert und dabei ständig durchmischt wird, bis sie getrocknet ist

    und dann zur Unterhaltung des Rauchgasstromes ein Teil entnommen und in der Feuerstelle verbrannt wird,

    wobei die dabei entstehende Schlacke, durch oszillierende Kostelemente, der trockenen Ballastkohle wieder beigemischt wird.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Brennluft durch die oszillierenden Rostelemente hindurch geleitet und in die Feuerstelle eingedüst wird, wobei die oszillierenden Rostelemente durch Wärmeabgabe an die Brennluft einerseits gekühlt werden und andererseits die Brennluft eine Vorwärmung erfährt.
     
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, zum Trocknen von Ballastkohle, insbesondere von Kohleflotationsbergen und/oder Mittelgut mit einem Schlackenbrechwerkzeuge aufweisenden Rost, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine in einer sich drehenden Trockentrommel (20) angeordnete Rostfeuerung (7) mit Schlackenbrechwerkzeugen und eine etwa am Rauchgasaustrittsende angeordnete Aufgabevorrichtung (3) für die zu trocknende Ballastkohle aufweist, wobei die Trockentrommel in einem Teil der inneren Mantelfläche Mischelemente aufweist und wobei im Bereich der Rostfeuerung eine Brennstoffentnahme- und - übergabeeinrichtung (19) angeordnet ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen Hilfs-und Zündbrenner (21) zum Zünden der Feuerung aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Rostelemente (9) aufweist, die röhrenförmig ausgebildet, und außerhalb der Feuerung (7) an eine Luftquelle (13) zur Lieferung von Brennluft angeschlossen sind und düsenartige Austrittsöffnungen (14) für die Brennluft aufweisen.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, d a durch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (14) für die Brennluft nach oben gerichtet sind und insbesondere die Form von Düsen (14) mit Quer-und/oder Längsschlitzen (14') aufweisen.
     
    7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlackenbrechwerkzeuge (16) pyramidenförmig ausgebildet sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlackenbrechwerkzeuge (16) zum Durchtritt von Brennluft hohl ausgebildet sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rostfeuerung für die getrocknete Ballastkohle eine Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung (28) mit drehbeweglichen Flügeln (29), insbesondere von gleicher Fläche wie die Feuerung (7), aufweist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffverteil- und - dosiereinrichtung (28) mit der Feuerung durch einen geschlossenen Feuerkasten (30) verbunden ist, dessen Oberteil von der Brennstoffschicht (31) durch eine Verteilund Zuführeinrichtung (28) abgeschlossen ist.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffverteil- und -dosiereinrichtung (28) kreuzförmige, mechanisch bewegte Zellen-Flügel (29) aufweist, die bei Bewegung austragend ineinander greifen.
     


    Claims

    1. A process for drying low-grade coal, prevailingly coal flotation tailings and/or middlings, characterized in that the low-grade coal is being dried by utilizing a portion of its inherent energy,

    by charging it at the end of a flue gas stream,

    then conveying it towards the flue gas generating fireplace and mixing it inherently until it has become dry,

    and then burning a portion of it in a fireplace for maintaining the flue gas stream,

    and at that stage the slag that is being formed in the burning process is again mixed into the low-grade coal by oscillating grid means.


     
    2. A process according to claim 1, characterized in that the combustion air is conducted through the oscillating grid means and through a nozzle into the fireplace, whereby on the one hand, the oscillating grid means are being cooled and on the other band,the combustion air is being preheated.
     
    3. A device for carrying out the process according to, claim 1 or claim 2, for drying low-grade coal, prevailingly coal flotation tailings and/or middlings, comprising a grid with slag breaking tools, characterized in that it has a grid fireplace (7) with slag breaking tools, lodged in a rotating drum dryer (20) and a charging means (3) for the low grade coal approximately at the end of the flue gas stream, and the drum dryer comprises mixing paddles in one part of the inner jacket area, and in the zone of the grid fireplace a fuel delivery and charging unit (19) is existing.
     
    4. A device according to claim 3, characterized in that said device comprises an auxiliary burner and pilot burner (21).
     
    5. A device according to claim 3 or 4, characterized in that the grid means (9) are desigened in a tubular manner and are connected to an air supply source (13) outside the fireplace (7) through which air is conducted and which on their turn have nozzle-shaped openings (14) for the combustion air.
     
    6. A device according to claim 5, characterized in that the combustion air escape openings (14) are directed to the top and have prevailingly the shape of nozzles (14) with longitudinal and / or transversal slots (14').
     
    7. A device according to one or several of the claims 3, 5 and 6, characterized in that the slag breaking tools (16) are designed like pyramids.
     
    8. A device according to one or several of the claims 5 through 7, characterized in that the slag breaking tools (16) are constructed in a hollow manner for allowing combustion air to pass through.
     
    9. A device according to one of the claims 3 through 8, characterized in that the grid fireplace comprises a fuel distributing and dosing unit (28) with movable wings (29) for the dried low-grade coal, which has an almost equal surface as the fireplace (7).
     
    10. A device according to claim 9, characterized in that the fuel distributing and dosing unit (28) is connected to the fireplace by means of a closed fire box (30), the upper portion of which is separated from the fuel layer (31) by means of a distributing and charging unit (28).
     
    11. A device according to claim 9 or 10, characterized in that the fuel distributing and dosing unit (28) comprises cross-shaped, mechanically movable cell wings (29), which intermesh while performing the discharge movement.
     


    Revendications

    1) Procédé pour le séchage de charbon brut, particulierement des rejets de flottation et/ou du produit intermédiaire, aractérisé en ce> 1 que le charbon brut est séché par l'utilisation d'une partie de sa propre énergie

    en étant chargé à l'extrémité d'un courant de gaz de fumée,

    puis transporté dans le sens contraire au courant de gaz de fumée dans la direction d'un foyer générateur de ce gaz de fumée, tout en étant continuellement mélangé, jusqu'à ce qu'il soit séché,

    une partie en étant ensuite prélevée pour maintenir le courant de gaz de fumée, et brûlée dans le foyer,

    les scories résultant de cette opération étant réintégrées au charbon sec brut à l'aide de grilles oscillantes.


     
    2) Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que de l'air à combustion est dirigé au travers des grilles et insufflé dans le foyer, les grilles oscillantes étant d'une part refroidies par transmission de la chaleur à l'air à combustion, et l'air à combustion se trouvant d'autre part préchauffé.
     
    3) Dispositif pour l'exécution du procédé suivant la revendication 1 ou 2 pour le séchage de charbon brut, particulierement des rejets de flottation et/ou du produit intermédiaire avec une grille comportant des broyeurs de scories, caractérisé en ce qu'il présente, disposé dans un tambour sécheur rotatif (20), un feu à grille (7) avec broyeurs de scories et un dispositif de chargement (3) pour le charbon brut à sécher disposé approximativement à l'extrémité de la sortie du gaz de fumée, le tambour sécheur comportant dans une partie de la surface de recouvrement intérieure des éléments mélangeurs, et un dispositif de prélèvement et d'alimentation de combustible (19) étant disposé dans la zone du feu à grille.
     
    4) Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif comporte une veilleuse (21) pour l'allumage du feu.
     
    5) Dispositif suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'il comporte des grilles (9) qui ont la forme de tubes et sont reliées à l'extérieur du feu (7) à une source d'air (13) pour l'alimentation en air à combustion, cette source comportant des ouvertures de sortie en forme de buses (14) pour l'air à combustion.
     
    6) Dispositif suivant la revendication 5, caracé risé en ce que les ouvertures de sortie (14) de l'air à combustion sont dirigées vers le haut et présentent en particulier la forme de buses (14) avec des fentes transversales et/ou longitudinales (14').
     
    7) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 3, 5 et 6, caractérisé en ce que les broyeurs de scories (16) présentent la forme d'une pyramide.
     
    8) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que les broyeurs de scories (16) sont creux pour permettre le passage de l'air à combustion.
     
    9) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 3 à 3, caractérisé en ce que le feu à grille comporte un dispositif de répartition et de dosage du combustible (28) pour le charbon brut séché avec des palettes mobiles rotatives (29) ayant en particulier la même surface que le feu (7).
     
    10) Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de répartition et de dosage du combustible (28) est relié au feu par une boîte de combustion close (30) dont la partie supérieure est séparée de la couche de combustible (31) par un dispositif de répartition et d'alimentation (28).
     
    11) Dispositif suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif de répartition et de dosage (28) comporte des palettes à cellules (29) en forme de croix mues de façon mécanique qui en se déplaçant s'imbriquent les unes dans les autres en répartissant.
     




    Zeichnung