[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Trocknung von Ballastkohle,
insbesondere von Kohleflotationsbergen und/oder Mittelgut.
[0002] Ballastkohle, insbesondere Kohleflotationsberge und/oder Mittelgut wird Kraftwerkskohle
beigemischt, um diese aus wirtschaftlichen Erwägungen an den Aschegehalt anzupassen,
der der verkauften Spezifikation entspricht. Da die Qualitätsspezifikation der Kohleabnehmer
auch den Feuchtigkeitsgehalt der Kohle beschränkt, muß die zur Verschneidung vorgesehene
Ballastkohle häufig getrocknet werden. In Zeiten niedriger Öl- und Gaspreise war dies
z. B. in Drehrohröfen mit Öl- oder Gasfeuerung möglich.
[0003] Es ist bekannt, daß bei der Verbrennung von Ballastkohle in bekannten Feuerungen,
insbesondere Rostfeuerungen, wegen der Entstehung großer Mengen fester Schlacke, Ballastkohle
als ungeeigneter Brennstoff, insbesondere aber unwirtschaftlicher Brennstoff angesehen
wurde.
[0004] Aus der FR-A 803 378 ist weiter ein Rostsystem mit umlaufenden (rotierenden) Roststäben
mit Transport- bzw. Zerkleinerungsnasen für die gebildete Schlacke bekannt. Zur Kühlung
der Roststäbe und zur äußeren Kühlung der Transportnasen sind diese teilweise luftdurchströmt
bzw. von außen luftbestrichen. Zur Verminderung des Luftverbrauchs weisen die hohlen
Roststäbe im unteren Teil eine drehschieberartige Sperre auf, die verhindert, daß
die Luft aus dem Inneren der Roststäbe nach unten, wo sie nicht als Verbrennungsluft
gebraucht wird, austreten kann.
[0005] Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist, daß die luftführenden Verbindungselemente
und die drehschieberartige Ausbildung der Rostelemente teuer und anfällig sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben,
mit deren Hilfe die Trocknung von Ballastkohle auch dann wirtschaftlich erfolgen kann,
wenn die Öl-oder Gaspreise hoch sind.
[0007] Die Lösung der gestellen Aufgabe gelingt damit, daß die Ballastkohle unter Ausnutzung
eines Teils des eigenen Energiegehaltes getrocknet wird,
[0008] indem sie am Ende eines Rauchgasstomes aufgegeben wird, dann entgegen dem Rauchgasstrom
in Richtung einer das Rauchgas erzeugenden Feuerstelle transportiert und dabei ständig
durchmischt wird, bis sie getrocknet ist und dann zur Unterhaltung des Rauchgasstromes
ein Teil entnommen und in der Feuerstelle verbrannt wird,
[0009] wobei die dabei enstehende Schlacke, durch oszillierende Rostelemente gebrochen,
der trockenen Ballastkohle wieder beigemischt wird.
[0010] Das völlig Überraschende ist dabei, daß hoch aschereiche feuchte Ballastkohle in
der Lage ist, einen Rauchgasstrom zu entwickeln, der zur Eigentrocknung geeignet ist.
In dem
[0011] Zusammenwirken von:
Verwendung von Kraftwerks-Zumisch-Ballastkohle als Brennstoff,
[0012] Entnahme es Brennstoffs aus dem Trocknungsprozeß und Verwendung der erfindungsgemäßen
Rostfeuerung
[0013] läßt sich die Ballastkohle mit vorteilhaft niedrigen Energiekosten trocknen.
[0014] In Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, daß Brennluft durch die oszillierenden
Rostelemente hindurch geleitet und in die Feuerstelle eingedüst wird, wobei die oszillierenden
Rostelemente durch Wärmeabgabe an die Brennluft einerseits gekühlt werden und andererseits
die Brennluft eine Vorwärmung erfährt.
[0015] Diese Maßnahmen, welche zusammenwirken, ergeben in der Gesamtwirkung einen ungestörten,
von Betriebsstörungen freien, ruhigen und intensiven Brennvorgang mit der Ballastkohle,
wie ein solcher bisher nicht für möglich gehalten wurde.
[0016] Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine in einer sich drehenden Trockentrommel angeordnete Rostfeuerung mit Schlackenbrechwerkzeugen
und eine etwa am Rauchgasaustrittsende angeordnete Aufgabevorrichtung für die zu trocknende
Ballastkohle aufweist, wobei die Trockentrommel in einem Teil der inneren Mantelfläche
Mischelemente aufweist und wobei im Bereich der Rostfeuerung eine Brennstoffentnahme-
und -übergabevorrichtung angeordnet ist. Weil damit die Rostelemente selbst die Brechfunktion
übernehmen, ergibt sich als wesentlicher Vorteil, daß der Zerkleinerungsprozeß örtlich
gerade an den Stellen stattfindet, wo die beste Wirkung damit erzielt werden kann,
nämlich in der Rostebene. Außerdem wird eine weitere, evtl. die Feuerung anderweitig
störende Zerkleinerungseinrichtung vermieden und dazu noch der Durchfall der zerkleinerten
Schlackenteilchen begünstigt.
[0017] Vorteilhaft weist die Vorrichtung auch noch einen Hilfsbrenner zum Ingangsetzen des
Brennprozesses und zum Aufheizen der Feuerung auf, um so die schwer entflammbare Ballastkohle
zu vergasen und auf Brenntemperatur zu bringen.
[0018] Weiter ist vorgesehen, daß die Vorrichtung Rostelemente aufweist, die röhrenförmigig
ausgebildet, außerhalb der Feuerung an eine Luftquelle zur Lieferung der Brennluft
angeschlossen sind, und im Bereich der Feuerung düsenartige Austrittsöffnungen für
die Brennluft aufweisen. Wie bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
angedeutet, dienen durch diese einfache Maßnahme die Rostelemente nicht nur als Brechwerkzeuge
sondern auch als Wärmeaustauscher, durch den die benötige Brennluft - was bei Brennstoffen
mit geringem Heizwert äußerst nützlich ist - angewärmt in die Brennzone gelangt. Darüberhinaus
ergibt sich durch den Austritt der Brennluft aus den düsenartigen Öffnungen, d. h.
im energiereichen Strahl, ein den Brennpeozeß ungemein anfachender Blasebalg-Effekt,
und dies noch dazu unmittelbar im innersten Bereich der Brennzone. Gleichzeitig wird
dabei die Schlacke durch Abkühlung brechfähig gemacht.
[0019] Eine weitere Verbesserung ergibt sich dabei durch den Vorschlag, daß die Rostelemente
mit Austrittsöffnungen für die Brennluft versehen sind, die nach oben gerichtet sind
und insbesondere die Form von Düsen mit Quer-und/oder Längsschlitzen aufweisen.
[0020] Weiter wird, um zu einer sehr unkomplizierten, jedoch sehr wirkungsvollen und leicht
herzustellenden Gestaltung der Schlackenbrechwerkzeuge zu gelangen, vorgeschlagen,
daß die Schlackenbrechwerkzeuge pyramidenförmig ausgebildet sein können. Solche Körper
erfüllen den Zweck, bei Bewegung relativ zur Schlacke, diese zu zerbrechen.
[0021] Dabei ist es vorteilhaft und ebenso wie die Kühlung der Rostelemente für die Funktion
und die zu deren Ausführung benötigte mechanische Festigkeit wesentlich, wenn im weiteren
vorgeschlagen wird, daß die Schlackenbrechwerkzeuge zum Durchtritt von Brennluft hohl
ausgebildet sind.
[0022] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung, die z. B. für die gute Verbrennung
von Klärteichschlamm oder Hausmüll geeignet ist, ist vorgesehen, daß die Feuerung
eine Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung mit drehbeweglichen Flügeln, insbesondere
von gleicher Fläche wie die Feuerung, aufweist. Hierdurch wird eine gleichmäßige Flächenbeschikkung
der Rostelemente erreicht, die ein Durchschlagen von Flammen nach oben und das Entstehen
von Löchern in der brennenden Brennstoffschicht verhindert.
[0023] In weiterer Ausgestaltung dieser Ausführung ist vorgesehen, daß die Brennstoffverteil-
und Dosiervorrichtung mit der Feuerung durch einen geschlossenen Feuerkasten verbunden
ist, dessen Oberteil von der Brennstoffschicht durch eine Verteil- und Zuführeinrichtung
abgeschlossen ist. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, daß der Abzug der Brenngase
nicht nach oben erfolgt, sondern in Längsrichtung des Brennraumes erfolgen kann. So
erfolgt eine besonders bei Klärteichschlämmen oder bei der Verbrennung von Hausmüll
zur Geruchsbeseitigung wichtige vollständige Verbrennung der aus dem Brennstoff bei
der Verbrennung ausgetriebenen Gase. Gleichzeitig wird der Brennstoff auf der Brennstoffverteilund
Dosiervorrichtung vorgetrocknet.
[0024] Es ist dabei, auch zum Schutz der Überhitzung des Brennstoffs, vorgesehen, daß die
Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung kreuzförmige, mechanisch bewegte, Zellenflügel
aufweist, die bei der Bewegung austragend ineinander greifen. Dies sichert eine insbesondere
für Klärteichschlamm oder Hausmüll betriebssichere Ausführung.
[0025] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
näher erläutert.
[0026] Die Figuren zeigen:
Fig. 1: eine rein schematische Darstellung einer Rostfeuerung nach der Erfindung,
im Einsatz in einem Trocknungsaggregat, im Schnitt,
Fig. 2: eine Ansicht der Rostfeuerung gemäß Fig. 1 von der Seite und im Schnitt,
Fig. 3: einen Querschnitt durch die Trockentrommel gemäß Fig. 1, mit Schnitt durch
die Rostfeuerung nach der Erfindung,
Fig. 4: ein Rostelement mit quadratischem Querschnitt mit einer Anordnung von Brechwerkzeugen
und Luftaustrittsdüsen, in Seitenansicht und Schnitt,
Fig. 5a bis 5d: verschiedenene Formgestaltungen von Brechwerkzeugen, in Seitenansicht,
Fig. 6: Heizrostelemente mit rippenförmigen Brechwerkzeugen sowie mit längs und quer
angeordneten schlitzförmigen Luftaustrittsdüsen, in Draufsicht,
Fig. 7: einen Schnitt durch eine Rostfeuerung mit Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung
und geschlossenem Feuerkasten.
[0027] Die Trockentrommel 1 in Fig. 1 ist mit den Laufringen 2 auf nicht dargestellten,
an sich als bekannt vorausgesetzten Rollenböcken und Antriebseinrichtungen angeordnet
und dreht sich mit üblicher Geschwindigkeit,beispielsweise von 5 bis 6 Upm um ihre
Achse. Das zu trocknende Gut wird durch die Schurre 3 am abgasseitigen Ende der Trockentrommel
1 im Gegenstrom zu dem Trocknungsgas aufgegeben. Es durchwandert die Trommel als Gutschicht
4 und wird im getrockneten Zustand durch den Auslaß 5 auf ein Transportband 6 abgegeben.
Die Erzeugung der für den Trocknungsprozeß benötigten heißen Gase erfolgt durch die
erfindungsgemäße Rostfeuerung 7. Diese ist im Innern der Trockentrommel 1 angeordnet
und weist einen Feuerraum 8 auf, der nach unten zu durch die Rostelemente 9 einen
gewissen Abschluß aufweist, der jedoch die bei einem Rost übliche Gasdurchlässigkeit
aufweist. Die Rostelemente 9 sind sowohl in der vorderen Stirnwand 10 als auch in
der hinteren Stirnwand 11 des Feuerraumes 8 drehbar und/oder mit einer begrenzten
axialen Bewegbarkeit gelagert. Sie stehen außerhalb der Trockentrommel 1 mit ihren
stirnseitigen Enden 12 mit einem Brennluftgebläse 13 in Verbindung, welches mit einem
Förderdruck von beispielsweise 500 mm WS Brennluft durch die als Röhren ausgebildeten
Rostelemente 9 hindurchfördert und durch die düsenförmigen Austritts-Schlitze 14 in
das Bett 15 der Rostfeuerung 7 eindüst.
[0028] Die austretende Brennluft hat sich auf dem Wege durch die erhitzten Rostelemente
9 erwärmt und gelangt daher mit erhöhter Temperatur und infolge Druckentspannung auch
mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Austrittsschlitze 14 unmittelbar in das Bett
15 der Feuerung 7. An den Rostelementen 9 sind deutlich Brechwerkzeuge 16 erkennbar,
die die Form schräg-radial aufgesetzter kubischer Nocken aufweisen. In der Anordnung
Zahn/Lücke/Zahn/Lücke von Rostelement zu Rostelement sind sie geeignet, bei einer
Dreh-und gegebenenfalls auch/oder einer Axialbewegung einen im Entstehen begriffenen
Sinterkuchen von fester Schlacke in statu nascendi zu verhindern, indem sie das sich
bildende Schlackenagglomerat ständig zerstören.
[0029] Dabei ist der Vorteil mit im Spiel, der darin besteht, daß die erst im Entstehen
begriffene,feste Schlackenschicht oder Scholle noch nicht zur letzten Festigkeit "ausgereift"
ist, und sich daher bei erhöhter Temperatur und fortgesetzter oder zumindest häufiger
Störung relativ leicht zerbröckeln läßt. Dabei spielt auch die dauernde Kühlung der
Rostelemente 9 insofern eine wichtige Rolle, als diese für die Erhaltung der Festigkeit
derselben einen wichtigen Beitrag leistet, weswegen auch von einer Verwendung sehr
teurer und notabene auch sehr schwer zu bearbeitender Werkstoffe für die Rostelemente
9 Abstand genommen werden kann. Zur Einleitung der beschriebenen Brechbewegungen sind
die Rostelemente 9 mittels eines Armes 17 an einen Antrieb 18 gekoppelt, der jedoch
nur rein schematisch in seiner Funktion angedeutet ist. Wichtig für den Betrieb der
Feuerung sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die als Schöpfelemente ausgebildeten
Hubschaufel (n) 19, da diese bei der Voraussetzung, daß es sich bei dem zu trocknenden
Gut 4 um Ballastkohle handelt, ein wenig von der getrockneten Ballastkohle hochschöpfen
und zur Unterhaltung des Feuers auf die Rostfeuerung 7 aufschütten.
[0030] Mit dieser einfachen Maßnahme ergibt sich eine "automatisch" unterhaltene Feuerung,
bei der eine gewisse Regulierungsmöglichkeit dadurch gegeben sein kann, daß die Stellung
der Hubschaufeln 19 mit einer durch den Mantel 20 der Trommel 1 hindurchgeführten
Stelleinrichtung verändert werden kann. (In der Figur nicht gezeigt.) Ein Hilfs- und
Zündbrenner vervollständigt die gezeigte Einrichtung des gesamten Trockenaggregates,
er ist mit dem Bezugszeichen 21 gekennzeichnet und so angeordnet, daß seine Flamme
direkt in die Rostfeuerung 7 gerichtet ist.
[0031] Die Fig. 2 zeigt die Rostfeuerung 7 in vergrößertem Maßstab. Dabei sind gleiche Teile
mit indentischen Bezugszeichen versehen. Die eintretende Brennluft ist mit dem Pfeil
22. und die aus den Düsen austretenden Luftströme sind mit den Pfeilen 23 gekennzeichnet.
Man erkennt auch deutlich die Brechwerkzeuge 16 sowie den die Bewegungen vom (nicht
gezeigten) Antrieb 18 (Fig. 1) in das Rostelement 9 einleitenden Arm 17.
[0032] Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Trockentrommel 1 und die Rostfeuerung
7. Die Darstellung wurde gewählt, weil sie deutlich die Lage der Rostelemente 9 zueinander,
die Lage und Anordnung (eine der möglichen!) der Brecherwerkzeuge 16, die Lage und
Anordnung des Feuerraumes 8, das Arbeiten der Hubschaufel 19, das Durchfallen zerkrümelter
Schlacketeilchen 24, die Bewegung der Gutschicht 4 und die Drehbewegung (Pfeil 25)
der Trockentrommel 1 vor Augen führt.
[0033] Das Rostelement 9' in der Fig. 4 weist ein quadratisches Profil auf und ist in der
Feuerung 7 vorzugsweise so angeordnet, daß es mit einer der dachförmig spitzen Profilkanten
26 nach oben zeigt. Deutlich sind im übrigen die Brechwerkzeuge 16 und die schlitzförmigen
Luftdüsen 14 erkennbar.
[0034] Verschieden gestaltete Brechwerkzeuge zeigen die Figuren 5a bis 5d. Diese sind -
der Reihe nach - bei 5a als Rippe, bei 5b als Vierkant in 45°-Stellung; bei 5c als
Zylinder, und bei 5d als Zylinder mit konischer Spitze gestaltet. Gemäß Ausführungen
zur Gestaltungsmöglichkeit weiter oben soll nochmals darauf hingewiesen sein, daß
es sich bei den beispielhaft gezeigten Formen lediglich um eine kleine Auswahl möglicher
Gestaltungen handelt, wobei zumindest alle solche unter den Vorschlag der Erfindung
fallen, die als aus dem Flächenbereich eines Rostelementes herausragende Körper in
der Lage sind, bei einer Bewegung relativ zu einem Schlackengebilde, dieses zu zerbrechen.
[0035] So zeigt Figur 6 - ganz bewußt - eine abweichende, jedoch rein grundsätzlich schon
erwähnte Gestaltung solcher Rostelemente 9" in Rippenform, wobei die Schlackenzerkleinerung
durch oszillierende Axialbewegungen (Pfeile 27, 27'), die gegebenenfalls relativ kurzhübig
sein können, durchgeführt wird. Die Luftschlitze 14' sind bei dieser Ausführung mit
Vorteil - der guten Luftverteilung wegen - in Kreuzform oder auch nur quer angeordnet.
[0036] Die Ausgestaltung der Feuerung 7 mit einer Brennstoffverteil- und Dosiervorrichtung
28 ist in Fig. 7 dargestellt. Hier bezeichnet 29 die drehbeweglichen Zellenflügel
und 30 den geschlossenen Feuerkasten. 31 ist die den Feuerkasten 30 nach oben abschließende,
vortrocknende Brennstoffschicht. 9, 15, 16 und 24 bezeichnen die bereits bekannten
Feuerungselemente.
[0037] Über die vorstehend im Text genannten Vorteile hinaus, bietet das erfindungsgemäße
Verbrennungsverfahren weiter hin die Vorteile, daß durch die Rostabstände die Schlacken-Stückgroße
beeinflußbar ist, daß im Gegensatz zur Wirbelschichtverbrennung die Temperatur einstellbar
ist und daß die Staubentwicklung gering ist. Insgesamt ergibt sich ein Verfahren zur
Trocknung von Ballastkohle, z.B. von Flotationsbergen, das der WirbelschichtVerbrennung
sowohl bezüglich der Investitionskosten als auch bezüglich der Regelbarkeit überlegen
ist.
1. Verfahren zur Trocknung von Ballastkohle, insbesondere von Kohleflotationsbergen
und/oder Mittelgut, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballastkohle unter Ausnutzung
eines Teils des eigenen Energiegehaltes getrocknet wird,
indem sie am Ende eines Rauchgastromes aufgegeben wird,
dann entgegen dem Rauchgasstrom in Richtung einer das Rauchgas erzeugenden Feuerstelle
transportiert und dabei ständig durchmischt wird, bis sie getrocknet ist
und dann zur Unterhaltung des Rauchgasstromes ein Teil entnommen und in der Feuerstelle
verbrannt wird,
wobei die dabei entstehende Schlacke, durch oszillierende Kostelemente, der trockenen
Ballastkohle wieder beigemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Brennluft durch die oszillierenden
Rostelemente hindurch geleitet und in die Feuerstelle eingedüst wird, wobei die oszillierenden
Rostelemente durch Wärmeabgabe an die Brennluft einerseits gekühlt werden und andererseits
die Brennluft eine Vorwärmung erfährt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, zum Trocknen
von Ballastkohle, insbesondere von Kohleflotationsbergen und/oder Mittelgut mit einem
Schlackenbrechwerkzeuge aufweisenden Rost, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine in
einer sich drehenden Trockentrommel (20) angeordnete Rostfeuerung (7) mit Schlackenbrechwerkzeugen
und eine etwa am Rauchgasaustrittsende angeordnete Aufgabevorrichtung (3) für die
zu trocknende Ballastkohle aufweist, wobei die Trockentrommel in einem Teil der inneren
Mantelfläche Mischelemente aufweist und wobei im Bereich der Rostfeuerung eine Brennstoffentnahme-
und - übergabeeinrichtung (19) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen
Hilfs-und Zündbrenner (21) zum Zünden der Feuerung aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Rostelemente
(9) aufweist, die röhrenförmig ausgebildet, und außerhalb der Feuerung (7) an eine
Luftquelle (13) zur Lieferung von Brennluft angeschlossen sind und düsenartige Austrittsöffnungen
(14) für die Brennluft aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, d a durch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen
(14) für die Brennluft nach oben gerichtet sind und insbesondere die Form von Düsen
(14) mit Quer-und/oder Längsschlitzen (14') aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlackenbrechwerkzeuge (16) pyramidenförmig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlackenbrechwerkzeuge (16) zum Durchtritt von Brennluft hohl ausgebildet
sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rostfeuerung für die getrocknete Ballastkohle eine Brennstoffverteil- und
Dosiervorrichtung (28) mit drehbeweglichen Flügeln (29), insbesondere von gleicher
Fläche wie die Feuerung (7), aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffverteil-
und - dosiereinrichtung (28) mit der Feuerung durch einen geschlossenen Feuerkasten
(30) verbunden ist, dessen Oberteil von der Brennstoffschicht (31) durch eine Verteilund
Zuführeinrichtung (28) abgeschlossen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffverteil-
und -dosiereinrichtung (28) kreuzförmige, mechanisch bewegte Zellen-Flügel (29) aufweist,
die bei Bewegung austragend ineinander greifen.
1. A process for drying low-grade coal, prevailingly coal flotation tailings and/or
middlings, characterized in that the low-grade coal is being dried by utilizing a
portion of its inherent energy,
by charging it at the end of a flue gas stream,
then conveying it towards the flue gas generating fireplace and mixing it inherently
until it has become dry,
and then burning a portion of it in a fireplace for maintaining the flue gas stream,
and at that stage the slag that is being formed in the burning process is again mixed
into the low-grade coal by oscillating grid means.
2. A process according to claim 1, characterized in that the combustion air is conducted
through the oscillating grid means and through a nozzle into the fireplace, whereby
on the one hand, the oscillating grid means are being cooled and on the other band,the
combustion air is being preheated.
3. A device for carrying out the process according to, claim 1 or claim 2, for drying
low-grade coal, prevailingly coal flotation tailings and/or middlings, comprising
a grid with slag breaking tools, characterized in that it has a grid fireplace (7)
with slag breaking tools, lodged in a rotating drum dryer (20) and a charging means
(3) for the low grade coal approximately at the end of the flue gas stream, and the
drum dryer comprises mixing paddles in one part of the inner jacket area, and in the
zone of the grid fireplace a fuel delivery and charging unit (19) is existing.
4. A device according to claim 3, characterized in that said device comprises an auxiliary
burner and pilot burner (21).
5. A device according to claim 3 or 4, characterized in that the grid means (9) are
desigened in a tubular manner and are connected to an air supply source (13) outside
the fireplace (7) through which air is conducted and which on their turn have nozzle-shaped
openings (14) for the combustion air.
6. A device according to claim 5, characterized in that the combustion air escape
openings (14) are directed to the top and have prevailingly the shape of nozzles (14)
with longitudinal and / or transversal slots (14').
7. A device according to one or several of the claims 3, 5 and 6, characterized in
that the slag breaking tools (16) are designed like pyramids.
8. A device according to one or several of the claims 5 through 7, characterized in
that the slag breaking tools (16) are constructed in a hollow manner for allowing
combustion air to pass through.
9. A device according to one of the claims 3 through 8, characterized in that the
grid fireplace comprises a fuel distributing and dosing unit (28) with movable wings
(29) for the dried low-grade coal, which has an almost equal surface as the fireplace
(7).
10. A device according to claim 9, characterized in that the fuel distributing and
dosing unit (28) is connected to the fireplace by means of a closed fire box (30),
the upper portion of which is separated from the fuel layer (31) by means of a distributing
and charging unit (28).
11. A device according to claim 9 or 10, characterized in that the fuel distributing
and dosing unit (28) comprises cross-shaped, mechanically movable cell wings (29),
which intermesh while performing the discharge movement.
1) Procédé pour le séchage de charbon brut, particulierement des rejets de flottation
et/ou du produit intermédiaire, aractérisé en ce> 1 que le charbon brut est séché
par l'utilisation d'une partie de sa propre énergie
en étant chargé à l'extrémité d'un courant de gaz de fumée,
puis transporté dans le sens contraire au courant de gaz de fumée dans la direction
d'un foyer générateur de ce gaz de fumée, tout en étant continuellement mélangé, jusqu'à
ce qu'il soit séché,
une partie en étant ensuite prélevée pour maintenir le courant de gaz de fumée, et
brûlée dans le foyer,
les scories résultant de cette opération étant réintégrées au charbon sec brut à l'aide
de grilles oscillantes.
2) Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que de l'air à combustion
est dirigé au travers des grilles et insufflé dans le foyer, les grilles oscillantes
étant d'une part refroidies par transmission de la chaleur à l'air à combustion, et
l'air à combustion se trouvant d'autre part préchauffé.
3) Dispositif pour l'exécution du procédé suivant la revendication 1 ou 2 pour le
séchage de charbon brut, particulierement des rejets de flottation et/ou du produit
intermédiaire avec une grille comportant des broyeurs de scories, caractérisé en ce
qu'il présente, disposé dans un tambour sécheur rotatif (20), un feu à grille (7)
avec broyeurs de scories et un dispositif de chargement (3) pour le charbon brut à
sécher disposé approximativement à l'extrémité de la sortie du gaz de fumée, le tambour
sécheur comportant dans une partie de la surface de recouvrement intérieure des éléments
mélangeurs, et un dispositif de prélèvement et d'alimentation de combustible (19)
étant disposé dans la zone du feu à grille.
4) Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif comporte
une veilleuse (21) pour l'allumage du feu.
5) Dispositif suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'il comporte des
grilles (9) qui ont la forme de tubes et sont reliées à l'extérieur du feu (7) à une
source d'air (13) pour l'alimentation en air à combustion, cette source comportant
des ouvertures de sortie en forme de buses (14) pour l'air à combustion.
6) Dispositif suivant la revendication 5, caracé risé en ce que les ouvertures de
sortie (14) de l'air à combustion sont dirigées vers le haut et présentent en particulier
la forme de buses (14) avec des fentes transversales et/ou longitudinales (14').
7) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 3, 5 et 6, caractérisé en
ce que les broyeurs de scories (16) présentent la forme d'une pyramide.
8) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 5 à 7, caractérisé en ce
que les broyeurs de scories (16) sont creux pour permettre le passage de l'air à combustion.
9) Dispositif suivant une ou plusieurs des revendications 3 à 3, caractérisé en ce
que le feu à grille comporte un dispositif de répartition et de dosage du combustible
(28) pour le charbon brut séché avec des palettes mobiles rotatives (29) ayant en
particulier la même surface que le feu (7).
10) Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de
répartition et de dosage du combustible (28) est relié au feu par une boîte de combustion
close (30) dont la partie supérieure est séparée de la couche de combustible (31)
par un dispositif de répartition et d'alimentation (28).
11) Dispositif suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif
de répartition et de dosage (28) comporte des palettes à cellules (29) en forme de
croix mues de façon mécanique qui en se déplaçant s'imbriquent les unes dans les autres
en répartissant.