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(11) |
EP 0 052 875 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.02.1986 Patentblatt 1986/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.11.1981 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A47B 88/00 |
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Schublade aus Kunststoff
Plastic drawer
Tiroir en matière plastique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR IT LI NL SE |
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Priorität: |
26.11.1980 DE 3044471
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.1982 Patentblatt 1982/22 |
| (71) |
Anmelder: Düpree, Hans-Werner |
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D-33335 Gütersloh (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Düpree, Hans-Werner
D-33335 Gütersloh (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meldau, Gustav, Dipl.-Ing. et al |
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Vennstrasse 9 D-4830 Gütersloh 1 D-4830 Gütersloh 1 (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schublade aus Kunststoff, bei der die Seitenwände aus
einem Teil bestehen das die Form einer im wesentlichen nach unten hin offenen, außen
und innen glattwandigen Rinne hat sowie aus einem weiteren Teil, das als Rippenleiste
ausgebildet ist, die in ihrem oberen Teil mit senkrecht und quer in der Rinne stehenden
Rippen mit etwa längs verlaufenden Verstärkungsanformungen versehen ist, die auf einer
auf der Rippenleiste befindlichen durchgehenden Leiste angeformt sind, wobei diese
Leiste im unteren Bereich mit einer nach der Seite hin und/oder unten hin offenen
Nut zum Einsetzen von Schubladen-Führungsschienen versehen ist.
[0002] Derartige Schubladen sind aus der DE-A 27 08 167 bekannt. Diese bekannten Schubl
aden sind im wesentlichen einstückig und verlangen daher sehr große, umfängliche und
auch aufwendige Formwerkzeuge. Wegen der einstückigen Herstellung aus Kunststoff muß
für jede Schubladengröße bzw. -abmessung ein anderes neues Formwerkzeug verwendet
werden. Trotz ihrer besonderen und hervorragenden Vorzüge sind daher derartige bekannte
Schubladen nur auf einen bestimmten Markt bzw. Verwendungszweck beschränkt.
[0003] Seit längerer Zeit sind schon leicht zusammensetzbare Schubladen bekannt, die hohle
Wände aufweisen, die aus zwei schalenförmigen Wandteilen mit je einer außen glatten
Wandfläche zusammengesetzt sind, welche Wandteile an den einander zugekehrten Flächen
einstückig angeformte und einander so zugeordnete und gestaltete Stege und Aussparungen
besitzen, daß die Stege in die Aussparungen eingreifen und die Wandteile mittels Wiederhaken
zusammenhalten, bei welchen Schubladen an einer von zwei benachbarten Wänden im Bereich
einer Kante Verbindungszapfen angeordnet sind, die von der Sti rnseite her in den
Hohlraum der anderen Wand sich dort verhakend eingreifen, wobei die Verbindungszapfen
mit einem der Wandteile einstückig ausgebildet sind und wobei eines der Wandteile
der die Verbindungszapfen aufwei senden Wand deren Stirnseiten abdeckende Leisten
besitzt (DEA- 19 57 878). Derartige bekannte Schubladen bestehen aus einer größeren
Anzahl von Einzelteilen. Dafür werden nicht sehr große und umfangreiche Formwerkzeuge
und dementsprechend große Kunststoffspritzmaschinen benötigt. Aufgrund des Aufbaus
dieser bekannten Schubladen aus einer Anzahl von Einzelteilen ist es andererseits
möglich eine wesentlich größere Variationsbreite der Abmessungen der Schubladen durch
Einführung bzw. Änderung nur einzelner Teile auszuführen, beispielsweise besteht die
Rückwand und je nach Ausführung auch die Vorderwand aus einem extrudierten Kunststoffprofil,
das einfach und mit wenig Aufwand herstellbar ist und in beliebiger Länge abgeschnitten
werden kann, so daß die Schubladenbreite dementsprechend beliebig variierbar ist ohne
wesentlichen zusätzlichen Aufwand. Soll die Schubladentiefe verändert werden, so ist
es lediglich erforderlich andere Formwerkzeuge für die entsprechenden Seitenteile
einzusetzen.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt
Schubladen vorzuschlagen, die die wesentlichen Vorteile der beiden bekannten vorbeschriebenen
Schubladenarten miteinander vereinigen unter Vermeidung der genannten Nachteile. Insbesondere
soll bei einer Schubl ade nach der Erfindung die Einstückigkeit vermieden werden,
so daß nur sehr geringer Transport- und Lagerraum nötig wird. Dabei soll die Schublade
nach der Erfindung aus Bauteilen leicht und einfach zusammen zu setzen sein und insbesondere
auch die Möglichkeit zur Fertigung in beliebigen Breiten- und/oder Tiefenabmessungen
bei sehr geringen Formwerkzeug- und Herstellkosten bieten.
[0005] Zur Lösung der Aufgabenstellung ist nach der Erfindung eine Schublade der vorstehend
beschriebenen gattungsgemäßen Art dadurch gekennzeichnet, daß die Rippenleisten als
Abschluß der doppelwandigen Seiten in Form einer Außenschale zur Bildung abgeschlossener,
brettförmiger Profile ausgebldet sind und eine untere, nach innen vorspringende Längskante
aufweisen zur Ausbildung einer Nut zur Aufnahme des Schubladenbodens in Zusammenwirken
mit einer darüber liegenden, nach innen vorspringenden Rippe an der Innenwand der
Außenschale, wobei an der Längskante angeordnete Ausnehmungen zur formschlüssigen
Aufnahme von an der zugeordneten Unterkante der Außenschale nach unten ragenden Zungen
und zumindest am hinteren Ende der Außenschale an einer Abwinkelung angeformte Verbindungszapfen
für die als Kammerprofil ausgebildete Rückwand vorgesehen sind.
[0006] Nach dieser Lösung ist eine besonders geglückte Kombination von Merkmalen erreicht.
Diese Merkmale sind in besonderer Abstimmung und Anpassung aneinander vorgesehen.
Von der erfinderischen Erkenntnis ausgehend, daß die Seitenwände der gattungsgemäßen
Schublade an sich aus zwei Teilen zusammengesetzt sind und daher in ähnlicher Weise
aufgebaut sind wie die Seitenwände einer Schublade nach dem an zweiter Stelle beschriebenen
Stand der Technik, ist es gelungen bei Beibehaltung der Grundidee der gattungsgemäßen
Schublade und damit ihrer besonderen Vorteile die völlig andere Grundidee der an zweiter
Stelle beschriebenen, vorbekannten Schublade, nämlich die Zerlegung in einzelne Bauteile
anzuwenden.
[0007] Durch die besondere Ausbildung einer Schubladenseitenwand nach der Erfindung ist
es nicht nur möglich diesem Bauteil eine hervorragende Festigkeit zu geben, die es
in die Lage versetzt hohen Beanspruchen Stand zu halten; es kann dabei auch die Material-
bzw. Wandstärke der Außenschale verhältnismäßig sehr gering gehalten werden, so daß
das Bauteil aufgrund des geringeren Aufwandes von Einsatzmaterial mit geringeren Kosten
herzustellen ist. Durch die Ausbildung der Außenschale, die einstückig die obere Längskante
und die beiden Außenwandungen bildet, sind Fugen vermieden, die sowohl bei der Herstellung
als insbesondere auch bei der Benutzung nachteilig sind. Durch die Ausbildung der
Nute nahe der unteren Innenkante zum Einsetzen des Schubladenbodens ist sichergestellt,
daß die die Schublade im wesentlichen beanspruchende Belastung, die auf den Schubladenboden
wirkt, auf dem kürzest möglichen Wege auf die Schubladenführungen und damit auf das
Möbelgestell weitergeleitet wird. Die Nute ist aus diesem Grunde durch die beiden,
die Seitenwand bildenden, ineinander gesteckten Teile gebildet und zwar ist die Unterseite
der Nute, auf der der Schubladenboden aufliegt, von der eingesetzten Rippenleiste
gebildet, an der auch die Schubladenführungen angebracht sind. Die obere Begrenzung
der Nute ist an der Außenschale der Seitenwand ausgebildet, so daß hier nur eine einzige
Fuge zwischen dieser glattwandigen Seitenwandschale und dem Boden entsteht, wobei
diese Fuge durch besondere Ausformung des Ubergangs besonders klein und eng und damit
dicht gehalten werden kann. Durch die Anordnung von Verbindungsmitteln entl ang der
gesamten Länge der beiden ineinander zu steckenden Teile wird diese Lage der beiden
Teile zueinander kontrollierbar fixiert, so daß es möglich ist, die beiden Teile miteinander
zu verkleben oder zu verschweißen, durch die Ausbildung der Verbindungsmittel als
formschlüssige Verbindungsmittel kann auf eine solche Verschweißung oder Verklebung
auch verzichtet werden, es wird dadurch auch die Überleitung von Kräften aufgrund
der Belastung des Schubl adenbodens verbessert.
[0008] Nach einer vorteil haften Weiterbildung ist die Nut zum Einsetzen des Schubladenbodens
an ihrer Oberseite von einer zurück springenden Anformung der Außenschale und an ihrer
Unterseite von einer parallel dazu liegenden, an der Rippenleiste angeformten Leiste
gebildet. Bei dieser Ausbildung der Nut ist der Schubladenboden vorteilhaft als Wanne
mit nach außen stehenden Rändern ausgebildet. Dieser als Wanne ausgebildete Schubladenboden
kann auch mit Fachunterteilungen versehen sein.
[0009] Die Ausbildung der Nut zur Aufnahme des Schubladenbodens zwischen den beiden inneren
Unterkanten der Rinnenschale und der Rippenleiste bietet nicht nur die schon vorgenannten
Vorteile, sondern sie läßt sich auch derart ausgestalten, daß eine mit Bauteilen nach
der Erfindung zusammengesetzte Schublade in der Höhe veränderlich ist, indem statt
des plattenförmigen Schubladenbodens eine, vorzugsweise aus Kunststoff tiefgezogene
Wanne eingesetzt wird. Da die Innenwandungen der die Schublade bildenden Bauteile
ohnehin nach unten schräg verlaufen, diese Bauteile also zu ihrem Fußpunkt hin breiter
werden, sind die Seitenwände der anstelle des plattenförmigen Bodens eingesetzten
einstückigen Wanne ebenfalls schräg verlaufend auszubilden. Dies bietet die Möglichkeit,
diese wannenförmigen Teile für Versand und Lagerung raumsparend ineinander zu stapeln.
Die Erfindung bietet also nicht nur die Möglichkeit mit geringem Aufwand die Breite
und bzw. oder die Tiefe von Schubladen zu verändern bei entsprechendem Einsatz geänderter,
einzelner Bauteile, sondern es wird nach Kenntnis des Erfinders erstmalig auch die
Möglichkeit geboten neben diesen Vorteil en die Höhe einer Schublade zu variieren.
[0010] Nach einer vorteilhaften Ausbildungder Erfindung können an dem vorderen Ende der
Außenschale oder an der Rippenleiste Dübel angeformt sein zum Befestigen einer Blende
die aus Holzwerkstoff besteht. Die Verbindungszapfen haben zweckmäßig ein nach der
Waagerechten hin offenes U-Profil. Vorteilhaft ist in dem U- Profil der Verbindungszapfen
ein zu den Schenkeln des U paralleler Stift in der Mitte der Basis des U-Profils angeformt,
der die Schenkel überragt. Diese Stifte können durch Verstifungsrippen zu den U-Schenkeln
und zu der Basis des U-Profils abgestützt sein. Vorteilhaft sind die Stifte in dem
Bereich in dem sie frei aus dem UProfil der Zapfen herausragen, mit einer seitlichen
Schrägfläche versehen, die zum offenen Ender der Zapfen hin liegt. Die auf die Zapfen
aufsteckbaren Ende mit einem Kammerprofil weisen den Stiften zugeordnete Durchbrechungen
ihrer Wand auf.
[0011] Durch die vorstehend beschriebene vorteilhafte Ausbildung der Verbindungsmittel am
vorderen und hinteren Ende der Seitenwände ist eine einfache, sichere und formschlüssige
Verbindung mit den Bauteilen der Querwände gegeben. Wenn die Verbindungszapfen an
einer Abwinklung der Außenschale angeordnet sind, entsteht zwischen den Längswänden
und den Querwänden nur eine einzige Fuge. Die Querwände können, bei Anordnung derartiger
Verbindungen am Vorder- und Hinterende der Seitenwände, aus einem aus Kunststoff extrudierten
Hohlkammerprofil bestehen. Diese Wände können daher eine beliebige Länge hagen, und
daher ist die Schubladenbreite an jedes gewünschte oder vorgeschriebene Maß auf einfache
Weise anpaßbar, ohne daß dazu irgendwelche Formänderungen erforderlich sind. Die in
den Zapfen angeordneten Stifte erlauben es, in Zusammenwirken mit zugeordneten Durchbrechungen
an der Querwänden, die letzteren auf die Zapfen aufzustecken, dabei werden die Enden
der Stifte etwas zurückgebogen und schnappen in die zugeordneten Durchbrechungen ein,
so daß die Querwände schier und einfach formschlüssig gehalten sind, ohne zusätzliche
Maßnahmen. Selbstverständlich ist es möglich, die Querwände auch zusätzlich zu verkleben
oder zu verschweißen. Es kann dadurch eine größere Formstabilität erreicht werden,
und zusätzlich kann erreicht werden, daß inbesondere die Fuge zwischen Querwand und
Abwinklung der Seienwand zum Inneren des Schubkastens hin dicht geschlossen ist.
[0012] Vorteilhaft ist auch an dem vorderen Ende der Außenschale eine Abwinklung angeformt.
An dieser Abwinklung können Verbindungszapfen angeformt sein zum Einsetzen einer Vorderwand
mit KammerProfil. Nach einer anderen Ausführungsform ist die Abwinklung an ihrer senkrechten
Endkante mit einer nach dem Schubladeninneren weisenden Abrundung versehen. Sie bildet
dadurch eine Halbschale. Der Abwinklung an dem vorderen Ende der Außenschale entspricht
dann eine Abwinklung der eingesetzten Rippenleiste, und diese ineinandergreifenden
Abwinklungen von Außenschalt und eingesetzter Rippenleiste sind mit Halterungsöffnungen
für eine Blende versehen.
[0013] Diese Halterungsöffnungen sind zweckmäßig derart ausgebildet, daß an der Außenschale
weite, kreisförmig begrenzte Löcher angeordnet sind und an dem Einsatz an der Abwinklung
der Rippenleiste sind Langlöcher angeordnet, die mit den vorgenannten Löchern fluchten.
Schrauben zum Befestigen der aus Holzwerkstoft bestehenden Schubladenblende werden
durch die beiden Löcher hindurchgesetzt, der Schraubenkopf liegt auf den Langlöchern
auf und hintergreift diese, so daß eine Justierung und Verstellung der Blende gegenüber
der Schublade bzw. zum Ausrichten gegenüber benachbarten Möbelfronten ermaglicht ist.
Selbstverständlich ist es möglich, an dem vorderen Ende der Seitenwände auch andere
bekannte Verbindungsmittel zum Anbringen der Schubladenblendt vorzusehen, insbesondere
solche Verbindungsmittel, die ein Verstellen der Blende nach der Höhe und nach der
Seite und anschließendes Festsetzen ermöglichen.
[0014] Die aus Runststoff spritzgegossenen Teile erfordern den größten Aufwand hinsichtlich
der Formwerkzeuge und der Herstellung. Nach der Erfindung ist der Anteil dieser Bauteile
an einer Schublade gegenüber bisher bekannten Runststoffschubladen erheblich reduziert.
Die Fertigung ist dadurch erheblich kostensparender. Ein weiterer Vorteil hinsichtlich
der Herstellungskosten ergibt sich dadurch, daß sowohl die Breite als auch die Höhe
mit sehr einfachen Maßnahmen in welten Grenzen zu verändern sind, ohne daß es zusätzlicher
oder anderer Formwerkzeuge für Spritzgußtelle bedarf. Mit einem Satz von Spritzguß-Formwerkzeugen
sind nach der Erfindung Bauteile für eine bestimmte Schubladentiete herzustellen,
mit denen sämtliche gewünschten bzw. vorkommenden Schubladenbreiten und -Höhen ausführbar
sind. Da in der Möbelindustrie nur wenige unterschiedliche Schubladentiefen standardisiert
sind, ist mit den Bauteilen nach der Erfindung eine bedeutsame Vereintachung erreicht
und insbesondere auch eine erhebliche Verringerung der allgemeinen Herstellungskosten.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Schublade mit ihren einzelnen Bauteilen,
Fig. 2 die einzelnen Teile eines die Seltenwand bildenden Bautells und einen Teil
einer Rückwand in perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 perspektivische Ansicht eines Teils des oberen Teils der Rippenleiste mit einer
Rippe,
Fig. 4 Seitenansicht entsprechend Fig. 3,
Fig. 5 perspektivische Ansicht der Verbindung an der unteren Innenkante des Bautells
für die Seitenwand,
Fig. 5a Draufsicht entsprechend Fig. 5,
Fig. 6 eine andere Ausführungstorm entsprechend Fig. 5 in perspektivischer Ansicht,
Fig. 6a eine Drautsicht entsprechend Fig. 6,
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 1,
Fig. 8 perspektivische Ansicht der hinteren Eckverbindung,
Fig. 9 perspektivische Ansicht eines Zapfens der Eckverbindung,
Fig. 10 eine Drautsicht auf die Eckverbindung,
Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie XI-XI der Fig. 8,
Fig. 12 eine Frontansicht der vorderen Abwinklung des schalenförmigen Teils,
Fig. 13 einen Schnitt durch die vordere Abwinklung der Rippenleiste,
Fig. 14 einen Schnitt entlang der Linie XIV-XIV der Fig. 12,
Fig. 15 einen Schnitt entsprechend der Fig. 7 für ein anderes Ausführungsbeispiel,
Fig. 16 Frontansicht der vorderen Abwinklung der ineinandergesteckten Teile entsprechend
Fig. 12.
[0016] In der Fig. 1 ist eine Schublade perspektivisch dargestellt, die aus einzelnen Bauteilen
nach der Erfindung susammenzusetzen ist. Dabei sind die einzelnen Bauteile noch nicht
zusammengesteckt. Der besseren Übersicht halber ist die Blende der Schublade weggelassen.
[0017] Die Seitenwände 1 werden mit Zapfen 2 mit der Rückwand 3 verbunden und nehmen in
einer Nut 4, die Rückwand 3 in einer Nut 5 den plattenförmigen Boden 6 auf.
[0018] Die Seitenwände 1 sind perspektivisch in Fig. 2 in auseinandergenommenem Zustand
dargestellt. Sie bestehen aus einem äußeren schalenfördigen Teil 7 und einer von unten
her in die von dem schalenförmigen Teil 7 gebildete Rinne hineinsusteckenden Rippenleiste
8. Auf der Rippenleiste sind im oberen Teil senkrecht und quer zu der Leiste stehende
Rippen 9 angeformt, die mit etwa längs verlaufenden Verstärkungsanformungen 10 versehen
sind. Im unteren Teil der Rippenleiste ist die untere Längskante 11, die teilweise
unterbrochen sein kann, mit Verbindungsmitteln 12 versehen. Auf der Außenseite ist
eine nach der Seite hin offene Nut 13 zum Einsetzen von Schubladen-Führungsschienen
angeordnet. Am hinteren Ende ist die Rippenleiste mit einer Verlängerung für die Führung
versehen, die über die rinnenförmige Schale 7 hinausragt.
[0019] Diese Schale 7 ist an ihrem hinteren Ende mit einer Abwinklung 14 versehen, an der
die Zapfen 2 angeformt sind, diese Abwinklung 14 ist insbesondere auf der Innenseite
mit einer Ausrundung 15 zum Übergang auf die glattwändige Ausbildung der Seite versehen.
An dem vorderen Ende ist die Außenschale 7 mit einer vorderen Abwinklung 16 versehen,
deren Endkante mit einer nach dem Schubladeninneren weisenden Abründung 17 geformt
ist. Die Abwinklung 16 ist nach vorne hin, insbesondere in ihrem oberen Teil fensterförmig
geöffnet zur Aufnahme einer Abwinklyng 18 an dem vorderen Ende der Rippenleiste 8.
An ihrer inneren Unterkante ist die Schale 7 mit einer vcrspringenden Lippe 19 versehen.
Am Fußpunkt der Lippe 19 verläuft die innere Seitenwand nach unten weiter und ist
mit angeformten Zungen 2o versehen, die als Verbindungsmittel in die Verbindungsöffnungen
12 der Rippenleiste eingreifen. Die Verlängerung 21 der inneren Seitenwand 22 der
Außenschale 7 bildet den Grund, die Lippe 19 die obere Begrenzung und die vorstehende
Längskante 11 der Rippenleiste die untere Begrenzung der Nut 4 zum Einsetzen des Schubladenbodens
(Fig. 7).
[0020] Die Rippen, die den oberen Teil der Rippenleiste 8 bilden, sind in den Figuren 3
und 4 im einzelnen dargestellt. Danach sind auf der durchgehenden flachen Oberseite
23 der eigentlichen Leiste die senkrecht und quer zur Leiste verlaufenden Rippen 9
angeformt, die an einer oder an beiden Seiten mit den längs zur Leiste verlaufenden
Verstärkungsanformungen 10 versehen sind. Im dem hier dargestellten Beispiel sind
diese Verstärkungsanformungen etwa dreieckig ausgebildet, sie können jedoch auch beliebige
andere Form haben.
[0021] Die an der unteren Innenkante angeordneten Verbindungsmittel können in Form von Zungen
2o (Fig. 5, 5a) ausgebildet sein, die an die untere Fortsetzung der inneren Seitenwand
22 in gleicher Richtung angeformt sind. Dem entsprechen Ausnehmungen 12 in dem unteren
Abschlußsteg 24 der Rippenleiste 8. Diese Ausnehmungen 12 sind mit einer Durchbrechung
25 im Grundriß pilzförmig ausgebildet. Es kann durch entsprechende, etwas schräg nach
unten zusammenlaufende Ausbildung der Innenwände der Durchbrechung 12 erreicht werden,
daß beim Einsetzen der Zungen 2o die Stege 26 beiderseits des Verbindungsschlitzes
25 elastisch etwas nach außen gedrückt werden, so daß eine reibschlüssige Verbindung
entsteht. Eine Verklebung oder Verschweißung ist an dieser Stelle selbstverständlich
einfach möglich. Durch diese Verbindung wird insbesondere ein Verschieben der Teile
21 und 24, also des Außenteils, der Schale 7 gegenüber der Rippenleiste 8 und umgekehrt
verhindert.
[0022] Bei den Darstellungen der Figuren 5 bis 6a sind die Lippen 19 der Übersichtlichkeit
halber weggelassen.
[0023] Nach den Figuren 6 und 6a ist eine andere Form der Verbindung dargestellt. Hier sind
die Durchbrechungen 12 als rechteckige Löcher ausgeführt, und die Zungen 20 sind in
ihrer Mitte dit einem Schlitz 27 versehen, bis zu ihrem Fußpunkt. Es ist dadurch möglich,
daß die beiden Teile der Zungen etwas elastisch gegeneinander federn können, denn
sie sind an ihren Enden mit nach außen ragenden widerhakenförmigen, vorzugsweise pilzförmig
ausgebildeten, Ansätzen 28 Versehen zum Hintergreifen der Durchbrechungen 12, wie
das in der Fig. 6a besonders deutlich zu erkennen ist. Dadurch wird eine formschlüssige
Verbindung zwischen den Teilen 21 und 24 und damit auch zwischen den schalenförmigen
Teilen 7 und der eingesetzten Rippenleiste 8 erreicht, die in zwei zueinander rechtwinkligen
Richtungen haltbar und formschlüssig ist.
[0024] Die Rippenleiste 8 ist mit einer nach der Seite hin offenen Nut 13 auf ihrer Außenseite
versehen, entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 7. Diese Nut 13 wird
an ihrer Oberseite von einem Steg 29 gebildet, auf dessen Oberseite 23 die Rippen
9 angeformt sind. Der Steg 29 läuft über die gesamte Breite der durch die Außenschale
gebildeten Rinne 30, stößt an seiner Innenkante an die zur Rinne 30 hin liegende Innenseite
der Innenwand 22 der Schale und unterfängt an seiner Außenkante 31 die Unterkante
der Außenwand 32 der Schale.
[0025] Der Grund der Nut 13 wird von einem senkrechten Steg 33 gebildet, der etwa auf der
Mitte des waagerechten Steges 29 nach unten angeformt ist. An diesen Steg 33 ist an
seiner Unterseite ein Steg 34 angeformt, der parallel im Abstand über dem Steg 24
verläuft und mit einem auf der Außenseite ausgebildeten senkrechten Steg 35 und dem
Steg 24 einen Kasten bildet, der von der Verlängerung 21 der Innenwand 22 der Schale
geschlossen ist. Der senkrechte Steg 35 liegt etwa in Verlängerung der Außenwand 32
der Schale.
[0026] Die vorbeschriebene Ausbildung der Seitenwand 8 hat eine nach der Seite offene Nut
13 zum Einsetzen von Führungsschienen, die ihrerseits die unmittelbare Verbindung
dit dem Möbelgestell bilden. Diese Ausbildung ist auch zum Einsetzen eines plattenförmigen
Schubladenbodens 6 in die Nut 4 besonders geeignet.
[0027] Nach einem anderen Ausführungsbeispiel, das in Fig. 15 dargestellt ist, ist die äußere
Seitenwand 32 der Schale weit heruntergezogen bis etwa in Höhe des untersten Steges
24 der Rippenleiste. Der waagerechte Steg 29 der Rippenleiste ist dabei mit seiner
Außenkante 31 von innen gegen einen Vorsprung 36 auf der Innenseite der Außenwand
32 der Schale abgestützt, und die darunter ausgebildete Aufnahme für die Schubladenführung
37 ist nach unten hin offen. Bei dieser Ausbildung sind unterhalb des senkrechten
Steges 33 keine nach außen ragenden Anformungen der Rippenleiste vorhanden, sondern
der Steg 33 setzt sich in dem senkrechten Steg 35 fort. Die in den Zwischenraum zwischen
den Steg 33 und die verlängerte Außenwand 32 eingesetzte Schubladenführung 37 ist
um die Unterkante der Verlängerung der Außenwand 32 herumgeführt und dort an das Möbelgestell
38 angeschlossen. Bei dieser Ausführungsform der Seitenwand 1 ist diese an der Schubladenaußanseite
und deren Innenseite durchgehend bis zum untersten Fußpunkt glattflächig.
[0028] Anhand der Fig. 15 ist auch dargestellt, wie nach einer anderen Weiterbildung die
Nut an der unteren Innenkante der Seitsnwand 1 ausgebildet ist, um anstelle des plattenförmigen
Schubladenbodens 6 eine Wanne 39 aufzunehmen, die die Gesamthöhe des Schubladeninnenraudes
vergrößert. Die Seitenwand der Wanne 39 ist mit einer nach außen stehenden Abwinklung
4o versehen, die zweckmäßig noch einen nach oben ragenden Flansch 41 aufweist. Die
Abwinklung 40 liegt auf der etwas zurückgenommenen Endkante 42 des untersten Steges
24 und ist zwischen dieser Endkante 42 und der Unterkante 43 der inneren Seitenwand
22 der Schale eingeklemmt. Es ist aus der Fig. 15 zu erkennen, daß die Seitenwand
der Wanne 39 mit ihrer Innenfläche in Flucht zu der Innenfläche der Innenwand 22 der
Schale der Seitenwand 1 liegt.
[0029] Die Zapfenverbindung zwischen Seitenwand 1 und Rückwand 3 bzw. Vorderwand wird anhand
der Figuren 8 bis 11 erläutert. An die hintere Abwinklung 14 der Seitenwand 1 sind
an dem schalenförmigen Außenteil Zapfen 2 angeformt, die im Querschmitt U-Profil haben,
das liegend ausgebildet, nach der Außenseite hin offen ist. Die Abmessungen der beiden
Schenkel 44 entsprechen in ihrer Länge den Zuerstegen 45 bzw. dem Boden 46 oder dem
jeweiligen freien Zwischenraum zwischen Außenwand 47 und Innenwand 48 des geschlossenen
Rammerprofils der Rückwand 3, die vorzugsweise als endlos aus Kunststoff extrudiertes
Teil hergestellt und dann auf Länge geschnitten ist.
[0030] In das beschriebene U-Profil der Zapfen 2 sind etwa in der Mitte zwischen den Schenkeln
44 und auch auf halber Längserstreckung stehend, parallel zu den Schenkeln, Stifte
49 angeformt, die die Außenkanten der Schenkel 44 der Zapfen 2 etwa um die Stärke
der Wandung 47 der Rückwand 3 überragen. Diese Stifte 49 sind innerhalb des U-Profils
der Zapfen 2 mit Stegen 50 gegen die Schenkel 44 hin abgestützt und mit Rippen 51
auf die Basis des U-Profils hin abgestützt. Nach dem äußeren Ende der Zapfen 2 hin
sind die Stifte an ihrem freien Ende mit einer Abschrägung 52 versehen. Beim Aufsetzen
des Wandteiles 3 auf die Zapfen 2 werden von der Endkante des Wandteiles 3 die Stifte
49 unter elastischem Nachgeben des freien Endes der Stifte sowie auch der Stege 50
so weit nach hinten gebogen, daß die Wand 3 bis an den Anschlag, die Endwand der Abwinklung
14 geschoben werden kann. An dieser Stelle ist entsprechend der Fig. 11 jedem Stift
eine Durchbrechung 53 in dem Wandungsteil 47 zugeordnet, in das die Stifte 49 einschnappen.
Die Rückwand 3 ist damit formschlüssig und gegen Abgleiten oder Verrutschen gesichert
mit dem Bauteil der Seitenwand verbunden. Die Nut 4 in dem Bauteil 1 und die Nut 5
in des Bauteil 3 zum Einsetzen des Schubladenbodens 6 fluchten damn miteinander und
gehen ineinander über.
[0031] Die Bauteile können derart ausgebildet sein, daß sowohl an der Vorderseite als auch
an der Hinterseite die Seitenteile 1 mit Abwinklungen und Zapfen 2 versehen sind,
so daß eine vierseitige Schublade entsteht, deren zur Ausbildung der Seiten dienende
Bauteile aus schalenförmigen Außenteilen und eingesetzten Rippenleisten, beide in
Spritzguß hergestellt bestehen, während die Vorderund Rückwand 3 aus Kammerprofilen
bestehen, die im Extrusionsverfahren hergestellt sind und auf beliebige,gewünschte
oder vorgeschriebene Länge abgeschnitten sind, so daß sich Schubladen beliebiger Breite
darstellen lassen.
[0032] Nach einer anderen Ausführungsform sind die Seitenteile 1 mit vorderen Abwinklungen
16 versehen, die für die Außenschale in den Figuren 12 und 14 dargestellt sind. Die
Abwinklung 16 hat eine durchgehende Innenwand 54, an der die Lippe 19 angeformt ist,
die die Oberseite der Nut 4 bildet. Die Außenwand bildet einen umlaufenden Flansch
55 an der Außenseite, 56 an der Oberseite und 57 an der Innenseite. Der Flansch 55
endet mit der Unterkante des äußeren Teiles 32 der Außenwand und kann dort mit einem
Haken 58 versehen sein zum weiteren formschlüssigen Verbinden mit der eingesteckten
Rippenleiste 8. Der Haken 58 hintergreift die Außenkante 31 des Quersteges 29 der
Rippenleiste. Die Abwinklung 16 ist weiterhin an ihrer durchgehenden Innenwand 54
mit zwei kreisförmigen Durchbrechungen 59 versehen, die zweckmäßig übereinanderliegen.
Die Abwinklung 18 an der Rippenleiste 8 legt sich beim Einschieben der Rippenleiste
in den schalenförmigen Außenteil 7 hinter die Flanschen 55, 56 und 57 der Abwinklung
16 des schalenförmigen Teils und wird dadurch gesichert. In dieser Abwinklung 18 sind
Langlöcher 6o angeordnet, die mit den Durchbrechungen 59 fluchten und als Widerlager
für Schraubenköpfe von Schrauben dienen, mit denen die Schubladenblende befestigt
wird. Diese Schubladenblende besteht aus Holzwerkstoff und ist entsprechend den üblichen
Möbelwänden ausgebildet. Aufgrund der Anordnung der Langlöcher 60 ist es möglich,
die Schrauben und damit die Blende vor dem endgültigen Festziehen zum Justieren der
Blende gegenüber der Schublade bzw. gegenüber benachbarten Möbelblenden auszurichten.
Wenn die Schraubenschäfte einen geringeren Durchmesser haben als es dem kleinen Durchmesser
der Langlöcher 6o entspricht, ist eine Ausrichtung scwohl nach der Seite als auch
nach der Höhe möglich.
[0033] Die Unterkante 61 der vorderen Abwinklung 18 der Rippenleiste ist mit einer Ausnehmung
versehen. Der Fig. 14 ist schon zu entnehmen, daß unterhalb der Lippe 19 die an den
Seitenwänden ausgebildete Nut nicht vorhanden ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird der Schubladenboden unterhalb der Abwinklungen 16 und 18 und der Lippe 19 durch
die Ausnehmung der Unterkante 61 hindurchgeführt in eine entsprechende Nut, die an
der anzusetzenden Schubladenblende vorgesehen ist, um auch an der Vorderseite Halt
zu bekommen.
1. Schublade aus Kunststoff, bei der die Seitenwände (1) aus einem Teil bestehen,
das die Form einer im wesentlichen nach unten hin offenen, außen und innen glattwandigen
Rinne (30) hat, sowie aus einem weiteren Teil, das als Rippenleiste (8) ausgebildet
ist, die in ihrem oberen Bereich mit senkrecht und quer in der Rinne (30) stehenden
Rippen (9) mit etwa längs verlaufenden Verstärkungsanformungen (10) versehen ist,
die auf einer auf der Rippenleiste befindlichen durchgehenden Leist (29) angeformt
sind, wobei diese Leiste im unteren Bereich (33,34,35) mit einer nach der Seite hin
und/oder unten hin offenen Nut ( 13) zum Einsetzen von Schubladen-führungsschienen
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippenleisten (8) als Abschluß der doppelwandigen
Seiten in Form einer Außenschale (7) zur Bildung abgeschlossener, brettförmiger Profile
ausgebildet sind und eine untere, nach innen vorspringende Längskante (11) aufweisen,
zur Ausbildung einer Nut (4) zur Aufnahme des Schubladen-Bodens (5) im Zusammenwirken
mit einer darüberliegenden, nach innen vorspringenden Lippe (19) an der Innenwand
(22 oder 48) der Außenschale (7), wobei an der Längskante (11) angeordnete Ausnehmungen
(12) zur formschlüssigen Aufnahme von an der zugeordneten Unterkante (21) der Außenschale
(7) nach unten ragenden Zungen (20) und zumindest am hinteren Ende der Außenschale
(7) an einer Abwinklung (14) angeformte Verbindungszapfen (2) für die als Kammerprofil
ausgebildete Rückwand (3) vorgesehen sind.
2. Schublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorspringende Längskank
(11) teilweise unterbrochen ist.
3. Schublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach unten ragenden
Zungen (20) mit Hintergreifungsanformungen (28) vorzugsweise pilzförmig ausgebildet
sind.
4. Schublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (4) zum Einsetzen
des Schubladenbodens (5) an ihrer Oberseite von einer zurückspringenden Anformung
(43) der Außenschale (7) und an ihrer Unterseite von einer parallel dazu liegenden,
an der Rippenleiste (8) angeformten Leiste (24) gebildet ist.
5. Schublade nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schubladenboden
(5) als Wanne (39) mit nach außen stehenden Randern (40) ausgebildet ist.
6. Schublade nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der als Wanne (39) mit nach
außen stehenden Rändern (40) ausgebildete Schubladenboden mit Fachunterteilungen versehen
ist.
7. Schublade nach Anspruch 1 und einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem vorderen Ende der Außenschale (7) oder der Rippenleiste (8) Dübel angeformt
sind zum Befestigen einer Blende, die aus Holzwerkstoff besteht.
8. Schublade nach Anspruch 1 und einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungszapfen (2) ein nach der Waagerechten hin offenes U-Profil haben.
9. Schublade nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem U-Profil der Verbindungszapfen
(2) ein zu den Schenkeln (44) des U paralleler Stift (49) i n der Mitte der Basis
des U-Profils angeformt ist, der die Schenkel überragt.
10. Schublade nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (49) in den
U-profilierten Verbindungzapfen (2) durch Versteifungsrippen (50) zu den U-Schenkeln
(44) und Versteifungsrippen (51) zu der Basis des U-Profils abgestützt sind.
11. Schublade nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (49) in dem
Bereich in dem sie frei aus dem U-Profil der Verbindszapfen (2) herausragen mit einer
seitlichen Schrägfläche (52) versehen sind, die zum offenen Ende der Verbindungszapfen
hin liegt.
12. Schublade nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf die Verbindsungszapfen (2) aufsteckbaren Dückenwände (3) mit einem Kammerprifuk,
den Stiften (49) zugeordnete Durchbrechungen (53) ihrer Wand (47) aufweisen.
13. Schublade nach Anspruch 1 und einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auch an dem vorderen Ende der Außenschale (7) eine Abwinkelung (16) angeformt
ist.
14. Schublade nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß an der vorderen
Abwinkelung (16) der Außenschale (7) Verbindungszapfen (2) angeformt sind zum Einsetzen
einer Vorderwand mit Kammerprofil.
15. Schublade nach Anspruch 1 und einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückwand (3) und die Vorderwand aus einem extrudierten Kunststoffprofil bestehen.
> > 16. Schublad nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß dieAbwinkelung (16)
an ihrer senkrechten Endkante mit einer nach dem Schubladeninneren weisenden Abrundung
(17) versehen ist.
17. Schublade nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwinkelung
(16) an dem vorderen Ende der Außenschale (7) eine Abwinkelung (18) der eingesetzen
Rippenleiste (8) entspricht.
18. Schublade nach Anspruch 1 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die ineinander greifenden
Abwinkelungen ( 16,18) von Außenschale (7) und eingesetzter Rippenleiste (8) mit Halterungsöffnungen
(59,50) für eine Blende versehen sind.
1. Plastic drawer with side walls ( 1) comprising one component in form of a channel
(30) opening essentially downwardly and which is smoothwalled both externally and
internally, and another component being in the form of a ribbed moulding (8), which
is provided at its upper part with ribs (9) which are disposed upright and transversely
in the channel (30), having strengthening formations ( 10) which extend lengthwise
of the channel and which are formed on a continuous strip (29) disposed on the ribbed
moulding (8), which strip is provided at its lower part (33,34,35) with a groove (13)
open towards the side and/ or downwardly for the inserti on of a drawer guide rail,
characterized in that the ribbed mouldings (8) for closing the double-walled sides
are formed as an outer skin (7) constituting complete tray-like profiles and that
they have an inwardly projecting lower longitudinal edge (11) forming a groove (4)
for the reception of the drawer bottom (5) fitting with an above lying inwardly projecting
lip (19) at the inner wall (22 or 48) of the outer skin (7), whereby slots (12), disposed
at the longitudinal edge (11), are provided for the form-locking reception of tongues
(20) projecting downwardly at the associate lower edge (21) of the outer skin (7),
and that at least at the rear end of the outer skin (7) assembling tenons (2) formed
on a part (14) bent in a right angle are provided for the rear wall (3) formed as
chamber profile.
2. Drawer in accordance with claim 1, characterized in that the projecting longitudinal
edge (1 1) is interrupted in parts.
3. Drawer in accordance with claim 1, characterized in that the downwardly projecting
tongues (20) are provided with formations (28) gripping from behind and preferably
mushroom-shaped in form.
4. Drawer in accordance with claim 1, characterised in that the groove (4) for the
insertion of the drawer bottom (5) is formed at its upper side by setting back the
lower edge (43) of the outer skin (7) and at its lower side by a ledge (24) formed
on the ribbed moulding (8) and disposed parallel to said lower edge.
5. Drawer in accordance with claims 1 - 4, characterised in that the drawer bottom
(5) is in the form of a trough (39) with outwardly-offset upright edges (40).
6. Drawer in accordance with claim 5, characterised in that the drawer bottom in the
form of a trough (39) with outwardly-off set upright edges (40) is provided with partitioned
sub-divisions.
7. Drawer in accordance with claim 1 and any one of the following claims, characterised
in that there are formed, at the forward end of the outer skin (7) or of the ribbed
moulding (8), dowels for the fitting of a drawer front which is of wood material.
8. Drawer in accordance with claim 1 and any one of the following claims, characterised
in that the assembling tenons (2) have a U-section open towards the horizontal.
9. Drawer in accordance with claim 8, characterised in that a pin (49) is formed in
the middle of the base of the U of each of the assembling tenons (2), the pin (49)
being parallel to the sides of the U-profile and projecting beyond said sides.
10. Drawer in accordance with cl aim 9, characterised in that the pins in the U-shaped
assembling tenons (2) are propped against the sides (44) of the U by stiffening ribs
(50) and against the base of the U profile by stiffening ribs (51).
11. Drawer in accordance with claim 9, characterised in that the pins (49) are provided
in the part thereof whereat they project freely from the U-shape of the assembling
tenons (2), with a laterally-inclined surface (52) which faces away from the open
end of the assembling tenon.
12. Drawer in accordance with any one of the preceding claims, characterised in that
the rear walls (3) with a compartmented section and which can be plugged over the
assembling tenons (2) have in the side (47) openings (53) associated with the pins
(49).
13. Drawer in accordance with claim 1 and any one of the following claims, characterised
in that a part (15) bent inwardly through a right angle is also formed at the forward
end of the outer skin (7).
14. Drawer in accordance with claim 1 and 13, characterised in that assembling tenons
(2) are formed on the inwardly-bent forward end part (15) of the outer skin (7) for
the fitting of a front wall with a compartmented section.
15. Drawer in accordance with claim 1 and any one of the following claims, characterised
in that the rear wall (3) and the front wall are of an extruded plastics material
in sectional form.
15. Drawer in accordance with claim 13, characterised in that the inwardlybent part
(15) is provided at its vertical end edge with a chamfer (17) facing the drawer interior.
17. Drawer in accordance with claims 1 and 13, characterised in that an inwardly-angled
part ( 18) of the inserted ribbed moulding (8) conforms to the inwardly-bent part
( 15) at the forward end of the outer skin (7).
18. Drawer in accordance with claims 1 and 17, characterised inthat the inter-engaging
parts (15,18) of the outer skin (7) and inserted ribbed moulding (8) are provided
with mounting openings (59,50) for a drawer front.
1. Tiroir en matière plastique, dont les parois latérales (1) consistent en une partie
ayant la forme d'une rigole (30) sensiblement ouverte vers le bas et à paroi extérieurement
et interieurement lisse, ainsi qu'en une autre partie réalisée sous la forme d'une
barrette (8) à nervures pourvue, dans sa région supérieure, de nervures (9) qui s'étendent
verticalement et perpendiculairement dans la rigole (30) et présentent des membrures
de renforcement (10) s'étendant sensiblement dans le sens longitudinal et ménagées
sur un jonc ininterrompu (29) situé sur la barrette à nervures, ce jonc étant doté,
dans sa région inférieure (33, 34, 35), d'une gorge (13) béant vers le côte et/ou
vers le bas en vue de l'insertion de rails de guidage du tiroir, caractérisé par le
fait que les barrettes (8) à nervures sont realisées en tant que fermeture des côtés
à double paroi en forme de coquille externe (7), pour former des profils obtures configurés
en des planches, et présentent une arête longitudinale inferieure (11) en saillie
vers l'intérieur en vue de constituer une gorge (4) pour recevoir le fond (6) du tiroir
en coopérant avec une lèvre sus-jacente (19) en saillie vers l'intérieur sur la paroi
interne (22 ou 48) de la coquille externe (7), des évidements (12) situes sur l'arête
longitudinale (11) étant prevus pour recevoir, par concordance de forme, des languettes
(20) dépassant vers le bas sur l'arête inférieure associée (21) de la coquille externe
(7), et des tenons de liaison (2) ménagés sur un coude (14) étant prévus pour la paroi
postérieure (3) réalisée à profil alvéolaire.
2. Tiroir selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'arête longitudinale
saillante (11) est partiellement interrompue.
3. Tiroir selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les languettes (20)
dépassant vers le bas sont réalisées avec des configurations (28) de venue en prise
par-derrière, de préférence fongiformes.
4. Tiroir selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la gorge (4) pour
l'insertion du fond (6) de ce tiroir est délimitée à sa face supérieure par une configuration
(43) en retrait sur la coquille externee (7) et, à sa face inferieure, par une baguette
(24) qui s'étend parallelement à ladite configuration et est ménagée solidairement
sur la barrette (8) à nervures.
5. Tiroir selon les revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le fond (6)
de ce tiroir est réalisé sous la forme d'une auge (39) à rebords (40) dépassant vers
l'extérieur.
6. Tiroir selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le fond de ce tiroir,
réalisé en tant qu'auge (39) ü rebords (40) dépassant vers l'extérieur, est pourvu
de subdivisions en des compartiments.
7. Tiroir selon la revendication 1 et l'une des revendications suivantes, caractérisé
par le fait que des chevilles sont ménagées à l'extrémité antérieure de la coquille
externe (7) ou de la barrette (8) à nervures, en vue de la fixation d'un panneau consistant
en du bois.
8. Tiroir selon la revendication 1 et l'une des revendications suivantes, caractérisé
par le fait que les tenons de liaison (2) possedent un profil en U béant vers l'horizontale.
9. Tiroir selon la revendication 8, caractérisé par le fait qu'un tourillon (49),
ménagé solidairement dans le profil en U des tenons de liaison (2), au centre de la
base de ce profil en U, est parallele aux branches (44) du U au-delà desquelles il
fait saillie.
10. Tiroir selon la revendication 9, caractérisé par le fait que les tourillons (49)
dans les tenons de liaison (2) profilés en U sont en appui par des membrures de rigidification
(50) contre les branches (44) du U, et par des membrures de rigidification (51) contre
la base du profil en U.
11. Tiroir selon la revendication 9, caractérisé par le fait que, dans la zone dans
laquelle ils dépassent librement du profil en U des tenons de liaison (2), les tourillons
(49) sont munis d'une face latérale biseautée (52) tournée vers l,extrémité ouverte
des tenons de liaison.
12. Tiroir selon l'une des revendications précedentes, caractérisé par le fait que
les parois postérieures (3) à profil alvéolaire pouvant etre emboitees sur les tenons
de liaison (2) présentent,dans leur paroi (47), des orifices,(53) associés aux tourillons
(49).
13. Tiroir selon la revendication 1 et l'une des revendications suivantes, caractérisé
par le fait qu'un coude (16) est également formé à l'extrémité antérieure de la coquille
externe (7).
14. Tiroir selon les revendications 1 et 13, caractérisé par le fait que des tenons
de liaison (2) sont façonnés sur le coude antérieur (16) de la coquille externe (7),
pour l'insertion d'une paroi antérieure ü profil alvéolaire.
15. Tiroir selon la revendication 1 et l'une des revendications suivantes, caractérisé
par le fait que la paroi postérieure (3) et la paroi antérieure consistent en un profil
extrudé en matiere plastique.
16. Tiroir selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le coude (16) est
muni, sur son arete extreme verticale, d'un arrondi (17) orienté vers l'espace interne
du tiroir.
17. Tiroir selon les revendications 1 et 13, caractérisé par le fait qu'un coude (18)
de la barrette (8) à nervures en condition insérée correspond au coude (16) ménagé
à l'extrémité antérieure de la coquille externe (7).
18. Tiroir selon les revendications 1 et 17, caractérisé par le fait que les coudes
(16, 18) mutuellement imbriqués de la coquille externe (7) et de la barrette (8) à
nervures en condition insérée sont munis d'ouvertures de retenue (59, 60) destinées
à un panneau.