| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 053 092 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.06.1984 Patentblatt 1984/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.10.1981 |
|
|
| (54) |
Verfahren zur Herstellung selbsttragender Platten und Bodenplatte
Method of manufacturing self-supporting slabs and floor slab
Procédé de fabrication de dalles autoportantes et dalle
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
24.11.1980 CH 8669/80
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
02.06.1982 Patentblatt 1982/22 |
| (71) |
Anmelder: Steiner Silidur AG |
|
CH-8450 Andelfingen (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Steiner, Alfred
CH-8450 Andelfingen (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Schmid, Rudolf et al |
|
c/o ISLER & SCHMID Patentanwaltsbureau
Walchestrasse 23 8006 Zürich 8006 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung selbsttragender
Platten gemäss dem Gattungsbegriff des unabhängigen Anspruches 1, sowie eine Bodenplatte
nach dem Gattungsbegriff des unabhängigen Anspruches 6.
[0002] Platten zur Abdeckung von Boden- und/oder Gehwegen aus Natursteinen waren gemäss
der AT-B-349 512 auf Verwendung besonders druckfester Gesteine, wie Granit bzw. Gneissschichten
oder besondere Mergel und Kalksteine, die auch in entsprechender, selbsttragender
Schichtdicke anfallen, beschränkt, und diese Natursteine wurden auf eine Betonplatte
geklebt. Die Unterseite der Natursteinschicht musste glatt bearbeitet werden, um eine
dünne Klebstoffschicht zu ermöglichen.
[0003] Spröde Materialien oder dünn geschichtete Materialien, wie Schiefergesteine, aber
auch Kalk und Porphyr, konnten nicht als selbsttragende Platten für Bodenbeläge verwendet
werden. Es war ein besonders vorbereiteter Unterlagsboden notwendig, dies auch für
Fälle, in denen eine selbsttragende Platte ohne zusätzliche Tragschicht verwendbar
wäre.
[0004] Für das Verlegen im Freien auf Boden oder auf Sand könnten auch gut Steine verschiedener
Dicke Verwendung finden. Jedoch in Gebäuden und auf betonierten Unterlagen mussten
entweder die Platten ausgelesen werden oder die gespalteten Platten mussten auf eine
vorgegebene Dicke geschliffen werden, was wegen der zusätzlichen Bearbeitung sehr
teuer ist.
[0005] In der DE-U-1 908 357 ist eine Marmorplatte beschrieben, die bis zu Schichten von
4 mm geteilt sind und auf die eine Betonschicht gegossen wird. Es ist aber bekannt,
dass dies keine sehr gute Haftung ergibt, weshalb solche Platten auch nirgends auf
dem Markt erhältlich sind.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung solcher Platten anzugeben,
mit dem das Spektrum der verwendbaren Gesteine vergrössert werden kann und die Platten
zu einem mit den Betonplatten aus Waschbeton vergleichbaren Preis in den Handel gebracht
werden können.
[0007] Erfindungsgemäss wird dies durch die Merkmale im unabhängigen Anspruch 1 sowie im
unabhängigen Anspruch 6 erreicht.
[0008] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschreiben. In der Zeichnung
zeigen :
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer Platte nach der Erfindung, und
Figur 2 einen Ausschnitt aus einem Querschnitt durch die Platte nach Fig. 1 in vergrössertem
Massstab.
[0009] Eine Gesteinsplatte 1 aus z. B. Penhill-Schiefer, Berdal-Quarzit, Kotah-Kalkstein,
Bidar-Schiefer oder Porphyr, die mit einer ungenügenden Dicke anfällt, wird an deren
Umrisskanten bearbeitet, dass ein Vieleck mit geraden Randlinien entsteht. Vorzugsweise
werden die Platten rechteckig geschnitten. Auf die eine Vieleckfläche wird eine deckende
Schicht 2 eines Zweikomponentenklebers gestrichen und unmittelbar danach, also frisch
auf frisch, wird eine Betonschicht 3 auf die Kleberschicht gebracht.
[0010] Diese Betonschicht wird vorzugsweise aus einem Beton mit einer Körnung von 0 bis
30 mm und einer Qualität von 300 kg Portland-Zement pro m
3 Beton hergestellt.
[0011] Wenn die Gesteinsplatte nicht planparallele Flächen aufweist, kann mit dem Beton
die erforderliche Parallelität zwischen den beiden Flächen hergestellt werden.
[0012] Als Bodenbelag in Häusern kann die Betonschicht mit Durchgangsöffnungen versehen
werden, in die Rohre für die Leitung eines Warmetransportmediums einlegbar sind, bzw.
es könnten direkt Rohrabschnitte eingegossen werden, die einseitig Uebergangssteckmuffen
tragen, um mit Rohren einer benachbarten Platte eine dichte Verbindung zu erlauben.
[0013] Unter Verwendung eines standfesten Betons mit sorgfältig zusammengestelltem Kornaufbau
lassen sich Platten mit einer Dicke herstellen, die für den jeweiligen Verwendungszweck
geeignet ist und ohne weitere Massnahmen z. B. in ein Sandbett verlegt werden können.
1. Verfahren zur Herstellung selbsttragender Platten für die Verlegung im Haus- und
Gartenbau als Boden- und/oder Gehwegplatten, mit einem auf einem formbaren erhärtenden
Material, wie Beton, unter Zwischenlage einer Kleberschicht aufgesetzten Natursteinstück,
dadurch gekennzeichnet, dass Gesteine schichtweise zerteilt und zu vieleckigen Platten
(1) zugeschnitten werden, dass auf eine der beiden unbearbeiteten Flächen des Natursteinstückes
ein inhärent härtender Klebstoff (2) aufgetragen wird, dass auf die frische, unausgehärtete
Klebstoffschicht eine die Plattendicke bestimmende Betonschicht (3) auf den Kleber
(2) aufgetragen wird, und dass darauf der Beton und der Kleber zur Aushärtung gebracht
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestein geschichtetes
Material, wie Penhill-Schiefer oder Bidar-Schiefer ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestein gewachsenes
Material, wie Berdal-Quarzit, Kotah-Kalkstein oder Porphyr ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als inhärent härtender
Klebstoff ein Zweikomponentenkleber verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beton eine Körnung
von 0 bis 3 mm und eine Qualität von 300 kg Portland-Zement pro m3 Beton aufweist.
6. Bodenplatte, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Schicht eines schichtweise teilbaren Natursteinstückes auf ein Vieleck zugeschnitten
ist, und dass die untere Betonfläche parallel zur Sichtfläche der Gesteinsschicht
verläuft.
7. Bodenplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Betonschicht wenigstens
eine Durchgangsöffnung für die Einlage von Heizrohren vorhanden ist.
8. Bodenplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Rohrabschnitte in die
Betonschicht eingebettet sind, deren Oeffnungen in zwei Seiten der Platte münden.
9. Bodenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gesteinsplatten
mosaikartig nebeneinander angeordnet und mit einer gemeinsamen, randbündigen Betonschicht
versehen sind.
1. A method of manufacturing self-supporting slabs for laying as floor slabs and/or
footpath slabs in house building and horticulture, comprising a slab of natural stone
mounted on a mouldable, hardening material such as cement with an adhesive layer interposed
therebetween, characterised in that stones are split into layers and are cut to size
to form polygonal slabs (1), that an inherently hardening adhesive (2) is applied
to one of the two unfinished surfaces of the slab of natural stone, that a layer (3)
of cement determining the thickness of the slab is applied to the fresh, unhardened
layer of adhesive (2), and that the cement and the adhesive are then age-hardened.
2. A method as claimed in claim 1, characterised in that the stone is stratified material
such as Penhill slate of Bidar slate.
3. A method as claimed in claim 1, characterised in that the stone is grown material
such as Berdal quartzite, Kotah limestone or porphyry.
4. A method as claimed in claim 1, characterised in that as two-component adhesive
is used as inherently hardening adhesive.
5. A method as claimed in.claim 1, characterised in that the cement has a grain size
of from 0 to 3 mm and a quality of 300 kg of Portland cement per m3 of concrete.
6. A floor slab manufactured by the method as claimed in claim 1, characterised in
that a layer of a slab of natural stone which can be divided in layers is cut to size
to form a polygon, and that the lower cement surface extends parallel to the exposed
surface of the layer of stone.
7. A floor slab as claimed in claim 6, characterised in that the layer of concrete
incorporates at least one opening for the insertion of heating tubes.
8. A floor slab as claimed in claim 6, characterised in that the portions of tube
are embedded in the concrete layer whose openings open into two sides of the slab.
9. A floor slab as claimed in claim 1, characterised in that a plurality of stone
slabs are disposed adjacent to one another in a mosaic-like manner and are provided
with a common layer of concrete which is flush with the edges thereof.
1. Procédé de fabrication de dalles autoportan- tes pour la pose dans la maison et
le jardin comme dalles de revêtement de sols et/ou de trottoirs, avec un morceau de
pierre naturelle placé sur un matériau durcissant, obtenu par coulée, tel que le béton,
en interposant une couche de colle, caractérisé en ce que les pierres sont décomposées
par couches et découpées en plaques (1) polygonales, que sur l'une des deux faces
non travaillées du morceau de pierre naturelle on applique une colle (2) durcissante,
adhérente, que sur la couche de colle fraîche, non encore durcie, on applique une
couche de béton (3) qui détermine l'épaisseur de la dalle, et qu'ensuite on laisse
durcir complètement le béton et la colle.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la pierre naturelle est
un matériau stratifié comme les ardoises Penhill ou les ardoises Bidar.
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la pierre naturelle est
un matériau de sol naturel, comme le quarzite Berdal, la pierre à chaux Kotah ou le
porphyre.
4. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que on utilise comme colle
durcissante, adhérente, une colle en deux composants.
5. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le béton a une granulométrie
de 0 à 30 mm et un dosage de 300 kg de ciment par m3 de béton.
6. Dalle fabriquée suivant le procédé indiqué dans la revendication 1, caractérisée
en ce que une couche d'un morceau de pierre naturelle divisible par couches est découpée
en polygone, et que la face de dessous du béton est parallèle à la surface visible
de pierre naturelle.
7. Dalle suivant la revendication 6, caractérisée en ce que dans la couche de béton,
il existe au moins un conduit de traversée pour y introduire des tubes de chauffage.
8. Dalle suivant la revendication 6, caractérisée en ce qu'on a incorporé dans la
couche de béton des tronçons de tube dont les ouvertures débouchent dans les deux
côtés de la plaque.
9. Dalle suivant la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs plaques de pierre
sont disposées l'une à côté de l'autre, comme une mosaïque, et sont associées 'à une
couche de béton, commune, venant affleurer les bords.
