| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 053 710 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.01.1986 Patentblatt 1986/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.10.1981 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D06B 19/00 |
|
| (54) |
Vorrichtung zum Veredeln oder Färben, wie Schaumfärben, von einer bahnförmigen Textilware
Apparatus for treating or dyeing, e.g. foam dyeing, of fabrics
Installation pour le traitement ou la teinture, comme la teinture au moyen de mousse,
de tissus
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
04.12.1980 DE 3045644 17.01.1981 DE 3101337
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
16.06.1982 Patentblatt 1982/24 |
| (71) |
Anmelder: Vepa AG |
|
CH-4125 Riehen/Basel (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Fleissner, Heinz, Dr.
CH-4125 Riehen (CH)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Veredeln oder Färben, wie Schaumfärben,
von einer bahnförmigen Textilware, insbesondere polförmiger Ware, mit einem der Warenbahn
zugeordneten Flüssigkeitsauftraggerät und einem diesem nachgeordneten Wärmebehandlungsaggregat,
wie Dämpfer.
[0002] Es ist bekannt, zum Färben von bahnförmiger Ware die Farbe gleichmässig über die
Arbeitsbreite auf das Textilgut aufzugiessen. Mit Hilfe dieser Methode ist zwar eine
sehr gute Uni-Färbung auch bei Polware erzielbar, jedoch ist eine sehr grosse Farbmenge
erforderlich, um auch Polfasern bis zur Wurzel durchzufärben.
[0003] Der Einsatz von bis zu 700%igen Farbmengen, bezogen auf das Gewicht des trockenen
Färbegutes, kann vermindert werden bei Verwendung von geschäumter bzw. aufschäumbarer
Farbflotte. Es ist bekannt, die Farbflotte mit Schaumchemikalien zu versehen und sie
nach mechanischem Aufschäumen in Form einer Schaumschicht auf das Textilgut zu geben,
wo sie beispielsweise mittels Saugzug bis zur Wurzel der Polfasern geführt wird. Wenn
für dieses Färbeverfahren auch weniger Farbe erforderlich ist, so konnte bisher die
Färbequalität nicht befriedigen, weil diese entscheidend von der Schaumzusammensetzung
und von der Bläschenquantität abhängt. Es treten immer wieder Unegalitäten und Streifigkeiten
auf.
[0004] Ein besseres Färben mittels schäumbarer Färbeflotte ist möglich, wenn die Farbe in
Form eines dünnflüssigen, leichter auf der polförmigen Ware verteilbaren Farbflottenfilmes
aufgegeben und dieser erst anschliessend zum Schäumen veranlasst wird. Bei diesem
Verfahren ist die Farbflotte mit Schaumchemikalien zu versehen, sie in bewährter Art
in Form eines dünnen Flüssigkeitfilmes auf das Textilgut aufzugiessen oder sonstwie
aufzugeben und das Textilgut so in den Dämpfer zu fahren, wo aufgrund der Energiezugabe
eine Schaumentwicklung von sich aus entsteht, die die Fasern über ihre ganze Pollänge
netzt.
[0005] Voraussetzung für ein gleichmässiges Färbeergebnis aller Fasern über die Pollänge
ist aber eine gleichmässige Netzung bzw. ausreichende Schaumentwicklung über die Fläche
des Textilgutes.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln, mit der
das Textilgut, einschliesslich des auf das Textilgut aufgegebenen Minimalauftrags,
derart mechanisch behandelt werden kann, dass eine streifenfreie gleichmässige Färbung
oder eine sonstige einwandfreie Veredelung der Fasern der Warenbahn erzielt werden
kann, und zwar infolge einer vollständigen und gleichmässigen Netzung aller Fasern
bzw. durch Erzeugung zumindest teilweise eines Schaumes schon vor Eintritt der Warenbahn
in die Wärmebehandlungsvorrichtung.
[0007] Ausgehend von der Vorrichtung anfangs genannter Art ist zur Lösung der gestellten
Aufgabe vorgesehen, dass dem Flüssigkeitsauftragsgerät eine an der Auftragsseite der
Warenbahn anliegende, angetrieben umlaufende Streich- und Drückvorrichtung nachgeordnet
ist, die mit mehreren Elementen versehen ist, welche unter Druck und einer Relativbewegung
auf die Warenbahn einwirken. Aufgrund dieser den Flor der Warenbahn massierenden Vorrichtung
wird solche mit Schaummitteln versehene und unverschäumte Flüssigkeit vor dem Dämpfer
zum Aufschäumen von innen heraus beeinflusst. Bei auch niedrigstem Benetzungsgrade
zwischen etwa 50-150%, bezogen auf das trockene Gut, wird aufgrund der den Flor komprimierenden
und wieder druckentlastenden, mechanischen Bearbeitung eine vollständige Penetration
der Fasern mit der dünnflüssigen Färbeflotte bewirkt, die gleichzeitig bei jeder Druckentlastung,
aufgrund der dabei angesaugten Luft, im Falle der Zugabe von Schaumchemikalien, zum
Aufschäumen kommt. Eine über die Arbeitsbreite gleichbleibende Anlage der Warenbahn
an der Streich- und Drückvorrichtung ist Voraussetzung für ein streifenlos Färbeergebnis.
[0008] Die Vorrichtung zum Massieren der Florseite nach dem Farbauftragen und vor der Wärmebehandlung
kann unterschiedlich ausgestaltet sein. Jedenfalls ist es notwendig, die Streich-
und Drückvorrichtung intensiv mit dem Flor in Verbindung zu bringen, wozu z.B. ein
Rotor mit einer Vielzahl von am Umfang angeordneten ortsfesten Rundstäben vorgesehen
sein kann, der mehr als 60° von der Warenbahn umschlungen ist.
[0009] Der Rotor sollte angetrieben umlaufen, damit diese Relativbewegung zwischen ihm und
der transportierten Warenbahn entsteht.
[0010] Von derartigen Streich- und Drückvorrichtungen können zur Intensivierung der Behandlung
zwei hintereinander angeordnet sein, zwischen denen zum Umlenken und gleichzeitigen
Transport der Warenbahn eine angetriebene Umlenkrolle angeordnet sein sollte, wodurch
sich eine mäanderförmige, jeweils etwa 120° grosse Umschlingung der jeweiligen Walzen
gibt. Am Auslauf der Massiervorrichtung sollte der Rückseite der Warenbahn eine Vorrichtung
zugeordnet sein, die den Pol vor Einlauf in den Dämpfer erneut aufrichtet.
[0011] Es ist zweckmässig, die Warenbahn beim derartigen Vorbehandeln in einer Weise zu
führen, dass die Polseite nach unten ausgerichtet, jedenfalls gewährleistet ist, dass
die beim Massieren und beim sich anschliessenden Öffnen des Pols sich lösenden Flusen
oder auch der am Rotor sich ansammelnde, nicht gewünschte Schaum vollständig von dieser
entfernt werden kann.
[0012] Bei Versuchen mit einer Flotte mit Schaumchemikalien hatsich herausgestellt, dass
die Schaumentwicklung sehr wesentlich von dem Grad der Anlage der Warenbahn an dem
Rotor und von der Tatsache abhängig ist, dass Luft auf der Polseite nach dem Drücken
angesaugt wird.
[0013] In Ausgestaltung sieht dazu die Erfindung vor, dass über die Länge und parallel zur
Streich- und Drückvorrichtung eine Abdeckeinrichtung gegen diese gehalten ist, zwischen
denen die Warenbahn geführt ist.
[0014] Dieser Massnahme liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die im voluminösen Textilgut
enthaltene Luft möglichst vollständig durch die Streich-und Drückvorrichtung herausgepresst
werden sollte. Beim sich anschliessend ergebenden Aufatmen des Textilgutes bewirkt
die in das Textilgut eingesaugte Luft den Schäumvorgang. Ein möglichst vollständiges
Herausdrücken der zwischen den Fasern bzw. zwischen den Polfasern des Textilgutes
vorhandenen Luft ist möglich, wenn die zusätzliche Abdeckeinrichtung, die mit Druck
gegen die Streich- und Drückeinrichtung gehalten sein sollte, das Textilgut gegen
die z.B. Walzen des Rotors drückt. Dadurch ist ein grösserer Längszug in der Warenbahn,
der diese gegen den Rotor pressen würde, nicht notwendig.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn die Abdeckeinrichtung luftundurchlässig ist. Die Werkstoffwahl
ist beliebig, jedoch ist es zweckmässig, die Abdeckeinrichtung durch ein Stahl-, besser
Kunststoffband mit Gewebeeinlage zu bilden, wobei das Band den Rotor über einen grösseren
Winkel abdecken sollte. Wichtig dabei ist, dass die Andrückkraft gleichmässig über
die Fläche der an dem Rotor liegenden Warenbahn ist. Deshalb dürfen die Stäbe an dem
Rotor sich nicht verbiegen, sie müssen genau zentrisch angeordnet sein, und auch die
Abdeckeinrichtung darf sich nicht ausbeulen. Es ist deshalb günstig, den Rotor aus
einem Zylinder herzustellen, auf dem in Abständen Ringe angebracht sind, an denen
die Stäbe anliegen. Damit sind die Stäbe über ihre Länge geführt, und dennoch ist
der Rotor leicht zu reinigen, ggf. sogar selbstreinigend.
[0016] Es wurde festgestellt, dass lediglich bei Anlage eines luftundurchlässigen Bandes
an den Stäben dieses Band bei längerer Arbeitszeit der Vorrichtung einem erhöhten
Verschleiss ausgesetzt ist, insbesondere deshalb, weil das Band polygonal an dem Rotor
anliegt, also häufigen Biegebeanspruchungen ausgesetzt ist. Dieser Nachteil ist mit
Vorteil vermieden, wenn am Rotor nicht ein Band, sondern eine in sich stabile, dem
Aussenradius der Stäbe des Rotors angepasste zylinderförmige Schale unter radialem
Druck anliegt. In einfacher Weise ist dieser Druck durch das oben beschriebene Band
hergestellt, das an der Rückseite der Schale mit Spannung über einen Winkel von etwa
60° anliegt.
[0017] Andere Ausführungsformen der Streich- und Drückvorrichtung sind denkbar. So kann
beispielsweise die Streich- und Drückvorrichtung statt durch einen Rotor durch ein
endlos umlaufendes Rollenband gebildet sein, das z.B. auf einem Tisch entlang rollt,
der als Abdeckeinrichtung dient.
[0018] In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung
dargestellt. Anhand dieser sollen noch weitere erfinderische Details, die auch in
Kombination von Bedeutung sind, beschrieben werden. Es zeigen:
Figur 1: eine Streich- und Drückvorrichtung, die von der Warenbahn mit nach oben ausgerichtetem
Pol durchlaufen wird,
Figur 2: eine Vorrichtung nach Fig. 1, bei der jedoch die Warenbahn mit nach unten
ausgerichtetem Flor massiert wird.
Figur 3: eine Streich- und Drückeinrichtung mit nur einem Rotor, gegen den ein Andrückband
gehalten ist.
Figur 4: die Vorrichtung nach Fig. 3 mit einer etwa lotrecht verlaufenden Warenbahnführung,
Figur 5: die Vorrichtung nach Fig. 4 mit einem unterschiedlich ausgebildeten Rotor
und einer anderen Flüssigkeitsauftragseinrichtung,
Figur 6: die Flüssigkeitsauftragseinrichtung nach Figur 5 in vergrössertem Massstab
und
Figur 7: eine Flüssigkeitsmesseinrichtung an einer mit Auftragswalze arbeitenden Vorrichtung.
[0019] Mit 1 ist in Figur 1 eine Farbflüssigkeitsauftragsvorrichtung bezeichnet, die nach
dem Aufgiessprinzip arbeitet. Die ggf. mit Schaumchemikalien versetzte Färbeflüssigkeit
wird über ein Rohr 2 in den Behälter eingefüllt und fliesst von dort über eine Überlaufkante
3 gleichmässig über die Arbeitsbreite entlang der Ablaufrakel 4 auf das unmittelbar
darunter herlaufende Textilgut 5. Es sind auch andere Auftragsvorrichtungen an dieser
Stelle denkbar, wozu auf Figur 5 und die zugehörige Beschreibung verwiesen wird. Im
Anschluss an die unterhalb der Abtropfkante der Ablaufrakel 4 angeordnete Umlenkwalze
6 ist nach Figur 1 und 3 ein Rotor 7 etwa in gleicher Höhe angeordnet. Der Rotor wird
von der Warenbahn von unten umschlungen, wodurch die Florseite an die an dem Rotor
vorgesehenen, ortsfesten Rundstäbe 8 gedrückt wird. Zur stärkeren Umschlingung der
Warenbahn durch den Rotor 7 ist nach Figur 1 und 2 im Anschluss daran mit geringem
Abstand eine angetrieben umlaufende Zugwalze 9 vorgesehen, der sich ein zweiter Rotor
10 zur Intensivierung der Behandlung ebenfalls in gleicher Achshöhe anschliesst. Um
den hier wesentlichen gleichmässigen Längszug in der Warenbahn zu erreichen, ist dieser
Massiervorrichtung ein Kompensator 11 vorgeordnet, der die Warenspannung in bekannter
Weise reguliert.
[0020] Der Rotor 7 ist in Richtung des Pfeiles 12 angetrieben, d. h. also in Transportrichtung
der Warenbahn. Der Rotor 10 dagegen läuft entgegengesetzt um, so dass bei gleicher
Umlaufgeschwindigkeit des Rotors 10 eine grössere Relativbewegung zwischen ihm und
der Warenbahn entsteht. Bei einer Warenliefergeschwindigkeit von bis zu 20 m/Min ist
beispielsweise an eine Umdrehungsgeschwindigkeit des Rotors von 80 U/Min. gedacht.
Bei dieser geringen Umlaufgeschwindigkeit werden die Polfasern leicht gedrückt und
wieder entlastet, wodurch zum einen sämtliche Fasern und alle Faserteile mit der Flüssigkeit
genetzt und zum anderen bei jedem Aufatmen ggf. auch die Entwicklung eines Schaumes
beeinflusst wird. Um ev. dabei abtropfende Flüssigkeit bzw. überflüssigen Schaum auffangen
zu können, ist unterhalb der Walzen 6, 7, 9 und 10 eine Auffangwanne 13 angeordnet.
[0021] Vor dem nicht dargestellten, aber sich unmittelbar anschliessenden Dämpfer oder einer
anderen Wärmebehandlungsvorrichtung ist noch eine der Rückseite der Warenbahn 5 zugeordnete
Schlagvorrichtung 14 vorgesehen, die mit hoher Umlaufgeschwindigkeit, nämlich mit
etwa 1000 U/Min., die Rückseite der Schlingenware od.dgl. beaufschlagt, um ein Aufrichten
des vorher ev. klebengebliebenen Flors zu bewirken.
[0022] Die Vorrichtung nach Figur 2 unterscheidet sich gegenüber der nach Figur 1 lediglich
insofern, als dass der Flor der in gleicher Weise mit dem Flüssigkeitsfilm beaufschlagten
Warenbahn beim Massieren nach unten ausgerichtet ist. Dazu ist eine weitere Umlenkwalze
15 unterhalb der Walze 6 vorgesehen, um die die Warenbahn zunächst gelenkt wird, um
dann von der Streich- und Drückeinrichtung in gleicher Ausgestaltung wie nach Figur
1 beaufschlagt zu werden. Insbesondere bezüglich der Schlagvorrichtung 14 ist hier
gewährleistet, dass die sich beim Schlagen lösenden Flusen nach unten fallen und von
der Auffangwanne 13 aufgefangen werden, so dass sie beim Behandeln im Dämpfer und
dem sich dort fortsetzenden Schäumvorgang nicht hinderlich sind. Durch die Umlenkung
der Warenbahn mittels der Walzen 16, 17 ist gewährleistet, dass der Weitertransport
der Warenbahn in dergleichen Richtung erfolgen kann wie beim Zulaufen.
[0023] Die Warenbahn 5 ist mit einem gewissen Längszug um den Rotor 7 zu führen. Dieser
reicht jedoch in den meisten Fällen nicht aus, um die in dem Flor des Textilgutes
enthaltene Luft herauszudrükken, um dadurch bis zu den Florwurzeln einen Schaum aus
der vorher aufgegebenen Flüssigkeit zu entwickeln. Nach Figur 3 umschlingt dazu den
Rotor 7 auf der Unterseite ein z.B. Stahlband 18, das auf der Zulaufseite des Textilgutes
an einem Balken 19 ortsfest befestigt, auf der Ablaufseite zweckmässigerweise über
eine Umlenkwalze 20 geführt und im Anschluss daran über eine Feder oder einen Druckluftzylinder
21 unter regelbarer Spannung gehalten ist.
[0024] Bei der Abdeckeinrichtung 18 ist vorteilhaft, dass mit dieser nicht nur die Warenbahn
5 fest gegen den Rotor 7 gedrückt wird, sondern auch dass der Rücken der Warenbahn
5 luftundurchlässig wird. Dies bewirkt, dass das nach jedem Drükken an dem jeweiligen
Rundstab 8 erfolgende Aufatmen nur auf der Florseite bzw. auf der mit der Flüssigkeit
versehenen Seite ohne Beteiligung der auf der Rückseite der Warenbahn vorhandenen
Luft erfolgt. Dies ist aber nur möglich, wenn die Rückseite der Warenbahn 5 luftundurchlässig
ist, was in einfacher Weise im Moment der Massage der Warenbahn 5 auf der Sichtseite
durch dieses luftundurchlässige Andrückband 18 bewirkt wird. Um einen guten Behandlungseffekt
zu erzielen, muss die Andrückkraft gleichmässig über die Arbeitsbreite verteilt sein.
Es hat sich herausgestellt, dass sich dazu am besten ein Kunststoffband mit Gewebe-Einlage
eignet, da in einem Stahlband ggf. Beulen entstehen können, die nicht wieder durch
kräftiges Strecken herauszuziehen sind.
[0025] Die Darstellung der Vorrichtung in Figur 4 entspricht im wesentlichen der nach Figur
3, jedoch sind die Vorrichtungsteile 22, 7 und 23 in etwa übereinander angeordnet,
wodurch die Vorrichtung nicht nur platzsparend gebaut ist, sondern auch der beim Massieren
an dem Rotor 7 entstehende überflüssige Schaum leichter von der Wanne 13 aufgefangen
werden kann, damit er nicht auf der Warenbahn in unzulässiger Weise kleben bleibt.
Dies hätte nämlich eine ungleichmässige Verteilung des Schaumes auf der Warenbahn
zur Folge. Auch ist die Vorrichtung für die Bedienungsperson in dieser Ausrichtung
der Vorrichtungsteile zueinander leichter einsehbar und besser zu bedienen. Die Drehrichtung
des Rotors hier ist mit Vorteil in der gleichen Richtung wie die Transportrichtung
der Warenbahn 5. Die Umlaufgeschwindigkeit ist schneller als die Bewegung der Warenbahn
vorgesehen. Der an den Stäben 8 haftende Schaum wird beim Aufwärtslaufen abtropfen
und dabei von der Wanne 13 aufgefangen werden.
[0026] Der Rotor 7 kann wie in den Figuren 1-4, besser wie in Figur 5 dargestellt, gebaut
sein, wonach er aus einem Zylinder 24 mit stirnseitigen, ringörmigen Scheiben 25 gebildet
ist, in denen die Rundstäbe 8 mit geringem Abstand von dem Zylinder 24 befestigt sind.
Auf dem Zylinder 24 sind in Abständen exakt gearbeitete Abstandsringe 26 befestigt,
auf denen die Rundstäbe 8 mehrfach über ihre Länge an dem Zylinder 24 abgestützt sind.
Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass der Rotor 7 selbstreinigend ist, obgleich
die Stäbe über ihre Länge mehrfach anliegen und somit eine Durchbiegung der Stäbe
auch über eine grössere Arbeitsbreite verhindert ist. Bei Farbwechsel ist der Rotor
auch leicht zu reinigen, was bei unmittelbarer Anlage der Rundstäbe 8 auf dem und
über die ganze Länge des Zylinders 24 nicht so leicht möglich wäre.
[0027] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 3 bis 5 ist die Andrückeinrichtung
als ein elastisches Band ausgebildet. Dabei ist zwar eine gute Anlage des Textilgutes
an den Stäben 8 gewährleistet, jedoch ist das Band aufgrund der häufigen Biegewechsel
und der Reibung schneller verschlissen. Vorteilhaft in diesem Zusammenhang ist die
Ausbildung der Andrückeinrichtung nach Figur 5', wonach eine verschleissfeste, formstabile,
zylinderförmige Schale 35 an der Stelle 36 gehalten und aufgrund ihrer konzentrischen
Ausbildung an mehreren Stäben 8 anliegt. Die Andrückkraft wird gleichbleibend durch
das Band 18' bewirkt, das an der Stelle 19' befestigt und z.B. durch Gewichtsbelastung
und der dargestellten Umlenkwalze eine radiale Andrückkraft gegen die Schale 35 erzeugt.
[0028] Im Gegensatz zu den Figuren 1-4 ist bei der Figur 5 als Flüssigkeitsauftragsvorrichtung
eine Pflatscheinrichtung 27 dargestellt, mit der leichter eine geringere Flüssigkeitsmenge
auf die Warenbahn 5 gleichmässig aufgetragen werden kann als mit einer nach dem Aufgiessprinzip
arbeitenden. Die Pflatschwalze 28 wird jenseits des oberen Scheitelpunktes - in Drehrichtung
der Pflatschwalze 28 gesehen - von dem unter Längsspannung geführten Textilgut 5 tangiert.
Diese Massnahme ist bei der Übertragung der von der Pflatschwalze 28 in der Wanne
30 aufgenommenen Benetzungsflüssigkeit auf die Warenbahn von wesentlicher Bedeutung,
insbesondere wenn geringe Flüssigkeitsmengen auf das Textilgut gebracht werden sollen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn das Textilgut über die Breite gesehen nicht gleichmässig
gespannt auf der Pflatschwalze aufliegt. Wenn das Textilgut jedoch im abwärts laufenden
Bereich der Pflatschwalze an der Pflatschwalze 28 anliegt, ist ein vollständiger Abstrich
der von der Pflatschwalze aufgenommenen Flüssigkeit gewährleistet, ohne dass beispielsweise
Flüssigkeit entgegen der Drehrichtung der Pflatschwalze 28 wieder zurückläuft oder
sogar ins Bad gelangt.
[0029] Die von der Warenbahn 5 teilweise bedeckte Pflatschwalze 28 taucht in eine um die
Achse 29 schwenkbar gelagerte Wanne 30, die auf der dem Gelenk 29 gegenüberliegenden
Längskante eine Überlaufkante 31 aufweist, über welche die über die Leitung 32 nach
Figur 6 zuviel eingegebene Flüssigkeit ablaufen und über die Leitung 33 wieder abgeführt
werden kann. Um die über die Überlaufkante 31 ablaufende Flüssigkeit aufzufangen,
ist an der Wanne 30 ein Auffangbecken 34 angebracht, in das das Abflussrohr 33 einmündet.
In den Zu- und Ablaufleitungen 32, 33 können Flüssigkeitsmesser die Differenz der
zu- und ablaufenden Flüssigkeit messen und dadurch eine Regelung der beim Netzen notwendigen
Flüssigkeit bewirken.
[0030] Eine bessere Messmethode dervon der Pflatschwalze 28 auf das Textilgut 5 übertragenen
Flüssigkeitsmenge ist mit der Vorrichtung nach Figur 7 gewährleistet. Danach ist die
Pflatschwalze 28 um ein Mass von etwa 20 cm breiter ausgebildet als die Arbeitsbreite
der Warenbahn 5. Die Pflatschwalze ist nur auf der einen Seite der Auftragsvorrichtung
um dieses Mass verlängert. In diesem ausserhalb der Arbeitsbreite vorgesehenen Messbereich
liegt eine Messrakel 37 definierter Breite an der Pflatschwalze 28 an und streift
die von der Pflatschwalze 28 aus dem Bad 30 aufgenommene Flüssigkeit von der Pflatschwalze
ab. Die abgestreifte Flüssigkeit fliesst in den Sammelbehälter 38 und von dort in
ein Ablaufrohr, das gemäss Figur 7 als Siphonrohr 39 ausgebildet ist. indiesemAbiaufrohrkannjetztdievonderPfiatschwalze
abgenommene Flüssigkeit kontinuierlich gemessen und danach die genaue Auftragsmenge
auf das Textilgut festgestellt werden. Das Ablaufrohr ist deshalb als Siphonrohr ausgebildet,
weil in dem aufsteigenden Bereich des Rohres stets Flüssigkeit ohen Luftblasen vorhanden
sein wird, so dass hier eine genaue Mengenmessung mit Hilfe eines induktiven Durchflussmessgerätes
40 möglich ist. Eine solche Vorrichtung ist an einer Produktionsmaschine und auch
an einer Labormaschine anbringbar, so dass die bei Vorversuchen festgelegten Färbebedingungen
ohne Problem auf die Produktionsmaschine übertragen werden können.
[0031] In Figur 6 ist das Zulaufrohr 32 auf der linken Seite und auf der gegenüberliegenden
Seite der Wanne 30 jenseits der Pflatschwalze 28 das Ablaufrohr 33 dargestellt. Diese
Anordnung ist von Bedeutung für das Entfernen von im Bad 30 sich ansammelnden Flusen.
Bei der in Figur 6 dargestellten Anordnung werden die von der Pflatschwalze in das
Bad transportierten Flusen aufgrund der ständig in das Bad zuviel eingegebenen Flüssigkeit
kontinuierlich über die Überlaufkante 31 abtransportiert. Hier ist der Flüssigkeitszulauf
auf der abwärts laufenden Seite der Pflatschwalze 28 von Vorteil, weil dadurch der
beim Eingeben in das Bad ev. entstehende Schaum sich beim Schöpfen der Walze auf der
gegenüberliegenden Seite nicht nachteilig bemerkbar macht.
1. Vorrichtung zum Veredeln oder Färben, wie Schaumfärben von einer bahnförmigen Textilware,
insbesondere polförmiger Ware, mit einem der Warenbahn (5) zugeordneten Flüssigkeitsauftraggerät
(1) und einem diesem nachgeordneten Wärmebehandlungsaggregat, wie Dämpfer, dadurch
gekennzeichnet, dass dem Flüssigkeitsauftraggerät (1) eine an der Auftragsseite der
Warenbahn (5) anliegende, angetrieben umlaufende Streich-und Drückvorrichtung (7,
10) nachgeordnet ist, die mit mehreren Elementen (8) versehen ist, welche unter Druck
und einer Relativbewegung auf die Warenbahn (5) einwirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streich- und Drückvorrichtung
(7, 10) teilweise, vorzugsweise mehr als 60°, von der Warenbahn (5) umschlungen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streich- und
Drückvorrichtung (7) aus einem drehbar gelagerten Rotor gebildet ist, der am Umfang
als diese Elemente eine Vielzahl von ringförmig angeordneten, ortsfesten Stäben (8)
aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor aus einem Zylinder
(24) mit stirnseitig angeordneten ringförmigen Scheiben (25) gebildet ist, deren Aussendurchmesser
grösser als der Durchmesser des Zylinders (24) ist, und an denen die Stäbe (8) mit
geringem radialen Abstand zum Zylinder (24) befestigt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (24) über
seine Länge Distanzringe (26) aufweist, an denen die Stäbe (8) formschlüssig anliegen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei dieser
Streich- und Drückvorrichtungen (7, 10) in gleicher Achshöhe hintereinander angeordnet
sind und zwischen diesen ebenfalls in gleicher Achshöhe eine Umlenkwalze (9) zur mäanderförmigen
Führung der Warenbahn angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise die erste
der Streich- und Drückvorrichtungen in Transportrichtung, die andere entgegen der
Transportrichtung der Warenbahn (5) angetrieben umlaufen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkwalze (9) als
angetriebene Zugwalze ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Flüssigkeitsauftraggerät (1) ein Warenspannungskompensator (11) vorgeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb
der Streich- und Drückvorrichtung eine Auffangwanne (13) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss
an die die Auftragsseite der Warenbahn bearbeitende Streich- und Drückvorrichtung
(7, 10) auf der Rückseite der Warenbahn eine mit z. B. hoher Geschwindigkeit umlaufende
Schlag- und Rüttelvorrichtung (14) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Polseite
beim Umlaufen der Streich- und Drück- und auch der Schlagvorrichtung nach oben ausgerichtet
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Polseite
beim Umlaufen der Streich- und Drück- und auch der Schlagvorrichtung nach unten ausgerichtet
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahn
(5) beim Umlaufen der Streich- und Drückvorrichtung etwa lotrecht geführt ist (Fig.
4, 5).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-14, dadurch gekennzeichnet, dass über die
Arbeitslänge der Streich- und Drückvorrichtung (7) und parallel zu dieser eine Abdeckeinrichtung
(18) gegen die Streich- und Drückvorrichtung (7) gehalten ist, zwischen denen die
Warenbahn (5) geführt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
(18) mit Druck (21) gegen die Streich- und Drückvorrichtung (7) gehalten ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
(18) luftundurchlässig ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15-17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
(18) als Stahlband ausgebildet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
(18) als Kunststoffband mit Gewebe-Einlage ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 15-19, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
als in sich stabile, dem Radius des Rotors angepasste zylinderförmige Schale (35)
ausgebildet ist, die mit Druck an dem Rotor geführt ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Rückseite der
Schale (35) ein Band (18') unter Spannung anliegt.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14-18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
(18) den Rotor teilweise umschlingt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15-17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckeinrichtung
als eine Art Tisch ausgebildet ist, gegen den als Streich- und Drückvorrichtung ein
endlos umlaufendes Rollenband geführt ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-23, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsauftragseinrichtung
(2) mit einer von der Flüssigkeit überlaufenden Ablaufrakel 94) versehen ist, deren
Ablaufkante in inmittelbarem Abstand von dem Pol der Warenbahn (5) endet.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-23, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsauftragseinrichtung
als Pflatscheinrichtung (27) ausgebildet ist, deren Flüssigkeitsauftragswalze (28)
unten in die in einer Wanne (30) eingegebene Flüssigkeit eintaucht und oben von der
Warenbahn (5) teilweise umschlungen ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (30) zur
Regelung der Auftragsmenge schwenkbar gelagert ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (30)
mit einer Überlaufkante (31) und daran anschliessend mit einem Ablaufrohr (33) versehen
ist, dem zur Messung der ablaufenden Flüssigkeit ein Messgerät zugeordnet ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass an der Flüssigkeitsauftragswalze
(28) ausserhalb der eigentlichen Arbeitsbreite eine Messrakel bestimmter Breite anliegt
zur Abnahme der in dieser Breite von der Walze transportierten Flüssigkeit, und dass
der Messrakel (37) ein Ablaufrohr (38) und diesem ein Messgerät (10) zugeordnet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufrohr
als Siphonrohr (39) augebildet und diesem das Messgerät (40) zugeordnet ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Messgerät (40)
dem Bereich des Siphonrohres (39) zugeordnet ist, in dem die Flüssigkeit aufsteigt.
31. Vorrichtung nach Anspruch 27-30, dadurch gekennzeichnet, dass das Messgerät als
induktiver Durchflussmesser (40) ausgebildet ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahn jenseits
des Scheitelpunktes der Flüssigkeitsauftragswalze (28) - in ihrer Drehrichtung gesehen
- und damit in ihrem abwärts laufenden Bereich schräg von oben nach unten ausgerichtet
auf der Flüssigkeitsauftragswalze (28) unter einer Längsspannung zur Anlage kommt.
33. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszulaufleitung
(32) auf der der Überlaufkante (31) gegenüberliegenden Seite der Wanne (30), getrennt
durch die Flüssigkeitsauftragswalze (28), angeordnet ist.
1. Device for processing or dyeing, such as foam-dyeing, a web-like textile article,
more especially an article with a pile, including a fluid coating apparatus (1) associated
with the textile web (5) and having a heat-treatment unit, such as an autoclave, disposed
at the outlet end of said fluid coating apparatus, characterised in that a rotatably
driven spreading and pressing device (7, 10), which abuts against the coated side
of the textile web (5), is disposed downstream of the fluid coating apparatus (1)
and is provided with a plurality of components (8) which act upon the textile web
(5) by pressure and a relative movement.
2. Device according to claim 1, characterised in that the textile web (5) is partially
looped around the spreading and pressing device (7, 10), and is preferably looped
therearound over more than 60°.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the spreading and pressing
device (7) is formed from a rotatably mounted rotor which has on its periphery, as
the components, a plurality of annularly disposed, stationary rods (8).
4. Device according to claim 3, characterised in that the rotor is formed from a cylinder
(24) having annular discs (25) disposed on its end face, the outer diameter of said
discs being greater than the diameter of the cylinder (24), and the rods (8) are secured
to said discs at a slight radial distance from the cylinder (24).
5. Device according to claim 4, characterised in that the cylinder (24) has spacer
rings (26) along its length, and the rods (8) abut against said spacer rings in a
form-fitting manner.
6. Device according to one of claims 1-5, characterised in that two of these spreading
and pressing devices (7, 10) are disposed one behind the other at the same axial height,
and a guide roller (9) for the meander-like guidance of the textile web is likewise
disposed between said spreading and pressing devices at the same axial height.
7. Device according to claim 6, characterised in that the first of the spreading and
pressing devices is preferably rotatably driven in the direction of transport, and
the other spreading and pressing device is preferably rotatably driven in a direction
which is opposite the direction of transport of the textile web (5).
8. Device according to claim 6, characterised in that the guide roller (9) is a driven
feed roller.
9. Device according to one of the preceding claims, characterised in that a tension
compensator (11) for the article is disposed upstream of the fluid coating apparatus
(1).
10. Device according to one of claims 1-7, characterised in that a collecting trough
(13) is disposed beneath the spreading and pressing device.
11. Device according to one of claims 1-10, characterised in that, following the spreading
and pressing device (7, 10), which processes the . coated side of the textile web,
a beating and shaking device (14) is disposed on the rear side of the textile web
and rotates, for example, at a high speed.
12. Device according to one of claims 1-11, characterised in that the pile side is
upwardly orientated during rotation of the spreading and pressing device and also
during rotation of the beating device.
13. Device according to one of claims 1-11, characterised in that the pile side is
downwardly orientated during rotation of the spreading and pressing device and also
during rotation of the beating device.
14. Device according to one of claims 1-11, characterised in that the textile web
(5) is guided approximately vertically during rotation of the spreading and pressing
device (Figs. 4 and 5).
15. Device according to one of claim 1-14, characterised in that a cover means (18)
is held in position against the spreading and pressing device (7) over the working
length of the spreading and pressing device (7) and extends parallel thereto, the
textile web (5) being guided between said spreading and pressing device and said cover
means.
16. Device according to claim 15, characterised in that the cover means (18) is held
in position against the spreading and pressing device (7) by pressure (21).
17. Device according to claim 15 or 16, charac- . terised in that the cover means
(18) is impermeable to air.
18. Device according to claims 15-17, characterised in that the cover means (18) is
a steel band.
19. Device according to claim 15, characterised in that the cover means (18) is a
plastics band with a fabric insert.
20. Device according to claims 15-19, characterised in that the cover means is an
inherently stable, cylindrical shell (35) which is adapted to the radius of the rotor
and is guided on the rotor by pressure.
21. Device according to claim 20, characterised in that a band (18') abuts against
the rear side of the shell (35) by tension.
22. Device according to one of claims 14-18, characterised in that the cover means
(18) partially loops around the rotor.
23. Device according to one of claims 15-17, characterised in that the cover means
is a type of table, towards which an endlessly rotating roller belt is guided as a
spreading and pressing device.
24. Device according to one of claims 1-23, characterised in that the fluid coating
apparatus (1) is provided with a discharge wiper (4) which extends beyond the fluid
and has a discharge edge which terminates in the immediate spacing from the pile of
the textile web (5).
25. Device according to one of claims 1-23, characterised in that the fluid coating
apparatus is a slop apparatus (27), the fluid coating roller (28) of which plunges
with its lower end into the fluid which is contained in a through (30), and the fabric
web (5) partially loops around the upper end of said roller.
26. Device according to claim 25, characterised in that the trough (30) is pivotably
mounted in order to regulate the amount of coating.
27. Device according to claim 25 or 26, characterised in that the trough (30) is provided
with an overflow edge (31) and, connected thereto, a discharge pipe (33) which has
a measuring apparatus associated therewith for measuring the outgoing fluid.
28. Device according to claims 24 to 26, characterised in that a measuring wiper of
a predetermined width abuts against the fluid coating roller (28) outside of the actual
working width in order to remove the fluid which has been conveyed in this width by
the roller, and in that a discharge pipe (38) is associated with the measuring wiper
(37), and a measuring apparatus (10) is associated with said discharge pipe.
29. Device according to claim 27 or 28, characterised in that the discharge pipe is
a siphon tube (39), and the measuring apparatus (40) is associated with said siphon
tube.
30. Device according to claim 29, characterised in that the measuring apparatus (40)
is associated with the region of the siphon tube (39) in which the fluid rises.
31. Device according to claims 27-30, characterised in that the measuring apparatus
is an inductive flow meter (40).
32. Device according to claim 25, characterised in that the textile web beyond the
zenith of the fluid coating roller (28) -when viewed in its direction of rotation
- and hence in its downwardly extending region is orientated diagonally from top to
bottom and abuts against the fluid coating roller (28) by longitudinal tension.
33. Device according to claim 25 or 27, characterised in that fluid supply line (32)
is disposed on the side of the trough (30) which lies opposite the overflow edge (31),
separated by the fluid coating roller (28).
1. Dispositif destiné à l'apprêt ou à la teinture, en particuler à la teinture par
mousse, d'un produit textile se présentant en nappe ou bande, notamment d'un produit
textile présentant un poil, à l'aide d'un appareil d'apport de liquidé (1) prévu sur
le trajet de la nappe de produit textile (5) et d'un groupe de traitement thermique,
tel qu'un groupe d'appareils évaporateurs, prévu en aval de l'appareil d'apport de
liquide, le dispositif étant caractérisé en ce qu'en aval de l'appareil d'apport de
liquide (1), il est prévu un dispositif de frottement et de pression (7,10), à rotation
commandée, qui s'applique à la face d'apport de teinture de la nappe ou bande de produit
textile (5) pour l'humidification du produit, dispositif qui est muni de plusieurs
éléments (8) destinés à agir sous pression et par un mouvement relatif sur la nappe
de produit textile (5).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de frottement
et de pression (7, 10) est embrassé en partie, avantageusement sous un angle de plus
de 60°, par la nappe de produit textile (5).
3. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 1 et2, caractérisé en ce
que le dispositif de frottement et de pression (7) est constitué par un rotor monté
de façon à pouvoir tourner, qui est muni à la périphérie d'une série de barres fixes
(8), montées en anneau, qui représentent les éléments précités.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le rotor est constitué
par un cylindre (24) qui est muni aux extrémités de plateaux annulaires (25) dont
le diamètre externe est supérieur à son propre diamètre et auxquels les barres (8)
sont fixées de façon qu'elles se trouvent à faible distance radiale du cylindre (24).
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le cylindre (24) est
muni sur la longueur d'anneaux de maintien à distance (26), auxquels les barres (8)
sont appliquées par adaptation de formes.
6. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
qu'il comporte deux dispositifs de frottement et de pression (7, 10) du genre indiqué
plus haut, qui sont prévus l'un derrière l'autre à la même hauteur axiale et en ce
qu'entre ces deux dispositifs de frottement et de pression (7, 10), il est prévu,
également à la même hauteur axiale, un cylindre de renvoi (9), qui est destiné à guider
la nappe de produit textile suivant un trajet sinueux.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est avantageusement
prévu que le premier des dispositifs de frottement et de pression tourne dans le sens
qui correspond au sens du transport de la nappe de produit textile (5) et que l'autre
dispositif de frottement et de pression tourne dans le sens opposé au sens du transport
de la nappe de produit textile.
8. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le cylindre de renvoi
(9) est prévu sous la forme d'un cylindre de traction commandé.
9. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'il comporte un compensateur de tension du produit textile (11), qui est monté
en amont de l'appareil d'apport de liquide (1).
10. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce
qu'il est prévu une cuvette collectrice (13) en dessous du dispositif de frottement
et de pression.
11. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce qu'à la suite du ou des dispositifs de frottement et de pression (7, 10), qui traitent
le côté d'apport de liquide de la nappe de produit textile, il est prévu, au côté
d'envers de la nappe de produit textile, un dispositif à effet de battement et de
secousse (14), qui tourne par exemple à vitesse élevée.
12. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en
ce qu'au cours de la rotation du dispositif de frottement et de pression, de même
qu'au cours de la rotation du dispositif à effet de battement, le côté poil de la
nappe de produit textile est dirigé vers le haut.
13. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en
ce qu'au cours de la rotation du dispositif de frottement et de pression, de même
qu'au cours de la rotation du dispositif à effet de battement, le côté poil de la
nappe de produit textile est dirigé vers le bas.
14. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en
ce qu'au cours de la rotation du dispositif de frottement et de pression, la nappe
de produit textile est guidée à peu près verticalement (figures 4 et 5)..
15. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en
ce que sur la longueur de travail du dispositif de frottement et de pression (7) et
parallèlement à cette longueur, il est prévu un élément de couverture (18) qui est
maintenu contre le dispositif de frottement et de pression (17), la nappe de produit
textile (5) étant guidée entre cet élément de couverture (18) et le dispositif de
frottement et de pression (7).
16. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que l'élément de couverture
(18) est maintenu sous l'effet d'une pression (exercée en 21) contre le dispositif
de frottement et de pression (7).
17. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 15 et 16, caractérisé en
ce que l'élément de couverture (18) est imperméable à l'air.
18. Dispositif suivant les revendications 15 à 17, caractérisé en ce que l'élément
de couverture (18) est prévu sous la forme d'une bande d'acier.
19. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que l'élément de couverture
(18) est prévu sous la forme d'une bande de matière synthétique comprenant une insertion
de tissu.
20. Disposition suivant les revendications 15 à 19, caractérisé en ce que l'élément
de couverture est prévu sous la forme d'une coque cylindrique stable (35) s'adaptant
au rayon du rotor, coque cylindrique qui suit, avec effet de pression, la forme du
rotor.
21. Dispositif suivant la revendication 20, caractérisé en ce qu'une bande (18') est
appliquée sous tension à la face dorsale de la coque (35).
22. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 14 à 18, caractérisé en
ce que l'élément de couverture (18) embrasse en partie le rotor.
23. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 15 à 17, caractérisé en
ce que l'élément de couverture est prévu sous la forme d'un élément semblable à une
table, contre lequel une bande de rouleaux tournant sans fin est guidée en tant que
dispositif de frottement et de pression.
24. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en
ce que l'appareil d'apport de liquide (1) est muni d'une racle d'écoulement (4) au-dessus
de laquelle le liquide s'écoule, racle d'écoulement dont le bord d'écoulement se termine
au voisinage immédiat du poil de la nappe de produit textile (5).
25. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en
ce que l'appareil d'apport de liquide est prévu sous la forme d'un dispositif de teinture
au foulard (27), dont le rouleau d'apport de liquide (28) plonge, par sa partie se
présentant vers le bas, dans le liquide contenu dans une cuvette (30) et est embrassé
partiellement, en sa partie se présentant vers le haut, par la nappe de produit textile
(5).
26. Dispositif suivant la revendication 25, caractérisé en ce que la cuvette (30)
est montée de telle sorte qu'elle puisse basculer en vue du réglage de la quantité
de liquide d'apport.
27. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 25 et 26, caractérisé en
ce que la cuvette (30) est munie d'un bord de trop-plein (31), qui est suivi d'un
conduit d'écoulement (33), auquel il est adjoint un appareil de mesure destiné à la
mesure de la quantité de liquide qui s'écoule.
28. Dispositif suivant les revendications 24 à 26, caractérisé en ce qu'au rouleau
d'apport de liquide (28), à l'extérieur de la largeur de travail proprement dite,
s'applique une racle de mesure de largeur déterminée, qui est destinée à enlever le
liquide transporté sur cette largeur par le rouleau, et en ce qu'à la racle de mesure
(37), il est adjoint un conduit d'écoulement (38), auquel est adjoint un appareil
de mesure (40).
29. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 27 et 28, caractérisé en
ce que le conduit d'écoulement est prévu sous la forme d'un conduit en siphon (39)
et en ce que l'appareil de mesure (40) est adjoint à ce conduit en siphon.
30. Dispositif suivant la revendication 29, caractérisé en ce que l'appareil de mesure
(40) est monté de telle sorte qu'il se trouve dans la zone du conduit en siphon (39)
dans laquelle le liquide s'élève.
31. Dispositif suivant les revendications 27 à 30, caractérisé en ce que l'appareil
de mesure est prévu sous la forme d'un appareil de mesure de passage à induction (40).
32. Dispositif suivant la revendication 25, caractérisé en ce que la nappe de produit
textile, au-delà du point de sommet de la course de rotation du rouleau d'apport de
liquide (28) - vu dans le sens de la rotation - et, par conséquent, dans la partie
de course de descente de ce rouleau, dans laquelle elle est dirigée en oblique du
haut vers le bas, est en contact avec le rouleau d'apport de liquide (28), sous une
tension exercée sur elle dans le sens longitudinal.
33. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 25 et 27, caractérisé en
ce que le conduit d'amenée de liquide (32) est prévu au côté de la cuvette (30) qui
est opposé à celui où se trouve le bord de trop-plein (31), dont il est séparé par
le rouleau d'apport de liquide (28).