[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung in einem Münzprüfer gemäss dem Obergegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine Schaltungsanordnung dieser Art ist aus der DE-A 2 159 599 bekannt. Bei ihr wird
eine die Verstärkung bestimmende Gegenkopplung des Verstärkers eines Oszillators bei
der Münzprüfung auf einen ersten, vorgegebenen Toleranzgrenzwert, bei dem eine annehmbare
Münze die Oszillatorschwingungen zum Aussetzen bringt, und auf einen zweiten, vorgebebenen
Toleranzgrenzwert eingestellt, bei dem eine annehmbare Münze die Schwingungen nicht
zum Aussetzen bringt. Ein Münzannahmesignal erfolgt dementsprechend, wenn die Oszillatorschwingungen
beim ersten Toleranzgrenzwert ausetzen und beim zweiten Toleranzgrenzwert wieder einsetzen.
[0003] Weil die Verstärkungs- bzw. Rückkopplungswerte, bei denen die Oszillatorschwingungen
aus- bzw. einsetzen nicht nur von den Münzeigenschaften sondern auch von den jeweiligen
Bedingungen, z. B. der Temperatur, der Alterung der Schaltungsteile, sowie weterer
Einflüsse, wie Metallrückstände in einem verschmutzten Münzkanal, abhängen, konnte
man bei der bisherigen Schaltungsanordnung die Toleranzgrenzwerte nicht entsprechend
den Grenzwerten des Leitfähigkeitsbereichs annehmbarer Münzen festlegen. Sonst wären
annehmbare Münzen infolge geänderter Bedingungen nicht angenommen worden. Man hat
deshalb einen verhältnismässig grossen Toleranzbereich vorgegeben und den Nachteil
in Kauf genommen, dass auch nicht annehmbare Münzen oder münzartige Körper, deren
Leitfähigkeit sich nur wenig von derjenigen annehmbarer Münzen unterscheidet, angenommen
werden.
[0004] Bei einem aus der US-A3749220 bekannten Münzprüfer anderer Art, bei dem die zu prüfende
Münze einen Zweig einer Brückenschaltung beeinflusst, hat man schon vorgeschlagen,
ein der Temperatur ausgesetztes Referenzelement am anderen Zweig anzuordnen. Damit
lassen sich aber nur Temperaturänderungen und keine anderen Einflüsse kompensieren.
[0005] Aus der FR-A 2 408 183 war es ferner bekannt, die Münzen dadurch zu prüfen, dass
die in Form von typischen Kurven vorgegebenen Toleranzgrenzen durch eine Programmsteuervorrichtung
schrittweise abgetastet und mit der von einem Oszillator erzeugten Ausgangsspannung
verglichen werden. Auch durch diese kompliziertere Schaltungsanordnung lassen sich
die im Zusammenhang mit der DE-A 2159 599 erläuterten Nachteile nicht vermeiden.
[0006] Die Erfindung, wie sie in den Asnprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, die
Münzprüfung von den Aedderungen der äusseren Bedingungen und Einflüsse, wie zum Beispiel
der Temperatur, der Alterung der Schaltungsteile und der Verschmutzung des Münzkanals,
unabhänzig zu machen.
[0007] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass der Toleranzbereich der Münzprüfung genau auf die Eigenschaften annehmbarer Münzen,
insbesondere genau auf den zulässigen Leitfähigkeitsbereich beschränkt werden kann,
also keine zusätzlichen Toleranzen für die Aenderung äusserer Parameter vorgesehen
werden müssen. Die Erfindung stellt sicher, dass jegliche Aenderung aller die Prüfung
beeinflussender Parameter kompensiert wird.
[0008] Der Schwingkreis der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung kann selbsterregt sein,
d. h. zusammen mit dem Verstärker einen Oszillator bilden. Er kann aber auch induktiv
oder kapazitiv an einen Oszillator oder eine andere Fremdquelle gekoppelt sein, wobei
die zu prüfende Münze das Kopplungsfeld beeinflusst und der Verstärker die von dieser
Beeinflussung abhängige Schwingkreisspannung verstärkt.
[0009] Im folgenden werden anhand der beiliegenden Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen :
Figur 1 eine Schaltungsanordnung in einem Münzprüfer und
Figur 2 eine Variante eines Schaltungsteils der Anordnung nach Fig. 1.
[0010] Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung ist der Ausgang 1 eines Operationsverstärkers
2 mit dessen Rückkopplungseingang 3 durch einen Rückkopplungspfad 4 und 5 verbunden,
an den ein Schwingkreis 6, 7 angeschlossen ist. Durch das Feld der Schwingkreisspule
6 führt ein (nicht dargestellter) Münzkanal. An einem Gegenkopplungseingang 8 des
Operationsverstärkers 2 liegt ein Teil der Ausgangsspannung desselben, der an einem
Spannungsteiler abgegriffen ist. Der Spannungsteiler besteht aus einem zwischen den
Ausgang 1 und den Eingang 8 geschalteten, festen Widerstand 9 und einem oder mehreren
der Widerstände 11 bis 18, die durch Beaufschlagung eines bzw. mehrerer der Schalttransistoren
21 bis 28 in den Spannungsteiler geschaltet werden können. Der Widerstandswert des
Spannungsteiler-Teil-widerstandes 11 bis 18, an dem die Gegenkopplungsspannung abgegriffen
ist, ist in 255 Stufen veränderbar. Die Schalttransistoren 21 bis 28 sind durch eine
Programmsteuervorrichtung 29 einzeln und in Kombinationen beaufschlagbar, wodurch
255 verschiedene Gegenkopplungsgrade einstellbar sind. Der diesbezügliche Teil des
Programms ist - wie weiter unten näher beschriben - so, dass sämtliche 255 oder ausgewählte
Verstärkungsgrade in zunehmender (oder abnehmender) Folge schrittweise nacheinander
eingestellt werden. Ein Komparator 30 vergleicht das Ausgangsignal des Verstärkers
2 mit einer Vergleichsspannung am Ausgang 31 eines Spannungsstabilisators 32. Der
Blindwiderstand eines zwischen den Widerstand 9 und die Widerstände 11 bis 18 geschalteten
Kondensators 33 ist klein gegenüber einem parallel geschalteten Entladewiderstand
34.
[0011] Ein Eichwiderstand 35 ist mittels eines Transistors 36 parallel zum Schwingkreiskondensator
7 schaltbar. Der Widerstand 35 hat, wenn er durch Beaufschlagung des Transistors 36
parallel zum Schwingkreis 6, 7 geschaltet ist, dieselbe Wirkung wie eine Münze 37
einer bestimmten annehmbaren Sorte im Spulenfeld 6. Zweckmässig wird dazu aus den
verschiedenen Münzsorten diejenige bestimmt, welche, eine mittlere Dämpfung des Schwingkreisses,
bezogen auf den durch sämtliche Münzen gegebenen Dämpfungsbereich, bewirkt. Der Widerstand
35 ist klein gegenüber einem Widerstand 38, über den die stabilisierte Gleichspannung
am Ausgang 31 zum Verstärkereingang 3 geführt ist.
[0012] Die Programmsteuervorrichtung 29 hat einen Speicher 39 mit zwei Speicherteilen, nämlich
einem Festwertspeicher 49 (ROM oder REPROM) und einem Schreib-/Lese-Speicher 59 (RAM),
sowie ein Rechenwerk 69.
[0013] Im Festwertspeicher 49 sind ein Normalwert der Verstärkung sowie für jede annehmbare
Münzsorte zwei vorbestimmte Toleranzgrenzwerte der Verstärkung gespeichert, die im
folgenden als Normalgrenzwerte bezeichnet werden. Als Verstärkungswerte sind die die
Verstärkung bestimmenden Widerstandswerte des Spannungsteiler-Teilwider-standes 11-18,
an dem die Gegenkopplungsspannung abgegriffen ist, gespeichert. Die Speicherung erfolgt
jeweils zusammen mit einem Codewort, das angibt, welche der Transistoren 21 bis 28
leitend und welche nicht leitend sind.
[0014] Der Normalwert der Verstärkung wird unter Normalbedingungen (Temperatur, Betriebsspannung)
und ohne dass eine Münze im Feld der Spule 6 liegt, wie folgt bestimmt: Zunächst wird
der Widerstand 35 durch Beaufschlagung des Transistors 36 parallel zum Schwingkreis
6, 7 geschaltet. Darauf beaufschlagt die Programmsteuerung 29 die Transistoren 21
bis 28 so, dass der Teilwiderstand 11 bis 18 beginnend mit dem kleinsten der 255 Widerstandswerte
(alle Transistoren 11-18 beaufschlagt) stufenweise heraufgezetzt wird. Beim kleinsten
Widerstandswert ist die Gegenkopplung minimal, die Verstärkung also maximal und der
Oszillator 2, 6, 7 schwingt. Der Komparator 30 liefert im Takt der oberen Halbwelle
der oszillatorschwingungen Impulse an die Programmsteuerung 29. Im Zuge der schrittweisen
Erhöhung des Teilwiderstands 11 bis 18 wird eine Widerstandsstufe erreicht, bei der
die Oszillatorschwingungen infolge des heraufgesetzten Gegenkopplungsgrads bzw. der
herabgesetzten Verstärkung abklingen. Sobald die Schwingungsamplitude am Ausgang 1
kleiner als die Vergleichsspannung (der Schwellwert) am Ausgang 31 ist, setzen die
periodisch vom Komparator 30 abgegebenen Impulse aus. Der Widerstandswert dieser erreichten
Widerstandsstufe 11 bis 18 wird als Normalwert der Verstärkung im Festwertspeicher
49 gespeichert.
[0015] Wie erwähnt, sind für jede annehmbare Münzsorte zwei Normalgrenzwerte der Verstärkung
im Festwertspeicher 49 gespeichert. Diese werden ähnlich wie der Normalwert der Verstärkung
bestimmt: Zuerst wird der Transistor 36 gesperrt, so dass der Widerstand 35 nicht
zum Schwingkreis 6, 7 geschaltet ist. Darauf wird eine Münze der annehmbaren Sorte
in das Feld der Spule 6 gebracht. Unter Normalbedingungen wird dann in derselben Weise
wie bei der Bestimmung des Normalwerts der Verstärkung der Teilwiderstand 11 bis 18
stufenweise erhöht, bis die Widerstandsstufe erreicht ist, bei der die Oszillatorschwingungen
aussetzen. Als Normalgrenzwerte der Verstärkung werden dann zwei Werte des Teilwiderstands
im Festwertspeicher 49 gespeichert, deren einer um eine Toleranz kleiner und deren
anderer um eine toleranz grösser als der Widerstand der erreichten Widerstandsstufe
ist. Die Toleranzen werden zwecks strenger Prüfung genau entsprechend dem zulässigen
Toleranzbereich annehmbarer Münzen der betreffenden Sorte bemessen. Die Normalgrenzwerte
der Verstärkung können auch bestimmt werden, indem jeweils eine die untere und eine
die obere Grenze des Toleranzbereichs der Münzsorte repräsentierende Münze in das
Feld der Spule 6 gebracht und der Widerstandswert des Teilwiderstands 11 bis 18 bestimmt
wird, bei dem die Oszillatorschwingungen aussetzen.
[0016] Die Schaltungsanordnung wird durch ein Signal eines am Eingang des Münzkanals angeordneten
(nicht dargestellten) Münzdetektors in Betrieb gesetzt. Beim Auftreten dieses Signals
beaufschlagt die Programmsteuerung 29 den Transistor 36, der den Widerstand 35 parallel
zum Schwingkreis 6, 7 schaltet. Darauf löst die Programmsteuerung 29 die im folgenden
beschriebenen Vorgänge eines ersten Programmteils aus, die beendet werden, bevor die
eingeworfene Münze in das Feld der Spule 6 gelangt: der Teilwiderstand 11 bis 18 wird
beginnend mit dem kleinsten Widerstandswert stufenweise heraufgesetzt, bis die Widerstandsstufe
erreicht ist, bei der die Oszillatorschwingungen aussetzen. Wennandere als die Normalbedingungen
herrschen, ist der dieser Stufe entsprechende Wert des Teilwiderstands 11 bis 18 nicht
gleich dem im Festwertspeicher 49 gespeicherten Normalwert. Vielmehr ergibt sich dann
eine Abweichung. Das Rechenwerk 69 bestimmt das Verhältnis dieses Werts des Teilwiderstands
zum Normalwert und multipliziert die im Festwertspeicher 49 gespeicherten oberen und
unteren Normalgrenzwerte der einzelnen Münzsorten mit diesem Verhältnis. Dadurch werden
unter den herrschenden Bedingungen massgebende obere und untere Grenzwerte für die
Münzahnnahme erhalten. Zu jedem so erhaltenen oberen Grenzwert wird die nächste über
ihm liegende, zu jedem unteren die nächste unter ihm liegende Widerstandsstufe als
oberer und unterer, korrigierter Toleranzgrenzwert der betreffenden Münzsorte für
die Münzprüfung im RAM-Speicher 59 gespeichert. Im folgenden werden diese korrigierten
Toleranzgrenzwerte als Sollgrenzwerte bezeichnet. Der Transistor 36 wird darauf gesperrt.
Damit ist der erste Teil des Programs beendet.
[0017] Der zweite Programmteil - die eigentliche Münzprüfung - wird ausgelöst, sobald die
Münze 37 in das Feld der Spule 6 gelangt. Die Auslösung kann entweder eine vorbestimmte
Zeit nach dem Signal des Münzdetektors oder durch einen unmittelbar vor der Spule
6 angeordneten Münzdetektor erfolgen. Bei diesem zweiten Programmteil werden entweder
a) die im Speicher 59 gespeicherten Sollgrenzwerte der Widerstandsstufen oder
b) sämtliche 255 Widerstandsstufen von unten nach oben durchlaufen.
[0018] Im Falle a) gehört die Münze dann zu einer annehmbaren Münzsorte, wenn der oszillator
2, 6, 7 beim unteren Sollgrenzwert einer Münzsorte schwingt und beim oberen Sollgrenzwert
derselben Münzsorte nicht schwingt. (Der untere Sollgrenzwert ist der kleinere Widerstandswert,
er bewirkt einen grösseren Verstärkungsgrad).
[0019] Im Falle b) gehört die Münze dann zu einer annehmbaren Münzsorte, wenn die Widerstandsstufe,
bei der die Oszillatorschwingungen aussetzen, zwischen dem unteren und oberen Sollgranzwert
einer Münzsorte liegt.
[0020] Die Prüfung im Falle a) hat den Vorteil, dass sie wesentlich rascher erfolgt als
im Falle b).
[0021] Bei der beschriebenen Ausführungsform schwingt der Oszillator 2, 6, 7 im Ruhezustand
und der Teilwiderstand 11 bis 18 wird stufenweise erhölt. Selbstverständlich könnte
der Oszillator im Ruhezustand auch nicht schwingen und der Teilwiderstand beginnend
mit dem grössten Widerstandswert (bzw. dem grössten gespeicherten Sollgrenzwert) stufenweise
herabgesetzt werden, bis die Widerstandsstufe erreicht ist, bei der die Oszillatorschwingungen
einsetzen. Dabei würde die Verstärkung also nicht stufenweise herabgesetzt sondern
heraufgesetzt.
[0022] Die Schaltungsanordnung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1
durch den über strichpunktierten Linie gezeichneten Schaltungsteil. Dabei entfällt
der Rückkopplungsfad 4, 5 und der Operationsverstärker 2 ist durch eine ein sekundäres
Koppelglied bildende Spule 41 induktiv mit der ein primäres Koppelglied bildenden
Spule 42 eines Wechselstromgenerators (bzw. Oszillators) 43 gekoppelt. Die Münze 37
gelangt dabei in das Kopplungsfeld zwischen den beiden Spulen 41, 42 und ändert den
Kopplungsgrad. Das übertragene Signal gelangt über einen Kondensator 44 zum Verstärkereingang
3. Der Komparator 30 vergleicht die Amplitude des Ausgangssignals der Verstärkers
2 mit der Vergleichsspannung am Ausgang 31 und gibt im Takt der oberen Halbwelle des
übertragenen und verstärkten Wechselstromsignals Signale an die Programmsteuerung
29, bis die Signalamplitude bei einer entsprechenden Verringerung des Kopplungsgrads
die Vergleichsspannung (den Schwellwert) unterschreitet. Im übrigen arbeitet die Schaltungsanordnung
nach Fig. 2 entsprechend der Schaltungsanordnung nach Fig. 1: Im Festwertspeicher
49 ist ebenfalls ein Normalwert der Verstärkung gespeichert. Zur Bestimmung dieses
Normalwerts wird bei freiem Kopplungsfeld und parallel zur Spule 41 geschalteten Widerstand
35 der Teilwiderstand 11 bis 18 beginnend mit dem kleinsten Widerstandswert stufenweise
heraufgesetzt, bis die Widerstandsstufe und damit der Verstärkungsgrad erreicht ist,
bei der die Amplitude des Ausgangssignals des Verstärkers 2 gleich der Vergleichsspannung
am Ausgang 31 ist oder diese unterschreitet. Als Normalwert der Verstärkung ist dann
der Widerstandswert der erreichten Widerstandsstufe gespeichert. Ebenso sind für jede
Münzsorte zwei vorbestimmte Normalgranzwerte der Verstärkung bzw. des Teilwiderstandes
11 bis 18 gespeichert, zwischen denen die Amplitude des Ausgangssignals des Verstärkers
2 bei einer annehmbaren Münze 37 die Vergleichsspannung annimmt. Die Münzprüfung ist
dann ebenfalls analog der oben beschriebenen, indem die Programmsteuerung 29 vor der
Münzprüfung den Teilwiderstand 11 bis 18 schrittweise heraufsetzt, bis die Ausgangssignalamplitude
des Verstärkers 2 die Vergleichsspannung annimmt oder unterschreitet. Das Rechenwerk
69 multipliziert dann den Quotienten aus dem so erhaltenen Wert des Teilwiderstands
11 bis 18 und dem Normalwert mit den im Festwertspeicher 49 für jede Münzsorte gespeicherten
unteren und oberen Normalgrenzwerten. Zu jedem so berechneten unteren und oberen Grenzwert
werden die nächste unter und über ihm liegende Widerstandsstufe als unterer und oberer
Sollgrenzwert der betreffenden Münzsorte im RAM-Speicher 59 gespeichert. Bei der Münzprüfung
wird der Teilwiderstand 11 bis 18 dann ebenfalls stufenweise heraufgesetzt. Wird er
über sämtliche 255 Widerstandsstufen heraufgesetzt, so wird ein Münzannahmesignal
dann abgegeben, sofern die Ausgangssignalamplitude der Verstärkers 2 die Vergleichsspannung
am Ausgang 31 dann annimmt, wenn der Wert der dabei erreichten Widerstandsstufe zwischen
den beiden Sollgrenzwerten liegt. Werden nur die im RAM-Speicher 59 gespeicherten
Sollgrenzwerte der Widerstandsstufen von unten nach oben durchlaufen, so wird ein
Münzannahmesignal abgegeben, wenn die Amplitude des Verstärkerausgangssignals beim
kleineren der beiden Widerstandssollgrenzwerte einer Münzsorte die Vergleichsspannung
überschreitet und beim grösseren unterschreitet. Selbstverständlich könnte der Teilwiderstand
auch beginnend mit dem grössten Widerstandswert stufenweise herabgesetzt werden.
[0023] Die Genauigkeit der Münzprüfung hängt bei den beschriebenen Ausführungsformen von
keinerlei äusseren Einflüssen ab, sie ist lediglich durch die Anzahl der durch die
Widerstände 11 bis 18 einstellbaren Verstärkungswerte beschränkt. Dabei wird schon
durch eine geringfügige Erhöhung der Anzahl der Widerstände 11 bis 18 (und der entsprechenden
Schalttransistoren 21-28) eine erhebliche Vergrösserung der einstellbaren Verstärkungswerte
und damit der Genauigkeit erzielt.
[0024] Grundsätzlich könnten die Widerstände 11 bis 18 natürlich statt in den Gegenkopplungspfad
auch in den Rückkopplungspfad des Oszillators geschaltet sein. Der Vorteil der Anordnung
im Gegenkopplungspfad besteht aber darin, dass die Güte des Schwingkreises nicht beeinflusst,
wird, was für eine genaue, selektive Münzprüfung wesentlich ist.
[0025] Die Steuerung der Verstärkung könnte statt durch die Widerstände 11 bis 18 auch durch
Kondensatoren erfolgen.
[0026] Statt der in Fig. 1 dargestellten Oszillatorschaltung 2, 6, 7 mit einem Schwingkreis
6, 7 könnte auch eine Oszillatorschaltung mit zwei gekoppelten Schwingkreisen vorgesehen
werden, in deren Kopplungsfeld die Münzegelangt. Dabei könnte die Schaltung auch so
ausgeführt sein, dass die oszillatorschwingungen einsetzen, wenn eine annehmbare Münze
in das Spulenfeld gelangt.
[0027] Ferner sind bei der Ausführungsform nach Fig. 2 statt der induktiven Koppelglieder
41, 42 auch Kapazitive Koppelglieder möglich, deren elektrisches Feld durch die Münze
beeinflusst wird.
[0028] Der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene, erste Programmteil kann verkurzt werden,
indem die stufenweise Heraufsetzung des Teilwiderstands 11 bis 18 statt mit dem kleinsten
Widerstandswert mit einem grösseren Widerstandswert beginnt, der so gewählt ist, dass
die Oszillatorschwingungen auch bei extremsten Bedingungen (Temperatur. stark verschmutzter
Münzkanal) noch nicht aussetzen.
[0029] Ferner können bereits bei der Herstellung der Münzprüfer für die ganze Münzprüferserie
vorbestimmte Normalgrenzwerte sowie ein vorbestimmter Normalwert der Verstärkung (bzw.
des Teilwiderstands 11 bis 18) in den ROMs 49 gespeichert werden. Beim im Zusammenhang
mit Fig. 1 erläuterten, ersten Programmteil wird in der dort beschriebenen Weise der
Wert des Teilwiderstands 11 bis 18 bestimmt, bei dem die Oszillatorschwingungen aussetzen,
wenn der Widerstand 35 parallel zum Schwingkreis 6, 7 geschaltet ist und keine Münze
im Spulenfeld 6 ist. Das Rechenwerk 69 bestimmt in diesem ersten Programmteil lediglich
die Differenz zwischen diesem Wert und dem vorbestimmten, im ROM 49 gespeicherten
Normalwert und speichert diese Differenz als Korrekturwert in RAM 59. (Es werden also
noch keine Sollgrenzwerte berechnet). Im zweiten Porgrammteil bestimmt das Rechenwerk
69 nacheinander sämtliche Sollgrenzwerte, indem es zu den im ROM 49 gespeicherten,
worbestimmten Normalgrenzwerten jeweils den im ram 59 gespeicherten Korrekturwert
addiert. Unmittelbar nach jeder Berechnung eines Sollgrenzwerts wird die entsprechende
Widerstandsstufe 11 bis 18 eingestellt und in der oben beschriebenen Weise festgestellt,
ob die Oszillatorschwingungen aussetzen.
1. Schaltungsanordnung in einem Münzprüfer, mit einem von der zu prüfenden Münze (37)
beeinflussten Schwingkreis (6, 7 ; 41, 44), dessen Schwingungen von einem Verstärker
(2) verstärkt werden, und einer auf dessen Verstärkung einwirkenden Programmsteuervorrichtung
(29) mit einem Speicher (39), in dem je zwei Toleranzgrenzwerte der Verstärkung für
jede zu prüfende Münzsorte einprogrammiert sind, wobei ein Münzannahmesignal erfolgt,
wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers (2) beim einen Toleranzgrenzwert einer Münzsorte
grösser und beim anderen kleiner ist als ein Schwellwert, dadurch gekennzeichnet,
dass im Speicher (39) ein Normalwert der Verstärkung gespeichert ist, bei dem die
Ausgangsspannung den Schwellwert unter- bzw. überschreitet, wenn der Schwingkreis
(6, 7 ; 41, 44) unbeeinflusst ist, und die Programmsteuervorrichtung (29) vor jeder
Münzprüfung durch schrittweise Aenderung der Verstärkung denjenigen Verstärkungswert
bestimmt, bei dem die Ausgangsspannung den Schwellwert unter- bzw. überschreitet,
und aus dem Verhältnis des so bestimmten Verstärkungswerts zum Normalwert und den
beiden Toleranzgrenzwerten jeder Münzsorte je zwei korrigierte Toleranzgrenzwerte
der Verstärkung bildet, wobei bei der eigentlichen Münzprüfung, bei der die Münze
(37) den Schwingkreis (6, 7 ; 41, 44) beeinflusst, die Verstärkung erneut schrittweise
geändert wird, entweder entsprechend den korrigierten Toleranzgrenzwerten oder in
anderen Schritten, wobei das Münzannahmesignal im ersteren Fall erfolgt, wenn die
Ausgangsspannung beim einen korrigierten Toleranzgrenzwert einer Münzsorte grösser
und beim anderen kleiner als der Schwellwert ist, und im letzteren Fall, wenn die
Verstärkung, bei der die Ausgangsspannung den Schwellwert unter- bzw. überschreitet,
zwischen den beiden korrigierten Toleranzgrenzwerten einer Münzsorte liegt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Widerstand
(35) mittels eines Schalttransistors (36) an den Schwingkreis (6, 7 ; 41, 44) schaltbar
ist, dieser Widerstand (35) so bemessen ist, dass er annähernd dieselbe Dämpfung des
Schwingkreises (6, 7 ; 41, 44) bewirkt wie eine annehmbare Münze (37), und der im
Speicher (39) gespeicherte Normalwert der Verstärkung der Wert ist, bei dem die Ausgangsspannung
den Schwellwert unter- bzw. überschreitet wenn der Widerstand (35) an den Schwingkreis
(6, 7 ; 41, 44) geschaltet ist, und dass der Widerstand (35) vor jeder Münzprüfung
bei der schrittweisen Aenderung der Verstärkung an den Schwingkreis (6, 7 ; 41, 44)
geschaltet und während der eigentlichen Münzprüfung nicht zugeschaltet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere
Widerstände (11-18) oder Kondensatoren durch je einen von der Programmsteuervorrichtung
(29) gesteuerten Schalttransistor (21-28) einzeln und in Kombinationen parallel zueinander
in einen Gegenkopplungspfad des Verstärkers (2) schaltbar sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
an den Ausgang (1) des Verstärkers (2) ein mit der Programmsteuervorrichtung (29)
verbundener Schwellwertdetektor (30) angeschlossen ist.
1. A circuit arrangement for a coin tester, with an oscillatory circuit (6, 7 ; 41,
44) which is influenced by the coin (37) that is to be tested and the oscillations
of which are amplified by an amplifier (2), and a programme control device (29) which
acts on the amplification thereof and which has a store (39) in which are programmed
two tolerance limiting values for the amplifications for each kind of coin that is
to be sorted, in which respect a coin acceptance signal ensues when the output voltage
of the amplifier (2) in the case of the one tolerance limiting value of one kind of
coin is greater and in the case of the other is smaller than a threshold value, characterised
in that stored in the store (39) is a normal value of the amplification at which the
output voltage falls below or exceeds respectively the threshold value when the oscillatory
circuit (6, 7 ; 41, 44) is uninfluenced, and the programme control device (29), prior
to each coin testing by gradual changing of the amplification, determines that amplification
value at which the output voltage falls below or exceeds respectively the threshold
value, and from the ratio of the thus determined amplification value to the normal
value and the two tolerance limiting values of each kind of coin forms two corrected
tolerance limiting values each of the amplification, in which respect upon the actual
coin testing upon which the coin (37) influence the oscillatory circuit (6, 7 ; 41,
44) the amplification is gradually changed afresh, either in accordance with the corrected
tolerance limiting values or in other steps, in which respect the coin acceptance
signal ensues in the first case when the output voltage in the case of the one corrected
tolerance limiting value of one kind of coin is greater and in the case of the other
is smaller than the threshold value, and in the latter case when the amplification
at which the output voltage falls below or exceeds respectively the threshold value
lies between the two corrected tolerance limiting values of one kind of coin.
2. A circuit arrangement according to claim 1, characterised in that a resistor (35)
is connectable by means of a switching transistor (36) to the oscillatory circuit
(6, 7 ; 41, 44), this resistor (35) is so dimensioned that it brings about approximately
the same damping of the oscillatory circuit (6, 7 ; 41, 44) as an acceptable coin
(37), and the normal value stored in the store (39), of the amplification is the value
at which the output voltage falls below or exceeds respectively the threshold value
when the resistor (35) is connected to the oscillatory circuit (6, 7 ; 41, 44), and
in that the resistor (35) prior to each coin testing upon the gradual changing of
the amplification is connected to the oscillatory circuit (6, 7 ; 41, 44) and during
the actual coin testing is not connected thereto.
3. A circuit arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that several
resistors (11-18) or capacitors are switchable by a respective switching transistor
(21-28) controlled by the programme control device (29), individually and in parallel
combinations with one another into a feedback path of the amplifier (2).
4. A circuit arrangement according to one of claims 1 to 3, characterised in that
connected to the output (1) of the amplifier (2) is a threshold value detector (3)
which is connected to the programme control device (29).
1. Circuit pour l'examen de pièces de monnaie, comportant un circuit oscillant (6,
7 ; 41, 44) influencé par la monnaie (37) devant être examinée et dont les oscillations
sont amplifiées par un amplificateur (2), ainsi qu'un dispositif (29) de commande
de programme, qui agit sur l'amplification de cet amplificateur et présente une mémoire
(39) dans laquelle deux valeurs limites de tolérance de l'amplification sont respectivement
programmées pour chaque type de monnaie devant être examiné, un signal d'acceptation
de monnaie étant délivré lorsque la tension de sortie de l'amplificateur (2) est plus
grande qu'une valeur de seuil en présence de l'une des valeurs limites de tolérance
d'un type de monnaie et plus petite que cette valeur de seuil en présence de l'autre
valeur limite, caractérisé par le fait qu'une valeur normale de l'amplification est
stockée dans la mémoire (39), valeur en présence de laquelle la tension de sortie
dépasse négativement ou positivement la valeur de seuil lorsque le circuit oscillant
(6, 7 ; 41, 44) n'est pas influencé et le dispositif (29) de commande de programme
détermine avant chaque examen de monnaie, par une variation par pas de l'amplification,
la valeur de l'amplification en présence de laquelle la tension de sortie dépasse
négativement ou positivement la valeur de seuil, et forme deux valeurs limites respectives
corrigées de tolérance de l'amplification à partir du rapport de la valeur de l'amplification
ainsi déterminée à la valeur normale et des deux valeurs limites de tolérance de chaque
type de monnaie, l'amplification, au cours de l'examen de monnaie proprement dit lors
duquel la monnaie (37) influence le circuit oscillant (6, 7 ; 41, 44), étant de nouveau
modifiée par pas soit d'une manière correspondant aux valeurs limites de tolérance
corrigées, soit selon d'autres pas, le signal d'acceptation de monnaie étant délivré,
dans le premier cas, lorsque la tension de sortie est plus grande que la valeur de
seuil en présence de l'une des valeurs limites de tolérance corrigées d'un type de
monnaie et plus petite que cette valeur de seuil en présence de l'autre valeur limite
et, dans le tout dernier cas, lorsque l'amplification en présence de laquelle la tension
de sortie dépasse négativement ou positivement la valeur de seuil se situe entre les
deux valeurs limites de tolérance corrigées d'un type de monnaie.
2. Circuit selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'une résistance (35)
peut être raccordée au circuit oscillant (6, 7; 41, 44) au moyen d'un transistor de
commutation (36), cette résistance (35) étant calculée de façon qu'elle provoque approximativement
la même atténuation du circuit oscillant (6, 7 ; 41, 44) qu'une monnaie acceptable
(37) et que la valeur normale de l'amplification stockée dans la mémoire (39) soit
la valeur en présence de laquelle la tension de sortie dépasse négativement ou positivement
la valeur de seuil lorsque ladite résistance (35) est raccordée audit circuit oscillant
(6, 7 ; 41, 44) ; et par le fait que la résistance (35) est raccordée au circuit oscillant
(6, 7 ; 41, 44) avant chaque examen de monnaie lors de la variation par pas de l'amplification
et n'est pas connectée addition- nellement au cours de l'examen de monnaie proprement
dit.
3. Circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que plusieurs résistances
(11-18) ou condensateurs peuvent, par l'intermédiaire d'un transistor respectif de
commutation (21-28) commandé par le dispositif (29) de commande de programme, être
enclenchés individuellement et en combinaisons, parallèlement les uns aux autres,
dans un trajet de contre-réaction de l'amplificateur (2).
4. Circuit selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait qu'un détecteur
(30) de valeurs de seuil, relié au dispositif (29) de commande, est raccordé à la
sortie (1) de l'amplificateur (2).