[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydrierung von Kohle. Seit Jahrzehnten ist
als Vollsynthese für Kohlenwasserstoffe das Verfahren nach Fischer-Tropsch bekannt,
das als Ausgangsstoffe Kohlenmonoxid und Wasserstoff verwendet und bei verhältnismäßig
niedrigen Drücken (bis zu ca. 10 bar) und verhältnismäßig niedrigen Temperaturen (um
473 K) arbeitet. Das Kohlehydrierungs-Verfahren nach Fischer-Tropsch folgt unter ausreichender
Energiezufuhr folgender Reaktionsgleichung:

[0002] Die in den letzten Jahren aufgetretenen Energiekrisen und die laufende Verteuerung
des geförderten Erdöls hatten zur Folge, daß in den letzten Jahren weltweit nach kostengünstigen
Kohlehydrierungs-Verfahren bzw. Kohleveredlungs-Verfahren gesucht wurde und noch wird.
[0003] Ein solches Verfahren, bei welchem Kohle in einer Salzschmelze, die im wesentlichen
aus Zinkjodid besteht, kontinuierlich hydriert wird, ist aus der US-Patentschrift
3 844 928 bekannt. Die Hydrierung erfolgt durch Kontaktierung der Kohle mit der Salzschmelze
in Gegenwart von Wasserstoff bei einem Partialdruck von ca. 34 bar bis 345 bar und
bei einer Temperatur von ca. 573 K bis ca. 773 K. Die erhaltenen Ölprodukte werden
abgetrennt und die verbleibende Salzschmelze aus der Hydrierzone abgezogen zur Regenerierung.
[0004] Bei der Hydrierungsreaktion entsteht nämlich Amoniak, welcher zum Teil laufend mit
Hilfe der Regenerierung aus dem Reaktionssystem entfernt werden muß.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein weiteres alternatives Kohlehydrierungs-Verfahren
vorzustellen, das nicht nur kostengünstig, sondern auch einfach durchgeführt werden
kann und nur einen verhältnismäßig geringen Aufwand an Vorrichtungen, Überwachungseinrichtungen
und Personal benötigt. Das Verfahren soll robust sein, d. h. die Kohlehydrierungsreaktion
soll auch ablaufen in Anwesenheit von bestimmten Verunreinigungen. Beispielsweise
muß bei dem bekannten Fischer-Tropsch-Verfahren das Synthese-Gas möglichst weitgehend
frei von Schwefelverbindungen sein, die andernfalls die benötigten Katalysatoren vergiften
können. Solche Vergiftungserscheinungen, die entweder ein Kohlehydrierungs-Verfahren
bisher im Hinblick auf seine Ausbeute oder insgesamt in Frage gestellt haben, sollen
bei dem zu schaffenden Verfahren vermieden werden können.
[0006] Die Aufgabe wird nun in überraschender Weise erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
einer gesättigten Lösung von Kohlenstoff in einer Metall-Schmelze bei einer Temperatur
unterhalb 900 K ein wasserstoffhaltiges Gas zugeführt wird und daß die Umsetzung von
C und H zu Kohlenwasserstoff-Verbindungen innerhalb der Metall-Schmelze erfolgt. Eine
vorteilhafte Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß
a) die flüssige Metall-Schmelze zur Sättigung mit Kohlenstoff durch ein Kohle enthaltendes
Bett hindurchgeleitet und im Kreislauf geführt wird,
b) das wasserstoffhaltige Gas in die mit C gesättigte oder nahezu gesättigte Metall-Schmelze
eingepreßt wird, worin ein Teil des Wasserstoffs mit einem entsprechenden Teil des
gelösten Kohlenstoffs zu Kohlenwasserstoff-Verbindungen mit einem Hauptanteil von
Methan reagiert,
c) das wasserstoffhaltige Gas, das die gebildeten Kohlenwasserstoff-Verbindungen aufnimmt
und mitführt, aus der Metall-Schmelze abgezogen wird, wobei die Reaktionsprodukte
(Kohlenwasserstoff-Verbindungen) aus dem Reaktionsgleichgewicht entfernt werden.
d) die Reaktionsprodukte aus dem Gas abgeschieden werden und das von den Reaktionsprodukten
befreite Gas im Kreislauf in die Metall-Schmelze zurückgeführt wird.
[0007] Hierbei wird die Metall-Schmelze aus mindestens einem Alkali-Metall gebildet und
als Alkali-Metall Lithium, Natrium, Kalium oder ein Gemisch aus diesen verwendet.
Vorteilhafterweise wird die Umsetzungsreaktion bei einer Temperatur im Bereich von
673 K und 873 K durchgeführt. Das wasserstoffhaltige Gas wird mit einem Druck im Bereich
von 1,5 bar bis 15 bar in die Metall-Schmelze eingepreßt. Für eine vorteilhafte Ausbildung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es günstig, wenn als wasserstoffhaltiges Gas
ein stickstoff-freies oder stickstoffarmes Gas verwendet wird. Beispielsweise kann
als wasserstoffhaltiges Gas technischer Wasserstoff oder mit einem Edelgas verdünnter
Wasserstoff verwendet werden. Eine vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sieht vor, daß die Kohlenwasserstoff-Verbindungen mit Hilfe von Kondensation und/oder
Absorption aus dem aus der Metall-Schmelze abgezogenen Gas abgeschieden werden.
[0008] Flüssige Alkalimetalle sind Lösungsmittel für nichtmetallische Elemente, die in diesen
Lösungen miteinander reagieren können. Gibt man zum Beispiel zu Natrium mit einer
bestimmten Kohlenstoffkonzentration, der eine definierte chemische Aktivität des Kohlenstoffs
zugeordnet ist, Wasserstoff in elementarer Form, so wird die meßbare Kohlenstoffaktivität
umgehend herabgesetzt. Demnach werden nach Gleichung (1) Kohlenwasserstoffe gebildet.

[0009] Das Gleichgewicht stellt sich schnell ein, da beide Elemente in Alkalimetallen in
Form von wenig stabilen Alkalimetallverbindungen wie Na
2C
2 und NaH gelöst werden. Gleichung (1) könnte demnach auch in der Form der Gleichung
(2) geschrieben werden. -

[0010] Entsprechende Reaktionen sind in den Alkalimetallen Lithium und Kalium zu beobachten.
[0011] Die thermochemischen Voraussetzungen für die Bildung des Kohlenwasserstoffs sind
umso günstiger, je niedriger die Reaktionstemperatur gehalten wird. Da die Werte für
die freien Bildungsenthalpien (die ΔH
i°-Werte) beispielsweise für die Bildung des Na
2C
2 und des NaH bei 673 K bis 773 K und im Bereich der Sättigungskonzentrationen nahe
Null liegen, wird sich die Gleichgewichtslage nach Gleichung (1) durch die Anwesenheit
des Natriums praktisch nicht verschrieben.
[0012] Die nachfolgende Tabette 1 enthält die freien Bildungsenthalpien für die Bildung
des Methans aus den Elementen und die abgeleiteten Werte der chemischen Aktivität
des Kohlenstoffs im Gleichgewicht a
c sowie der Verhältnisse der Partialdrücke p
H2 / P
CH4. Deutlich von Vorteil ist eine Reaktionsführung bei möglichst niedriger Temperatur,
wie Versuche zeigten, da sie die Entstehung des Methans begünstigt. Die Nachteile
der durch die niedrige Temperatur bedingten langsamen Reaktionsgeschwindigkeit werden
durch die Vorteile einer Reaktionsführung in Lösung, d. h. beispielsweise in einer
Alkalimetall-Schmelze, eliminiert.

[0013] Dazu führt man dem Alkalimetall festen Kohlenstoff im Überschuß zu und spült einen
steten Strom von Wasserstoff durch die stets nahezu C-gesättigte Lösung. Dabei lösen
sich zunächst Kohlenstoff und Wasserstoff im Natrium und der durch die genannte Reaktion
gebildete Kohlenwasserstoff, im einfachsten Falle CH
4, geht in die Gasphase und wird so aus dem Reaktionsgleichgewicht entfernt. Dies fördert
ebenso wie eine Erhöhung des Wasserdrucks auf mäßig höher als Atmosphärendruck, vorzugsweise
auf einen Druck im Bereich zwischen 5 und 15 bar, die Bildung des Kohlenwasserstoffs.
Im Alkalimetall sorgt der überschüssige feste Kohlenstoff für eine ständig konstante
Kohlenstoffkonzentration.
[0014] Beide Elemente sind in Lithium besser löslich als in den übrigen Alkalimetallen.
Die Löslichkeit der Kohlenwasserstoffe in den Alkalimetallen ist nicht bekannt. Sie
muß durch stetes Abziehen aus dem Gas über einen geringen Partialdruck niedrig gehalten
werden.
[0015] Die Löslichkeit von Wasserstoff bei 1 bar und von Kohlenstoff im Bereich der Temperatur
der Reaktionen sind in der Tabelle 2 angegeben.

[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Kohlehydrierung führt man vorteilhafterweise
sowohl das Alkalimetall als auch das wasserstoffhaltige Gas im Kreislauf. In der Figur,
die ein Schema einer Anlage zur Hydrierung von Kohle in einer Alkalimetallschmelze
zeigt, wird veranschaulicht, wie das Alkalimetall 1 bei 673 K bis 873 K ein Kohlenstoffbett
2 passiert, in dem es sich mit C sättigen kann- Im anderen Teil des Kreislaufs (Reaktionsraum
5) wird Wasserstoff in das Flüssigmetall eingepreßt, passiert die Schmelze und gelangt
über einen Flüssigmetallabscheider 3 in den Gaskreislauf 6 zurück. In diesem muß nun
für die Ausscheidung des gebildeten Kohlenwasserstoffs, zum Beispiel durch Kondensation
oder Absorption mit Hilfe eines Kohlenwasserstoffabscheiders 4 Sorge getragen werden.
[0017] Der Kohlenstoff im Vorrat kann technischer Qualität sein, da die Alkalimetalle selektiv
lösen-Schwefel würde weitgehend als Na
2S zurückgehalten und könnte in einer Kaltfalle im Nebenkreislauf (in der Figur nicht
dargestellt) abgeschieden werden. Der Wasserstoff sollte nur wenig Stickstoff enthalten,
da durch dessen Anwesenheit störende Nebenprodukte zu erwarten wären.
[0018] Ein derartiges System ermöglicht die Synthese von Kohlenwasserstoff aus den Elementen
bei Temperaturen von nur 673 K bis 873 K (vorzugsweise bis 773 K) und nur geringen
Drücken. Für die Erstellung der Apparaturen kann daher auf bekannte Werkstoffe zurückgegriffen
werden. Das Alkali- metall wird nur im geringem Umfang verbraucht durch Reaktionen
mit Verunreinigungen in den Ausgangsstoffen. Das Lösungsmittel und Reaktionsmedium
ist äußerst preiswert im Falle des Natriums, weniger im Falle des Lithiums. Die Technologie
der Alkalimetallschmelzen in technischen Anlagen ist auf dem Gebiet der Kerntechnik
bereits erprobt und stellt bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kein
Hindernis dar.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand von beispielshaften Versuchen näher erläutert.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Versuche eingeschränkt.
Versuchsergebnisse zur Einstellung des Gleichgewichts
der Kohlenwasserstoffbildung in flüssigem Natrium bei 673 und 773 K
[0020] Die Versuchsergebnisse wurden in einem Kreislauf mit rund 50 I umlaufendem Natrium
erhalten, der nicht für synthetische Versuche konzipiert war, d. h. nicht gerade günstig
für das erfindungsgemäße Verfahren ausgelegt war.
[0021] Für natriumchemische Untersuchungen enthielt der Natriumkreislauf jedoch Monitore
zur Messung von Kohlenstoffaktivitäten und Wasserstoffpartialdrücken. Das als Schutzgas
dienende Argon von 1,5 bar konnte mit einem Gaschromatographen auf Gehalte an Wasserstoff
und die Kohlenwasserstoffe Methan und Äthan analysiert werden.
[0022] Über eine Eisenmembran wurde Wasserstoff in das Natrium eingeführt, die Kohlenstoffgehalte
lagen, da bei der zur Verfügung stehenden Vorrichtung kein Kohlenstoff in die Reaktion
nachgeliefert werden konnte, unter der sehr niedrigen Sättigungskonzentration, die
chemische Aktivität lag bei etwa 10-
1 bei 673 K und 10'-
2 bei 773 K. In drei Versuchen wurden Ergebnisse zur Bildung von Kohlenwasserstoffen
in flüssigem Natrium bei 673-773 K erhalten.
Versuch 1
[0023] Im Natrium von 773 K betrug der Wasserstoffpartialdruck etwa 10--
4 bar, er wurde durch Nachdiffusion über die Versuchsdauer aufrechterhalten. Die Kohlenstoffaktivität
ging während des Versuchs von 10-
2 auf etwa 10-
3 zurück, gleichzeitig baute sich in etwa 10 min. ein Kohlenwasserstoffpartialdruck
von rund 1,5 - 10-
4 bar auf, der in den Proben aus dem Schutzgas gemessen wurde. Neben CH
4 wurden C
2H
6 und höhere Kohlenwasserstoffe nachgewiesen. Die Ausbeute an CH
4 betrug rund 4 mg/h.
Versuch 2 (Vergleichsversuch zu Versuch 1 mit zu geringem H-Angebot
[0024] Der Wasserstoffpartialdruck im Natrium wurde durch Abkühlung der Eisenmembran auf
ein Niveau von etwa 10-
6 bar abgesenkt. Bei diesem geringen Wasserstoffangebot im Natrium wurde auch nach
mehreren Stunden keine Verminderung des Kohlenstoffaktivitätswertes unter 10--
2 festgestellt, die Kohlenwasserstoffgehalte im Schutzgas lagen bei 1 . 10-s bar.
Versuch 3
[0025] Im Natrium von 673 K wurde ein Wasserstoffpartialdruck von rund 10--
4 bar aufrechterhalten. Die bei der niedrigen Temperatur höhere chemische Aktivität
des Kohlenstoffs (10-
1) ging während des Versuchs um zwei Größenordnungen zurück. In etwa 20 min. baute
sich ein Kohlenwasserstoffdruck von etwa 8,5 - 10-
4 bar im Schutzgas auf. Der Gaschromatograph registrierte neben CH
4 auch C
2H
6 und höhere Kohlenwasserstoffe. Die Ausbeute an CH
4 betrug in diesem Falle rund 12 mg/h.
[0026] Die Versuche ergaben folgendes:
a) Aus im Natrium gelösten Kohlenstoff und Wasserstoff bildete sich Kohlenwasserstoff,
der in die Gasphase überging.
b) Bei niedriger Temperatur bildete sich mehr Kohlenwasserstoff, bei höherer Temperatur
war die Reaktion schneller.
c) Höhere Gehalte oder chemische Aktivitäten an Kohlenstoff und Wasserstoff resultieren
in höheren Mengen an gebildetem Kohlenwasserstoff.
[0027] In den Versuchen 1 und 3 war die Ausbeute in bezug auf den eingesetzten Kohlenstoff
hoch, wie nach Gleichgewichtsrechnungen zu erwarten war.
[0028] Angesichts der günstigen Gleichgewichtslage und der beobachteten hohen Reaktionsgeschwindigkeit
ist mit diesem Verfahren ein technisch gangbarer Weg für die Kohlehydrierung bei niedrigen
Temperaturen und Drücken gegeben.
[0029] Parameter, die die Reaktion vom Gleichgewicht oder der Kinetik her beeinflussen können,
sind: Temperatur, von der Gleichgewichtslage her: 673 K, von der Kinetik her eher
höher; Druck des Wasserstoffs beeinflußt die Ausbeute; Körnigkeit der Kohle im Kohlebett
beeinflußt die Lösungsgeschwindigkeit und damit die Kinetik. Feindisperse Kohle kann
auch fest im Natrium/Lithium suspendiert werden.
1. Verfahren zur Hydrierung von Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß einer gesättigten
Lösung von Kohlenstoff in einer Metall-Schmelze bei einer Temperatur unterhalb 900
K ein wasserstoffhaltiges Gas zugeführt wird und daß die Umsetzung von C und H zu
Kohlenwasserstoff-Verbindungen innerhalb der Metall-Schmelze erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die flüssige Metallschmelze zur Sättigung mit Kohlenstoff durch ein Kohle enthaltendes
Bett hindurchgeleitet und im Kreislauf geführt wird,
b) das wasserstoffhaltige Gas in die mit C gesättigte oder nahezu gesättigte Metallschmelze
eingepreßt wird, worin ein Teil des Wasserstoffs mit einem entsprechenden Teil des
gelösten Kohlenstoffs zu Kohlenwasserstoff-Verbindungen mit einem Hauptanteil von
Methan reagiert,
c) das wasserstoffhaltige Gas, das die gebildeten Kohlenwasserstoff-Verbindungen aufnimmt
und mitführt, aus der Metallschmelze abgezogen wird, wobei die Reaktionsprodukte (Kohlenwasserstoff-Verbindungen)
aus dem Reaktionsgleichgewicht entfernt werden,
d) die Reaktionsprodukte aus dem Gas abgeschieden werden und das von den Reaktionsprodukten.
befreite Gas im Kreislauf in die Metallschmelze zurückgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschmelze aus mindestens
einem Alkali-Metall gebildet wird und daß als Alkali-Metall Lithium, Natrium, Kalium
oder ein Gemisch aus diesen verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzungsreaktion bei
einer Temperatur im Bereich von 673 K und 873 K durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wasserstoffhaltige Gas
mit einem Druck im Bereich von 1,5 bar bis 15 bar in die Metallschmelze eingepreßt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserstoffhaltiges
Gas ein stickstoff-freies oder stickstoffarmes Gas verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserstoffhaltiges
Gas technischen Wasserstoff oder mit einem Edelgas verdünnten Wasserstoff verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstoff-Verbindungen
mit Hilfe von Kondensation und/oder Absorption aus dem aus der Metallschmelze abgezogenen
Gas abgeschieden werden.
1. Process for the hydrogenation of coal comprising introducing a hydrogen containing
gas into a saturated solution of carbon in a metal melt at a temperature below 900
K to convert the dissolved C and H to hydrocarbon compounds within the metal melt.
2. Process as defined in Claim 1 wherein
a) the liquid metal melt is conducted through a coal containing bed and circulated;
b) the hydrogen containing gas is pressed into the metal melt, which has been saturated
or substantially saturated with C, to react part of the hydrogen with a corresponding
part of the dissolved carbon to form hydrocarbon compounds containing a major proportion
of methane;
c) the hydrogen containing gas receiving and carrying along the hydrocarbon compounds
formed is extracted from the metal melt to remove the reaction products (hydrocarbon
compounds) from the reaction equilibrium;
c) the reaction products are separated from the gas and the gas, freed from the reaction
products, is returned to circulation in the metal melt.
3. Process as defined in Claim 1, wherein the metal melt is formed of at least one
alkali metal and the alkali metal consists of lithium, sodium, potassium or a mixture
thereof.
4. Process as defined in Claim 3, wherein the conversion reaction is performed at
a temperature in the range from 673 K to 873 K.
5. Process as defined in Claim 1, wherein the hydrogen containing gas is pressed into
the metal melt at a pressure in the range from 1.5 bar to 15 bar.
6. Process as defined in Claim 1, wherein a nitrogen free gas or a gas poor in nitrogen
is used as the hydrogen containing gas.
7. Process as defined in Claim 6, wherein industrial hydrogen or hydrogen which has
been diluted with a noble gas is used as the hydrogen containing gas.
8. Process as defined in Claim 2, wherein the hydrocarbon compounds are separated
from the gas extracted from the metal melt by condensation and/or absorption.
1. Procédé d'hydrogénation du charbon, caractérisé en ce que dans une solution saturée
de charbon dans une masse métallique en fusion, à une température inférieure à 900°K,
on introduit un gaz contenant de l'hydrogène, et que la réaction entre C et H, produisant
des hydrocarbures, s'effectue dans la masse métallique en fusion.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que:
a) pour saturer en carbone le bain de métal fondu, on le fait passer sur un lit contenant
le charbon et le fait circuler en circuit fermé,
b) le gaz contenant de l'hydrogène est injecté dans le bain de métal fondu saturé
ou presque saturé de carbone, où une partie de l'hydrogène réagit avec une partie
correspondante du carbone dissous, en formant des hydrocarbures, avec une proportion
prépondérante de méthane,
c) le gaz contenant l'hydrogène, qui absorbe et entraîne les hydrocarbures formés,
est extrait du bain de métal fondu, ce qui retire les produits de la réaction (hydrocarbures)
de l'équilibre réactionnel,
d) les produits de la réaction sont séparés du gaz, et le gaz, exempt de produits
réactionnels, est recyclé dans la masse de métal fondu.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la masse de métal fondu
est constitué par au moins un métal alcalin et que comme métal alcalin, on utilise
le lithium, le sodium, le potassium ou un mélange de ces métaux.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la réaction est effectuée
à une température comprise entre 673° K et 873° K.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le gaz contenant de l'hydrogène
est injecté dans la masse de métal fondu sous une pression de 1,5 à 15 bars.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, comme gaz contenant de
l'hydrogène, on utilise un gaz exept d'azote ou pauvre en azote.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que comme gaz contenant de
l'hydrogéne, on utilise de l'hydrogène de qualité technique ou de l'hydrogène dilué
avec un gaz rare.
8. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les hydrocarbures sont
séparés du gaz soutiré de la masse de métal fondu, par condensation et/ou absorption.