[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Halterung der Düse einer Spritzpistole
in zwei unterschiedlichen, um 1800 zueinander gerichteten Lagen und besteht aus einem
an der Spritzpistole zu befestigenden Gehäuse, in dem die Düse eingesetzt ist.
[0002] Beim Verspritzen insbesondere von Farben, die mittels einer Spritzpistole aufgetragen
werden, kann es vorkommen, daß deren Düse durch Farbpigmente trotz Vorfilterung oder
weil die Aushärtezeit der Farbe sehr kurz ist, verstopft wird. Um in derartigen Fällen
die Düse rasch zu reinigen, sind Vorrichtungen gemäß den US-Patentschriften 3 116
882, 3 2o2 36o und 3 831 862 bekannt, mittels denen die Düse auch um 18
0° gedreht an der Spritzpistole befestigt werden kann. Durch das mit hohem Druck in
dieser Lage unmittelbar in die Düsenöffnung eintretende Medium werden festsitzende
Farbpartikel aus der Düse ins Freie gespült.
[0003] Die bekannten Haltevorrichtungen haben sich zwar bewährt, eine vielseitige Verwendbarkeit
ist jedoch nicht gegeben, auch kann ein Düsenwechsel nur mit großem Zeit- und Montageaufwand
vorgenommen werden. Bei der Vorrichtung nach den US-Patentschriften 3 116 882 und
3 2o2 36o ist die Düse drehbar in dem an der Pistole zu befestigenden Gehäuse eingesetzt,
und zwar mittels eines kugelförmig oder zylindrisch ausgebildeten Körpers, der mittels
eines Betätigungshebels um eine senkrecht zur Strömungsrichtung verlaufenden Achse
gedreht werden kann. Das Reinigen der Düse ist hierbei ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen,
ein Düsenwechsel, um z.B. ein andersartiges Medium zu verarbeiten, ist jedoch der
die Spritzpistole bedienenden Person nicht zuzumuten, da diese Vorrichtungen dazu
nahezu vollständig in ihre Einzelteile zerlegt werden müssen. Und bei der Ausgestaltung
nach der US-PS 3 831 862 ist an der Düse ein radial abstehender Stift angeformt, der
in einer in dem an der Spritzpistole zu befestigenden Gehäuse eingearbeiteten winkelförmigen
Nut geführt ist, so daß bei dieser Vorrichtung besondersartig gestaltete Düsen erforderlich
sind.
[0004] Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, mittels der nicht nur die Düse einer Spritzpistole bei einer evtl. Verstopfung
auf einfache Weise in kurzer Zeit mittels des Spritzstrahles zu reinigen ist, sondern
die es vor allem auch ermöglicht, Düsen mit unterschiedlichen Düsenöffnungen verwenden
zu können, ohne daß dazu ein großer Montageaufwand erforderlich ist. Auch sollen handelsübliche
Düsen benutzt werden können und es soll eine lageorientierte Zuordnung der Düsenöffnung
zu dem diese aufnehmenden Gehäuse gegeben sein, damit ohne Schwierigkeiten auch Arbeiten
mit Flachstrahldüsen vorgenommen werden können.
[0005] Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das Gehäuse der Vorrichtung aus
einem mit der Spritzpistole fest verbindbaren Grundkörper und einer auf diesem oder
einem mit dem Grundkörper verdrehbar angeordneten Zwischenstück aufrastbaren Überwurfmutter
zusammengesetzt ist, daß der Grundkörper und/oder das Zwischenstück auf der der Spritzpistole
abgewandten Seite mit einer stirnseitig offenen Aussparung zur Aufnahme einer die
Düse tragenden Düsenfassung versehen ist, die mittels der Überwurfmutter verspannbar
ist, und daß zwischen der Düse und der Spritzpistole eine den Grundkörper bzw. diesen
und das Zwischenstück durchgreifende Dichtmanschette angeordnet ist.
[0006] Die in dieser Weise gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung zur Halterung der
Düse einer Spritzpistole ermöglicht es nicht nur bei einfacher Handhabung die Düse
einer Spritzpistole gegenüber der Betriebsstellung rasch um 18
0° zu drehen, um die Düsenöffnung mit Hilfe des Spritzstrahles zu reinigen, sondern
es kann ohne Schwierigkeiten auch eine Düse mit einer andersartigen Düsenöffnung in
das Gehäuse eingesetzt werden. Dazu ist lediglich bei abgenommener Überwurfmutter
die Düsenfassung in ihrer Lage umzukehren bzw. es ist die mit einer herkömmlichen
Düse zu bestückende Düsenfassung auszutauschen. Diese Arbeiten können,ohne daß die
Vorrichtung in ihre Einzelteile zerlegt werden muß, in kurzer Zeit von jedermann durchgeführt
werden. Die Rüstzeiten sind demnach äußerst kurz. Eine vielseitige Verwendbarkeit
der vorschla
gsgemäßen Vorrichtung ist daher bei zuverlässiger Betriebsweise gegeben.
[0007] Zweckmäßig ist es des weiteren, zur Verrastung der Überwurfmutter auf dem Zwischenstück
oder unmittelbar auf dem Grundkörper an einem der zu verbindenden Teile ein oder mehrere
gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete Rastnasen anzuformen oder Stifte
in dieses einzusetzen, die in mit an dem anderen Teil vorgesehenen winkelförmig oder
Z-förmig ausgebildeten kulissenartigen Führungsnuten zusammenwirken. Der die Rastnasen
oder Stifte in Betriebsstellung aufnehmende Teil der kulissenartigen Führungsnuten
sollte mit einer gegenüber der Senkrechten zur Längsachse gerichteten, unter einem
Winkel, der zur Selbsthemmung führt, geneigt verlaufenden, sich ganz oder teilweise
über dessen Länge erstreckenden Anlagefläche versehen sein, wobei die Rastnasen mit
einer mit der Anlagefläche zusammenwirkenden in gleicher Weise geneigt verlaufenden
Gegenfläche ausgestattet sein sollten.
[0008] Durch diese Ausgestaltung der Verriegelung ist eine hohe Verspannkraft zu erzielen,
so daß eine stets sichere Arretierung der Überwurfmutter gewährleistet ist. Dennoch
ist diese leicht und ohne daß dazu besondere Werkzeuge benötigt werden bei einem Düsenwechsel
oder, um eine Reinigung vorzunehmen, zu lösen.
[0009] Angebracht ist es ferner, den Grundkörper und das Zwischenstück über einen jeweils
zur Hälfte in in deren einander zugekehrten Mantelflächen eingearbeiteten Nuten eingreifenden
Drahtring drehbar miteinander zu verbinden, so daß die Überwurfmutter unabhängig von
dem Grundkörper auf die Spritzpistole ausgerichtet werden kann.
[0010] Nach einer Weiterbildung sind die Überwurfmutter, das Zwischenstück und/oder der
Grundkörper jeweils mit einem radialen Durchbruch zu versehen, über den die die Düsenfassung
aufnehmende Ausnehmung zugänglich ist. Die Düsenfassung ist in einen Düsenhalter einzusetzen,
der die Durchbrüche durchgreift. Auf diese Weise ist eine einfache Handhabung beim
Umdrehen der Düse gegeben und stets auch ein lageorientierter Einbau zu der Überwurfmutter
gewährleistet.
[0011] Der Düsenhalter kann aus einer oder mehreren hülsenförmigen Aufnahmeteilen, die vorzugsweise
jeweils mit einer abgesetzten Durchgangsbohrung od.dgl. versehen sind, zur unverdrehbaren
Halterung der Düsenfassungen und einem an diesen angeformten stegförmig, dreieckförmig
oder kreuzförmig ausgebildeten Griff oder Zwischenstück bestehen, so daß in diesen
mitunter mehrere Fassungen mit unterschiedlichen Düsenöffnungen eingesetzt werden
können und ein Düsenwechsel in kurzer Zeit zu bewerkstelligen ist.
[0012] Die Dichtmanschette ist zweckmäßigerweise in Achsrichtung federnd auszubilden, damit
durch das Aufrasten der Überwurfmutter eine Verspannung zwischen dieser und dem Grundkörper
eintritt und dadurch die Verdrehbarkeit des Zwischenstückes nahezu aufgehoben ist.
[0013] Zweckmäßig ist es des weiteren, die Dichtmanschetten auf der der Düse zugekehrten
Stirnseite mit einer angeformten, vorzugsweise im Querschnitt keilförmig nach außen
gerichteten Dichtkante zu versehen, die unmittelbar an der Düse oder einer vor dieser
angeordneten Dichtungspackung anliegt, und auf der der Spritzpistole zugekehrten Stirnseite
einen radial nach außen abstehenden Dichtsteg anzuformen, der im Querschnitt T-oder
winkelförmig ausgebildet sein kann, so daß dessen Quersteg zwischen der Spritzpistole
und dem diesen aufnehmenden Grundkörper verspannbar ist. Außerdem sollten die der
Spritzpistole zugekehrten von Druckmittel beaufschlagten Flächen der Dichtmanschette
größer bemessen sein, als die der Düse zugewandte Gegenfläche. Auf diese Weise ist
nicht nur eine stets ausreichende Abdichtung gewährleistet, sondern bei einer Druckbeaufschlagung
wird durch das zu verspritzende Medium zusätzlich eine auf die Einzelteile des Gehäuses
übertragbare Anpreßkraft, durch die somit die Verspannung erhöht wird, hervorgerufen.
[0014] Angebracht ist es zur Erhöhung der Festigkeit ferner, die Dichtmanschette in dem
den Grundkörper und/oder das Zwischenstück durchgreifenden Bereich mit einer metallischen
Ummantelung zu versehen und deren Umfangsfläche sowie die diese aufnehmende Durchgangsöffnung
des Zwischenstückes als einander zugeordnete Mehrkantflächen auszubilden, derart,
daß die Dichtmanschette drehfest mit dem Zwischenstück verbunden ist.
[0015] Vorteilhaft ist es auch, die Überwurfmutter mit in Richtung des Spritzstrahles abstehenden,
vorzugsweise zwei einander gegenüberliegend angeordneten und nach außen divergierenden
Schutzstegen auszustatten,so daß der mit hohem Druck austretende Spritzstrahl abgeschirmt
ist und somit die Unfallgefahren gemindert sind.
[0016] Aus fertigungstechnischen Gründen sollten zumindest das Zwischenstück, die Überwurfmutter
und der Düsenhalter als Spritzgußteil aus Kunststoff hergestellt sein. Dadurch ist
eine wirtschaftliche Herstellung dieser Teile gegeben.
[0017] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der gemäß der Erfindung ausgebildeten
Vorrichtung zur Halterung der Düse einer Spritzpistole dargestellt und nachfolgend
im einzelnen erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 die an einer Spritzpistole angebaute Vorrichtung im Axialschnitt,
Fig. 2 den bei der Vorrichtung nach Fig. 1 vorgesehenen Grundkörper mit drehbar auf
diesen gelagerten Zwischenstück, ebenfalls im - Schnitt,
Fig. 3 eine Abwicklung einer der in das Zwischenstück eingearbeiteten Führungsnuten,
Fig. 4 die bei der Vorrichtung nach Fig. 1 verwendete Überwurfmutter, ebenfalls im Schnitt,
Fig. 5 den Düsenhalter mit eingesetzter Düsenfassung und Düse,, teilweise im Schnitt,
sowie
Fig. 6 die zwischen dem Grundkörper und der Düsenfassung bei der Vorrichtung nach
Fig.1 angeordnete Dichtmanschette, ebenfalls im Schnitt.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte und mit 1 bezeichnete Vorrichtung zur Halterung einer
einer Spritzpistole 2 zugeordneten Düse 4, durch die ein Spritzstrahl 5 erzeugt werden
kann, besteht im wesentlichen aus einem mit der Spritzpistole 2 verbundenen Gehäuse
1
0, in dem die in einer Düsenfassung 15 eingesetzte Düse 4 gehalten ist. Das Gehäuse
1o ist hierbei aus einem auf ein an der Spritzpistole 2 vorgesehenen Außengewinde
3 aufschraubbaren Grundkörper 11, einem mit diesem verdrehbar gelagerten Zwischenstück
1 sowie einer Überwurfmutter zusammengesetzt, die mit dem Zwischenstück 12 verrastet
ist. Außerdem ist zur seitlichen Abdichtung zwischen der Spritzpistole 2 und einer
vor der Düse 4 angeordneten Dichtungspackung 17 eine Dichtmanschette 16 eingespannt
und die Düsenfassung 15 ist in einen besondersartig gestalteten Düsenhalter 14 gehalten.
[0019] Der Grundkörper 11 weist, wie dies im einzelnen derFig. 2 entnommen werden kann,
eine Gewindebohrung 21 zum Aufschrauben auf das Außengewinde 3 der Spritzpistole 2
sowie eine abgestuft ausgebildete Durchgangsbohrung 22 auf, in die die Dichtmanschette
16 eingesetzt ist. Des weiteren ist in dessen Außenmantelfläche eine im Querschnitt
halbkreisförmig gestaltete Nut 23 eingearbeitet und in das vorzugsweise aus Kunststoff
herzustellende Zwischenstück 12 ist in einem in dieses eingepreßten Einsatzstückes
24 eine in gleicher Weise ausgebildete gegenüberliegende Nut 25 vorgesehen. Mittels
eines in die Nuten 23 und 25 eingreifenden Drahtringes 26 ist das Zwischenstück 12
somit verdrehbar, aber axial unverschiebbar auf dem Grundkörper 11 gelagert.
[0020] Zur Verrastung der Überwurfmutter 13 mit dem Zwischenstück 12 sind in dieses mehrere
gleichmäßige über den Umfang verteilt angeordnete kulissenartig gestaltete Führungsnuten
3o eingearbeitet, in die an dem Zwischenstück 12 angeformte nach innen abstehende
Rastnasen 32 eingreifen. In Fig. 3 ist eine der Führungsnuten 3o, die Z-förmig ausgebildet
einen gegenüber der Senkrechten zur Längsachse A unter einem Winkel 5° geneigten Nutenteil
3o' aufweisen, dargestellt. Auf diese Weise sind keilförmig geneigte Anlageflächen
31 geschaffen, die mit in gleicher Weise ausgebildeten, an den Rastnasen 32 vorgesehenen
Gegenflächen 33 zusammenwirken, so daß leicht eine hohe auf den Düsenhalter 14 bzw.
die Düsenfassung 15 einwirkende Anpreßkraft zu erzeugen ist.
[0021] Um dies zu bewerkstelligen, ist das Zwischenstück 12 mit einer stirnseitig offenen
Ausnehmung 28 versehen, in die die Düsenfassung 15 einsetzbar ist. Und zum Einführen
des Düsenhalters 14, der die Düsenfassung 15 trägt, sind in das Zwischenstück 12 sowie
die Überwurfmutter 13, die mit abstehenden Schutzstegen 35 ausgestattet ist, radial
gerichtete Durchbrüche 29 bzw. 34 eingearbeitet.
[0022] Der im einzelnen in Fig. 5 dargestellte Düsenhalter 14 besteht aus zwei durch ein
Griffstück 38 verbundene Aufnahmeteile 36 und 36', in deren Öffnungen 37 Düsenfassungen
15 unverdrehbar gehalten sind. Und da in die beiden Düsenfassungen 15 Düsen mit unterschiedlichen
Düsenöffnungen eingesetzt werden können, ist durch eine Umkehrung des Düsenhalters
14 leicht und in kurzer Zeit ein Düsenwechsel vorzunehmen.
[0023] Die in axialer Richtung federnd ausgebildete Dichtmanschette 16 ist, wie dies der
Fig. 6 entnommen werden kann, mit einer metallischen Ummantelung 45 umgeben, deren
Umfangsfläche 46 als Mehrkant ausgebildet ist. Und da die die Dichtmanschette 16 aufnehmende
Öffnung 27 des Zwischenstückes 12 in gleicher Weise gestaltet ist, sind diese Teile
drehfest miteinander verbunden.
[0024] An der der Düse 4 zugekehrten Stirnseite ist die Dichtmanschette 16 mit einer keilförmig
nach außen gerichteten Dichtkante 39 und an der gegenüberliegenden Stirnseite mit
einem 4o im Querschnitt T-förmig gestalteten Dichtsteg versehen, dessen Quersteg 41
zwischen der Spritzpistole 2 und dem Grundkörper 11 eingespannt ist. Die von dem zu
verspritzenden Medium durch den sich in dem Raum 43 aufbauenden Druck beaufschlagte
Fläche der Dichtmanschette 16 ist auf diese Weise größer bemessen als die Gegenkraft,
die von dem durch die Bohrung 42 strömenden Medium in dem Raum 44 aufgebaut wird.
Dadurch wird im Betrieb die Anpressung der Dichtmanschette 16 an die Dichtungspackung
17 und somit die Verspannung der einzelnen Teile des Gehäuses 1o erhöht.
[0025] Zum Reinigen der Düse 4 ist bei der Vorrichtung 1 lediglich die Überwurfmutter 13
durch Verdrehen derart zu lösen, daß die Rastnasen 32 nicht mehr in das Führungsnutenteil
3o' eingreifen. Die durch die keilförmig verlaufenden Anlageflächen 31 hervorgerufene
Anpreßkraft ist dadurch aufgehoben, so daß der Düsenhalter 14 aus der Aussparung 28
herausgenommen, um 18
0° um seine Längsachse gedreht und in dieser Lage wiederum in die Aussparung 28 eingesetzt
werden kann. Durch erneutes Verdrehen der Überwurfmutter 13 wird sodann,da sich diese
an der Düsenfassung 15 und/oder dem Düsenhalter 14 abstützt, die Verspannung der einzelnen
Teile vorgenommen. Selbstverständlich kann bei gelöster Überwurfmutter 13 der Düsenhalter
14 auch derart gedreht werden, daß die in dem Aufnahmeteil 36' angeordnete .Düse
[0026] in die Ausnehmung 28 eingesetzt wird, um evtl. ein andersartiges Medium mit einer
Düse mit anderer Düsenöffnung verarbeiten zu können.
[0027] Da die Düse 4 in einer bestimmten Lage, beispielsweise durch Preßsitz, in der Düsenfassung
15 und diese ebenfalls ausgerichtet, z.B. mit Hilfe von Schrägflächen in dem Düsenhalter
14 gehalten ist, dieser aber bedingt durch die in das Zwischenstück 12 und die Überwurfmutter
13 eingearbeiteten Durchbrüche 29 und 34 nur in einer bestimmten Stellung in die Aussparung
28 eingesetzt werden kann, ist die Öffnung der Düse 4 stets exakt auf die Überwurfmutter
13 und somit den an dieser angeformten Schutzstegen 35 ausgerichtet. In die Düsenfassung
15 können somit ohne weiteres auch Flachstrahldüsen eingesetzt werden, ohne daß bei
der Montage auf die Lage der Düsenöffnung zu achten ist. Und da das Zwischenstück
12 verdrehfest mit der Dichtmanschette 16 verbunden ist, diese aber durch das Verdrehen
der Überwurfmutter fest zwischen der Spritzpistole 2 und der Düse 4 eingespannt ist,
ist im Betrieb, nachdem die Vorrichtung 1 durch Verdrehen des Zwischenstückes 12 gegenüber
dem Grundkörper 11 ausgerichtet wurde, eine verdrehfeste Lage des Gehäuses 1o gewährleistet.
1. Vorrichtung zur Halterung der Düse einer Spritzpistole in zwei unterschiedlichen
um 180° zueinander gerichteten Lagen, bestehend aus einem an der Spritzpistole zu befestigenden
Gehäuse, in dem die Düse eingesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet ,
daß das Gehäuse (10) aus einem mit der Spritzpistole (2) fest verbindbaren Grundkörper (11) und einer
auf diesem oder einem mit dem Grundkörper (11) verdrehbar angeord- ,neten Zwischenstück
(12) aufrastbaren Überwurfmutter (13) zusammengesetzt ist, daß der Grundkörper (11)
und/oder das Zwischenstück (12) auf der der Spritzpistole (2) abgewandten Seite mit
einer stirnseitig offenen Aussparung (28) zur Aufnahme einer die Düse (4) tragenden
Düsenfassung (15) versehen ist, die mittels der Überwurfmutter (13) verspannbar ist
und daß zwischen der Düse (4) und der Spritzpistole (2) eine den Grundkörper (11)
bzw. diesen und das Zwischenstück (12) durchgreifende Dichtmanschette (16) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet ,
daß zur Verrastung der Überwurfmutter (13) auf dem Zwischenstück (12) oder unmittelbar
auf dem Grundkörper (11) an einem der zu verbindenden Teile ein oder mehrere gleichmäßig
über den Umfang verteilt angeordnete Rastnasen (32) angeformt oder Stifte in dieses
eingesetzt sind, die in mit an dem anderen Teil vorgesehenen winkelförmig oder Z-förmig
ausgebildeten kulissenartigen Führungsnuten (30) zusammenwirken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Rastnasen (32) oder Stifte in Betriebsstellung aufnehmende Teil (3o')
der kulissenartigen Führungsnuten (32) mit einer gegenüber der Senkrechten zur Längsachse
(A) gerichteten, unter einem Winkel, der zur Selbsthemmung führt, geneigt verlaufenden,
sich ganz oder teilweise über dessenLänge erstreckenden Anlagefläche (31) versehen
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Rastnasen (32) mit einer mit der Anlagefläche (31) des abgewinkelten Führungsnutenteils
(3o') zusammenwirkenden, in gleicher Weise geneigt verlaufenden Gegenfläche (33) versehen
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet ,
daß der Grundkörper (11) und das Zwischenstück (12) über einen jeweils zur Hälfte
in in deren einander zugekehrten Mantelflächen eingearbeiteten Nuten (23,25) eingreifenden
Drahtring (26) drehbar miteinander verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Überwurfmutter (13),das Zwischenstück (12) und/ oder der Grundkörper (11)
jeweils mit einem radialen Durchbruch (34,29) versehen sind, über den die die Düsenfassung
(15) aufnehmende Ausnehmung (28) zugänglich ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Düsenfassung (15) in einem Düsenhalter (14) eingesetzt ist, der die in die
Überwurfmutter (13) sowie das Zwischenstück (12) und/oder den Grundkörper (11) eingearbeiteten
Durchbrüche (34,39) durchgreift.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenhalter (14) aus einer oder mehreren hülsenförmigen Aufnahmeteilen (36,36'),
die vorzugsweise jeweils mit einer abgesetzten Durchgangsbohrung (37) od.dgl. versehen
sind, zur unverdrehbaren Halterung der Düsenfassungen (15) und einem an diesen angeformten
stegförmig, dreieckförmig oder kreuzförmig ausgebildeten Griff oder Zwischenstück
(38) besteht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Dichtmanschette (16) in Achsrichtung federnd ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Dichtmanschette (16) auf der der Düse (4) zugekehrten Stirnseite mit einer
angeformten, vorzugsweise im Querschnitt keilförmig nach außen gerichteten Dichtkante
(39) versehen ist, die unmittelbar an der Düse (4) oder einer vor dieser angeordneten
Dichtungspackung (17) anliegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bislo,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Dichtmanschette (16) auf der der Spritzpistole (2) zugekehrten Stirnseite
einen radial nach außen abstehenden Dichtsteg (40) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet ,
daß der Dichtsteg (40) im Querschnitt T- oder winkelförmig ausgebildet ist und daß
dessen Quersteg (41) zwischen der Spritzpistole (2) und dem diesen aufnehmenden Grundkörper
(11) verspannt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die der Spritzpistole (2) zugekehrte, von Druckmittel beaufschlagte Fläche der
Dichtmanschette (16) grösser bemessen ist als die der Düse (4)zugewandte Gegenfläche.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Dichtmanschette (16) in dem den Grundkörper (11) und/oder das Zwischenstück
(12) durchgreifenden Bereich mit einer metallischen Ummantelung (45) versehen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Umfangsfläche der Ummantelung (45) und die diese aufnehmende Durchgangsöffnung
(27) des Zwischenstückes (12) als einander zugeordnete Mehrkantflächen (46) ausgebildet
sind, derart, daß die Dichtmanschette (16) drehfest mit dem Zwischenstück (12) verbunden
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Überwurfmutter (13) mit in Richtung des Spritzstrahles (5) abstehenden, vorzugsweise
zwei einander gegenüberliegend angeordneten und nach außen divergierenden Schutzstegen
(35) versehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet ,
daß das Zwischenstück (12), die Überwurfmutter (13) und der Düsenhalter (14) als Spritzgußteil
aus Kunststoff hergestellt sind.