[0001] Die Erfindung betrifft einen Frisierstab od.dgl. mit einem elektrischen Heizelement
und einem Vorratsbehälter für Wasser sowie einem Frisierstabkörper mit einer Dampfkammer
und Durchtrittsöffnungen für den Wasserdampf.
[0002] Es sind Frisierstäbe mit einer Heizeinrichtung bekannt, die Haarverformungen ausschließlich
durch Wärmewirkung ermöglichen. Darüber hinaus sind auch solche Frisierstäbe bekannt,
die Haarbehandlungen durch Wärme in Verbindung mit wahlweiser Zuführung von Dampf
gestatten. Bei Frisierstäben mit Dampfeinrichtung ist am Frisierstabkörper ein Vorratsbehälter
für Wasser vorgesehen, aus dem das Wasser bedarfsweise an eine mit einer Heizeinrichtung
versehene Dampfkammer abgegeben wird, aus der der Dampf über Öffnungen im Frisierstabkörper
austritt. Es ist weiter bckannt zu unterschiedlichen Haarbehandlungen Frisierstäbe
mit größeren oder kleineren Durchmessern sowie mit Borsten unterschiedlicher Längen
und Härtegraden zu verwenden. Dies führt dazu, daß der Benutzer eine Vielzahl verschiedener
Frisierstäbe zum Einsatz bringen muß, wobei die mit Dampf arbeitenden Frisierstäbe
in wirtschaftlich aufwendiger Weise mit eingenen Wasserbehältern ausgerüstet sind.
[0003] Die Erfindung hat die Schaffung von Maßnahmen zur Aufgabe, Frisierstäbe od.dgl. beliebiger
Durchmessergrößen wahlweise mit einer Dampfeinrichtung verwendbar zu machen.
[0004] Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen, daß der Vorratsbehälter für Wasser in oder
an einem Adapter fest und verschieblich angeordnet ist und daß der Vorratsbehälter
mittels des Adapters an mit dem Adapter korrespondierend ausgebildeten Enden von mit
im Durchmesser verschieden großen Frisierstabkörpern lösbar festlegbar ist. Hierdurch
ist die Möglichkeit gegeben einen beliebig ausgebildeten Vorratsbehälter an unterschiedlichen
Frisierstäben od.dgl. zum Einsatz zu bringen. Zweckmäßig ist der Adapter durch einen
Ringkörper gebildet, der über eine axiale Steuerkurve, z.B. ein Gewinde, mit dem Körper
des Frisierstabes verbindbar ist. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit
bei als Ringkörper gebildeten Adaptern diese mittels eines Renkverschlusses an Enden
von Frisierstabkörpern festzulegen. Es entspricht der Erfindung, daß beliebig die
Frisierstabkörperenden der Größe des Adapters oder der Adapter im Durchmesser den
Frisierstabkörperenden angepaßt sein kann. Außerdem sind abweichende Festlegungen
des Adapters dergestalt denkbar, daß der Adapter mittels Kulissennuten und in diese
eingreifenden Ansätzen an den Enden von Frisierstabkörpern gehalten ist.
[0005] Der Vorratsbehältenkann im oder am Adapter verschieblich angeordnet sein und eine
Einlage aus einem saugfähigen oder porösen Werkstoff aufnehmen, die beim Einschieben
des Vorratsbehälters zusammenpreßbar ist und durch den Preßvorgang Wasserteilchen
an eine Heizeinrichtung ableitet. Es versteht sich, daß die Vorratsbehälter gleichermaßen
aus einem starren oder einem flexiblen Werkstoff ausgeführt sein können. Es entspricht
dem Erfindungsgedanken, den Vorratsbehälter und den Adapter fest miteinander zu verbinden
oder als gemeinsamen Bauteil auszuführen und gemeinsam gleichzeitig verschieblich
an Enden von Frisierstabkörpern zu halten. Die so erzielten Bauteile können mittels
Haltezapfen in Kulissennuten des Frisierstabkörpers eingreifen, die den Bauteil beim
Längsbewegen am Frisierstabkörper halten und bei mit einer Teildrehung kombinierten
Längsbewegungen vom Frisierstabkörper freigeben oder anstecken lassen.
[0006] Außerdem kann der Adapter als kappenförmiges Verschlußglied ausgebildet sein, das
lösbar auf korrespondierende Enden von Frisierstäben od.dgl. als Verschlußglied der
Dampfkammer aufbringbar ist.
[0007] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen verdeutlicht.
Hierin zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt eines Frisierstabs im Schnitt,
Fig. 2 einen Teilschnitt eines Frisierstabs anderer Ausführung,
Fig. 3 einen Teilschnitt eines weiteren Frisierstabs,
Fig. 4 einen Teilschnitt eines abgewandelten Frisierstabs,
Fig. 5 eine Kulissennut mit Kulissenstiften in Draufsicht und
Fig. 6 einen Teilschnitt eines Frisierstabs mit einem Adapter anderer Ausführung.
[0008] In den Fig. ist mit 1 ein Gehäuse des Frisierstabs bezeichnet, das außen eine Anzahl
Ansätze 2 trägt. Das Gehäuse 1 nimmt ein Heizelement 3 und eine Abdeckung 4 für dieses
auf, wobei zwischen der Abdeckung 4 und dem Gehäuse eine Dampfkammer 5 gebildet ist.
Auf das Ende 1' des Gehäuses 1 ist ein ringförmiger Adapter 6 festlegbar. Der Adapter
6 nimmt einen Vorratsbehälter 7 für Wasser auf, das z.B. über einen Docht 8 oder einer
porösen Einlage 9 gespeichert ist. Der Vorratsbehälter 7 ist entgegen der Wirkung
einer Feder 10, die sich auf einem Sprengring 18 im Adapter 6 und einem Bund 11 des
Vorratsbehälters 7 abstützt, in Richtung des Heizelements 3 einschiebbar. Beim Einschieben
des Vorratsbehälters 7 werden Wasserteilchen freigegeben, die über die Öffnung 12
in die Dampfkammer 5 und weiter auf die Abdeckung 4 zur Erzeugung von Wasserdampf
auftreffen, der frei über die Öffnungen 13 im Gehäuse 1, wie in Fig. 1 gezeigt, austritt.
Bei Freigabe des Vorratsbehälters 7 gleitet dieser im Adapter 6 in die in der Fig.
1 gezeigte Endstellung zurück.
[0009] Der Frisierstab der Fig. 2 weist bei an sich gleicher Ausgestaltung ein Gehäuse 1
auf, das mit geringerer Durchmessergröße ausgeführt ist. Das Ende 1' ist korrespondierend
zum Adapter 6 ausgeführt, wodurch mittels des Adapters 6 der gleiche Vorratsbehälter
7 am Frisierstab der Fig. 2 ansteckbar ist. Zur Fixierung des Adapters 6 greifer frisierstabkörperfeste
Stifte 19 in Nuten 20 des Adapters 6 ein.
[0010] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind das Ende 1' eines mit großer Durchmessergröße
gebildeten Frisi-rstabkörpers und der Adapter 6 mit Gewinden 14 versehen. Der dieser
Art gebildete Adapter 6 hält durch Aufdrehen auf das Ende 1' den Vorratsbehälter 7
am Frisierstabkörper 1.
[0011] Die Fig. 4 zeigt einen Frisierstabkörper 1, dessen Ende 1' eine Kulissennut 15, entsprechend
Fig. 5 aufweist, während der mit dem Vorratsbehälter 7 einstückige Adapter 6 Kulissenstifte
16 aufweist. Durch Einschieben der Kulissenstifte 16 und eine Teildrehung des Adqters
6 bleibt bei Freigabe des Adapters 6 dieser und der Vorratsbehälter 7 am Körper 1
gehalten. Die Kulissennut 15 weist, wie in Fig. 5 gezeigt, einen schrägen Abschnitt
15' auf, der so gestaltet ist, daß nach einem Einschieben und nach Freigeben von Vorratsbehälter
7 und Adapter 6, die Kulissenstifte 16 unter dem Einfluss der Federkraft 17 auf die
obere Begrenzungsfläche 15" auftreffen und in die obere Endstellung zurückbewegt werden.
Wird eine Teildrehung auf den Adapter 6 ausgeübt, so werden die Kulissenstifte 16
in den axialen Bereich 15 "' der Kulissennut 15 gebracht, wodurch der Vorratsbehälter
7 und der Adapter 6 vom Frisierstabkörper 1 abnehmbar ist, etwa zum Auffüllen mit
Wasser.
[0012] In Fig. 6 ist auf das Ende 1' des Frisierstabkörpers
1 ein Adapter 6 aufgebracht, der als kappenförmiges Verschlußglied für die Dampfkammer
5 ausgeführt ist. Ein dieser Art ausgebildeter Adapter ermöglicht den Frisierstab
als trockene Haarverformungseinrichtung zum Einsatz zu bringen.
[0013] Während bei den Ausführungsbeispielen ein mit gleicher Durchmessergröße ausgeführter
Adapter 6 Anwendung gefunden hat, besteht erfindungsgemäß auch die Möglichkeit als
kinematische Umkehrung den Adapter 6 an im Durchmesser unterschiedlich großen Enden
1' anzupassen.
1. Frisierstab od.dgl. mit einem elektrischen Heizelement und einem Vorratsbehälter
für Wasser sowie einem Frisierstabkörper mit einer Dampfkammer und Durchtrittsöffnungen
für den Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) in oder an
einem Adapter (6) fest oder verschieblich angeordnet ist und daß der Vorratsbehälter
(7) mittels des Adapters (6) an mit dem Adapter korrespondierend ausgebildeten Enden
(1') von mit im Durchmesser verschieden großen Frisierstabkörpern (1) lösbar festlegbar
ist.
2. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) durch
einen Ringkörper gebildet ist, der über eine axiale Steuerkurve (14) mit den Frisierstabkörperenden
(1') verbindbar ist.
3. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) durch
einen Ringkörper gebildet ist, der mittels eines Renkverschlusses (19, 20) an den
Enden (1') von Frisierstabkörpern (1) festlegbar ist.
4. Frisierstab nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
(7) im oder am Adapter (6) verschieblich ausgebildet ist und eine Einlage (9) aus
saugfähigem oder porösem Werkstoff aufnimmt, die beim Verschieben des Vorratsbehälters
(7) zusammenpreßbar ist und durch den Preßvorgang Wasserteilchen an die Heizeinrichtung
(3) ableitet.
5. Frisierstab nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
(7) im oder am Adapter (6) verschieblich angeordnet ist und eine saugfähige Einlage
(8) aufnimmt, die durch Verschieben des Vorratsbehälters (7) an die Heizeinrichtung
(3, 4)-anpreßbar ist.
6. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7)
durch einen Hohlkörper aus flexiblem Werkstoff gebildet ist, der im oder am Adapter
(6) fixiert und mittels diesem an Frisierstabkörperendun (1') gehalten ist.
7. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7)
und der Adapter (6) miteinander fest verbunden oder einstückig ausgebildet sind und
gemeinsam gleichzeitig verschieblich an Frisierstabkörperenden (1') angreifen.
8. Frisierstab nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7)
und der Adapter (6) miteinander fest verbunden oder einstückig ausgebildet sind und
mittels Haltezapfen (16) in Kulissennuten (16) der Frisierstabkörperenden (1') eingreifen,
die den Vorratsbehälter (7) und den Adapter (6) beim Längsbewegen am Frisierstabkörper
halten und bei mit Teildrehungen kombinierten Längsbewegungen von den Frisierstabkörperenden
(1') freigeben.
9. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) eine geschlossene
Kappe bildet, die auf korrespondierende Enden (1') von Frisierstabkörpern (1) als
Verschlußglied lösbar fest aufbringbar ist.