(19)
(11) EP 0 054 188 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.06.1982  Patentblatt  1982/25

(21) Anmeldenummer: 81109698.1

(22) Anmeldetag:  14.11.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A45D 1/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 13.12.1980 DE 3047071

(71) Anmelder: Petz Electro
CH-3185 Schmitten (CH)

(72) Erfinder:
  • Petz, Günter
    D-8500 Nürnberg (DE)

(74) Vertreter: Göbel, Matthias, Dipl.-Ing. 
Pruppacher Hauptstrasse 5-7
D-90602 Pyrbaum
D-90602 Pyrbaum (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Frisierstab od.dgl.


    (57) Bei einem Frisierstab mit einem elektrischen Heizelement und einem Vorratsbehälter für Wasser sowie einem mit einer Dampfkammer und Durchtrittsöffnungen für den Wasserdampf versehenen Frisierstabkörper ist zur Verwendung eines gleichen Vorratsbehälters an im Durchmesser unterschiedlichen Frisierstabkörpern der Vorratsbehälter (7) in oder an einem Adapter (6) fest oder verschieblich angeordnet und mittels des Adapters (6) an mit dem Adapter (6) korrespondierend ausgebildeten Enden (1') der im Durchmesser verschieden großen Frisierstabkörpern (1) lösbar festlegbar.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Frisierstab od.dgl. mit einem elektrischen Heizelement und einem Vorratsbehälter für Wasser sowie einem Frisierstabkörper mit einer Dampfkammer und Durchtrittsöffnungen für den Wasserdampf.

    [0002] Es sind Frisierstäbe mit einer Heizeinrichtung bekannt, die Haarverformungen ausschließlich durch Wärmewirkung ermöglichen. Darüber hinaus sind auch solche Frisierstäbe bekannt, die Haarbehandlungen durch Wärme in Verbindung mit wahlweiser Zuführung von Dampf gestatten. Bei Frisierstäben mit Dampfeinrichtung ist am Frisierstabkörper ein Vorratsbehälter für Wasser vorgesehen, aus dem das Wasser bedarfsweise an eine mit einer Heizeinrichtung versehene Dampfkammer abgegeben wird, aus der der Dampf über Öffnungen im Frisierstabkörper austritt. Es ist weiter bckannt zu unterschiedlichen Haarbehandlungen Frisierstäbe mit größeren oder kleineren Durchmessern sowie mit Borsten unterschiedlicher Längen und Härtegraden zu verwenden. Dies führt dazu, daß der Benutzer eine Vielzahl verschiedener Frisierstäbe zum Einsatz bringen muß, wobei die mit Dampf arbeitenden Frisierstäbe in wirtschaftlich aufwendiger Weise mit eingenen Wasserbehältern ausgerüstet sind.

    [0003] Die Erfindung hat die Schaffung von Maßnahmen zur Aufgabe, Frisierstäbe od.dgl. beliebiger Durchmessergrößen wahlweise mit einer Dampfeinrichtung verwendbar zu machen.

    [0004] Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen, daß der Vorratsbehälter für Wasser in oder an einem Adapter fest und verschieblich angeordnet ist und daß der Vorratsbehälter mittels des Adapters an mit dem Adapter korrespondierend ausgebildeten Enden von mit im Durchmesser verschieden großen Frisierstabkörpern lösbar festlegbar ist. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben einen beliebig ausgebildeten Vorratsbehälter an unterschiedlichen Frisierstäben od.dgl. zum Einsatz zu bringen. Zweckmäßig ist der Adapter durch einen Ringkörper gebildet, der über eine axiale Steuerkurve, z.B. ein Gewinde, mit dem Körper des Frisierstabes verbindbar ist. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit bei als Ringkörper gebildeten Adaptern diese mittels eines Renkverschlusses an Enden von Frisierstabkörpern festzulegen. Es entspricht der Erfindung, daß beliebig die Frisierstabkörperenden der Größe des Adapters oder der Adapter im Durchmesser den Frisierstabkörperenden angepaßt sein kann. Außerdem sind abweichende Festlegungen des Adapters dergestalt denkbar, daß der Adapter mittels Kulissennuten und in diese eingreifenden Ansätzen an den Enden von Frisierstabkörpern gehalten ist.

    [0005] Der Vorratsbehältenkann im oder am Adapter verschieblich angeordnet sein und eine Einlage aus einem saugfähigen oder porösen Werkstoff aufnehmen, die beim Einschieben des Vorratsbehälters zusammenpreßbar ist und durch den Preßvorgang Wasserteilchen an eine Heizeinrichtung ableitet. Es versteht sich, daß die Vorratsbehälter gleichermaßen aus einem starren oder einem flexiblen Werkstoff ausgeführt sein können. Es entspricht dem Erfindungsgedanken, den Vorratsbehälter und den Adapter fest miteinander zu verbinden oder als gemeinsamen Bauteil auszuführen und gemeinsam gleichzeitig verschieblich an Enden von Frisierstabkörpern zu halten. Die so erzielten Bauteile können mittels Haltezapfen in Kulissennuten des Frisierstabkörpers eingreifen, die den Bauteil beim Längsbewegen am Frisierstabkörper halten und bei mit einer Teildrehung kombinierten Längsbewegungen vom Frisierstabkörper freigeben oder anstecken lassen.

    [0006] Außerdem kann der Adapter als kappenförmiges Verschlußglied ausgebildet sein, das lösbar auf korrespondierende Enden von Frisierstäben od.dgl. als Verschlußglied der Dampfkammer aufbringbar ist.

    [0007] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen verdeutlicht. Hierin zeigen:

    Fig. 1 einen Teilschnitt eines Frisierstabs im Schnitt,

    Fig. 2 einen Teilschnitt eines Frisierstabs anderer Ausführung,

    Fig. 3 einen Teilschnitt eines weiteren Frisierstabs,

    Fig. 4 einen Teilschnitt eines abgewandelten Frisierstabs,

    Fig. 5 eine Kulissennut mit Kulissenstiften in Draufsicht und

    Fig. 6 einen Teilschnitt eines Frisierstabs mit einem Adapter anderer Ausführung.



    [0008] In den Fig. ist mit 1 ein Gehäuse des Frisierstabs bezeichnet, das außen eine Anzahl Ansätze 2 trägt. Das Gehäuse 1 nimmt ein Heizelement 3 und eine Abdeckung 4 für dieses auf, wobei zwischen der Abdeckung 4 und dem Gehäuse eine Dampfkammer 5 gebildet ist. Auf das Ende 1' des Gehäuses 1 ist ein ringförmiger Adapter 6 festlegbar. Der Adapter 6 nimmt einen Vorratsbehälter 7 für Wasser auf, das z.B. über einen Docht 8 oder einer porösen Einlage 9 gespeichert ist. Der Vorratsbehälter 7 ist entgegen der Wirkung einer Feder 10, die sich auf einem Sprengring 18 im Adapter 6 und einem Bund 11 des Vorratsbehälters 7 abstützt, in Richtung des Heizelements 3 einschiebbar. Beim Einschieben des Vorratsbehälters 7 werden Wasserteilchen freigegeben, die über die Öffnung 12 in die Dampfkammer 5 und weiter auf die Abdeckung 4 zur Erzeugung von Wasserdampf auftreffen, der frei über die Öffnungen 13 im Gehäuse 1, wie in Fig. 1 gezeigt, austritt. Bei Freigabe des Vorratsbehälters 7 gleitet dieser im Adapter 6 in die in der Fig. 1 gezeigte Endstellung zurück.

    [0009] Der Frisierstab der Fig. 2 weist bei an sich gleicher Ausgestaltung ein Gehäuse 1 auf, das mit geringerer Durchmessergröße ausgeführt ist. Das Ende 1' ist korrespondierend zum Adapter 6 ausgeführt, wodurch mittels des Adapters 6 der gleiche Vorratsbehälter 7 am Frisierstab der Fig. 2 ansteckbar ist. Zur Fixierung des Adapters 6 greifer frisierstabkörperfeste Stifte 19 in Nuten 20 des Adapters 6 ein.

    [0010] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind das Ende 1' eines mit großer Durchmessergröße gebildeten Frisi-rstabkörpers und der Adapter 6 mit Gewinden 14 versehen. Der dieser Art gebildete Adapter 6 hält durch Aufdrehen auf das Ende 1' den Vorratsbehälter 7 am Frisierstabkörper 1.

    [0011] Die Fig. 4 zeigt einen Frisierstabkörper 1, dessen Ende 1' eine Kulissennut 15, entsprechend Fig. 5 aufweist, während der mit dem Vorratsbehälter 7 einstückige Adapter 6 Kulissenstifte 16 aufweist. Durch Einschieben der Kulissenstifte 16 und eine Teildrehung des Adqters 6 bleibt bei Freigabe des Adapters 6 dieser und der Vorratsbehälter 7 am Körper 1 gehalten. Die Kulissennut 15 weist, wie in Fig. 5 gezeigt, einen schrägen Abschnitt 15' auf, der so gestaltet ist, daß nach einem Einschieben und nach Freigeben von Vorratsbehälter 7 und Adapter 6, die Kulissenstifte 16 unter dem Einfluss der Federkraft 17 auf die obere Begrenzungsfläche 15" auftreffen und in die obere Endstellung zurückbewegt werden. Wird eine Teildrehung auf den Adapter 6 ausgeübt, so werden die Kulissenstifte 16 in den axialen Bereich 15 "' der Kulissennut 15 gebracht, wodurch der Vorratsbehälter 7 und der Adapter 6 vom Frisierstabkörper 1 abnehmbar ist, etwa zum Auffüllen mit Wasser.

    [0012] In Fig. 6 ist auf das Ende 1' des Frisierstabkörpers 1 ein Adapter 6 aufgebracht, der als kappenförmiges Verschlußglied für die Dampfkammer 5 ausgeführt ist. Ein dieser Art ausgebildeter Adapter ermöglicht den Frisierstab als trockene Haarverformungseinrichtung zum Einsatz zu bringen.

    [0013] Während bei den Ausführungsbeispielen ein mit gleicher Durchmessergröße ausgeführter Adapter 6 Anwendung gefunden hat, besteht erfindungsgemäß auch die Möglichkeit als kinematische Umkehrung den Adapter 6 an im Durchmesser unterschiedlich großen Enden 1' anzupassen.


    Ansprüche

    1. Frisierstab od.dgl. mit einem elektrischen Heizelement und einem Vorratsbehälter für Wasser sowie einem Frisierstabkörper mit einer Dampfkammer und Durchtrittsöffnungen für den Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) in oder an einem Adapter (6) fest oder verschieblich angeordnet ist und daß der Vorratsbehälter (7) mittels des Adapters (6) an mit dem Adapter korrespondierend ausgebildeten Enden (1') von mit im Durchmesser verschieden großen Frisierstabkörpern (1) lösbar festlegbar ist.
     
    2. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) durch einen Ringkörper gebildet ist, der über eine axiale Steuerkurve (14) mit den Frisierstabkörperenden (1') verbindbar ist.
     
    3. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) durch einen Ringkörper gebildet ist, der mittels eines Renkverschlusses (19, 20) an den Enden (1') von Frisierstabkörpern (1) festlegbar ist.
     
    4. Frisierstab nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) im oder am Adapter (6) verschieblich ausgebildet ist und eine Einlage (9) aus saugfähigem oder porösem Werkstoff aufnimmt, die beim Verschieben des Vorratsbehälters (7) zusammenpreßbar ist und durch den Preßvorgang Wasserteilchen an die Heizeinrichtung (3) ableitet.
     
    5. Frisierstab nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) im oder am Adapter (6) verschieblich angeordnet ist und eine saugfähige Einlage (8) aufnimmt, die durch Verschieben des Vorratsbehälters (7) an die Heizeinrichtung (3, 4)-anpreßbar ist.
     
    6. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) durch einen Hohlkörper aus flexiblem Werkstoff gebildet ist, der im oder am Adapter (6) fixiert und mittels diesem an Frisierstabkörperendun (1') gehalten ist.
     
    7. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) und der Adapter (6) miteinander fest verbunden oder einstückig ausgebildet sind und gemeinsam gleichzeitig verschieblich an Frisierstabkörperenden (1') angreifen.
     
    8. Frisierstab nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (7) und der Adapter (6) miteinander fest verbunden oder einstückig ausgebildet sind und mittels Haltezapfen (16) in Kulissennuten (16) der Frisierstabkörperenden (1') eingreifen, die den Vorratsbehälter (7) und den Adapter (6) beim Längsbewegen am Frisierstabkörper halten und bei mit Teildrehungen kombinierten Längsbewegungen von den Frisierstabkörperenden (1') freigeben.
     
    9. Frisierstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) eine geschlossene Kappe bildet, die auf korrespondierende Enden (1') von Frisierstabkörpern (1) als Verschlußglied lösbar fest aufbringbar ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht