[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerhacker-Vorrichtung zum Zerkleinern von brennbarem
Stückgut mit einem Gehäuse, das eine Zufuhröffnung für das zu zerkleinernde Stückgut
und eine Austrittsöffnung für das zerkleinerte Gut aufweist, und einer rotierenden
Messerwelle, die in Ausnehmungen angeordnete, mittels Spannkeilen und Andrückplatten
oder Messerhaltern befestigte Messer aufweist, welche mit zumindest einer Schlagleiste,
die im Abstand von der Welle angeordnet ist, kooperieren. Derartige Vorrichtungen
ermöglichen es, Kunststoffteile, Abfallhölzer aller Art, z. B. aus Möbelfabriken,
aus der Furnierverarbeitung, Bauholz, Astholz, Holzabfälle od. dgl. in Teilchen gewünschter
Größe zu zerteilen und zu zerkleinern. Sie werden z. B. zur Herstellung von automatisch
verfeuerbarem Brennholz, zur Holzzerkleinerung für die Papier- und Zellstoffindustrie
oder zur Aufarbeitung von Kunststoff eingesetzt.
[0002] Im Gegensatz zu Holzzerspanungs-Vorrichtungen, bei welchen das Holz üblicherweise
parallel zur Holzfaser in Späne zerkleinert wird, die beispielsweise für die Spanplattenindustrie
bestimmt sind, werden Zerhacker wesentlich härteren Beanspruchungen ausgesetzt. Die
Messer derartiger Zerhacker müssen imstande sein, das Holz in jeder Richtung, also
auch schräg oder quer zur Faser zu zerkleinern, weiters auch knorrige Holzteile, Astansätze,
Rindenstücke od. dgl. zu zerteilen und sie sollen sogar dann noch einwandfrei und
möglichst ohne Maschinenstillstand arbeiten, wenn Holz zerkleinert wird, in welchem
von einer früheren Benutzung womöglich noch Nägel, Schrauben, Klammern oder andere
Metallteile vorhanden sind, wie dies bei Bau-oder Möbelholz der Fall sein kann. Verständlicherweise
sind insbesondere die Messer solcher Holzzerhacker außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt,
sei es, daß das Holz an sich dem Zerteilen wesentlich mehr Widerstand entgegensetzt,
sei es, daß im Holz enthaltene Metallteile direkt mit den schnell bewegten, meist
rotierenden Hack-Messern in Kontakt kommen, welche dann außerordentlichen Beanspruchungen
hinsichtlich Bruchfestigkeit und Kerbschlag ausgesetzt sind.
[0003] Bei Holzzerhackern mit rotierenden Messern sind im wesentlichen zwei Grundtypen in
Gebrauch, nämlich solche, bei denen die Messer auf einer rotierenden Scheibe, und
solche, bei denen die Messer in Ausnehmungen einer durch einen Drehkörper, z. B. einen
Zylinder, gebildeten Messerwelle auf deren Mantel angeordnet sind. Holzzerhacker mit
scheibenförmigen Messerkörpern sind beispielsweise in den AT-PS-180 722 und 342 285
beschrieben. Ein Holzzerspaner, der auch kleinstückiges Abfallholz zu verarbeiten,
also zu zerhacken, imstande sein soll, ist in der AT-PS-193126 beschrieben. allerdings
scheint sich dieser für ein Zerhacken von Abfallholz ganz allgemein, das auch Metallteile
enthalten kann, nicht zu eignen.
[0004] Aus der AT-PS-342285 wird die Verwendung von Wendemessern für den scheibenförmigen
Messerkörper bekannt. Derartige Holzzerhacker werden beispielsweise zur Herstellung
von Spänen für die Zellstoffindustrie eingesetzt, wobei eine gleichmäßige u.nd relativ
geringe mechanische Belastung der Messer auftritt.
[0005] Aus der DE-OS-27 09 360 wird die Verwendung eines Wegwerfmessers für eine Messerwelle
bekannt, wobei die Messerwelle in einer Vorrichtung zum Hobeln und Zerkleinern von
Holz, Kunststoff oder sonstigem Material eingesetzt ist. Auch hier treten nur relativ
geringe Kräfte auf.
[0006] Im Handel sind sogenannte Rotorhacker erhältlich, bei denen das Abfallholz zwischen
zwei Förderbändern gefaßt, von diesen der rotierenden Messerwalze zugeführt und dort
zwischen Rotormessern und Gegenmessern zerhackt wird. Die erhaltenen Hackspäne fallen
dann durch ein mit Schlagleisten ausgestattetes Sieb und werden pneumatisch abtransportiert.
Alle Teile der bisher bekannten Holzzerhacker sind entsprechend den von ihnen zu verkraftenden,
hohen Belastungen äußerst robust gebaut, insbesondere aber die auf diesen Maschinen
eingesetzten Hackmesser, deren langgezogene Klinge mit beträchtlicher « Stärke" zum
größten Teil in den schräg zur Oberfläche der Messerwalze in diese eingelassenen Ausnehmungen
angeordnet ist, wobei nur der Bereich der sich an der Schmalseite der Klinge befindlichen
Schneide in jeweils auf die Hackschnitzel-Größe eingestelltem Maß über den Mantel
der Messerwalze hinausragt.
[0007] Die Messer der Zerhacker müssen infolge der überaus harten Beanspruchung im Betrieb
häufig nachgeschliffen werden. Dazu müssen sie aus der Ausnehmung in der Messerwelle
ausmontiert, danach geschliffen und schließlich wieder einmontiert werden. Neben dem
relativ hohen Aufwand bei der Herstellung der bisher üblichen robusten, großen, nachschleifbaren
Messer ist insbesondere der Aufwand, den das Nachschleifen dieser Messer mit sich
bringt, ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Weiters muß die Welle mit den
nachgeschliffenen Messern ausgewuchtet sein.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei Zerhackervorrichtungen unter Verzicht
auf den Einsatz der bisher üblichen, robusten Messer das aufwendige Nachschleifen
der Hackmesser zu vermeiden und eine Zerhackervorrichtung zu schaffen, in deren Messerwelle
billig, z. B. in Massenproduktion, herzustellende Messer eingesetzt werden können,
und bei dem im Falle einer Beschädigung oder eines Stumpfwerdens der Messer nur mehr
ein kurzes Auswechseln notwendig ist. Bei Holzzerspanungsmaschinen, bei denen das
Holz immer etwa faserparallel in Späne zerteilt wird und daher die Beanspruchung der
Messer nur einen Bruchteil der Beanspruchung von Zerhacker-Messern beträgt, werden
schon seit geraumer Zeit einfach herzustellende Einweg-Messer verwendet, die nach
ihrem Stumpfwerden durch neue Messer ersetzt werden. Diese Einwegmesser sind im Vergleich
zu den vorher für Holzzerspaner verwendeten, nachschleifbaren Messern wesentlich dünner
und die Dimension der Klinge ist ebenfalls wesentlich geringer.
[0009] Bisher bestand in der Fachwelt die Auffassung, daß derartig dünne und « kurze » Einwegmesser
zwar durchaus den relativ geringen Beanspruchungen beim Zerspanen von Holz parallel
zur Faserrichtung gewachsen sind, daß aber deren Anwendung für Zerhackervorrichtungen
mit den bekannt schwierigen und harten Betriebsbedingungen außerhalb jeder Diskussion
stand.
[0010] Es wurde nun gefunden, daß sich derartige Einweg-Messer auch für den äußerst harten
Einsatz in Zerhacker-Vorrichtungen mit rotierenden Messerwellen eignen, und daß sie
neben dem Wegfallen eines Nachschleifens den Vorteil aufweisen, häufig sogar beanspruchsfester
zu sein als die bisher in Zerhackern ausschließlich eingesetzten äußerst robust gebauten,
nachschleifbaren Messer.
[0011] Gegenstand der Erfindung ist demnach eine Zerhacker-Vorrichtung zum Zerkleinern von
brennbarem Stückgut, mit einem Gehäuse, das eine Zufuhröffnung für das zu zerkleinernde
Stückgut und eine Austrittsöffnung für das zerkleinerte Gut aufweist, und einer rotierenden
Messerwelle, die in Ausnehmungen angeordnete, mittels Spannkeilen und Andrückplatten
oder Messerhaltern befestigte Messer aufweist, welche mit zumindest einer Schlagleiste,
die im Abstand von der Welle angeordnet ist, kooperieren, die dadurch gekennzeichnet
ist, daß
a) als Messer Einwegmesser verwendet sind,
b) jedes Einwegmesser formschlüssig in einem Messerträger gehalten ist, wobei eine
stufenförmige Ausnehmung oder ein entsprechender Anschlag am Messerträger vorgesehen
ist,
c) jeder Messerhalter so ausgebildet ist, daß das Einwegmesser gegen den Messerträger
gedrückt ist, und
d) jeder Messerträger so ausgebildet ist, daß er im wesentlichen die auf das Einwegmesser
ausgeübten mechanischen Belastungen aüfnimmt.
[0012] Dadurch, daß jedes Einwegmesser im Messerträger bzw. Messerhalter formschlüssig gehalten
ist, kommen diese Messer immer in die erwünschte Stellung und weisen den erforderlichen
Vorstand gegenüber der Messerwelle auf. Weiters ist über den Messerträger, der mit
der Messerwelle integriert sein kann, eine optimale Übertragung der mechanischen Kräfte
vom Messer auf die Messerwelle gewährleistet, sodaß die Messer auch stärksten mechanischen
Beanspruchungen gewachsen sind.
[0013] Gemäß einem weiteren Merkmal ist vorteilhaft vorgesehen, daß der Messerträger Feder
oder Bolzen aufweist, und die Andrückplatte vorzugsweise eine Spanführung. Durch diese
Ausbildung des Messerhalters kann ein besonders schneller Austausch der Einwegmesser
vorgenommen werden, wobei durch eine Spanführung auf der Andrückplatte ein vorzeitiges
Eindringen des zu zerkleinernden Stückgutes zwischen Messer und Andrückplatte verhindert
wird.
[0014] Ist der Messerträger, gesehen in Drehrichtung der Messerwelle, hinter dem durch die
Andrückplatte gegen ihn gedrückten Einwegmesser angeordnet, so ist eine Anordnung
geschaffen, die geeignet ist, ohne Einbußen die nachschleifbaren Messer bisheriger
Holzzerhacker-Messerwellen zu ersetzen.
[0015] Ist der das Einwegmesser tragende Messerträger in einer langgestreckten, die Messerwelle
etwa sekantenartig durchdringenden Ausnehmung angeordnet und erstreckt er sich im
wesentlichen durch die Messerwelle hindurch, so kann der Messerträger an der dem Einwegmesser
gegenüberliegenden Seite auch bei bereits eingefühten Einwegmessern so justiert werden,
daß der erwünschte Vorstand, bezogen auf die Oberfläche der Welle, leicht nachjustiert
werden kann.
[0016] Entspricht die aus Messerträger, Andrückplatte und dem im oberen Bereich des Messerträgers
zwischen Andrückplatte und Messerträger in dessen Ausnehmung angeordneten, beispielsweise
mittels Nut, Zapfen oder Stift in Lage gehaltenen Einwegmesser gebildete Ein- 'baugruppe
in ihrer Gesamtkontur im wesentlichen dem Umriß der bisher verwendeten Einbaugruppe
aus nachschleifbarem Messer und Messerhalter, so ist ein problemloser Ersatz der bisherigen
nachschleifbaren Messer ermöglicht, wobei die Nachteile der nachschleifbaren Messer,
wie z. B. hohe Montagezeiten, Unwucht der Welle usw., leicht vermeidbar sind.
[0017] Ist der Messerträger aus einem zähen, hohe Festigkeit aufweisenden Metall, vorzugsweise
aus vergütetem Stahl mit verschleißfester, z. B. nitrierter Oberfläche gefertigt,
so kann er besonders hohe Kräfte aufnehmen, was beispielsweise bei einem nachschleifbaren
Messer nicht erreichbar ist, gleichzeitig kann der Verschleiß an den Oberflächen gering
gehalten werden.
[0018] Sind die Einwegmesser aus gehärtetem Stahl gefertigt und an ihren Schneiden zusätzlich
gehärtet, so können diese, selbst wenn ihre Schneiden teilweise Scharten aufweisen,
noch eine hohe Schärfe besitzen, da die Stücke, welche aus der Schneide herausgebrochen
werden, scharfkantig sind, sodaß das Messer an dieser Stelle erneut eine Schneide
aufweist.
[0019] Weist die, vorzugsweise aus gehärtetem Stahl gefertigte Andrückplatte an ihrer Vorderseite
eine konkav gekrümmte, gegen die Schneide des Einwegmessers geführte Fläche auf und
endigt deren oberes Ende knapp unterhalb der Schneide des Einwegmessers, so ist eine
besonders gute Führung des zerkleinerten Stückgutes möglich, wobei gleichzeitig ein
Eindringen desselben zwischen Messer und Andrückplatte selbst über lange Zeitspannen
wirksam verhindert wird, wodurch ein einwandfreier, nichtvibrierender Sitz der Einwegmesser
gewährleistet ist.
[0020] Ist der Messerträger an seinem oberen Ende mit einer abgeschrägten Fläche versehen,
welche gegen die schräge Fläche hinter der Schneide des Einwegmessers abgesetzt ist,
so ist ein besonders vibrationsfreier Sitz der Messerklinge im Messerträger gegeben,
da sich zwischen Einweg- messer und Messerträger nur schwer das zu zerkleinernde Gut
ablagern kann, wobei gleichzeitig die erforderliche Stabilität noch immer gewährleistet
ist.
[0021] Ist der Messerträger mit der Messerwelle justierbar, z. B. über eine Stellschraube,
und unabhängig vom Spannkeil verbunden, z. B. verschraubt, so kann ein besonders rascher
und einfacher Austausch der Einwegklinge vorgenommen werden, wobei das Einwegmesser
immer die exakt erforderliche Lage einnimmt und jegliche Unwucht, die zu großen Beanspruchungen
des Lagers und gegebenenfalls der Kupplung zwischen Welle und dem Motor führt, vermieden
wird.
[0022] Sind die Ausnehmungen der Messerwelle sacklochartig ausgebildet, so können Messerhalter,
Andrückplatte und Spannkeil besonders klein ausgebildet werden, wodurch einerseits
leichtere Manipulierbarkeit gegeben ist und andererseits die Austauschteile nicht
materialaufwendig gefertigt sein müssen.
[0023] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert :
Es zeigen :
Figur 1 einen Längsschnitt durch die Messeranordnung eines bisher üblichen Holzzerhackers
mit nachschleifbaren Messern,
Figur 2 einen Längsschnitt durch die Messeranordnung eines erfindungsgemäßen Holzzerhackers,
Figur 3 ebenfalls einen Längsschnitt durch die Messeranordung eines erfindungsgemäßen
Holzzerhackers und
Figur 4 eine Ansicht dieser Messeranord- , nung von oben.
[0024] Bei der Messeranordnung der Fig. 1 sind in einer schlitzförmigen Ausnehmung bzw.
Nut 4 im Messerwellenkörper 5 der mittels einer Einstellschraube 9 höhenverstellbare
Messerhalter 1 mit einem L-förmigen Ansatz 1a an seinem, der Schneide 2a des Messers
2 abgekehrten unteren Ende und das an ihm anliegende, mittels verschiebbarer Schraubverbindung
10 mit ihm verbundene, nachschleifbare Messer 2 angeordnet, dessen Schneide 2a in
einem jeweils gewünscht einstellbaren Abstand über den Mantel des Messerwellenkörpers
5 hinausragt. Mittels des mit einer Festklemmschraube 8 in einer trapezförmigen, mit
der Nut 4 in Verbindung stehenden, Ausnehmung 7 angeordneten, federartig ausgebildeten,
etwa trapezförmigen Querschnitt aufweisenden Spannkeiles 6 wird der obere Teil des
Messerhalters 1 gegen die Brust der Klinge des Messers 2 gepreßt, das seinerseits
mit seiner Rückseite gegen die Wandung der Ausnehmung 4 der Messerwelle 5 gedrückt
wird. Im oberen Teil des Messerhalters 1 ist gegen den Spannkeil 6 hin eine Ausnehmung
1b vorgesehen, in welche ein Vorsprung 6a am Spannkeil ragt. Damit ist sichergestellt,
daß, selbst wenn der Spannkeil 6 nicht fest sitzen sollte, bei Rotation der Messerwelle
ein Herausschleudern des Messerhalters 1 und des Messers mit Sicherheit verhindert
wird.
[0025] Die in Fig. 2 gezeigte Messeranordnung eines erfindungsgemäßen Holzzerhackers stimmt
teilweise mit jener nach Fig. 1 überein und gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleichartige
bzw. gleiche Teile. Der Pfeil x gibt die Drehrichtung an. Die Messerhalterung dieser
Anordnung ist geteilt und besteht aus dem Messerträger 1, der am unteren Ende einen
lösbar mit ihm verbundenen, L-förmigen Ansatz 1 aufweist und der Funktion nach dem
bisher üblichen Messerhalter entspricht. Im wesentlichen nimmt er den Platz des bisherigen
nachschleifbaren Messers ein und liegt mit seiner Rückseite an der hinteren Wand der
sekantenartigen Ausnehmung 4 in der Messerwelle 5 an. Der Messerträger 1 weist in
seinem oberen Teil eine stufenförmige Ausnehmung 1e zur Aufnahme des Einwegmessers
2 auf. Dem Einwegmesser 2 kommt praktisch nur mehr die reine Funktion des Schneidens
bzw. Zerhackens zu, während der Messerträger 1, dessen abgeschrägte, hinter dem Einwegmesser
2 befindlichen Oberseite gegen die Schräge der Schneide des Messers nur wenig, z.
B. 0,5-2 mm, abgesetzt' ist, die Festigkeits-Funktion übernimmt. Der Messerträger
1 nimmt praktisch alle auf das Messer beim Zerhacken einwirkenden Schläge und Belastungen
auf, die bisher die robust gebauten Klingen der nachschleifbaren Messer selbst übernehmen
mußten. An die Stelle des bisherigen oberen Teiles des Messerhaltes, den der Spannkeil
gegen das nachschleifbare Messer zu dessen Festklemmen preßt, tritt die mittels einer
Ausnehmung 3a in einen Vorsprung 1c der Vorderseite des Messerträgers 1 eingreifende
Andrückplatte 3, welche mittels Spannkeil 6 gegen die Brust des Einwegmessers 2 gepreßt
ist, welches selbst durch den Stift 1d (an seiner Stelle kann auch bei entsprechender
Ausbildung eine Feder oder Nut vorgesehen werden) des Messerhalters in Lage gehalten
ist und selbst gegen die Vorderseite des Messerträgers 1 gedrückt wird. Mittels einer
im Bereich unterhalb der Andrückplatte 3 in einem Gewinde in der Messerwelle 5 vorgesehenen
Stellschraube 10 kann ein fester Sitz des Messerträgers 1 in deren Ausnehmung 4 eingestellt
werden. Mittels der Stellschraube 9 am Fuß 1a des Messerträgers 1 kann der Überstand
der Baueinheit von Messer 2, Andrückplatte 3 und Messerträger 1 über die Messerwellen-Oberfläche
eingestellt werden, wobei gegebenenfalls der Fuß 1a zur Einstellbarkeit bei eingebauter
Einheit abgenommen werden kann. Bei der in der Fig. 3 und 4 dargestellten, ebenfalls
der Erfindung entsprechenden Ausführungsform einer Messeranordnung ist im Messerwellenkörper
5 keine gesonderte Nut zur Aufnahme des Messerträgers 1 vorgesehen. vielmehr ist die
sacklochförmige Ausnehmung 7 zur Aufnahme des Spannkeiles 6 vergrößert und an deren
Rückwand ist mittels in diese eingelassener Schraube 10 der ein entsprechendes Langloch
aufweisende, verschieb- und fixierbare und mittels Schraube 10 in gewünschter Höhe
einstellbare Messerträger 1 befestigt. In einer stufenförmigen Ausnehmung im Oberteil
des Messerträgers 1 ist das mittels Stift oder Zapfen 1d in Lage gehaltene, mit seiner
Schneide knapp über die Kontur des Messerträgers 1 hinausragende Einwegmesser 2 eingesetzt,
das mittels der durch den Spannkeil 6 angepreßten Andrückplatte 3 gegen die Hinterwand
der stufenförmigen Ausnehmung 1e des Messerträgers 1 für die Aufnahme des Einwegmessers
2 gepreßt ist.
[0026] Die Andrückplatten der Ausführungsformen der Fig. 2 bis 4 weisen an ihrer Vorderseite
eine konkav gekrümmte, gegen die Schneide des Einwegmessers 1 geführte Spanablauf-Fläche
auf. Das obere Ende der Andrückplatte 3 reicht über die Erzeugende des Messerwellenmantels
hinaus und endet knapp, beispielsweise 1-5 mm, unterhalb der Schneide des Einwegmessers
2, auf diese Weise das Messer optimal gegen Belastungen schützend. Die Dicke der Klinge
des Einwegmessers beträgt etwa 1,5-4 mm, die Länge des Messers beispielsweise 25-50
mm.
1. Zerhacker-Vorrichtung zum Zerkleinern von brennbarem Stückgut, mit einem Gehäuse,
das eine Zufuhröffnung für das zu zerkleinernde Stückgut und eine Austrittsöffnung
für das zerkleinerte Gut aufweist, und einer rotierenden Messerwelle (5), die in Ausnehmungen
(4) angeordnete, mittels Spannkeilen (6) und Andrückplatten (3) oder Messerhaltern
befestigte Messer aufweist, welche mit zumindest einer Schlagleiste, die im Abstand
von der Welle angeordnet ist, kooperieren, dadurch gekennzeichnet, daß
a) als Messer Einwegmesser (2) verwendet sind,
b) jedes Einwegmesser (2) formschlüssig in einem Messerträger (1) gehalten ist, wobei
eine stufenförmige Ausnehmung (1e) oder ein entsprechender Anschlag am Messerträger
(1) vorgesehen ist,
c) jeder Messerhalter so ausgebildet ist, daß das Einwegmesser (2) gegen den Messerträger
(1) gedrückt ist, und
d) jeder Messerträger (1) so ausgebildet ist, daß er im wesentlichen die auf das Einwegmesser
(2) ausgeübten mechanischen Belastungen aufnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger (1) Feder
oder Bolzen (1d) aufweist, und die Andrückplatte (3) vorzugsweise eine Spanführung.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger
(1), gesehen in Drehrichtung der Messerwelle (5), hinter dem gegen ihn gedrückten
Einwegmesser (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der das
Einwegmesser (2) tragende Messerträger (1) in einer langgestreckten, die Messerwelle
etwa sekantenartig durchdringenden Ausnehmung (4) angeordnet ist und sich im wesentlichen
durch die Messerwelle (5) hindurch erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus
Messerträger (1), Andrückplatte (3) und dem im oberen Bereich des Messerträgers (1)
zwischen Andrückplatte (3) und Messerträger (1) in dessen Ausnehmung (1e) angeordneten,
beispielsweise mittels Nut, Zapfen oder Stift (1d) in Lage gehaltenen Einwegmesser
(2) gebildete Einbaugruppe in ihrer Gesamtkontur im wesentlichen dem Umriß einer bisher
verwendeten Einbaugruppe aus nachschleifbarem Messer und Messerhalter entspricht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger
(1) aus einem zähen, hohe Festigkeit aufweisenden Metall, vorzugsweise vergütetem
Stahl mit verschleißfester, z. B. nitrierter Oberfläche, gefertigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-
messer (2) aus gehärtetem Stahl gefertigt sind und an ihren Schneiden (2a) zusätzlich
gehärtet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die,
vorzugsweise aus gehärtetem Stahl gefertigte, Andrückplatte (3) an ihrer Vorderseite
eine konkav gekrümmte, gegen die Schneide (2a) des Einwegmessers (29 geführte Fläche
aufweist und daß deren oberes Ende Knapp unterhalb der Schneide (2a) des Einwegmessers
(2) endet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerträger
(1) an seinem oberen Ende eine abgeschrägte Fläche aufweist, welche gegen die schräge
Fläche hinter der Schneide (2a) des Einwegmessers (2) abgesetzt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Messerträger (1) mit der Messerwelle (5) justierbar, z. B. über eine Stellschraube
(9), und unabhängig vom Spannkeil (6) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (4) der Messerwelle (5) sacklochartig bzw. nutförmig ausgebildet
sind.
1. Chopping device for comminuting combustible material, comprising a housing having
a feed opening for the material to be broken up and an outlet opening for the comminuted
material, and a rotating blade shaft (5) which has blades arranged in recesses (4)
and secured by means of clamping wedges (6) and pressure plates (3) or blade retainers,
which blades cooperate with at least one beating arm arranged at a distance from the
shaft, characterised in that
a) disposable blades (2) are used as blades,
b) each disposable blade (2) is positively locked in a blade holder (1), a stepped
recess (1e) or a corresponding stop being provided on the blade holder (1),
c) each blade holder is formed such that the disposable blade (2) is pressed against
the blade holder (1), and
d) each blade holder (1) is formed such that it absorbs the mechanical load exerted
on the disposable blade (2).
2. Device according to claim 1, characterised in that the blade holder (1) comprises
a tongue or a bolt (1d) and the pressure plate (3) preferably comprises a chip deflector.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that, viewed in the direction
of rotation of the blade shaft (5), the blade holder (1) is arranged behind the disposable
blade (2) which presses against it.
4. Device according to any one of the claims 1 to 3, characterised in that the blade
holder (1) supporting the disposable blade (2) is arranged in an elongated recess
(4) passing approximately in the manner of a secan.t through the blade shaft, and
extends substantially through the blade shaft (5).
5. Device according to any one of the claims 1 to 4, characterised in that the overall
profile of the assembly unit formed by the blade holder (1), the pressure plate (3),
and the disposable blade (2) which is arranged in the upper region of the blade holder
(1) between the pressure plate (3) and the blade holder (1) in the recess (1e) of
the blade holder (1) and secured in position for example by means of a groove, a peg,
or a pin (1), corresponds substantially to the profile of an assembly unit used till
now comprising a blade which can be resharpened and a blade holder.
6. Device according to any one of the claims 1 to 5, characterised in that the blade
holder (1) is manufactured from a toughened metal having a high degree of rigidity,
preferably heat-treated steel with a wear-resistant, for example nitrided surface.
7. Device according to any one of the claims 1 to 6, characterised in that the disposable
blade (2) is manufactured from hardened steel and is its cutting edges (2a) are subjected
to additional hardening.
8. Device according to any one of the claims 1 to 7, characterised in that the pressure
plate (3), made preferably from hardened steel, comprises on its front face a concave
curved surface offset against the cutting edge (2a) of the disposable blade (2), and
its upper edge ends just below the cutting edge (2a) of the disposable blade (2).
9. Device according to any one of the claims 1 to 8, characterised in that at its
upper edge the blade holder (1) comprises an inclined surface, which is offset against
the inclined surface behind the cutting edge (2a) of the disposable blade (2).
10. Device according to any one of the claims 1 to 9, characterised in that the blade
holder (1) is connected to the blade shaft (5) independently of the clamping wedge
(6) and so that it can be adjusted, for example via a coarse pitch screw (9).
11. Device according to any one of the claims 1 to 3 or 5 to 10, characterised in
that the recesses (4) of the blade shaft (5) are formed in the manner of a blind hole
or a groove.
1. Dispositif hacheur pour la fragmentation de matière en morceaux combustible, comportant
une enveloppe qui présente une ouverture d'amenée pour la matière en morceaux à fragmenter
et une ouverture de sortie pour la matière fragmentée, et un arbre de couteaux tournant
(5) qui présente des couteaux disposés dans des évidements (4), fixés au moyen de
coins de serrage (6) et de plaques de poussée (3) ou de porte-couteau et qui coopèrent
avec au moins une baguette de butée qui est disposée à distance de l'arbre, caractérisé
par le fait,
a) que l'on utilise comme couteaux des couteaux jetables (2),
b) que chaque couteau jetable (2) est retenu rigidement dans un support de couteau
(1), un évidement en gradin (1e) ou une butée correspondante étant prévus sur le support
de couteau (1
c) que chaque porte-couteau est constitué de telle sorte que le couteau jetable (2)
est poussé contre le support de couteau (1), et
d) que chaque support de couteau (1) est constitué de telle sorte qu'il absorbe pratiquement
les efforts mécaniques exercés sur le couteau jetable (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le support de
couteau (1) présente des clavettes ou des goupilles (1d) et la plaque de poussée (3),
de préférence un guide de copeaux.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que le
support de couteau (1), vu dans le sens de rotation de l'arbre de couteaux (5), est
disposé derrière le couteau jetable (2) poussé contre lui.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le
fait que le support de couteau (1) portant le couteau jetable (2) est disposé dans
un évidement allongé (4) traversant l'arbre de couteaux à peu près à la façon d'une
sécante et qu'il s'étend pratiquement à travers l'arbre de couteaux (5).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le
fait que le groupe d'installation formé du support de couteau (1), de la plaque de
poussée (3) et du couteau jetable (2) disposé dans la région supérieure du support
de couteau (1), entre plaque de poussée (3) et support de couteau (1), dans l'évidement
(1e) de celui-ci, retenu en position par exemple au moyen d'un écrou, d'un tenon ou
d'une goupille (1d), correspond pratiquement en son contour global au contour du groupe
d'installation utilisé jusqu'ici, formé du couteau réaffûta- ble et du porte-couteau.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par le
fait que le support de couteau (1) est formé d'un métal tenace présentant une grande
résistance, de préférence d'acier traité à surface résistant à l'usure, par exemple
nitrurée.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le
fait que les couteaux jetables (2) sont fabriqués en acier trempé et en outre trempés
à leurs tranchants (2a).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé par le
fait que la plaque de poussée (4), de préférence fabriquée en acier trempé, présente
à son côté antérieur une surface à courbure concave guidée contre le tranchant (2a)
du couteau jetable (2) et que son extrémité supérieure se termine juste en dessous
du tranchant (2a) du couteau jetable (2).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé par le
fait que le support de couteau (1) présente à son extrémité supérieure une surface
biseautée qui est dégradée vers la surface oblique derrière le tranchant (2a) du couteau
jetable (2).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé par le
fait que le support de couteau (1) est relié à l'arbre de couteaux (5) de façon réglable,
par exemple grâce à une vis de réglage (9) et indépendamment du coin de serrage (6).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3 ou 5 à 10, caractérisé
par le fait que les évidements (4) de l'arbre de couteaux (5) sont en forme de trous
borgnes ou de rainures.