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EP 0 054 686 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.01.1985 Patentblatt 1985/05 |
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Anmeldetag: 26.10.1981 |
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Verfahren zur Herstellung eines ungewebten textilen Flächengebildes sowie ungewebtes
textiles Flächengebilde
Process for manufacturing a non woven textile sheet, and the non woven textile sheet
Procédé de fabrication d'un voile textile non-tissé ainsi que le voile textile non-tissé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
23.12.1980 CH 9506/80
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.1982 Patentblatt 1982/26 |
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Anmelder: BREVETEAM S.A. |
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CH-6300 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Lesser, Karl-Bolko, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt & European Patent Attorney
Gnesener Strasse 2 85276 Pfaffenhofen 85276 Pfaffenhofen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen, nichtgewebten,
textilen Flächengebildes gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 und ein mehrschichtiges,
nichtgewebtes, textiles Flächengebilde gemäß Oberbegriff des Anspruches 10.
[0002] Ein solches bekanntes Verfahren und das gattungsgemäße Flächengebilde sind aus der
DE-A-2.452.136 bekannt. Bei dem bekannten Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen,
nichtgewebten, textilen Flächengebildes mit einer getufteten und zusätzlich strukturierten
Gebrauchsoberfläche aus einer Unterschicht, einer im Ausgangszustand glatten, geschlossene
oder offene Florschlingen tragenden Trägerschicht, sowie einer beim fertigen Erzeugnis
strukturierten bzw. gemusterten Schlingenflorschicht, welche die Gebrauchsoberfläche
bildet, bei dem man von der rückwärtigen Oberfläche der Trägerschicht her Fasern aus
der Unterschicht mindestens teilweise durch diese Trägerschicht hindurchnadelt, werden
Einzelfasern aus der Unterschicht in freie Räume, diese voll ausfüllend, einer getufteten,
ein ausgesprochen niedriges Florgewicht aufweisenden Schlingenflorschicht des Flächengebildes
hineingenadelt. Um eine vollflächige Bedeckung der Oberseite des Flächengebildes zu
erreichen und um der Schlingenflorschicht trotz des niedrigen Florgewichtes eine ausreichende
Stabilität zu geben, ist eine intensive und starke Vernadelung erforderlich, bei der
eine große Menge von Einzelfasern zum vollständigen Ausfüllen in die freien Räume
hineingenadelt werden müssen, was zu einem Produkt mit einheitlicher Oberfläche führt.
[0003] Bei diesem bekannten textilen Flächengebilde sind die Musterungsmöglichkeiten auf
die Eigenschaften vernadelter, offen hervorstehender Einzelfasern beschränkt, die
der Schlingenflorschicht, wie dies dort gewünscht wird, das Aussehen eines Tip-sheared-Artikels
bzw. eines offenpoligen Artikels mit gleichmäßiger Struktur geben.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Herstellungsverfahren
für ein textiles Flächengebilde der eingangs genannten Art zu schaffen, welches ein
beliebiges oder gezieltes Ergänzen der Schlingenflorschicht mit Fasermaterial zulassen
und mit dem ein textiles Flächengebilde erhalten werden soll, das beliebige Muster
und/oder Strukturen aufweisen kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß
besteht die Unterschicht aus kugel- bis wurmförmigen Fasergebilden aus sphärisch verwickelten
Fasern oder enthält solche, wobei nun mindestens ein Teil dieser kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde unter Veränderung ihrer ursprünglichen Gestalt so durch die Trägerschicht
genadelt werden, daß sie sich mit ihrem kugelartig ausgebildeten Kopfteil in die die
Gebrauchsoberfläche bildende Schlingenflorschicht erstrecken.
[0006] Aus den beiden EP-Veröffentlichungen 0.013.428 und 0.013.427 sind kugel- bis wurmförmige
Fasergebilde aus sphärisch verwickelten Fasern und Fäden bekannt, die dort allgemein
als Kugelgarne bezeichnet werden. Zur näheren Erläuterung wird deshalb auf diese beiden
EP-Veröffentlichungen verwiesen. Diese Kugelgarne werden gemäß den bekannten Veröffentlichungen
dadurch miteinander oder mit einer Trägerschicht verbunden, daß einzelne Haltefasern
den Kugelgarnen entnommen werden und in andere Kugelgarne bzw. in die Trägerschicht
eingebracht werden (aktiv vernadelt) oder daß der Trägerschicht entnommene Haltefasern
in diese Kugelgarne eingebracht werden (passiv vernadelt).
[0007] Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß auch kugel- bis wurmförmige Fasergebilde
aus sphärisch verwickelten Fasern oder Fäden durch eine Trägerschicht hindurch in
eine polhaltige, getuftete Schlingenflorschicht eingebracht werden können, um diesselbe
zu ergänzen. Infolge der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde kann daher mit bereits
geringerem Aufwand an Fasermaterial die Schlingenflorschicht mit demselben auf- oder
ausgefüllt werden. Es wird damit ein mehrschichtiges, nichtgewebtes, textiles Flächengebilde
mit einer von der Trägerschicht getragenen, getufteten, polhaltigen Schlingenflorschicht
geschaffen, wobei die Unterschicht aus kugel- bis wurmförmigen Fasergebilden besteht
oder solche enthält und mindestens ein Teil dieser kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
mit anderer Gestalt so durch die Trägerschicht hindurchgenadelt vorliegen, daß sie
sich mit ihrem kugelartig ausgebildeten Kopfteil in die die Gebrauchsoberfläche bildende
Schlingenflorschicht erstrecken.
[0008] Es sind nun beliebige Möglichkeiten für die Strukturierung und/oder Musterung des
textilen Flächengebildes geschaffen, da die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde beliebig
oder in gewünschter, d. h., gezielter Weise zur Bemusterung oder Strukturierung verteilt
in der Schlingenflorschicht vorliegen können.
[0009] Die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde können auf beliebige Weise in die Schlingenflorschicht
durch die Trägerschicht hindurch genadelt werden, wodurch ein besonders einfaches
Verfahren zur Herstellung verwendet werden kann.
[0010] Die Tatsache, daß die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde durch die Trägerschicht
hindurchgehen, hängt von der Beschaffenheit, wie der Dichte der Fasergebilde und der
Faserart ab, so daß sie ohne größere Beschädigung oder Zerstörung durch die Trägerschicht,
z. B. durch Öffnungen in derselben, hindurchgeschoben oder hindurchgezwängt werden
können. In vorteilhafterweise besitzen die Fasergebilde daher eine hohe Dichte der
Fasern in denselben. Es können Kugelgarne mit einer Dichte der Fasern oder Fäden von
0,3 bis 1 g/cm
2 vorliegen. Die Fasergebilde können bis an die Oberseite der Schlingenflorschicht
oder über dieselbe hinaus genadelt werden. Sie können aber auch nur bis in die Schlingenflorschicht
hinein, z. B. in deren freie Räume, genadelt sein und zwischen den Schlingen eines
getufteten Polgarns vorliegen, aus welchen die Schlingenflorschicht hergestellt sein
kann. Das Polgarn kann dabei offene oder geschlossene Polschlingen aufweisen. Die
Schlingenflorschicht kann je nach ihrer Gestaltung die freien Räume bereits enthalten
; es können aber auch erst beim Einbringen der Fasergebilde in die Schlingenflorschicht,
z. B. unter Verdrängen von Polschlingen, Räume ausgebildet sein.
[0011] Die polhaltige Schlingenflorschicht kann durch Tuften von Polgarn, Rascheln oder
Wirken, d. h. durch Verfahren hergestellt sein, die Pole oder Schlingen, z. B. Polschlingen
oder velourartige Oberflächen, liefern können und worunter auch nachfolgend die polhaltige,
getuftete Schlingenflorschicht zu verstehen ist.
[0012] Die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde können derart vernadelt werden daß sie z.
B. mit einem Teil in der Unterschicht und/oder der Trägerschicht verblieben sind und
dort verankert vorliegen. Beim Durchschieben, z. B. beim Vernadeln, der Fasergebilde
durch die Trägerschicht verändert sich ihre Gestalt gegenüber den in der Unterschicht
verbliebenen Fasergebilden, sodaß die Fasergebilde in der Schlingenflorschicht eine
Gestalt aufweisen, die sich von derjenigen unterscheidet, wie sie in der Unterschicht
ursprünglich vorlag.
[0013] Die Fasergebilde können mit einem « Schwanz oder mit einem Faserbüschel noch in der
Unterschicht und/oder der Trägerschicht verankert verblieben sein. Werden kugel- bis
wurmförmige Fasergebilde aus der Unterschicht in die Schlingenflorschicht hineingenadelt,
so kann die Kugelgestalt beim Hindurchzwängen durch die Trägerschicht derart verändert
sein, daß in der Schlingenflorschicht ein z. B. birnenförmiges Fasergebilde vorliegt,
das mit seinem verjüngten Teil noch in der Trägerschicht und/oder der Unterschicht
verblieben ist.
[0014] Es kann eine Schlingenflorschicht erreicht werden, bei der neben Polgarn ein Fasermaterial
anderer Gestalt in Form der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde vorliegt. Hierdurch
sind vielseitige Musterungs- und Strukturierungsmöglichkeiten erzielbar, insbesondere,
wenn die hindurchgenadelten Fasergebilde eine andere Farbe aufweisen, als die getufteten
Pole, oder selbst von verschiedener Farbe sind. Es können im wesentlichen alle in
der Unterschicht befindlichen Fasergebilde oder nur einige durch die Trägerschicht
hindurchgenadelt sein, so daß sich auch hierdurch verschiedene Möglichkeiten für eine
Musterung und/oder Strukturierung ergeben können.
[0015] Es kann von einem bereits fertig getufteten Produkt mit der polhaltigen Schlingenflorschicht
ausgegangen und in dieses die Fasergebilde eingebracht werden. Es ist aber auch möglich,
in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen die polhaltige Schlingenflorschicht durch Tuften
eines Polgarnes in die Trägerschicht, z. B. in ein Grundgewebe oder einen Faserverbundstoff,
herzustellen und dann insbesondere unmittelbar anschließend die Fasergebilde auf die
Trägerschicht aufzubringen und dann durch diesselbe hindurchzunadeln. Vorzugsweise
werden die Fasergebilde vor dem Vernadeln miteinander unverbunden auf die Trägerschicht
aufgelegt und dann vernadelt. Die Fasergebilde können natürliche und/oder synthetische
Fasern oder Fäden, wie Multifilamente oder gesponnene Garne, enthalten.
[0016] Die getuftete Schlingenflorschicht kann ein Polgewicht von 100 bis 1 500 g/
M2, vorzugsweise von 300 bis 600 g/m
2 aufweisen und es können 20000 bis 120 000, vorzugsweise 30 000 bis 90000 Polschlingen/m
2 vorliegen. Die Fasergebilde können mit einer Vernadelungsdichte vernadelt werden,
die vorzugsweise größer als die Anzahl der Polschlingen/M
2 und damit der Polchichte in der Schlingenflorschicht sein und 5 bis 50 Einstiche/c
M2 betragen kann. Die Fasergebilde können eine Dicke in mindestens einer Richtung ihrer
Ausdehnung aufweisen, die mindestens 1 mm beträgt. So können die Kugelgarne eine Dicke
von 1 bis 25 mm besitzen. Wenn erforderlich, kann die Unterschicht in vorteilhafter
Weise als übliche Rückenschicht für das Flächengebilde dienen. Sie kann nach der Vernadelung
der Fasergebilde in üblicher Weise durch ein Bindemittel, z. B. Latex, verfestigt
werden.
[0017] Das erfindungsgemäße textile Flächengebilde kann ein Boden- oder Wandbelagmaterial
oder ein Dekorationsstoff sein. Es kann ein Tuftingschlingenteppich aus z. B. Endlosfilamenten
als das Polgarn vorliegen, bei dem die Fasergebilde in der vorgenannten Form oder
Gestalt zwischen den Polschlingen vorliegen können. Hierdurch ist es möglich, mit
den Fasergebilden, z. B. aus natürlichem Fasermaterial, einen Tuftingteppich zu erzielen,
bei dem nicht nur eine farbliche Musterung durch die Fasergebilde erreicht, sondern
auch der Kunststoffcharakter der Tuftingschlingen gebrochen sein kann. So können Tuftingteppiche
mit Noppeneffekten an der Oberseite hergestellt werden. Die Fasergebilde können an
der Oberseite über die Polschlingen auch hervorstehen, so daß eine Hoch-Tief-Struktur
erzielt werden kann. Muster können durch musterförmiges Auflegen der Fasergebilde,
z. B. der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde, vorgegeben werden. Es können aber
auch Muster durch lockeres Tuften erreicht werden, d. h., die Polgarnschlingen können
mit geringer Dichte bzw. mit geringem Gewicht in die Trägerschicht eingebracht werden
und die Fasergebilde in der Schlingenflorschicht, z. B. durch Ausfüllen von freien
Räumen derselben, dann ein Muster hervorrufen. Derartige Möglichkeiten zur Musterung
sind in der EP-Veröffentlichung 0.055.362 beschrieben, weshalb an dieser Stelle auf
dieselbe zur näheren Erläuterung verwiesen wird. Die Polgarnschlingen können auch
bereits musterförmig in die Trägerschicht eingebracht sein und die durch das Muster
entstandenen freien Räume durch die Fasergebilde ausgefüllt werden. In der Unterschicht
können die Fasergebilde alleine oder auch gemischt mit Fasermaterial anderer Gestalt
vorliegen.
[0018] In überraschender Weise kann nach der Erfindung eine z. B. gleichförmige Struktur
von Multifilamenten als das Polgarn durch die eingenadelten, kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde z. B. in eine Ware mit Noppencharakter umgewandelt sein, die das Aussehen
einer sehr kostspielig hergestellten Streichgarnware aufweisen kann. Insbesondere
können bei Vorliegen von glatten Polgarnen durch die eingebrachten Fasergebilde z.
B. Flammen- oder auch andere Effekte hervorgerufen werden. Dieses ist bekanntlich
z. B. mit kostspieligen gesponnenen Noppengarnen erzielbar, die jedoch beim Tuften
infolge Abreißens an den Noppen zu störenden Produktionsunterbrüchen führen können.
Durch das nachträgliche Einbringen der Fasergebilde kann jedoch von einem glatten,
getufteten Polgarn ausgegangen werden, das wegen Fehlens von Noppen weniger störanfällig
getuftet werden kann. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann daher eine glatte getuftete
Ware nachträglich in gewünschter Weise beliebig strukturiert oder gemustert, z. B.
mit Noppen versehen, werden, die in Form der Fasergebilde vorliegen können. Durch
die Fasergebilde können die Polschlingen auch ausreichend abgestütz und gegen ein
Umknicken geschützt werden. Die Polschlingen können anstatt vertikal aber auch horizontal
oder im wesentlichen horizontal umgebogen sein. Hierdurch können zusätzlich Musterungen
hervorgerufen werden. In der Unterschicht können auch kugel- bis wurmförmige Fasergebilde
gemischt mit Fadenstücken vorliegen, so daß nach dem Vernadein in der Schlingenflorschicht
ein Gemisch von kugelwurmförmigen Fasergebilden und Fadenstücken vorliegen kann. Hierdurch
können weitere Musterungsmöglichkeiten erreicht werden.
[0019] Das Vernadeln der Flächengebilde kann auf üblichen Vernadelungsmaschinen und mit
üblichen Vernadelungsnadeln erfolgen, die ein Ergreifen der kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde zulassen, wie z. B. Filznadeln oder Nadeln mit Widerhaken.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung in Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Die Figuren 1 und 2 zeigen je ein mehrschichtiges, nichtgewebtes, textiles
Flächengebilde in schematischer Darstellung im Schnitt.
[0021] Bei einem ersten mehrschichtigen, nichtgewebten, textilen Flächengebilde 1 gemäß
Figur 1 ist ein Polgarn 2 in eine Trägerschicht 3 getuftet, so daß von der Oberseite
3' derselben Polschlingen hervorstehen und somit eine polhaltige Schlingenflorschicht
4 vorliegt. An der Unterseite der Trägerschicht 3 befinden sich Basisschlingen, über
die die Polschlingen zusammenhängen. Durch Vernadeln sind kugel- bis wurmförmige Fasergebilde
5 aus der Unterschicht 6 in die Schlingenflorschicht 4 eingebracht, in welcher sie
als kugel- bis wurmförmige, aus der Untersicht 6 stammende Fasergebilde 5 vorliegen.
Die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 enthalten sphärisch verwickelte Fasern,
wie es z. B. in den beiden EP-Veröffentlichungen 0.013.427 und 0.013.428 beschrieben
ist. Beim Vernadeln von der Unterschicht 6 her werden die einzelnen kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde 5, z. B. paketartig, erfaßt und durch die Trägerschicht 3 hindurchgestoßen
bzw. hindurchgezwängt, wobei sie mehr oder weniger zusammengequetscht werden. Sie
können durch Öffnungen (nicht gezeigt) in der Trägerschicht 3 hindurchgenadelt werden,
die z. B. durch Nadeln beim Vernadelungsvorgang erzeugt werden. Besteht die Trägerschicht
3 aus einem Grundgewebe, so können in demselben vorliegende Öffnungen ausreichend
sein. Dieses hängt z. B. von der Größe oder Dicke der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
5 oder der Intensität oder Art der Vernadelung ab.
[0022] Beim Hindurchzwängen durch die Trägerschicht 3 werden die kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde 5 gegenüber ihrer ursprünglichen Gestalt in der Unterschicht 6 mehr oder
weniger schlanker und daher in ihrer Gestalt geändert. Sie können sich jedoch nach
dem Hindurchtreten durch die Trägerschicht 3 wieder mehr oder weniger ausweiten, so
daß die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 in der Schlingenflorschicht 4 mit einem
kugelartigen, ihrer ursprünglichen Gestalt im wesentlichen entsprechenden Kopfteil
5' vorliegen. Infolge des Hindurchzwängens ist ein schmalerer, z. B. schwanz- oder
halsartiger, Teil 5" am kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 verblieben, der sich
in die Trägerschicht 3 und die Unterschicht 6 erstreckt, so daß die kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde 5 dort verankert und damit befestigt sind. Der schmalere Teil 5" kann
auch nur aus einigen Fasern der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 bestehen, so
daß die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 in der Schlingenflorschicht 4 im wesentlichen
die gleiche ursprüngliche Gestalt 5 haben und als solche bezeichnet werden können.
Je nach Stärke bzw. Art der Vernadelung können die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
5 mit ihrem Teil 5" auch nur in der Trägerschicht 3 verbleiben und dort verankert
sein. Infolge der hindurchgenadelten kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 ist die
Unterschicht 6 an denselben verarmt, so daß dort weniger kugel- bis wurmförmige Fasergebilde
5 als vor dem Hindurchnadeln vorliegen. Je nach Vernadelung, die durch einfaches Einstechen
von Nadeln in die Unterschicht 6 von deren Rückseite erfolgt, können aber auch alle
oder im wesentlichen alle ursprünglichen in der Unterschicht 6 befindlichen kugel-
bis wurmförmigen Fasergebilde 5 in die Schlingenflorschicht 4 hineingenadelt sein
(nicht gezeigt). Dieses hängt von der Art der Vernadelung, der Größe und Art der kugel-
bis wurmförmigen Fasergebilde 5 oder der geschaffenen Öffnungen in der Trägerschicht
3 ab.
[0023] Durch die aus der Unterschicht 6 stammenden kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
5, die sich aus derselben heraus in die Schlingenflorschicht 4 erstrecken, kann das
Flächengebilde mit einer strukturierten oder auch gemusterten Oberseite geschaffen
werden und eine unruhige Oberfläche aufweisen. Die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
5 können als die Unterschicht 6 musterförmig aufgelegt und vollflächig vernadelt oder
vollflächig aufgelegt und z. B. streifenförmig vernadelt werden. Ein Teil der hindurchgenadelten
kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 liegt z. B. zwischen den Polschlingen vor,
während andere bis an oder auf die Oberseite gelangt sein können. Zum Anordnen der
kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 an der Unterseite sind dieselben in der Unterschicht
6 in ein Fasermaterial 7 eingebettet.
[0024] Bei einem textilen Flächengebilde 1 gemäß Figur 2 liegen wiederum Polschlingen und
Basisschlingen eines Polgarnes 2 vor, das in eine Trägerschicht 3 getuftet ist. Aus
einer Unterschicht 6 erstrecken sich Fasergebilde wiederum in Form von kugel- bis
wurmförmigen Fasergebilden 5 aus sphärisch verwickelten Fasern durch die Trägerschicht
3 hindurch, bis an eine Oberseite der Schlingenflorschicht 4. Die kugel- bis wurmförmigen
Fasergebilde sind wiederum zum Anordnen in der Unterschicht 6 in ein Fasermaterial
7 eingebettet. Die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 sind durch Nadeln aus der
Unterschicht 6 in die Schlingenflorschicht 4 eingebracht, wobei sich ihre Form bzw.
Gestalt gegenüber in der Unterschicht 6 verbliebenen kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde
5 geändert hat, wie es im vorstehenden Ausführungsbeispiel beschrieben wurde. Mit
einem Kopfteil 5' füllen die kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 die Schlingenflorschicht
4 bzw. Räume in derselben aus, die entweder zwischen den Polschlingen des Polgarns
2 vorliegen oder durch Verdrängen derselben beim Nadeln entanden sein können (nicht
gezeigt). Mit einem gegenüber dem Kopfteil 5' dünneren oder schmaleren Teil 5" befinden
sich die deformierten kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 noch in der Unterschicht
6, in der noch unvernadelte kugel- bis wurmförmige Fasergebilde 5 vorliegen. Eine
Mehrzahl der kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde 5 ragt mit dem Kopfteil 5' über
die Polschlingen des Polgarns 2 hinaus, so daß an der Oberseite des Flächengebildes
1 eine ausgeprägte Hoch-Tief-Struktur gebildet ist.
[0025] Zur übersichtlichen Darstellung sind in den Figuren 1 und 2 die Polschlingen des
Polgarns 2 und die Fasergebilde 5 in schematischer Weise dargestellt. Tatsächlich
können sie andere Abstände voneinander oder Abmesungen aufweisen und z. B. dichter
angeordnet oder enger sein.
1. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen nichtgewebten textilen Flächengebildes
(1) mit einer getufteten und zusätzlich strukturierten Gebrauchsoberfläche, aus einer
Unterschicht (6), einer im Ausgangszustand glatten, geschlossene oder offene Florschlingen
tragenden Trägerschicht (3), sowie einer beim fertigen Erzeugnis strukturierten bzw.
gemusterten Schlingenflorschicht (4), welche die Gebrauchsoberfläche bildet, bei dem
man von der rückwärtigen Oberfläche der Trägerschicht (3) her Fasern aus der Unterschicht
(6) mindestens teilweise durch diese Trägerschicht (3) hindurchnadelt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterschicht (6) aus kugelbis wurmförmigen Fasergebilden (5) aus sphärisch
verwickelten Fasern besteht oder solche enthält, und daß mindestens ein Teil dieser
kugelbis wurmförmigen Fasergebile (5) unter Veränderung ihrer ursprünglichen Gestalt
so durch die Trägerschicht (3) genadelt werden, daß sie sich mit ihrem kugelartig
ausgebildeten Kopfteil (5') in die die Gebrauchsoberfläche bildende Schlingenflorschicht
(4) erstrecken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassergebilde (5) durch
Öffnungen der Trägerschicht (3) hindurchgenadelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasergebilde (5) bis
an die Oberseite der Schlingenflorschicht (4) genadelt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasergebilde (5) musterförmig
auf die Trägerschicht (3) aufgebracht und hindurchgenadelt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen die polhaltige Schlingenflorschicht (4) durch Tuften eines Polgarns
(2) in ein Grundgewebe als Trägerschicht (3) erzeugt wird und die Fasergebilde (5)
auf das Grundgewebe (3) aufgebracht und hindurchgenadelt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasergebilde
(5) durch die Trägerschicht (3) hindurch in ein musterförmig getuftetes Polgarn (2)
der Schlingenflorschicht (4) hineingenadelt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasergebilde (5) in
freie Räume der Schlingenflorschicht (4) hineingenadelt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasergebilde (5) mit einer Vernadelungsdichte durch die Trägerschicht (3) hindurchgenadelt
werden, die größer als die Poldichte in der Schlingenflorschicht (4) ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasergebilde (5) mit 5 bis 50 Einstichen/cm2 hindurchgenadelt werden.
10. Mehrschichtiges nichtgewebtes textiles Flächengebilde (1) mit einer getufteten
und zusätzlich strukturierten Gebrauchsoberfläche, hergestellt nach dem Verfahren
nach einem der Ansprüche 1 bis 9, aus einer Unterschicht (6), einer geschlossene oder
offene Florschlingen tragenden Trägerschicht (3), sowie einer strukturierten bzw.
gemusterten Schlingenflorschicht (4), welche die Gebrauchsoberfläche bildet, bei dem
von der rückwärtigen Oberfläche der Trägerschicht (3) her Fasern aus der Unterschicht
(6) mindestens teilweise durch diese Trägerschicht (3) hindurchgenadelt vorliegen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Unterschicht (6) aus kugel- bis wurmförmigen Fasergebilden
(5) aus sphärisch verwickelten Fasern besteht oder solche enthält, und daß mindestens
ein Teil dieser kugel- bis wurmförmigen Fasergebilde (5) mit anderer Gestalt so durch
die Trägerschicht (3) hindurchgenadelt vorliegen, daß sie sich mit ihrem kugelartig
ausgebildeten Kopfteil (5') in die die Gebrauchsoberfläche bildende Schlingenflorschicht
(4) erstrecken.
11. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die abgegrenzten
Fasergebilde (5) in der Schlingenflorschicht (4) zwischen den geschlossenen oder offenen
Polschlingen vorliegen.
12. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens einige der Fasergebilde (5) an oder auf der Oberseite der Schlingenflorschicht
(4) vorliegen.
13. Textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fasergebilde (5) mit einem Teil (5") in der Unterschicht (6) und/oder der
Trägerschicht (3) verankert vorliegen.
14. Textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polschlingen musterförmig vorliegen.
1. Process for manufacturing a multi-layer non-woven textile sheet material (1) with
a tufted and additionally structured useful surface, comprising an under-layer (6),
a carrier layer (3) which is smooth in its starting condition and carries closed or
open textile loops, and a looped textile layer (4) which is structured or patterned
in the finished product and which forms the useful surface, in which threads from
the under-layer (6) are needled from the rear surface of the carrier layer (3) at
least partially through this carrier layer (3), characterised in that the under-layer
(6) comprises, or contains, ball-like or vermicular fibre bodies (5) of spherically
wound fibres, and that at least some of these ball-like or vermicular fibre bodies
(5) are needled through the carrier layer (3) with a change in their original form
in such a way that they extend with their ball-like shaped head portion (5') into
the looped textile layer (4) which forms the useful surface.
2. Process according to claim 1, characterised in that the fibre bodies (5) are needled
through openings in the carrier layer (3).
3. Process according to claim 2, characterised in that the fibre bodies (5) are needled
through to the upper surface of the looped textile layer (4).
4. Process according to claim 3, characterised in that the fibre bodies (5) are applied
to the carrier layer (3) in the form of a pattern and needled through.
5. Process according to claim 1 or 2, characterised in that, in successive working
steps, the pile- containing looped textile layer (4) is formed by tufting a pile yarn
(2) into a base fabric forming a carrier layer (3) and the fibre bodies (5) are applied
to the base fabric (3) and needled through.
6. Process according to claim 2 or 5, characterised in that the fibre bodies (5) are
needled through the carrier layer (3) into a pattern-shaped tufted pile yarn (2) of
the looped textile layer (4).
7. Process according to claim 2, characterised in that the fibre bodies (5) are needled
through into free spaces in the looped textile layer (4).
8. Process according to one of the foregoing claims, characterised in that the fibre
bodies (5) are needled through the carrier layer (3) with a needling density greater
than the pile density in the looped textile layer (4).
9. Process according to one of the foregoing claims, characterised in that the fibre
bodies (5) are needled through at from 5 to 50 needles per cm2.
10. Multi-layer non-woven textile sheet material (1) with a tufted and additionally
structured useful surface, produced by the process according to one of claims 1 to
9 from an under-layer (6) a carrier layer (3) carrying closed or open textile loops,
and a structured or patterned looped textile layer (4) which forms the useful surface,
in which fibres are present, needled through from the rear face of the carrier layer
(3) out of the under-layer (6) at least partially through this carrier layer (3),
characterised in that the under-layer (6) comprises or contains ball-shaped or vermicular
fibre bodies (5) of spherically wound fibres and that at least some of these ball-shaped
or vermicular fibre bodies (5) are present in a form needled through the carrier layer
(3) having a different form such that their head portion (5'), formed of ball-shape,
extends into the looped textile layer (4) forming the useful surface.
11. Textile sheet material according to claim 10, characterised in that the said fibre
bodies (5) are present in the looped textile layer (4) between the closed or open
pile loops.
12. Textile sheet material according to claim 10 or 11, characterised in that at least
some of the fibre bodies (5) are present at or on the upper face of the looped textile
layer (4).
13. Textile sheet material according to one of claims 10 to 12, characterised in that
the fibre bodies (5) are present with a portion (5") anchored in the under-layer (6)
and/or the carrier layer (3).
14. Textile sheet material according to one of claims 10 to 13, characterised in that
the pile loops are present in patterned form.
1. Procédé de fabrication d'une structure textile (1) non tissée, multicouches, avec
une surface d'utilisation tuftée et, par ailleurs, structurée, composée d'une sous-couche
(6), d'une couche de support (3) unie à l'état initial, portant des boucles de poil
fermées ou ouvertes, et avec une couche de poil bouclé (4) structurée ou échantillonnée
sur le produit fini, cette couche de poil bouclé (4) formant la surface d'utilisation,
dans laquelle on insère par aiguilletage, à partir de la surface inférieure de la
couche de support (3) au moins une partie des fibres provenant de la sous-couche (6)
à travers cette couche de support (3), caractérisé par le fait que la sous-couche
(6) contient des amas de fibres sphériques à vermiculaire (5) composés de fibres entremêlées
sous forme sphérique, et qu'au moins une partie de ces amas de fibres sphériques à
vermiculaire (5) sont aiguilletés à travers la couche de support (3) avec modification
de leur configuration initiale, de telle sorte que leur partie supérieure (5') de
forme sphérique s'étend jusque dans la couche de poil bouclé (4) formant la surface
d'utilisation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les amas de fibres
(5) sont aiguilletés à travers les ouvertures de la couche de support (3).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les amas de fibres
(5) sont aiguilletés jusque sur la surface supérieure de la couche de poil bouclé
(4).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que les amas de fibres
(5) sont déposés et aiguilletés en forme de dessins sur la couche de support (3).
5. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'au cours d'opérations
successives, la couche de poil bouclé pileuse (4) est obtenue par tufting d'un fil
de poil (2) dans un tissu de base sous forme de couche de support (3) et que les amas
de fibres (5) sont déposés et aiguilletés sur le tissu de base (3).
6. Procédé selon les revendications 2 ou 5, caractérisé par le fait que les amas de
fibres (5) sont aiguilletés à travers la couche de support (3) dans un fil de poil
(2) tufté en forme de dessin de la couche de poil bouclé (4).
7. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les amas de fibres
(5) sont aiguilletés dans les espaces libres existant dans la couche de poil bouclé
(4).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
les amas de fibres (5) sont aiguilletés à travers la couche de support (3) avec une
densité d'aiguilletage supérieure à la densité du poil existant dans la couche de
poil bouclé (4).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
les amas de fibres (5) sont aiguilletés à raison de 5 à 50 piqûres/cm2.
10. Structure textile (1) non tissée, multicou- che, avec surface d'utilisation tuftée
et par ailleurs structurée, produite selon l'un des procédés des revendications 1
à 9, composée d'une sous-couche (6) d'une couche de support (3) portant des boucles
de poil fermées ou ouvertes, ainsi qu'une couche de poil bouclé (4) structurée ou
échantillonnée, qui forme la surface d'utilisation, sur laquelle des fibres provenant
de la sous-couche (6) provenant de la surface inférieure de la couche de support (3)
sont au moins partiellement aiguilletées à travers cette couche de support (3), caractérisée
par le fait, que la sous-couche (6) se compose ou contient des amas de fibres sphériques
à vermiculaire (5) formés de fibres enchevêtrées sous forme sphérique, et qu'au moins
une partie de ces amas de fibres (5) sphériques à vermiculaire possédant une conformation
différente sont aiguilletés à travers la couche de support (3), de telle sorte qu'ils
s'étendent par leur partie supérieure de forme sphérique (5') dans la couche de poil
bouclé (4) formant la surface d'utilisation.
11. Structure textile selon la revendication 10, caractérisée par le fait que les
amas de fibres séparés (5) existant dans la couche de poil bouclé (4) se trouvent
entre les boucles de poil fermées ou ouvertes.
12. Structure textile selon la revendication 10 ou 11, caractérisée par le fait qu'au
moins certains amas de fibres (5) se trouvent sur ou au-dessus de la face supérieure
de la couche de poil bouclé (4).
13. Structure textile selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisée par le
fait que les amas de fibres (5) sont ancrés par une partie (5") dans la sous-couche
(6) et/ou dans la couche de support (3).
14. Structure textile selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisée par le
fait que les boucles de poil prennent la forme d'un dessin.
