[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungseinrichtung für die Laufelemente
von Endlosförderern wie Fahrtreppen und dergleichen, bei welchen Haupt- und Nachlaufschienen
über Schienenhalter an einem Trägerrahmen befestigt sind.
[0002] Mit derartigen Führungseinrichtungen werden die Laufelemente längs ihrer endlosen
Bahn gestützt und geführt, wobei ein möglichst geräuscharmer und erschütterungsfreier
Lauf dieser Laufelemente erreicht werden soll. Bei Fahrtreppen dienen die Führungseinrichtungen
auch dazu, die Trittfläche der als Treppenstufen ausgebildeten Laufelemente, beim
Durchlaufen des oberen Trums, sowohl im horizontalen, als auch im ansteigenden Bereich
und in den Uebergängen horizontal zu führen.
[0003] Es ist aus der DE-OS 21 57 423 eine Fahrtreppenkonstruktion gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 bekannt bei der zum genauen Einstellen der Laufschienen spezielle
Präzisionsschablonen verwendet werden. Diese Präzisionsschablonen enthalten Ausrichtelöcher
und gewähleisten aufgrund einer entsprechenden maschinellen Bearbeitung Parallelität
und Fluchtung der Laufschienen mit ausreichender Genauigkeit.Für den Zusammenbau werden
die Schienenelemente mit den Schablonen in starrer gegenseitiger Zuordnung gehalten
und mit denselben durch eine Präzisionsschweissung verbunden.
[0004] Solche Aufbauverfahren sind aufwendig und beinhalten die bekannten Nachteile der
Schweisstechnologie:
Zum einen ist der für das massgetreue Zusammenschweissen des Führungssystems notwendige
Vorrichtungs- und Arbeitsaufwand erheblich, so dass nicht von einem zügigen und kostengünstigen
Zusammenbau gesprochen werden kann. Zudem lässt sich trotz dieses beträchtlichen Aufwandes
der Gleichlauf der Laufelemente nicht im notwendigen Ausmasse sicherstellen. Dies
deshalb, weil selbst beim Präzisionsschweissen durch das Einbringen von Wärme Verzug
in der Konstruktion entsteht, was durch nachfolgendes Kalt- und Warmrichten nur zum
Teil behoben werden kann.
[0005] Ferner werden bei derartigen Aufbaukonzepten anlagebezogene Konstruktionselemente
verschiedenster Ausbildung und Abmessung benötigt. Der Einsatz von in grossen Serien
gefertigten Einzelteilen, die für einen weiten Bereich von Anlagen in Form von gleichartigen
Normteilen verwendet werden können, ist allgemein nicht möglich.
[0006] Im weiteren sind bei einer Schweisskonstruktion die der Abnützung unterworfenen Laufschienen
im allgemeinen schwer lösbar oder sogar unlösbar mit dem Trägerrahmen verbunden, so
dass keine Möglichkeit besteht, dieselben - unabhängig vom Trägerrahmen - einer Oberflächenbehandlung
zu unterziehen oder sie, bei erhöhtem Verschleiss, rasch und leicht auszuwechseln.
[0007] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe eine Führungseinrichtung für Endlosförderer wie
Fahrtreppen.und dergleichen zu schaffen, die sich mit geringem Aufwand und ohne Vorrichtung
auf der Baustelle mit grosser Genauigkeit zusammenbauen lässt und deren Laufschienen
leicht ausgebaut und ersetzt werden können. Die Neuerung bezweckt ferner die Schaffung
einer Führungseinrichtung, die aus wenigen, in grossen Serien gefertigten Normteilen
aufgebaut werden kann und bei der die Lagerhaltung vereinfacht sowie die Herstellung
verbilligt ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der die Haupt- und Nachlaufschienen
tragende Schienenhalter an seiner mit mindestens einem ein Befestigungsmittel aufnehmenden
Befestigungsloch versehenen Befestigungsseite mindestens zwei in entsprechende Zentrieröffnungen
eines am Trägerrahmen befestigten Seitenschildes eingreifende Zentriernoppen aufweist
und an seiner rechtwinklig zur Befestigungsseite stehenden Schienenauflageseite eine
Schwalbenschwanzklemmvorrichtung zur Aufnahme der im Profil schwalbenschwanzförmig
ausgebildeten Schienenunterseite besitzt, wobei die Schwalbenschwanzklemmvorrichtung
aus einer am Schienenhalter angeordneten festen Klemmbacke und einer mittels Schwalbenschwanzverbindung
am Schienenhalter befestigbar beweglichen Klemmbacke besteht.
[0009] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Zentriernoppen, sowie das Befestigungsloch
am Schienenhalter hinsichtlich der senkrecht zur Befestigungs- und Schienenauflageseite
stehenden Schienenhalter-Mittelebene spiegelsymmetrisch angeordnet.
[0010] Um das Befestigen der im Uebergangsbereich gekrümmt ausgebildeten Laufschienen zu
erleichtern, sind nach einer Weiterbildung der Erfindung, bei den Schwalbenschwanzklemmvorrichtungen
die Schienenauflagen im Bereiche der An- und Abläufe der Laufschienen angeschrägt.
[0011] Weiterhin ist für eine kostengünstige Fabrikation vorgesehen, die Schienenhalter
im Druckgussverfahren herzustellen und die Zentriernoppen als masshaltige Angüsse
auszubilden.
[0012] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Schienenhalter in der
Schienenhalter-Mittelebene entweder eine rechteckförmige oder eine L-förmige Schnittfläche
auf.
[0013] Weiterhin ist der L-förmige Schienenhalter mit einer fingerförmigen Verlängerung
ausgerüstet, um die Gegenführungen zwischen seiner Längsseite und dem Seitenschild
zu verspannen.
[0014] Durch diese Massnahmen wird nicht nur die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
vorteilhaft gelöst, sondern es wird darüber hinaus eine Führungseinrichtüng geschaffen,
die folgende Vorteile bietet:
Die Führungseinrichtung wird unter Ausrichtung aller kritischen Einzelbauteile auf
die optimale Positionierung und Befestigung der Laufbahnen gefertigt, so dass sich
der Aufbau mit geringem Aufwand und ohne Vorrichtung bewerkstelligen lässt. Es ist
also weder die Errichtung eines teuren Montagegerüstes, noch viel Platz zum Lagern
von Bauteilen erforderlich.
[0015] Ein weiterer Vorteil der Erfindung kann darin gesehen werden, dass für die Genauigkeit
der Stufenführung - und damit für den ruhigen Lauf einer Rolltreppe - nur dafür Sorge
zu tragen ist, dass die Steckverbindung Zentriernoppen/Zentrieröffnung masshaltig
ist und dass bei deren Fertigung die engen Toleranzen eingehalten werden. Dies dürfte
aber leicht und kostengünstig möglich sein, da die Fertigung der einzelnen Konstruktionsteile
in der Werkstatt erfolgt, wo bessere maschinelle Einrichtungen zur Verfügung stehen
als auf einer Baustelle. Diesbezüglich ist vorgesehen, für die Bearbeitung der Seitenschilder
und insbesondere für das Anbringen der Zentrieröffnungen eine NC-Maschine zu verwenden.
Damit können alle wesentlichen Einflussfaktoren, welche den Lauf einer Rolltreppe
bestimmen, mit ausreichender Genauigkeit gewährleistet werden.
[0016] Da der für einen ruhigen Treppenlauf erforderliche Gleichlauf der Laufelemente durch
das Zusammenspiel von Zentriernoppen und Zentrieröffnungen ausreichend gewährleistet
ist, ist es nicht mehr notwendig, die Laufschienen nach dem Einbau auszurichten und
dimensionsmässig einzustellen. Auf die Verstellbarkeit von Verbindungen innerhalb
eines Schienenblockes kann deshalb verzichtet werden.
[0017] Aufgrund des vorrichtungslosen und einfachen Zusammenbaues ohne nachfolgendes Einstellen
der Laufschienen eignet sich die erfindungsgemässe Führungseinrichtung vortrefflich
zum Zusammenbau an Ort und Stelle, wo wegen baulicher oder anderer Erschwernisse oft
unter schwierigen Bedingungen gearbeitet werden muss. Allfällige Unzulänglichkeiten
in der Arbeitsausführung können sich so nicht nachteilig auf den Gleichlauf der Laufelemente
auswirken, da die Genauigkeit der Stufenführung durch die vorfabrizierten und mit
engen Toleranzen gefertigten Einzelteile bestimmt wird.
[0018] Darüber hinaus sind die bausteinartigen Montageelemente nach der Erfindung so ausgebildet,
dass sie sich an Ort und Stelle leicht montieren als auch wieder leicht demontieren
lassen und ein verhältnismässig geringes Gewicht aufweisen. So können z.B. die der
Abnützung unterworfenen Laufschienen zwecks Wartung oder Ersatz durch Lösen der Schwalbenschwanzklemmung
leicht ausgebaut und vorrichtungslos wieder montiert werden.
[0019] Durch die leichte Auswechselbarkeit der Bauteile wird die Instandhaltung von Endlosförderern
wie Rolltreppen, sowie die entsprechende Ausbildung des Wartungspersonals stark vereinfacht.
[0020] Die wesentlichen Elemente des erfindungsgemässen Aufbaukonzeptes, nämlich die Schienenhalter,
die Gegenführung, die Niet- und Schraubverbindungen sowie die Schwalbenschwanzklemmvorrichtung
sind funktions- und nicht anlagebezogen, also unabhängig von einer Anlage in der gleichen
Ausführung immer wieder einsetzbar. Die Anpassung für den einzelnen Anwendungsfall
erfolgt über die Seitenschilder bzw. durch die Positionierung der entsprechenden Zentrieröffnungen.
[0021] Hinsichtlich der Konstruktionselemente wie der Verbindungstechnik kann deshalb von
einem bausteinartigen Aufbau gesprochen werden. Für eine grosse Variantenzahl von
Anlagen, wie z.B. für die Standardbreiten 80 cm und 110 cm können die gleichen in
Normgrössen serienmässig hergestellten Einzelteile verwendet werden, die sich durch
leichte Handhabbarkeit und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten auszeichnen.
[0022] Daraus ergibt sich der Vorteil einer einfachen Fertigung und einer unkomplizierten
Disposition des Materialbedarfs.
[0023] Daraus resultiert eine erhebliche Verbilligung und Platzersparnis auf der Baustelle
selbst, weil sich die dort zu leistenden Arbeiten vereinfachen und weder die Errichtung
eines teuren Montagegerüstes noch viel Platz zum Lagern von Bauteilen erforderlich
ist.
[0024] Es ist offensichtlich, dass die mit der Erfindung erzielten Verbesserungen wie vorrichtungsloser
Zusammenbau, bausteinartigerAufbau, leichte Auswechselbarkeit der Laufschienen usw.
auch wirtschaftliche Vorteile bieten: die Herstellung der Fahrtreppen wird verbilligt,
die Kosten für deren Montage und Unterhalt merklich gesenkt und so allgemein eine
kostengünstige Lösung erzielt.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend in ihrer Anwendung bei einer Rolltreppe beschriebenen,
jedoch ist das hier zugrunde liegende Prinzip in gleicher Weise entsprechend auch
für andere Führungseinrichtungen verwendbar.
[0026] Die lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt des den unteren Abschluss einer Rolltreppe bildenden
unteren Schienenblocks längs der Linie HH in Fig. 2 in Richtung der angegebenen Pfeile
gesehen,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt des den unteren Abschluss einer Rolltreppe bildenden
unteren Schienenblocks längs der Linie FF in Fig. 1 in Richtung der angegebenen Pfeile
gesehen. Wegen der Symmetrie der Konstruktion ist nur die rechte Hälfte des Vertikalschnittes
bezeichnet,
Fig. 3a eine Konstruktionseinheit im Vertikalschnitt bestehend aus einem rechteckförmigen
Schienenhalter mit festgeklemmter Laufschiene, der an einem Seitenschild angebaut
ist,
Fig. 3b eine Konstruktionseinheit im Vertikalschnitt bestehend aus einem L-förmigen
Schienenhalter mit festgeklemmter Laufschiene, den an einem Seitenschild angebaut
ist, in Aufsicht und Ansicht in Pfeilrichtung B längs der Schnittlinie BB.
[0027] Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Führungseinrichtung anhand des unteren Treppenendes,wie
die stufenförmigen Plattformen aus ihrer geneigten Bahn in die horizontale Bahn gebracht
werden oder umgekehrt und ihre Bewegungsrichtung umkehren. Die folgenden Ueberlegungen
gelten sinngemäss aber auch für die Schrägstrecke und das obere Treppenende, die beide
hier nicht gezeigt sind.
[0028] Kontinuierliche Fahrtreppen werden üblicherweise von einem oberen Kettenrad angetrieben,
das auf einer motorgetriebenen Hauptwelle sitzt und bestehen aus einer Vielzahl stufenförmiger
Plattformen, die an ihren beiden Seiten untereinander gelenkig verbunden sind. Am
unteren Treppenende läuft die Kette um Leerlaufkettenräder 1, 2, die zur Erhaltung
der Kettenspannung oft unter dem Einfluss einer Spannfededer stehen, wie das dem auf
dem Gebiet der Rolltreppentechnik tätigen Fachmann geläufig ist.
[0029] Um die Plattformen auf ihrer endlosen Bahn zu stützen und zu führen, ist für das
obere, die Last tragende Trum als auch für das untere rücklaufende Trum je ein Schienensystem
vorhanden. Beide Schienensysteme besitzen auf den Treppenseiten Hauptschienen 3 für
die Kettenrollen, wobei im Bereiche der Umkehrstationen Gegenführungen 4 montiert
sind. Für die Nachlaufrollen sind Nachlaufschienen 5 vorgesehen, die sich im unteren
Trum allerdings nur über die Treppenenden erstrecken. Zwischen den Schrägstrecken
und den Horizontalstrecken sind die Hauptschienen 3.1 und die Nachlaufschienen 5.1
gekrümmt ausgebildet, um den hier notwendigen Stufenübergang zu bewirken. Zudem ändert
sich in diesem Bereiche beim obern Trum der Abstand zwischen den gekrümmten Hauptschienen
3.1 und Nachlaufschienen 5.1 stetig, um den allmählichen Uebergang vom Plattform-
zum Stufengebilde - oder umgekehrt je nach Stufenlaufrichtung - zu gewährleisten.
[0030] Im untern und auch - im hier nicht dargestellten - obern Treppenende, wo die Treppenstufen
ihre Bewegungsrichtung umkehren, sind die Hauptschienen als kanalförmige Führungen
6 mit halbkreisförmigem Endteil 7 ausgebildet.
[0031] Aufgrund der erfindungsgemässen Führungseinrichtung, die mit Bezug auf die Figuren
2 und 3 später eingehend erläutert wird, werden die Laufschienen 3, 5 in ihren verschiedenen
Ausbildungsformen durch Schienenhalter 10,11 und zusätzliche Aufbauelemente vorrichtungslos
mit dem Trägerrahmen zusammengebaut, wobei aufgrund der mit engen Toleranzen gefertigten
Einzelteile die Parallelität und die Fluchtung der Laufschienen automatisch gewährleistet
sind. Für die entsprechende vertikale und horizontale Positionierung der Laufschienen
sind allerdings zwei Ausführungsformen des Schienenhalters erforderlich: ein rechteckförmiger
Schienenhalter 10, sowie ein L-förmiger Schienenhalter 11. Als Teil der Führungseinrichtung
wirken die Schienenhalter also als zentrale Verbindungselemente zwischen dem Trägerrahmen
und den Laufschienen.
[0032] Die sich aus der Annäherung von Haupt- und Nachlaufschienen im oberen Trum ergebende
Breitendifferenz zwischen den entsprechenden Schienenhaltern wird mit
Zwischenblechen 12 ausgeglichen.
[0033] Die Fig. 2 zeigt schematisch das erfindungsgemässe Aufbaukonzept der Führungseinrichtung
am Beispiel des unteren Schienenblockes. Wegen der Symmetrie der Konstruktion ist
nur deren rechte Hälfte bezeichnet; die Beschreibung gilt aber sinngemäss entsprechend
auch für die linke Hälfte des Schnittes FF.
[0034] Für den vorrichtungslosen Aufbau des unteren Schienenblockes sind vorerst die Seitenschilder
20 mit dem separat bearbeiteten U-profilförmigen Querträger 21 zu verschrauben. Alsdann
werden die Zentriernoppen 26, 27 an den Schienenhaltern 10, 11 mit den entsprechenden
Zentrieröffnungen 28, 29 in den Seitenschildern 20 zum Eingriff gebracht und dadurch
Schienenhalter und Seitenschilder in ihrer gegenseitigen Lage fixiert und mittels
des Befestigungsmittels 30 im Befestigungsloch 31 miteinander verbunden. Der hier
verwendete Spanniet 32 kann durch eine Schraube oder jedes andere lösbare bzw. nicht
lösbare Verbindungsmittel ersetzt werden.
[0035] Als Teil der erfindungsgemässen Führungseinrichtung erfüllen die Leitschilder 20
die Doppelfunktion als Präzisionsschablone während der Montage und als Stützelemente
für die Schienenhalter.
[0036] Das Aufbaukonzept, das wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, wird
anhand der Fig. 3 im Detail erläutert.
[0037] Die Schienenhalter 10,11 besitzen auf ihrer Schienenauflageseite 10.1,11.1 je eine
Schwalbenschwanzklemmvorrichtung 35, die zum allseitigen Festklemmen der Laufschienen
3,5 dient.
[0038] Bei der Führung der Laufschienen über die volle Länge einer Fahrtreppe ergeben sich
für die einzelnen Bereiche und auch für das obere und untere Trum Unterschiede in
den vertikalen Abständen zwischen den Laufschienen und dem Trägerrahmen, die überbrückt
werden müssen. Ein erster grobstufiger Ausgleich erfolgt durch die Wahl des Schienenhalters,
je nachdem, ob er in der rechteckförmigen oder der L-förmigen Version verwendet wird.
Die beiden Versionen unterscheiden sich nämlich auch im Abstand zwisehen der Längsachse
des Befestigungsloches und der Schienenauflagefläche, wobei die entsprechenden Werte
5cm für den rechteckförmigen Schienenhalter 10 und 10cm für den L-förmigen Schienenhalter
11 betragen. Eine allenfalls noch verbleibende Restdistanz wird durch entsprechende
Positionierung des Schienenhalters auf dem Seitenschild feinstufig ausgeglichen. Der
recheckförmige sowie der L-förmige Schienenhalter sind in Fig. 3 näher erläutert.
[0039] Das Prinzip des vorrichtungslosen Zusammenbaues wird bei der Befestigung der gezogenen
Gegenführungen 4 konsequent fortgesetzt. Dieselben werden bis zum Anschlag 22 der
fingerförmigen Verlängerung 23 in den Schienenhalter 11 eingelegt und mit ihm am Seitenschild
20 verspannt.
[0040] Der erfindungsgemässe Zusammenbau von Schienenhalter, Seitenschild und Laufschiene
ist detailliert in Fig. 3a für einen rechteckförmigen Sahienenhalter 10 und in Fig.
3b für einen L-förmigen Schienenhalter 11 gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung der
Verbindungskonstruktion gilt in gleicher Weise für beide Arten von Schienenhalter.
[0041] Sowohl der rechteckförmige als auch der L-förmige Schienenhalter sind auf ihrer Befestigungsseite
10.2,11.2 mit je zwei Zentriernoppen 26,27 versehen und weisen auf der Schienenauflageseite
10.1,11.1 eine Schwalbenschwanzklemmvorrichtung 35 auf. Das Befestigungsloch 48 dient
zur Aufnahme eines Befestigungsmittels für den Anbau des Schienenhalters an das Seitenschild
20. Im Hinblick auf eine preisgünstige Fertigung werden die Schienenhalter im Druckgussverfahren
hergestellt, so dass die Zentriernoppen 26,27 masshaltig und mit den erforderlichen
Toleranzen als Angüsse ausgebildet werden können.
[0042] Die Seitenschilder 20 sind im Bereiche der Schienenträger 10,11 mit Zentrieröffnungen
28,29 versehen, die als Referenzpunkte dienen und im Zusammenwirken mit den Zentriernoppen
26,27 auf den Schienenhaltern 10,11 die Parallelität und Fluchtung der Laufschienen
bestimmen.
[0043] Die Haupt- und Nachlaufschienen 3,5 weisen längs ihrer Unterseite ein schwalbenschwanzförmiges
Profil 54 auf, um in der Schwalbenschwanzklemmvorrichtung 35 festgeklemmt zu werden.
[0044] Für den Zusammenbau werden die Zentriernoppen 26,27 auf den Schienenhaltern 10,11
mit den entsprechenden Zentrieröffnungen 28 29 im Seitenschild 20 zum Eingriff gebracht,
und das Ganze durch eine Nietverbindung 55 verbunden. Der Spanniet wurde aus Kostengründen
gewählt, soll aber die Erfindung in keiner Weise beschränken. Eine Verbindung mit
einer Schraube oder einem anderen Befestigungsmittel ist ebenfalls denkbar.
[0045] Durch die sehr präzise Anordnung der Zentrieröffnungen 28, 29 in den Seitenschildern
20 sowie der Zentriernoppen 26,27 auf den Schienenhaltern 10,11 sind dieselben automatisch
so positioniert, dass die mittels Schwalbenschwanzklemmung mit ihnen starr verbundenen
Laufschienen 3,5 hinsichtlich Parallelität und Fluchtung den Anforderungen für einen
ruhigen Treppenlauf genügen.
[0046] Im Zusammenwirken mit den Zentrieröffnungen 28,29 gewährleisten die Zentriernoppen
26,27 nicht nur die exakte Positionierung der Schienenhalter am Seitenschild sondern
sie übernehmen im wesentlichen auch die auftretenden Schubkräfte. Die Niet- oder Schraubenverbindung
55 dient lediglich dazu, die sich aus dem Kippmoment ergebende Zugkraft aufzunehmen.
[0047] Durch die Schwalbenschwanzklemmvorrichtung 35 sind die Haupt- und Nachlaufschienen
3,5 auf deren Laufflächen 55 sich die Ketten- und Schlepprollen 58,59 bewegen allseitig
und starr auf den Schienenhaltern 10,11 befestigt.
[0048] Das Schwalbenschwanzprofil 54, das sich unten an den Laufschienen 3,5 über deren
ganzen Länge hinzieht, dient in idealer Weise dazu, durch Klemmung die Laufschienen
starr aber leicht lösbar auf den Schienenträgern festzuhalten. Das schwalbenschwanzförmige
Profil der Laufschienen ermöglicht bei genügendem Flächenträgheitsmoment eine sichere
Laufbahnbefestigung, die auch bei schwerer Belastung der Fahrtreppe ausreichende Parallelität
und Fluchtung der Laufschienen gewährleistet.
[0049] Um bei der Schwalbenschwanzklemmvorrichtung 35 eine Doppelpassung zu vermeiden, ist
zwischen der Laufschiene 3 und dem Schienenhalter 11 ein ausreichendes Spiel 60 eingehalten.
[0050] Ebenso sind im Bereiche der Schienenauf- und abläufe Anschrägungen 56 angebracht,
um die im Uebergangsbereich vom Horizontalteil zum geneigten Teil gebogenen Laufschienen
besser aufnehmen zu können.
[0051] Die Ueberhöhung 61 ist erforderliche wenn als Verbindungsmittel ein Kraftniet 55
verwendet wird. Mit ihr soll die durch das Seitenschild und den Schienenträger gegebene
Spannweite der Verbindung an den verwendeten Kraftniet angepasst werden, da er im
Handel nur in abgestuften Längen erhältlich ist.
[0052] Die im Annäherungsbereich der Haupt- und Nachlaufschienen vorhandene Breitendifferenz
vom untern zum obern Schienenhalter wird mit dem Zwischenblech 12 überspannt. Durch
diese Massnahme ist es möglich, mit nur zwei Arten von Schienenhaltern, nämlich einem
rechteckförmigen und einem L-förmigen Schienenhalter 10 und 11 allen Erfordernissen
des Fahrtreppenbaues zu genügen.
1. Führungseinrichtung für die Laufelemente von Endlosförderern wie Fahrtreppen und
dergleichen, bei welcher Haupt- und Nachlaufschienen über Schienenhalter an einem
Trägerrahmen befestigt sind dadurch gekennzeichnet, dass der die Haupt- und Nachlaufschienen
(3,5) tragende Schienenhalter (10,11) an seiner mit mindestens einem, ein Befestigungsmittel
(30) aufnehmenden Befestigungsloch (31) versehenen Befestigungsseite (10.2,11.2) mindestens
zwei in entsprechende Zentrieröffnungen (28,29) eines am Trägerrahmen (21) befestigten
Seitenschildes (20) eingreifende Zentriernoppen (26,27) aufweist und an seiner rechtwinklig
zur Befestigungsseite stehenden Schienenauflageseite (10.1,11.1) eine Schwalbenschwanzklemmvorrichtung
(35) zur Aufnahme der im Profil schwalbenschwanzförmig ausgebildeten Schienenunterseite
(52) besitzt, wobei die Schwalbenschwanzklemmvorrichtung aus einer am Schienenhalter
(10,11) angeordneten festen Klemmbacke (35.1) und einer mittels Schwalbenschwanzverbindung
am Schienenhalter (10,11) befestigbaren beweglichen Klemmbacke (35.2) besteht.
2. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass die Zentriernoppen
(26,27) und das Befestigungsloch (31) an der Befestigungsseite (10.2,11.2) des Schienenhalters
(10,11) hinsichtlich der senkrecht zur Befestigungs- und zur Schienenauflageseite
stehenden Schienenhalter-Mittelebene spiegelsymmetrisch angeordnet sind.
3. Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet , dass in der Schwalbenschwanzklemmvorrichtung
(35) die Schienenauflageseite (10.1,11.1) im Bereiche der An- und Abläufe der Laufschienen
(3,5) angeschrägt sind.
4. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass es sich bei
den Schienenhaltern (10,11) um Druckgussklemmelemente handelt, deren Zentriernoppen
(26,27) als masshaltige Angüsse ausgebildet sind.
5. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass der Schienenhalter
(10) in der Schienenhalter-Mittelebene eine rechteckige Schnittfläche aufweist.
6. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass der Schienenhalter
(11) in der Schienenhalter-Mittelebene eine L-förmige Schnittfläche aufweist.
7. Führungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet ,dass der L-förmige
Schienenhalter (11) an seiner Befestigungsseite (11.2) eine fingerförmige Verlängerung
(23) mit einem in eine entsprechende Aussparung (59) in der Gegenführung (4) eingreifenden
Noppen (61) aufweist, welche die Gegenführung (4) zwischen den Noppen (61) und dem
Seitenschild (20) verspannt.