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EP 0 056 099 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.02.1986 Patentblatt 1986/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.10.1981 |
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Überwachungseinrichtung für Fernwirkeinrichtungen
Supervisory apparatus for remote-control systems
Installation de surveillance pour des systèmes de commande à distance
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
12.01.1981 DE 3100683
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.1982 Patentblatt 1982/29 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Lang, Otto, Ing. grad.
D-8000 München 45 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungseinrichtung für Fernwirkeinrichtungen
mit wenigstens einer Zentralstation und mit Unterstationen, wobei die Stationen über
eine gemeinsame Übertragungsstrecke mittels zeitlich aufeinanderfolgener Impulstelegramme
Informationen austauschen und die Impulstelegramme einen Adressenteil, einen Informationsteil
und ein Unterscheidungskriterium enthalten, das je nachdem, ob das betreffende Impulstelegramm
von einer Zentralstation oder Unterstation stammt, ein Zentralstationstelegrammkriterium
oder ein Unterstations telegrammkriterium ist und wobei jeweils das Abfragetelegramm
und das dazugehörige Antworttelegramm die gleiche Adresse haben und die an die Übertragungsstrecke
anschließbare Überwachungseinrichtung eine Auswerteeinrichtung zur Auswertung der
auf der Übertragungsstrecke übertragenen Impulstelegramme hinsichtlich der Adresse
und des Unterscheidungskriteriums enthält. Dabei können die Impulstelegramme zusätzlich
zum Adressenteil, Informationsteil und Unterscheidungskriterium, z.B. ein Synchronzeichen,
einen Sicherungsanhang und/oder dergleichen aufweisen.
[0002] Eine derartige Überwachungseinrichtung ist bereits aus der DE-A-2 516 681 bekannt.
Die bekannte Überwachungseinrichtung dient zur Überwachung von Unterstationen einer
Fernwirkeinrichtung, bei der eine Zentralstation über eine Übertragungsstrecke mit
den Unterstationen verbunden ist und die
[0003] Unterstationen zyklisch aufruft. Der Abfragezyklus hat neben dem Einsammeln aller
Meldungen des Fernwirknetzes auch die Aufgabe, die Stationen zu überwachen und ihren
Ausfall oder ihre Wiederkehr anzuzeigen. Neben der aktiven Zentralstation gibt es
auch passive Zentralstationen, die nur mithören und auswerten. Sie können überall
in das Netz eingeschaltet werden und zeigen ebenfalls einen Stationsausfall oder eine
Stationswiederkehr an.
[0004] Die in der Fernwirkanlage übertragenen Telegramme enthalten Kriterien dafür, ob das
Telegramm von einer Zentralstation oder einer anderen Station ausgesandt wurde. Diese
Kriterien werden in einer Auswerteeinrichtung verarbeitet. Die Zentralstation hat
in ihrem Telegramm die Adresse der aufgerufenen Unterstation. Die aufgerufene Unterstation
hat in ihrem Telegramm ihre eigene Adresse. Diese Adressen werden in der Auswerteeinrichtung
ebenfalls ausgewertet. Die Auswerteeinrichtung hat je einen Ausgang für das Zentralstationstelegrammkriterium,
das Unterstationstelegrammkriterium und die Adresse der betreffenden Zentralstation
bzw. Unterstation. Eine Überwachungsanordnung verarbeitet die von der Auswerteeinrichtung
abgegebenen Kriterien bzw. Adressen und gewinnt dabei Ausfallkriterien über den Ausfall
einer Unterstation. Ein Kriterium, das aussagt, daß eine Unterstation ausgefallen
ist, besteht darin, daß die Zentralstation zweimal sendet, ohne dazwischen eine Unterstation
zu empfangen.
[0005] Man kann für die Anzeige der Adressen von ausgesendeten oder empfangenen Fernwirktelegrammen
die Inhalte aus den entsprechenden Zählern bzw. Speichern der Fernwirkzentrale anzeigen.
Ist die Zentrale gestört, so ist der Aussagewert dieser Anzeigen jedoch sehr gering
oder die Anzeigen sind sogar selbst gestört. Für eine eigene Überwachung der Fernwirkzentrale
ist eine derartige Anzeige somit nicht ohne weiteres geeignet.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Überwachungseinrichtung der vorstehend näher bezeichneten
Art derart auszubilden, daß die Funktion wenigstens einer Zentralstation mit besonders
großer Zuverlässigkeit überwacht wird. Eine Erkenntnis im Rahmen der Erfindung besteht
darin, daß dies zweckmäßigerweise in Verbindung mit einer Beobachtung der auf der
Übertragungsstrecke Übertragenen Fernwirktelegramme geschieht.
[0007] Gemäß der Erfindung wird die Überwachungseinrichtung zur Lösung dieser Aufgabe derart
ausgebildet, daß die Übertragungseinrichtung Anzeigemittel zur Anzeige der Adresse
und des Unterscheidungskriteriums enthält und daß die von der Auswerteeinrichtung
ermittelten Unterscheidungskriterien mittels einer Überwachungsanordnung derart überwachbar
sind, daß eine vorgegebene Zeitspanne überschreitende Unterbrechungen im Auftreten
von Zentralstationstelegrammkriterien ein Alarmsignal auslösen. Die Überwachungseinrichtung
kann dabei über ein eigenes Modem oder ein Modem der Zentralstation oder einer Unterstation
an die Übertragungsstrecke angeschlossen werden. Als Unterscheidungskriterium kann
insbesondere ein bestimmtes Bit des Fernwirktelegrammes dienen, wobei die logische
'1' das Zentralstationskriterium und die logische '0' das Unterstationskriterium ist.
Vorzugsweise befindet sich die Überwachungseinrichtung am Ort der Fernwirkzentrale
oder - falls mehrere Fernwirkzentralen vorhanden sind - wenigstens am Orte einer der
Fernwirkzentralen. Sie kann jedoch auch als Prüfeinrichtung an einer anderen Stelle
der Übertragungsstrecke angeordnet sein.
[0008] Durch die genannten Maßnahmen ergibt sich der Vorteil, daß sich die Fernwirkeinrichtung
besonders zuverlässig d'araufhin überwachen läßt, ob auf der, insbesondere durch eine
allen Stationen gemeinsamen Leitung gebildeten Übertragungsstrecke in regelmäßigen
Abständen Zentralstationstelegramme sind. Ist dies nicht der Fall, wird ein Ausfallalerm
abgegeben.
[0009] Von besonderem Vorteil ist die Überwachungseinrichtung bei Fernwirkeinrichtungen
mit mehreren Zentralstationen, bei denen eine zunächst aktive Zentralstation im Störungsfall
durch eine weitere Zentralstation abgelöst wird, die vom passiven in den aktiven Zustand
übergeht, sobald sie nach einer bestimmten Wartezeit keine Zentralentelegramme mehr
empfängt. Stellt eine Überwachungseinrichtung, die sich bei einer von solchen Zentralstationen
befindet, fest, daß keine Zentralenstationstelegramme mehr übertragen werden, so ist
nämlich sicher, daß die betreffende Zentralstation selbat ausgefallen ist.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung.läßt sich die Überwachungseinrichtung dadurch noch
weiter vervollkommnen, daß die Überwachungseinrichtung einer Zentralstation räumlich
benachbart-angeordnet ist und daß mittels der Überwachungsanordnung zusätzlich zu
den Zentralstationstelegrammkriterien auch in der Zentralstation gebildete Prüfimpulsfolgen
derart überwachbar sind, daß eine vorgegebene Zeitspanne überschreitende Unterbrechungen
im Auf treten von Prüfimpulsen ein Alarmsignal auslösen. Diese Maßnahmen ermöglichen
es in vorteilhafter Weise, in Fernwirkeinrichkungen mit mehreren Zentralstationen
Funktionsstörungen einer Zentralstation auch dann festzustellen, wenn eine andere
Zentralstation die Abfragetelegramme aussendet.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Überwachungseinrichtungen einer
Zentralstation räumlich benachbart angeordnet und ein aus dem Alarmsignal gewonnenes
Kriterium dem Starteingang einer in der Zentralstation anthaltenen Einrichtung zur
Ablaufsteuerung als Startsignal zugeführt. Dabei kann eine Startautomatik, die ein
Mikrocomputersystem der Zentrale neu zu starten versucht, eingeschaltet werden, sobald
die Zentralstation keine Fernwirktelegramme mehr aussendet oder als gestört arkännt
wird. Insbesondere bestehen solche Startversuche im Rücksetzen einer Einrichtung zur
Ablaufsteuerng auf aine Nullstellung, von der sie selbsttätig nau startet.
[0012] Das Unterscheidungskritarium kann mittels einer eigenen Leuchtdiode angezeigt werden,
die der Vorrichtung zur Adressenanzsige benachbart angeordnet ist.
[0013] Zweckmäßigerweise wird die Überwachungsainrichtung derart ausgebildet, daß die Anzeigemittel
zur Anzeige der Telegrammadresse und des Unterscheidungskriteriums ein Ziffernanzeigeelement
mit Zusatzzeichen, insbesondere einem Dezimalpunkt, enthalten und daß ein aus dem
Unterscheidungskriterium abgeleitetes Steuersignal dem Eingang des Ziffernanzaigeelementes
zugeführt ist, der dem Zusatzzeichen zugeordnet ist. Dabei lassen sich Zentralstationstelegramme
und Unterstationstelegramme bei der optischen Anzeige mit besonders einfachen Mitteln
besonders übersichtlich voneinander unterscheiden, obwohl das Abfragetelegramm der
Fernwirkzentrale und das folgende Antworttelegramm einer Unterstation jeweils die
gleiche Telegrammadresse haben. Das zur Unterscheidung von Abfrage- und Antworttelegramm-Adressen
dienende zusätzliche optische Zeichen erfordert in vorteilhafter Weise keinen besonderen
Aufwand. Z.B. können Zusatzzeichen wie +,-,: oder dgl. Verwendung finden.
[0014] Die Prüfung, ob in regelmäßigen Abständen Zentralstationstelegramme auf der Leitung
sind, wird zweckmäßigerweise dadurch vorgenommen, daß die Überwachungsanordnung zur
Auswertung des Unterscheidungskriteriums einen Zähler enthält, dessen Takteingang
an einen Taktgeber der Überwachungseinrichtung angeschlossen, dessen Rücksetzeingang
mit aus den Zentralstationstelegrammkriterien abgeleiteten Steuersignalen beaufschlagbar
und dessen Weiterschaltung bei Erreichen eines vorgegebenen Zählerstandes blockierbar
ist.
[0015] Die Überwachung von in der Zentralstation gebildeten Prüfimpulsfolgen wird zweckmäßigerweise
dadurch erreicht, daß die Überwachungsanordnung wenigstens einen Zähler enthält, dessen
Takteingang an einen Taktgeber angeschlossen und dessen Rücksetzeingang mit dem Ausgang
einer in der Zentralstation enthaltenen Prüfeinrichtung verbunden ist, die bei ungestörtem
Betrieb in regelmäßigen Abständen Prüfimpulse abgibt.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Überwachungseinrichtung derart ausgebildet,
daß die Überwachungsanordnung einen Zähler enthält, dessen Takteingang mit einem Taktgeber
verbunden und dessen Rücksetzeingang mit den Taktimpulsen eines in der Zentralstation
enthaltenen Taktgebers beaufschlagbar ist. Dabei ermöglicht es der weitere Zähler
in vorteilhafter Weise, die Übereinstimmung des Taktes der Fernwirkzentrale mit dem
bei der Überwachung verwendeten Takt seinerseits sicher zu überwachen. Ist das Zusatzzeichen
des Ziffernanzeigeelementes durch das Steuersignal derart steuerbar, daß es bei vorhandenem
Unterstationstelegrammkriterium aktiviert ist, so ergibt sich eine besonders leicht
erkennbare Anzeige der Folge der über die Übertragungsstrecke laufenden Fernwirktelegramme.
[0017] Insbesondere ist der Taktgeber hinsichtlich seiner Taktfrequenz auf die bei der Fernwirkeinrichtung
wählbaren Bitfolgefrequenzen einstellbar.
[0018] Die Erfindung wird anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
[0019] Die Fig. zeigt eine Überwachungseinrichtung, die an eine Zentralstation angeschlossen
ist.
[0020] Bei der in der Fig. gezeigten Überwachungseinrichtung ist die Zentralstation 1 über
das Modem 10 an die Übertragungsleitung 3 angeschlossen. Die Übertragungsleitung 3
verbindet die Zentralstation 1 mit den Unterstationen und ggf. mit weiteren Zentralstationen,von
denen lediglich die Unterstation 2 mit ihrem Modem 20 dargestellt ist.
[0021] Die von der Zentralstation 1 zum Modem 10 bzw. vom Modem 10 zur Zentralstation 1
übermittelten Fernwirktelegramme werden über die Entkopplungsdioden 61,62 der Überwachungseinrichtung
5 zugeführt. Die Überwachungseinrichtung 5 wertet den Datenstrom aus. Die darin enthaltene
Anordnung 51, die im wesentlichen aus einem durch den Taktgenerator 6 steuerbaren
Schieberegister besteht, empfängt die Impulstelegramme und gibt sie nach einer SeriellParallel-Umsetzung
an ihrem Ausgangsbus-byteweise an die Einrichtung 52 zur Synchronzeichenauswertung
weiter. Erkennt die Einrichtung 52 ein Synchronzeichen, so gibt sie die Steuervorrichtung
53 frei. Die Steuervorrichtung 53, die an den Taktgenerator 6 angeschlossen ist, beginnt
vom Zeitpunkt der Freigabe ab mit dem Zählen der Taktimpulse und gibt bei Erreichen
einer vorgegebenen Zahl von Taktimpulsen einen Strobe-Impuls als logische '1' an die
Ansteuerschaltung 42 ab. Die Ansteuerschaltung 42, die über einen sieben Bit breiten
Adressenbus mit der Anordnung 51 verbunden ist, wird durch den Strobe-Impuls zur Übernahme
der binär codierten Adresse veranlaßt.
[0022] Die Ansteuerschaltung 42 dient zur Steuerung der Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige.
Sie enthält einen Adressenspeicher und einen oder mehrere Codierer, mit deren Hilfe
die zur Ansteuerung der Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige erforderlichen Steuersignaleaus
der binär codierten Adresseninformation gewonnen werden. Vorzugsweise wird die Adresse
in einer Zwischenstufe zunächst in den BCD-Code und daran anschließend in die zur
Ansteuerung von 7-Segment-Anzeigeelementen üblichen Steuersignale überführt.
[0023] Die Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige enthält ein Anzeigeelement, das zur Anzeige
eines Dezimalpunktes dient. Dieses Anzeigeelement wird über das D-Flip-Flop 54 gesondert
angesteuert. Dieses D-Flip-Flop 54 liegt mit seinem Takteingang am Ausgang der Steuervorrichtung
53 und mit seinem D-Eingang an einem Anschluß des Ausganges der Anordnung 51.
[0024] Die dem Ausführungsbeispiel zugrundeliegenden Fernwirktelegramme sind aus mehreren
Bytes mit je 8 Bit zusammengesetzt. Das Fernwirktelegramm beginnt mit einem Synchronbyte.
Ein weiteres Byte dient als Adressbyte und besteht aus einem als Unterscheidungskriterium
dienenden sogenannten Z-Bit und sieben Adressenbits.
[0025] Liegt das Adressenbyte am Ausgang der Anordnung 51 an, so wird das D-Flip-Flop 54
durch den Strobe-Impuls der Steuervorrichtung 53 veranlaßt, das Z-Bit zu übernehmen
und am Ausgang des D-Flip-Flops erscheint als Steuersignal für das Zusatzzeichen der
Vorrichtung 41 ein gespeichertes Zentralstationstelegrammkriterium Z' als logische
'1'.
[0026] Die Überwachungseinrichtung 5 der Täktgenerator 6 und die Ansteuerschaltung 42 können
insbesondere mit Hilfe eines kleinen Mikrocomputersystems aufgebaut werden.
[0027] Die Überwachungsanordnung 7 enthält die Zähler 71, 72 und 73, die jeweils mit einem
Takteingang an den Taktgenerator 6 angeschlossen sind. Die Fortschaltung durch den
Takt wird bei Erreichen der Zählerendstellung dadurch blockiert, daß der Ausgang des
Zählers mit einem EnableEingang E verbunden ist. Die Ausgänge der Zähler 71,72 und
73 sind ferner an die Eingänge des Dreifach-OderGliedes 74 geführt, dessen Ausgang
sowohl an die Anzeigevorrichtung 75 als auch über die Startautomatik 9 an den Rücksetzeingang
R der Zentralstation 1 geführt ist. In Abwandlung des gezeigten Ausführungsbeispieles
können die Alarmsignale der Zähler 71,72,73 andererseits einzeln oder nur zum Teil
zusammengefaßt angezeigt bzw. der Startautomatik zugeführt werden.
[0028] Die als Binärzähler ausgebildeten Zähler 71,72 und 73 werden auf unterschiedliche
Art zurückgesetzt.
[0029] Der Zähler 71 ist mit seinem Rücksetzeingang R an den Ausgang des Und-Gliedes 55
angeschlossen, das mit dem einen Eingang zusammen mit dem D-Eingang des D-FlipFlops
54 an einem Anschluß des Ausganges der Anordnung 51 und mit dem anderen Eingang am
Ausgang der Steuervorrichtung 53 liegt. Das Und-Glied 55 fragt mit Hilfe des von der
Vorrichtung 53 abgegebenen Strobe-Signals das von der Anordnung 51 gelieferte Z-Bit
ab. Der Zähler 71 wird daher bei jedem Zentralstationstelegramm zurückgesetzt. Fehlen
Zentralstationstelegramme während einer vorgegebenen Zeitspanne, so erreicht der Zähler
71 seine Endstellung und gibt ein Alarmsignal an das Oder-Glied 74 ab.
[0030] Die Rücksetzeingänge der Zähler 72 und 73 sind dynamische Eingänge, die nur auf positive
Taktflanken ansprechen.
[0031] Der Rücksetzeingang R des Zählers 72 ist an einen Taktausgang der Zentralstation
1 angeschlossen, der auch an einen Takteingang des Modems 10 geführt ist. Der Zähler
72 überwacht daher die Taktimpulsfolge der Zentralstation 1.
[0032] Der Rücksetzeingang des Zählers 73 ist an einen Prüfimpulsausgang S der Zentralstation
angeschlossen. Die Einrichtung zur Ablaufsteuerung der Zentralstation 1 gibt an den
Prüfimpulsausgang inregelmäßigen Abständen Überwachungsimpulse ab und zwar auch dann,
wenn eine andere Zentralstation Abfragetelegramme an die Übertragungsstrecke abgibt
und die betrachtete Zentralstation daher passiv bleiben muß.
[0033] Aus den Adressenbytes der Fernwirktelegramme wird als Unterscheidungskriterium das
sogenannte Z-Bit ausgewertet und zur Steuerung von drei verschiedenen Funktionen verwendet:
Als Steuersignal Z' steuert es eine optische Anzeige zur Kennzeichnung der Unterstationstelegramme,
die durch den Dezimalpunkt der Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige gebildet ist. Fehlt
das Z-Bit während eines bestimmten Zeitraumes, so wird über das Oder-Glied 74 die
Leuchtdiode der Anzeigevorrichtung 75 zur Abgabe eines Zentralen-Alarms aktiviert.
Außerdem veranlaßt dieser Alarm über die Startautomatik 9 den Neustart eines Mikroprozessors,
der zur Ablaufsteuerung der Zentrale 1 dient. Diese Startautomatik 9 wird durch einen
Taktimpulsgeber gebildet, der in regelmäßigen Zeitabständen Startimpulse abgibt, wenn
er durch ein Alarmsignal über seinen Enable-Eingang E freigegeben wird.
[0034] Die Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige macht die Adressen der über das Fernwirkuetz
laufenden Telegramme und damit den Zyklusablauf und den Telegrammaustausch sichtbar.
An der Vorrichtung 41 zur Ziffernanzeige werden die Telegrammadressen der Fernwirktelegramme
angezeigt. Der Dezimalpunkt dient der Anzeige von Unterstationstelegrammen. Die Anzeige
bleibt solange stehen, bis ein neues Telegramm eintrifft.
[0035] Die Überwachungseinrichtung besitzt eine eigene, von der Ablaufsteuerung der Zentralstation
1 unabhängige Taktversorgung und erkennt däher auch Fehlfunktionen der Ablaufsteuerung,
welche durch einen gestörten Takt verursacht werden.
[0036] Die eigene Taktversorgung ermöglicht es ferner, die Überwachungseinrichtung als Service-
und/oder Prüf-Baugruppe im gesamten Fernwirknetz zur Kontrolle des Telegrammaustausches
zu verwenden. In diesem Fall werden nur der Taktgenerator 6, die Einrichtung 5 zur
Telegrammauswertung und die Vorrichtung 41 mit der Ansteuerschaltung 42 benützt.
1. Überwachungseinrichtung für Fernwirkeinrichtungen mit wenigstens einer Zentralstation
(1) und mit Unterstationen (2), hobei die Stationen (2) über eine gemeinsame Übertragungsstrecke
(3) mittels zeitlich aufeinanderfolgender Impulstelegramme Informationen austeuschen
und die lmpulstelegramme einen Adressenteil, einen Informationsteil und ein Unterscheidungskriterium
enthalten, das je nachdem, ob das betreffende Impulstelegramm von einer Zentralstation
(1) oder Unterstation (2) stammt, ein Zentralstationstelegrammkriterium oder ein Unterstetiontelegrammkriterium
ist und wobei jeweils das Abfragetelegramm und das dazugehörige Antworttelegramm die
gleiche Adresse heben und die an die Übertragungsstrecke (3) anschließbare Überwachungseinrichtung
eine Auswerteeinrichtung (5) zur Auswertung der auf der Übertragungsstrecke (3) übertragenen
Impulstelegramme hinsichtlich der Adresse und des Unterscheidungskriteriums enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung Anzeigemittel zur Anzeige
der Adresse und des Unterscheidungskriteriums enthält und daß die von der Auswerteeinrichtung
(5) ermittelten Unterscheidungskriterien mittels einer Überwachungsanordnung (7) derart
Überwachbar sind, daß eine vorgegebene Zeitspanne überschreitende Unterbrechungen
im Auftreten von Zentralstationstelegrammkriterien (Z) ein Alarmsignal auslösen.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung
einer Zentralstation (1) räumlich benachbart angeordnet ist und daß mittels der Überwachungsanordnung
(7) zusätzlich zu den Zentralstationstelegrammkriteien (Z) auch in der Zentralstation
(1) gebildete Prüfimpulsfolgen derart überwachbar sind, daß eine vorgegebene Zeitspanne
überschreitende Unterbrechungen im Auftreten von Prüfimpulsen ein Alarmsignal auslösen.
3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- durch gekennzeichnet, daß die
Überwachungseinrichtung einer Zentralstation (1) räumlich benachbart angeordnet ist
und daß ein aus dem Alarmsignal gewonnenes Kriterium dem Starteingang (R) einer in
der Zentralstation (1) enthaltenen Einrichtung zur Ablaufsteuerung als Startsignal
zugeführt ist.
4. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzeigemittel zur Anzeige der Telagrammadresse und des Unterscheidungskriteriums
ain Ziffernanzeigeelement mit Zusatzzeichen, insbesondere einem Dezimalpunkt, enthalten
und daß ein aus dem Untarscheidungskriterium abgeleitetes Stauersignal (Z') dem Eingang
des Ziffernanzeigeelementas zugeführt ist, der dem Zusatzzeichen geordnet ist.
5. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungsanordnung (7) zur Auswertung das Unterscheidungskritariums (Z)
einen Zähler (71) enthält, dassen Takteingang an einen Taktgeber (6) der Überwachungseinrichtung
angeschlossen, dessen Rücksetzeingang (R) mit aus dan Zentralstationstelegrammkriterien
(Z) abgeleitaten Steuersignalen beaufschlagbar und dessen Weitarschaltung bei Erreichen
eines vorgegebenen Zählerstandes blockierbar ist.
6. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungsanordnung (7) wenigstens einen Zähler (73) enthält, dessen Rücksetzeingang
(R) mit dem Ausgang einer in der Zentralstation (1) enthaltenen Prüfeinrichtung verbunden
ist, die bei ungestörtem Betrieb in regelmäßigen Abständen Prüfimpulse (S) abgibt.
7. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungsanordnung (7) einen Zähler (72) enthält, dessen Takteingang mit
einem Taktgeber (6) verbunden und dessen Rücksetzeingang (R) mit den Taktimpulsen
aines in der Zentralstation (1) enthaltenen Takgebers beaufschlagbar ist.
8. Überwachungseinrichtung nach Anspruch4, dadurchgekennzeichnet, daß der Dezimalpunkt
des Ziffernanzeigeelementes (41) durch daß Steuersignal derart steuerbar ist, daß
er bei vorhandenem Unterstationstelegrammkriterium aktiviert ist.
9. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Taktgeber (6) hinsichtlich seiner Taktfrequenz auf bei der Fernwirkeinrichtung
wählbare Bitfolgefrequenzen ainstellbar ist.
1. A monitoring device for remote control devices with at least one central station
( 1) and with subsidiary stations (2) where the stations (2) exchange items of information
via a common transmission link (3) by means of time-consecutive pulse telegrams, and
the pulse telegrams contain an address component, an information component, and a
differentiation criterion which, depending upon whether tha pulse telegram in question
emanates from a central station ( 1) or a subsidiary station (2), is a central station
telegram criterion or a subsidiary station telegram criterion, and where both the
interrogation telegram and the associated response telegram have the same address,
and the monitoring device which can be connected to the transmission link (3) includes
ananalysis device (5) which serves to analyse the pulse telegrams transmitted on the
transmission link (3) in respect of their address and differentiation criterion, characterised
in that the transmission device includes display means for the display of the address
and the differentiation criterion, and that the differentiation criteria which are
determined by the analysis device (5) can be monitored by means of a monitoring arrangement
(7) in suchmanner that interruptions, which exceed a predetermined length of time,
in the occurrence of central station telegram criteria (Z) trigger an alarm signal.
2. A monitoring device as claimed in claim 1, characterised in that the monitoring
device is arranged adjacent to a central station ( 1), and that in addition to the
central station telegram criteria (Z), the monitoring arrangement (7) can also monitor
test pulse sequences, formed in a central station (1), in such manner that interruptions,
which exceed a predetermined length of1:¡me in the occurrence of test pulses, trigger
an alarm signal.
3. A monitoring device as claimed in claims 1 or 2, characterised in that the monitoring
device is arranged adjacent to a central station ( 1), and that a criterion obtained
from the alarm signal is fed as start signal to the start input (R) to a flow control
device included in the central station (1).
4. A monitoring device as claimed in one of the claims 1 to 3, characterised in that
the display means which serve to display the telegram address and the differentiation
criterion include a digit display element with additional characters, in particular
a decimal point, and that a control signal (Z') derived from the differentiation criterion
is fed to the input of the digit display eiement which is assigned to the additional
character.
5. A monitoring device as claimed in one of the claims 1 to 4, characterised in that
for the analysis of the differentiation criterion (Z) the monitoring arrangement (7)
includes a counter (71) whose clock input is connected to a clock pulse generator
(6) of the monitoring device, whose reset input (R) can be supplied with control signals
derived from the central station telegram criteria (Z), and the stepping-on of which
can be blocked when a predetermined count is reached.
6. A monitoring device as claimed in one of the claims 1 to 4, characterised in that
the monitoring arrangement (7) includes at least one counter (73) whose clock input
is connected to a clock pulse generator (6) and whose reset input (R) is connected
to the output of a test device which is included in the central station (1) and which
emits test pulses (S) at regular intervals during fault-free operation.
7. A monitoring device as claimed in one of the claims 1 to 4, characterised in that
the monitoring arrangement (7) includes a counter (72) whose clock input is connected
to a clock pulse generator (6) and whose reset input (R) can be supplied with the
clock pulses of a clock pulse generator included in the central station (1).
8. A monitoring device as claimed in claim 4, characterised in that the decimal point
of the digit display element (41) can be controlled by the control element in such
manner that it is activated whenever the subsidiary station telegram criterion occurs.
9. A monitoring device as claimed in one of the claims 5 to 8, characterised in that
the clock frequency ofthe clock pulse genetator (6) can be set at bit repetion frequencies
which can be selected on the remote control device.
1. Installation de contrôle pour des dispositifs de télécommande comportant au moins
un poste central (1) et des postes secondaires (2), les postes (2) échangeant des
informations par l'intermédiaire d'une voie commune de transmission (3) au moyen de
télégrammes d'impulsions se succédant, et les télégrammes d'impulsions contenant une
partie d'adresse, une partie d'information et un critére de différenciation selon
que le télégramme d'impulsions considéré provient d'un poste central (1) ou d'un poste
secondaire (2), est un critère de télégramme du poste central ou un critère de télégramme
d'un poste secondaire, et le dispositif de contrôle pouvant être raccordé à la voie
de transmission (3) contenant un dispositif d'exploitation (5) servant à exploiter
les télégrammes d'impulsions, transmis dans la voie de transmission (3), en ce qui
concerne l'adresse et le critère de différenciation, caractérisée par le fait que
le dispositif de transmission contient des moyens d'affichage servant à indiquer l'adresse
et le critère de différenciation et que les critères de différenciation déterminés
par le circuit d'exploitation (5) peuvent être contrôlés au moyen d'un dispositif
de contrôle (7) de telle sorte que des interruptions dépassant un intervalle de temps
prédéterminé déclenchent un signal d'alarme lors de l'apparition de critères en (Z)
de télégrammes du poste central.
2. Installation de contrôle suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que
l'installation de contrôle est disposée, dans l'espace, au voisinage d'un poste central
(1) et que des suites d'impulsions de contrôle formées également dans le poste central
(1) sont contrôlées au moyen de l'installation de contrôle (7) en plus des critères
(Z) de télégrammes du poste central, de telle sorte que des interruptions dépassant
un intervalle de temps prédéterminé déclenchent un signal d'alarme lors de l'apparition
d'impulsions de contrôle.
3. Installation de contrôle suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait
que l'installation de contrôle est disposée dans l'espace, au voisinage d'un poste
de contrôle (1) et qu'un critère obtenu à partir du signal d'alarme est envoyé, en
tant que signal de démarrage, à l'entrée de démarrage (T) d'un dispositif contenu
dans le poste central (1), en vue de réaliser la commande de l'exécution.
4. Installation de contrôle suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par
le fait que les moyens d'affichage servant à afficher l'adresse du télégramme et les
critères de décision contiennent un élément d'affichage à chiffres comportant des
caractères supplémentaires, notamment une virgule décimale, et ou'un signal de commande
(Z') dérivé du critère de différenciation est envoyé à l'entrée de l'élément d'affichage
à chiffres, qui est associé au caractère supplémentaire.
5. Installation de contrôle suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par
le fait que l'installation de contrôle (7) contient, pour l'exploitation du critère
de différenciation (Z), un compteur (71) dont l'entrée de cadence est raccordée à
un générateur de cadence (6) de l'installation de contrôle, et dont l'entrée de remise
à zéro (R) peut être chargée par des signaux de commande dérivés des critères (Z)
de télégrammes du poste central et dont l'avance peut être bloquée lorsqu'un état
de comptage prédéterminé est atteint.
6. Installation de contrôle suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par
le fait que l'installation de contrôle (7) contient au moins un compteur (73), dont
l'entràe de cadence est raccordée à un génératur de cadence (6) et dont l'entrée de
remise à zéro (R) est reliée à la sortie d'un dispositif de contrôle contenu dans
le poste central (1) et qui délivre des impulsions de contrôle (S) à des intervalles
réguliers dans le cas ou le fonctionnement n'est pas perturbé.
7. Installation de contrôle suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par
le fait que !e dispositif de contrôle (7) contient un compteur (72) dont l'entrée
de cadence est reliée à un générateur de cadence (6) et dont l'entrée de remise à
zéro (R) peut être chargée par les impulsions de cadence d'un générateur de cadence
contenu dans le poste central (1).
8. Installation de contrôle suivant la revendication 4, caractérisée par le fait que
la virgule décimale de l'élément d'affichage chiffré (41) peut étre commandée par
le signal de commande de telle manière qu'elle est activée dans le cas de la présence
d'un critère de télégrammes de poste secondaire.
9. Installation de contrôle suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisée par
le fait que la fréquence d'horloge du générateur de cadence (6) peut être réglée sur
des fréouences de récurrencs de bits pouvant être choisies dans le dispositif de télécommande.
