(19)
(11) EP 0 056 268 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.10.1984  Patentblatt  1984/41

(21) Anmeldenummer: 82100112.0

(22) Anmeldetag:  09.01.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A24B 15/20

(54)

Verfahren zur Aufbereitung von Tabak

Process for the preparation of tobacco

Procédé pour la préparation de tabac


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 13.01.1981 DE 3100715

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.07.1982  Patentblatt  1982/29

(71) Anmelder: FABRIQUES DE TABAC REUNIES S.A.
2003 Neuchâtel-Serrières (CH)

(72) Erfinder:
  • Gaisch, Helmut
    CH-2036 Cormondrèche (CH)
  • Ghiste, Patrick Daniel Louis
    CH-2024 Aubin (CH)
  • Schulthess, Dieter
    CH-2003 Neuchâtel (CH)

(74) Vertreter: Hach, Hans Karl 
Patentanwaltskanzlei Müller, Clemens & Hach Lerchenstrasse 56
D-74074 Heilbronn
D-74074 Heilbronn (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Tabak, bei dem lösliche Tabakbestandteile mit Wasser extrahiert und aus der abgetrennten Lösung durch, von Mikroorganismen hervorgerufene metabolische Assimilation und anschließendes Abtrennen der Biomasse niedermolekulare Stickstoffverbindungen eliminiert werden und die in der Restlösung verbleibenden Lösungsbestandteile einem extrahierten Tabak zugesetzt werden.

    [0002] Bei einem solchen bekannten Verfahren werden Nitrate, Nitrite und Ammoniumverbindungen aus dem Tabak extrahiert, weil diese in manchen Fällen durch Umsetzung zu für den menschlichen Genuß unerwünschten Substanzen, zum Beispiel Stickoxyden, im Tabakrauch führen.

    [0003] Für die Aufbereitung von Tabak benötigt man außerdem Flavour, das sind aromabildende Stoffe, die beim Abrauchen des Tabaks einen für Tabak charakteristischen Geschmack bilden. Solche Flavour gewinnt man zum Beispiel aus Aminosäuren, die man der sogenannten Maillard-Reaktion unterwirft. Die Qualität der gewonnenen Flavour ist abhängig von den eingesetzten Aminosäuren.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, den Tabak unter möglichst weitgehender Verwendung von Tabakbestandteilen mit einem angenehmen Tabakgeschmack auszustatten.

    [0005] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Proteine der abgetrennten Biomasse hydrolytisch in Aminosäuren zerlegt werden, daß die Hydrolyse mindestens so lange und/oder so intensiv durchgeführt wird, bis Tryptophan zerstört ist bis auf weniger als 0,01 Prozent bezogen auf das Gewicht des gewonnenen Aminosäuregemischs und daß dann das gewonnene Aminosäurengemisch isoliert mit reduzierendem Zucker unter Erhitzung (Maillard-Reaktion) in Flavour (Aromabildner) umgesetzt wird, der dann dosiert Tabak zugesetzt wird.

    [0006] Die Erfindung führt überraschend zu geschmacklich hervorragender Flavourisierung und erfordert außer verhältnismäßig billigem Zucker keine wesentlichen zusätzlichen Materialien, weil die als Ausgangsprodukt für die Gewinnung der Aminosäuren erforderliche Hefe bei der Denitratisierung des Tabaks in ausreichenden Mengen anfällt.

    [0007] Man kann den gewonnenen Flavour zur geschmacklichen Aufbereitung beliebiger Tabake, insbesondere solcher schlechter Qualität, einsetzen. Vorteilhaft wird er aber eingesetzt bei Tabak, der durch die eingangs dargelegte Denitratisierung aufbereitet ist und dadurch zwangsläufig auch geschmackliche Komponenten eingebüßt hat, die durch die Flavourisierung dann kompensiert werden können. Auch bei rekonstituiertem Tabak, der durch die Vorbehandlung der Rekonstitution solche Einbußen erlitten hat, ist die Flavourisierung nach der Erfindung besonders vorteilhaft.

    [0008] Eine Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß Mikroorganismen, die ihren Stickstoffbedarf durch Nitrat- und Nitritabbau decken können, auf die abgetrennte Lösung angesetzt werden, welche Lösung mit einer Kohlenstoffquelle in einer Konzentration von je 16,5±10 assimilierbaren Kohlenstoffatomen auf je ein Nitratmolekül und weiteren außer Stickstoff erforderlichen Nährstoffen angereichert ist und bei der Assimilation mit 0,5 bis 2,5 1 - 1-1 - min -1 belüftet und in dem pH-Bereich von 3,5 bis 6 und in dem Temperaturbereich von 25°C bis 37°C gehalten wird, und daß die Assimilation so lange durchgeführt wird, bis der Nitratgehalt auf einen Maximalgehalt von 10 ppm reduziert ist. Bei der Reduzierung der Nitrate werden auch gleichzeitig zwangsläufig die Nitrite und Ammoniumsalze entsprechend reduziert.

    [0009] Es sind sehr viele Hefen in Verbindung mit der Erfindung geeignet, bevorzugt erfolgt jedoch die Assimilation durch Einsatz einer Hefe aus der Gruppe bestehend aus der Candida utilis NCYC 707, Candida berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 und Candida utilis DSM 70 167.

    [0010] Vorzugsweise, insbesondere auch bei den genannten Hefen erfolgt die Belüftung mit 1,4 bis 1,6 I · I-1 · rnin-1 und vorzugsweise wird der pH-Wert auf 5,5±0,3 und die Temperatur auf 30°C±3°C gehalten.

    [0011] Nicht nur wasserlösliche Nitrate und Nitrite führen zu unerwünschten Bestandteilen im Rauch, das kann auch hervorgerufen werden durch den Stickstoffgehalt von Proteinen oder Proteinuntereinheiten. Dem wird eine Weiterbildung der Erfindung gerecht, die dadurch gekennzeichnet ist, daß zunächst die unlöslichen Proteinbestandteile und Proteinuntereinheiten des aufzubereitenden Tabaks durch enzymatische Behandlung in lösliche Proteinfragmente zerlegt werden und dann diese löslichen Proteinfragmente zusammen mit den übrigen löslichen Tabakbestandteilen mit Wasser extrahiert werden und dann in der abgetrennten Lösung der metabolischen Assimilation unterworfen werden. Dadurch werden die Stickstoffanteile der Proteine der gleichen Assimilation unterworfen wie die löslichen Nitrate und dergleichen. Für die enzymatische Behandlung geeignete Enzyme sind in Tabelle 1 angegeben.

    [0012] Zur Gewinnung der Aminosäuremischung werden die Proteine in der anfallenden Biomasse hydrolysiert. Das kann geschehen, indem man zuvor die Proteine aus der Biomasse isoliert oder aber, indem man sie in der Biomasse beläßt. Die Hydrolyse erfolgt zweckmäßig unterfolgenden Bedingungen:

    bei einer Temperatur von 50-130°C, vorzugsweise 90°C, während einer Zeitdauer von 2-300 Stunden, vorzugsweise 110 Stunden,

    bei einem Hefefeststoffgehalt von 5-50 Prozent (Gewichtsprozent), vorzugsweise 20 Prozent,

    bei einer Säurekonzentration von 0,5-45 N (normal), vorzugsweise bei Salzsäure 6 N und bei Phosphorsäure 45 N,

    bei einem Druck von 1-3 Atmosphären (0,981-2,943 bar), vorzugsweise 1 Atmosphäre und unter dauerndem Umrühren.



    [0013] Man kann, um aus dem gewonnenen Aminosäurengemisch zu dem Flavour zu gelangen, die bei der Hydrolyse anfallende Mischung zunächst einmal von den Feststoffbestandteilen befreien. Das ist aber nicht unbedingt nötig. Man kann diese Feststoffbestandteile - die unlöslichen Zellreste der Biomasse - auch belassen und mit der Maillard-Reaktion unterwerfen. In einem solchen Fall wird man aber die bei der Hydrolyse anfallende Lösung einengen, um die nötige Konzentration für die Maillard-Reaktion zu erzielen. Bevorzugt wird allerdings ein Verfahren, bei dem die Aminosäuren, bevor sie der Maillard-Reaktion unterworfen werden, isoliert werden. Das geschieht zweckmäßig dadurch, daß das in der Lösung enthaltene Aminosäuregemisch durch Adsorptionschromatographie isoliert und anschließend zur Trocknung eingedampft wird.

    [0014] Die Maillard-Reaktion erfolgt zweckmäßig unter Bedingungen wie folgt:

    bei einem pH-Wert von 3-12, vorzugsweise 6-7,

    bei Angleichen des pH-Wertes durch Ammoniumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd oder Phosphorsäure,

    bei einer Behandlungszeit von 1-200 Stunden, vorzugsweise 70-140 Stunden, bei einer Temperatur von 20―180° C, vorzugsweise 90-140° C,

    bei einem molaren Verhältnis von Aminosäuren zu zugesetztem reduzierenden Zucker von 4 : 1 bis 1 : 4, vorzugsweise 1 : 1 bis 2 : 1,

    in wäßriger Lösung bei einem Feststoffgehalt von 20 bis 70 Gewichtsprozent, vorzugsweise 45-55 Gewichtsprozent,

    bei einem Druck von 1-5 Atmosphären (0,981-4,905 bar), vorzugsweise 1 Atmosphäre und unter ständigem Rühren.



    [0015] Man kann die bei der Maillard-Reaktion anfallende Reaktionsmischung unmittelbar als Flavour verwenden und auf den Tabak auftragen, zum Beispiel durch Aufsprühen. Man kann aber auch die für den Flavour wesentlichen Bestandteile aus der Reaktionsmischung extrahieren, zum Beispiel durch Ausschütteln gegen Dichlormethan oder gegen Isobutylalkohol. Man kann die für den Flavour wesentlichen Substanzen durch fraktionierte Destillation aus dem Reaktionsprodukt der Maillard-Reaktion isolieren.

    [0016] Die Erfindung wird nun anhand einiger Beispiele näher erläutert.

    Beispiel 1



    [0017] a) Deproteinisierung und Denitratisierung des Tabaks:

    In 10 I (Liter) Wasser wurden 3,75 g (Gramm) des Enzyms Protease EC 3.4.24.4 mit einer Enzymaktivität von 1,0 Enzymeinheit pro mg (Milligramm) gelöst. Eine Enzymeinheit ist diejenige Aktivität, die Casein bei pH 7,5 und 37°C (Grad Celsius) dermaßen hydrolisiert, daß pro Minute die Menge von 1 Mykromol Tyrosin freigesetzt wird. In diese 10 I Enzymlösung wurden 1 kg (Kilogramm) aufzubereitende Tabakmischung (American Blend) in Form von sogenannten Strips (entrippte Blätter) eingeschlämmt. Diese Schlämme wurde 6 Stunden bei 37°C stehengelassen und dabei gelegentlich umgerührt. Dann wurde die wäßrige Phase von den Strips abgetrennt und danach wurden die Strips zweimal mit je 2,5 1 Wasser von 80° C gewaschen und anschließend ausgepreßt.

    Die wäßrige Phase, das Waschwasser und die beim Auspressen anfallende Flüssigkeit wurde zur Lösung vereinigt. Es ergaben sich insgesamt 12 I Lösung.

    Der vorbehandelte Tabak, das sind die ausgepreßten Strips, wurde in strömender Warmluft bis auf eine Restfeuchte von 18% (Prozent) getrocknet und aufbewahrt. Die aufzubereitende Tabakmischung, die Lösung und der vorbehandelte Tabak wurden analytisch untersucht. Es ergaben sich dabei Analysenwerte wie in Tabelle 3 angegeben.

    Die Tabelle 3 zeigt, daß 58 Trockengewichtsprozent der in der aufzubereitenden, eingesetzten Tabakmischung vorhandenen Proteine abgebaut worden sind und die Abbauprodukte in die Lösung überführt wurden.



    [0018] b) Metabolische Assimilation:

    In die 12 1 Lösung wurden folgende Zusätze eingegeben:

    Die so aufbereitete Lösung wurde in einem Autoklaven bei 105°C unter Druck sterilisiert und dann druckentlastet und auf 30°C abgekühlt und in einen 20-I-Fermenter überführt. Die 30°C warme, aufbereitete Lösung wurde mit 600 ml (Milliliter) einer sich in ihrer exponentiellen Wachstumsphase befindenden Kultur von Candida utilis NCYC 707 angeimpft. Die angeimpfte Lösung wurde 8 Stunden lang unter Belüftung und laufendem Umrühren im Fermenter belassen. Der pH-Wert wurde zunächst mit KOH (Kaliumhydroxyd) und später mit Zitronensäure auf pH 5,5 stabilisiert. Dabei wurden die Proteine, Aminosäuren, Nitrate und Nitrite durch metabolische Assimilation abgebaut. Nach Ablauf der 8 Stunden wurde die Biomasse abzentrifugiert. Man erhielt 2,25 Biomasse mit einem Feststoffgehalt von 8,5% entsprechend 190 g wasserfreier Biomasse.

    Der durch das Zentrifugieren gewonnene Überstand - die sogenannte Restlösung - enthielt die Tabakalkaloide in der ursprünglich vorhandenen Konzentration, darüber hinaus aber nur noch Spuren an löslichen Stickstoffverbindungen. Das Gesamtvolumen der Restlösung von 9,75 1 wurde auf 2 1 eingeengt und dem vorbehandelten Tabak durch Aufsprühen wieder zugesetzt. Daran anschließend wurde dieser Tabak getrocknet. Tabelle 2 zeigt Analysen von Zigaretten, die aus solchem Tabak hergestellt wurden.



    [0019] c) Gewinnung von Aminosäuren:

    Die nach Absatz b) erhaltene Biomasse wurde getrocknet. 1 kg auf diese Weise erhaltene Biomasse wurde mit 3,5 I HCl (6N) versetzt und während 140 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das resultierende Hydrolysatwurde während 20 Minuten bei 15 000 xg zentrifugiert und der Überstand auf ein Viertel seines ursprünglichen Volumens eingedampft. Das Destillat enthielt das HCI und konnte für weitere Hydrolysen verwendet werden.

    Der Rückstand wurde mit dem gleichen Volumen eines Ionenaustauschers (300 g Amberlite® IR-120, Fluka) versetzt, 0,6 I HCI (0,1 N) zugefügt und das Ganze während 2 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Anschließend wurde der Ionenaustauscher durch Filtration von der flüssigen Phase getrennt und mit 250 ml deionisiertem Wasser gewaschen. Das Filtrat wurde verworfen (®=eingetragenes Warenzeichen).

    Der Ionenaustauscher seinerseits wurde mit 0,8 I (NH4)OH (7N) versetzt und während 2 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Der lonenaustauscher wurde wiederum abfiltriert und mit 150 ml deionisiertem Wasser gewaschen. Die Aminosäuren befanden sich im Filtrat, das bis zur Trockene eingedampft wurde. Aus dem 1 kg Biomasse konnten auf diese Weise 300 g einer Mischung von Aminosäuren gewonnen werden. Die Zusammensetzung dieser Mischung ist aus Tabelle 4 ersichtlich.



    [0020] d) Gewinnung des Flavour:

    100 g der nach Absatz c) gewonnenen Aminosäuremischung, wurden mit 55 g Glucose und 188 g deionisiertem Wasser versetzt. Das pH wurde mit einer 25%igen Ammoniumhydroxydlösung auf 9,5 eingestellt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung während 70 Stunden unter Rückfluß gekocht. Die entstehende braune Produktlösung wurde filtriert. Das Filtrat wurde in Mengen von 20% auf rekonstituierten Tabak aufgesprüht.


    Beispiel 2



    [0021] 

    a) Denitratisierung des Tabaks:

    1 kg einer Tabakmischung bestehend aus Burley-Rippen wurden mit 141 Wasser während 1 Stunde bei 80° C gewaschen und anschließend ausgepreßt. Das ausgepreßte Waschwasser ergab insgesamt 12 1 Lösung und enthielt 1140 ppm Nitratstickstoff.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 1.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 1.

    d) Gewinnung des Flavour. Wie Beispiel 1.


    Beispiel 3



    [0022] 

    a) Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 2.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2,

    c) Gewinnung von Aminosäuren:

    Die nach Absatz b) erhaltene Biomasse wurde getrocknet. 1 kg auf diese Weise erhaltene Biomasse wurde mit 5 I H3PO4 (85%) versetzt und während 140 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das resultierende Hydrolysat wurde durch eine Fritte filtriert und das Filtrat mit 300 g Amberliteo IR-120 sowie 0,6 I HCl (0,1 N) versetzt. Diese Mischung wurde während 10 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Anschließend wurde das Amberlite durch Filtration von der flüssigen Phase getrennt und mit 360 ml deionisiertem Wasser gewaschen. Das Filtrat wurde verworfen (®=eingetragenes Warenzeichen).

    Der Ionenaustauscher seinerseit wurde mit 0,8 1 (NH4)OH (7 N) versetzt und während 2 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Der Ionenaustauscher wurde wiederum abfiltriert und mit 150 ml deionisiertem Wasser gewaschen. Die Aminosäuren befanden sich im Filtrat, das bis zur Trockene eingedampft wurde. Aus dem 1 kg Biomasse konnten auf diese Weise 320 g einer Mischung von Aminosäuren gewonnen werden. Die Zusammensetzung dieser Mischung ist aus Tabelle 4 ersichtlich.

    d) Gewinnung des Flavour. Wie Beispiel 1.


    Beispiel 4



    [0023] 

    a) Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 2.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren:

    Die nach Absatz b) erhaltene Biomasse wurde auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 60% getrocknet. Man erhielt so 500 g feuchte Hefe. 2,5 kg so erhaltene Hefe wurden mit 6 I H3P04 (85%) versetzt und wie im Absatz c) Beispiel 4 angegeben, hydrolysiert. Es wurden 300 g Aminosäuremischung gewonnen, deren Zusammensetzung in Tabelle 4 angegeben ist.

    c) Gewinnung des Flavour. Wie Beispiel 1.


    Beispiel 5



    [0024] Wie Beispiel 4 mit dem einzigen Unterschied, daß bei der Gewinnung von Aminosäuren 1,2 kg Hefe mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 70% hydrolysiert werden und daraus 120 g Aminosäuremischung gewonnen wird.

    Beispiel 6



    [0025] Wie Beispiel 3 mit dem Unterschied, daß bei der Gewinnung der Aminosäuren 5 I KOH (6 N) statt H3P04 eingesetzt werden. Der pH-Wert dieser Lösung wurde mit HCI auf 1,1 eingestellt, bevor der lonenaustauscher zugefügt wurde. Es konnten 280 g einer Aminosäurenmischung gewonnen werden, deren Zusammensetzung aus Tabelle 4 ersichtlich ist.

    Beispiel 7



    [0026] 

    a) Deproteinisierung und Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 1.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 1.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 1.

    d) Gewinnung des Flavour:

    332 g einer nach Absatz c) gewonnenen Aminosäurenmischung wurden mit 252 g Xylose und 510 ml dionisiertem Wasser versetzt. Das pH wurde mit einer 25%igen Ammoniumhydroxydlösung auf 7,0 eingestellt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung während 140 Stunden unter Rückfluß bei 90° C gehalten. Die entstehende braune Produktflüssigkeit wurde filtriert. Das Filtrat wurde in Mengen von bis zu 20% auf rekonstituierten Tabak aufgesprüht.


    Beispiel 8



    [0027] 

    a) Deproteinisierung und Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 1.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 1.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 1.

    d) Gewinnung des Flavour:

    219 g einer nach Absatz c) gewonnenen Aminosäuremischung wurden mit 120 g Glucose und 435 ml deionisiertem Wasser versetzt. Das pH wurde mit einer 25%igen Ammoniumhydroxydlösung auf 6,8 eingestellt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung während 24 Stunden bei 105°C unter Druck gehalten. Die entstehende braune Produktlösung wurde filtriert. Das Filtrat wurde in Mengen von 20% auf schlechten Burley-Tabak aufgesprüht.


    Beispiel 9



    [0028] 

    a) Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 2.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 2.

    d) Gewinnung des Flavour:

    180 g einer nach Absatz c) gewonnenen Aminosäuremischung wurden mit 76 g Glucose und 400 ml deionisiertem Wasser versetzt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung während 120 Stunden bei 90°C unter Rückfluß gekocht. Die entstehende braune Produktlösung wurde filtriert. Das Filtrat wurde in Mengen von bis zu 40% auf extrahierte Tabakstrips aufgesprüht.


    Beispiel 10



    [0029] 

    a) Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 2.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 3.

    d) Gewinnung des Flavour:

    217 g einer nach Absatz c) gewonnenen Aminosäuremischung wurden mit 91 g Glucose und 480 ml deionisiertem Wasser versetzt. Anschließend wurde die Reaktionsmischung während 120 Stunden unter Druck bei 110° C gehalten. Die entstehende braune Produktlösung wurde filtriert. Das Filtrat wurde in Mengen von bis zu 80% auf extrahierte Tabakrippen aufgesprüht.


    Beispiel 11



    [0030] 

    a) Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 2.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 4.

    d) Gewinnung des Flavour:

    Wie Beispiel 10. Es wurde jedoch eine Temperatur von 180° C angewendet.


    Beispiel 12



    [0031] 

    a) Deproteinisierung und Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 1.

    b) Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 5.

    d) Gewinnung des Flavour:

    Wie Beispiel 8. Der pH-Wert wurde jedoch auf 11,5 eingestellt.


    Beispiel 13



    [0032] 

    a) Deproteinisierung und Denitratisierung des Tabaks. Wie Beispiel 1.

    bjr Metabolische Assimilation. Wie Beispiel 2.

    c) Gewinnung von Aminosäuren. Wie Beispiel 6.

    d) Gewinnung des Flavour:

    Wie Beispiel 8. Die Reaktion wurde aber nur während 1 Stunde durchgeführt und das Filtrat in Mengen von 15% rekonstituiertem Tabak zugesetzt.


    Beispiel 14



    [0033] Wie Beispiel 9. Es wurden jedoch 350 g Glucose verwendet.

    Beispiel 15



    [0034] Wie Beispiel 9. Die Reaktion wurde aber bei 50° C während 200 Stunden durchgeführt.

    [0035] Abänderungen der Beispiele sind wie folgt möglich:

    Anstelle des im Beispiel 1 genannten Enzyms kann ein anderes Enzym aus Tabelle 1 eingesetzt werden.

    Anstelle der Glucose kann eine equimolare Menge Fructose, Galactose oder dergleichen eingesetzt werden.

    Anstelle der Candida utilis NCYC 707 kann eine der nachfolgenden Candidas eingesetzt werden: Candida berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 und Candida utilis DSM 70167.



    [0036] Die erwähnten Stämme sind an den durch die Abkürzungen bezeichneten Hinterlegungsstellen in der für patentrechtliche Offenbarung erforderlichen Form unter der angegebenen Nummer erhältlich. Die Abkürzungen bedeuten:

    NCYC National Collection of Yeast Cultures, Brewing Industry Research Foundation;

    CBS Centraal Bureau voor Schimmelcultures;

    DSM Deutsche Sammlung von Mikroorganismen.










    Ansprüche

    1. Verfahren zur Aufbereitung von Tabak, bei dem lösliche Tabakbestandteile mit Wasser extrahiert und aus der abgetrennten Lösung durch, von Mikroorganismen hervorgerufene metabolische Assimilation und anschließendes Abtrennen der Biomasse niedermolekulare Stickstoffverbindungen eliminiert werden und die in der Restlösung verbleibenden Lösungsbestandteile einem extrahierten Tabak zugesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Proteine der abgetrennten Biomasse hydrolytisch in Aminosäuren zerlegt werden, daß die Hydrolyse mindestens so lange und/oder so intensiv durchgeführt wird, bis Tryptophan zerstört ist bis auf weniger als 0,01 Prozent bezogen auf das Gewicht des gewonnenen Aminosäuregemischs und daß dann das gewonnene Aminosäurengemisch isoliert mit reduzierendem Zucker unter Erhitzung (Maillard-Reaktion) in Flavour (Aromabildner) umgesetzt wird, der dann dosiert Tabak zugesetzt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mikroorganismen, die ihren Stickstoffbedarf durch Nitrat- und Nitritabbau decken können, auf die abgetrennte Lösung angesetzt werden, welche Lösung mit einer Kohlenstoffquelle in einer Konzentration von je 16,5±10 assimilierbaren Kohlenstoffatomen auf je ein Nitratmolekül und weiteren außer Stickstoff erforderlichen Nährstoffen angereichert ist und bei der Assimilation mit 0,5 bis 2,5 I · I 1 · min-1 belüftet und in dem pH-Bereich von 3,5 bis 6 und in dem Temperaturbereich von 25°C bis 37"C gehalten wird, und daß die Assimilation so lange durchgeführt wird, bis der Nitratgehalt auf einen Maximalgehalt von 10 ppm reduziert ist.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Assimilation durch Einsatz einer Hefe aus der Gruppe bestehend aus der Candida utilis NCYC 707, Candida berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 und Candida utilis DSM 70167 erfolgt und daß die Belüftung mit 1,4 bis 1,6 I · I 1 · min 1 erfolgt und daß der pH-Wert auf 5,5±0,3 und die Temperatur auf 30° C ± 3° C gehalten wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die unlöslichen Proteinbestandteile und Proteinuntereinheiten des aufzubereitenden Tabaks durch enzymatische Behandlung in lösliche Proteinfragmente zerlegt werden und dann diese löslichen Proteinfragmente zusammen mit den übrigen löslichen Tabakbestandteilen mit Wasser extrahiert werden und dann in der abgetrennten Lösung der metabolischen Assimilation unterworfen werden.
     
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrolyse der Proteine der Biomasse unter Bedingungen wie folgt erfolgt:

    Bei einer Temperatur von 50-130°C,

    während einer Zeitdauer von 2-300 Stunden,

    bei einem Hefefeststoffgehalt von 5-50 Prozent (Gewichtsprozent),

    bei einer Säurekonzentration von 0,5-45 N (normal),

    bei einem Druck von 1-3 Atmosphären (0,981-2,943 bar) und

    unter dauerndem Umrühren.


     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß aus der hydrolysierten Lösung die unlöslichen Restbestandteile der Biomasse abgetrennt werden, ehe die Lösung weiterverarbeitet wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Lösung enthaltene Aminosäurengemisch durch Adsorptionschromatographie isoliert und anschließend zur Trocknung eingedampft wird.
     
    8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das gewonnene Aminosäurengemisch bei der Maillard-Reaktion in Flavour umgesetzt wird unter folgenden Bedingungen:

    Bei einem pH-Wert von 3-12,

    bei Angleichen des pH-Wertes durch Ammoniumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd oder Phosphorsäure,

    bei einer Behandlungszeit von 1-200 Stunden,

    bei einer Temperatur von 20-180°C,

    bei einem molaren Verhältnis von Aminosäuren zum zugesetzten reduzierenden Zucker von 4 : 1

    bis 1 : 4, in wäßriger Lösung,

    bei einem Feststoffgehalt von 20 bis 70 Gewichtsprozent,

    bei einem Druck von 1-5 Atmosphären (0,981-4,905 bar) und

    unter ständigem Rühren.


     
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Maillard-Reaktion erzeugte Reaktionsgemisch als Flavour auf Tabak aufgesprüht wird, und zwar in einer Menge von 0,05 bis 0,8 Milliliter pro Gramm Tabakmaterial.
     
    10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem gewonnenen Flavour rekonstituierter Tabak behandelt wird.
     


    Claims

    1. A method of tobacco treatment in which soluble tobacco components are extracted by means of water, the low-molecular nitrogen compounds sub-sequently being eliminated from the withdrawn solution via a metabolic assimilation process effected by the use of microorganisms, followed by the removal of the biomass, and the components of the residual solution being added to a tobacco extract, characterized in that the proteins of the separated biomass are hydrolytically degraded into amino acids, that hydrolysis is carried out at least as long and/or as intensively as is necessary for tryptophan to be destroyed to less than 0.01 per cent of the weight of the amino acid mixture obtained and that the amino acid mixture obtained is then separately converted into flavour (aroma producer) by the use of reducing sugar and the application of heat (Maillard reaction), the said flavour being subsequently added to tobacco in controlled quantities.
     
    2. A method according to Claim 1 characterized in that microorganisms which can obtain their nitrogen requirements from nitrate or nitrite degradation are added to the withdrawn solution, the said solution being enriched by the use of a carbon source to a concentration of 16.5±10 assimilative carbon atoms per nitrate molecule and by necessary nutrients other than nitrogen, while being aerated with 0.5 to 2.5 I x 1-1 x min-1 and maintained at pH values between 3.5 and 6 and at temperatures between 25°C and 37° C during assimilation, and that the assimilation process is maintained until the nitrate content is reduced to a maximum of 10 ppm.
     
    3. A method according to Claim 1 or 2 characterized in that the assimilation is effected by the use of a yeast from the Candida family comprising Candida utilis NCYC 707, Candida berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321, and Candida utilis DSM 70167 and that the aeration rate is between 1.4 and 1.6 I × I-1 × min-1 and that the pH value is maintained at 5.5±0.3 and that the temperature is maintained at 30° C ± 3° C.
     
    4. A method according to any of Claims 1 to 3 characterized in that firstly the insoluble protein components and protein sub-components in the tobacco to be treated are decomposed by fermentation into suluble protein fragments and secondly these soluble protein fragments together with the remaining soluble tobacco components are extracted by the use of water and subjected to metabolic assimilation in the withdrawn solution.
     
    5. A method according to any of Claims 1 to 4 characterized in that the hydrolysis of the proteins contained in the biomass is performed under the conditions specified hereafter:

    At a temperature of 50-130° C,

    for a duration of 2-300 hours,

    with a yeast solids content of 5-50 per cent (percentage by weight),

    with an acid concentration of 0.5-45 N (normal),

    at a pressure of 1-3 atmospheres (0.981-2.943 bar)

    and under continuous stirring.


     
    6. A method according to Claim 5 characterized in that the insoluble residual matter in the biomass is separated from the hydrolyzed solution prior to further treatment of the solution.
     
    7. A method according to Claim 6 characterized in that the mixture of amino acids contained in the solution is separated by chromatographic adsorption and subsequently evaporated to dryness.
     
    8. A method according to any of Claims 1 to 7 characterized in that the mixture of amino acids obtained is converted into flavour in the course of the Maillard reaction, using the conditions specified hereafter:

    With a pH value of 3-12,

    with the pH value being adjusted by the use of ammonium hydroxide or potassium hydroxide or phosphoric acid,

    with a duration of the treatment of 1-200 hours,

    at a temperature of 20―180° C,

    with a molar ratio of the amino acids to the reducing sugar added between 4: 1 and 1 : 4 in aqueous solution,

    with a solids content of 20-70 per cent by weight, at a pressure of 1-5 atmospheres (0.981 -4.905 bar) and

    under continuous stirring.


     
    9. A method according to Claim 8 characterized in that the reaction mixture obtained by the Maillard reaction is used as a flavour which is sprayed onto tobacco, namely in quantities of 0.05 to 0.8 millilitres per gramme of tobacco material.
     
    10. A method according to any of Claims 1 to 9 characterized in that the flavour obtained is used for the treatment of reconstituted tobacco.
     


    Revendications

    1. Procédé de préparation du tabac comportant extraction de constituants solubles de celui-ci au moyen d'eau et élimination, hors de la solution obtenue, des composés azotés de faible poids moléculaire par assimilation métabolique provoquée par des micro-organismes et ensuite par séparation à partir de la biomasse, les constituants demeurant dans la solution résiduelle étant alors ajoutés à un tabac soumis à extraction, caractérisé par le fait que les protéines de la biomasse soumise à séparation sont décomposées par hydrolyse en acides aminés, que cette hydrolyse est conduite au moins assez longtemps et/ou intensément pour arriver à décomposer le tryptophane jusqu'à ce qu'il ne représente plus que moins de 0,01 pour cent par rapport au poids du mélange d'acides aminés ainsi obtenu, et que ce mélange est ensuite transformé isolément par chauffage avec du sucre réducteur (réaction de Maillard) en constituants aromatiques, ceux-ci étant ensuite ajoutés au tabac selon un dosage approprié.
     
    2. Procédé selon revendication 1, caractérisé par l'addition, à la solution ainsi obtenue par séparation, de micro-organismes capables de satisfaire leurs besoins en azote par décomposition de nitrates et de nitrites, cette solution étant enrichie au moyen d'une source de carbone à raison d'une concentration de 16,5 ± 10 atomes de carbone assimilables par molécule de nitrate, ainsi que, à part l'azote, au moyen des substances nutritives nécessaires, ventilée au cours de l'assimilation à raison de 0,5 à 2,5 I · I-1 · min-1 et maintenue à un pH compris entre 3,5 et 6 et à une température comprise entre 25" C et 37°C. l'assimilation étant poursuivie jusqu'à ce que la teneur en nitrates se soit réduite à une valeur maximum de 10 ppm.
     
    3. Procédé selon revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que l'assimilation a lieu suite à l'addition d'une levure appartenant au groupe constitué de Candida utilis NCYC 707, Candida berthetii CBS 5452, Candida utilis NCYC 321 et Candida utilis DSM 70167, que la ventilation a lieu à raison de 1,1 à 1,6 I · I-1 · min-1, le pH étant maintenu entre 5,5±0,3 et la température entre 30°C±3°C.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications ci-dessus, caractérisé par le fait que les constituants et sous-ensembles protéiniques insolubles du tabac à traiter sont d'abord décomposés par traitement enzymatique en fragments protéiniques solubles, ceux-ci étant ensuite extraits au moyen d'eau en même temps que les autres constituants solubles du tabac, puis soumis, dans la solution obtenue par séparation, à l'assimilation métabolique.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications ci-dessus, caractérisé par le fait que l'hydrolyse des protéines de la biomasse a lieu dans les conditions ci-après:

    - température entre 50 et 130°C;

    - durée entre 2 et 300 heures;

    - teneur en matières solides de levure entre 5 et 50 pour cent (en poids);

    - concentration d'acide entre 0,5 et 45 N (normale);

    - pression entre 1 et 3 atmosphère (0,981 et 2,943 bar);

    - sous agitation constante.


     
    6. Procédé selon revendication (5), caractérisé par le fait que l'on sépare de la solution hydrolysée les constituants insolubles résiduels de la biomasse avant de soumettre la sotution à traitement ultérieur.
     
    7. Procédé selon revendication (6), caractérisé par le fait que l'on isole par chromatographie par adsorption le mélange d'acides aminés contenu dans la solution, puis qu'on le fait évaporer en vue du dessèchement.
     
    8. Procédé selon l'une des revendications ci-dessus, caractérisé par le fait que l'on transforme, par la réaction de Maillard, le mélange d'acides aminés obtenu en substances aromatiques dans les conditions suivantes.

    - pH entre 3 et 12;

    - ajustement du pH au moyen d'hydroxyde d'ammonium ou de potassium ou d'acide phosphorique;

    - durée du traitement entre 1 et 200 heures;

    - température entre 20 et 180° C ;

    - rapport molaire entre acides aminés et sucre réducteur ajouté compris entre 4 : 1 et 1 : 4, en solution aqueuse;

    - teneur en matières solides entre 20 et 70 pour cent du poids;

    - pression entre 1 et 5 atmosphères (0,981 et 4,905 bar);

    - sous agitation constante.


     
    9. Procédé selon revendication 8, caractérisé par le fait que l'on asperge le tabac au moyen du mélange (arôme) formé par réaction de Maillard, en proportions de 0,05 à 0,8 millitres par gramme de tabac à traiter.
     
    10. Procédé selon l'une des revendications ci-dessus, caractérisé par le fait que l'on traite au moyen de l'arôme ainsi obtenu du tabac reconstitué.