[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erhöhung des Heizwertes eines Gases
von niedrigem Heizwert, z.B. Erdgas, Koksgas, durch Zusetzen eines Gases von höherem
Heizwert, z.B. Propan, Propan-Mischung, bei dem ein Gas erwärmt und die beiden Gase
mittels Verdüsung miteinander vermischt werden, wobei die Erwärmung mittels eines
Wärmetauschers durchgeführt wird.
[0002] Zur Aufwertung eines Gases von niedrigem Heizwert, z.B. Erdgas, in ein Gas mit höherem
Heizwert wird dem Gas mit niedrigerem Heizwert häufig eine Gaskomponente von höherem
Heizwert zugesetzt, wobei es sich bei Erdgas im allgemeinen um das Zusetzen von Propan
handelt. Unter Propan ist reines Propan, Propan mit Äthan-Gemisch, Propan mit Butan-Gemisch
oder Propan mit Äthan und Butan gemischt zu verstehen.
[0003] In der herkömmlichen Methode der Erhöhung des Heizwertes wird das Erdgas oder dergleichen
in einem Seitenstrom erwärmt und es wird die Gaskomponente höheren Heizwertes, vor
allem Propan, in diesen erwärmten Gasstrom eingedüst. Nach einer Mischstrecke wird
der Seitenstrom wieder in die Hauptleitung eingeführt. Bei dieser Methode kann nicht
ausgeschlossen werden, dass sich bis zur vollständigen Durchmischung des Propans mit
dem Erdgas, welchem gleichzeitig Energie entzogen wird, eine flüssige Propanphase
mit der möglichen Gefahr der Abscheidung an der Rohrwandung ergibt. Es wird dem angewärmten
Erdgas durch Verdampfung von eingespritztem kaltem Propan oder dergleichen Wärme entzogen.
Eine vollständige Verdampfung ohne Ausscheidung von flüssigem Propan oder dergleichen
setzt eine sehr feine Einspritzung und eine gleichmässige Verteilung des Propans voraus,
was in der Praxis schwierig einzuhalten ist.
[0004] Eine weitere herkömmliche Methode überwindet den Nachteil des vorstehend beschriebenen
Verfahrens, indem das dem Erdgas zuzumischende Propan verdampft wird. Der Druck des
Propandampfes wird nur unwesentlich über dem Gasdruck in der Erdgasleitung liegen,
welcher bei regionalen Verteilungssystemen im Bereich von 20 bis 35 bar liegen wird.
Im Propanverdampfer liegen bei diesen Drücken zwei Phasen vor, flüssiges und gasförmiges
Propan. Ein Mitreissen von flüssigem Propan in den Gasstrom muss über einen grossen
Dampfraum oder über einen nachgeschalteten Abscheider verhindert werden, da die flüssige
Phase in der Dampfleitung zu Flüssigkeitsschlägen und Unregelmässigkeiten in der nachgeschalteten
Mengenregelung führt. Zu dem hohen apparativen Aufwand kommt eine komplexe Regelung
für das Flüssigkeitsniveau im Verdampfer und die Mengenregelung der Zumischung. Dieses
System der Verdampfung führt zudem bei steigenden Drücken in der Nähe des kritischen
Druckes von Propan zu Schwierigkeiten in der Flüssigkeitsniveau- Regelung im Verdampfer.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, das Anreichern des Gases von niedrigem Heizwert, insbesondere
von Erdgas, durch Zumischen einer Gaskomponente von höherem Heizwert, vornehmlich
Propan oder dergleichen, sicherer und wirksamer durchzuführen. Bei dem Verfahren der
anfangs genannten Art zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass das Gas von höherem
Heizwert, z.B. Propan oder dergleichen, auf einen Druck oberhalb seines Zweiphasenbereiches
(Nassdampfgebiet) gebracht, danach erwärmt und dann dem Gas von niedrigem Heizwert
zugemischt wird, wobei die Erwärmung des Gases von höherem Heizwert so weit durchgeführt
wird, dass bei der Entspannung dieses Gases auf den Druck des Gases von niedrigem
Heizwert und weiter bis zum Partialdruck des Gases von höherem Heizwert die Entspannung
in dem Gasgemisch ausserhalb des Nassdampfgebietes des Gases von höherem Heizwert
erfolgt.
[0006] Bei einem solchen Verfahren bleibt das durch die hohe Leistung, z.B. die Versorgungsleitung
oder dergleichen, strömende Gas von niedrigem Heizwert unbehandelt und es wird die
zu einer vollkommenen Gasmischung notwendige Wärmemenge bei im wesentlichen unveränderter
Temperatur des Gases von niedrigem Heizwert in der Rohrleitung durch Anwärmen des
zuzumischenden Gases zugeführt. Die Einspeisung des Gases von höherem Heizwert, d.h.
von Propan oder dergleichen, erfolgt unmittelbar in die Erdgasleitung, ohne dass die
Gastemperatur angehoben werden muss. Bei Entspannen des erwärmten Propans oder dergleichen
auf den Gasdruck in der Rohrleitung und weiter auf den Partialdruck in dem Gasgemisch
wird bei ausreichender Anwärmung des Gases höheren Heizwertes, insbesondere von Propan,
eine Zweiphasenbildung mit entsprechendem Nachteil bei der Mischung des Propans mit
dem Leitungsgas verhindert. Verglichen mit dem üblichen System von angewärmtem Gas
von niedrigerem Heizwert und kaltem zuzuführenden Gas von höherem Heizwert ist bei
dem unbehandelten Gas von niedrigerem Heizwert, d.h. von Erdgas, und warmem Propan
oder dergleichen, ein geringerer Unterschied der Dichte gegeben. Die Durchmischung
der Komponenten erfolgt rascher, wobei die Gefahr einer Ausscheidung von flüssigem
Propan oder dergleichen an dem Rohrrand praktisch ausgeschaltet ist. Die zur Gemischbildung
zuzuführende Wärmemenge ist bereits in dem eingespritzten Gas von höherem Heizwert,
z.B. des Propans oder dergleichen, enthalten. Während der Gemischbildung wird die
Konzentration von 100% Propan oder dergleichen auf die gewünschte Konzentration absinken.
Dabei gehen Verdünnung und Temperaturabsenkung parallel, so dass es nicht zu einer
Flüssigkeitsabscheidung kommen kann. Weiterhin ergibt sich ein Wärmetauscher geringerer
Abmessung verglichen mit einer Anwärmevorrichtung für Gas von niedrigem Heizwert gleicher
Wärmeleistung, da bessere Wärmeübergangsverhältnisse geschaffen sind. Der bauliche
Aufwand für den Wärmetauscher wird geringer. Dabei können auch die Wärmeverluste,
z.B. durch Abstrahlung oder dergleichen, niedriger gehalten werden. Man kann weiterhin
die Erdgasleitung oder dergleichen unterirdisch verlaufen lassen. Eine By-Pass-Leitung
ist nicht erforderlich. Das Verfahren der Erfindung ist im Prinzip vom Druck in der
Erdgasleitung unabhängig.
[0007] Wenn das Gas von niedrigem Heizwert in der Transportleitung einen Druck aufweist,
der über dem kritischen Punkt in bezug auf das Nassdampfgebiet des zuzumischenden
Gases von höherem Heizwert liegt, kann das erwärmte Gas von höherem Heizwert bei einem
entsprechenden Druck unmittelbar zugedüst werden. Wenn der Druck des Gases von niedrigem
Heizwert unterhalb des vorstehend erläuterten kritischen Drukkes des Gases von höherem
Heizwert liegt, wird der höhere Druck in dem Anwärmer für das Gas von höherem Heizwert
vorteilhaft über eine Druckregelung sichergestellt, und zwar unmittelbar nach der
Erwärmung des Gases von höherem Heizwert. Eventuell zuviel geförderte Menge von der
Gaskomponente von höherem Heizwert kann zu seinem Vorratsraum wieder zurückgeführt
werden. Dies geschieht zweckmässig unmittelbar nach der Pumpe, d.h. dem kalten Bereich
des Gases von höherem Heizwert, z.B. des Propans. Dadurch lässt sich die Überströmleitung
in den Lagertank zurückführen.
[0008] Für den letzteren Fall ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die auf Druck gebrachte
Gaskomponente von höherem Heizwert vor der Erwärmung über einen Speicherraum geführt
wird. Dies hat den Vorteil, dass, selbst wenn die Leitung bei Betrieb des Wärmetauschers
beidseitig abgesperrt wird, das warme, sich ausdehnende Gas von höherem Heizwert,
z.B. Propan oder dergleichen, zurück in den Speicherraum drücken kann. Im Falle des
Ansprechens eines Drucksicherheitsventils wird lediglich kaltes Propan oder dergleichen
zurück in den Sammelbehälter gefördert werden.
[0009] Die Erwärmung des Gases von höherem Heizwert kann zweckmässig mittels eines Wärmeträgerkreislaufes
vorgenommen werdne. Sie kann mittels des Wärmetauschers durch Hochdruckdampf erfolgen,
wobei der Kessel zur Erzeugung des Hochdruckdampfes mittels des Gases des niedrigen
Heizwertes, z.B. Erdgas, oder des Gases des höheren Heizwertes, z.B. Propan, geheizt
werden.
[0010] Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Verfahrensbeispiele
und der zugehörigen Zustandsdiagramme nachstehend erläutert, wobei es sich im ersten
Beispiel um die Vermischung von Erdgas und Propan und in dem zweiten Beispiel um die
Herstellung eines Gemisches von Koksgas und Propan handelt.
Fig. 1 zeigt das Verfahrensschema des ersten Beispiels, während
Fig. 2 das Verfahren im Zustandsdiagramm für Propan veranschaulicht.
Fig. 3 stellt das Verfahrensschema des zweiten Beispiels dar, und
Fig. 4 erläutert das Verfahren im zugehörigen Zustandsdiagramm für Propan.
[0011] Bei dem Beispiel 1 der Fig. 1 und 2 fliesst durch eine Ferngasleitung 1 mit einem
Betriebsdruck von 60 bar Erdgas mit folgender Zusammensetzung:

[0012] Die Temperatur in der Leitung 1 unterscheidet 278 K nicht. Zur Heizwerterhöhung des
Erdgases soll Propan zugesetzt werden, wobei ein Ausscheiden von flüssigem Propan
und schwereren Gasbestandteilen in der Transportleitung zu vermeiden ist.
[0013] Aus dem Vorratslager 2 wird Propan auf den zur Eindüsung bei 3 in die Erdgasleitung
1 erforderlichen Druck gebracht, z.B. durch eine mehrstufige Kreiselpumpe 4. Überflüssiges
Propan wird über ein Regelventil 5 und die Leitung 6 zurück zum Vorratslager 2 gefördert.
Es erfolgt eine Mengenregelung über eine entsprechende Steuerungsvorrichtung 7 für
die Regelung der Propan-Zugabe. In die Vorrichtung 7 werden die Werte einer Vorrichtung
8 betreffend Temperatur, Druck und Gasanalyse, einer Vorrichtung 9 betreffend Taupunktbestimmung
und einer Vorrichtung 10 betreffend Mengenmessung eingebracht. Eine Steuerleitung
11 führt zu dem Regelventil 5 über eine Mengenmessvorrichtung 12 zu dem Regelventil
5.
[0014] Das von der Mengenregelung bestimmte Propan in einem Wärmetauscher 14 wird auf ca.
400 K angewärmt und über eine isolierte Leitung 15 zum Eindüsungsorgan 3 an der Erdgasleitung
1 geführt. Dort erfolgt die Durchmischung mit dem Erdgas unter Abkühlung des Propans.
[0015] Zur Erwärmung des Propans mittels des Wärmetauschers 14 dient ein Wärmeträgerkreislauf
16, in dem eine Pumpe 17 und ein Kessel 18 angeordnet sind. Mit dem Kessel 18 kann
beispielsweise Hochdruckdampf durch Verbrennung von Propan, Erdgas oder einem anderen
Brennmittel erzeugt werden. Mittels einer weiteren Steuerleitung 19 und einer Temperaturmessvorrichtung
20 wird die Leistung des Kessels 18 reguliert.
[0016] In der Fig. 2 ist das Verfahren der Fig. 1 in einem i-logp-Zustandsdiagramm dargestellt.
Linie 1 beschreibt die Druckerhöhung im Flüssigkeitsbereich vom Lagerdruck auf ca.
60 bar (Der Pumpendruck wird um die apparate-bedingten Druckverluste oberhalb des
Erdgasdruckes liegen).
[0017] Linie 2 veranschaulicht die Temperaturerhöhung und Volumenänderung durch Wärmezufuhr.
[0018] Bei einer Erdgastemperatur von +5°C mit obiger Zusammensetzung und Druck kann eine
Propan-Zugabe von 8 Mol.% ohne Bildung von Kohlenwasserstoffkondensat möglich sein.
Dies wird einem Partialdruck des Propans in der Gasmischung von 4.8 bar entsprechen.
Die Entspannung des Propans erfolgt ohne Arbeitsleistung, Wärmezufuhr oder Abfuhr
aus dem Gesamtgemisch, d.h. adiabatisch (Enthalpie konstant), und ist durch die Linie
3 dargestellt. Die Entspannung erfolgt im Gasbereich. Eine Zweiphasenbildung mit der
Möglichkeit der Abscheidung von Flüssigkeit ist vermieden.
[0019] Diese Darstellung der Propan-Entspannung auf den Partialdruck im Erdgasgemisch ist
eine Vereinfachung, welche lediglich veranschaulichen soll, wie die zur Mischung notwendige
Energie aus dem erwärmten Propan genommen wird. Die gestrichelte Linie deutet an,
wie die Zustandsänderung des Propans beim konventionellen Verfahren verläuft, wobei
bis zur vollständigen Durchmischung mit dem Erdgas, welchem gleichzeitig Energie entzogen
wird, eine flüssige Propanphase mit der möglichen Gefahr der Abscheidung an der Rohrwandung
vorhanden ist.
[0020] Eine Nachrechnung mittels EDV als Vielkomponentensystem der Gemischbildung aus Propan
bei 60 bar und 400 K sowie dem Erdgas bei 60 bar und 278 K ergab eine Gemischtemperatur
oberhalb 280 K, d.h. die Anwärmung war ausreichend. Der Taupunkt des Gemisches wurde
zu weniger als 260 K bestimmt, d.h. ein Ausscheiden von flüssigen Kohlewasserstoffen
bei einer Betriebstemperatur von 278 K ist vermieden.
[0021] Bei dem zweiten Beispiel der Fig. 3 und 4 strömt durch eine Verteilerleitung 1 a
Koksgas bei 20 bar und Temperaturen oberhalb 265 K. Die Zusammensetzung des Gases
ist wie folgt (Ruhrgas):

[0022] Die Zugabe von Propan soll der Heizwerterhöhung dienen, wobei eine Zugabe von 15
Mol.% Taupunktprobleme nicht erwarten lässt.
[0023] Aus dem Propanlager 2a (Fig. 3) wird Propan mittels einer Verdrängerpumpe 4a, z.B.
eine zur Mengenregelung dienende Membrandosierpumpe, auf einen Druck von ca. 50 bar
gebracht. Ein Druckregler 22 hält diesen Druck konstant, da der Gasdruck in der Koksgasleitung
1 a wesentlich niedriger liegt.
[0024] Die Pumpe 4a fördert in einen Puffer- oder Speicherbehälter 23. Dieser dient als
Pulsationsdämpfer oder Speicher von kaltem Propan. Wenn der Druckregler 22 die Propan-Einspeiseleitung
15a absperren sollte, könnte sich das in dem Anwärmer 14 ausdehnende Propan in den
Speicherbehälter 23 entspannen. Über das Überdruckventil 24 des Speicherbehälters
23 wird jedoch nur kaltes Propan in den Lagerbehälter 2a gedrückt. Auf diese Weise
vermeidet man ein Entspannen von warmem Propan direkt in die Atmosphäre.
[0025] Der Wärmetauscher 14 und der Wärmeträgerkreislauf 16,17,18 können wie im Beispiel
1, Fig. 1, ausgeführt werden.
[0026] Der Vorrichtung 7a zur Regelung der Propan-Zugabe werden Messwerte der Vorrichtung
25 betreffend Heizwertbestimmung und der Vorrichtung 26 betreffend Mengenmessung,
Volumen, Temperatur und Druck zugeleitet. Eine Steuerleitung 11 führt zu der Propan-Dosierpumpe
4a. Die Propan-Mengenregelung entspricht dem Gasbedarf und die Heizwerteinstellung
erfolgt unmittelbar an der Dosierpumpe durch Änderung der Fördermenge.
[0027] Die Verfahrensweisen des Beispiels 2 sind in dem Propan-Zustandsdiagramm der Fig.
4 dargestellt. Linie 1 stellt die Druckerhöhung des Propans, Linie 2 die Erwärmung
auf ca. 390 K dar. In dem Druckregler 22 und dem Einspritzpunkt 3 erfolgt die Drosselung
auf den Leitungsdruck von 20 bar (Linie 3). Die weitere Entspannung von Propan auf
den Partialdruck von ca. 3 bar im Gasgemisch ist durch die Linie 4 dargestellt und
nur als Annäherung zu werten.
[0028] Die Einspritzvorrichtung 3 besteht vorteilhaft aus einem Behälter oder einer Rohrerweiterung
28 und einer oder mehreren Einspritzdüsen 29, wobei die Anordnung der Düsen eine gute
Durchmischung garantiert, z.B. bei Eindüsung in Gegenstromrichtung zum Koksgasdurchfluss.
Für die Düse könnte z.B. eine federbelastete Bauart gewählt werden. Bei Vorhandensein
von mehreren Düsen können diese mit unterschiedlich grossen Federbelastungen ausgerüstet
sein, um zu erreichen, dass mit steigendem Vordruck die Düsen nacheinander in Tätigkeit
treten.
1. verranren zur trnonung des Heizwertes eines Gases von niedrigem Heizwert, z. B.
Erdgas, Koksgas, durch Zusetzen einer Gaskomponente von höherem Heizwert, z.B. Propan,
Propan-Mischung, bei dem ein Gas erwärmt und die beiden Gase mittels Verdüsung miteinander
vermischt werden, wobei die Erwärmung mittels eines Wärmetauschers durchgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gas von höherem Heizwert auf einen Druck oberhalb
seines Zweiphasenbereiches (Nassdampfgebiet) gebracht, danach erwärmt und dann dem
Gas von niedrigem Heizwert zugemischt wird, wobei die Erwärmung des Gases von höherem
Heizwert so weit durchgeführt wird, dass bei der Entspannung dieses Gases auf den
Druck des Gases von niedrigem Heizwert und weiter bis zum Partialdruck des Gases von
höherem Heizwert die Entspannung in dem Gasgemisch ausserhalb des Nassdampfgebietes
des Gases von höherem Heizwert erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Druck des Gases
von niedrigem Heizwert unterhalb des kritischen Druckes in Bezug auf das Nassdampfgebiet
des Gases von höherem Heizwert der höhere Druck bei der Erwärmung des Gases von höherem
Heizwert über eine Druckregelung nach der Erwärmung der Gaskomponente von höherem
Heizwert sichergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zuviel gefördertes
Volumen der Gaskomponente von höherem Heizwert zu dem Vorratsbehälter dieses Gases
zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die auf Druck gebrachte
Gaskomponente von höherem Heizwert vor der Erwärmung über einen Speicherraum geführt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung
der Komponente von höherem Heizwert mittels eines Wärmeträgerkreislaufes vorgenommen
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüsung
der Komponente von höherem Heizwert in eine Rohrerweiterung (28) (oder einen Behälter)
in der Leitung des Gases mit niedrigem Heizwert erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüsung
der Komponente von höherem Heizwert im Gegenstrom zum Gas mit niedrigem Heizwert erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüsung
über federbelastete Düsen (29) erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren
Düsen unterschiedliche Federbelastungen gewählt werden, so dass mit steigendem Vordruck
eine Düse nach der anderen öffnet.
1. Procédé pour augmenter le pouvoir calorifique d'un gaz à faible pouvoir calorifique,
par exemple un gaz naturel ou un gaz de cokerie, par addition d'un composant gazeux
ayant un pouvoir calorifique plus élevé, par exemple, du propane ou un mélange à base
de propane selon lequel on chauffe un gaz et on mélange ensemble les deux gaz en les
injectant l'un dans l'autre, le chauffage étant exécuté au moyen d'un échangeur de
chaleur, caractérisé en ce qu'on porte le gaz ayant le pouvoir calorifique le plus
élevé, à une pression supérieure à son domaine de présence des deux phases (domaine
de vapeur saturante), puis, on le chauffe et on le mélange ensuite avec le gaz ayant
le pouvoir calorifique le plus bas, le chauffage du gaz ayant le pouvoir calorifique
le plus élevé étant réalisé à un degré tel que, lors de la détente de ce gaz à la
pression du gaz ayant le pouvoir calorifique le plus bas et ensuite jusqu'à la pression
partielle du gaz ayant le pouvoir calorifique le plus élevé, la détente dans le mélange
gazeux se déroule en dehors du domaine de la vapeur saturante du gaz ayant le pouvoir
calorifique le plus élevé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans le cas où la pression
du gaz ayant le pouvoir calorifique le plus bas est au-dessous de la pression critique
par rapport au domaine de la vapeur saturante du gaz ayant le pouvoir calorifique
le plus élevé, on maintient la pression élevée pendant le chauffage du gaz ayant le
pouvoir calorifique le plus élevé par un réglage de la pression après le chauffage
du composant gazeux ayant le pouvoir de la pression après le chauffage du composant
gazeux ayant le pouvoir calorifique le plus élevé.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on recycle le volume
excédentaire extrait du composant gazeux ayant le pouvoir calorifique le plus élevé
dans le réservoir de stockage de ce gaz.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on fait passer le composant
gazeux à pouvoir calorifique le plus élevé mis en pression dans une chambre d'accumulation
avant le chauffage.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on procède au
chauffage du composant ayant le pouvoir calorifique le plus élevé au moyen d'un circuit
caloporteur.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'injection
du composant ayant le pouvoir calorifique le plus élevé s'effectue dans un élargissement
tubulaire (28) (ou dans un réservoir) de la conduite dans laquelle circule le gaz
ayant le pouvoir calorifique le plus bas.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'injection
du composant ayant le pouvoir calorifique le plus élevé s'effectue à contre-courant
du gaz ayant le pouvoir calorifique le plus bas.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on effectue
l'injection avec des buses (29) chargées par des ressorts.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, avec plusieurs
buses, on utilise des ressorts ayant des forces différentes de façon qu'à mesure que
la pression augmente, les buses s'ouvrent l'une après l'autre.
1. Method of increasing the calorific value of a gas having a low calorific value,
e.g. natural gas, coke-oven gas, by the addition of a gas component having a higher
calorific value, e.g. propane, propane mixture, wherein a gas is heated and the two
gases are mixed together by means of spraying, the heating being effected by a heat
exchanger, characterised in that the gas having a higher calorific value is brought
to a pressure above its two-phase range (wet vapour region), is subsequently heated
and then mixed with the gas having a low calorific value, the heating of the gas having
a higher calorific value is effected until the gas expands to the pressure of the
gas having a low calorific value and further to the partial pressure of the gas having
a higher calorific value, the expansion in the gas mixture being effected outside
the wet vapour region of the gas having a higher calorific value.
2. Method according to claim 1, characterised in that, when the gas having a low calorific
value has a pressure below the critical pressure with reference to the wet vapour
region of the gas having a higher calorific value, the higher pressure during the
heating of the gas having a higher calorific value is ensured by regulating the pressure
according to the heating of the gas component having a higher calorific value.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that excess supplied volume
of the gas component having a higher calorific value is returned to the storage container
for this gas.
4. Method according to claim 3, characterised in that the compressed gas component
having a higher calorific value is conducted over a storage chamber prior to heating.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the heating of
the component having a higher calorific value is effected by means of a heat carrier
circuit.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the spraying of
the component having a higher calorific value into a pipe extension (28) (or a container)
is effected in the conduit for the gas having a low calorific value.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that the spraying of
the component having a higher calorific value is effected in counterflow to the gas
having a low calorific value.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the spraying is
effected via spring-loaded nozzles (29).
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that, when a plurality
of nozzles are provided, different spring loadings are selected so that, with increasing
initial pressure, one nozzle opens after another.