| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 057 768 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.11.1984 Patentblatt 1984/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.12.1981 |
|
|
| (54) |
Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchbeutelpackungen
Device for forming tubular bag packages
Dispositif pour former des emballages tubulaires
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
07.02.1981 DE 3104399
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
18.08.1982 Patentblatt 1982/33 |
| (71) |
Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Weigold, Helmut
D-7000 Stuttgart 1 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Glaser, Ernst |
|
Baldungweg 10/1 D-73614 Schorndorf D-73614 Schorndorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchbeutelpackungen
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einer durch die DE-A-2134475 bekanntgewordenen
Vorrichtung dieser Art werden zwei endlose Förderbänder der Vorzieheinrichtung über
einen Kettentrieb intermittierend angetrieben, dessen Kette die Antriebsräder für
die Förderbänder in einem relativ kleinen Bogen umschlingt, so daß die einzelnen Strecken
der Kette in zueinander winklig verlaufenden Geraden verlaufen. Dieser Antrieb läßt
zur Formatumstellung nur eine eng begrenzte Verstellung der beiden Förderbänder gegeneinander
zusammen mit ihren Antriebsrädern zu. Es ist daher für die Fördermittel der Vorzieheinrichtung
ein Zugmitteltrieb wünschenswert, der in einfacher Weise die Verstellung des Abstandes
der Fördermittel voneinander in einem großen Bereich zuläßt.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat den Vorteil, daß eine stufenlose Verstellung des Abstandes der Fördermittel voneinander
in einem weiten Bereich ohne Eingriff in deren Antrieb vorgenommen werden kann. Bei
einer gegenseitigen Verstellung kompensieren nämlich die parallelen Strecken des Zugmitteltriebs
ihre Längenänderung völlig selbsttätig.
Zeichnung
[0003] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchbeutelpackungen vereinfacht in
schaubildlicher Darstellung und
Fig. 2 die Vorzieheinrichtung mit Antrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1 in Vorderansicht.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0004] Eine von einer nicht dargestellten Vorratsrolle ablaufende Packstoffbahn 1 wird über
Umlenkwalzen 10, 11 und eine Formschulter 12 geführt, welche sie um ein Form- und
Füllrohr 13 zu einem Schlauch 2 formt. Ein Längssiegelbacken 14 verschweißt die beiden
überlappenden Ränder zu einer Längsnaht 3 und ein Quersiegelbackenpaar 15,16 teilt
den Schlauch 2 nach Einfüllen je einer Füllgutportion durch das Form- und Füllrohr
13 in einzelne Beutelpackungen 4 ab. Zum Vorziehen des Schlauches 2 um je eine Beutellänge
ist ein Förderbandpaar 20, 21 angeordnet. Die einander gegenüberliegenden Trumme der
beiden Förderbänder 20, 21 liegen am Schlauch 2 an und ziehen diesen durch Reibschluß
nach unten. Vorzugsweise sind die Bänder 20, 21 perforiert und ihre Zugtrumme verlaufen
vor einer Unterdruckkammer, so daß der Reibschluß zwischen Schlauch und Förderband
durch die erzeugte Druckdifferenz erhöht ist.
[0005] Die beiden Förderbänder 20, 21, die auf ihrer Innenseite verzahnt sind, laufen über
je zwei Umlenkrollen 22, 23 und 24, 25, von denen jedes Paar an je einem vertikalen
Träger 26, 27 gelagert ist. Die Träger 26, 27 sind quer zur Förderrichtung des Schlauches
2 auf zwei geraden Stangen 28, 29 im Maschinengestell 30 gegeneinander verschiebbar.
Mittels Feststellschrauben 31, 32 sind die Träger 26, 27 in jeweils einer bestimmten
Stellung festklemmbar.
[0006] Zum Antreiben der Förderbänder 20, 21 sind die untere Umlenkrolle 23 des einen Förderbandes
20 über eine im Träger 26 gelagerte Welle 33 direkt mit einem Antriebsrad 34 und die
Umlenkrolle 25 des anderen Förderbandes 21 über ein Zahnradvorgelege mit einem anderen
Antriebsrad 35 verbunden. Das der Drehrichtungsumkehr dienende Zahnradvorgelege weist
zwei miteinander kämmende, gleichgroße Zahnräder 36, 37 auf, von denen das eine 36
über eine Welle 38 mit der Umlenkrolle 25 und das andere 37 über eine Welle 39 mit
dem zweiten Antriebsrad 35 fest verbunden sind, wobei die Wellen 38 und 39 im Träger
27 drehbar gelagert sind. Die Drehachsen der beiden Antriebsräder 34, 35 liegen in
einer Ebene, die zur Verschieberichtung der Träger 26, 27 bzw. der Längsachsen der
Stangen 28, 29 parallel ist.
[0007] Die beiden gezahnten Antriebsräder 34, 35 werden von einem endlosen Zahnriemen 40
auf der Hälfte ihres Umfangs umschlungen, welcher über zwei Umlenkrollen 41, 42, ein
Umlenkrad 43 und ein Treibrad 44 geführt ist. Der Zahnriemen 40 berührt die Antriebsräder
34, 35, das Treibrad 44 und das Umlenkrad 43 mit seiner Innenseite, dagegen die Umlenkrollen
41, 42 mit seiner Außenseite.
[0008] Die beiden Umlenkrollen 41, 42 haben gleichen Durchmesser und sind an den Trägern
20, 21 oberhalb und versetzt den Antriebsrädern 34, 35 zugeordnet und drehbar gelagert,
wobei ihre Drehachsen in einer Ebene liegen, die zu der Ebene der Drehachsen der Antriebsräder
34, 35 parallel ist. In gleicher Weise haben das Umlenkrad 43 und das Treibrad 44,
die im Maschinengestell 30 gelagert sind, gleichen Durchmesser und sind um Achsen
drehbar, die in einer zu den beiden oben genannten Ebenen parallelen obersten Ebene
liegen. Die drei genannten Ebenen, in denen die Drehachsen der Antriebsräder 34, 35,
der Umlenkrollen 41, 42 sowie des Umlenk- und Treibrades 43, 44 liegen, haben jeweils
einen solchen Abstand voneinander, daß die freien Strekken des Zahnriemens 40 ebenfalls
in parallelen Ebenen verlaufen. Dies sind insbesondere die Strecke 45 zwischen den
beiden Antriebsrädern 34, 35, die Strecke 46 zwischen dem Umlenkrad 43 und der Umlenkrolle
41 an einem Träger 26 sowie die Strecke 47 zwischen der Umlenkrolle 42 am anderen
Träger 27 und dem Treibrad 44. Durch diese Parallelität der Strecken 45-47 des Zahnriemens
40 ergibt sich beim Verschieben der Träger 26, 27 zum Einstellen des Abstandes der
Förderbänder 20, 21 keine erhöhte Spannung und auch kein Durchhang des Zahnriemens
40. Ein Auseinander- und Zusammenfahren der Förderbänder 20, 21 zum Einziehen des
Schlauches 2 oder zum Formatwechsel ist daher nach Lösen der Feststellschrauben 31,
32 in einfacher Weise und schnell durchführbar.
[0009] Der den Antrieb auf die Antriebsräder 34, 35 für die Förderbänder 20, 21 übertragende
Zahnriemen 40 wird vom Treibrad 44 angetrieben, das über einen Riementrieb 48 von
einem Elektromotor 49 intermittierend angetrieben wird. Der Elektromotor 49 wird in
Abhängigkeit vom Druckmarkenabstand auf der Packstoffbahn 1 oder von einem an der
Packstoffbahn 1 anliegenden Meßrad 50 von einer geeigneten Steuereinrichtung jeweils
ein- und ausgeschaltet.
[0010] Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß anstelle des Zahnriemens 40 auch andere Zugmitteltriebe,
wie Keilriemen, Bänder oder Ketten unter Anpassung der Umlenk- und Antriebsräder verwendbar
sind: Ebenso sind anstelle der Förderbänder auch Förderrollen denkbar.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Beutelpakkungen, bei der eine Packstoffbahn (1)
um ein Form- und Füllrohr (13) zu einem Schlauch (2) geformt und dieser nach Vorziehen
um jeweils eine Beutellänge durch Quernähte in einzelne Beutelpackungen (4) abgeteilt
wird, mit einer intermittierend angetriebenen Vorzieheinrichtung, welche zwei am Schlauch
angreifende, endlose Fördermittel (20, 21) aufweist, und mit einem Zugmitteltrieb,
dessen eines Trum seines Zugmittels (40) zwischen zwei ortsfesten Rädern (43, 44)
verläuft und zwei mit den Fördermitteln verbundene Antriebsräder (34, 35) umschlingt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel (20, 21) zusammen mit ihren Antriebsrädern
(34, 35) gegeneinander verstellbar eingerichtet sind, und daß das eine Trum des Zugmittels
(40) durch die Antriebsräder (34, 35), die ortsfesten Räder und diesen Antriebsrädern
(34, 35) zugeordnete Umlenkrollen (41, 42) in drei Strecken (45, 46, 47) unterteilt
ist, die zueinander und zur Verstellebene der Antriebsräder parallel verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Antriebsräder
(34, 35) verbindende Strecke (45) und die beiden an die Umlenkrollen (41, 42) anschließenden
Strecken (46, 47) in zwei parallelen Ebenen liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die zwei ortsfesten
Räder (43, 44) verbindende freie Trum des Zugmittels (40) in einer dritten parallelen
Ebene verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugmitteltrieb
ein Riementrieb (40) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riementrieb einen
Zahnriemen (40) aufweist.
1. Apparatus for the manufacture of sachet packs, in which a web (1) of packaging
material is formed around a forming and filling tube (13) to give a tube (2) and the
latter, after having been advanced by one sachet length each time, is severed by means
of transverse seams into individual sachet packs (4), and which has an intermittently
driven advancing device which comprises two continuous conveying means (20, 21) gripping
the tube, and a traction means drive, of which one section of its traction means (40)
runs between two wheels (43,44) in the fixed position and loops around two drive wheels
(34, 35) connected to the conveying means, characterised in that the conveying means
(20, 21) together with their drive wheels (34, 35) are arranged to be adjustable relative
to one another, and that one section of the traction means (40) is subdivided, by
the drive wheels (34, 35), the wheels in a fixed position and deflection rollers (41,42)
associated with these drive wheels (34, 35), into three segments (45, 46, 47) which
run parallel to one another and to the adjustment plane of the drive wheels.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the segment (45) connecting
the two drive wheels (34, 35) and the two segments (46, 47) adjoining the deflection
rollers (41, 42) are located in two parallel planes.
3. Apparatus according to claim 2, characterised in that the free section, connecting
the two wheels (43, 44) in the fixed position, of the traction means (40) runs in
a third parallel plane.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterised in that the traction
means drive is a belt drive (40).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the belt drive has a toothed
belt (40).
1. Appareil pour former, remplir et fermer des sachets, où une bande de matériau d'emballage
(1) est conformée en une gaine (2) autour d'un tube conformateur et de remplissage
(13) et cette gaine, après avoir été tirée en avant de chaque fois une longueur de
sachet, est divisée par des joints transversaux en sachets individuels (4), comprenant
un dispositif d'amenage entraîné de façon intermittente, qui possède deux moyens de
transport sans fin (20, 21) attaquant la gaine pour la faire avancer, ainsi qu'une
transmission avec un moyen d'entraînement (40), dont un brin circule entre deux roues
(43, 44) montées rotatives en des points fixes et entoure deux roues de commande (34,
35) des moyens de transport, caractérisé en ce que les moyens de transport (20, 21),
ensemble avec leurs roues de commande (34, 35), sont réglables l'un par rapport à
l'autre et que ledit brin du moyen d'entraînement (40) est partagé par les roues de
commande (34, 35), les roues fixes et des poulies de renvoi (41, 42) conjuguées aux
roues de commande (34, 35), en trois tronçons (45, 46, 47) qui sont parallèles entre
eux et au plan de réglage des roues de commande.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tronçon (45) reliant
les deux roues de commande (34, 35) et les deux tronçons (46, 47) se raccordant aux
poulies de renvoi (41, 42) sont situés dans deux plans parallèles.
3. Appareil selon la revendication 2, caractérisé en ce que le brin libre du moyen
d'entraînement (40), reliant les deux roues fixes (43, 44), circule dans un troisième
plan parallèle.
4. Appareil selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la transmission
comprenant le moyen d'entraînement est une transmission à courroie (40).
5. Appareil selon la revendication 4, caractérisé en ce que la transmission à courroie
comporte une courroie crantée (40).
