(19)
(11) EP 0 057 833 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.05.1984  Patentblatt  1984/18

(21) Anmeldenummer: 82100389.4

(22) Anmeldetag:  21.01.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E05D 15/52, E06B 3/50

(54)

Fenster oder Tür mit in den Eckbereichen der Kammer zwischen Blend- und Flügelrahmen angeordneten Lager-teilen

Window or door with fittings in the corner zones of the interspace between window/door frame and casement/leaf

Fenêtre ou porte à armatures placées dans les coins des zones d'espace entre traverse dormante et châssis du battant


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 07.02.1981 DE 3104288

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.08.1982  Patentblatt  1982/33

(71) Anmelder: SCHÜCO Heinz Schürmann GmbH & Co.
D-4800 Bielefeld 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Habicht, Siegfried
    D-4811 Leopoldshöhe (DE)
  • Schmidt, Rüdiger
    D-4910 Lage (DE)
  • Ziemer, Klaus-Peter
    D-4800 Bielefeld 15 (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Loesenbeck Dipl.-Ing. Stracke Jöllenbecker Strasse 164 Postfach 10 18 82
33518 Bielefeld
33518 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster oder eine Tür, vorzugsweise auf ein Drehkippfenster oder eine Drehkipptür, mit in den Eckbereichen der Kammer zwischen Blend- und Flügelrahmen angeordneten Lagerteilen.

    [0002] Es sind Drehkippfenster oder Drehkipptüren bekannt, bei denen das untere Drehkipplager ein am Blendrahmen festgelegtes Lagerteil aufweist, das mit einem Nutenstein ausgerüstet ist. Dieser Nutenstein wird in eine Aufnahmenut des Blendrahmens eingeschwenkt und dann wird das Lagerteil mittels zweier Schrauben mit dem Nutenstein verbunden. Vor der Festlegung am Blendrahmen wird das Lagerteil gegen den vertikalen Blendrahmenholm geschoben und erhält so eine exakte Gebrauchslage.

    [0003] Sind im Eckbereich des Blendrahmens Metallkleberreste, Späne oder ähnliche Verunreinigungen vorhanden, so erhält das Lagerteil die angestrebte Gebrauchslage nicht.

    [0004] Beim griffseitigen Kipplager wurde das winkelförmig ausgebildete, am Blendrahmen festzulegende Lagerteil in die Aufnahmenuten des Blendrahmens eingesetzt und nach vorn in eine formschlüssige Lage mit der vorderen Randleiste der Aufnahmenut geschoben. Die Festlegung erfolgte dann mittels dreier Abdrückschrauben. Auch bei diesem Lagerteil liegt es im Ermessen des Verarbeiters, das Lagerteil exakt in seine Betriebslage zu bringen, was dadurch erschwert werden kann, daß Verunreinigungen in den Aufnahmenuten des Blendrahmens vorhanden sind.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fenster oder eine Tür der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß die Anzahl der Befestigungsmittel für die Beschlagteile gering ist, die Montage der Lagerteile in einfacher Weise vorgenommen werden kann und die Beschlagteile ohne nachträgliche, mechanische Bearbeitung im Guß- bzw. Druckgußverfahren gefertigt werden können.

    [0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die mit zwei rechtwinklig zueinander sich erstreckenden Schenkeln versehenen, einstückigen Lagerteile ausschließlich mittels einer sich mit ihrem freien Ende an einer Wandung und/oder am Boden einer Aufnahmenut des Blendrahmens abstützenden, durch eine unter einem spitzen Winkel zur Längsmittelebene des Lagerteils verlaufenden Gewindebohrung geführten Spannschraube festgelegt sind, beide Schenkel in eine Aufnahmenut des Blendrahmens eingreifen und an einem Längsrand Verhakungsvorsprünge oder Verhakungsstege aufweisen, die bei angezogener Spannschraube eine Randleiste der Aufnahmenut hintergreifen.

    [0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist mindestens ein Schenkel des Lagerteils eine der innenliegenden Längsrandfläche der Randleiste der Aufnahmenut zugeordnete Anschlagfläche auf, die nach dem Einsetzen des Lagerteiles in die Aufnahmenut mit der Längsrandfläche eine schräge Karte bildet bzw. die im Grundriß des Schenkels in bezug auf die Aussenkante des Verhakungssteges eine beim Anziehen der Spannschraube zunächst eine linienförmige Anlage an der Längsrandfläche der Rastleiste gewährleistende Schrägfläche ist.

    [0008] Durch diese Anordnung und Gestaltung der Anschlagfläche wird im Zusammenwirken mit der einzigen Spannschraube erreicht, daß das Lagerteil nicht nur formschlüssig in den Aufnahmenuten des Blendrahmens festgelegt wird, sondern daß diesem Formschluß auch ein Kraftschluß überlagert wird, der auch dann zu einer einwandfreien Verspannung zwischen den Schenkeln des Lagerteils und den Aufnahmenuten der Blendrahmenprofile führt, wenn die Lagerteile nicht mit engen Toleranzen hergestellt werden und auch Fertigungsungenauigkeiten aufweisen.

    [0009] Die Montage der Lagerteile wird dadurch einfach, daß nach dem Einsetzen der Schenkel in die Aufnahmenuten des Blendrahmens ausschließlich eine Spannschraube angezogen zu werden braucht.

    [0010] Sofern durch eine unsaubere Fertigung des Blendrahmens der Eckbereich des Blendrahmens Verschmutzungen, Kleberreste o. dgl. aufweist, so sind die winkelförmigen Beschlagteile nicht in die Aufnahmenuten der Blendrahmenprofile einsetzbar, so daß der Verarbeiter gezwungen wird, eine Nacharbeit vorzunehmen. Hierdurch werden Folgeschäden, die sich während des Betriebes des Fensters oder der Tür aufgrund einer falschen Beschlagsmontage ergeben, vermieden.

    [0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigen :

    Figur 1 den unteren Bereich eines Drehkippfensters, teilweise im Vertikalschnitt,

    Figur 2 das am Blendrahmen festzulegende Lagerteil des unteren Drehkipplagers im Aufriß,

    Figur 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles 111 in Fig. 2,

    Figuren 4, 5 und 6 verschiedene Betriebslagen des Lagerteils nach den Fig. 2 und 3 beim Einsetzen der rechtwinklig zueinander verlaufenden Schenkel in die Aufnahmenuten des Blendrahmens,

    Figur 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 5,

    Figur 8 das am Blendrahmen festzulegende Lagerteil des unteren, griffseitigen Kipplagers,

    Figur 9 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IX in Fig. 8,

    Figur 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 9,

    Figur 11 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XI in Fig. 9, und zwar in vergrößertem Maßstab,

    Figur 12 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XII in Fig. 9, und zwar in vergrößertem Maßstab,

    Figur 13 das Lagerteil nach der Fig. 8, bei dem der Befestigungsfuß des horizontalen Schenkels in eine Aufnahmenut eines Blendrahmenprofils eingesetzt ist,

    Figuren 14 und 15 schematische Darstellungen, die die Schritte zum Festlegen des vertikalen Schenkels des Lagerteils darstellen und

    Figur 16 einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI in Fig. 14.



    [0012] Das in der Fig. 1 aufgezeigte Drehkippfenster weist ein unteres, in der Kammer 1 zwischen dem Blendrahmen 2 und dem Flügelrahmen 3 angeordnetes Drehkipplager 4 auf, das mit einem winkelförmigen, am Blendrahmen 2 festgelegten Lagerteil 5 ausgerüstet ist.

    [0013] In dem Ausführungsbeispiel ist das Lagerteil 5 mit einer Kugelpfanne 6 versehen, die den Kugelzapfen des flügelseitigen Lagerteils aufnimmt. Bei dieser Konstruktion verläuft die Drehachse im Bereich der Kammer zwischen Blend- und Flügelrahmen. Es ist jedoch auch denkbar, die Lagerteile so zu gestalten, daß die Drehachse ausserhalb der Kammer angeordnet ist.

    [0014] Das Lagerteil 5 weist einen vertikalen Schenkel 7 und einen horizontalen Schenkel 8 auf, die sich rechtwinkling zueinander erstrecken. Der horizontale Schenkel 8 ist zur Aufnahme einer Spannschraube 9 im Bereich seines freien Endes mit einer Gewindebohrung 10 ausgerüstet. Diese Gewindebohrung verläuft unter einem spitzen Winkel zur Längsmittelebene 11 des Lagerteils, so daß sich die Spannschraube 9 mit ihrem freien Ende am Boden 12 einer Aufnahmenut 13 des unteren horizontalen Blendrahmenholms 14 abstützt.

    [0015] Der vertikale Schenkel 7 ist mit einem Verhakungsvorsprung 15 ausgerüstet, der bei der Montage des Lagerteils 5, wie sich aus der Fig. 4 ergibt, zunächst in eine Aufnahmenut 16 eines vertikalen Blendrahmenholms 17 eingeführt wird und im Zuge einer Schwenkbewegung die Randleiste 18 der Aufnahmenut 16 hintergreift.

    [0016] Nach dem Einführen des vertikalen Schenkels 7 in die Aufnahmenut 16 wird das Lagerteil nach unten bewegt, bis der Befestigungsfuß des horizontalen Schenkels 8 in die Aufnahmenut 13 eingreift. Der horizontale Schenkel 8 an beiden Längsseiten Anschlagflächen 19, 20 auf, die die Einführtiefe in bezug auf die Aufnahmenut 13 begrenzen. Der horizontale Schenkel 8 ist an der dem Verhakungsvorsprung 15 abgewandten Seite mit einem Verhakungssteg 21 ausgestattet, der beim Anziehen der Spannschraube 9 die Randleiste 22 der Aufnahmenut 13 untergreift.

    [0017] Der innenliegenden Längsrandfläche 13 der Randleiste 22 liegt eine Anschlagfläche 24 des horizontalen Schenkels 8 gegenüber. Diese Anschlagfläche 24 bildet nach dem Einsetzen des horizontalen Schenkels in die Aufnahmenut 13 mit der Längsrandfläche 23 einen konischen Spalt, und zwar vor dem Anziehen der Spannschraube 9. Im Grundriß des Schenkels 8 stellt die Anschlagfläche 24 in bezug auf die Aussenkante des Verhakungssteges 21 eine Schrägfläche dar, die beim Anziehen der Spannschraube zunächst eine linienförmige Anlage an der Längsrandfläche 23 der Randleiste 22 gewährleistet. Diese linienförmige Anlage kommt bei dem Ausführungsbeispiel im Eckbereich 25 zwischen dem horizontalen und dem vertikalen Schenkel, also an einer Stelle zustande, die weit von der Spannschraube 9 entfernt ist. Beim weiteren Anziehen der Spannschraube ergibt sich eine intensive Verspannung zwischen den beiden Schenkeln des Lagerteils und den zugeordneten Aufnahmenuten.

    [0018] Aus der Fig. 7 ergibt sich, daß die Anschlagflächen 19 und 24 und der Verhakungssteg 21 eine Nut zum Aufnehmen der Randleiste 22 begrenzen. Die Tiefe dieser Nut verjüngt sich von der der Spannschraube 9 benachbart liegenden Seite zu dem Eckbereich des winkelförmigen Lagerteils hin. Die Nut endet im Eckbereich des Lagerteils.

    [0019] Das Drehkippfenster nach der Fig. 1 weist ferner ein griffseitiges, unteres Kipplager auf, das mit einem winkelförmigen, am Blendrahmen festgelegten Lagerteil 26 ausgerüstet ist. Auch dieses Lagerteil wird ausschließlich durch eine Spannschraube 27 am Blendrahmen festgelegt, die in einer zur Längsmittelebene unter einem spitzen Winkel verlaufenden Gewindebohrung 28 angeordnet ist. Diese Gewindebohrung 28 ist im unteren horizontalen Schenkel 29 im Eckbereich des winkelförmigen Lagerteils vorgesehen.

    [0020] Bei der Montage des Lagerteils 26 wird zunächst der Verankerungsfuß 30 des horizontalen Schenkels 29 in die Aufnahmenut 31 des horizontalen Blendrahmenholms 32 eingeschwenkt und dann wird der vertikale Schenkel 33 mit seinem Verankerungsteil in die Aufnahmenut 34 des vertikalen Blendrahmenholms 35 eingeführt. Beim Anziehen der Spannschraube 27, deren Kraftwirkung auf den vertikalen Schenkel 33 in der Fig. 15 durch den Pfeil P angedeutet ist, stützen sich beide Schenkel 29, 33 zunächst an einer relativ weit von der Spannschraube weg liegenden Stelle an der innenliegenden Längsrandfläche 36 bzw. 37 der Randleiste 38 bzw. 39 ab. Hierdurch ergibt sich eine intensive Verspannung zwischen den Schenkeln und den zugeordneten Aufnahmenuten.

    [0021] Der Anschlagfläche 40 des vertikalen Schenkels 33 liegt die Längsrandfläche 37 der Randleiste 39 gegenüber. Der vertikale Schenkel 33 ist ferner mit einem Verhakungssteg 41 ausgerüstet, der beim Anziehen der Spannschraube 27, wie in Fig. 15 dargestellt, die Randleiste 39 hintergreift. Gegenüber der Längsrandkante des Verhakungstegs 41 bildet die Anschlagfläche in den Darstellungen nach den Fig. 14 und 15 eine Schrägfläche, so daß bei einer Bewegung des vertikalen Schenkels unter der Wirkung der Spannschraube, von der in der Fig. 14 aufgezeigten Lage in die Lage nach der Fig. 15, zunächst die Stelle 42 zur Anlage an der Randleiste 39 kommt und sich im Zuge der weiteren Schwenkbewegung um die Berührungslinie im Bereich der Stelle 42 das obere Ende 43 an der zweiten Randleiste 44 abstützt. Da der Verhakungssteg 41 die Randleiste 39 hintergreift, ist bei dieser Art der Festlegung neben der formschlüssigen Verbindung auch eine Kraftschlüssige Verbindung zwischen dem vertikalen Schenkel 33 und den genannten Teilen der Aufnahmenut 34 gegeben.

    [0022] In der gleichen Weise findet eine Verspannung zwischen dem horizontalen Schenkel 29 und der zugeordneten Aufnahmenut 31 statt. Der Längsrandfläche 36 der Randleiste 38 liegt eine Anschlagfläche 45 des horizontalen Holms 29 gegenüber, die so gestaltet ist, daß beim Anziehen der Spannschraube zunächst eine Berührung zwischen diesen beiden Flächen an der Stelle 46 zustande kommt.




    Ansprüche

    1. Fenster oder Tür, vorzugsweise Drehkippfenster oder Drehkipptür, mit in den Eckbereichen der Kammer zwischen Blend- und Flügelrahmen angeordneten Lagerteilen (5, 26), dadurch gekennzeichnet, daß die mit zwei rechtwinklig zueinander sich erstreckenden Schenkeln (7, 8 ; 29, 33) versehenen, einstückigen Lagerteile ausschließlich mittels einer sich mit ihrem freien Ende an einer Wandung und/oder am Boden (12) einer Aufnahmenut (13) des Blendrahmens abstützenden, durch eine unter einem spitzen Winkel zur Längsmittelebene (11) des Lagerteils verlaufende Gewindebohrung (10, 28) geführten Spannschraube (9, 27) festgelegt sind, beide Schenkel in eine Aufnahmenut des Blendrahmens (2) eingreifen und an einem Längsrand Verhakungsvorsprünge oder Verhakungsstege (15, 21, 30, 41) aufweisen, die bei angezogener Spannschraube eine Randleiste der Aufnahmenut hintergreifen.
     
    2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Schenkel (8) des Lagerteiles eine der innenliegenden Längsrandfläche (23) der Randleiste (22) der Aufnahmenut zugeordnete Anschlagfläche aufweist, die nach dem Einsetzen des Lagerteils in die Aufnahmenut mit der Längsrandfläche (23) eine schräge Kante bildet bzw. die im Grundriß des Schenkels (8) in bezug auf die Aussenkante des Verhakungssteges (21) eine beim Anziehen der Spannschraube zunächst eine linienförmige Anlage an der Längsrandfläche der Randleiste gewährleistende Schrägfläche ist.
     
    3. Drehkippfenster oder Drehkipptür mit einem unteren Drehkipplager, dessen an dem Blendrahmen festgelegtes Lagerteil winkelförmig ausgebildet ist, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an einer Längsrandseite mit einem Verhakungsvorsprung (15) ausgerüstete vertikale Schenkel (7) in die Aufnahmenut (16) eines vertikalen Blendrahmenholms (17) eindrehbar und der horizontale, an einer dem Verhakungsvorsprung (15) abgewandten Seite mit einem Verhakungssteg (21) ausgestattete Schenkel (8) in die Aufnahmenut eines horizontalen Blendrahmensholms einführbar und die Spannschraube (9) im Bereich des freien Endes des horizontalen Schenkels (8) vorgesehen ist.
     
    4. Fenster oder Tür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der horizontale Schenkel (8) an beiden Längsseiten die Einführtiefe in bezug auf die Aufnahmenut (13) begrenzende Anschlagfläche (19, 20) aufweist.
     
    5. Fenster oder Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die Randleiste der Aufnahmenut des horizontalen Blendrahmenholms untergreifende Verhakungssteg (21), die Anschlagfläche (24) und die horizontale, die Einführtiefe des horizontalen Schenkels (8) begrenzende Anschlagfläche (19) eine Nut zur Aufnahme der Randleiste (22) begrenzen.
     
    6. Fenster oder Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Nut sich von der der Spannschraube (9) benachbart liegenden Seite zu dem Eckbereich des winkelförmigen Lagerteils hin verjüngt.
     
    7. Fenster oder Tür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut im Eckbereich des Lagerteils (5) endet.
     
    8. Drehkippfenster oder Drehkipptür nach Anspruch 1 mit einem griffseitigen Kipplager, das ein winkelförmiges, am Blendrahmen festlegbares Lagerteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebohrung (28) für die Spannschraube (27) im unteren horizontalen Schenkel (29) im Eckbereich des Lagerteils vorgesehen, der Verhakungstege (30) des horizontalen Schenkels (29) in die Aufnahmenut des horizontalen Blendrahmenholms (32) einschwenkbar und der vertikale Schenkel (33) in die Aufnahmenut des vertikalen Blendrahmenholms einführbar ist und beide Schenkel sich beim Anziehen der Spannschraube (27) zunächst an einer relativ weit von der Spannschraube weg liegenden Stelle (42, 46) an der zugeordneten Randleiste der Aufnahmenut abstützen und das Lagerteil in den Aufnahmenuten verspannt und formschlüssig festgelegt ist.
     
    9. Fenster oder Tür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (29, 33) mit Verhakungsstegen, die die zugeordneten Randleisten der Aufnahmenuten hintergreifen, ausgerüstet sind.
     


    Claims

    1. A window or door, preferably a pivoted window or pivoted door, having mounting members (5, 26) which are disposed in the corner regions of the spaces between the fixed frame and the sash frame, characterised in that the one- piece mounting members which are provided with two limb portions (7, 8 ; 29, 33) extending perpendicularly to each other are fixed in position exclusively by means of a clamping screw (9, 27) which bears with its free end against a wall portion and/or the bottom portion (12) of a receiving groove (13) of the fixed frame and which is passed through a screwthreaded bore (10, 28) extending at an acute angle to the longitudinal central plane (11) of the mounting member, both limb portions engage into a receiving groove in the fixed frame (2) and, at a longitudinal edge, have hooking projections or hooking web portions (15, 30) and (21, 41) which, when the clamping screw is tightened, engage behind an edge bar portion of the receiving groove.
     
    2. A window or door according to claim 1, characterised in that at least one limb portion (8) of the mounting member has an abutment surface which is associated with the inward longitudinal edge surface (23) of the edge bar portion (22) of the receiving groove and which, after the mounting member has been fitted into the receiving groove, with the longitudinal edge surface (23), forms an inclined edge, or which, in plan view of the limb portion (8), in regard to the outside edge of the hooking portion (21), is an inclined surface which, when the clamping screw is tightened, initially ensures linear contact at the longitudinal edge surface of the edge bar portion.
     
    3. A pivoted window or door with a bottom pivot mounting having a mounting member which is secured to the fixed frame and which is of an angular configuration, according to claim 1 or claim 2, characterised in that the vertical limb portion (7) which is provided at a longitudinal edge side with a hooking projection (15) can be rotated into position in the receiving groove (16) of a vertical fixed frame member (17) and the horizontal limb portion (8) which is provided with a hooking portion (21) at a side remote from the hooking projection (15) can be inserted into the receiving groove of a horizontal fixed frame member and the clamping screw (9) is provided in the region of the free end of the horizontal limb portion (8).
     
    4. A window or door according to claim 3, characterised in that at both longitudinal sides, the horizontal limb portion (8) has abutment surfaces (19, 20) delimiting the depth of insertion with respect to the receiving groove (13).
     
    5. A window or door according to one of the preceding claims, characterised in that the hooking portion (21) which engages under the edge bar portion of the receiving groove of the horizontal fixed frame member, the abutment surface (24) and the horizontal abutment surface (19) which delimits the depth of insertion of the horizontal limb portion (8) define a groove for receiving the edge bar portion (22).
     
    6. A window or door according to claim 5, characterised in that the depth of the groove tapers down from the side adjacent the clamping screw (9), to the corner region of the angular mounting member.
     
    7. A window or door according to claim 6, characterised in that the groove terminates in the corner region of the mounting member (5).
     
    8. A pivoted window or door according to claim 1, having a pivot mounting on the handle side, which has an angular mounting member that can be fixed to the fixed frame, characterised in that the screwthreaded bore (28) for the screw (27) is provided in the lower horizontal limb (29) in the corner region of the mounting member, the hooking portion (30) of the horizontal limb portion (29) can be pivoted into the receiving groove in the horizontal fixed frame member (32) and the vertical Jimb portion (33) can be inserted into the receiving groove in the vertical fixed frame member and both limb portions, when the clamping screw (27) is tightened, first bear against the associated edge bar portion of the receiving groove at a location (42, 46) which is relatively far away from the clamping screw and the mounting member is braced and form-lockingly secured in the receiving grooves.
     
    9. A window or door according to claim 8, characterised in that the limb portions (29, 33) are provided with hooking portions which engage behind the associated edge bar portions of the receiving grooves.
     


    Revendications

    1. Fenêtre ou porte, de préférence fenêtre ou porte pivotante et basculante, avec des pièces de palier (5, 26) placées dans les angles de l'espace entre le châssis du dormant et le châssis du battant, caractérisée en ce que les pièces de palier monobloc, pourvues de deux branches (7, 9 ; 29, 33) formant l'une avec l'autre un angle droit, sont maintenues exclusivement au moyen d'une vis de blocage (9, 27) appuyée par son extrémité libre contre une paroi et/ou contre le fond (12) d'une rainure (13) du châssis du dormant et guidée dans un taraudage (10, 28) formant un angle aigu par rapport au plan médian longitudinal (11) de la pièce de palier, et en ce que les deux branches sont engagées dans une rainure du châssis du dormant (2) et présentent sur un bord longitudinal des nez d'accrochage ou des nervures d'accrochage (15, 30 ; 21, 41) qui, lorsque la vis de blocage est serrée, s'engagent sous un rebord de la rainure.
     
    2. Fenêtre ou porte selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une branche (8) de la pièce de palier comporte une face de butée associée à la face longitudinale (23) limitant intérieurement le rebord (22) de la rainure, cette face de butée formant, après mise en place de la pièce de palier dans la rainure, une arête oblique ou bien constituant une surface inclinée qui, lors du serrage de la vis de blocage, assure d'abord un appui linéaire contre la face longitudinale limitant le rebord, dans la projection de la branche (8) sur le côté extérieur de la nervure d'accrochage (21).
     
    3. Fenêtre ou porte pivotante et basculante avec un palier inférieur de pivotement et de basculement dont la pièce de palier fixée sur le châssis du dormant est de forme coudée, selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la branche verticale (7) pourvue d'un nez d'accrochage (15) sur un bord longitudinal est montée tournante dans la rainure (16) d'un profilé vertical (17) du châssis du dormant et la branche horizontale (8) pourvue d'une nervure d'accrochage (21) sur son côté éloigné du nez d'accrochage (15) est introduite dans la rainure d'un profilé horizontal du châssis du dormant, la vis de blocage (9) étant prévue dans la région de l'extrémité libre de la branche horizontale (8).
     
    4. Fenêtre ou porte selon la revendication 3, caractérisée en ce que la branche horizontale (8) présente, sur ses deux côtés longitudinaux, des faces de butée (19, 20) limitant la profondeur d'introduction dans la rainure (13).
     
    5. Fenêtre ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la nervure d'accrochage (21) engagée sous le rebord de la rainure du profilé horizontal du châssis du dormant, la face de butée (24) et la face de butée (19) horizontale limitant la profondeur d'introduction de la branche horizontale (8) délimitent une encoche recevant le rebord (22).
     
    6. Fenêtre ou porte selon la revendication 5, caractérisée en ce que la profondeur de l'encoche va en diminuant depuis son extrémité voisine de la vis de blocage (9) jusqu'à la région du coude de la pièce de palier de forme coudée.
     
    7. Fenêtre ou porte selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'encoche se termine dans la région du coude de la pièce de palier (5).
     
    8. Fenêtre ou porte pivotante et basculante selon la revendication 1, avec un palier de basculement situé du côté de la poignée qui comporte une pièce de palier de forme coudée pouvant être fixée sur le châssis du dormant, caractérisée en ce que le taraudage (28) destiné à la vis de blocage (27) est prévu sur la branche inférieure horizontale (29) dans la région du coude de la pièce de palier, la nervure d'accrochage (30) de la branche inférieure (29) est montée tournante dans la rainure du profilé horizontal inférieur (32) du châssis du dormant et la branche verticale (33) est introduite dans la rainure du profilé vertical du châssis du dormant, les deux branches s'appuyant d'abord, lors du serrage de la vis de blocage (27), à un endroit (42, 46) relativement éloigné de la vis de blocage, sur le rebord correspondant de la rainure, et la pièce de palier se trouvant mise sous tension dans les rainures et fixée positivement.
     
    9. Fenêtre ou porte selon la revendication 8, caractérisée en ce que les branches (29, 33) sont pourvues de nervures d'accrochage qui s'engagent sous les rebords correspondants des rainures.
     




    Zeichnung