[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizungsanlage, die sich über mehrere Stockwerke
erstreckt und die aus Hauptverteiler-, Stockwerkverteiler-, Anschluss-und Regulieraggregaten
aufgebaut ist, die je für sich fest mit dem Baukörper verbunden sind und sowohl untereinander
als mit Heizkörpern und/oder Flächenheizelementen nach dem Einrohr- oder Zweirohrsystem
durch Heizmediumleitungen miteinander verbunden sind.
Stand der Technik
[0002] Zur Vereinfachung bei den Arbeiten beim Erstellen ; einer Heizungsanlage ist in der
CH-PS (G-No. ) vorgeschlagen, den Hauptverteiler, die verschiedenen Stockwerkverteiler,
sowie die einzelnen Teile zum Anschliessen von Heizkörpern mit ihren Regulierorganen
zu vorfabrizierten Aggregaten zusammenzufassen. Werden diese vorfabrizierten Aggregate
durch Heizmediumleitungen miteinander verbunden, ist die Anlage fertig. Sind die Verbindungsleitungen
lang, muss der Wärmedehnung Rechnung getragen werden. Für lange vertikale, sich über
mehrere Stockwerke erstreckenden Leitungen ist in der CH-PS 586.367 vorgeschlagen
worden, vorfabrizierte stockwerklange Rohre zu verwenden, die je einen Dehnungsbogen
aufweisen. Diese Rohre sind in jedem Stockwerk in Bodennähe einmal fest mit dem Baukörper
beziehungsweise der Wand fest verbunden. Der Dehnungsbogen braucht daher nur die Wärmedehnung
für ein einziges Stockwerk aufzunehmen.
[0003] Grössere Bautoleranzen muss aber durch Abschneiden der reichlich bemessenen-Rohre
Rechnung getragen werden und die Rohre müssen miteinander verschweisst werden.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, die Erstellung der Heizungsanlage noch weiter
zu vereinfachen und zu verbilligen.
Die Erfindung
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass Heizmediumleitungen zwischen den am
Baukörper befestigten, vorfabrizierten Aggregaten mindestens teilweise .Schläuche
sind, die sowohl Bautoleranzen als im Betrieb auftretende Wärmedehnungen aufzunehmen
imstande sind.
Ausführungsbeispiele
[0006] In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht
dargestellt.
[0007] In Figur 1 umfassen die vorfabrizierten Aggregate I vertikale Rohre 10,11 für Vor-
und Rücklauf, die über dem Boden B durch eine U-förmige Lasche 12 miteinander verbunden
und an der Wand befestigt sind, sodass Fixpunkte für die Anschlüsse geschaffen sind.
An den Rohren 10,11 sind Abzweigleitungen 13, 14 und ein Regelventil 15 für einen
Heizkörper 40 angeschweisst. Der Einfachheit halber ist nur ein einziger Heizkörper
dargestellt. Die annähernd stockwerklange Verbindung zwischen den Aggregaten 1 ist
mittels den Schläuchen 24,25 hergestellt. Diese Schläuche können entweder im Bau zugeschnitten
oder montagebereit angeliefert werden. Der Anschluss der Rohre an die Schläuche kann
entweder mittels Schraubverbindern stattfinden oder der Schlauch kann direkt auf das
Rohr geschoben und mit einer Schlauchbride befestigt sein. Diese Ausführung kommt
wohl zur Hauptsache dann in Frage, wenn die Schläuche im Fertigbau verdeckt, zum Beispiel
in einer abgedeckten Nische verlegt werden können.
[0008] In Figur 2 ist ein zweite Ausführungsform dargestellt. Die Boden / Deckendurchführung
erfolgt hier mittels relativ kurzen Schläuchen 26,27. Die annähernd stockwerklange
Verbindung zwischen den unteren Enden der Schläuche'26,27 und den oberen Enden der
Anschluss-Aggregate I bilden Rohre 30,31. Diese können ebenfalls vorgefertigt sein
und brauchen auf dem Bau nicht längenmässig angepasst zu werden, weil ja die Schläuche
26,27 sowohl Bautoleranzen überbrücken als auch Wärmedehnungen aufzunehmen vermögen.
Die Rohre 30,31 sind jeweils unterhalb der Decke an der Wand gehalten, wobei die BefestigungsVorrichtung
32 mit einem Schlitzloch versehen ist, sodass sie Wärmedehnungen aufnehmen kann. Jedes
der beiden Rohre 30,31 ist mit einer eigenen, rechtwinklig gebogenen Lasche versehen,
deren Schlitzlöcher einander überlappen. Dies erlaubt den Rohren eine voneinander
unabhängige Dehnung, weil ja die Temperatur des Heizmediums in Vor- und Rücklauf verschieden
ist.
[0009] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Figur 3 schematisch dargestellt, bei der
auch für die. horizontalen Heizmittel-Leitungen Schläuche als Verbindung dienen. Der
Uebersichtlichkeit halber sind in diesem Schema Rohrleitungen beziehungsweise Rohrabschnitte
durch dicke gerade Linien und Schläuche durch dicke wellenförmige Linien dargestellt.
Wie in den Figuren 1 und 2 stellt B eine Beton-Boden-Deckenkonstruktion dar. Zwischenwände
sind mit W und eine Aussenwand ist mit A bezeichnet. Die Verbindungsleitungen zwischen
den Stockwerken sind wie bei Figur 1 mittels Schläuchen 24,25 hergestellt.
[0010] Die vorfabrizierten Aggregate umfassen nicht nur die bereits erwähnten Heizkörper-Anschlussaggregate
I, sondern zudem ein Stockwerk-Verteileraggregat II, das hier für drei Stromkreise
ausgebildet ist. Sie dienen dem Anschluss eines Heizkörpers 40, eines grösseren Heizkörpers
41 und einer Bodenheiz-Rohrschlange 42. Dem Anschluss und der Regulierung der Heizelemente
dienen die drei Aggregate I. Für die stockwerkeigene Verteilung wird ein Aggregat
II verwendet. Das letzgenannte Aggregat II ist mittels den Schläuchen 24,25 angeschlossen.
Auch für die im Stockwerk selber, horizontal verlegten Heizmittel-Leitungen für den
Anschluss der drei Aggregate I an das Aggregat II sind ebenfalls Schläuche verschiedener
Länge 28, 29 verwendet.
[0011] Natürlich können auch für diese horizontalen Verbindungsleitungen Rohrabschnitte
kombiniert mit Schläuchen verwendet werden.
[0012] Wenn in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen von Schläuchen die Rede ist, sind
hierunter auch biegsame Rohre zu verstehen.
1. Heizungsanlage, die sich über mehrere Stockwerke eines Baukörpers erstreckt und
aus vorfabrizierten Aggregaten für die Verteilung, den Anschluss und die Regulierung
erstellt ist, die je für sich am Baukörper befestigt sind und die sowohl untereinander
als mit Heizkörpern und/oder Flächenheizelementen nach dem Einrohr- oder dem Zweirohrsystem
durch Heizmedium- Leitungen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizmedium-Leitungen
zwischen den am Baukörper befestigten, vorfabrizierten Aggregaten mindestens teilweise
Schläuche sind, die sowohl Bautoleranzen als im Betrieb auftretende Wärmedehnungen
aufzunehmen imstande sind.
2. Heizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Decken / Fussboden
durchsetzenden Heizmediumleitungen Schläuche sind, deren Länge annähernd der jeweiligen
Stockwerkhöhe entspricht. (Figur 1)
3. Heizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Decken / Fussboden
durchsetzenden Heizmediumleitungen Schläuche sind, deren Länge mindestens der Dicke
der Decke beziehungsweise des jeweiligen Fussbodens entspricht und dass an diese Schläuche
vertikale Rohrabschnitte angeschlossen sind. (Figur 2)
4. Heizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Stockwerken
verlegten horizontal verlaufenden Heizmediumleitungen mindestens teilweise Schläuche
sind.