(19)
(11) EP 0 058 249 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.08.1982  Patentblatt  1982/34

(21) Anmeldenummer: 81110023.9

(22) Anmeldetag:  01.12.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01R 17/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 05.02.1981 CH 764/81

(71) Anmelder: CONTRAVES AG
CH-8052 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Meier, Walter
    CH-8702 Zollikon (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Anschlussvorrichtung für ein abgeschirmtes Kabel


    (57) Lösbare Anschlussvorrichtung (1) für ein abgeschirmtes Kabel (2) mit einem äusseren Geflecht (3), das durch Klemmung zwischen den Klemmflächen (7,32) eines Klemmrings (10) und eines Steckerendgehäuses (30) festgelegt ist.
    Es ist ein Klemmring (10) vorgesehen, der im Profil U-förmig ist, wobei der innere Schenkel (12) parallel zur Achse der Anschlussvorrichtung (I) verläuft und der äussere Schenkel (13) nach aussen abgewinkelt ist. Am Steckerendgehäuse (30) ist ein ringförmiges Klemmelement (31) angeformt, das keilartig zwischen den Schenkeln (12,13) liegt.
    Die Erfindung wird vorzugsweise in Verbindung mit Steckern angewendet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine lösbare rotationssymmetrische Anschlussvorrichtung für ein abgeschirmtes Kabel mit einem Aussenleiter aus einem Geflecht, bestehend aus einem Klemmring mit einer Klemmfläche, die an der Aussenfläche des Geflechts anliegt, einem Steckerendgehäuse mit einer Klemmfläche, die an der Innenfläche des Geflechts anliegt und einer Ueberwurfmutter, die mit dem Steckerendgehäuse durch Axialbewegung verschraubbar ist und durch axialen Druck das Geflecht zwischen den Klemmflächen festlegt.

    [0002] Zum strahlungsdichten Anschliessen eines durch ein Geflecht gegen äussere elektromagnetische Strahlung abgeschirmtes Kabel sind zahlreiche auf dem Prinzip der Klemmung beruhende Vorrichtungen bekannt, die jedoch nur mit hohen Kosten hergestellt werden können. So ist durch die DE-AS-23 43 030 eine Anschlussvorrichtung bekannt, welche das Geflecht zwischen zwei konischen Flächen festklemmt. Die exakt reproduzierbare Herstellung konisch geformter und aufeinander abgestimmter Flächen stellt hohe Anforderungen an die Verarbeitung, wodurch hohe Herstellungskosten entstehen.

    [0003] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anschlussvorrichtung zu schaffen, welche kostengünstig und reproduzierbar hergestellt und einfach montiert und repariert werden kann, als auch bei starken mechanischen Beanspruchungen eine sichere Festlegung des Geflechts gewährleistet.

    [0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Klemmring im Profil weitgehend U-förmig ist, wobei der innere Schenkel im wesentlichen parallel zur Achse der Anschlussvorrichtung verläuft und der äussere Schenkel nach aussen abgewinkelt ist, dass die durch die beiden Schenkel begrenzte Klemmfläche des Klemmrings im wesentlichen senkrecht zur Achse der Anschlussvorrichtung angeordnet ist, und dass am Steckerendgehäuse ein Klemmelement angeformt ist, das bei zusammengefügter Anschlussvorrichtung zwischen den Schenkeln liegt.

    [0005] Die erfindungsgemässe Anschlussvorrichtung hat den Vorteil, dass ein abgeschirmtes Kabel ohne besondere Werkzeuge und ohne Lötvorgang angeschlossen werden kann.

    [0006] Im weiteren wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung näher erläutert.

    [0007] Es zeigen:

    Fig. 1 die in übergrossem Massstab dargestellte Seitenansicht der montierten Anschlussvorrichtung, wobei zur besseren Sichtbarkeit einige Teile im Längsschnitt dargestellt sind,

    Fig. 2 die Seitenansicht der Anschlussvorrichtung mit distanziert dargestellten Einzelteilen.



    [0008] Wie Figur 1 und Figur 2 zeigen, weist das Koaxialkabel 2 eine elektrisch leitende, rohrförmige Abschirmung, die als erweiterbares Geflecht 3 mit der Aussenfläche 18 und der Innenfläche 19 ausgebildet ist, einen oder mehrere Innenleiter 4, einen innerhalb des Geflechts 3 befindlichen Isolierteil 6 sowie einen äusseren Isoliermantel 14 auf. Das Steckerendgehäuse 30, der Klemmring 10 sowie die Ueberwurfmutter 20 sind aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise Aluminium hergestellt, und zumindest an den Aussenseiten mit einem in den Figuren nicht dargestellten Schutzbelag versehen.

    [0009] Der Klemmring 10 ist im wesentlichen zylindrisch geformt und weist eine Oeffnung 15 auf, durch welche das teilweise vom äusseren Isoliermantel 14 befreite Kabel 2 durchgezogen werden kann. Der im Profil weitgehend U-förmige Klemmring 10 besitzt eine im wesentlichen senkrecht zur Achse I der Anschlussvorrichtung 1 angeordnete Klemmfläche 7, einen senkrecht dazu angeordneten inneren Schenkel 12 und einen gegen aussen gewinkelten äusseren Schenkel 13. Die Klemmfläche 7 ist vorzugsweise eben, kann jedoch auch eingebuchtet, gewellt oder an der Oberfläche mit einer gleithemmenden Struktur versehen sein. Der äussere Schenkel 13 ist so weit nach aussen abgewinkelt, dass er mit seiner äusseren Fläche 23 auf der konischen Druckfläche 21 der Ueberwurfmutter 20 aufliegt.

    [0010] Das Steckerendgehäuse 30 ist im wesentlichen zylindrisch geformt und besteht aus dem ringförmigen Klemmelement 31 mit der Klemmfläche 32, dem durch eine Rundnut 33 davon abgesetzten Aussengewinde 34 und den beiden angeformten Ringen 35 und 36, die durch eine Nut 37 voneinander getrennt sind.

    [0011] Zum Anschliessen des Koaxialkabels 2 wird ein Abschnitt des Isoliermantels 14 entfernt und damit ein Teil des Geflechts 3 freigelegt. Danach wird das Kabel 2 mit dem Geflecht 3 durch die Oeffnung 16 der Ueberwurfmutter 20 und durch die Oeffnung 15 des Klemmrings 10 geschoben. Das Geflecht wird nun nach aussen über den Klemmring 10 gelegt und das Steckerendgehäuse 30 mit seiner Klemmfläche 32 auf das Geflecht 3 gesetzt, mit der Ueberwurfmutter 20 verschraubt und mit einem definierten Drehmoment festgezogen. Durch den Druck der Ueberwurfmutter 20 auf den äusseren Schenkel 13 des Klemmrings 10 wird das Geflecht 3 zwischen die Klemmfläche 32 des Steckerendgehäuses 30 und die Klemmfläche 7 des Klemmrings 10 geklemmt. Abschliessend wird das nur teilweise im Längsschnitt dargestellte Warmschrumpfformteil 40 in bekannter Weise über die Anschlussvorrichtung 1 montiert, womit ein Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und mechanischen Einwirkungen erreicht wird.


    Ansprüche

    Lösbare rotationssymmetrische Anschlussvorrichtung (1) für ein abgeschirmtes Kabel (2) mit einem Aussenleiter aus einem Geflecht (3), bestehend aus einem Klemmring (10) mit einer Klemmfläche (7) die an der Aussenfläche (18) des Geflechts (3) anliegt, einem Steckerendgehäuse (30) mit einer Klemmfläche (32) die an der Innenfläche (19) des Geflechts (3) anliegt und einer Ueberwurfmutter (20) die mit dem Steckerendgehäuse (30) durch Axialbewegung verschraubbar ist und durch axialen Druck das Geflecht (3) zwischen den Klemmflächen (7,32) festlegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring (10) im Profil weitgehend U-förmig ist, wobei der innere Schenkel (12) im wesentlichen parallel zur Achse (I) der Anschlussvorrichtung (1) verläuft und der äussere Schenkel (13) nach aussen abgewinkelt ist, dass die durch die beiden Schenkel (12,13) begrenzte Klemmfläche (7) des Klemmrings im wesentlichen senkrecht zur Achse (I) der Anschlussvorrichtung (1) angeordnet ist, und dass am Steckerendgehäuse (30) ein Klemmelement (31) angeformt ist, das bei zusammengefügter Anschlussvorrichtung (1) zwischen den Schenkeln (12,13) liegt.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht