[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine lösbare rotationssymmetrische Anschlussvorrichtung
für ein abgeschirmtes Kabel mit einem Aussenleiter aus einem Geflecht, bestehend aus
einem Klemmring mit einer Klemmfläche, die an der Aussenfläche des Geflechts anliegt,
einem Steckerendgehäuse mit einer Klemmfläche, die an der Innenfläche des Geflechts
anliegt und einer Ueberwurfmutter, die mit dem Steckerendgehäuse durch Axialbewegung
verschraubbar ist und durch axialen Druck das Geflecht zwischen den Klemmflächen festlegt.
[0002] Zum strahlungsdichten Anschliessen eines durch ein Geflecht gegen äussere elektromagnetische
Strahlung abgeschirmtes Kabel sind zahlreiche auf dem Prinzip der Klemmung beruhende
Vorrichtungen bekannt, die jedoch nur mit hohen Kosten hergestellt werden können.
So ist durch die DE-AS-23 43 030 eine Anschlussvorrichtung bekannt, welche das Geflecht
zwischen zwei konischen Flächen festklemmt. Die exakt reproduzierbare Herstellung
konisch geformter und aufeinander abgestimmter Flächen stellt hohe Anforderungen an
die Verarbeitung, wodurch hohe Herstellungskosten entstehen.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anschlussvorrichtung zu schaffen, welche
kostengünstig und reproduzierbar hergestellt und einfach montiert und repariert werden
kann, als auch bei starken mechanischen Beanspruchungen eine sichere Festlegung des
Geflechts gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Klemmring im Profil weitgehend U-förmig
ist, wobei der innere Schenkel im wesentlichen parallel zur Achse der Anschlussvorrichtung
verläuft und der äussere Schenkel nach aussen abgewinkelt ist, dass die durch die
beiden Schenkel begrenzte Klemmfläche des Klemmrings im wesentlichen senkrecht zur
Achse der Anschlussvorrichtung angeordnet ist, und dass am Steckerendgehäuse ein Klemmelement
angeformt ist, das bei zusammengefügter Anschlussvorrichtung zwischen den Schenkeln
liegt.
[0005] Die erfindungsgemässe Anschlussvorrichtung hat den Vorteil, dass ein abgeschirmtes
Kabel ohne besondere Werkzeuge und ohne Lötvorgang angeschlossen werden kann.
[0006] Im weiteren wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0007] Es zeigen:
Fig. 1 die in übergrossem Massstab dargestellte Seitenansicht der montierten Anschlussvorrichtung,
wobei zur besseren Sichtbarkeit einige Teile im Längsschnitt dargestellt sind,
Fig. 2 die Seitenansicht der Anschlussvorrichtung mit distanziert dargestellten Einzelteilen.
[0008] Wie Figur 1 und Figur 2 zeigen, weist das Koaxialkabel 2 eine elektrisch leitende,
rohrförmige Abschirmung, die als erweiterbares Geflecht 3 mit der Aussenfläche 18
und der Innenfläche 19 ausgebildet ist, einen oder mehrere Innenleiter 4, einen innerhalb
des Geflechts 3 befindlichen Isolierteil 6 sowie einen äusseren Isoliermantel 14 auf.
Das Steckerendgehäuse 30, der Klemmring 10 sowie die Ueberwurfmutter 20 sind aus einem
elektrisch leitenden Material, beispielsweise Aluminium hergestellt, und zumindest
an den Aussenseiten mit einem in den Figuren nicht dargestellten Schutzbelag versehen.
[0009] Der Klemmring 10 ist im wesentlichen zylindrisch geformt und weist eine Oeffnung
15 auf, durch welche das teilweise vom äusseren Isoliermantel 14 befreite Kabel 2
durchgezogen werden kann. Der im Profil weitgehend U-förmige Klemmring 10 besitzt
eine im wesentlichen senkrecht zur Achse I der Anschlussvorrichtung 1 angeordnete
Klemmfläche 7, einen senkrecht dazu angeordneten inneren Schenkel 12 und einen gegen
aussen gewinkelten äusseren Schenkel 13. Die Klemmfläche 7 ist vorzugsweise eben,
kann jedoch auch eingebuchtet, gewellt oder an der Oberfläche mit einer gleithemmenden
Struktur versehen sein. Der äussere Schenkel 13 ist so weit nach aussen abgewinkelt,
dass er mit seiner äusseren Fläche 23 auf der konischen Druckfläche 21 der Ueberwurfmutter
20 aufliegt.
[0010] Das Steckerendgehäuse 30 ist im wesentlichen zylindrisch geformt und besteht aus
dem ringförmigen Klemmelement 31 mit der Klemmfläche 32, dem durch eine Rundnut 33
davon abgesetzten Aussengewinde 34 und den beiden angeformten Ringen 35 und 36, die
durch eine Nut 37 voneinander getrennt sind.
[0011] Zum Anschliessen des Koaxialkabels 2 wird ein Abschnitt des Isoliermantels 14 entfernt
und damit ein Teil des Geflechts 3 freigelegt. Danach wird das Kabel 2 mit dem Geflecht
3 durch die Oeffnung 16 der Ueberwurfmutter 20 und durch die Oeffnung 15 des Klemmrings
10 geschoben. Das Geflecht wird nun nach aussen über den Klemmring 10 gelegt und das
Steckerendgehäuse 30 mit seiner Klemmfläche 32 auf das Geflecht 3 gesetzt, mit der
Ueberwurfmutter 20 verschraubt und mit einem definierten Drehmoment festgezogen. Durch
den Druck der Ueberwurfmutter 20 auf den äusseren Schenkel 13 des Klemmrings 10 wird
das Geflecht 3 zwischen die Klemmfläche 32 des Steckerendgehäuses 30 und die Klemmfläche
7 des Klemmrings 10 geklemmt. Abschliessend wird das nur teilweise im Längsschnitt
dargestellte Warmschrumpfformteil 40 in bekannter Weise über die Anschlussvorrichtung
1 montiert, womit ein Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und mechanischen Einwirkungen
erreicht wird.
Lösbare rotationssymmetrische Anschlussvorrichtung (1) für ein abgeschirmtes Kabel
(2) mit einem Aussenleiter aus einem Geflecht (3), bestehend aus einem Klemmring (10)
mit einer Klemmfläche (7) die an der Aussenfläche (18) des Geflechts (3) anliegt,
einem Steckerendgehäuse (30) mit einer Klemmfläche (32) die an der Innenfläche (19)
des Geflechts (3) anliegt und einer Ueberwurfmutter (20) die mit dem Steckerendgehäuse
(30) durch Axialbewegung verschraubbar ist und durch axialen Druck das Geflecht (3)
zwischen den Klemmflächen (7,32) festlegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring
(10) im Profil weitgehend U-förmig ist, wobei der innere Schenkel (12) im wesentlichen
parallel zur Achse (I) der Anschlussvorrichtung (1) verläuft und der äussere Schenkel
(13) nach aussen abgewinkelt ist, dass die durch die beiden Schenkel (12,13) begrenzte
Klemmfläche (7) des Klemmrings im wesentlichen senkrecht zur Achse (I) der Anschlussvorrichtung
(1) angeordnet ist, und dass am Steckerendgehäuse (30) ein Klemmelement (31) angeformt
ist, das bei zusammengefügter Anschlussvorrichtung (1) zwischen den Schenkeln (12,13)
liegt.