(19)
(11) EP 0 058 359 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.08.1982  Patentblatt  1982/34

(21) Anmeldenummer: 82100851.3

(22) Anmeldetag:  05.02.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A63C 11/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI SE

(30) Priorität: 09.02.1981 AT 558/81
28.08.1981 AT 3736/81

(71) Anmelder: Günther Riel Kunststoffverarbeitung GmbH u. Co. KG
D-7519 Oberderdingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hinterholzer, Hans
    N-Oslo 2 (NO)

(74) Vertreter: Patentanwälte Leinweber & Zimmermann 
Rosental 7/II Aufg.
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Skitragevorrichtung


    (57) Die Skitragevorrichtung besteht einerseits aus einer U-oder 0-förmigen Skiklammervorrichtung (15) zum Erfassen der Ski (20), andererseits aus einem vorzugsweise hakenförmigen Skistockhaltebügel (10) zum Übergreifen der Skistöcke (28, 29), die als Tragegriff dienen. Skiklammervorrichtung und Skistockhaltebügel sind derart beweglich verbunden, daß sie in der Ruhestellung übereinandergeklappt oder zur Deckung gebracht werden können. Zum Verschließen des Freiraums zwischen dem Hakenende des Skistockhaltebügels und der Skiklammervorrichtung in Funktionsstellung ist eine Schiebestange (30) vorgesehen. Ein Paar derartige Skitragevorrichtungen ermöglicht es, ein Paar Alpin- oder Langlaufski mit Hilfe der Skistöcke bequem zu tragen.




    Beschreibung


    [0001] Skitragevorrichtungen zum Tragen eines Paares zusammengelegter Ski sind schon bekannt geworden. Die bekannten Vorrichtungen haben aber einen solchen Platzbedarf, daß sie nach Gebrauch in den Ruck-sack oder eine Tasche weggepackt werden müssen. Solche Ausrüstungsgegenstände hat heute allenfalls der Tourenläufer bei sich. Die große Menge der Alpinskiläufer und der Langläufer ist aber nicht entsprechend ausgerüstet. Die bekannten Skitragevorrichtungen konnten sich deshalb nicht durchsetzen.

    [0002] Es werden deshalb nach wie vor in der Regel die Skier unter dem Arm oder auf der Schulter getragen. In beiden Stellungen kommt es wegen der Form der Skier häufig zu einem Verrutschen. Dem wird durch Verbinden der Skier mit Gummiclips entgegengewirkt, die sich nach dem Gebrauch , einfach in die Tasche stecken lassen. Auch mit einer solchen Verbindung ist das Tragen der Ski unter dem Arm unbequem, das Tragen auf der Schulter führt zu Beschädigungen der Kleidung durch die scharfen Kanten und zur Durchnässung der Kleidung durch abtauenden Schnee. Auch für Langläufer ist es oft nötig, die Ski über größere Strecken zu tragen, beispielsweise vom Endpunkt einer Loipe bis zum entferntliegenden Kraftfahrtzeugstandplatz. Auch hierbei ist das Tragen der Ski ohne Skitragevorrichtung unbequem, führt zur Benetzung der Kleidung und - bei gewachsten Skiern - auch zur Verschmutzung der Kleidung.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Skitragevorrichtung zum sicheren Tragen der zusammengelegten Ski möglichst mit Hilfe der Stöcke vorzuschlagen, die extrem klein und leicht ist und zusammengelegt bzw. zusammengeklappt in den Bekleidungstaschen mitgeführt werden kann.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Skitragevorrichtung aus einem zum Übergreifen beispielsweise der Skistöcke bestimmten Skistockhaltebügel und einer zum Erfassen der Ski bestimmten U- oder O-förmigen Skiklammervorrichtung, wobei Skistockhaltebügel und Skiklammervorrichtung miteinander in einer Schiebeführung oder einem Drehgelenk beweglich verbunden sind. Die Vorrichtung besteht also aus zwei Teilen, von denen der eine die Ski, der andere die Skistöcke ergreift, die als eine Art Henkel zum bequemen Tragen der Ski nach Art einer Aktentasche dienen. Die Ski werden bei Verwendung zweier derartigen Vorrichtungen besonders gut aufeinander gesichert, die Skistöcke besonders sicher erfaßt.

    [0005] Durch die bewegliche Verbindung beider Teile können diese bei Nichtgebrauch zur Deckung gebracht werden. Im Zusammengelegten Zustand hat die Vorrichtung eine Längserstrekkung mit den Abmessungen der Breite des jeweiligen Skis. und eine Quererstreckung, die die doppelte Stärke des Skis geringfügig übersteigt. Selbst zwei derartige Skitragevorrichtungen zusammen haben nur etwa das Format einer Zigarettenpackung.

    [0006] Zweckmäßig besteht der Skistockhaltebügel aus einem Greifabschnitt in Form eines Hakens und einem daran anschließenden geradlinigen Führungsabschnitt, der in eine Schiebeführung der Skiklammervorrichtung eingreift, neben der er bei zusammengeschobener Skitragevorrichtung zu liegen kommt, und der an seinem vom Greifabschnitt abliegenden Ende einen das Ausziehen des Skistockhaltebügels begrenzenden Anschlag aufweist. Bei dieser Ausbildung ist die Skitragevorrichtung aus der zusammengeschobenen Ruhelage in ihre auseinandergezogene Funktionslage teleskopisch zu überführen und umgekehrt. Das ergibt eine besonders einfache Bedienung, zugleich aber einen platzsparenden Aufbau für die Ruhelage.

    [0007] Die Skiklammervorrichtung besteht zweckmäßig aus zwei unter Abstand zueinander parallelen Klammerstäben, die an einem Ende durch ein quererstrecktes Klammervorrichtungshaupt verbunden sind und am anderen Ende jeweils mit einer Abkröpfung versehen sind, die in Richtung auf den anderen Klammerstab weist. Durch den zwischen den Enden der Abkröpfungen verbleibenden Freiraum kann der Ski einfach eingeführt werden. Dennoch untergreifen die Abkröpfungen die nach dem Loslassen federnd auseinanderrückenden Ski sicher. Selbstverständlich kann es auch zweckmäßig sein, die Klammerstäbe federnd auszubilden. In diesem Fall können die freien Enden der Abkröpfungen einander weitestgehend angenähert sein. Die Skitragevorrichtung wird dann einfach auf die Lauffläche an Lauffläche gehaltenen Ski aufgedrückt. Die federnden Klammerstäbe weichen dabei beim Aufdrücken zunächst auseinander und springen unter den Ski selbsttätig wieder zurück, wobei sie die Ski untergreifen. Bei der federnden Ausbildung der Klammerstäbe wird zweckmäßig die Abkröpfung so ausgebildet, daß sie durch eine Schrägrampe das federnde Auseinanderrücken der auf die Ski gedrückten Skitragevorrichtung unterstützt.

    [0008] Der Anschlag des Skistockhaltebügels kann ein quer zum Führungsabschnitt des Skistockhaltebügels und quer zu den Klammerstäben erstreckter Schiebekolben sein, die die beiden Klammerstäbe in Durchbrechungen durchsetzen, während der Führungsabschnitt des Skistockhaltebügels eine Durchbrechung des Klammervorrichtungshauptes durchsetzt. Die beiden Teile sind auf diese Weise dreifach parallel geführt und mit einfachsten Mitteln sicher verbunden.

    [0009] Falls dies notwendig erscheint, insbesondere zur Anpassung an verschiedene Skibreiten, kann zwischen Skistockhaltebügel und Skiklammervorrichtung eine Feder eingesetzt sein, die bestrebt ist, die Teile in ihre Ruhelage zu überführen, in der sie deckungsgleich aufeinander, nebeneinander oder ineinander geschoben liegen.

    [0010] Der Skistockhaltebügel kann in seinem Greifabschnitt zu einem Haken solcher Länge gebogen sein, daß der Haken auch in der Funktionslage geschlossen ist. In diesem Fall müssen aber die Skistöcke durch den Haken eingefädelt werden, um das Tragen zu ermöglichen. Wird der Haken kürzer ausgebildet, so können die Skistöcke durch die auf der dem Führungsabschnitt gegenüberliegenden Seite entstehende Öffnung leicht seitlich eingeführt werden. Es besteht aber dann die Gefahr, daß die Skistöcke aus dieser Öffnung auch wieder herausrutschen, ohne daß das der Benutzer will. Es ist deshalb zweckmäßig, eine Verschließmöglichkeit für diese Öffnung vorzusehen. Hierfür wird an der Klammervorrichtung zusätzlich eine Schiebestange vorgesehen, die parallel zum Führungsabschnitt, des Skistockhaltebügels, aber auf der diesem gegenüberliegenden Seite der Klammervorrichtung angeordnet ist und in zur Funktionslage ausgeschobenen Zustand den Freiraum zwischen den freien Enden des Greifabschnitts -und dem Klammervorrichtungshaupt überbrückt. Besonders günstig ist die Ausbildung, wenn die Schiebestange an ihrem den Greifabschnitt zugekehrten Ende eine Öffnung für den Eingriff des freien Endes des Greifabschnittes in der Funktionslage, sowie einen Anschlagkopf aufweist, der sich in der zusammengeschobenen Ruhelage am Klammervorrichtungshaupt abstützt. Durch den Eingriff des freien Hakenendes in die Schiebestange wird die Öffnung vollständig geschlossen und die Stabilität erhöht. Durch den Anschlagkopf wird sichergestellt, daß beim Zusammenschieben der Vorrichtung nach Entnahme der Skistöcke die Schiebestange vom Klammervorrichtungshaupt selbsttätig mitgeführt wird. Überdies zwingt der Anschlagkopf der Schiebestange immer eine definierte Lage in der Skitragevorrichtung auf.

    [0011] Die Fertigung ist dann besonders einfach, die Skitragevorrichtung dann besonders stabil, kompakt und leicht, wenn der Skistockhaltebügel und die Klammerstäbe aus formsteifem Draht, der Schiebekolben, das Klammervorrichtungshaupt und die Schiebestange aus Kunststoff bestehen.

    [0012] Die Skitragevorrichtung kann bei Nichtgebrauch einfach in die Tasche gesteckt werden. Stattdessen ist es auch möglich, sie auf der Skioberfläche oder am Skistock zu befestigen.

    [0013] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Figuren, auf die bezüglich der Offenbarung aller im folgenden nicht näher erläuterten Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird.

    [0014] Es zeigen:

    Fig. 1. Eine erste Ausführungsform der Skitragevorrichtung in auseinandergezogener Funktionslage,

    Fig. 2. die Skitragevorrichtung von Fig. 1 in zusammengeschobener Ruhelage,

    Fig. 3. eine Befestigungsmöglichkeit der Skitragevorrichtung auf der Skioberfläche,

    Fig. 4. eine abgewandelte Ausführungsform mit Feder,

    Fig. 5. eine abgewandelte Ausführungsform mit Schiebestange in Funktionslage in einer Fig. 1 entsprechenden Ansicht,

    Fig. 6. die Ausführungsform von Fig. 5 in Seitenansicht, jedoch ohne Ski, Skistöcke und Schiebestange,

    Fig. 7. und 8 weitere Ausführungsformen der Skitragevorrichtung mit Drehgelenk zwischen Klammervorrichtung und Skistockhaltebügel,

    Fig. 9 eine weitere Ausführungsform einer Skitragevorrichtung in Funktion,

    Fig.10 die Skitragevorrichtung nach Fig. 9 aufgesteckt auf die Skispitze,

    Fig. 11 und 12 Befestigungen der Skitragevorrichtung auf der Skioberfläche, und

    Fig. 13 und 14 Befestigungen der Skitragevorrichtung am Skistock.



    [0015] Fig. 1 zeigt einen Skistockhaltebügel 10 aus einem hakenförmig gebogenen Greifabschnitt 11 und einem daran anschließenden geradlinigen Führungsabschnitt 12. Der Greifabschnitt ist halbkreisförmig gebogen, so daß das freie Ende des Hakens wieder parallel zum Führungsabschnitt 12 liegt. Der Skistockhaltebügel ist aus formsteifem Draht gefertigt. Am vom Greifabschnitt abliegenden Ende des Führungsbaschnittes ist der Skistockhaltebügel fest mit einem Schiebekolben 13 aus Kunststoff verbunden, der sich quer zum Führungsabschnitt 12 erstreckt und zwei untereinander parallele Durchbrechungen 14 aufweist.

    [0016] Die Klammervorrichtung 15 besteht aus einem Klammervorrichtungshaupt 16 aus Kunststoff, in dem zwei aus formsteifem Draht (oder auch federndem Material)bestehender Klammerstäbe 17, 18 gelagert sind. Diese sind untereinander und zum Führungsabschnitt 12 des Skistockhaltebügels 10 parallel. Sie weisen einen solchen Abstand voneinander auf, daß sie zwischen sich ein Paar mit der Lauffläche zusammengelegte Ski 19, 20 aufzunehmen vermögen. An ihrem freien Ende weisen die Klammerstäbe 17, 18 Abkröpfungen 21, 22 auf, die sich aufeinander zuerstrecken und die Schmalkante der Ski 19, 20 untergreifen.

    [0017] Das Klammervorrichtungshaupt 16 weist eine Durchbrechung 23 als Führung für den Führungsabschnitt 12 des Skistockhaltebügels 10 auf. In den Durchbrechungen 14 des Schiebekolbens 13 sind die Klammerstäbe 17, 18 geführt.

    [0018] In der in Fig. 1 gezeigten Funktionslage der Skitragevorrichtung genügt es nun, in den Skistockhaltebügel 10 die Skistöcke einzulegen und diese als Tragegriff zu benutzen. Durch das Gewicht der Ski pendelt , die Klammervorrichtung mit den Ski nach unten, um den Schwerpunkt unter den Haken des Greifabschnitts 11 zu legen. Die Ski können so bequem getragen werden.

    [0019] Fig. 2 zeigt die Skitragevorrichtung in der Ruhelage. Der Schiebekolben 13 wird nach unten geschoben, bis er auf die Abkröpfungen 21, 22 aufläuft. Zugleich schließt der Greifabschnitt des Skistockhaltebügels an das Klammervorrichtungshaupt 16 an. Der Führungsabschnitt 12 kommt neben den Klammerstäben 17, 18 zu liegen.

    [0020] Fig. 3 zeigt die Montage der Skitragevorrichtung auf der Oberfläche eines Skis 19. Auf diesem sind zwei S-förmig abgekröpfte Halter 23, 24 aufgeschraubt, in die die Skitragevorrichtung eingeschoben wird. Zusätzlich oder alternativ kann die Skitragevorrichtung mit einem Reiber 25 befestigt werden, der in seiner gezeigten Stellung die Klammerstäbe und den Führungsabschnitt übergreift, in seiner zur Längsachse des Skis parallelen Stellung die Entnahme der Skitragevorrichtung aus den Haltern 23, 24 gestattet.

    [0021] Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform mit Feder 26. Die Feder 26 hat die Aufgabe, den Skistockhaltebügel und die Klammervorrichtung in die zusammengeschobene Lage zu überführen, wie sie in den Figuren 2, 3 und 4 gezeigt ist. Hierzu kann die Feder 26 auf die gezeigte Weise als Zugfeder zwischen den Schiebekolben 13 und eine der Abkröpfungen 21, 22 an den Klammerstäben 17, 18 eingesetzt sein. Ebenso ist es beispielsweise möglich, die Feder als Druckfeder auszubilden und zwischen den Schiebekolben 13 und das Klammervorrichtungshaupt 16 einzusetzen. In diesem Fall ist es günstig, wenn eine zusätzliche Führungsstange 27 parallel zu den Klammerstäben 17 und 18 bzw. zum Führungsabschnitt 12 des Skistockhaltebügels 10 am Schiebekolben 13 etwa mittig angebracht und in Richtung auf das Klammervorrichtungshaupt 16 erstreckt ist, in dem die Führungsstange 27 in einer Durchbrechung zusätzlich geführt ist. Die Feder 26 kann dann auf diese Führungsstange aufgesetzt und von ihr geführt werden.

    [0022] In der Figur ist die Feder in einer Ausführung als Schraubenfeder gezeigt. Selbstverständlich ist jede andere Ausführung geeignet, die die nötigen Kräfte zu erzeugen vermag. Insbesondere sind federelastische Gummielemente oder Gummibänder für den Zweck geeignet. Aufgabe der Feder ist es in jedem Fall, die Skitragevorrichtung selbsttätig in den geschlossenen Zustand zu . überführen. Das ist von Bedeutung für den Transport, weil hierdurch die Vorrichtung selbsttätig die kleinstmögliche Größe annimmt. Es ist aber ebenfalls von Bedeutung in der Funktion, weil die Skitragevorrichtung durch ihr durch die Feder erzwungenes Bestreben zum Schließen eine selbsttätige Anpassung an die Breite der eingelegten Ski vornimmt und die Aufnahmeöffnung für die Skistöcke abzuschließen bestrebt ist.

    [0023] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform in Funktionsstellung. Der Schiebekolben 13 und das Klammervorrichtungshaupt 16 bestehen hier aus Kunststoff. Der eigentliche Skistockhaltebügel 10 mit Greifabschnitt 11 ist ebenso wie die Klammerstäbe 17, 18 aus formsteifem Draht geformt. Dieser wird bei der Herstellung in die Kunststoffstücke eingeformt, die den Schiebekolben 13 und das Klammervorrichtungshaupt 16 bilden. Aus Fig. 5 ist klar zu erkennen, daß die Klammerstäbe 17, 18 in Durchbrechungen des Schiebekolbens 13 geführt sind und ebenso der Skistockhaltebügel 10 in einer Durchbrechung des Klammervorrichtungshauptes 16. Auf diese Weise kann durch Betätigen des Schiebekolbens die Vorrichtung aus der in der Figur gezeigten . Funktionslage in eine zusammengeschobene Lage mit erheblich kleinerem Flächenbedarf überführt werden. Es genügt dazu, mit den Fingern der einen Hand das Klammervorrichtungshaupt 16 zu ergreifen und mit den Fingern der anderen Hand den Schiebekolben 13 in Richtung auf die Abkröpfungen 21, 22 an den Klammerstäben zu bewegen.

    [0024] Die Figur zeigt die Vorrichtung jedoch in Funktionslage mit zwischen den Klammerstäben 17, 18 erfaßten Ski 19, 20 und vom Greifabschnitt 11 des Skistockhaltebügels 10 übergriffenen Skistöcken 28, 29.

    [0025] Die Vorrichtung ist zusätzlich mit einer Schiebestange 30 versehen. Die Schiebestange 30 hat quadratischen Querschnitt und ist in quadratischen Durchbrechungen des Klammervorrichtungshauptes 16 und des Schiebekolbens 13 verschieblich geführt. Sie liegt auf diese Weise parallel zum Führungsabschnitt 12 des Skistockhaltebügels 10, aber auf der diesem gegenüberliegenden Seite der Klammervorrichtung. Die Schiebestange 30 ist so geeignet, den Freiraum zwischen dem freien Ende des Greifabschnittes 11 des Skistockhaltebügels 10 und dem Klammervorrichtungshaupt 16 wahlweise freizugeben oder zu überbrücken. Die Schiebestange 30 weist überdies an ihrem dem Greifabschnitt zugekehrten Ende eine Öffnung kreisrunden Querschnittes für den Eingriff des freien Endes des Greifabschnittes 11 auf (in der Figur nicht zu sehen), sowie einen Anschlagkopf 31, durch den die Bewegung der Schiebestange in Richtung weg vom freien Ende des Greifabschnittes 11 begrenzt ist: Dem Anschlagkopf entspricht eine entsprechende Anschlagfläche 32 am Klammervorrichtungshaupt. Die Funktion der Schiebestange ist folgende: .

    [0026] Fig. 14 zeigt eine etwas abgewandelte Ausführungsform der Skitragevorrichtung. Hier ist auf den Skistockhaltebügel zwischen der Führungshülse 40 und dem Anschlag 41 eine Druckfeder 50 aufgesetzt. Der Anschlag 41 weist in den Freiraum im Innern der Klammervorrichtung 15. Werden die Ski nach dem Lösen der Skitragevorrichtung vom Skistock 48 zusammengelegt und die Klammervorrichtung aufgedrückt, wobei die schrägen Flächen der als Abkröpfung dienenden Nasen diesen Vorgang erleichtern, so treffen die Ski auf den Anschlag 41 auf und drücken diesen und damit den gesamten Skistockhaltebügel 10 selbsttätig gegen die Wirkung der Feder 50 nach oben in die Funktionsstellung (vgl. Fig. 9). Nach dem Entnehmen der Ski kehrt die Skitragevorrichtung selbsttätig wieder in die in Fig. 14 gezeigte Stellung zurück.

    Bezugszeichenaufstellung



    [0027] 

    10 Skistockhaltebügel

    11 Greifabschnitt

    12 Führungsabschnitt

    13 Schiebekolben

    14 Durchbrechungen

    15 Klammervorrichtung

    16 Klammervorrichtungshaupt

    17 Klammerstäbe

    18 Klammerstäbe

    19 Ski

    20 Ski

    21 Abkröpfungen

    22 Abkröpfungen

    23 Durchbohrungen

    24 Halter

    25 Reiber

    26 Feder

    27 Führungsstange

    28 Skistöcke

    29 Skistöcke

    30 Schiebestange

    31 Anschlagkopf

    32 Anschlagfläche

    33 Bügelstab

    34 Greifbacken

    35 Greifbacken

    36 Drehgelenk

    37 Gummimuffe

    38 Gummimuffe

    39 Drehgelenk

    40 Führungshülse

    41 Anschlag

    42 Skispitze

    43 Langlaufski

    44 Skioberfläche

    45 Befestigungselemente

    48 Skistock

    49 Skistock-Anklammervorrichtung

    50 Druckfeder




    Ansprüche

    1. Skitragevorrichtung zum Tragen eines Paares zusammengelegter Ski, insbesondere mit Hilfe der Ski-' stöcke, gekennzeichnet durch einen zum Übergreifen der Skistöcke bestimmten Skistockhaltebügel (10) und eine zum Erfassen der Ski bestimmte U- oder O-förmige Skiklammervorrichtung (15), wobei Skistockhaltebügel und Skiklammervorrichtung miteinander in einer Schiebeführung (14, 23; 40) oder einem Drehgelenk beweglich verbunden sind.
     
    2. Skitragevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Skistockhaltebügel aus einem Greifabschnitt (11) in Form eines Hakens und einem daran anschließenden geradlinigen Führungsabschnitt (12) besteht, der in eine Schiebeführung (23) der Skiklammervorrichtung (15) eingreift, neben der er bei zusammengeschobener Skitragevorrichtung zu liegen kommt, und der an seinem vom Greifabschnitt abliegenden Ende einen das Ausziehen des Skistockhaltebügels begrenzenden Anschlag (13; 41) aufweist.
     
    3. Skitragevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Skiklammervorrichtung (15) aus zwei unter Abstand voneinander parallelen Klammerstäben (17, 18) besteht, die an einem Ende durch ein quer erstrecktes Klammervorrichtungshaupt (16) verbunden sind und am anderen Ende jeweils mit einer Abkröpfung (21, 22) versehen sind, die in Richtung auf den anderen Klammerstab hinweist.
     
    4. Skitragevorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag ein quer zum Führungsabschnitt (12) des Skistockhaltebügels (10) und quer zu den Klammerstäben (17, 18) erstreckter Schiebekolben (13) ist, den die beiden Klammerstäbe in Durchbrechungen (14) durchsetzen, während der Führungsabschnitt (12) eine Durchbrechung (23) des Klammervorrichtunghauptes (16) durchsetzt.
     
    5. Skitragevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Skistockhaltebügel (10) und Skiklammervorrichtung (15) eine - Feder (26) eingesetzt ist, gegen deren Wirkung diese in Funktionslage gebracht sind und unter deren Wirkung beide Teile in der Ruhelage zumindest nahezu deckungsgleich liegen.
     
    6. Skitragevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Klammervorrichtung zusätzlich eine Schiebestange (30) vorgesehen ist, die parallel zum Führungsabschnitt (12) des Skistockhaltebügels (10), aber auf der diesem gegenüberliegenden Seite der Klammervorrichtung (15) angeordnet ist und in zur Funktionslage ausgeschobenem Zustand den Freiraum zwischen dem freien Ende des Greifabschnitts (11) und dem Klammervorrichtungshaupt (16) überbrückt.
     
    7. Skitragevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebestange (30) an ihrem dem Greifabschnitt (11) zugekehrten Ende eine Öffnung für den Eingriff des freien Endes des Greifabschnittes, sowie einen Anschlagkopf (31) aufweist, der sich in der zusammengeschobenen Ruhelage am Klammervorrichtungshaupt (16) abstützt.
     
    8. Skitragevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifabschnitt (11) und der Führungsabschnitt (12) des Skistockhaltebügels (10) und die Klammerstäbe (17, 18) aus formsteifem Draht, gegebenenfalls Federdraht, der Schiebekolben (13), das Klammervorrichtungshaupt (16) und die Schiebestange (30) aus Kunststoff bestehen.
     
    9. Skitragevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Skitragevorrichtung auf der Skioberfläche durch ein Befestigungselement (45) in Form einer Halteklammer, einer Feder, eines Magneten oder dergleichen gehaltert ist.
     
    10. Skitragevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Skitragevorrichtung am Skistock (48) durch eine Skistock-Anklemmvorrichtung (49), vorzugsweise eine Feder, gehaltert ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht