[0001] Die Erfindung betrifft einen Dorn und eine Hülse für die Aufnahme und Übertragung
einer Querkraft nur in einer Richtung und ihrer Gegenrichtung und für den Ausgleich
von Schub in der hierzu senkrecht stehenden Querrichtung sowie in Längsrichtung, zur
Verbindung von Bauteilen des Hoch- und Tiefbaues wie Dachplatten, Bodenplatten, Decken,
Wänden, Stützen, Stützmauern oder von Teilen hiervon miteinander oder mit anderen
Bauteilen, wofür die Hülse im einen der zu verbindenden Bauteile, der Dorn im anderen
derart einzulassen und zu befestigen ist, daß der Dorn und/oder die Hülse aus dem
betreffenden Bauteil vorsteht und der Dorn die Hülse durchdringt. Die Anwendung betrifft
in erster Linie Bauteile aus Beton, ist aber auch bei anderen Bauteilen möglich.
[0002] Dorn und Hülse dienen bekanntlich dazu, Bauteile gegenseitig in ihrer Ebene zu fixieren,
wozu Dorn und Hülse imstande sein müssen, in der zu dieser Ebene senkrechten Richtung
erhebliche Querkräfte aufzunehmen, während andererseits der Dorn in der Hülse längs
frei verschiebbar sein und bleiben muß, damit sich die Bauteile unter dem Einfluß
wechselnder Temperaturen zwanglos in ihrer Ebene ausdehnen und zusammenziehen können.
Daher müssen Dorn und Hülse korrosionsbeständig sein und es über die von Bauten geforderte
lange Lebensdauer bleiben, weshalb sie meistens aus rostfreiem Stahl bestehen. Dessen
sehr hohe spezifische Belastbarkeit wird vom umgebenden Beton bei weitem nicht erreicht,
weshalb man bisher gezwungen war, Dorn und Hülse in unverhältnismäßig großer Anzahl
einzulassen, um hierdurch die Betonbelastung in der Grenzschicht um die Dorne und
Hülsen herum in zulässigen Grenzen zu halten. Dies bedeutet aber gleichzeitig mangelhafte
Ausnutzung und Vergeudung des kostbaren, rar werdenden Materials, aus dem die Dorne
und Hülsen bestehen, und Verschwendung von Arbeitszeit.
[0003] Damit benachbarte Bauteile hinreichend genau in ihrer Ebene fixiert werden und andererseits
der Dorn in seiner Hülse längs frei verschiebbar ist, wählt man für den Dorn in der
Hülse bekanntlich einen losen Schiebesitz mit weniger als 1 mm Gesamtspiel ringsum.
Für ihre Verwendung mußte deshalb bisher vorausgesetzt werden, daß sich hiermit zu
verbindende Bauteile in ihrer Ebene längs benachbarten Kanten nicht merklich verschieden
ausdehnen und zusammenziehen ; wo dies mißachtet wurde, kam es zum Klemmen einiger
der Dorne in ihren Hülsen und schließlich zum Ausbrechen des Betons zumindest auf
einige Tiefe an der Bauteilkante. Verschieden große Ausdehnung längs benachbarten
Kanten kann eintreten durch unterschiedliche Temperaturen oder unterschiedliches Material
benachbarter Bauteile, insbesondere wenn deren Länge groß ist, ferner bei ihrer Herstellung,
wenn diese nicht gleichzeitig oder unmittelbar nacheinander erfolgt, weil die Betonmörtelmischungen
bei ihrem Abbinden und Aushärten einem Schrumpfungsprozeß unterliegen. Auf diese Umstände
Rücksicht nehmen zu müssen, hat bisher eine Behinderung der Baukonstruktion mit sich
gebracht und Kosten verursacht.
[0004] Zur Abhilfe sieht die Erfindung vor, daß der Dorn nut in der zur aufzunehmenden oder
zu übertragenden Querkraft senkrecht stehenden Querrichtung in der Hülse einen beiderseitigen
Bewegungsspielraum besitzt, welcher mindestens so groß ist wie die durch unterschiedliche
Ausdehnung und Schrumpfung zwischen den beiden zu verbindenden Bauteilen auftretenden
gegenseitigen Verschiebungen quer zur Achse des Dornes und der Hülse, daß der Dorn
und/oder die Hülse außen im Bereich des einzulassenden Teils und mindestens über einen
dessen äußerem Ende benachbarten Abschnitt mit einer Verstärkung versehen ist, welche
mindestens in der zur aufgenommenen oder übertragenen Querkraft senkrechten Ebene
eine größere Oberfläche aufweist als der durch die Verstärkung überdeckte Abschnitt
des Dornes bzw. der Hülse, und daß die Verstärkung unter der Wirkung der Querkraft
mindestens teilweise elastisch nachgiebiger ist als der Dorn bzw. die Hülse selber.
[0005] Während es hier darum geht, zwei Bauteile, z. B. mit ihren Kanten aneinander angrenzende
Betonplatten, mittels dort eingefügten Dornen und Hülsen in ihrer Ebene gegenseitig
zu fixieren, dient der Gegenstand der Schweizer Patentschrift 596397 einer grundsätzlich
anderen Aufgabe, nämlich aufeinanderliegende Bauteile wie z. B. Untergrund und Belagsplatten
derart zu verbinden, daß letztere auf dem Untergrund in allen Querrichtungen elastisch
verschieblich sind, wozu dort zwischen den verbindenden Dornen und Hülsen weichelastische
Elemente aus Gummi od. dgl. mit Aussparungen eingefügt sind ; dies soll die Übertragung
von Erschütterungen und Schall auf den Untergrund vermindern. Im Gegensatz hierzu
sind die beim Gegenstand der Erfindung zuvor « Verstärkung » genannten Elemente zwischen
Dorn bzw. Hülse und Bauteil eingefügt, und sie sollten im Hinblick auf die ganz andere
Aufgabe der Fixierung der Bauteile in ihrer Ebene sowie der Verminderung der spezifischen
Betonbelastung zweckmäßigerweise nicht dermaßen weichelastisch sein ; sonst würden
sie in ihrem Bereich fast keine Kräfte auf den Bauteil übertragen und diese auf die
restliche Einbaulänge von Dorn und Hülse konzentrieren.
[0006] Derartige Verstärkungen sind auch in der europäischen Patentanmeldung 0 032 105 -
dieses Dokument bildet den einschlägigen Stand der Technik, fällt jedoch unter Artikel
54(3) EPÜ - beschrieben, wo jedoch der Dorn in der Hülse in keiner Querrichtung einen
Bewegungsspielraum besitzt. Sind die Bauteile nicht anderweitig, z. B. durch Stehen
auf einem gemeinsamen Fundament, gegenseitig schon festgelegt, so wird man solche
Dorne und Hülsen zweckmäßigerweise zwischen zwei ausgedehnten Bauteilen in deren Mitte
vorsehen, nach deren Enden hin jedoch Dorne und Hülsen gemäß der Erfindung ; dies
macht die Mitten der Bauteile längs ihrer Trennfuge gegenseitig unverschieblich und
berücksichtigt zugleich unterschiedliche Wärmeausdehnungen.
[0007] Der seitliche Bewegungsspielraum des Dornes in der Hülse, der sich nach ihrem Einbau
demnach in der Bauteilebene in der Richtung der zu verbindenden benachbarten Bauteilkanten
erstreckt, in der Richtung also, in der gegenseitige Verschiebungen durch unterschiedliche
Ausdehnung der Bauteile vorkommen können, kann auf jeder Seite z. B. 10 bis 15 mm
betragen, um den meisten praktisch vorkommenden Verhältnissen Rechnung zu tragen.
Bei sehr ausgedehnten Bauteilen kann man entsprechend große gegenseitige Verschiebungen
dadurch vermeiden, daß man sie gegeneinander unverschiebbar in ihrer Mitte festlegt,
z. B. durch bekannte Dorne und Hülsen ohne derartigen Bewegungsspielraum, während
man von da aus nach den Enden hin Dorne und Hülsen der neuen Art mit gegenseitigem
Bewegungsspielraum in dieser Richtung vorsieht.
[0008] Der Bewegungsspielraum erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des in
die Hülse eintauchenden Dornabschnittes : Daneben wäre eine Variante hiervon immerhin
in Erwägung zu ziehen, bei welcher der Dorn zwar im äußeren Teil der Hülse, nicht
jedoch an seinem Ende in der Hülse den Bewegungsspielraum hat und in dessen Richtung
- zumindest nahe seinem Ende in der Hülse - ein erheblich kleineres Widerstandsmoment
als senkrecht hierzu aufweist, bei gegenseitiger Verschiebung der Bauteile dort also
gebogen wird, wobei die Biegung zweckmäßigerweise im elastischen Bereich bleibt. Die
Verwirklichung könnte u. a. darin bestehen, daß der Dorn an seinem Ende eine Blattfeder
trägt, mit der er am Ende der Hülse eingehängt wird.
[0009] Wirkt eine Querkraft senkrecht zur Ebene der Bauteile auf den vorstehenden Teil des
Dornes, so verteilt sich die Beton-Belastung nicht etwa gleichmäßig über seinen eingelassenen
Teil ; nahe dem inneren Ende ist sie gering, nahe der Bauteilkante steigt sie stark
an mit einer steilen Spitze an der Bauteilkante, während sie dazwischen sogar negativ
ist, also in der Gegenrichtung auftritt. Bei der Hülse tritt eine ähnliche Belastungsverteilung
auf, nur ist der negative Abschnitt nicht so ausgeprägt, weil die Querkraft nicht
außerhalb, sondern in der Hülse noch im Bereich des umgebenden Betons angreift. Diese
Belastungsverteilungen sind ausgesprochen ungünstig, denn sie streben danach, die
Bauteile zu spalten, und vor allem bewirkt die steile Belastungsspitze an der Bauteilkante,
daß dort sehr leicht die zulässige Beanspruchung des Betons überschritten wird und
er dort dann ausbricht, bzw. mit Rücksicht hierauf mußte bisher eine unverhältnismäßig
große Anzahl von Dornen und Hülsen eingelassen werden, während man längst erkannt
hatte, daß eine Vergrößerung des Durchmessers von Dorn und Hülse zu noch schlechterer
Materialausnutzung führen würde und sich zudem meistens im Hinblick auf die begrenzte
Dicke der Bauteile verbietet, die im Kantenbereich durch allzu dicke Dorne und Hülsen
unzulässig geschwächt würden.
[0010] Die naheliegendste, aber nicht die einzige Wirkung der Verstärkung gemäß der Erfindung
besteht nun darin, daß sie gerade dort, wo die größte Belastung auftritt, die die
Kraft übertragende Fläche erheblich vergrößert, also die spezifische Belastung des
Betons vermindert, wozu sie nur den Bereich des Belastungsanstieges nahe der Bauteilkante,
also nur einen relativ kurzen Abschnitt des Dornes oder der Hülse zu überdecken braucht.
[0011] Bei dem Dorn und der Hülse gemäß der Erfindung genügt es, wenn sich die Verstärkung
nur parallel der Bauteilebene, d. h. senkrecht zu der Richtung erstreckt, in welcher
der Dorn und die Hülse Querkräfte aufzunehmen oder zu übertragen vermögen ; aber es
bedeutet keinen Nachteil, wenn die Verstärkung z. B. aus fabrikatorischen Gründen
auch in anderen Richtungen eine gewisse Ausdehnung besitzt.
[0012] Die Verstärkung. braucht nicht aus dem gleichen kostspieligen Material wie Dorn und
Hülse zu bestehen ; vor Korrosion wird sie durch Einbetonieren geschützt, und eine
Forderung bleibender Gleitfähigkeit wie bei Dorn und Hülse besteht bei der Verstärkung
nicht.
[0013] Wesentlich für Wert und Bedeutung der Erfindung ist die Kombination mit dem weiteren
Merkmal, wonach die Verstärkung mindestens teilweise elastisch nachgiebiger als der
Dorn bzw. die Hülse selber ist. Erst hierdurch wird es möglich, die maximale spezifische
Belastung des Betons im kritischen, der Bauteilkante benachbarten Bereich wesentlich
zu vermindern, sogar weit mehr als der Oberflächenvergrößerung entsprechend, und insbesondere
die Belastungsspitze unmittelbar an der Bauteilkante gänzlich abzubauen, während andererseits
hierdurch auch die zwischen Verstärkung und Dorn bzw. Hülse auftretende Belastung
wesentlich vergleichmäßigt und vermindert wird, so daß an die Festigkeitseigenschaften
des für die Verstärkung zu verwendenden Materials keine besonders hohen Anforderungen
gestellt werden müssen und sogar manche Kunststoffe dem genügen, die heute bereits
in einiger Auswahl mit verschiedenen, für den vorliegenden Zweck wertvollen Eigenschaften
verfügbar sind und sich auf einfache Weise auf dem Dorn oder auf der Hülse befestigen
oder um diese gießen lassen. Geeignete Formgebung vermag aber auch Verstärkungen aus
einem metallischen Werkstoff hinreichend nachgiebig zu gestalten.
[0014] Der Effekt läßt sich durch den folgenden Vergleich veranschaulichen : Auf einem Lattenrost
oder auf einem Drahtgitter zu schlafen, ist nicht besonders komfortabel, weil die
spezifische Belastung stellenweise zu groß ist ; Zwischenfügen einer elastisch nachgiebigen
Schicht namens Matratze vermag diesen Übelstand zu beheben. Der Vergleich hinkt aber,
weil, im Gegensatz zum Beton, die Körperoberfläche selber elastisch nachgiebig ist.
Beim Beton genügt ein Einfedern der Verstärkungen um einen kleinen Millimeterbruchteil,
um die Belastung zu vergleichmäßigen und Belastungsspitzen abzubauen, und dies ist
auch mit metallischen Verstärkungen erreichbar, die also nicht etwa dermaßen elastisch
sein müssen, daß sie auf Druck zwischen zwei Fingern durchfedern. Eine geeignete Dimensionierung
läßt sich anhand bekannter Ansätze leicht berechnen oder durch Versuche ermitteln.
[0015] Die Erfindung schließt auch die Möglichkeit ein, die Verstärkung nur auf dem Dorn
oder nur auf der Hülse vorzusehen. Dies kommt dann in Betracht, wenn die beiden betreffenden
Bauteile aus Stoffen mit sehr verschiedenen Festigkeitseigenschaften bestehen ; die
Verstärkung wird man dann in dem Bauteil mit geringerer spezifischer Belastbarkeit
seines Materials anordnen.
[0016] Der Bewegungsspielraum des Dornes in der Hülse quer zur Kraftrichtung bedingt, daß
die Bohrung der Hülse in dieser Richtung beiderseits von ebenen Flächen begrenzt sein
muß. Sieht man dies auch für den Dorn vor, so ergibt sich ein Minimum der spezifischen
Belastung (Flächenpressung) zwischen Dorn und Hülse. Es ist daher vorteilhaft, wenn
der Innenraum der Hülse einen über ihre Länge gleichbleibenden rechteckigen Querschnitt
besitzt und der Dorn wenigstens dort, wo er in die Hülse hineinragt, einen rechteckigen
oder einen einem Rechteck einbeschriebenen Querschnitt besitzt, wozu anzumerken ist,
daß auch ein Quadrat ein Rechteck ist.
[0017] Ein einem Rechteck einbeschriebener Querschnitt findet sich z. B. beim Doppel-T-Profil.
Der Dorn besitzt hiermit in der Richtung, in der er die Querkraft aufzunehmen oder
zu übertragen hat, ein größeres Widerstandsmoment als senkrecht hierzu. Auch ein Dorn
mit rechteckigem Querschnitt, dessen längere Seiten in Kraftrichtung verlaufen, besitzt
diese das Material besser ausnutzende Eigenschaft. Man kann hierdurch Material sparen
oder ohne erheblichen Materialaufwand Dorne mit sehr großem Widerstandsmoment in der
Kraftrichtung erzielen, wie sie vor allem dann von Bedeutung sind, wenn sie einen
relativ großen Abstand zwischen den Bauteilen überbrücken müssen. Dies kommt z. B.
bei der Befestigung von Balkons vor, wenn an der Hauswand zwischen Mauerwerk und Verputz
eine etwa 10cm dicke Isolierschicht eingefügt ist. Eine solche Formgebung für den
Dorn kommt natürlich ebenso auch dann in Betracht, wenn für ihn kein seitlicher Bewegungsspielraum
in der Hülse, wohl aber in der einen Richtung weit überwiegende Querkräfte vorgesehen
sind.
[0018] Damit der Dorn in der Hülse trotz seines seitlichen Bewegungsspielraumes in dieser
beim Einbau sich zentriert und bis zum Erhärten des Mörtels zentriert bleibt, ist
es zweckmäßig, den beiderseitigen Bewegungsspielraum mit Beilagen aus Schaumstoff
auszufüllen. Hierzu kann man Schaumstoffstreifen in die Hülse einkleben oder Streifen
aus Hartschaum in sie einschieben. Geeignete Schaumstoffe und Hartschäume lassen sich
auf ein sehr kleines Restvolumen zusammendrücken und bewirken daher praktisch keine
Verminderung des Bewegungsspielraumes.
[0019] Zwar besitzt der Dorn in der Kraftrichtung ein nur geringes Spiel in der Hülse, so
daß er sich darin nur wenig verkanten kann, doch genügte die kleinste Verkantung beim
Einbau, damit sich die Kraft nicht mehr auf die ganze Fläche verteilt. sondern nur
noch auf die anliegende Kante wirkt. Zwar ist zu erwarten, daß sich der Dorn - sofern
er an zweiter Stelle eingebaut wird, sonst gilt dies für die Hülse - dank seines Gewichts
mit der die Kraft übertragenden Fläche in der Hülsenbohrung satt anlegen wird, aber
dies trifft nur dann zu, wenn diese Fläche horizontal anstatt vertikal verläuft ;
ferner sind Einwirkungen seitens des Mörtels beim Erhärten evtl. nicht ganz auszuschließen,
weil dieser keine homogene Masse darstellt. Will man Bedenken dieser Art begegnen,
so kann man den Dorn so weit, wie er einzulassen ist, mit einem Gehäuse umgeben, in
dem er drehbar gelagert ist ; die Verstärkung wird dann auf dem Gehäuse angebracht.
Der Dorn dreht sich dann auch später, nach dem Einbau, unter der Wirkung der Querkraft
ohne weiteres in die Lage entsprechend sattem Anliegen in der Hülse.
[0020] Die Verstärkung, die sich im Hinblick auf die hier eindeutig vorgegebene Kraftrichtung
nur quer zu dieser zu erstrecken braucht, so daß der Vorteil einer nur minimalen Schwächung
des Bauteils gegeben ist, besteht im einfachsten Falle aus je einem Flügel beiderseits
am Dorn oder an der Hülse oder aus einer Platte darüber oder darunter. Im letzteren
Falle ist die Befestigung einfacher zu bewerkstelligen, wenn die Verstärkung aus einem
metallischen Werkstoff besteht, z. B. durch Punktschweißen. Auch zwei Flügel auf jeder
Seite oder je eine Platte darüber und darunter kommen in Betracht und verteilen die
Kraft bei gleicher Ausladung auf mehr Fläche. Die Verstärkung kann aber auch außen
kubisch, zylindrisch, kegelstumpfförmig, pyramidenstumpfförmig oder mit Rippen versehen
sein und den von ihr überdeckten Dorn- oder Hülsenabschnitt ganz oder teilweise umgeben.
Kegelstumpf- und pyramidenstumpfförmige Verstärkungen ordnet man im Hinblick auf das
Belastungsmaximum an der Bauteilkante so an, daß sich dort ihre größte Ausladung befindet,
sofern man optimale Materialausnutzung anstrebt.
[0021] Die Verstärkung kann einheitlich aus Metall oder aus einem elastischen Material z.
B. in Form von Kunststoff mit oder ohne Füllmittel oder von Mörtel auf Zementbasis
mit oder ohne Kunststoff bestehen oder aus verschiedenen solchen Werkstoffen aufgebaut
sein, z. B. indem der Dorn bzw. die Hülse eine metallische Verstärkung trägt, die
mit dem elastischen Material belegt ist, oder indem sie unter einer Verstärkung aus
elastischem Material eine Verdickung aufweisen, die dann nicht besonders nachgiebig
zu sein braucht. Zur Befestigung der Verstärkung auf dem Dorn oder der Hülse kommen,
neben dem Schweißen bei Metallen, verschiedene bekannte Technologien in Betracht,
u. a. das Kleben, und Kunststoffe wie Epoxydharz mit Härter und Füllmittel kann man
um den Dorn oder die Hülse auch gießen.
[0022] Weil die Querbelastung grundsätzlich anschließend ans äußere Ende des eingelassenen
Teils von Dorn und Hülse am größten ist und dann weiter hinten stark abnimmt, hätte
es keinen Zweck, Dorn und Hülse unverhältnismäßig tief einzulassen und entsprechend
lang auszuführen ; die Belastung würde dann nicht mehr über eine größere Länge verteilt,
und es entstünde unnützer Aufwand an teurem Material. Versuche unter den verschiedensten
Bedingungen haben gezeigt, daß die Länge des einzulassenden Teils von Dorn und Hülse
dann optimal bemessen ist, wenn sie ungefähr gleich dem Siebenfachen des Dorndurchmessers
ist. Die optimale Länge der Verstärkung läßt sich nicht einfach im Verhältnis zum
Dorndurchmesser angeben, weil hierfür auch die übrigen Abmessungen, die Form und die
Materialeigenschaften der Verstärkung selber eine Rolle spielen ; bei üblichen Dorndurchmessern
und verschiedenen geeigneten Verstärkungen ergaben Versuche eine optimale Länge von
5 bis 11 cm, was im übrigen um so weniger kritisch ist, je besser das Merkmal der
Nachgiebigkeit erfüllt ist. Bei diesen Angaben beziehen sich die kleineren Werte auf
die Hülsen und ihre Verstärkungen, was damit zusammenhängen dürfte, daß die Hülsen
gemäß der Erfindung quer zur Kraftrichtung selber schon erheblich breiter sind als
die Dorne.
[0023] Auf der Verstärkung des Dornes oder auf der Hülse kann am äußeren Ende des einzulassenden
Teils ein Befestigungsflansch angebracht sein, der im Baufach « Nagelplatte » genannt
wird. In diesem Zusammenhang erscheint es angebracht, auf den Einbau des Dornes und
der Hülse einzugehen, zumal deren Gestaltung hierdurch mitbestimmt ist ; hierfür sei
angenommen, daß die in einem ersten Bauteil an seiner Kante einzulassenden Hülsen
je einen Befestigungsflansch tragen, und daß in einem zweiten, benachbarten Bauteil
die entsprechenden Dorne einzulassen sind. Man stellt die Verschalung des ersten Bauteils
her, nagelt die Hülsen an den vorgesehenen Stellen mit ihren Befestigungsflanschen
von innen gegen die Verschalung, bringt ggf. die Armierung und sodann den Betonmörtel
ein und entfernt nach dessen Abbinden die Verschalung. Dann steckt man die zugehörigen
Dorne in die einbetonierten Hülsen, stellt Fugenisolation und Verschalung für den
zweiten Bauteil her, bringt ggf. die Armierung und sodann den Betonmörtel ein und
entfernt nach dessen Abbinden die Verschalung. Schließt sich an den zweiten Bauteil
ein weiterer, mit Dornen und Hülsen zu verbindender Bauteil an, so bringt man in der
diesem benachbarten Verschalungsseite des zweiten Bauteils die vorgesehenen Hülsen
wie zuvor beschrieben an, und das Einbauverfahren setzt sich entsprechend fort.
[0024] Wieviele Dorne und Hülsen einzubauen bzw. in welchen Abständen sie anzuordnen sind,
dies anhand der Belastung und des Fugenspiels jeweils zu entscheiden, ist Sache der
Baustatiker. Dagegen kann hier die Regel angegeben werden, daß die Betonschicht-Dicke
rings um den Dorn oder die Hülse mindestens viermal so groß wie der Dorndurchmesser
sein soll. Muß dieser Wert unterschritten werden, so empfiehlt es sich, zur Verteilung
der Beton-Beanspruchung über einen größeren Abschnitt, vorbeugend gegen Aufspalten
und Ausbrechen des Bauteils an seiner Kante, eine Stützarmierung einzubauen.
[0025] Damit Zementmilch und andere Fremdkörper nicht eindringen können, ist es zweckmäßig,
wenn die äußere Öffnung der Hülse oder des Befestigungsflansches eine nach dem Einbau
leicht entfernbare Abdeckung aufweist, z. B. eine aufgeklebte Folie, und wenn die
Hülsenbohrung am anderen Ende verschlossen ist.
[0026] Im Rahmen des Erfindungsgedankens besteht auch die Möglichkeit, in beiden zu verbindenden
Bauteilen je eine Hülse von der neuen Art einzulassen und den Dorn dazwischen einzustecken.
Er hat dann in jeder der beiden Hülsen einen seitlichen Bewegungsspielraum senkrecht
zur Querkraftrichtung, was diesen gegenüber der vorstehend beschriebenen Anordnung
mit dem Dorn im einen und der Hülse im anderen Bauteil ungefähr verdoppelt, wenn die
Bohrungen der Hülsen dieselbe Breite besitzen. Man kann die Anordnung mit zwei Hülsen
aber auch dazu benutzen, sie senkrecht zur Querkraftrichtung schmaler auszuführen
und damit denselben Bewegungsspielraum des Dornes zu erzielen wie mit einer breiten
Hülse.
[0027] Auch die Möglichkeit, den Dorn an seinem Ende in der Hülse festzulegen, liegt im
Rahmen des Erfindungsgedankens. Der Dorn ist dann innerhalb seines Bewegungsspielraumes
elastisch nachgiebig und wirkt gegenseitigen Verschiebungen der Bauteile in dieser
Richtung mit einer den Verschiebungen proportionalen Kraft entgegen.
[0028] Anhand der beigefügten Zeichnungen, Fig. 1 bis 30, werden nun einige Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
[0029] Ein erstes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1 bis 6 dargestellt, mit Fig. 1, 2 und
5 für die Hülse in Seiten-, Front- und perspektivischer Ansicht, und mit Fig.3, 4
und 6 entsprechend für den Dorn. Eine Hülse 21, hinten verschlossen mit einem Deckel
21', trägt oben und unten je eine plattenförmige Verstärkung 61 und 61', die einander
gleichen, sowie einen zweiteiligen Befestigungsflansch 17, 17'; mit K ist die Lage
der Bauteilkante für den Einbau angedeutet, und 19 bezeichnet Schaumstoffbeilagen
zur Zentrierung des Dornes beim Einbau. Ein zugehöriger Dorn 1 von quadratischem Querschnitt
trägt oben und unten je eine plattenförmige Verstärkung 41 und 41', die einander gleichen.
Die Kanten der Verstärkungen 41, 41', 61, 61' könnten auch abgerundet oder abgeschrägt
ausgeführt sein, damit im Beton der Übergang von belastetem zu unbelastetem Querschnitt
sanfter erfolgt und der beiderseits zwischen die plattenförmigen Verstärkungen eingedrungene
Beton geringerer Beanspruchung auf Abscheren ausgesetzt ist.
[0030] Fig. 6a und 6b veranschaulichen Alternativen zu dem in Fig. dargestellten Dorn hinsichtlich
Ausbildung seiner Verstärkungen. Die Verstärkungen 41 b, 41 b' sind an der Bauteilkante,
wo das Belastungsmaximum auftritt, breiter. Theoretisch weniger gut mag die Verbreiterung
der Verstärkungen 41a, 41a' am entgegengesetzten Ende sein ; immerhin trägt diese
Verbreiterung auch noch etwas zur Beton-Entlastung an der Bauteilkante bei. Im Beton
eingelassene Teile müssen nicht immer mit einer Verankerung versehen sein, damit sie
sich nicht herausziehen lassen. Wegen der Härtungsschrumpfung des Betons werden eingelassene
Teile jedoch ringsum sehr fest eingespannt.
[0031] Fig. 7 unterscheidet sich von Fig. 5 nur dadurch, daß Verstärkungen und Befestigungsflanschteile
zu Einheiten 62, 62' zusammengefaßt sind und aus je einem Stück Winkelprofil an einer
Hülse 22 bestehen ; Fig. 8 zeigt das Entsprechende mit Winkelprofilen 42, 42' an einem
zugehörigen Dorn 2.
[0032] Auf dem zweiten Zeichnungsblatt sind jeweils Dorne 3 bis 10 und zugehörige Hülsen
23 bis 30 übereinander in Frontansicht für weitere Ausführungsformen dargestellt,
wobei es in erster Linie um verschieden ausgebildete Verstärkungen geht.
[0033] In Fig. 9 und 10 sind Verstärkungen 43, 43', 63, 63' nach innen zu stark abgeschrägt,
was dem nach dem Einbau dazwischen befindlichen Beton einen größeren Übergangsquerschnitt
und damit weniger Beanspruchung auf Abscheren bietet. Dies ist ebenso aus Fig. 11
und 12 ersichtlich, wo Verstärkungen 44, 44', 64, 64' aus abgewinkelten Blechen bestehen
und daher noch etwas nachgiebiger sind, sowie aus Fig. 13 und 14, wo Verstärkungen
45, 45', 65, 65' außen geriffelt sind.
[0034] Bei der Ausführung gemäß Fig. 15 und 16 bilden an den Enden eingebogene und dort
befestigte Bleche 46, 46', 66, 66' Verstärkungen, die am meisten nachgiebig in der
Mitte sind, wo die größte Belastung auftritt, so daß sie gerade dort den Beton am
meisten entlasten. Dies ist zwar nicht der Fall bei ebenfalls an den Enden eingebogenen
Blechen 48, 48', 68, 68' als Verstärkungen gemäß Fig. 19 und 20, aber sie lassen sich
leichter befestigen, z. B. durch Punktschweißen, und ihre besonders große Nachgiebigkeit
gegenüber dem nach dem Einbau zwischen den eingebogenen Enden befindlichen Beton ist
ein weiterer Vorteil.
[0035] Nach Fig. 17 und 18 bestehen die Verstärkungen aus wenig nachgiebigen Platten 47,
47', 67, 67', umgeben von nachgiebigen Polstern 47a, 47a'. 67, 67a' z. B. aus Kunststoff.
[0036] Fig. 21 und 22 zeigen eine besonders einfache Ausführungsform mit beiderseits je
einem Flügel 49, 49', 69, 69' als Verstärkung ; Fig. 23 und 24 stellen das Entsprechende
dar mit Flügeln 50, 50', 70, 70' als Verstärkung mit größerer Nachgiebigkeit.
[0037] Besonderer Erwähnung bedürfen die Dorne 6 und 10 in Fig. 15 bzw. 23. Beide Dorne
weisen in der Lastrichtung, die bei allen Figuren in vertikaler Richtung angenommen
ist, ein größeres Widerstandsmoment als quer dazu auf ; dies kann man zum Materialsparen
unter Verringerung des Widerstandsmoments in der anderen Richtung ausnutzen, wo es
nicht in dem Maße benötigt wird, oder zur Erhöhung des Widerstandsmoments in Lastrichtung
ohne allzu viel Material-Mehrverbrauch z. B. für den Fall, daß man größere Abstände
zwischen den Bauteilen überbrücken muß.
[0038] In der Ausführung nach Fig. 25 bis 27 ist auf eine Hülse 31 und auf einen Dorn 11
je eine kubische, quer zur Lastrichtung breiter gehaltene Verstärkung 51, 71 aufgebracht,
z. B. durch Umgießen mit einem Kunstharz, das bei der Hülse gleichzeitig Befestigungsflanschteile
18, 18' festhält. Am Beispiel des Dornes 11 ist in Fig. 27 in Schnittdarstellung gezeigt,
daß er eine Verdickung 16 tragen kann, welche in der Nachbarschaft der Bauteilkante
K die spezifische Belastung an der Innenfläche der Verstärkung 51 vermindert. Auch
die Hülse 31 könnte man mit einer entsprechenden Verdickung versehen, aber weil die
Hülse quer zur Lastrichtung ohnehin breiter und damit großflächiger ist, wird sich
dies bei ihr meistens erübrigen.
[0039] Gemäß Fig. 28 ist zu dem zuvor beschriebenen Zwecke ein Dorn 13 in seinem einzulassenden
Teil zylindrisch gestaltet und in einem Gehäuse 14 drehbar gelagert, das am Ende mit
einem Deckel 14' verschlossen ist. Der herausragende Teil 13' des Dornes besitzt dagegen
quadratischen Querschnitt. Damit der Dorn nicht aus dem Gehäuse herausrutscht, ist
er mit einem Einstich versehen, in welchen ein am Gehäuse befestigter Bolzen 15 eingreift.
Eine Verstärkung 53 z. B. von der in Fig. 26 dargestellten Art ist am Gehäuse 14 befestigt.
[0040] Fig. 29 und 30 knüpfen an Fig. 7 und 8 an ; Verstärkungen 52, 52', 72, 72', mehrfach
verrippt und gleichzeitig Befestigungsflansche bildend, sind auf einer Hülse 32 bzw.
auf einem Dorn 12 angebracht und bestehen einfach aus U-Profilabschnitten.
1. Dorn (1-13) und Hülse (21-32) für die Aufnahme und Übertragung einer Querkraft
nur in einer Richtung und ihrer Gegenrichtung und für den Ausgleich von Schub in der
hierzu senkrecht stehenden Querrichtung sowie in Längsrichtung, zur Verbindung von
Bauteilen des Hoch- und Tiefbaues wie Dachplatten, Bodenplatten, Decken, Wänden, Stützen,
Stützmauern oder von Teilen hiervon miteinander oder mit anderen Bauteilen, wofür
die Hülse (21-32) im einen der zu verbindenden Bauteile, der Dorn (1-13) im anderen
derart einzulassen und zu befestigen ist, daß der Dorn (1-13) im anderen derart einzulassen
und zu befestigen ist, daß der Dorn (1-13) und/ oder die Hülse (21-32) aus dem betreffenden
Bauteil vorsteht und der Dorn (1-13) die Hülse (21-32) durchdringt, wobei der Dorn
(1-13) nur in der zur aufzunehmenden oder zu übertragenden Querkraft senkrecht stehenden
Querrichtung in der Hülse (21-32) einen beiderseitigen Bewegungsspielraum besitzt,
welcher mindestens so groß ist wie die durch unterschiedliche Ausdehnung und Schrumpfung
zwischen den beiden zu verbindenden Bauteilen auftretenden gegenseitigen Verschiebungen
quer zur Achse des Dornes und der Hülse, und der Dorn (1-13) und/ oder die Hülse (21-32)
außen im Bereich des einzulassenden Teils und mindestens über einen dessen äußerem
Ende benachbarten Abschnitt mit einer Verstärkung (41-53, 61-72) versehen ist, welche
mindestens in der zur aufgenommenen oder übertragenen Querkraft senkrechten Ebene
eine größere Oberfläche aufweist als der durch die Verstärkung überdeckte Abschnitt
des Dornes bzw. der Hülse, und wobei die Verstärkung (41-53, 61-72) unter der Wirkung
der Querkraft mindestens teilweise elastisch nachgiebiger ist als der Dorn bzw. die
Hülse selber.
2. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der Hülse
(21-32) einen über ihre Länge gleichbleibenden rechteckigen Querschnitt besitzt, und
daß der Dorn (1-12) wenigstens dort, wo er in die Hülse hineinragt, einen rechteckigen
oder quadratischen oder einen einem Rechteck oder Quadrat einbeschriebenen Querschnitt
besitzt.
3. Dorn und Hülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (6,
10) in der Richtung, in der er die Querkraft aufzunehmen oder zu übertragen hat, ein
größeres Widerstandsmoment besitzt als in der hierzu senkrecht stehenden Querrichtung.
4. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der beiderseitige Bewegungsspielraum
des Dornes (1-12) in der Hülse (21-32) mit Beilagen aus Schaumstoff (19) ausgefüllt
ist.
5. Dorn und Hülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (13)
so weit, wie er einzulassen und zu befestigen ist, von einem Gehäuse (14) umgeben
ist, in dem er drehbar gelagert ist, und daß die Verstärkung (53) auf dem Gehäuse
angebracht ist.
6. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung die
Form von mindestens je einem Flügel (49, 50, 69, 70) beiderseits oder mindestens einer
ebenen oder anders geformten Platte (41-48, 61-68) in Richtung quer zur aufzunehmenden
oder zu übertragenden Querkraft aufweist.
7. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (51,
52, 71, 72) außen kubisch, zylindrisch, kegelstumpfförmig, pyramidenstumpfförmig oder
mit Rippen versehen ist und den von ihr überdeckten Abschnitt ganz oder teilweise
umgibt.
8. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung
(41-46, 48-53, 61-66, 68-72) einheitlich aus einem Metall oder aus einem elastischen
Material in Form von Kunstharz mit oder ohne Füllstoff oder von Mörtel auf Zementbasis
mit oder ohne Kunststoff besteht, oder daß die Verstärkung (47, 47a, 67, 67a) aus
verschiedenen solchen Werkstoffen aufgebaut ist.
9. Dorn und Hülse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (7) und/oder
die Hülse (27) eine metallische Verstärkung (47, 67) tragen, die mit einer Schicht
(47a, 67a) aus dem elastischen Material überzogen ist, oder daß sie unter einer Verstärkung
(51) aus dem elastischen Material eine Verdickung (16) aufweisen.
10. Dorn und Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihr einzulassender
Teil eine Länge aufweist, welche ungefähr gleich dem Siebenfachen des Dorndurchmessers
ist, und daß die Verstärkung (41-53, 61-72) in der Richtung parallel zur Achse des
Dornes bzw. der Hülse 5 bis 11 cm lang ist.
1. Mandrel (1-13) and sleeve (21-32) for holding and transmission of a transverse
force in only one direction and its opposite direction and for the compensation of
thrust in the hereof vertical situated cross direction as well as in longitudinal
direction, for the connecting of construction units in building and below grade construction
like roof purlins, base plates, ceilings, walls, supports, retaining walls or parts
thereof together or with other construction units, for which the sleeve (21-32) in
one of the construction units to be connected, the mandrel (1-13) in the other one
have to be connected and fixed in such a manner, that the mandrel (1-13) and/or the
sleeve (21-32) protrudes of the construction unit referred to on the mandrel (1-13)
penetrates the sleeve (21-32) at which the mandrel (1-13) has on both sides a movement
clearance only in the for holding or transmitting transverse force vertically standing
cross direction in the sleeve (21-32), which is at least as big as by the different
extensions and contractions between both of the construction units to be connected,
occurring mutual displacements across of mandrel and sleeve, and the mandrel (1-13)
and/or the sleeve (21-32) outside in the area of the connecting part and at least
over one of its external end neighbouring section is equipped with a reinforcement
(41-53, 61-72), which at least in the plane vertical to the received or transmitted
transverse force has a bigger surface than the section of the mandrel or the sleeve,
covered by the reinforcement, and at which the reinforcement (41-53, 61-72) under
the effect of the transverse force is at least partly more elastic than the mandrel
resp. the sleeve itself.
2. Mandrel and sleeve following application 1, characterized through that the interior
of the sleeve (21-32) dispose of a rectangled section, constant over the whole length
and that the mandrel (1-12) at least where it is put into the sleeve, has a rectangled
or quadratic section or a section which is inscribed in rectangle or a square.
3. Mandrel and sleeve, following application 1 or 2, characterized through that the
mandrel (6, 10) in the direction in which it has to receive or transmit the transverse
force has a bigger moment of resistance than in the hereto vertical standing cross
direction.
4. Mandrel and sleeve, following application 1, characterized through that the movement
clearance on both sides of the mandrel (1-12) in the sleeve (21-32) is filled with
enclosures of aerated plastic material.
5. Mandrel and sleeve, following application 1 or 2, characterized through that the
mandrel (13) as far as it is to be connected or fixed, is surrounded by a housing
(14) in which it is pivoted and that the reinforcement (53) is fitted on the housing.
6. Mandrel and sleeve, following application 1, characterized through that the reinforcement
disposes of the form of at least ever one wing (49, 50, 69, 70) on both sides or at
least on flat or otherwise formed plate (41-48, 61-68) in the direction of the transverse
force to be received or transmitted.
7. Mandrel and sleeve, following application 1, characterized through that the reinforcement
(51, 52, 71, 72) is outside cubic, cylindrical, in form of a truncated cone or a truncated
pyramid or equipped with fins and surrounds the segment overlapped of it completely
or partly.
8. Mandrel and sleeve, following application 1, 6 or 7, characterized through that
the reinforcement (41-46,48-53,61-66,68-72) consists uniformly of a metal or an elastic
material in form of synthetic resin with or without filler or of mortar on cement
basis with or without plastic or that the reinforcement (47, 47a, 67, 67a) is composed
of different such construction materials.
9. Mandrel and sleeve, following application 8, characterized through that the mandrel
(7) and/or the sleeve (27) carry a metallic reinforcement (47, 67) which is coated
with a layer (47a, 67a) of that elastic material or that they have a thickening (16)
of the elastic material under a reinforcement (51).
10. Mandrel and sleeve, following application 1, characterized through that its connecting
part has a length, which is approximately the sevenfold of the mandrel diameter and
that the reinforcement (41-53, 61-72) has a length of 5 to 11 cm in the direction
parallel to the axis of the mandrel resp. the sleeve.
1. Mandrin (1-13) et douille (21-32) destinés à recevoir et à transmettre une force
transversale seulement dans une direction et dans son sens contraire, et à la compensation
d'une poussée dans un sens transversal orienté à la verticale par rapport à la poussée
ainsi que dans le sens longitudinal, destinés à relier des éléments de construction
du bâtiment et du génie civil tels que plaques de toitures, plaques de planchers,
plafonds, murs, colonnes d'appui, murs de soutènement ou des parties de ceux-ci, entre
eux et avec d'autres éléments de construction, la douille (21-32) devant être encastrée
et fixée à cet effet dans un des éléments de construction, le mandrin (1-13) dans
l'autre, et cela de telle façon que le mandrin (1-13) et/ou la douille (21-32) fasse
saillie hors de l'élément de construction en question et que le mandrin (1-13) passe
à travers la douille (21-32), le mandrin (1-13) n'ayant un jeu de mobilité bilatéral
dans la douille (21-32) que dans le sens transversal orienté à la verticale par rapport
à la force transversale à recevoir ou à transmettre, le jeu étant au moins aussi grand
que les translations réciproques qui se manifestent du fait des dilatations et des
retraits variables entre les éléments de construction à relier entre eux et cela transversalement
à l'axe du mandrin et de la douille, et que le mandrin (1-13) et/ou la douille (21-32)
soient dotés d'un renforcement (41-53, 61-72) placé à l'extérieur dans la zone de
la pièce à encastrer et au moins par-dessus une section voisine de son extrémité extérieure,
le renforcement ayant au moins une surface plus grande dans le plan vertical par rapport
à la force transversale à recevoir ou à transmettre, surface plus grande que la section
du mandrin resp. de la douille recouverte par le renforcement, et que le renforcement
(41-53, 61-72) ait au moins en partie une déformabilité élastique plus grande sous
l'effet de la force transversale que le mandrin resp. la douille même.
2. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, caractérisés en ce que le volume
intérieur de la douille (21-32) ait une section rectangulaire dont la section soit
constante sur sa longueur et que le mandrin (1-12) ait une section rectangulaire ou
carrée, ou une section inscrite dans un rectangle ou un carré, au moins à l'endroit
où il pénètre à l'intérieur de la douille.
3. Mandrin et douille conformes à la revendication 1 ou 2, caractérisés en ce que
le mandrin (6, 10) ait un couple de résistance plus grand dans le sens dans lequel
il doit recevoir ou transmettre la force transversale que dans celui du sens transversal
orienté à la verticale par rapport à la force transversale.
4. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, caractérisés en ce que le jeu
de mobilité bilatéral du mandrin (1-12) dans la douille (21-32) est rempli d'inserts
en produit alvéolaire (19).
5. Mandrin et douille conformes à la revendication 1 ou 2, caractérisés en ce que
le mandrin (13) est entouré d'un boîtier sur une distance égale à celle de l'encastrement
et de la fixation, boîtier dans lequel il loge de manière permettant la rotation et
que le renforcement (53) soit monté sur le boîtier.
6. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, caractérisés en ce que le renforcement
ait la forme d'au moins une aile (49, 50, 69, 70) des deux côtés ou d'au moins une
plaque de forme plane ou autre (41-48, 61-68) dans le sens trans- ' versai par rapport à la force transversale à recevoir ou à transmettre.
7. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, caractérisés en ce que le renforcement
(51, 52, 71, 72) ait une .forme cubique, cylindrique, tronconique, pyramidal tronqué
ou soit doté de nervures et que ce renforcement entoure la section recouverte en totalité
ou en partie.
8. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, 6 ou 7, caractérisés en ce que
le renforcement (41-46. 48-53, 61-66, 68-72) soit uniformément en un seul métal, ou
en matériau élastique sous forme de résine synthétique avec ou sans matière de charge,
ou soit composé de mortier à base de ciment avec ou sans matière plastique, ou que
le renforcement (47, 47a, 67, 67a) soit constitué de différents de ces matériaux.
9. Mandrin et douille conformes à la revendication 8, caractérisés en ce que le mandrin
(7) et/ou la douille (27) portent un renforcement métallique (47, 67) qui est revêtu
d'une couche (47a, 67a) de matériau élastique, ou qu'ils présentent un épaississement
(16) en matériau élastique sous un renforcement (51).
10. Mandrin et douille conformes à la revendication 1, caractérisés en ce que leur
partie à encastrer ait une longueur qui soit approximativement le septuple du diamètre
du mandrin et que le renforcement (41-53, 61-72) ait une longueur de 5 à 11 cm dans
le sens qui est parallèle à l'axe du mandrin resp. de la douille.