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EP 0 059 238 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.01.1986 Patentblatt 1986/05 |
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Anmeldetag: 16.10.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H01J 35/16 |
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Röntgenröhre
X-ray tube
Tube à rayons X
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR LI |
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Priorität: |
02.03.1981 DE 3107949
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.09.1982 Patentblatt 1982/36 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Friedel, Rudolf, Dipl.-Phys.
D-8521 Kleinseebach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Röntgenröhre nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Eine derartige Röntgenröhre ist bekannt aus der Druckschrift «Fortschritte auf
dem Gebiet der Röntgenstrahlen», Band XXXIII, Heft 4 (1925), Seiten 575/576.
[0002] Bei der bekannten Röhre befanden sich das Röhrengehäuse und die Abschirmung auf dem
gleichen Potential, so dass ein Durchschlag durch den gläsernen Röhrenkolben weitgehend
verhindert worden ist. Ausserdem wurden durch die Abschirmung Elektronen aufgefangen,
die zu einer Verschlechterung des erzielbaren Röntgenstrahlenbündels führten. Dabei
war aber nachteilig, dass einmal eine schwierige und teuere Glastechnologie notwendig
war und andererseits bei heute gebräuchlichen hohen Röhrenleistungen und Röhrenenergien
die bei dieser Bauweise zwangsläufig thermisch weitgehend isolierte Abschirmung unzulässig
hoch erhitzt wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Röntgenröhre nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 neben einer Verbesserung der Spannungsfestigkeit und einem fertigungsfreundlichen
Aufbau fokusnahe Ausblendung zu ermöglichen und eine erhöhte Anodenbelastbarkeit zu
erreichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegebenen Massnahmen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0004] Durch die Verwendung von Mitteln, durch die die Abschirmung auf einem Potential gehalten
wird, welches grösser als die halbe Röhrenspannung, aber kleiner als das Anodenpotential
ist, ergibt sich in Lösung obengenannter Aufgabe, dass ein gegenüber bekannten Röhren
grösserer Teil der Rückstreuelektronen aus dem Brennfleck abgezogen wird, wodurch
die Anodenbelastbarkeit sich erhöht. Ausserdem wird der Anteil an Extravokalstrahlung
im Nutzstrahlenbündel verringert. Weiterhin ist eine sehr fokusnahe Ausblendung des
Strahlenkegels möglich, weil der Potentialunterschied zwischen Schirm und Anode geringer
ist und daher der Abstand zwischen Fokus und Blende kleiner sein kann als bei bisher
verwendeten Anordnungen.
[0005] In vorteilhafter Weise kann die erfindungsgemässe Abschirmung an einem Metallring
gehaltert sein, der konzentrisch zum Entladungsraum liegt. Der Metallring kann an
seinem einen Ende einen Isolierteil tragen, an welchem die Kathode befestigt ist,
und an seinem anderen ein Isolierteil, welches die Anode trägt. Unter Verwendung bekannter
vorteilhafter Techniken können die lsolierteile aus Glas bestehen, so dass die übliche
Glasblastechnikverwendbar ist.
[0006] Die Abschirmung erhält in der Regel die Form eines Zylinders, der sowohl die Kathode
als auch die Anode umschliesst. Der dadurch entstehende, weitgehend metallisch begrenzte
Entladungsraum verhindert, dass die gläserne Wand des Röhrenkolbens von Elektronen
und Aufdampfungen aus Metall getroffen wird. Ausserdem bleiben lange Isolationsstrecken
erhalten, die grosse Hochspannungsfestigkeit garantieren.
[0007] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
[0008] An dem im Schnitt gezeichneten Ausführungsbeispiel einer Drehanodenröntgenröhre 1
ist mit 2 ein Metallring aus Vacon bezeichnet, der die Form eines ca. 15 mm langen
Rohrstückes hat, dessen Wand 1 mm stark ist und der an seinem einen Ende mit einem
gläsernen Teil 3 verbunden ist, an dessen Innenseite eine Kathodenanordnung 4 angebracht
ist. An seinem anderen Ende trägt der Metallring ein gläsernes Teil 5, welches an
seinem Ende eine Anodenanordnung 6 aufweist, die aus einem Anodenteller 7 besteht,
der über eine Achse 8 einen Rotor 9 trägt, der die Verbindung zu dem fest am gläsernen
Teil 5 angebrachten Anschlussstutzen 10 darstellt. An der Innenseite des Ringes 2
ist eine Abschirmung 11 angebracht, die über haltende Verbindungen 12 in der Röhre
1 fixiert ist. Als Abschirmung wird im vorliegenden Beispiel ein Kupfer(Cu)blech verwendet,
welches 1,5 mm dick ist. Auch andere Bleche, wie z.B. solche aus Nickel oder Edelstahl,
sind geeignet, wenn sie bei den Bedingungen in der Röhre beständig sind.
[0009] Zur Erzeugung von Röntgenstrahlen wird in an sich bekannter Weise zwischen Leitungen
20 und 21 ein Heizstrom angelegt, welcher die Kathode 22 zum Glühen bringt. Ausserdem
wird über eine der Leitungen 20 oder 21 sowie dem Stutzen 10 die Röhrenspannung an
die Röhre angelegt, so dass ein Elektronenstrom 23 auf eine Brennfleckbahn 24 des
Anodentellers 7 aufschlägt. Dadurch wird ein Röntgenstrahlenkegel 25 erzeugt, welcher
durch ein Fenster 26 in der Abschirmung 11 und ein Fenster 27 im Röhrenkolben nach
aussen tritt. Die beiden Fenster 26 und 27 bestehen in vorteilhafter Weise aus Beryllium
und stellen 0,5 mm dicke Folien dar, die in entsprechende Öffnungen der Abschirmung
11 bzw. der Wand 5 des gläsernen Kolbenteiles eingesetzt sind.
1. Röntgenröhre mit einer den zwischen Anode und Kathode liegenden Entladungsraum
seitlich umfassenden Abschirmung, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind,
durch die die Abschirmung (11) auf einem Potential grösser als das halbe und kleiner
als das volle Anodenpotential gehalten wird.
2. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm den Entladungsraum
umgreift, indem er auch in radialer Richtung begrenzende Teile aufweist.
3. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm (11) eine Halterung
aufweist, die an einem konzentrisch zur Röhrenachse liegenden ringförmigen Teil (2)
angreift, das aus Metall besteht und an der einen Seite an ein Isolierteil (3) grenzt,
welches die Kathodenanordnung (4) trägt und an der anderen Seite an ein solches (5),
welches die Anodenanordnung (6) trägt.
4. Röhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierteile aus Glas bestehen.
5. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm (11) und der Ring
(2) aus gut wärmeleitendem Metall bestehen.
1. An X-ray tube having a screen which laterally embraces the discharge space which
is arranged between the anode and the cathode, characterised in that means are provided
by means of which the screen (11) is maintained at a potential which is greater than
half of and less than the full anode potential.
2. A tube as claimed in Claim 1, characterised in that the screen surrounds the discharge
space in that it also has defining parts in the radial direction.
3. A tube as claimed in Claim 1, characterised in that the screen (11) has a holder
which acts upon an annular component (2) which is concentrically arranged with respect
to the tube axis and is made of metal and which on one side borders on an insulating
member (3) which supports the cathode arrangement (4), and on the other side borders
on an insulating member (5) which supports the anode arrangement (6).
4. A tube as claimed in Claim 3, characterised in that the insulating members are
made of glass.
5. A tube as claimed in Claim 1, characterised in that the screen (11) and the ring
(2) are made of a highly heat-conducting material.
1. Tube à rayons X comportant un blindage entourant latéralement l'espace de décharge
situé entre l'anode et la cathode, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens grâce
auxquels le blindage (11) est maintenu à un potentiel supérieur à la moitié du potentiel
d'anode et inférieur au potentiel total d'anode.
2. Tube à rayons X selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le blindage
entoure l'espace de décharge en comportant également des parties s'étendant suivant
la direction radiale.
3. Tube à rayons X suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le blindage
(11) comporte un support qui s'accroche sur une partie annulaire (2) disposée concentriquement
par rapport à l'axe du tube et qui est constitué en un métal et jouxte, d'un côté,
une partie isolante (3) qui porte l'ensemble cathodique (4), et de l'autre côté, une
partie isolante (5) qui porte l'ensemble anodique (6).
4. Tube suivant la revendication 3, caractérisé par le fait que les parties isolantes
sont constituées par du verre.
5. Tube suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le blindage (11) et
l'anneau (2) sont constitués en un matériau conduisant bien la chaleur.
