[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst mit zwei Arbeitswalzen, zwei Zwischenwalzen
und zwei Stützwalzen, - also ein sogenanntes Sechswalzen-Walzgerüst - bei welchem
wenigstens die Stützwalzen und die Zwischenwalzen im wesentlichen in gleicher Vertikalebene
übereinanderliegen, bei welchem ferner die Zwischenwalzen zwischen den Stützwalzen
und den Arbeitswalzen axial verschiebbar angeordnet sind und bei welchem ständerfeste
Blöcke mit vertikalen Führungsflächen für die Einbaustücke der Arbeitswalzen versehen
sind und andererseits vertikale Führungsflächen für die Einbaustücke der Zwischenwalzen
tragen, bei welchem weiterhin Verstellmittel zum Ausbalancieren und Biegen der Zwischenwalze
vorhanden sind, die mit Wirkrichtung gegen die Stützwalzen auf die Einbaustücke der
Zwischenwalzen zur Wirkung bringbar sind, und bei welchem die die Biegevorrichtungen
für die Zwischenwalzen bildenden Verstellmittel in Horizontalrichtung parallel zu
den Walzenachsen verlagert werden.
[0002] Ein Walzgerüst dieser Gattung gehört durch die EP-A-0 026 903 bereits zum Stand der
Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ. Ein ähnliches Walzgerüst ist auch schon durch die BR-A-7
608 285 bekannt.
[0003] Durch die axial verschiebbare Anordnung der Zwischenwalzen ist es möglich, die bekannten
Walzgerüste zur Auswalzung von Bändern eines großen Breitenspektrums einzusetzen.
Unter Verwendung zylindrisch geschliffener Arbeitswalzen wird dort der Walzspalt durch
als Walzenbiegevorrichtung wirkende Verstellmittel beeinflußt.
[0004] Nach EP-A-0 026 903 sind die den Einbaustükken der beiden Zwischenwalzen zugeordneten
Verstellmittel zwischen diesen Einbaustücken sowie zusammen mit diesen relativ zu
den Blökken horizontal verschiebbaren Holmen eingebaut. Sie wirken also unmittelbar
auf die Einbaustücke der Zwischenwalzen ein und sind daher in nachteiliger Weise den
Horizontalkräften ausgesetzt, die während des Walzbetriebes oder des Walzenwechsels
auftreten. Auch ergeben sich bei dieser bekannten Anordnung der Verstellmittel für
den Wechsel der Stützwalzen Probleme.
[0005] Nach BR-A-7 608 285 sitzen die als Walzenbiegevorrichtung wirkenden Verstellmittel
in ständerfesten Blöcken und greifen an den Einbaustücken der Arbeitswalzen an, um
der Durchbiegung der über das Walzgut hinausragenden freien Endabschnitte der Arbeitswalzen
entgegenzuwirken. Ferner sind bei diesem bekannten Walzgerüst in den Blöcken auch
Verstellmittel für die obere Zwischenwalze angeordnet, die auf deren Einbaustücke
wirken können. Diese Verstellmittel sind dabei so vorgesehen und ausgebildet, daß
sie nicht nur eine Ausbalancierung der oberen Zwischenwalze bewirken und ein Abheben
derselben von den Arbeitswalzen erreichen können, wenn letztere ersetzt werden müssen,
sondern sie lassen sich auch als Biegevorrichtungen für die obere Zwischenwalze einsetzen,
um eine zusätzliche Beeinflussung des Walzspaltes zwischen den beiden Arbeitswalzen
zu erreichen.
[0006] Ein wesentlicher Nachteil des Walzgerüstes nach BR-A-7 608 285 besteht darin, daß
die auch als Biegevorrichtungen für die obere Zwischenwalze einsetzbaren Verstellmittel
einerseits eine ganz bestimmte Relativlage zu den ständerfesten Blöcken aufweisen
und dabei andererseits unmittelbar an den die Zwischenwalzen lagernden Einbaustücken
angreifen. Eine zur Anpassung an unterschiedliche Walzbandbreiten durchgeführte Axialverschiebung
der Zwischenwalzen zwischen den Stützwalzen und den Arbeitswalzen zieht dann nämlich
zwangsläufig eine entsprechende Relativverlagerung zwischen den als Biegevorrichtungen
wirksamen Verstellmitteln und den Einbaustücken der Zwischenwalzen nach sich. Folglich
stellen sich bei jeder Axialverschiebung der Zwischenwalzen auch unterschiedliche
Wirkbedingungen für die an deren Einbaustücken als Biegevorrichtung angreifenden Verstellmittel
ein, die nicht ohne weiteres beherrschbar sind und dadurch das Walzergebnis nachhaltig
beeinträchtigen können.
[0007] Sowohl beim Walzgerüst nach EP-A-0 026 903 als auch bei demjenigen nach BR-A-7 608
285 sind also die den Zwischenwalzen als Biegevorrichtungen zugeordneten Verstellmittel
so vorgesehen, daß sie unmittelbar mit den Einbaustücken der Zwischenwalzen in Wirkverbindung
treten und demzufolge der Einwirkung von im Walzbetrieb und beim Walzenwechsel auftretenden
Seitenkräften ungeschützt ausgesetzt werden.
[0008] Durch die DE-B-1 289811 ist es bei einem mit zwei Stützwalzen und zwei Arbeitswalzen
ausgestatteten Walzgerüst - also einem Vierwalzen-Walzgerüst - auch schon bekannt,
den Einbaustücken der Arbeitswalzen als Biegevorrichtung wirkende Verstellmittel so
zuzuordnen, daß diese ohne Beeinflussung der Walzenständer arbeiten können. Die Einbaustücke
der Arbeitswalzen stehen hierbei zwar in Horizontalrichtung parallel zu den Walzenachsen
verlagerbar mit den die Biegevorrichtungen bildenden Verstellmitteln in Eingriff;
jedoch nur zu dem Zweck, um den problemlosen Wechsel des Zwischenwalzensatzes zu gewährleisten.
Eine Axialverschiebung der Arbeitswalzen gegeneinander zum Zwecke einer Anpassung
an unterschiedliche Walzbandbreiten kommt hier jedoch nicht in Frage.
[0009] Durch die DE-A-2 250 953 ist ebenfalls ein Vierwalzen-Walzgerüst, also ein zwei Stützwalzen
und zwei Arbeitswalzen enthaltendes Walzgerüst, bekannt, bei dem die Einbaustücke
der Arbeitswalzen in Horizontalrichtung parallel zu den Walzenachsen verlagerbar mit
Führungsstücken in Eingriff stehen, die wiederum relativ zueinander vertikal verlagerbar
in ständerfesten Blöcken angeordnet sind. Jeweils zwischen zwei übereinanderliegenden
Führungsstücken sind Verstellmittel als Biegevorrichtungen für die Arbeitswalzen vorgesehen.
Auch in diesem Falle dient die horizontal verschiebbare Wirkverbindung zwischen den
Einbaustücken der Arbeitswalzen und den in den ständerfesten Blöcken vertikal beweglichen
Führungsstücken lediglich zu dem Zweck, jede Arbeitswalze einzeln und schnell auswechseln
zu können.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Walzgerüst (Sechswalzen-Walzgerüst)
der eingangs angegebenen Gattung, das zur Auswalzung von Bändern eines großen Breitenspektrums
geeignet ist, nicht nur so auszubilden, daß es für alle walzbaren Bandbreiten mit
konstanten Wirkbedingungen bei möglichst kleiner Hertz- 'schen Pressung zwischen den
Arbeitswalzen und den Zwischenwalzen arbeitet sowie eine optimale Durchmesserwahl
für die Arbeits- und Zwischenwalzen - bezogen auf die Walzaufgabe und das Beherrschen
der Umfangskräfte - ermöglicht, sondern daß zugleich auch die beim Walzbetrieb und
beim Walzenwechsel auftretenden horizontalen Seitenkräfte von den Biegevorrichtungen
völlig ferngehalten werden sowie ein problemloses Wechseln der Arbeitswalzen und der
Zwischenwalzen gewährleistet wird.
[0011] Die Lösung dieser Aufgabe läßt sich nach der Erfindung durch zwei verschiedene Lösungsprinzipien
erreichen.
[0012] Das erste Lösungsprinzip ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß die als Biegevorrichtungen
vorgesehenen Verstellmittel in den ständerfesten Blöcken sitzen, daß an jedem Block
in Vertikalrichtung verschiebbar ein unteres und ein oberes mit Führungsflächen für
die Einbaustücke der Zwischenwalzen versehenes Führungsstück geführt ist, daß die
Einbaustücke in Horizontalrichtung relativ zur Wirklage der Verstellmittel verschoben
werden und/oder die Wirklage der Verstellmittel innerhalb der Führungsstücke in Horizontalrichtung
variiert wird, daß jedes Führungsstück aus einem ständerseitigen Teil und einem dem
Einbaustück der Zwischenwalze zugeordneten Teil besteht, daß die beiden Teile der
Führungsstücke ausschließlich vertikal zueinander relativ verschiebbar sind, daß zwischen
ihnen jeweils zwei in Axialrichtung der Zwischenwalzen mit Abstand hintereinanderliegende
Verstellmittel als Biegevorrichtung angreifen, daß die Einbaustücke der Zwischenwalzen
relativ zu den ihnen zugeordneten Teilen der Führungsstücke ausschließlich horizontal
verschiebbar angeordnet sind, und daß die beiden mit Abstand hintereinanderliegenden
Verstellmittel in Abhängigkeit von der jeweiligen axialen Schiebestellung der Zwischenwalzen-Einbaustücke
hinsichtlich ihrer Stellkräfte variierbar sind.
[0013] Das zweite Lösungsprinzip der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die als Biegevorrichtungen
vorgesehenen Verstellmittel in den ständerfesten Blöcken sitzen, daß an jedem Block
in Vertikalrichtung verschiebbar ein unteres und ein oberes mit Führungsflächen für
die Einbaustücke der Zwischenwalzen versehenes Führungsstück geführt ist, daß die
Horizontalverschiebung der Verstellmittel relativ zu den Einbaustücken und innerhalb
der Führungsstücke durchgeführt wird, daß jedes Führungsstück aus einem ständerseitigen
Teil und einem den Einbaustücken der Zwischenwalze zugeordneten Teil besteht, daß
die beiden Teile der Führungsstücke horizontal und vertikal zueinander relativ verschiebbar
sind, daß zwischen ihnen ein in den einbaustückseitigen Teil der Führungsstücke eingebautes
Verstellmittel jeweils auf der Mittelebene der Zwischenwalzen-Einbaustücke vorgesehen
ist, daß der einbaustückseitige Teil des Führungsstückes mit dem zugehörigen Einbaustück
relativ zum ständerseitigen Teil horizontal verschiebbar verbunden ist, und daß der
ständerseitige Teil mit dem einbaustückseitigen Teil der Führungsstücke über ein Zwischenteil
in Verbindung steht, welches einerseits horizontale Schiebeführungen zum ständerseitigen
Teil und andererseits vertikale Schiebeführungen zum einbaustückseitigen Teil hat.
[0014] Die erfindungsgemäße Auslegung eines Sechswalzen-Walzgerüstes hat einerseits den
wesentlichen Vorteil, daß sich nur ein geringer Verschleiß der Arbeitswalzen ergibt,
weil diese nicht um die Kante der Zwischenwalzen korrigiert werden. Andererseits ist
es aber auch vorteilhaft, daß der Biegehebelarm der axial verschiebbaren Zwischenwalzen
für alle zu walzenden Bandbreiten konstant bleibt. Schließlich werden aber auch die
Verschiebebedingungen für die Zwischenwalzen wesentlich verbessert, weil die hierbei
auftretenden Stellkräfte völlig von den als Biegevorrichtungen dienenden Verstellmitteln
ferngehalten sind.
[0015] Es hat sich ferner gezeigt, daß aufgrund der erzielbaren günstigen Hertz'schen Pressung
und der hohen Temperaturgradienten (große Materialspannungen) an den Arbeitswalzen
eine höhere Sicherheit gegen Schalenausbrüche erreicht werden kann.
[0016] Endlich wird durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen auch eine gegenseitige Beeinträchtigung
der verfügbaren Konstruktionsräume vermieden, so daß bei optimaler Durchmesserwahl
von Arbeitswalzen und Zwischenwalzen keine Einschränkung hinsichtlich der Gestaltung
der wirksamen Kraftübertragungssysteme für die Biege-Korrekturkräfte eintritt, sich
also keine Dimensionierungsschwierigkeiten ergeben können.
[0017] In besonders vorteilhafter Weise läßt sich der Biegehebelarm der axial verschiebbaren
Zwischenwalzen nach dem erstgenannten Lösungsprinzip für alle Walzbedingungen konstant
halten, weil hier die beiden im Abstand hintereinanderliegenden Verstellmittel in
Abhängigkeit von der jeweiligen axialen Schiebestellung der Zwischenwalzen-Einbaustücke
hinsichtlich ihrer Stellkräfte variierbar sind.
[0018] Beim zuerst angegebenen Lösungsprinzip hat es sich auch als vorteilhaft erwiesen,
wenn die Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel im ständerseitigen Teil der Führungsstücke
eingebaut sind und am einbaustückseitigen Teil angreifen. Die Druckmittelzufuhr zu
den Verstellmitteln kann dann nämlich mit besonders geringem Aufwand bewirkt werden.
[0019] Bei beiden Bauarten eines erfindungsgemäßen Walzgerüstes bestehen die als Biegevorrichtung
dienenden Verstellmittel aus hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten,
die in das eine Teil des Führungsstückes eingebaut sind, während deren Kolbenstange
am anderen Teil angreift.
[0020] Für eine sowohl positive als auch negative Biegebeeinflussung der Zwischenwalzen
ist es dabei wichtig, daß die Kolben-Zylinder-Einheiten doppelt wirkend ausgebildet
sind sowie zug-und druckfest zwischen die beiden Teile der Führungsstücke eingreifen.
[0021] Die erfindungsgemäße Auslegung ist nicht nur für Sechswalzen-Walzgerüste geeignet,
bei denen sämtliche Walzen - Arbeitswalzen, Zwischenwalzen und Stützwalzen - auf einer
gemeinsamen Vertikalebene liegen; sie kann vielmehr auch bei Sechswalzen-Walzgerüsten
derjenigen Art zum Einsatz gelangen, bei denen die Arbeitswalzen aus der lotrechten
Achsebene der Zwischenwalzen und der Stützwalzen verlagert sind und in Richtung der
Verlagerung durch an Stützbrücken gelagerte Zwischenrollen und/ oder Stützrollen an
ihren Ballen abgestützt sind, wie das durch die DE-B-2 522 213 an sich bekannt ist.
[0022] Die in den ständerfesten Blöcken vertikal verschiebbar geführten und die die Biegevorrichtungen
bildenden Verstellmittel enthaltenden Führungsstücke werden mit den Einbaustücken
der Zwischenwalzen vorteilhaft durch Horizontalführungen in vertikaler Richtung formschlüssig
verbunden, wobei die Horizontalführungen für den Walzenwechsel zwischen den Ständern
parallel zu den Walzen fortgesetzt sind. Es ergibt sich auf diese Art und Weise ein
sehr gedrängter Aufbau für die die Biegevorrichtungen enthaltenden Führungsstücke,
welcher die Abmessungen der Zwischen-Einbaustücke praktisch kaum überschreitet und
somit die optimale Durchmesserwahl für die Arbeits- und für die Zwischenwalzen begünstigt.
Der kleinste Durchmesser der Zwischenwalzen wird lediglich durch die Bauhöhe ihrer
Einbaustücke bzw. der zwischen diesen und dem Ständer vorgesehenen Führungsstücke
begrenzt.
[0023] Das erfindungsgemäße Walzgerüst kann mit einfachen Mitteln so weitergebildet werden,
daß sich eine wirksame Erweiterung des Biege-Korrekturbereichs ergibt, welcher eine
Verbesserung der Bandprofilqualität ermöglicht und auch die Optimierung der Fugendrücke
einerseits an den Berührungsstellen der Arbeitswalzen mit den Zwischenwalzen und andererseits
an den Berührungsstellen der Zwischenwalzen mit den Stützwalzen ermöglicht. Dieser
Vorteil läßt sich nach der Erfindung dadurch erreichen, daß auch den Einbaustücken
beider Arbeitswalzen in den Blöcken vorgesehene Verstellmittel als Biegevorrichtungen
zugeordnet sind, die an Führungsstücken angreifen, welche wiederum einerseits über
Vertikalführungen in den Blöcken gehalten sind und andererseits Horizontalführungen
für die Einbaustücke aufweisen.
[0024] Der besondere Vorteil einer solchen Maßnahme liegt darin, daß durch gleichzeitigen
Eingriff der den Zwischenwalzen und den Arbeitswalzen getrennt zugeordneten Biegevorrichtungen
die Bandprofil-Qualität erhöht werden kann, daß die getrennte Regelbarkeit der Fugendrücke
an den Berührungsstellen von Arbeitswalzen und Zwischenwalzen sowie von Zwischenwalzen
und Stützwalzen eine Verminderung des Walzenverschleißes ermöglicht und daß auch die
Walzenbeanspruchung und die Walzenlagerbelastung verringert wird.
[0025] Schließlich ist es aber auch noch von wesentlicher Bedeutung, daß sich einerseits
durch die Biegung der Zwischenwalzen eine Stützwalzen-Profil-Korrektur herbeiführen
läßt, während andererseits die Biegung der Arbeitswalzen für Prozeßeingriffe benutzt
werden kann.
[0026] Damit jede Arbeitswalze unabhängig von der anderen und auch unabhängig von den Zwischenwalzen
gebogen werden kann, besteht ein wichtiges Weiterbildungsmerkmal der Erfindung darin,
daß jedes Führungsstück aus einem ständerseitigen Teil und einem dem Einbaustück der
Arbeitswalze zugeordneten Teil besteht, wobei die die Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel
zwischen diesen beiden Teilen angeordnet sind. Die beiden Teile der Führungsstücke
sind ausschließlich vertikal zueinander relativ verschiebbar vorgesehen, während die
Einbaustükke der Arbeitswalzen relativ zu den ihnen zugeordneten Teilen der Führungsstücke
ausschließlich horizontal verschiebbar angeordnet sind.
[0027] Die die Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel können im ständerseitigen Teil
der Führungsstücke eingebaut sein und am einbaustückseitigen Teil derselben angreifen.
Möglich ist es aber auch, daß die Biegevorrichtungen bildenden Verstellmittel im einbaustückseitigen
Teil der Führungsstücke sitzen und am ständerseitigen Teil derselben angreifen.
[0028] Schließlich ist es aber auch noch wichtig, daß nach der Erfindung die den Einbaustücken
der beiden Arbeitswalzen zugeordneten Verstellmittel aus hydraulisch beaufschlagbaren
Kolben-Zylinder-Einheiten besteht, die in das eine Teil des Führungsstückes eingebaut
sind und deren Kolbenstange am anderen Teil angreift. Auch diese Verstellmittel sind
doppelt wirkend ausgebildet sowie zug- und druckfest zwischen den beiden Teilen der
Führungsstücke vorgesehen. Den ständerseitigen Teilen der Führungsstücke für die Einbaustücke
der Arbeitswalzen werden zweckmäßig innerhalb der Blöcke der Walzenständer Widerlager
zugeordnet, über die die Relativlage der ständerseitigen Teile der Führungsstücke
zueinander und/oder zu den Blöcken bestimmbar ist. Diese verstellbaren Widerlager
können dabei aus in die ständerseitigen Teile der Führungsstücke eingebauten Kolben-Zylinder-Einheiten
bestehen.
[0029] Es ergibt sich auch für die die Biegevorrichtungen der Arbeitswalzen enthaltenden
Führungsstücke ein sehr gedrängter Aufbau, welcher die Arbeitswalzen-Einbaustücke
praktisch kaum überschreitet und somit die optimale Durchmesserwahl für die Arbeits-
und Zwischenwalzen begünstigt.
[0030] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematisch vereinfachtem, parallel zur Walzrichtung liegendem Vertikalschnitt
eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Walzgerüstes,
Fig. 2 in größerem Maßstab den in Fig. 1 mit 11 gekennzeichneten, erfindungswesentlichen
Teilbereich,
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 2,
Fig. 4 ein Kräfteschema zum Walzgerüst nach Fig. 1 im Bereich einer axial verschiebbaren
Zwischenwalze,
Fig. 5 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer anderen Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Walzgerüstes,
Fig. 6 in größerem Maßstab den in Fig. 5 mit VI gekennzeichneten, erfindungswesentlichen
Teilbereich,
Fig. 7 in einer den Fig. 1 und 5 entsprechenden Darstellung eine weitere Bauart eines
Walzgerüstes, welche mit Zwischenwalzen-Biegevorrichtungen nach den Fig. 2, 3 und
6 ausgerüstet werden kann,
Fig. 8 in schematisch vereinfacht dargestelltem, parallel zur Walzrichtung liegendem
Vertikalschnitt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Walzgerüstes,
Fig. 9 in größerem Maßstab den in Fig. 8 mit 11 gekennzeichneten, erfindungswesentlichen
Teilbereich,
Fig. 10 eine der Fig. 8 entsprechende Darstellung einer anderen Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Walzgerüstes, Fig. 11 in größerem Maßstab den in Fig. 9 mit IV gekennzeichneten,
erfindungswesentlichen Teilbereich.
[0031] Das in Fig. 1 dargestellte Walzgerüst weist in üblicher Weise zwei mit Abstand nebeneinander
angeordnete Walzenständer 1 auf, von denen in Fig. 1 nur einer gezeigt ist. In diesen
Walzenständern 1 sind zwei Arbeitswalzen 2 und 3, zwei Zwischenwalzen 4 und 5 und
zwei Stützwalzen 6 und 7 aufgenommen, so daß ein sogenanntes Sexto-Walzgerüst gebildet
wird. Die obere Stützwalze 6 und die untere Stützwalze 7 sind über ihre Einbaustücke
8 bzw. 9 unmittelbar in den Ständerfenstern 10 der beiden Walzenständer 1 gehalten
und geführt, wobei an den Einbaustücken 8 der oberen Stützwalze 6 die Anstellvorrichtungen
11 des Walzgerüstes angreifen.
[0032] Im Einbaubereich der Arbeitswalzen 2 und 3 und der Zwischenwalzen 4 und 5 befinden
sich in den Ständerfenstern 10 der beiden Walzenständer 1 ständerfeste Blöcke 12,
zwischen denen einerseits die Einbaustücke 13 und 14 für die beiden Arbeitswalzen
2 und 3 und andererseits die Einbaustücke 15 und 16 für die beiden Zwischenwalzen
4 und 5 aufgenommen sind.
[0033] Die Einbaustücke 13 der oberen Arbeitswalze 2 sind dabei in vertikaler Richtung formschlüssig,
jedoch für den Wechselvorgang horizontal verschiebbar mit Führungsstücken 17 verbunden,
die wiederum vertikal verschiebbar in den ständerfesten Blöcken 12 geführt werden.
Gleichermaßen sind auch die Einbaustücke 14 der unteren Arbeitswalze mit Führungsstücken
18 verbunden, die ebenfalls vertikal verschiebbar in den ständerfesten Blöcken 12
geführt werden.
[0034] Den Einbaustücken 15 der oberen Zwischenwalze 4 sind Führungsstücke 19 zugeordnet,
wobei auch hier die Einbaustücke 15 in Vertikalrichtung formschlüssig aber horizontal
verschiebbar mit den Führungsstücken 19 in Eingriff stehen. Führungsstücke 20 gleicher
Bauart und Wirkungsweise sind aber auch den Einbaustücken 16 für die untere Zwischenwalze
5 zugeordnet. Die Horizontalführungen 21 zwischen den Einbaustücken 15 und 16 für
die Zwischenwalzen 4 und 5 sowie den zugehörigen Führungsstücken 19 und 20 sind dabei
so ausgelegt, daß sie nicht nur den Wechsel der Zwischenwalzen 4 und 5 zusammen mit
den Arbeitswalzen 2 und 3 ermöglichen, sondern daß sie auch eine Axialverschiebung
der Zwischenwalzen 4 und 5 relativ zu den Arbeitswalzen 2 und 3 sowie zu den Stützwalzen
6 und 7 für den Walzbetrieb gewährleisten. Die Axialverschiebung der Zwischenwalzen
4 und 5 für den Walzbetrieb ist wichtig, weil hierdurch eine Einstellung des Walzgerüstes
auf die unterschiedliche Breite der jeweils auszuwalzenden Bänder vorgenommen werden
kann. Durch diese Einstellung läßt sich die stärkere Auswalzung der Walzbänder im
Bereich ihrer Längskanten und die besonders hohe Beanspruchung der auf die Walzgutkanten
einwirkenden Abschnitte der Arbeitswalzen verhindern.
[0035] Für ein Walzgerüst, welches zur Auswalzung von Bändern eines großen Breitenspektrums
eingesetzt werden soll, ist es von wesentlicher Bedeutung, daß bei allen walzbaren
Bandbreiten mit konstanten Wirkbedingungen bei möglichst kleiner Hertz'schen Pressung
zwischen den Arbeitswalzen und den Zwischenwalzen gearbeitet werden kann sowie optimale
Durchmesser für die Arbeits- und Zwischenwalzen - bezogen auf die Walzaufgabe und
das Beherrschen der Umfangskräfte - gewählt werden können. Deshalb sind am Walzgerüst
im Einbaubereich der Zwischenwalzen 4 und 5 besondere Vorkehrungen getroffen: Den
Einbaustücken 15 der oberen Zwischenwalze 4 und den entsprechenden Einbaustücken 16
der unteren Zwischenwalze 5 sind im Bereich der ständerfesten Blöcke 12 jeweils Verstellmittel
22 in Form von hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten zugeordnet,
deren Anordnung und Ausbildung sich deutlich aus den Fig. 2 und 3 ergibt. Diese Verstellmittel
bzw. Biegevorrichtungen 22 für die Zwischenwalzen 4 und 5 sind jeweils in die den
Blökken 12 zugeordneten Führungsstücke 19 und 20 eingebaut.
[0036] In den Fig. 2 und 3 ist dabei das rechte Führungsstück 19 für die Einbaustücke 15
der oberen Zwischenwalze gezeigt. Sämtliche Führungsstücke 19 für die obere Zwischenwalze
4 und auch sämtliche Führungsstücke 20 für die untere Zwischenwalze 5 haben die gleiche
Ausbildung; sie sind jedoch relativ zueinander jeweils in spiegelbildlicher Lage in
die Walzenständer 1 eingebaut, d. h. die linksseitigen Führungsstücke 19 und 20 liegen
jeweils spiegelbildlich zu den rechtsseitigen Führungsstücken 19 und 20, während die
oberen Führungsstücke 19 wiederum eine spiegelbildliche Lage zu den unteren Führungsstücken
20 in den Walzenständern 1 einnehmen.
[0037] Aus Fig. 2 ist anhand eines Führungsstückes 19 erkennbar, daß jedes der Führungsstücke
19 und 20 aus einem ständerseitigen Teil 23 und einem dem Einbaustück 15 bzw. 16 der
Zwischenwalze 4 bzw. 5 zugeordneten Teil 24 besteht. In das ständerseitige Teil 23
sind dabei die die Biegevorrichtung für die Zwischenwalze 4 bzw. 5 bildenden Verstellmittel
22 eingebaut, welche wiederum über ihre Kolbenstange 25 am einbaustückseitigen Teil
24 angreifen. Die Wirkverbindung zwischen den Kolbenstangen 25 der Verstellmittel
22 und dem einbaustückseitigen Teil 24 jedes Führungsstückes 19 bzw. 20 ist dabei
von solcher Art, daß mit ihrer Hilfe über die Einbaustücke 15 bzw. 16 Biegekräfte
auf die Zwischenwalze 4 bzw. 5 wenigstens in Richtung gegen die Stützwalze 6 bzw.
7 ausgeübt werden können. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, die Verbindung zwischen
den Kolbenstangen 25 der Verstellmittel 22 und dem einbaustückseitigen Teil 24 des
Führungsstückes 19 so zu gestalten, daß sich Biegekräfte auf die Zwischenwalze 4 bzw.
5 sowohl in Richtung gegen die zugehörige Stützwalze 6 bzw. 7 als auch in Richtung
von ihr weg ausüben lassen. Hierzu ist es einerseits notwendig, die Verstellmittel
22 doppelt wirkend auszuführen und andererseits ihre Kolbenstangen 25 zug- und druckfest
mit dem einbaustückseitigen Teil 24 des Führungsstückes 19 bzw. 20 zu verbinden. Die
beiden Teile 23 und 24 des Führungsstückes 19 sind ausschließlich vertikal zueinander
relativ verschiebbar zusammengesetzt, also gegen jegliche Horizontalverschiebung relativ
zueinander gesichert.
[0038] Aus Fig. 3 geht hervor, daß in jedes Führungsstück 19 bzw. 20 jeweils zwei in Axialrichtung
der Zwischenwalze 4 bzw. 5 mit Abstand hintereinanderliegende Verstellmittel 22 eingebaut
sind, die miteinander die Biegevorrichtung für die Zwischenwalze 4 bzw. 5 bilden.
Die für den Walzbetrieb notwendige axiale Verschiebbarkeit der Zwischenwalzen 4 und
5 wird dadurch gewährleistet, daß deren Einbaustücke 15 bzw. 16 mit dem einbaustückseitigen
Teil 24 jedes Führungsstückes 19 bzw. 20 über die Horizontalführungen 21 vertikal
formschlüssig in Eingriff stehen.
[0039] Die beiden in jedes Führungsstück 19 eingebauten und als Biegevorrichtung für die
Zwischenwalze 4 bzw. 5 dienenden Verstellmittel 22 haben den Zweck, den Biegehebelarm
der Zwischenwalze 4 bzw. 5 in jeder möglichen axialen Verschiebestellung derselben
konstant zu halten. Deshalb sind die beiden Verstellmittel 22 so ausgelegt, daß sie
jeweils in Abhängigkeit von der augenblicklichen axialen Schiebestellung der beiden
Zwischenwalzen-Einbaustücke 15 bzw. 16 relativ zum Führungsstück 19 hinsichtlich der
durch sie ausgeübten Stellkräfte variiert werden können. In der aus Fig. 3 ersichtlichen
axialen Schiebestellung des Zwischenwalzen-Einbaustückes 15 wird dabei durch das Verstellmittel
22" die höhere und durch das Verstellmittel 22' die geringe Verstellkraft aufgebracht.
Umgekehrt verhält es sich, wenn das Zwischenwalzen-Einbaustück 15 die entgegengesetzte
axiale Extremlage einnimmt. Durch das Variieren der Stellkräfte wird ferner erreicht,
daß alle vier an einer Zwischenwalze angreifenden Einzelkräfte in bezug auf ihre Weitergabe
an die Stützwalze symmetrisch zur Gerüstmitte wirken.
[0040] Übereinstimmende Stellkräfte werden durch beide Verstellmittel 22' und 22" ausgeübt,
wenn sich das Zwischenwalzen-Einbaustück 15 in seiner mittleren axialen Schiebestellung
befindet. Die jeweils von den Verstellmitteln 22 aufgebrachten Stellkräfte ändern
sich also proportional im Ausmaß der Axialverschiebung des Zwischenwalzen-Einbaustückes
15 relativ zum Führungsstück 19 in solcher Weise, daß der Biegehebelarm für die Zwischenwalze
4 immer in der quer zur Walzenachse liegenden Mittelebene der Zwischenwalzen-Einbaustücke
15 bzw. 16 angreift und daß die Summenwirkung der Stellkräfte an beiden Enden der
Zwischenwalzen symmetrisch zur Gerüstmitte liegt.
[0041] Diese Wirkungsweise der Zwischenwalzen-Biegevorrichtung ist in Fig.4 der Zeichnung
schematisch dargestellt. Die Kräftepfeile 26, 27, 28 und 29 deuten hierbei die die
Lage der Wirkung der vier als Zwischenwalzen-Biegevorrichtung wirkenden Verstellmittel
22 an. Die beiden Doppelpfeile 30 und 31 stellen die Mittelebene der Zwischenwalzen-Einbaustücke
dar und die beiden Pfeile 32 und 33 deuten die dem Biegen der Zwischenwalzen widerstrebenden
Kräfte an, die von der zugehörigen Stützwalze ausgehen. Die Relativlage der Doppelpfeile
30 und 31 einerseits zu den Kräftepfeilen 26 und 27 bzw. 28 und 29 sowie andererseits
zu den Pfeilen 32 und 33 entspricht der jeweiligen axialen Verschiebestellung der
Zwischenwalzen-Einbaustücke und damit auch der Zwischenwalze gegenüber der zugehörigen
Arbeitswalze und der zugehörigen Stützwalze.
[0042] Der Grundaufbau des in Fig. 5 dargestellten Sexto-Walzgerüstes entspricht voll und
ganz demjenigen des Walzgerüstes nach Fig. 1. Unterschiedlich sind hier jedoch Aufbau
und Wirkungsweise der Führungsstücke 19 bzw. 20 für die beiden Zwischenwalzen 4 und
5.
[0043] In Fig. ist in größerem Maßstab wiederum das rechte Führungsstück für die Einbaustücke
15 der oberen Zwischenwalze 4 gezeigt. Gleiche Ausbildung haben auch hier sämtliche
Führungsstücke 19 für die obere Zwischenwalze 4 und auch sämtliche Führungsstücke
20 für die untere Zwischenwalze 5. Sie unterscheiden sich lediglich hinsichtlich ihrer
Einbaulage in den Walzenständern 1.
[0044] Aus Fig. 6 ist anhand des oberen rechten Führungsstückes 19 gezeigt, daß die Führungsstükke
19 und 20 wiederum einen ständerseitigen Teil 34 und einen einbaustückseitigen Teil
35 aufweisen, daß aber zusätzlich noch ein Zwischenteil 36 vorhanden ist. Der ständerseitige
Teil 34 ist als Bestandteil des Blocks 12 ortsfest in die Walzenständer 1 eingebaut.
Er wirkt über parallel zur Walzenachse verlaufende Horizontalführungen 37 mit dem
Zwischenteil 36 zusammen, und zwar dergestalt, daß der Zwischenteil 36 im ständerseitigen
Teil 34 in Achsrichtung der Zwischenwalze 4 bzw. 5 verschiebbar ist, jedoch in Vertikalrichtung
formschlüssig darin abgestützt wird. In den Zwischenteil 36 greift der einbaustückseitige
Teil 35 des Führungsstückes 19 bzw. 20 ausschließlich vertikal verschiebbar ein, so
daß der Zwischenteil 36 und der einbaustückseitige Teil 35 gemeinsam die Horizontalverschiebung
relativ zum ständerseitigen Teil 34 ausführen können. Die in vertikaler Richtung formschlüssige
Horizontalführung zwischen dem Einbaustück 15 bzw. 16 der Zwischenwalze 4 bzw. 5 und
dem einbaustückseitigen Teil 35 des Führungsstücks 19 ist hier nur dem Wechsel der
Zwischenwalze 4 bzw. 5 dienlich; das Einbaustück 15 bzw. 16 und der einbaustückseitige
Teil 35 des Führungsstükkes 19 bzw. 20 sind also während des Walzbetriebes miteinander
gegen Horizontalverschiebung verriegelt.
[0045] Beim Führungsstück 19 bzw. 20 nach Fig. 6 ist das die Biegevorrichtung für die Zwischenwalze
4 bzw. 5 bildende Verstellmittel 38 in Form einer hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-einheit
in den einbaustückseitigen Teil 35 des Führungsstücks 19 bzw. 20 eingebaut, und seine
Kolbenstange 39 wirkt mit dem Zwischenteil 36 zusammen. Auch hier kann das Verstellmittel
38 doppelt wirkend ausgeführt sein und mit seiner Kolbenstange 39 zug- und druckfest
am Zwischenteil 36 angreifen.
[0046] Beim Führungsstück 19 bzw. 20 nach Fig. 6 ist nur ein einziges Verstellmittel 38
vorhanden, und zwar ist es so eingebaut, daß es auf der zur Längsachse der Zwischenwalze
4 bzw. 5 verlaufenden Mittelebene des Einbaustückes 15 bzw. 16 wirksam ist.
[0047] Bei jeder Axialverschiebung der Zwischenwalze 4 bzw. 5 führt das einbaustückseitige
Teil 35 zusammen mit dem Zwischenteil 36 eine entsprechende Horizontalverlagerung
relativ zum ständerseitigen Teil 34 aus, ohne daß sich die Wirkebene des Verstellmittels
38 relativ zum Zwischenwalzen-Einbaustück 15 bzw. 16 ändert. Demzufolge bleibt auch
in jeder axialen Schiebestellung der Zwischenwalze 4 bzw. 5 ihr Biegehebelarm unverändert
gleich.
[0048] Gegenüber dem Ausführungsbeispiel einer Zwischenwalzen-Biegevorrichtung nach Fig.
2 weist diejenige nach Fig. 6 insofern einen vereinfachten Aufbau auf, als sie jeweils
nur mit einer einzigen als Biegevorrichtung dienenden Verstellvorrichtung 38 auskommt.
Eine Steuerung für die Biegevorrichtung nach Fig. 6 kann also einfacher gestaltet
werden, weil nur die Wirkung der Stellkräfte beider Zwischenwalzenenden symmetrisch
zur Gerüstmitte liegen muß. Statt dessen wird aber beim Ausführungsbeispiel nach Fig.
6 als zusätzliches Element das Zwischenteil 36 benötigt, welches jedoch als mechanisch
einfaches Bauteil kostengünstig ausgeführt werden kann.
[0049] Sowohl beim Ausführungsbeispiel einer Zwischenwalzen-Biegevorrichtung nach Fig. 2
als auch nach demjenigen nach Fig. 6 ist es von wesentlicher Bedeutung, daß zu ihrer
Unterbringung im Walzgerüst praktisch nur ein Einbauraum benötigt wird, welcher sowieso
für die Unterbringung der Zwischenwalzen-Einbaustücke 15 bzw. 16 erforderlich ist.
Aufgrund dieser Tatsache steht also der optimalen Durchmesserwahl für die Arbeits-
und Zwischenwalzen kein Hindernis im Wege. Das problemlose Wechseln der Arbeits- und
Zwischenwalzen ist ohne weiteres gewährleistet, und es ergibt sich auch keine gegenseitige
Beeinträchtigung der verfügbaren Konstruktionsräume und demzufolge keine Einschränkung
hinsichtlich der Gestaltung der wirksamen Kraftübertragungssysteme für die Biege-Korrekturkräfte
der Zwischenwalzen.
[0050] Durch die an den axial verschiebbaren Zwischenwalzen 4 und 5 stattfindende Walzenbiegung
wird das erzielbare Walzergebnis verbessert, weil eine Verminderung der Hertz'schen
Pressung zwischen den Arbeitswalzen eintritt, und die hieraus resultierenden Temperaturgradienten
an den Arbeitswalzen eine höhere Sicherheit gegen Schalenausbrüche bieten. Auch der
Arbeitswalzen-Verschleiß wird wesentlich vermindert, weil die Arbeitswalzen nicht
um die Kante der Zwischenwalzen korrigiert werden.
[0051] Aus Fig. 7 ist ein Sexto-Walzgerüst ersichtlich, welches sich in seinem Grundaufbau
von den Walzgerüsten nach den Fig. 1 und 5 unterscheidet. Während bei den Walzgerüsten
nach den Fig. 1 und 5 die Arbeitswalzen 2, 3, die Zwischenwalzen 4, 5 und die Stützwalzen
6, 7 auf einer gemeinsamen vertikalen Achsebene liegen, ist beim Walzgerüst nach Fig.
7 diese im wesentlichen gemeinsame Achsebene in bestimmter Größe aus der Vertikalen
verlagert. In Richtung der Verlagerung werden dabei die Arbeitswalzen 2 und 3 durch
an Stützbrücken 40 und 41 gelagerten Zwischenrollen 42 und 43 und/oder Stützrollen
44, 45 an ihrem Ballenumfang abgestützt. Auch in diesem Falle lassen sich den Einbaustücken
15, 16 der Zwischenwalzen 4 und 5 Zwischenwalzen-Biegevorrichtungen der in den Fig.
2 und 6 gezeigten Ausführung zuordnen und demzufolge die Vorteile der Zwischenwalzenbiegung
optimal nutzen.
[0052] Aus den Fig. 8 und 9 ist zusätzlich zur Zwischenwalzenbiegevorrichtung eine Arbeitswalzenbiegevorrichtung
zu erkennen, bei der die Führungsstücke 117 und 118 für die Einbaustücke 13 und 14
der beiden Arbeitswalzen 2 und 3 grundsätzlich den gleichen Aufbau haben wie die Führungsstücke
19 und 20 für die beiden Zwischenwalzen 4 und 5. Auch ihre Relativlage zueinander
im Walzgerüst entspricht im Grunde genommen derjenigen der Führungsstücke 19 und 20
für die Zwischenwalzen 4 und 5.
[0053] Aus Fig. 8 ist aus einem Führungsstück 117 ersichtlich, daß jedes der Führungsstücke
117 und 118 aus einem ständerseitigen Teil 53 und einem dem Einbaustück 13 bzw. 14
zugeordneten Teil 54 besteht. In das ständerseitige Teil 53 sind dabei die die Biegevorrichtung
für die Arbeitswalzen 2 bzw. 3 bildenden Verstellmittel 55 eingebaut, die als Kolben-Zylinder-Einheiten
ausgeführt sind und über ihre Kolbenstange 56 am einbaustückseitigen Teil 54 angreifen.
Die Wirkverbindung zwischen den Kolbenstangen 56 der Verstellmittel 55 und dem einbaustückseitigen
Teil 54 jedes Führungsstückes 117 bzw. 118 ist dabei von solcher Art, daß mit ihrer
Hilfe über die Führungsstücke 117 bzw. 118 Biegekräfte auf die Arbeitswalze 2 bzw.
3 sowohl in Richtung gegen die zugehörige Zwischenwalze 4 bzw. 5 als auch in Richtung
von ihr weg ausüben lassen. Hierzu ist es einerseits notwendig, die Verstellmittel
55 doppelt wirkend auszuführen, während andererseits ihre Kolbenstangen 56 zug- und
druckfest mit den einbaustückseitigen Teil 54 des Führungsstückes 117 bzw. 118 verbunden
werden müssen. Die beiden Teile 53 und 54 des Führungsstückes 117 bzw. 118 sind ausschließlich
vertikal zueinander relativ verschiebbar zusammengesetzt, also gegen jegliche Horizontalverschiebung
zueinander gesichert.
[0054] Die ständerseitigen Teile 53 der Führungsstükke 117 und 118 werden zweckmäßigerweise
über Widerlager gegen die Blöcke 12 und/oder gegeneinander abgestützt und zwar derart,
daß ihre einbaustückseitigen Teile 54 und damit auch die Einbaustücke 13 und 14 für
die Arbeitswalzen 2 und 3 durch die die Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel
55 unabhängig von der jeweiligen Stützlage der ständerseitigen Teile 53 zur Arbeitswalzenbiegung
verlagert werden können.
[0055] Nach Fig. 8 sind als Widerlager beispielsweise Kolben-Zylinder-Einheiten 57 vorgesehen,
welche die ständerseitigen Teile 53 der Führungsstücke 117 und 118 so miteinander
in Verbindung halten, daß sie eine Grundeinstellung des Walzspaltes zwischen den Arbeitswalzen
2 und 3 ermöglichen, jedoch eine gemeinsame, vertikale Relativverlagerung der Führungsstücke
117 und 118 relativ zu den Blöcken 12 in unbegrenztem Maße zulassen. Unabhängig von
dieser möglichen Relativverlagerung des Arbeitswalzensatzes 2, 3 in Vertikalrichtung
zu den Blöcken 12 können aber durch die Verstellmittel 55 die beiden Arbeitswalzen
2 und 3 einzeln in jeder der beiden möglichen Richtungen in der Vertikalebene gebogen
werden, um die jeweils wünschenswerten Eingriffe in den Walzprozeß zu ermöglichen.
[0056] Durch die Kombination von Arbeitswalzenbiegung und Zwischenwalzenbiegung bei Verwendung
verschiebbarer Zwischenwalzen ergibt sich nicht nur eine Korrekturbereichserweiterung,
sondern es läßt sich auch eine Verbesserung der Bandprofilqualität durch den gleichzeitigen
Eingriff der beiden Korrekturmittel Arbeitswalzenbiegung und Zwischenwalzenbiegung
erzielen. Ferner ist eine Optimierung der Fugendrücke einerseits der Arbeitswalzen
zu den Zwischenwalzen und andererseits der Zwischenwalzen zu den Stützwalzen möglich,
so daß nicht nur ein geringerer Walzenverschleiß erreicht wird, sondern sich auch
verminderte Walzenbeanspruchungen und Walzenlagerbelastungen ergeben. Schließlich
kann durch die Zwischenwalzenbiegung eine Stützwalzen-Profilkorrektur hervorgebracht
werden, während gleichzeitig die Arbeitswalzenbiegung die Möglichkeit für Eingriffe
in den Walzprozeß bietet.
[0057] Der Grundaufbau des in Fig. 10 dargestellten Sexto-Walzgerüstes entspricht voll und
ganz demjenigen des Walzgerüstes nach Fig. 8. Unterschiedlich sind hier jedoch einerseits
Aufbau und Wirkungsweise der Führungsstücke 19 bzw. 20 für die Zwischenwalzen-Einbaustücke
15 und 16 sowie andererseits auch der Aufbau der Führungsstücke 117 und 118 für die
Arbeitswalzen-Einbaustücke 13 und 14.
[0058] Fig. 11 zeigt neben der im Zusammenhang mit Fig. 6 bereits beschriebenen Zwischenwalzenbiegung
das aus Fig. 10 ersichtliche rechte Führungsstück 117 für die Einbaustücke 13 der
oberen Arbeitswalze 2. Auch hier ist darauf hinzuweisen, daß sämtliche Führungsstücke
117 für die obere Arbeitswalze 2 wie auch sämtliche Führungsstücke 118 für die untere
Arbeitswalze 3 untereinander gleiche Ausbildung haben und daß sie sich lediglich hinsichtlich
ihrer Einbaulage in den Walzenständern 1 voneinander unterscheiden.
[0059] Den Fig. 10 und 11 ist am Beispiel des oberen rechten Führungsstückes 117 für die
Einbaustükke 13 der oberen Arbeitswalze 2 zu entnehmen, daß die Führungsstücke 117
und 118 ebenfalls einen ständerseitigen Teil 58 und einen einbaustückseitigen Teil
59 aufweisen.
[0060] Abweichend von der Ausbildung der Führungsstücke 117 und 118 nach den Fig. 8 und
9 ist bei den Führungsstücken 117 und 118 des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 10
und 11 das die Biegevorrichtung für die Arbeitswalze 2 bzw. 3 bildende Verstellmittel
60 in Form einer hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheit mit den einbaustückseitigen
Teilen 59 der Führungsstücke 117 bzw. 118 eingebaut und seine Kolbenstange 61 wirkt
mit dem ständerseitigen Teil 58 zusammen. Auch hier ist das Verstellmittel 60 doppelt
wirkend ausgeführt und mit seiner Kolbenstange 39 zug- und druckfest am ständerseitigen
Teil 58 befestigt.
[0061] Wie bereits im Zusammenhang mit dem Walzgerüst nach den Fig. 8 und 9 erwähnt wurde,
ist es sinnvoll, den Führungsstücken 117 und 118 für die Einbaustücke 13 und 14 der
Arbeitswalzen 2 und 3 in den ständerseitigen Blöcken 12 Widerlager so zuzuordnen,
daß einerseits die Relativlage zwischen den ständerseitigen Teilen 58 der jeweils
übereinanderliegenden Führungsstücke 117 und 118 zueinander, andererseits aber auch
deren Relativlage zu den Blöcken 12 bestimmt werden kann, ohne daß hierbei eine Veränderung
der Relativlage zwischen den ständerseitigen Teilen 58 und den einbaustückseitigen
Teilen 59 über die Stellmittel 60 erforderlich ist. Wie in Fig. 10 anhand der linken
Führungsstücke 117 und 118 für die Einbaustücke 13 und 14 der Arbeitswalzen 2 und
3 gezeigt ist, können zur Bildung dieser Widerlager jeweils in den ständerseitigen
Teil 58 der Führungsstücke 117 und 118 Kolben-Zylinder-Einheiten 62 und 63 eingebaut
werden. Die Kolbenstangen 64 und 65 der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten 62 und 63
stützen sich dabei einerseits gegeneinander ab oder sind miteinander kuppelbar, während
sie andererseits gegen horizontal verlaufende Stützflächen der Blöcke 12 zur Anlage
kommen. Durch Beaufschlagung der doppelt wirkend ausgeführten Kolben-Zylinder-Einheiten
62 und 63 ist es dann möglich, die Relativlage der ständerseitigen Teile 58 der Führungsstücke
117 und 118 einerseits zueinander und andererseits zu den Blöcken 12 zu verändern,
ohne daß hierzu die als Biegevorrichtung für die Arbeitswalzen 2 und 3 dienenden Verstellmittel
60 in den Führungsstücken 117 und 118 beeinflußt werden müssen.
[0062] Sowohl beim Ausführungsbeispiel eines Walzgerüstes nach den Fig. 8 und 9 als auch
bei demjenigen nach den Fig. 10 und 11 ist es von wesentlicher Bedeutung, daß sowohl
für die Unterbringung der Zwischenwalzen-Biegevorrichtung als auch der Arbeitswalzen-Biegevorrichtung
im Walzgerüst praktisch nur ein Einbauraum benötigt wird, welcher sowieso für die
Unterbringung der Zwischenwalzen-Einbaustücke 15 bzw. 16 und der Arbeitswalzen-Einbaustücke
13 bzw. 14 erforderlich ist. Aufgrund dieser Tatsache steht daher der optimalen Durchmesserwahl
für die Arbeits- und Zwischenwalzen kein Hindernis im Wege und auch das problemlose
Wechseln der Arbeits- und Zwischenwalzen ist ohne weiteres gewährleistet. Ferner ergibt
sich keine gegenseitige Beeinträchtigung der verfügbaren Konstruktionsräume für die
Zwischenwalzen- und die Arbeitswalzen-Biegevorrichtungen mit der Folge, daß auch keine
Einschränkung hinsichtlich der Gestaltung der wirksamen Kraftübertragungssysteme für
die Biege-Korrekturkräfte der Zwischen- und Arbeitswalzen eintritt.
[0063] Durch die nicht nur an den axial verschiebbaren Zwischenwalzen 4 und 5 sondern auch
an den Arbeitswalzen 2 und 3 mögliche Walzenbiegung wird das erzielbare Walzergebnis
beträchtlich verbessert, weil die Fugendrücke einerseits der Arbeitswalzen zu den
Zwischenwalzen und andererseits der Zwischenwalzen zu den Stützwalzen sich optimieren
lassen, die Bandprofil- qualität durch gleichzeitigen Eingriff beider Korrekturmittel
verbessert werden kann und eine Stützwalzen-Profilkorrektur durch die Zwischenwalzenbiegung
möglich ist, während die Arbeitswalzenbiegung dem Eingriff in den Walzprozeß dient.
1. Walzgerüst mit zwei Arbeitswalzen (2, 3) zwei Zwischenwalzen (4, 5) und zwei Stützwalzen
(6, 7) (Sechswalzen-Walzgerüst), bei welchem wenigstens die Stützwalzen (6, 7) und
die Zwischenwalzen (4, 5) im wesentlichen in gleicher Vertikalebene übereinanderliegen,
bei welchem ferner die Zwischenwalzen (4, 5) zwischen den Stützwalzen (6, 7) und den
Arbeitswalzen (2, 3) axial verschiebbar angeordnet sind und bei welchem ständerfeste
Blöcke (12) einerseits mit vertikalen Führungsflächen für die Einbaustücke (13, 14)
der Arbeitswalzen (2, 3) versehen sind und andererseits vertikale Führungsflächen
für die Einbaustücke (15, 16) der Zwischenwalzen (4, 5) tragen, bei welchem weiterhin
Verstellmittel (22) zum Ausbalancieren und Biegen der Zwischenwalzen (4, 5) vorhanden
sind, die mit Wirkrichtung gegen die Stützwalzen (6, 7) auf die Einbaustücke (15,
16) der Zwischenwalzen (4, 5) zur Wirkung bringbar sind, und bei welchem die die Biegevorrichtungen
für die Zwischenwalzen (4, 5) bildenden Verstellmittel (22) in Horizontalrichtung
parallel zu den Walzenachsen verlagert werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Biegevorrichtungen vorgesehenen Verstellmittel (22) in den ständerfesten
Blöcken (12) sitzen,
daß an jedem Block (12) in Vertikalrichtung verschiebbar ein unteres (20) und ein
oberes (19) mit Führungsflächen für die Einbaustücke (16 bzw.
15) der Zwischenwalzen (5 bzw. 4) versehenes Führungsstück (20, 19) geführt ist,
daß die Einbaustücke (15, 16) in Horizontalrichtung relativ zur Wirklage der Verstellmittel
(22) verschoben werden und/oder die Wirklage der Verstellmittel (22) innerhalb der
Führungsstücke (19, 20) in Horizontalrichtung variiert (20', 22') wird,
daß jedes Führungsstück (19, 20) aus einem ständerseitigen Teil (23) und einem dem
Einbaustück (15, 16) der Zwischenwalze (4, 5) zugeordneten Teil (24) besteht,
daß die beiden Teile (23, 24) der Führungsstücke (19, 20) ausschließlich vertikal
zueinander relativ verschiebbar sind,
daß zwischen ihnen jeweils zwei in Axialrichtung der Zwischenwalzen (4, 5) mit Abstand
hintereinanderliegende Verstellmittel (22; 22', 22") als Biegevorrichtung angreifen,
daß die Einbaustücke (15, 16) der Zwischenwalzen (4, 5) relativ zu den ihnen zugeordneten
Teilen (24) der Führungsstücke (19, 20) ausschließlich horizontal verschiebbar angeordnet
sind (21; Fig. 1 bis 3),
und daß die beiden mit Abstand hintereinanderliegenden Verstellmittel (22; 22', 22")
in Abhängigkeit von der jeweiligen axialen Schiebestellung der Zwischenwalzen-Einbaustücke
(15, 16) hinsichtlich ihrer Stellkräfte variierbar sind.
2. Walzgerüst mit zwei Arbeitswalzen (2, 3) zwei Zwischenwalzen (4, 5) und zwei Stützwalzen
(6,7) (Sechswalzenwalzgerüst), bei welchem wenigstens die Stützwalzen (6, 7) und die
Zwischenwalzen (4, 5) im wesentlichen in gleicher Vertikalebene übereinander liegen,
bei welchem ferner die Zwischenwalzen (4, 5) zwischen den Stützwalzen (6, 7) und den
Arbeitswalzen (2, 3) axial verschiebbar angeordnet sind und bei welchem ständerfeste
Blöcke (12) einerseits mit vertikalen Führungsflächen für die Einbaustücke (13, 14)
der Arbeitswalzen (2, 3) versehen sind und andererseits vertikale Führungsflächen
für die Einbaustücke (15, 16) der Zwischenwalzen (4, 5) tragen, bei welchen weiterhin
Verstellmittel (38) zum Ausbalancieren und Biegen der Zwischenwalzen (4, 5) vorhanden
sind, die mit Wirkrichtung gegen die Stützwalzen (6, 7) auf die Einbaustücke (15,
16) der Zwischenwalzen (4, 5) zur Wirkung bringbar sind, und bei welchem die die Biegevorrichtungen
für die Zwischenwalzen (4, 5) bildenden Verstellmittel (38) in Horizontalrichtung
parallel zu den Walzenachsen verlagert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die als
Biegevorrichtungen vorgesehenen Verstellmittel (38) in den ständerfesten Blöcken (12)
sitzen, daß an jedem Block (12) in Vertikalrichtung verschiebbar ein unteres (20)
und ein oberes (19) mit Führungsflächen für die Einbaustücke (16 bzw. 15) der Zwischenwalzen
(5 bzw. 4) versehenes Führungsstück (20,19) geführt ist,
daß die Horizontalverschiebung der Verstellmittel (38) relativ zu den Einbaustücken
(15,16) und/ oder innerhalb der Führungsstücke (19, 20) durchgeführt wird,
daß jedes Führungsstück (19, 20) aus einem ständerseitigen Teil (34) und einem den
Einbaustükken (15, 16) der Zwischenwalzen (4, 5) zugeordneten Teil (35) besteht,
daß die beiden Teile (34, 35) der Führungsstücke (19, 20) horizontal und vertikal
zueinander relativ verschiebbar sind (36),
daß zwischen ihnen ein in den einbaustückseitigen Teil (35) der Führungsstücke (19,
20) eingebautes Verstellmittel (38) jeweils auf der Mittelebene der Zwischenwalzen-Einbaustücke
(15, 16) vorgesehen ist,
daß der einbaustückseitige Teil (35) des Führungsstückes (19, 20) mit dem zugehörigen
Einbaustück (15, 16) relativ zum ständerseitigen Teil
(34) horizontal verschiebbar (21) verbunden ist, und daß der ständerseitige Teil (34)
mit dem einbaustückseitigen Teil (35) der Führungsstücke (19, 20) über ein Zwischenteil
in Verbindung steht, welches einerseits horizontale Schiebeführungen (37) zum ständerseitigen
Teil (34) und andererseits vertikale Schiebeführungen zum einbaustückseitigen Teil
(35) hat (Fig. 5 und 6).
3. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Biegevorrichtung
bildenden Verstellmittel (22) im ständerseitigen Teil (23) der Führungsstücke (19,
20) eingebaut sind und am einbaustückseitigen Teil (24) angreifen (25; Fig. 1 und
2).
4. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel
(22 bzw. 38) aus hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten bestehen,
die in das eine Teil (23 bzw. 35) des Führungsstückes (19, 20) eingebaut sind und
deren Kolbenstange (25 bzw. 39) am anderen Teil (24 bzw. 36, 34) angreift.
5. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel
(22 bzw. 38) doppelt wirkend ausgebildet sind sowie zug- und druckfest zwischen die
Führungsstücke (19, 20) eingreifen.
6. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch den
Einbaustücken (13,14) beider Arbeitswalzen (2,3) in den Blöcken (12) vorgesehene Verstellmittel
(55; 60) als Biegevorrichtungen zugeordnet sind, die an Führungsstücken (117 bzw.
118) angreifen, welche wiederum einerseits über Vertikalführungen (53, 54 bzw. 58,
59) in den Blöcken (12) gehalten sind und andererseits Horizo%italführungen (54 bzw.
59) für die Einbaustücke (13, 14) aufweisen (Fig. 8 bis 11).
7. Walzgerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Führungsstück (117
bzw. 118) aus einem ständerseitigen Teil (53 bzw. 58) und einem dem Einbaustück (13
bzw. 14) der Arbeitswalze (2 bzw. 3) zugeordneten Teil (54 bzw. 59) besteht, wobei
die die Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel (55 bzw. 60) zwischen diesen beiden
Teilen (53, 54 bzw. 58, 59) angeordnet sind (Fig. 9 bzw. 11).
8. Walzgerüst nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile
(53, 54 bzw. 58, 59) der Führungsstücke (117, 118) ausschließlich vertikal zueinander
relativ verschiebbar sind und die Einbaustücke (13, 14) der Arbeitswalzen (2,3) relativ
zu den ihnen zugeordneten Teilen (54, 59) der Führungsstücke (17, 18) ausschließlich
horizontal verschiebbar angeordnet sind (Fig. 9 bzw. 10).
9. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel (55) im ständerseitigen Teil (53) der Führungsstücke
(117, 118) eingebaut sind und am einbaustückseitigen Teil (54) angreifen (56; Fig.
9).
10. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Biegevorrichtung bildenden Verstellmittel (60) im einbaustückseitigen Teil (59) der
Führungsstücke (117, 118) eingebaut sind und am ständerseitigen Teil (58) angreifen
(61; Fig. 11).
11. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verstellmittel (55 bzw. 60) aus hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten
bestehen, die in das eine Teil (53 bzw. 59) des Führungsstückes (117 bzw. 118) eingebaut
sind und deren Kolbenstange (56 bzw. 61) am anderen Teil (54 bzw. 58) angreift (Fig.
9 bzw. 11).
12. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verstellmittel doppelt wirkend ausgebildet sind sowie zug- und druckfest zwischen
die Führungsstücke (117, 118) eingreifen.
13. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß den
ständerseitigen Teilen (53 bzw. 58) der Führungsstükke (117, 118) innerhalb der Blöcke
(12) der Walzenständer (1) Widerlager (57 bzw. 62, 63) zugeordnet sind, über die die
Relativlage der ständerseitigen Teile (53 bzw. 58) der Führungsstükke (117 und 118)
zueinander und/oder zu den Blöcken (12) bestimmbar ist.
14. Walzgerüst nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Widerlager
(57 bzw. 62, 63) aus in die ständerseitigen Teile (53 bzw. 58) der Führungsstücke
(117, 118) eingebauten Kolben-Zylinder-Einheiten bestehen.
1. Roll stand with two working rolls (2, 3), two intermediate rolls (4, 5) and two
backing rolls (6, 7) (six-roll stand), in which at least the backing rolls (6, 7)
and the intermediate rolls (4, 5) lie one above the other in substantially the same
vertical plane, in which furthermore the intermediate rolls (4, 5) are arranged to
be axially displaceable between the backing rolls (6, 7) and the working rolls (2,
3) and in which blocks (12) fast with the stand are on the one hand provided with
vertical guide surfaces for the installation pieces (13, 14) of the working rolls
(2, 3) and on the other hand carry vertical guide surfaces for the installation pieces
(15, 16) of the intermediate rolls (4, 5), in which adjusting means (22) are further
present for the counterbalancing and bending of the intermediate rolls (4, 5) which
are bringable into effect with effective direction towards the backing rolls (6, 7)
onto the installation pieces (15, 16) of the intermediate rolls (4, 5) and in which
the adjusting means (22), which form the bending devices for the intermediate rolls
(4, 5), are redisposed in horizontal direction parallelly to the roll axes, characterised
thereby,
that the adjusting means (22) provided as bending devices sit in the blocks (12) fast
with the stand,
that a lower (20) and an upper (19) guide piece (20, 19), provided with guide surfaces
for the installation pieces (16 or 15) of the intermediate rolls (5 or 4), is guided
at each block (12) to be displaceable in vertical direction,
that the installation pieces (15, 16) are displaced in horizontal direction relative
to the effective position of the adjusting means (22) and/or that effektive position
of the adjusting means (22) is varied (20', 22') in horizontal direction within the
guide pieces (19, 20),
that each guide piece (19, 20) consists of a part (23) at the stand side and a part
(24) associated with the installation piece (15, 16) of the intermediate rolls (4,
5),
that both the parts (23, 24) of the guide pieces (19, 20) are exclusively displaceable
vertically one relative to the other,
that between them two adjusting means (22; 22', 22"), lying one behind the other at
a spacing in axial direction of the intermediate rolls (4, 5), each time engage as
bending device,
that the installation pieces (15, 16) of the intermediate rolls (4, 5) are arranged
(21; Fig. 1 to 3) to be exclusively displaceable horizontally relative to the parts
(24), associated with them, of the guide pieces (19, 20),
and that both the adjusting means (22; 21', 22") lying one behind the other at a spacing
are variable in respect of their setting forces in dependence on the respective axial
slide setting of the intermediate roll installation pieces (15,16).
2. Roll stand with two working rolls (2, 3), two intermediate rolls (4, 5) and two
backing rolls (6, 7) (six-roll stand), in which at least the backing rolls (6, 7)
and the intermediate rolls (4, 5) lie one above the other in substantially the same
vertical plane, in which furthermore the intermediate rolls (4, 5) are arranged to
be axially displaceable between the backing rolls (6, 7) and the working rolls (2,
3) and in which blocks (12) fast with the stand are on the one hand provided with
vertical guide surfaces for the installation pieces (13, 14) of the working rolls
(2, 3) and on the other hand carry vertical guide surfaces for the installation pieces
(15, 16) of the intermediate rolls (4, 5), in which adjusting means (38) are furthermore
present of the counterbalancing and bending of the intermediate rolls (4, 5) which
are bringable into effect with effective direction towards the backing rolls (6, 7)
onto the installation pieces (15, 16) of the intermediate rolls (4, 5) and in which
the adjusting means (38), which form the bending devices for the intermediate rolls
(4, 5), are redisposed in horizontal direction parallelly to the roll axes, characterised
thereby,
that the adjusting means (38) provided as bending devices sit in the blocks (12) fast
with the stand, that a lower (20) and an upper (19) guide piece (20, 19), provided
with guide surfaces for the installation pieces (16 or 15) of the intermediate rolls
(5 or 4), is guided at each block (12) to be displaceable in vertical direction, that
the horizontal displacement of the adjusting means (38) is performed relative to the
installation pieces (15,16) and within the guide pieces (19,20), that each guide piece
(19, 20) consists of a part
(34) at the stand side and a part (35) associated with the installation pieces (15,
16) of the intermediate rolls (4, 5),
that both the parts (34, 35) of the guide pieces (19, 20) are displaceable (36) horizontally
and vertically one relative to the other,
that between them an adjusting means (38) built into the part (35), at the installation
piece side, of the guide pieces (19, 20) is provided each time on the central plane
of the intermediate roll installation pieces (15,16),
that the part (35), at the installation piece side, of the guide pieces (19, 20) is
connected with the associated installation piece (15, 16) to be horizontally displaceable
(21) relative to the part (34) at the stand side,
and that the part (34) at the stand side stands in connection with the part (35),
at the installation piece side, of the guide pieces (19, 20) through an intermediate
part which has on the one hand horizontal slide guides (37) to the part (34) at the
stand side and on the other hand vertical slide guides to the part (35) at the installation
piece side (Fig. 5 and 6).
3. Roll stand according to claim 1, characterised thereby, that the adjusting means
(22), which form the bending device, are built into the part (23), at the stand side,
of the guide pieces (19, 20) and engage (25; Fig. 1 and 2) at the part (24) at the
installation piece side.
4. Roll stand according to one of the claims 1 to 3, characterised thereby, that the
adjusting means (22 or 38) consist of hydraulically loadable piston-cylinder units
which are built into the one part (23 or 35) of the guide piece (19, 20) and the piston
rod (25 or 39) of which engages at the other part (24 or 36, 34).
5. Roll stand according to one of the claims 1 to 4, characterised thereby, that the
adjusting means (22 or 38) are constructed to be double-acting as well as engage between
the guide pieces (19, 20) in a manner resistant to tension and compression.
6. Roll stand according to one of the claims 1 to 5, characterised thereby, that displacing
means (55; 60) provided in the blocks (12) are associated also with the installation
pieces (13, 14) of both working rolls (2, 3) as bending devices which engage at guide
pieces (117 or 118), which in turn on the one hand are held through vertical guides
(53, 54 or 58, 59) in the blocks (12) and on the other hand display horizontal guides
(54 or 59) for the installation pieces (13, 14) (Fig. 8 to 11).
7. Roll stand according to claim 6, characterised thereby, that each guide piece (117
or 118) consists of a part (53 or 58) at the stand side and a part (54 or 59) associated
with the installation piece (13 or 14) of the working roll (2 or 3), wherein the displacing
means (55 or 60) forming the bending device are arranged between both these parts
(53,54 or 58,59) (Fig. 9 or 11).
8. Roll stand according to claim 6 or 7, characterised thereby, that both the parts
(53, 54 or 58, 59) of the guide pieces (117, 118) are exclusively displaceable vertically
one relative to the other and the installation pieces (13,14) of the working rolls
(2, 3) are arranged to be exclusively displaceable horizontally relative to the parts
(54, 59), associated with them, of the guide pieces (17,18) (Fig. 9 or 10).
9. Roll stand according to one of the claims 6 to 8, characterised thereby, that the
adjusting means (55), which form the bending device, are built into the part (53),
at the stand side, of the guide pieces (117,118) and engage (56; Fig. 9) at the part
(54) at the installation piece side.
10. Roll stand according to one of the claims 6 to 8, characterised thereby, that
the adjusting means (60), which form the bending device, are built into the part (59),
at the installation piece side, of the guide pieces (117, 118) and engage (61; Fig.
11) at the part (58) at the stand side.
11. Roll stand according to one of the claims 6 to 10, characterised thereby, that
the adjusting means (55 or 60) consist of hydraulically loadable piston-cylinder units
which are built into the one part (53 or 59) of the guide piece (117 or 118) and the
piston rod (56 or 61) of which engages at the other part (54 or 58) (Fig. 9 or 11).
12. Roll stand according to one of the claims 6 to 11, characterised thereby, that
the adjusting means are constructed to be double-acting as well as engage between
the guide pieces (117, 118) in a manner resistant to tension and compression.
13. Roll stand according to one of the claims 6 to 12, characterised thereby, that
counterbear- ings (57 or 62, 63), through which the relative position of the parts
(53 or 58), at the stand side, of the guide pieces (117 and 118) to each other and/or
to the blocks (12) is determinable, are associated with the parts (53 or 58), at the
stand side, of the guide pieces (117, 118) within the blocks (12) of the roll stands
(1).
14. Roll stand according to claim 13, characterised thereby, that the adjustable counterbear-
ings (57 or 62, 63) consist of pistoncylinder units built into the parts (53 or 58),
at the stand side, of the guide pieces (117,118).
1. Cage de laminoir avec deux cylindres de travail (2, 3), deux cylindres intermédiaires
(4, 5) et deux cylindres de soutien (6,7) (cage de laminoir sexto), dans laquelle
au moins les cylindres de soutien (6, 7) et les cylindres intermédiaires (4, 5) sont
situés sensiblement dans un même plan vertical, dans laquelle en outre les cylindres
intermédiaires (4, 5) sont disposés avec possibilité de déplacement axial entre les
cylindres de soutien (6, 7) et les cylindres de travail (2, 3) et dans laquelle des
blocs (12) fixés aux colonnes d'une part sont munis de faces de guidage verticales
pour les empoises (13,14) des cylindres de travail (2,3) et, d'autre part, portent
des faces de guidage verticales pour les empoises (15,16) des cylindres intermédiaires
(4, 5), dans laquelle en outre il existe, pour équilibrer et fair fléchir les cylindres
intermédiaires (4, 5), des moyens de déplacement (22) qui, avec une direction effective
contre les cylindres de soutien (6, 7), peuvent être mis en action sur les empoises
(15, 16) des cylindres intermédiaires (4, 5), et dans laquelle les moyens de déplacement
(22) formant les dispositifs de flexion pour les cylindres intermédiaires (4, 5) sont
déplacés en direction horizontale parallelement aux axes des cylindres, caractérisée
en ce
que les moyens de déplacement (22) prévus en tant que dispositifs de flexion sont
installés dans les blocs (12) fixés aux colonnes,
que sur chaque bloc (12) peut être déplacée en direction verticale une pièce de guidage
(20, 19) inférieure (20) et supérieure (19) de faces de guidage pour les empoises
(16 resp. 15) des cylindres intermédiaires (5 resp. 4),
que les empoises (15, 16 sont déplacées en direction horizontale par rapport à la
position active des moyens de déplacement (22), et/ou que la position active des moyens
de déplacement
(22) est modifiée (20', 22') en direction horizontale dans les guidages (19, 20),
que chaque guidage (19, 20) se compose d'une partie (23) côté colonne et d'une partie
(24) affectée à l'empoise (15, 16) du cylindre intermédiaire (4,5),
que les deux parties (23, 24) des guidages (19, 20) peuvent être déplacées exclusivement
verticalement relativement l'une à l'autre,
qu'entre elles attaquent, en tant que dispositif de flexion, deux moyens de déplacement
(22; 22', 22") situés à distance l'un derrière l'autre dans la direction axiale des
cylindres intermédiaires (4, 5),
que les empoises (15, 16) des cylindres intermédiaires (4,5) sont, par rapport aux
parties (24) des guidages (19, 20) qui leur sont affectées, disposées avec possibilité
de déplacement exclusivement horizontalement (21 ; fig. 1 à 3),
et que les deux moyens de déplacement (22; 22', 22") situés à distance l'un derrière
l'autre peuvent, en ce qui concerne leurs de déplacement, être modifiés en fonction
de la position de déplacement axiale des empoises des cylindres intermédiaires.
2. Cage de laminoir avec deux cylindres de travail (2, 3), deux cylindres intermédiaires
(4, 5) et deux cylindres de soutien (6, 7) (cage de laminoir sexto), dans laquelle
au moins les cylindres de soutien (6, 7) et les cylindres intermédiaires (4, 5) sont
situés sensiblement dans un même plan vertical, dans laquelle en outre les cylindres
intermédiaires (4, 5) sont disposés avec possibilité de déplacement axial entre les
cylindres de soutien (6, 7) et les cylindres de travail (2, 3), et dans laquelle des
blocs (12) fixés aux colonnes d'une part sont munis de faces de guidage verticales
pour les empoises (13, 14) des cylindres de travail (2, 3) et, d'autre part, portent
des faces de guidage verticales pour les empoises (15,16) des cylindres intermédiaires
(4, 5), dans laquelle en outre il existe, pour équilibrer et faire fléchir les cylindres
intermédiaires (4, 5), des moyens de déplacement (38) qui, avec une direction effective
contre les cylindres de soutien (6, 7), peuvent être mis en action surles empoises
(15, 16) des cylindres intermédiaires (4, 5), et dans laquelle les moyens de déplacement
(38) formant les dispositifs de flexion pour les cylindres intermédiaires (4, 5) sont
déplacés en direction horizontale parallèlement aux axes des cylindres, caractérisée
en ce
que les moyens de déplacement (38) prévus en tant que dispositifs de flexion sont
installés dans les blocs (12) fixés aux colonnes,
que sur chaque bloc (12) peut être déplacée en direction verticale une pièce de guidage
(20, 19) inférieure (20) et supérieure (19) munie de faces de guidage pour les empoises
(16 resp. 15) des cylindres intermédiaires (5 resp. 4),
que le déplacement horizontal des moyens de déplacement (38) est effectué par rapport
aux empoises (15, 16) et dans les guidages (19, 20), que chaque guidage (19, 20) se
compose d'une partie (34) côté colonne et d'une partie (35) affectée à l'empoise (15,
16) du cylindre intermédiaire (4,5),
que les deux parties (34, 35) des guidages (19,20) peuvent être déplacées horizontalement
et verticalement relativement l'une à l'autre (36),
qu'entre elles est prévu, sur le pla médian des empoises (15, 16) des cylindres intermédiaires,
un moyen de déplacement (38) installé dans la partie (35) des guidages (19,20) côté
empoises, que la partie (35) du guidage (19, 20) côté empoises est reliée à l'empoise
correspondante (15, 16) avec possibilité de déplacement horizontal (21) relativement
à la partie (34) côté colonne,
et que la partie (34) côté colonne est reliée à la partie côté empoise (35) des guidages
(19, 20) par une partie intermédiaire qui a d'une part des guidages coulissants horizontaux
(37) pour la partie côté colonne (34) et d'autre part des guidages coulissants verticaux
pour la partie côté empoise (35) (fig. 5 et 6).
3. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens de
déplacement (22) formant le dispositif de flexion sont installés dans la partie côté
colonne (23) des guidages (19, 20) et attaquent (25; fig. 1 et 2) la partie côté empoise
(24).
4. Cage de laminoir selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement (22 resp. 38) se composent de vérins hydrauliques qui sont installés
dans une partie (23 resp. 35) du guidage (19, 20) et dont la tige de piston (25 resp.
39) attaque l'autre partie (24 resp. 36, 34).
5. Cage de laminoir selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement (22 resp. 38) sont à double effet et attaquent entre les guidages
(19, 20) de manière rigide à la traction et à la compression.
6. Cage de laminoir selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'également
aux empoises (13,14) des deux cylindres de travail (2, 3) sont affectés des moyens
de déplacement (55; 60) prévus dans les blocs (12), ces moyens attaquant des pièces
de guidage (117 resp. 118) qui, à leur tour, d'une part sont maintenues dans les blocs
(12) par l'intermédiaire de guidages verticaux (53, 54 resp. 58, 59) et, d'autre part,
comportent des guidages horizontaux (54 resp. 59) pour les empoises (13,14) (fig.
8 à 11).
7. Cage de laminoirsselon la revendication 6, caractérisée en ce que chaque pièce
de guidage (117 resp. 118) se compose d'une partie côté colonne (53 resp. 58) et d'une
partie (54 resp. 59) affectée à l'empoise (13 resp. 14) du cylindre de travail (2
resp. 3), les moyens de déplacement (55 resp. 60) qui forment le dispositif de flexion
étant disposés entre ces deux parties (53, 54 resp. 58, 59) (fig. 9 resp. 11).
8. Cage de laminoir selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que les deux
parties (53, 54, resp. 58, 59) des pièces de guidage (117, 118) peuvent être déplacées
l'une par rapport à l'autre exclusivement verticalement et les empoises (13, 14) des
cylindres de travail (2, 3) sont disposées de manière à pouvoir être déplacées exclusivement
horizontalement par rapport aux parties (54, 59) des pièces de guidage (17, 18) qui
leur sont affectées (fig. 9 resp. 10).
9. Cage de laminoir selon une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement (55) qui forment le dispositif de flexion sont installés dans
la partie côté colonne (53) des pièces de guidage (117, 118) et attaquent (56; fig.
9) la partie côté empoise (54).
10. Cage de laminoir selon une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement (60) qui forment le dispositif de flexion sont installés dans
la partie côté empoise (59) des pièces de guidage (117, 118) et attaquent (61; fig.
11) la partie côté colonne (58).
11. Cage de laminoir selon une des revendications 6 à 10, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement (55 resp. 60) se composent de vérins hydrauliques installés
dans une partie (53, resp. 59) des pièces de guidage (117 resp. 118), leur tige de
piston (56 resp. 61) attaquant l'autre partie (54 resp. 58) (fig. 9 resp. 11).
12. Cage de laminoir selon une des revendications 6 à 11, caractérisée en ce que les
moyens de déplacement sont à double effet et attaquent entre les pièces de guidage
(117,118) de manière rigide à la traction et à la compression.
13. Cage de laminoir selon une des revendications 6 à 12 caractérisée en ce qu'aux
parties côté colonne (53 resp. 58) des pièces de guidage (117,118) à l'intérieur des
blocs (12) des colonnes (1) sont affectées des butées (57 resp. 62, 63) par l'intermédiaire
desquelles la position relative des parties côté colonnes (53 resp. 58) des pièces
de guidage (117 et 118) les unes par rapport aux autres et/ou aux blocs (12) peut
être déterminée.
14. Cage de laminoir selon la revendication 13, caractérisée en ce que les butées
déplaçables (57 resp. 62, 63) se composent de vérins hydrauliques installés dans les
parties côté colonnes (53 resp. 58) des pièces de guidage (117,118).