[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum maschinellen
Evakuieren und Verschließen von insbesondere mit Frischfleisch und Frischfisch gefüllten
Kunststoffbeuteln aus luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem Kunststoff.
[0002] Zum Evakuieren und Verschließen von mit Waren gefüllten Kunststoffbeuteln sind bereits
verschiedene Vorrichtungen bekannt. Bei der Vakuumverpackungsvorrichtung nach dem
DE-GM 72 33 15o, die sich in der Praxis bewährt hat, sind zwei etwa im Abstand der
Beutelbreite voneinander angeordnete in den Beutel einführbare Saugdüsen vorgesehen,
mittels denen dieser während des Evakuierens gespannt wird. Obwohl die öffnung zwischen
den Saugdüsen hierbei mittels Preßschienen verschlossen wird, kann dennoch Falschluft
zwischen diesen und den Saugdüsen in den Beutel eindringen. Nachteilig ist aber vor
allem, daß sich der Beutel im Bereich der Saugdüsen rasch schließt, indem sich Beutelteile
aneinanderlegen, so daß das Evakuieren erschwert wird und Falten gebildet werden.
Außerdem ist der Zeit- und Arbeitsaufwand, da die zu evakuierenden und verschließenden,
mit dem zu verpackenden Gut gefüllten Beutel einzeln den Saugdüsen zuzuführen sind,
erheblich.
[0003] Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum maschinellen Evakuieren
und Verschließen von Kunststoffbeuteln zu schaffen, mittels der nicht nur mit geringem
Energieaufwand eine einwandfreie Evakuierung eines Beutels in kurzer Zeit zu bewerkstelligen
ist, sondern bei der auch eine hohe Arbeitsleistung bei nahezu vollständiger Automation
gegeben ist. Der dazu erforderliche Bauaufwand soll gering gehalten werden, auch soll
die Handhabung für das Bedienungspersonal einfach sein.
[0004] Gemäß der Erfindung ist die Vorrichtung, mittels der dies zu erreichen ist, gekennzeichnet
durch eine den gefüllten Beutel im Bereich der Beutelöffnung aufnehmenden, aus mindestens
zwei Spannbacken gebildeten vertikal verstellbare Aufspannvorrichtung, ein zwischen
diesen in den Beutel einführbares Saugschwert, das zusammen mit der Aufspannvorrichtung
in einem Traggestell angeordnet ist, sowie einer aus relativ zueinander verstellbaren
Schweißbacken gebildeten Schweißvorrichtung, mittels der die Beutelöffnung nach dem
Evakuieren und/oder Begasen des Beutels verschließbar und verschweißbar ist.
[0005] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, die Aufspannvorrichtung und das Saugschwert
gemeinsam taktweise horizontal verschiebbar in dem Traggestell anzuordnen, wobei der
Beutel während der Verschiebebewegung evakuiert und begast und die Beutelöffnung in
der Endstellung des Beutels verschlossen und verschweißt werden kann.
[0006] Zweckmäßig ist es des weiteren, die Beutel auf einer parallel zu der Verstellbewegung
der Aufspannvorrichtung verlaufenden Rollenbahn abzustützen, die mit synchron zu der
Aufspannvorrichtung in horizontaler Richtung antreibbaren auf die Beutel oder diese
aufnehmende Behältnisse einwirkende, vorzugsweise gegen Federkraft überfahrbare Mitnehmer
ausgestattet sein kann.
[0007] Um auf einfache Weise eine Anpassung an unterschiedlich hohe Beutel vornehmen zu
können, ist es ferner angebracht, die Aufspannvorrichtung, das Saugschwert sowie die
Schweißeinrichtung und deren Antriebsmittel beispielsweise durch eine verstellbare
Gewindespindel oder dgl. gemeinsam höhenverstellbar gegenüber der Rollenbahn anzuordnen.
[0008] Damit stets eine sichere Aufspannung eines Beutels gewährleistet ist, sollte mindestens
ein Spannbacken der Aufspannvorrichtung mittels einer Servoeinrichtung in Form eines
Druckzylinder, eines Kniehebels oder dgl. zur Aufnahme des Beutels horizontal verschiebbar
oder verschwenkbar an einem Führungsstück angebracht sein. Des weiteren sollte zur
Anpassung an unterschiedliche Beutelöffnungen mindestens ein Spannbacken horizontal
verschiebbar oder mit seinem den Beutel aufnehmenden Ende in Richtung des Saugschwertes
verschwenkbar an einem Führungsstück angeordnet sein, wobei die Spannbacken, um eine
gute Anlage des Beutels zu schaffen, in ihre-Querschnittsform als jeweils nach außen
gerichtete Keilstücke ausgebildet sein sollten.
[0009] Das Saugschwert kann in einfacher Weise aus zwei mittels Distanzleisten mit Abstand
zueinander angeordneten Platten gebildet werden, wobei in diese und/oder die Distanzleisten
vorzugsweise im Randbereich des Saugschwertes Absaugöffnungen eingearbeitet sein können.
Außerdem sollte dessen in den Beutel einführbares Ende doppelkeilförmig oder in den
beiden Eckbereichen abgeschrägt ausgebildet sein.
[0010] Um gleichzeitig zwei Beutel aufspannen zu können, kann das Saugschwert etwa mittig
unterteilt sein und zwischen den beiden Schwertteilen können Spannbacken angeordnet
werden, die mit beiderseits des Saugschwertes vorgesehenen verstellbaren Spannbacken
zusammenwirken.
[0011] Das Verfahren zum maschinellen Evakuieren und Verschließen von insbesondere mit Frischfleisch
oder Frischfisch gefüllten Kunststoffbeuteln aus luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem
Kunststoff ist dadurch gekennzeichnet, daß die gefüllten Kunststoffbeutel im Bereich
der Beutelöffnung in einer aus mindestens zwei Spannbacken bestehenden, in einem Traggestell
angeordneten Aufspannvorrichtung aufgespannt werden, daß sodann ein die Spannbacken
durchgreifendes Saugschwert teilweise oder bis zur Auflage auf dem zu verpackenden
Gut in den Beutel eingefahren wird, daß anschließend der Beutel evakuiert und/oder
begast wird, und daß danach die Aufspannvorrichtung sowie das Saugschwert vertikal
angehoben und in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden und der Beutel gleichzeitig
mittels verstellbarer Schweißbacken im Bereich der Beutelöffnung verschlossen und
verschweißt wird.
[0012] Angebracht ist es ferner, die Aufspannvorrichtung und das Saugschwert gemeinsam horizontal
verschiebbar in dem Traggestell anzuordnen und anschließend in der Endstellung des
Beutels dessen Öffnung zu verschließen und zu verschweißen.
[0013] Die gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung ist nicht nur einfach in der konstruktiven
Ausgestaltung und damit auf wirtschaftliche Weise ohne großen Bauaufwand herstellbar,
sondern mittels dieser Vorrichtung ist es vor allem möglich, bei einfacher Handhabung
Kunststoffbeutel in kurzer Zeit zuverlässig zu evakuieren und zu verschließen. Dabei
ist die hohe Arbeitsleistung von besonderem Vorteil, da ein Beutel bereits in die
Aufspannvorrichtung eingespannt werden kann, während der vorhergehende Beutel noch
verschweißt wird. Außerdem ist eine Anpassung an die jeweiligen Größen der Beutel
und deren Materialien ohne Schwierigkeiten vorzunehmen, auch kann der zeitliche Ablauf
der einzelnen Verfahrensschritte leicht entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten
gesteuert werden, so daß eine vielseitige Verwendbarkeit der vorschlagsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung gewährleistet ist. Und da mittels des in den Beutel einführbaren Saugschwertes
die Luft unmittelbar über dem zu verpackenden Gut abgesaugt wird, ist die Evakuierung
mit geringem Energieaufwand in kurzer Zeit zuverlässig zu bewerkstelligen, ohne daß
sich dabei Teile des Beutels aneinanderlegen können.
[0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum maschinellen Evakuieren
und Verschließen von insbesondere mit Frischfleisch gefüllten Kunststoffbeuteln aus
luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem Kunststoff mit horizontal verschiebbar
in einem Traggestell angeordneter Aufspannvorrichtung schematisch dargestellt und
nachfolgend im einzelnen erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 die Vorrichtung in Vorderansicht,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Seitenansicht in einer Endstellung der Aufspannvorrichtung,
Fig. 3 die Vorrichtung nach Fig. 1 ebenfalls in Seitenansicht in einer anderen Endstellung
der Aufspannvorrichtung und
Fig. 4 eine andersartige Ausgestaltung des bei der Vorrichtung nach Fig. 1 verwendbaren
Saugschwertes.
[0015] Die in den Fig. 1 bis 3 jeweils mit 1 bezeichnete Vorrichtung zum maschinellen Evakuieren
und Verschließen von Beuteln 2 aus luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem
Kunststoff besteht aus einer Aufspannvorrichtung 21, einem Saugschwert 22 sowie einer
Schweißvorrichtung 23, die in einem zweiteiligen Traggestell 11 einander zugeordnet
eingebaut sind. Das Unterteil 12 des Traggestells 11 ist hierbei mit einer Rollenbahn
19, auf der die zu verschließenden Beutel 2 bzw. die diese ggf. aufnehmenden Behältnisse
3 leicht zu verschieben sind und die mit eingebauten Mitnehmern 2o ausgestattet ist,
versehen. Außerdem ist das die Aufspannvorrichtung 21, das Saugschwert 22 sowie die
Schweißvorrichtung 23 tragende Oberteil 13 des Traggestells 11 gegenüber dem Unterteil
12 höhenverstellbar. Dazu dient eine an dem Oberteil 13 befestigte Gewindespindel
15, die in einer an dem Unterteil 12 angebrachten Führungshülse 14 gelagert und mittels
eines über eine Spindel 17 sowie eine Kurbel 18 verdrehbaren Zahnrades 16 in der Höhe
verstellt werden kann.
[0016] Die Aufspannvorrichtung 11 ist aus in Führungsstücken 33 und 34 gelagerten Spannbacken
31 und 32 gebildet, auf die.'die Beutelöffnung 4 von Hand aufgespannt wird. Der Spannbacken
31 ist hierbei mittels eines Druckzylinders 35 horizontal verschiebbar, so daß die
Beutel 2 ohne Schwierigkeiten aufgespannt werden können. Und um eine Anpassung an
unterschiedliche Beutelöffnungen vorzunehmen, kann der Spannbacken 32 mittels eines
in diesem oder dem Führungsstück 34 vorgesehenen Langloches 36 in unterschiedlichen
Lagen arretiert werden. Zur Höhenverstellung der Aufspannvorrichtung 21 dient ein
weiterer Druckzylinder 38, der an einer Platte 37 befestigt und dessen Kolben 39 mit
der Aufspannvorrichtung 21 fest verbunden ist.
[0017] Das Saugschwert 22, das zwischen den Spannbacken 31 und 32 hindurchführbar ist, besteht
aus zwei Platten 41 und 42, zwischen denen Distanzleisten 43 angeordnet und in die
im' Außenbereich Saugbohrungen 44 eingearbeitet sind. Über eine nur teilweise dargestellte
Saugleitung 45 ist das Saugschwert 22, dessen in den Beutel 2 einführbares Ende in
beiden Eckbereichen abgeschrägt ist, an eine Vakuumpumpe angeschlossen. Zur Höhenverstellung
des.Saugschwertes 22 dient ebenfalls ein an der Platte 37 befestigter Zylinder 46,
dessen Kolben 47 mit dem Saugschwert 22 in Verbindung steht.
[0018] Zur horizontalen Verstellung der Aufspannvorrichtung 21 und des Saugschwertes 22
ist ein weiterer Druckzylinder 49 vorgesehen, der auf die Platte 37, die mittels parallel
zur Rollenbahn 19 angeordneter Stangen 48 gehalten ist, einwirkt.
[0019] Die Schweißvorrichtung 23 ist aus zwei relativ zueinander verstellbaren Schweißbacken
51 und 52 gebildet. Dazu wirkt auf den Schweißbacken 52 ein Druckzylinder 53 ein.
[0020] In der einen Endstellung der Aufspannvorrichtung 21, die durch A gekennzeichnet ist
(Fig. 2), wird der strichpunktiert eingezeichnete Beutel 2 mit seiner öffnung 4 auf
die Spannbacken 31 und 32 aufgespannt. Dazu wird der Spannbacken 31 mit Hilfe des
Druckzylinders 35 kurzzeitig nach innen verschoben,so daß der Beutel 2 leicht aufgestülpt
werden kann. Sodann wird das Saugschwert 22 mit Hilfe des Druckzylinders 46 um den
mit arezeichneten Weg in den Beutel 2 eingefahren. Mittels der Mitnehmer 2o der Rollenbahn
19 und/oder des Druckzylinders 49, die synchron angetrieben werden können, werden
sodann die Aufspannvorrichtung 21 sowie das Saugschwert 22 um die Wegstrecke b in
die andere mit B gekennzeichnete Endstellung horizontal verschoben (Fig. 3). Während
dieser Verschiebebewegung wird .der Beutel 2 evakuiert, auch kann dieser während dieses
Vorganges ggf. begast werden.
[0021] In Position B werden das Saugschwert 22 und die Aufspannvorrichtung 21 nach Beendigung
des Evakuierens um die Wegstrecke c bzw. d mit Hilfe der Druckzylinder 46 bzw. 38
angehoben und die Schweißbacken 51 und 52 der Schweißvorrichtung 53 werden gegen den
Beutel 2 gedrückt, damit in diesen keine falsche Luft eindringen kann. Während des
Zurückfahrens der Aufspannvorrichtung 21 und des Saugschwertes 22 in die Position
A (Wegstrecke e) kann somit die Beutelöffnung 4 verschweißt werden und die Schweißnaht
kann abkühlen. Gleichzeitig kann aber bereits, sobald die Aufspannvorrichtung 21 um
die Wegstrecke f abgesenkt ist, ein neuer Beutel 2 aufgespannt werden, so daß sich
die einzelnen Arbeitsvorgänge überdecken und somit eine rationelle Arbeitsweise gegeben
ist.
[0022] Selbstverständlich ist es ohne weiteres möglich, die 'einzelnen Bewegungsabläufe
den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen bzw. die Aufspannvorrichtung kann auch stationär
angeordnet werden, so daß horizontale Verschiebebewegungen nicht erforderlich sind.
[0023] Das in Fig. 4 dargestellte Saugschwert 22' ist etwa mittig unterteilt und zwischen
den beiden Schwertteilen sind Spannbacken 32' und 32" angeordnet, die mit beiderseits
des Saugschwertes 22' angebrachten Spannbacken 31' und 31" zusammenwirken. Dazu dient
ein mit zwei nach außen verschiebbaren Kolben ausgestatteter Druckzylinder 35', durch
den die Spannbacken 31' und 31" verbunden sind. Auf diese Weise ist es möglich, gleichzeitig
zwei Beutel 2' und 2" aufzuspannen und mittels des Saugschwertes 22' zu evakuieren.
1. Vorrichtung zum maschinellen Evakuieren und Verschließen von insbesondere mit Frischfleisch
oder Frischfisch gefüllten Kunststoffbeuteln aus luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem
Kunststoff, gekennzeichnet
durch eine den gefüllten Beutel (2) im Bereich der Beutelöffnung aufnehmenden, aus
mindestens zwei Spannbacken (31, 32) gebildeten vertikal verstellbaren Aufspannvorrichtung
(21), ein zwischen diesen in den Beutel (2) einführbares Saugschwert (22), das zusammen
mit der Aufspannvorrichtung (21) in einem Traggestell (11) angeordnet ist, sowie einer
aus relativ zueinander verstellbaren Schweißbacken (51, 52) gebildeten Schweißvorrichtung
(23), mittels der die Beutelöffnung (4) nach dem Evakuieren und/oder Begasen des Beutels
(2) verschließbar und verschweißbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Aufspannvorrichtung (21) und das Saugschwert (22)
gemeinsam taktweise horizontal verschiebbar in dem Traggestell (11) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet , daß bei einer horizontal bewegbaren Aufspannvorrichtung (21)
der Beutel (2) während der Verschiebebewegung evakuierbar und begasbar und die Beutelöffnung
(4) in der Endstellung (B) des Beutels (2) verschließbar und verschweißbar ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet , daß die Beutel (2) auf einer parallel zu der Verstellbewegung
der Aufspannvorrichtung (21) verlaufenden Rollenbahn (19) abgestützt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Rollenbahn (19) mit
synchron zu der Aufspannvorrichtung (21) in horizontaler Richtung antreibbare, auf
die Beutel (2) oder diese aufnehmenden Behältnisse (3) einwirkende, vorzugsweise gegen
Federkraft überfahrbare Mitnehmer (2o) versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Aufspannvorrichtung (21), das Saugschwert (22) sowie die Schweißeinrichtung
(23) und deren Antriebsmittel (38, 46, 49, 53) beispielsweise durch eine verstellbare
Gewindespindel (15) oder dgl. gemeinsam höhenverstellbar gegenüber der Rollenbahn
(19) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet ,
daß mindestens ein Spannbacken (31) der Aufspannvorrichtung (21) mittels einer Servoeinrichtung
in Form eines Druckzylinders (35), eines Kniehebels oder dgl. zur Aufnahme des Beutels
(2) horizontal verschiebbar oder verschwenkbar an einem Führungsstück (33) angebracht
ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet , daß mindestens ein Spannbacken (32) der Aufspanneinrichtung
(21) zur Anpassung an unterschiedliche Beutelgrößen horizontal verschiebbar (Langloch
36) oder mit seinem den Beutel (2) aufnehmenden Ende in Richtung des Saugschwertes
(22) verschwenkbar an einem Führungsstück (39) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet , daß die Spannbacken (31, 32) der Aufspannvorrichtung (21)
in ihrer Querschnittsform als jeweils nach außen gerichtete Keilstücke ausgebildet
sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet , daß das Saugschwert (22) aus zwei mittels Distanzleisten
(43) mit Abstand zueinander angeordneten Platten (41, 42) gebildet ist und daß in
diese und/ oder die Distanzleisten (42) vorzugsweise im Randbereich des Saugschwertes
(22) Absaugöffnungen (44) eingearbeitet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet , daß das in den Beutel (2) einführbare Ende des Saugschwertes
(22) doppelkeilförmig oder in den beiden Eckbereichen abgeschrägt ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche.1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet , daß das Saugschwert (22') etwa mittig unterteilt ist und
daß zwischen den beiden Schwertteilen zum gleichzeitigen Aufspannen von zwei Beuteln
(2', 2") Spannbacken (32', 32") angeordnet sind, die mit beiderseits des Saugschwertes
(22') vorgesehenen verstellbaren Spannbacken (31', 31") zusammenwirken.
13. Verfahren zum maschinellen Evakuieren und Verschweißen von insbesondere mit Frischfleisch
oder Frischfisch gefüllten Kunststoffbeuteln aus luft- und feuchtigkeitsdichtem verschweißbarem
Kunststoff, dadurch gekennzeichnet , daß die gefüllten Kunststoffbeutel (2) im Bereich
der Beutelöffnung (4) in einer aus mindestens zwei Spannbacken (31, 32) bestehenden
in einem Traggestell (11) angeordneten Aufspannvorrichtung (21) aufgespannt werden,
daß sodann ein die Spannbacken (31, 32) durchgreifendes Saugschwert (22) teilweise
oder bis zur Auflage auf dem zu verpackenden Gut in den Beutel (2) eingefahren wird,
daß anschließend der Beutel (2) evakuiert und/oder begast wird, und daß danach die
Aufspannvorrichtung (21) sowie das Saugschwert (22) vertikal angehoben und in die
Ausgangsstellung (A) zurückgeführt werden und der Beutel (2) gleichzeitig mittels
verstellbarer Schweißbacken (51, 52) im Bereich der Beutelöffnung verschlossen und
verschweißt wird.
14.Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Aufspannvorrichtung
(21) und das Saugschwert (22) gemeinsam horizontal verschiebbar in dem Traggestell
(11.) angeordnet sind und daß das Evakuieren und Begasen des Beutels (2) während der
Verschiebebewegung erfolgt und anschließend in der Endstellung (B) das Verschließen
und Verschweißen vorgenommen wird.