[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum partiellen Galvanisieren von
zu leitenden Bändern, Streifen oder dgl. zusammengefaßten Teilen im Durchlaufverfahren,
wobei das kathodisch geschaltete Band, Streifen oder dgl. an einer anodisch geschalteten
Sprühdüse entlanggeführt wird.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die US-PA 40 29 555 bekannt geworden. Bei dieser
bekannten Vorrichtung wird ein aufrechtstehendes endloses Band durch eine Art Tunnel
durch eine in sich geschlossene Galvanisierzelle hindurchgeführt. Das Band wird im
Tunnel durch Masken so abgedeckt, daß nur der Bereich freibleibt, der mit einer Metallschicht
versehen werden soll. Diesem Bereich gegenüberliegend ist eine als Anode geschaltete
schlitzförmige Düse so angeordnet, daß der Elektrolyt senkrecht gegen das Band gesprüht
wird. Der abfließende Elektrolyt wird unterhalb der schlitzförmigen Düse gesammelt
und anschließend der Wiederverwendung zugeführt. Die Länge der schlitzförmigen Düse
erstreckt sich praktisch über die gesamte Breite der Galvanisierzelle. Durch die schlitzförmige
Ausbildung der Düse tritt der Elektrolyt über die gesamte Länge der Düse relativ gleichförmig
aus. Dies führt erfahrungsgemäß bei zu einzelnen Streifen, Platten oder dgl. zusammengefaßten
elektronischen Bauteilen dazu, daß Anfang und Ende der Streifen eine dickere Beschichtung
aufweisen, da sich die Stromdichten an den Streifenenden konzentrieren.
[0003] Durch die DE-OS 20 17 527 ist ganz allgemein ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Aufbringen von galvanischen Niederschlägen bekannt geworden, wobei die zu behandelnden
Einzelteile mit Hilfe eines Transportbandes unter Sprühdüsen hindurchgeführt werden.
Hierbei ist bereits vorgeschlagen worden, daß im Bedarfsfalle mehrere Sprühdüsen in
Bewegungsrichtung nebeneinander und/oder hintereinander und ggf. auf beiden Seiten
angebracht werden können. Soll die Aufbringung der metallischen Niederschläge mittels
Stromeinwirkung erfolgen, ist das Transportband als Kathode geschaltet, während die
Anoden in einem mit Elektrolyt gefüllten Behälter nahe den Sprühdüsen angeordnet sind.
Eine partielle Galvanisierung ist bei diesem bekannten Verfahren weder vorgesehen,
noch mit dieser bekannten Vorrichtung möglich.
[0004] Durch die DE-OS 25 51 988 ist weiter eine Vorrichtung zum selektiven galvanischen
Abscheiden von Metallen bekannt geworden, bei der die Elektrolytflüssigkeit in Form
eines Freistrahls auf die zu behandelnde feststehende Oberfläche aufgebracht wird.
Hierbei ist die Düse oder ein Teil derselben als Anode und die zu galvanisierende
Oberfläche als Kathode geschaltet.
[0005] In diesem Zusammenhang ist auch bekannt geworden, mehrere Düsen nebeneinander und
einander gegenüberliegend anzuordnen. Eine solche Düsenanordnung ist zur selektiven
Teilgalvanisierung von feststehenden Stiftkämmen vorgesehen. Jeder Stiftkamm ist mit
Hilfe einer Halterung befestigt und kontaktiert. Die Düsen sind in einer vorzugsweise
schwenkbaren Halterung befestigt und gegen die StiftE des Kammes gerichtet. Da die
Stifte in Bezug auf die Düsen feststehen, muß der Abstand der Düsen voneinander gleich
dem Abstand der Stifte auf dem Kamm sein. Da es sich in der Praxis nicht vermeiden
läßt, daß die aus den Düsen austretenden Elektrolytstrahlen untereinander ungleich
sind, kommt es zwangsläufig zu unterschiedlich dicken Abscheidungen. Da ferner bei
einander gegenüberliegenden Düsenanordnungen die Düsen.ebenfalls einander gegenüberliegen,
läßt sich eine gegenseitige Behinderung der einander gegenüberliegenden Düsen nicht
vermeiden.
[0006] Schließlich ist durch die US-PS 4 186 062 eine Vorrichtung zum Platieren der Anschlußstifte
einer gedruckten Leiterplatte bekannt geworden, wobei die Leiterplatten von zu beiden
Seiten angeordneten Zahnriemen erfaßt und durch eine Elektrolytzelle geführt werden.
Die Zahnriemen decken hierbei die nicht zu galvanisierenden Bereiche der Leiterplatte
dicht ab. Die Galvanisierung erfolgt hierbei dadurch, daß über aufwärts gerichtete
und in einer Reihe angeordnete Löcher der Elektrolyt der Platte zugeführt wird. Mit
Hilfe einer gekrümmten Folie wird der Elektrolytstrom in eine bestimmte Richtung so
umgelenkt, daß an der Leiterplatte eine Art Venturieffekt entsteht.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art derart auszubilden, daß nicht nur Bänder, sondern auch Streifen, Kämme, Platten
oder dgl. partiell galvanisiert werden können, wobei sichergestellt ist, daß nicht
nur eine gleichmäßige Schichtstärke mit geringer Schichtdickenstreuung entsteht, sondern
auch jede gewünschte Schichtdickenverteilung erzielbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art gemäß der
Erfindung dadurch erzielt, daß das kathodisch geschaltete Band oder dgl. an einer
Mehrzahl von anodisch geschalteten Sprühdüsen aus Edelmetall entlanggeführt wird,
welche in Bewegungsrichtung des Bandes oder dgl. gesehen hintereinander derart angeordnet
und gegen das Band oder dgl. gerichtet sind, daß der aus jeder einzelnen Sprühdüsen
austretende Elektrolytstrahl frei und unbehindert auf den zu galvanisierenden Bereich
auf dem Band oder dgl. trifft.
[0009] Durch die kontinuierliche Bewegung des Bandes oder dgl. entlang der Düsen wird eine
stets gleichbleibende Schichtdicke erzeugt, weil das Band jede einzelne Düse passiert.
Die Stärke der Schichtdicke ist unter anderem abhängig von der Geschwindigkeit, mit
der das Band die einzelnen Düsen passiert. Somit kann es nicht vorkommen, daß bei
der Galvanisierung von Streifen, Kämmen, Platten oder dgl. diese am Anfang und Ende
eine dickere Beschichtung aufweisen, als der Mittelteil, da die Stromdichte entlang
der Düsenanordnung praktisch konstant bleibt, da jede einzelne Düse mit dem kathodisch
geschalteten Band oder dgl. praktisch eine'eigene galvanische Zelle bildet. Hierbei
kann der Abstand der einzelnen Sprühdüsen voneinander so gewählt sein, daß sich die
Zellen gegenseitig praktisch nicht beeinflussen.
[0010] Vorzugsweise ist der Durchmesser der Düsen und der Abstand der Düsen vom Band oder
dgl. so bemessen, daß zwischen Band bzw. Streifen und Düsen eine der gewünschten Schichtdickenverteilung
entsprechende Stromdichteverteilung entsteht. Auf diese Weise kann jede beliebige
Schichtdickenverteilung erzielt werden, so daß beispielsweise bei Messerleisten die
Bereiche mit einem stärkeren Überzug versehen werden können, die einer stärkeren Abnutzung
ausgesetzt sind als andere Bereiche. Damit läßt sich bei Edelmetallkontakten erheblich
an Edelmetall einsparen, wie die Erfahrung gezeigt hat.
[0011] Gemäß einem weiteren Merkmal ist der Abstand der Sprühdüsen voneinander nicht gleich
oder nicht gleich einem Vielfachen der Teilung der im Band zusammengefaßten Teile.
In dieser Beziehung unterscheidet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung wesentlich
von der Vorrichtung nach der DE-OS 25 51 988, bei der der Abstand der Düsen voneinander
gleich dem Abstand der Stifte auf dem Kamm sein muß, da sich sonst eine ungleiche
Schichtdickenverteilung ergibt. Dadurch, daß der Abstand der Sprühdüsen voneinander
nicht gleich der Teilung der im Band oder dgl. zusammengefaßten Teile ist, ist der
Gesamtstaudruck über sämtliche Düsen annähernd gleich, so daß die Stärke der einzelnen
Sprühstrahlen keinen Schwankungen unterliegt. Dies spielt insbesondere dann eine erhebliche
Rolle, wenn die Düsen nahe an dem zu galvanisierenden Bereich auf dem Band angeordnet
sind. Durch eine möglichst nahe Heranführung der Düsenenden an die zu galvanisierenden
Bereiche erreicht man erheblich höhere Stromdichten zwischen Düsen und Band, was höhere
Abscheidungsraten ergibt. Dadurch kann entweder die 'Gesamtbaulänge der Düsenanordnung
kürzer gehalten werden oder die Bandgeschwindigkeit erhöht werden.
[0012] Eine weitere Möglichkeit einer gezielten Schichtdickenverteilung ergibt sich dadurch,
daß die einzelnen Sprühdüsen einen kleineren Durchmesser aufweisen als die Breite
der zu galvanisierenden Bereiche auf dem Band und daß die einzelnen Sprühdüsen nicht
nur in Bewegungsrichtung hintereinander, sondern auch senkrecht dazu derart versetzt
angeordnet sind, daß die in der Reihenfolge erste Sprühdüse die eine (obere) und die
letzte Sprühdüse die andere (untere) Bereichsgrenze erfaßt. In der Praxis kann dies
auf einfache Weise dadurch realisiert werden, daß man die vorzugsweise zu Gruppen
zusammengefaßten Düsen, die in einem gemeinsamen Behälter zur Bildung einer Sprühzelle
eingesetzt sind, durch Schrägstellen des Behälters parallel zum Band gegeneinander
versetzt. Durch entsprechendes Schrägstellen der Sprühzelle kann ein mehr oder weniger
breiter Bereich auf dem Band partiell galvanisiert werden. Dieser Schräg-' stellung
entsprechend ist zur Erzielung einer bestimmten Schichtdicke dann die Bandgeschwindigkeit
entsprechend einzustellen.
[0013] Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn die einzelnen Düsen derart im Winkel
gegen das Band angestellt sind, daß der versprühte Elektrolyt in eine bevorzugte Richtung
abfließt. Dadurch kann die Austrittsgeschwindigkeit des Elektrolyten aus den Düsen
erhöht werden. Je mehr dieser Winkel von der Senkrechten zum Band abweicht, um so
besser wird die Strömungsverteilung, so daß sich damit zumindest teilweise scharf
abgegrenzte Bereiche der Beschichtung ergeben.
[0014] Wenn beide Seiten des Bandes partiell galvanisiert werden sollen, sind in an sich
bekannter Weise an beiden Seiten des Bandes Sprühdüsen angeordnet, die gemäß der Erfindung
zueinander auf Lücke stehen, damit sich die Düsen gegenseitig nicht störend beeinflussen.
[0015] Bei sehr hoher Sprühgeschwindigkeit des Elektrolyten ergibt sich zwangsläufig, daß
Elektrolyt auch auf Bereiche gesprüht wird, die nicht galvanisiert werden sollen und
die dann später unter Umständen wieder gereinigt werden müssen. In diesem Falle ist
es vorteilhaft, daß in an sich bekannter Weise zumindest diese Bereiche des Bandes
durch mindestens eine Maske abgedeckt sind. Hierbei ist es zweckmäßig, wenn die Maske
einen Teil der Führung des Bandes bildet. Sollen beispielsweise Steckerleisten, Steckerstifte
oder dgl. unter Zuhilfenahme von Masken teilgalvanisiert werden, so ist es vorteilhaft,
daß die Masken sich zumindest über die Länge der Sprühzelle mit dem Band bzw. den
Streifen geschwindigkeitskompatibel mitbewegen.
[0016] Wie zuvor bereits ausgeführt worden ist, ist es vorteilhaft, daß die zumindest an
einer Seite des Bandes angeordneten Sprühdüsen zur Bildung einer Sprühzelle in einem
gemeinsamen Behälter eingesetzt sind, welcher derart ausgebildet und unter Druck gehalten
ist, daß jeder der aus den einzelnen Sprühdüsen austretende Elektrolytstrahl annähernd
die gleiche Stärke aufweist. Ein besonders einfacher Aufbau einer Sprühzelle ergibt
sich gemäß der Erfindung dadurch, daß die aus je einem Edelmetallröhrchen, z.B. Platin,
bestehenden Sprühdüsen in einem rohrförmigen Behälter aus korrosionsbeständigem Material,
z.B. Titan, eingesetzt sind, welcher vorzugsweise an einer Seite verschlossen ist
und an der anderen Seite einen Anschlußstutzen für Elektrolytflüssigkeit aufweist.
Damit an sämtlichen Sprühdüsen annähernd der gleiche Elektrolytdruck entsteht, ist
es vorteilhaft, daß im Inneren des rohrförmigen Behälters ein vorzugsweise konzentrisch
angeordnetes Verteilerrohr angeordnet ist, über das der Elektrolyt--zugeführt wird
und in dem an der den Sprühdüsen abgewandten Seite Bohrungen in entsprechender Verteilung
vorgesehen sind.
[0017] Ein solcher Behälter kann auf einfache Weise in Bezug auf das Band oder dgl. so verstellt
werden, daß der Abstand der Sprühdüsen vom Band und die Richtung der Sprühdüsen zum
Band geändert werden kann. Hierbei kann die Sprührichtung auf einfache Weise dadurch
geändert werden, daß der Behälter um seine Längsachse schwenkbar ausgebildet ist.
[0018] Anhand der Zeichnung, in der mehrere Ausführungsbeispiele zum Teil rein schematisch
dargestellt sind, wird die Erfindung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
Figur 1 eine-perspektivische Ansicht einer Vorrichtung mit einer Sprühzelle zum partiellen
Galvanisieren von zu leitenden Bändern oder Streifen zusammengefaßten elektrischen
Bauteilen, wobei mit strichpunktierten Linien angedeutet ist, wie die zu beschichtenden
Bänder oder Streifen kontaktiert und bewegt werden,
Figur 2 einen teilweise vergrößert dargestellten Teil des zu beschichtenden Bandes,
Figur 3 eine Vorrichtung mit zwei Sprühzellen, die zu beiden Seiten des Bandes angeordnet
sind,
Figur 4 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3 im Schnitt in verkleinerter
Darstellung,
Figur 5 in vergrößerter Darstellung einen Teil eines beschichteten Stiftes eines Bandes
und
Figur 6 eine bevorzugte Ausführung einer Sprühzelle im - Schnitt.
[0020] Wie Figur 1 zeigt, sind die partiell zu beschichtenden Teile 1 zu einem leitenden
Band 2 zusammengefaßt. Nach der Beschichtung und anderweitiger Behandlung werden die
Teile 1 in an sich bekannter Weise vereinzelt. Das Band 2 ist meist auf einer Rolle'
aufgewickelt und wird von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Abwickelvorrichtung
abgezogen und läuft in die Galvanisieranlage hinein. Es durchwandert in an sich bekannter
Weise mehrere Vorbehandlungsstationen und läuft dann schließlich in die eigentliche
Galvanisierzelle 4 ein, deren Prinzip in Figur 1 dargestellt ist. Das Band 2 wird
hierbei in Pfeilrichtung 3 in die Galvanisierzelle 4 hineingezogen. Unmittelbar vor
der eigentlichen Sprühzelle ist ein Paar von Kontaktrollen 5 zur Kontaktierung des
Bandes 2 vorgesehen, die gleichzeitig auch als Führung dienen. Durch eine leichte
Schräglage dieser Kontaktrollen 5 zur Durchlaufrichtung wird das Band leicht gegen
einen Anschlag gedrückt. Dadurch ist eine genaue Lage des Bandes zur Sprühzelle gegeben.
Unmittelbar nach der S
prühzelle ist ebenfalls ein Paar von Kontaktrollen 6 vorgesehen, welche ebenfalls zur
Kontaktierung und Führung des Bandes dienen. Das Band 2 durchwandert dann weiter die
Anlage und wird am Ende mit Hilfe einer Aufwickelvorrichtung wieder auf eine. Rolle
aufgewickelt.
[0021] Das Band 2 wird an einer Reihe von Düsen 7 entlanggeführt, welche in einem als Sprühzelle
ausgebildeten rohrförmigen Behälter 8 eingesetzt sind. Wie mit einem Pfeil 9 angedeutet
ist, wird in den rohrförmigen Behälter 8 Elektrolyt hineingepumpt, der dann über die
Düsen 7 austritt. Die Düsen 7 sind gegen den zu beschichtenden Bereich B gerichtet,
wobei der Durchmesser d der Düsen 7 und der Abstand a vom Band 2 so aufeinander abgestimmt
sind, daß die Stromdichteverteilung etwa der gewünschten Schichtdickenverteilung entspricht
(Fig. 2).
[0022] Figur 2 zeigt. im vergrößerten Maßstab die Anordnung der Düsen 7 in Bezug auf den
zu galvanisierenden Bereich B der Teile 1 auf dem Band 2. In Figur 2 ist die Düse
7 annähernd senkrecht gegen das Band 2 gerichtet. Dies ist dann zweckmäßig, wenn -wie
in Figur 2 dargestellt- der zu beschichtende Bereich B des Teiles 1 gekrümmt ist.
Ist dies nicht der Fall, so kann es zweckmäßig sein, daß der Winkel α zwischen Düsenachse
10 und Bandebene kleiner als 90° gemacht wird. Diese Einstellung des Winkels kann
in einiacher Weise derart vorgenommen werden, daß der rohrförmige Behälter 8 um seine
Längsachse 11 entsprechend gedreht wird. Die in dem rohrförmigen Behälter 8 eingesetzten
Düsen 7 sind vorzugsweise im gleichen Abstand D voneinander angeordnet, wobei jedoch
der Abstand D nicht gleich einem Vielfachen des Abstandes t der im Band 2 zusammengefaßten
Bauteile ist.
[0023] Wie in Figur 1 angedeutet ist, kann der nicht zu galvanisierende Bereich des Bandes
2 abgedeckt werden.Dies-; kann beispielsweise durch entsprechende Masken 12 und
13 vorgenommen werden, die elastisch gegen das Band 2 gedrückt werden. Falls das Band
jedoch aus einzelnen Teilen z.B. Kontaktstiften besteht, die mehr oder weniger freistehen,
so besteht die Gefahr, daß diese Teile 1 verbogen und beschädigt werden. In diesem
Falle ist es zweckmäßig, wenn sich die Masken 12 und 13 gemäß Figur 1 mit dem Band
geschwindigkeitskompatibel mitbewegen. Dies kann auf einfache Weise dadurch bewerkstelligt
werden, wenn als Masken 12 und 13 umlaufende Bänder verwendet sind, wie sie beispielsweise
auch bei einer in der DE-OS 29 28 904 beschriebenen Vorrichtung verwendet sind. Dadurch
besteht ferner die Möglichkeit auch zu Streifen zusammengefaßten Teile, wie Stiftkämme
oder dgl. und auch Leiterplatten partiell zu galvanisieren.
[0024] Figuren 3 und 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel mit zwei Sprühzellen, wobei zu einem
Band zusammengefaßte Kontaktstifte 14 am unteren freien Ende galvanisiert werden sollen,
und zwar von beiden Seiten. In diesem Falle sind auf beiden Seiten des Bandes 2 rohrförmige
Behälter 8 und 8' mit Sprühdüsen 7 und 7' vorgesehen, die gegen den zu plattierenden
Bereich auf den Kontaktstiften 14 gerichtet sind. Die Anordnung und Ausbildung der
Düsen 7 und 7' entspricht im wesentlichen der Ausbildung gemäß Figur 1, jedoch sind
in diesem Falle die einander gegenüberliegenden Düsen 7 und 7' gegeneinander auf Lücke
versetzt, so daß die aus den einzelnen Düsen 7 und 7' austretenden Elektrolytstrahlen
sich gegenseitig nicht beeinflussen. Die beiden rohrförmigen Behälter 8 und 8' sind
innerhalb eines Elektrolyttroges 15 angeordnet, wie Figur 4 zeigt.
[0025] Soll beispielsweise das untere Ende eines Kontaktstiftes
14 so galvanisiert werden, daß die in Figur 5 dargestellte Verteilung der Schicht 26
entsteht, so läßt sich eine solch-gleichmäßige Schichtdickenverteilung nur erzielen,
wenn der Durchmesser d der einzelnen Düsen 7 wesentlich kleiner ist als der zu galvanisierende
Bereich B des Steckerstiftes 14 und wenn die Düsen 7A bis 7N auch quer zur Bewegungsrichtung
des Bandes versetzt sind, und zwar insgesamt um einen Betrag c. Dies läßt sich auf
einfache Weise bei den Sprühzellen gemäß Figur 1 und 3 dadurch erreichen, daß der
oder die Behälter 8 parallel zum Band um den Betrag c schräg gestellt werden, so daß
beispielsweise die in der Reihenfolge erste Sprühdüse 7A die obere und die letzte
Sprühdüse 7N die untere Bereichsgrenze erfaßt. Der Übersicht halber ist der Betrag
c übertrieben gewählt. Wie bereits eingangs erwähnt, läßt sich auf diese Weise jede
beliebige Schichtdickenverteilung erzielen.
[0026] Figur 6 zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Sprühzelle, und zwar insbesondere
zum partiellen Vergolden. Die Zelle besteht aus einem Rohr 16 aus korrosionsfestem
Material, z.B. Titan, in dem als Düsen 7 dienende Röhrchen 17 aus Edelmetall, zum
Beispiel Platin, eingesetzt sind. Das Rohr 16 ist zu diesem Zweck mit entsprechenden
Bohrungen versehen, in die die Röhrchen 17, beispielsweise durch Pressen, eingefügt
sind. An dem einen Ende des Rohres 16 ist ein Stopfen 18 aus korrosionsfestem Material,
z.B. Kunststoff, eingefügt, der das Rohr 16 dicht abschließt. Das andere Ende des
Rohres
16 besitzt einen Anschlußstutzen 19 zum Anschluß an eine Elektrolytzufuhr, wie mit
einem Pfeil 20 angedeutet ist. Damit an sämtlichen Röhrchen 17 der Elektrolytstrahl
gleichmäßig austritt, ist innerhalb des Rohres 16, vorzugsweise konzentrisch zu diesem,
ein Verteilerrohr 2
1 angeordnet, dessen eines Ende über eine Anformung 22 des Stopfens geschoben ist und
dessen anderes Ende in einer entsprechenden Bohrung 23 des Anschlußstutzens
19 zentriert ist. Das Verteilerrohr 21 ist an der den Röhrchen
17 abgewandten Seite mit Durchbrüchen in Form von Bohrungen 24 versehen, über die der
Elektrolyt austritt und sich nach beiden Seiten um das Verteilerrohr 21 ergießt, bevor
er zu den Röhrchen 17 gelangt und dort austritt.
[0027] Vorzugsweise sind die in den Figuren 1, 3 und 4 dargestellten Sprühzellen ebenfalls
so ausgebildet, wie die Sprühzelle gemäß Figur 6. Eine solche Zelle kann in eine einfache
Halterung eingesetzt werden, die sowohl eine Drehung um ihre Längsachse 25 erlaubt
als auch eine Einstellung einer gewissen Schräglage C parallel zum Band zur Einstellung
einer definierten Beschichtungsbreite B und auch eine Einstellung eines für die Galvanisierung
optimalen Abstandes der Düsenenden zu den zu galvanisierenden Bereichen erlaubt.
Bezugszeichenliste
[0028]
1 Teile
2 Band
3 Pfeilrichtung
4 Galvanisierzelle
5 Kontaktrollen
6 n
7 Düsen
8 Behälter der Sprühzelle
9 Pfeil
10 Düsenachse
11 Längsachse
12 Maske
13 "
14 Kontaktstift
15 Elektrolyttrog
16 Rohr
17 Röhrchen
18 Stopfen
19 Anschlußstutzen
20 Pfeil
21 Verteilerrohr
22 Anformung
23 Bohrung
24 "
25 Längsachse
26 Schicht
1. Vorrichtung zum partiellen Galvanisieren von zu elektrisch leitenden Bändern, Streifen
oder dgl. zusammengefaßten Teilen im Durchlaufverfahren, wobei das kathodisch geschaltete
Band oder dgl. an mindestens eine anodisch geschaltete Sprühdüse entlanggeführt wird,
dadurch gekennzeichnet , daß das kathodisch geschaltete Band (2) oder dgl. an einer
Mehrzahl von anodisch geschalteten Sprühdüsen (7) aus Edelmetall entlanggeführt wird,
welche in Bewegungsrichtung des Bandes (2) oder dgl. gesehen hintereinander derart
angeordnet und gegen das Band (2) oder dgl. gerichtet . sind, daß der aus jeder einzelnen
Sprühdüse (7) austretende Elektrolytstrahl frei und unbehindert auf den zu galvanisierenden
Bereich (b) auf dem Band (2) oder dgl. trifft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Durchmesser (d) der
Düsen (7) und der Abstand (D) der Düsen (7) vom Band (2) oder dgl. so bemessen ist,
daß zwischen Band (2) und Düsen (7) eine der gewünschten Schichtdickenverteilung entsprechende
Stromdichteverteilung entsteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Abstand (D)
der Sprühdüsen (7) voneinander nicht gleich oder nicht gleich einem Vielfachen der
Teilung (t) der im Band oder dgl. zusammengefaßten Teile (1) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß der
Durchmesser (d) und der Abstand (D) der einzelnen Sprühdüsen (7) voneinander so gewählt
ist, daß keine gegenseitige Beeinflussung der aus den Sprühdüsen (7) austretenden
Elektrolytstrahlen erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die
einzelnen Sprühdüsen (7) einen kleineren Durchmesser (d) aufweisen als die Breite
der zu galvanisierenden Bereiche (B) auf dem Band (2) oder dgl. und daß die einzelnen
Sprühdüsen (7) nicht nur in Bewegungsrichtung hintereinander, sondern auch senkrecht
dazu derart versetzt angeordnet sind, daß die in der Reihenfolge erste Sprühdüse (7A)
die eine (obere) und die letzte Sprühdüse (7N) die andere (untere) Bereichsgrenze
erfaßt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die
einzelnen Sprühdüsen (7) derart im Winkel α gegen das Band (2) oder dgl. angestellt
sind, daß der versprühte Elektrolyt in eine bevorzugte Richtung abfließt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß an beiden
Seiten des Bandes (2) oder dgl. Sprühdüsen (7a, 7b) angeordnet sind, die zueinander
auf Lücke stehen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß zumindest
ein Bereich des Bandes (2) oder dgl. durch mindestens eine Maske (12 oder 13) abgedeckt
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß die Maske einen Teil der
Führung des Bandes (2) oder dgl. bildet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet daß die Maske (12,
13) sich zumindest über die Länge der Düsenanordnung mit dem Band (2) oder dgl. geschwindigkeitskompatibel
mitbewegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß als Maske (12, 13)
endlos umlaufende Bänder verwendet sind, zwischen denen ein Teil des Bandes (2) oder
dgl. festgeklemmt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß die
zumindest an einer Seite des Bandes (2) oder dgl. angeordneten Sprühdüsen (7) in einem
gemeinsamen Behälter (8) eingesetzt sind, welcher derart ausgebildet und unter Druck
gehalten ist, daß jeder der aus den einzelnen Sprühdüsen (7) austretende Elektrolytstrahl
annähernd die gleiche Stärke aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die aus je einem Edelmetallröhrchen
(17), z.B. Platin, bestehenden Sprühdüsen in einem rohrförmigen Behälter aus korrosionsbeständigem
Material, z.B. Titan, eingesetzt sind, welcher vorzugsweise an einer Seite verschlossen
ist und an der anderen Seite einen Anschlußstutzen (19) für Elektrolytflüssigkeit
aufweist.
14. Vorrichtung-nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , daß im Inneren des rohrförmigen
Behälters (16)ein vorzugsweise konzentrisch angeordnetes Verteilerrohr (21) angeordnet
ist, über das der Elektrolyt zugeführt wird und in dem an der den Sprühdüsen (17)
abgewandten Seite Bohrungen (24) vorgesehen sind, die derart angeordnet sind, daß
an sämtlichen Sprühdüsen (17) annähernd der gleiche Elektrolytdruck entsteht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß der
oder die Behälter (8) in Bezug auf das Band (2) oder dgl. so verstellbar sind,daß
der Abstand der Sprühdüsen (7) vom Band (2) oder dgl. und die Richtung der Sprühdüsen
(7) zum Band (2) veränderbar sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß der rohrförmige Behälter
(8) um seine Längsachse (11) schwenkbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß bei
langen Behältern (8) die Einspeisung des Elektrolyten an mehreren Stellen, insbesondere
an den beiden Enden vorgenommen ist.