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EP 0 060 214 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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15.09.1982 Patentblatt 1982/37 |
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Anmeldetag: 09.03.1982 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
10.03.1981 DE 3110172
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Anmelder: NGZ Geldzählmaschinengesellschaft
mbH. & Co. Fertigungs-KG. |
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D-1000 Berlin 42 (DE) |
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Erfinder: |
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- Heine, Ulrich, Dipl.-Ing.
D-1000 Berlin 31 (DE)
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Vertreter: Böning, Manfred, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. Dieter Jander
Dr.-Ing. Manfred Böning
Leistikowstrasse 2 14050 Berlin 14050 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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(57) Bei einem Verpackungsstreifen (1) für Münzstapel, der mit Aufreißstreifen (2) versehen
ist, steht jeweils ein Ende (9) der Aufreißstreifen (2) über einen Rand (10) des Verpackungsstreifens
(1) vor und ist dafür Sorge getragen, daß die Aufreißstreifen (2) lediglich außerhalb
der Bördelzonen des Verpackungsstreifens (1) mit diesem verbunden sind.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Verpackungsstreifen für Münzverpackungsmaschinen mit
einer Vielzahl von ein Aufreißen der jeweiligen Münzstapelumhüllung erleichternden
Aufreißstreifen, die einen Abstand voneinander haben, der mindestens gleich dem zweifachen
Umfang des zu umhüllenden Münzstapels ist. Ein Verpackungsstreifen der vorstehenden
Art ist aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift 80 10 275 bekannt.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verpackungsstreifen der in Betracht
gezogenen Art dahingehend zu verbessern, daß die Qualität der Umbördelungen der Münzstapelverpackungen
erhöht und das Aufreißen der Münzstapelverpackungen erleichtert wird. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Ende jedes Aufreißstreifens leicht über
einen Rand des Verpackungsstreifens vorsteht und dieser lediglich außerhalb seiner
Bördelzonen durch eine Haftklebstoffschicht mit dem Aufreißstreifen verbunden ist.
[0003] Dadurch, daß der Aufreißstreifen im Randbereich des Verpackungsstreifens nicht fest
mit diesem verbunden ist, kann er sich beim Herstellen des Bördelrandes vom Verpackungsstreifen
entfernen und man erhält einen durchgehenden glatten Bördelwulst.
[0004] Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 die perspektivische Ansicht einer Verpackungsstreifenrolle,
Figur 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Figur 1,
Figur 3 die dem Verpackungsstreifen zugewandte Seite eines Aufreißstreifens;
Figur 4 die dem Verpackungsstreifen abgewandte Seite des Aufreißstreifens gemäß Figur
3,
Figur 5 einen Schnitt durch eine Münzstapelpackung und
Figur 6 eine Draufsicht auf die Münzstapelpackung gemäß Figur 5.
[0005] In den Figuren 1 und 2 ist 1 ein Verpackungsstreifen, der mit einer Vielzahl von
senkrecht zur Längsrichtung des Verpackungsstreifens verlaufenden Aufreißstreifen
2 versehen ist, die einen Abstand voneinander haben, der mindestens gleich dem zweifachen
Umfang des jeweils zu umhüllenden Münzstapels ist. Jeder Aufreißstreifen 2 ist mit
anderen Worten einem zwischen zwei Schnittstellen 3 angeordneten Verpackungsstreifenabschnitt
zugeordnet.
[0006] Der Verpackungsstreifen 1 in seiner Gesamtheit ist auf einen Wickelkern 5 gewickelt,
der in eine entsprechende Aufnahme eines Trägers an einer Münzverpackungsmaschine
befestigbar ist. Die Aufreißstreifen 2 können Signale zur Steuerung des Vorschubes
des Verpackungsstreifens 1 in einer Verpackungsmaschine bilden. In diesem Falle sollten
sie einen anderen Lichtabsorptionskoeffizienten haben als der Verpackungsstreifen
1. Es ist dann möglich, durch sie einen als Reflexionslichtschranke ausgebildeten
Sensor zu steuern. Will man die Aufreißstreifen 2 nicht als Signale nutzen, so ist
es möglich, den Verpackungsstreifen 1 mit Steuerlöchern 6 zu versehen, die mit einem
nicht dargestellten Fühler zusammenwirken können.
[0007] Beidseitig des Aufreißstreifens 2 sind Perforationen 7 angeordnet, die das spätere
Aufreißen der Verpackung erleichtern. Dem gleichen Zweck dient eine im Abstand des
jeweiligen Münzumfanges von der Mitte des Aufreißstreifens angebrachte zusätzliche
Perforation 8.
[0008] Wie man aus den Figuren 1 und 2 erkennen kann, steht ein Ende 9 eines jeden Aufreißstreifens
2 leicht über den oberen Rand 10 des Verpackungsstreifens 1 vor.
[0009] Während der Verpackungsstreifen 1 aus Papier besteht, sind die Aufreißstreifen 2
aus einer biegesteifen Kunststoffolie hergestellt. Die Aufreißstreifen 2 sind lediglich
außerhalb der Bördelzonen 11 und 12 des Verpackungsstreifens 1 durch eine Haftklebstoffschicht
13 mit dem Verpackungsstreifen 1 verbunden. Verwendet man als Ausgangsmaterial für
die Herstellung der Aufreißstreifen 2 eine vollflächig mit Klebstoff beschichtete
Kunststofffolie, so muß diese, wie in Figur 2 dargestellt, im Bereich der Bördelzone
11 durch einen Deckstreifen 14 abgedeckt werden. Auf der dem Deckstreifen 14 gegenüberliegenden
Seite des Aufreißstreifens 2 ist dieser mit einer Riffelung 15 versehen, die das Erfassen
des Endes des Aufreißstreifens 2 erleichtert.
[0010] Aufgrund der dargestellten Ausbildung und Anordnung der Aufreißstreifen 2 am Verpackungsstreifen
1 bereitet das Bördeln der Ränder des Verpackungsstreifens 1 keine Schwierigkeiten,
man erhält vielmehr glatte und durchgehende Bördelränder 16,17, wie dies aus Figur
5 zu erkennen ist, die einen verpackten Münzstapel 18 zeigt.
1. Verpackungsstreifen für Münzverpackungsmaschinen mit einer Vielzahl von ein Aufreißen
der jeweiligen Münzstapelumhüllung erleichternden Aufreißstreifen, die einen Abstand
voneinander haben, der mindestens gleich dem zweifachen Umfang des zu umhüllenden
Münzstapels ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende (9) jedes Aufreißstreifens (2) leicht über einen Rand (10) des Verpackungsstreifens
(1) vorsteht und dieser lediglich außerhalb seiner Bördelzonen (11,12) durch eine
Haftklebstoffschicht (13) mit dem Aufreißstreifen (2) verbunden ist.
2. Verpackungsstreifen nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufreißstreifen (2) auf einer Seite eine Haftklebstoffschicht (13) trägt,
die im Bereich einer Bördelzone (11) des Verpackungsstreifens (1) abgedeckt oder entfernt
ist.
3. Verpackungsstreifen nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens die dem Verpackungsstreifen (1) abgewandte Seite des nicht klebenden
Endes des Aufreißstreifens (2) aufgerauht ist.
4. Verpackungsstreifen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufrauhung von einer Riffelung (15) gebildet wird.
5. Verpackungsstreifen nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufreißstreifen (2) aus biegesteifer Kunststoffolie besteht.
6. Verpackungsstreifen nach einem der Ansprüche 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß er an seinem einen Rand in unmittelbarer Nähe der Aufreißstreifen (2) mit Perforationen
(8) versehen ist.
7. Verpackungsstreifen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß er in einem dem jeweiligen Münzumfang entsprechenden Abstand von der Mitte der
Aufreißstreifen (2) mit zusätzlichen Perforationen (8) versehen ist.

