[0001] Die Erfindung geht aus von der Verwendung eines Werkstoffs zur Herstellung einer
Turbinenschaufel nach der Gattung des Anspruchs 1.
[0002] An Schaufelwerkstoffe für Dampfturbinen werden insbesondere im Bereich mittlerer
und tieferer Temperaturen im Zuge langjähriger Betriebserfahrungen erhöhte Anforderungen
gestellt. Sie sollen gleichzeitig eine hohe statische Festigkeit, d.h. eine hohe Streckgrenze,
eine ausreichende Verformungsreserve, d.h. genügend hohe Kerbzähigkeit und eine hohe
Widerstandsfähigkeit gegen Korrosionsermüdung im betreffenden Temperaturbereich in
möglicher agressiver Atmosphäre aufweisen. Zum Teil werden ähnliche Anforderungen
an Schaufelwerkstoffe von Turbokompressoren in Gasturbinenanlagen gestellt.
[0003] Es hat sich gezeigt, dass im Niederdruckteil von Dampfturbinen Schaufelschäden aufgetreten
sind, welche einer ungenügenden Festigkeit gegen Korrosionsermüdung zugeschrieben
werden (H.J. Bohnstedt, P.-H. Effertz, P. Forchhammer und L. Hagn, Der Maschinenschaden,
51, 73, 1978; K. Yaeger, EPRI Journal, p. 44, April 1980). Die hier üblicherweise
verwendeten ferritischen bzw. martensitischen legierten Stähle (13 % Cr oder 12 %
Cr/1 % Mo) weisen wohl hohe statische Festigkeitswerte (Streckgrenze, 0,2 %-Grenze)
auf, ihr Verhalten gegenüber dynamischer Beanspruchung bei gleichzeitiger Anwesenheit
agressiver Medien ist offensichtlich ungenügend. In allen Turbomaschinen, wo mit Wasserströpfchenbildung
zufolge Kondensation und demzufolge mit einer Konzentration der in der Gasphase vorhandenen
Verunreinigungen in der flüssigen Phase als Lösung gerechnet werden muss, stellt sich
das Problem der Korrosionsermüdung.
[0004] Man hat versucht, die Frage der Korrosionsermüdung auf zwei Wegen zu lösen. Einerseits
ist es möglich, die dynamische Beanspruchung (Schwingungen) der Schaufel durch entsprechende
konstruktive Gestaltung herabzusetzen. Andererseits müssen an den Reinheitsgrad der
gasförmigen Medien höhere Anforderungen gestellt werden, um diese von Schadstoffen
möglichst frei zu halten. Derartige Massnahmen erwiesen sich indessen als sehr aufwendig
und teuer und zeitigten oft nicht den erhofften Erfolg. Insbeonsere vermag selbst
eine noch so hoch getriebene Reinheit des Dampfes oder Gases eine lokale Anreicherung
und somit Sättigung einer wässrigen Lösung nicht mit Sicherheit zu unterbinden. Es
muss daher praktisch immer mit der Möglichkeit eines korrosiven Angriffs gerechnet
werden.
[0005] Ein anderer Weg, die obengenannten Schwierigkeiten zu beseitigen, bietet sich von
der materialtechnischen Seite an. Es wurde schon versucht, gute chemische Beständigkeit
mit genügend hoher mechanischen Festigkeit zu kombinieren (K. Detert, W. Bertram und
H. Buhl, Werkstoffe und Korrosion, 31, S. 439-446,1980, insbesondere Tabelle 1 Werkstoff
8: XCrNiMoCu 255; GB-A-1 456 634). Bei diesen Werkstoffen handelt es sich grundsätzlich
um ferritischaustenitische Stähle. Das gesteckte Ziel, einen Werkstoff hoher statischer
Festigkeit, hoher Zähigkeit und hoher Ermüdungsfestigke in korrosiver Umgebung empfehlen
zu können, wurde indessen nicht erreicht.
[0006] In der JP-A-54033216 wird ein korrosionsbeständiger Zweiphasenstahl für Zentrifugalseparatoren
und Ventilsitze beschrieben, der ausser Cr, Ni, Mn und Mo noch N und gegebenenfalls
noch ein oder mehrere Elemente ausgewählt aus Nb, Ta Ti, B, Zr, V, Cu, Co oder AI
enthält. Die mechanischen Eigenschaften dieser Stähle (Streckgrenze weniger als 700
MPa; bezüglich der Korrosionsermüdung, weil in der angegebenen Verwendung offenbar
nicht kritisch, fehlt ein Hinweis) sind indessen für Turbinenschaufeln der Zukunft
noch nicht genügend. Im EPRI Workshop (Allianz-Zentrum für Technik, München) wurde
am 21./22. Juni 1979 ein Vortragszyklus "Corrosion fatigue of steam turbine blades"
abgehalten, bei welcher Gelegenheit Werkstoffe vorgestellt wurden, die sich bezüglich
ihres Korrosionsverhaltens und ihrer mechanischen Eigenschaften (inkl. Korrosionsermüdung)
gut für Turbinenschaufeln eignen sollen. Es handelt sich unter anderem um ferritischaustentische
Stähle mit hohem Cr-Gehalt neben niedrigem Mn- und mässigem Ni-Gehalt. Speziell erwähnt
werden Legierungen mit den Handelsbezeichnungen "FA26", "Remanit" und "Ferralium".
Ihre Streckgrenze bleibt mit 600 - 700 MPa indessen unter dem geforderten Mindestwert
und auch ihre Korrosionsermüdung von im besten Fall 245 ± 215 MPa bei 4.10
7 Lastwechseln genügt nicht.
[0007] Die korrosionsbeständigen Stähle können grundsätzlich in 3 Gruppen eingeteilt werden:
ferritisch, ferritisch-austentisch und austentisch. Die ersten beiden erreichen im
allgemeinen eine Streckgrenze von höchstens 640 MPa, die letzteren eine solche von
nur 400 MPa. Es besteht daher ein Bedürfnis nach Schaufelwerkstoffen, welche alle
drei oben angegebenen Bedingungen erfüllen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Turbinenschaufelwerkstoff sowie ein
entsprechendes Herstellungsverfahren anzugeben, die im Fertigerzeugnis bei möglichster
Einfachheit und unter Vermeidung ausgefallener, teurer Ausgangsmaterialien bei guter
Duktilität, hoher Streckgrenze und Kerbzähigkeit eine hohe Festigkeit gegen Korrosionsermüdung
gewährleisten.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Ansprüche 1 und 4, gelöst.
[0010] Der Kern der Erfindung besteht darin, dass als Turbinenschaufelwerkstoff ein rostfreier
Stahl mit ferritischaustentischem Mischgefüge, welches an sich eine gute Festigkeit
gegen Korrosionsermüdung aufweist, verwendet wird, wobei die sonst ungenügenden mechanischen
Eigenschaften wie Streckgrenze und Kerbzähigkeit durch spezielle Wahl der Legierungszusammensetzung
und durch Ausscheidungshärtung verbessert werden. Dies wird durch eine gezielte Wärmebehandlung
erreicht.
[0011] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert
:
Ausführungsbeispiel 1 :
[0012] Ausgegangen wurde von einem rostfreien Stahl (Legierung I) der nachfolgenden Zusammensetzung
:
C = 0,04 Gew.-%
Cr = 26 Gew.-%
Mn = 6 Gew.-%
Ni = 4 Gew.-%
Mo = 2,5 Gew.-%
Cu = 3 Gew.-%
N = 0,4 Gew.-%
Fe = Rest
[0013] Die Legierung wurde im Vakuumofen geschmolzen und zu einem Gussbarren vergossen.
Der Barren wurde bei einer Temperatur von ca. 1 050°C auf eine Dicke von 12 mm heruntergewalzt,
wobei die Querschnittsabnahme mindestens 50 % betrug und dann von der gleichen Temperatur
aus in Wasser abgeschreckt. Durch das Abschrecken des Werkstückes wird die ev. mögliche
Bildung der spröden intermetallischen Eisen/Chrom-Verbindung, der sogenannten σ-Phase
wirksam unterdrückt. Aus der betreffenden Platte wurden durch spanabhebende Bearbeitung
Probestab-Rohlinge herausgearbeitet, deren Längsachsen parallel zur Walzrichtung verliefen.
Die Rohlinge wurden durch eine 1 bis 4 h dauernde Wärmebehandlung im Temperaturbereich
von 300 bis 650 °C ausscheidungsgehärtet. Insgesamt wurden je mehrere Probestäbe für
Zugproben, Kerbschlagproben nach Charpy und Dauerwechselfestigkeit-Versuche bei axialer
Belastung (Zug/Druck) mit und ohne Vorlast sowohl in Luft wie in einer belüfteten
4 N NaCI-Lösung mit pH = 5 bei 80 °C untersucht. Alle Dauerwechselfestigkeitsbestimmungen
wurden unter Anwendung einer sinusförmigen axialen Belastung vorgenommen. Der für
die praktische Bewertung im Betrieb vor allem massgebende Spannungszustand wurde durch
zusätzliches Aufbringen einer positiven statischen Vorlast (Zug) verwirklicht, welche
einer Spannung (Mittelwert der Beanspruchung) von 250 MPa entsprach.
Ausführungsbeispiel II :
[0014] Es wurde von einem rostfreien Stahl (Legierung 11) der nachfolgenden Zusammensetzung
ausgegangen :
C = 0,04 Gew.-%
Cr = 26 Gew.-%
Ni = 8 Gew.-%
Mo = Gew.-%
Ti = 1 Gew.-%
Fe = Rest
[0015] Nach dem Erschmelzen unter vakuum wurde die Legierung gegossen und derauf diese Weise
hergestellte Gussbarren in zwei Stufen thermomechanisch weiterverarbeitet. In einem
ersten Schritt der Warmverformung wurde eine Querschnittsverminderung von 75 % vorgenommen.
Zu Beginn dieser Operation betrug die Werkstücktemperatur 1 250 °C, am Ende derselben
noch 1 050 °C. Daraufhin erfolgte unmittelbar der zweite Verformungsschritt, welcher
isotherm bei einer Temperatur von 1 050 °C durchgeführt wurde. Während dieses Schrittes
wurde der Querschnitt des Werkstücks total um weitere 50 %, bezogen auf den Querschnitt
nach der ersten Operation, reduziert. Nun wurde das auf diese Weise hergestellte Halbzeug
von 1 050 °C in Wasser abgeschreckt. Die Herausarbeitung von Probestab-Rohlingen erfolgte
derart, dass ihre Längsachsen parallel zur Hauptverformungsrichtung des Werkstücks
lagen. Die Ausscheidungshärtung der Rohlinge erfolgte während 1 bis 4 h im Temperaturbereich
von 300 bis 650 °C. Es wurden Stäbe für Zug-, Kerbschlag- und Dauerwechselfestigkeitsproben
hergestellt, welche unter genau den gleichen Bedingungen wie unter Beispiel I angegeben,
geprüft wurden.
Ausführungsbeispiel III :
[0016] Ausgegangen wurde von einem rostfreien Stahl (Legierung 111) der nachfolgenden Zusammensetzung
:
C = 0,04 Gew.-%
Cr = 25 Gew.-%
Ni = 8 Gew.-%
Mo = 2,5 Gew.-%
Ti = 0,5 Gew.-%
AI = 0,5 Gew.-%
Fe = Rest
[0017] Die Herstellung, Weiterverformung, Wärmebehandlung und Prüfung dieses Turbinenschaufelwerkstoffes
erfolgte genau gleich wie unter Beispiel II angegeben.
Ausführungsbeispiel IV :
[0018] Ausgegangen wurde von einem rostfreien Stahl (Legierung IV) der nachfolgenden Zusammensetzung
:
C = 0,04 Gew.-%
Cr = 22 Gew.-%
Ni = 10 Gew.-%
Mo = 2,5 Gew.-%
Ti = 0,7 Gew.-%
AI = 0,5 Gew.-%
Fe = Rest
[0019] Die Herstellung, Behandlung und Prüfungdieses Materials wurde genau gemäss Ausführungsbeispiel
II durchgeführt.
Prüfresultate :
[0020] Die Resultate der Prüfungen sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Dabei
entsprechen die Legierungen 1 bis IV denjenigen in den Ausführungsbeispielen. Vergleichsweise
sind die Eigenschaften eines für Turbinenschaufeln häufig verwendeten härtbaren ferritischen
Cr-Mo-Stahles der Norm X20 Cr Mo V 12 I folgender Zusammensetzung dargestellt :
C = 0,20 Gew.-%
Cr = 12 Gew.-%
Mo = 1,0 Gew.-%
Ni = 0,7 Gew.-%
V = 0,3 Gew.-%
Fe = Rest
[0021] Ausserdem ist die bekannte Titanlegierung Ti 6 AI4V der nachfolgenden Zusammensetzung
als Vergleich herangezogen :
AI = 6 Gew.-%
V = 4 Gew.-%
Ti = Rest
[0022] Aus der Tabelle geht eindeutig hervor, dass die erfindungsgemässen Turbinenschaufelwerkstoffe
unter korrosivem Medium den beiden Vergleichsmaterialien deutlich überlegen sind.
Dies gilt vor allem gegenüber dem Cr-Mo-Stahl, derausserdem eine ungenügende Zähigkeit
aufweist. Die Titanlegierung kann sich lediglich über eine höhere statische Festigkeit
(Streckgrenze) ausweisen, fällt jedoch gegenüber den vorgeschlagenen Legierungen I
bis IV bezüglich dynamischer Werte beträchtlich ab. In Anbetracht der Kostspieligkeit
und schwierigen Verarbeitbarkeit der Titanlegierung fällt dies umsomehr ins Gewicht.
[0023] Es soll noch nachgetragen werden, dass die Bruchdehnung der Legierungen I bis IV
bezogen auf einen Probestab mit einem Längen : Durchmesserverhältnis von 4,4 durchweg
über 15 % betrug, was für die hervorragende Duktilität dieses Materials spricht. Die
Werte der Dauefestigkeit unter 4N NaCI-Lösung bei p
H = 5 und 80 °C ohne statische Vorlast lagen in allen Fällen über 350 MPa.
[0024] Bevorzugt sind die nachfolgenden Mn-freien Legierungen :
1)

wobei Ti, AI einzeln je ≧ 0,2 Gew.-%.
Fe = Rest
2)

3)

Eine weitere Auswahl bevorzugter Legierungen, welche sowohl Ni wie Mn enthalten, ist
nachfolgend aufgeführt:
4)

wobei Cu, Ti, Al einzeln je ≧ 0,2 Gew.-%
Fe = Rest
5) Zusammensetzung wie 4)., jedoch zusätzlich
6)



[0025] Nach dem erfindungsgemässe Verfahren wird die Warmverformung nach dem Giessen im
Temperaturbereich zwischen 1 000 °C und 1250 °C durchgeführt, wobei die Querschnittsabnahme
mindestens 50 % betragen soll. Die Ausscheidungshärtung kann je nach Legierung und
Werkstückgrösse im Temperaturbereich zwischen 300 °C und 650 °C während 1 bis 8 h
durchgeführt werden.
[0026] Der Turbinenschaufelwerkstoff kann vorzugsweise als Dampfturbinenschaufel im Niederdruckteil
oder als Turbokompressorschaufel bis zu Temperaturen von 350 °C dauernd eingesetzt
werden.
[0027] Die erfindungsgemäss hergestellten und vorgeschlagenen Turbinenwerkstoffe verbinden
hohe Duktilität und Kerbzähigkeit mit hoher statischer Festigkeit und grossem Widerstand
gegen Korrosionsermüdung und gewährleisten somit eine lange Lebensdauer des Bauteils.
1. Verwendung eines Werkstoffs mit zweiphasigem Mischgefüge aus Austenit und Ferrit
oder aus Austenit und Martensit bestehend aus

mindestens einem der Elemente Kupfer, Titan, Aluminium, wobei der Gehalt jedes einzelnen
dieser Elemente mindestens 0,2 Gew.-% und der Gesamtgehalt an Kupfer, Titan, Aluminium
0,5 bis 4 Gew.-% beträgt,
wahlweise zusätzlich 0,2 bis 1,5 Gew.-% Stickstoff, Rest Eisen und unvermeidliche
Verunreinigungen, welcher Werkstoff bei seiner Herstellung folgende Verfahrensschritte
durchlaufen hat:
Schmelzen und Giessen seiner Komponenten zu einem Gussbarren,
Warmverformen des Gussbarrens in einem Temperaturbereich zwischen 1000°C und 1250°C
mit einer Querschnittsabnahme von mindestens 50% zu einem Werkstück,
Abschrecken des auf diese Weise erzeugten Werkstückes von besagter Temperatur direkt
in Wasser, spanabhebendes Bearbeiten des abgeschreckten Werkstückes bis zur endgültigen
Form, und Wärmebehandeln des spanabhebend bearbeiteten Werkstückes in einem Temperaturbereich
zwischen 300°C und 650°C während 1 bis 8 Stunden zwecks Ausscheidungshärtung,
und welcher Werkstoff nach dem Durchlaufen der Verfahrensschritte
eine Streckgrenze von mindestens 800 MPa,
eine Bruchdehnung von mindestens 15% für ein Verhältnis Probenlänge zu Probendurchmesser
= 4,4 und
eine Dauerwechselfestigkeit bezogen auf Zug/Druck unter einer belüfteten 4 N NaCI-Lösung
mit pH = 5 bei 80°C, von mindestens 350 MPa ohne statische Vorlast und von mindestens
± 250 MPa unter einer statischen Vorlast von +250 MPa bezogen auf 108 Lastwechsel sowie
eine Kerbschlagzähigkeit von mindestens 50 J pro cm2 aufweist
zur Herstellung einer Turbinenschaufel hoher Festigkeit gegen Korrosionsermüdung.
2. Verwendung des Werkstoffs nach Anspruch 1 bestehend aus

Rest Eisen sowie Verunreinigungen.
3. Verwendung des Werkstoffes nach Anspruch 1 bestehend aus

Rest Eisen sowie Verunreinigungen.
4. Verwendung eines Werkstoffs mit zweiphasigem Mischgefüge aus Austenit und Ferrit
oder aus Austenit und Martensit bestehend aus

wobei der Gehalt jedes einzelnen dieser Elemente mindestens 0,2 Gew.-% beträgt,
Rest Eisen und unvermeidliche Verunreinigungen,
welcher Werkstoff bei seiner Herstellung folgende Verfahrensschritte durchlaufen hat:
Schmelzen und Giessen seiner Komponenten zu einem Gussbarren,
Warmverformen des Gussbarrens in einem Temperaturbereich zwischen 1000°C und 1250°C
mit einer Querschnittsabnahme von mindestens 50% zu einem Werkstück,
Abschrecken des auf diese Weise erzeugten Werkstückes von besagter Temperatur direkt
in Wasser, spanabhebendes Bearbeiten des abgeschreckten Werkstückes bis zur endgültigen
Form, und
Wärmebehandeln des spanabhebend bearbeiteten Werkstückes in einem Temperaturbereich
zwischen 300°C und 650°C während 1 bis 8 Stunden zwecks Ausscheidungshärtung,
und welcher Werkstoff nach dem Durchlaufen der Verfahrensschritte
eine Streckgrenze von mindestens 800 MPa,
eine Bruchdehnung von mindestens 15% für ein Verhältnis Probenlänge zu Probendurchmesser
= 4,4 und
eine Dauerwechselfestigkeit bezogen auf Zug/Druck unter einer belüfteten 4 N NaCI-Lösung
mit pH = 5 bei 80°C, von mindestens 350 MPa ohne statische Vorlast und von mindestens
± 250 MPa unter einer statischen Vorlast von +250 MPa bezogen auf 108 Lastwechsel sowie
eine Kerbschlagzähigkeit von mindestens 50 J pro cm2 aufweist
zur Herstellung einer Turbinenschaufel hoher Festigkeit gegen Korrosionsermüdung.
5. Verwendung des Werkstoffs nach Anspruch 4 bestehend aus

Rest Eisen sowie unvermeidliche Verunreinigungen.
6. Verwendung des Werkstoffs nach Anspruch 4 bestehend aus

Rest Eisen sowie unvermeidliche Verunreinigungen.
1. Use of a material with a two-phase mixed structure of austenite and ferrite or
of austenite and martensite, consisting of

at least one of the elements copper, titanium and aluminium, the content of each one
of these elements being at least 0.2 % by weight and the total content of copper,
titanium and aluminium being 0.5 to 4 % by weight, and, if desired, additionally 0.2
to 1.5 % by weight of nitrogen, the remainder being iron and unavoidable impurities,
which material has passed through the following process steps during its manufacture:
melting and casting of its components to give a cast billet,
hot-forming of the cast billet in a temperature range between 1000°C and 1250°C with
a decrease in cross- section of at least 50% to give a workpiece,
direct quenching of the workpiece produced in this way from said temperature in water,
machining of the quenched workpiece to give it its final form and
heat treatment of the machined workpiece in a temperature range between 300°C and
650°C for 1 to 8 hours for precipitation hardening,
and which material has, after passing through the process steps,
a yield point of at least 800 MPa,
an elongation at break of at least 15% for a specimen length/specimen diameter ratio
= 4.4 and
a fatigue strength relative to tension/compression under an aerated 4 N NaCi solution
of pH = 5 at 80°C of at least 350 MPa without a static preload and of at least ±250
MPa under a static preload of +250 MPa relative to 108 load changes, and
a notched impact strength of at least 50 J per cm2,
for the manufacture of a turbine blade of high resistance to corrosion fatigue.
2. Use of the material according to Claim 1, consisting of

the remainder being iron and impurities.
3. Use of the material according to Claim 1, consisting of

the remainder being iron and impurities.
4. Use of a material with a two-phase mixed structure of austenite and ferrite or
of austenite and martensite, consisting of

the content of each one of these elements being at least 0.2 % by weight,
the remainder being iron and unavoidable impurities,
which material has passed through the following process steps during its manufacture:
melting and casting of its components to give a cast billet,
hot-forming of the cast billet in a temperature range between 1000°C and 1250°C with
a decrease in cross- section of at least 50% to give a workpiece,
direct quenching of the workpiece produced in this way from said temperature in water,
machining of the quenched workpiece to give it its final form and
heat treatment of the machined workpiece in a temperature range between 300°C and
650°C for 1 to 8 hours for precipitation hardening,
and which material has, after passing through the process steps,
a yield point of at least 800 MPa,
an elongation at break of at least 15% for a specimen length/specimen diameter ratio
= 4.4 and
a fatigue strength relative to tension/compression under an aerated 4 N NaCi solution
of pH = 5 at 80°C of at least 350 MPa without a static preload and of at least ±250
MPa under a static preload of +250 MPa relative to 108 load changes, and
a notched impact strength of at least 50 J percm2, for the manufacture of a turbine
blade of high resistance to corrosion fatigue.
5. Use of the material according to Claim 4, consisting of

the remainder being iron and unavoidable impurities.
6. Use of the material according to Claim 4, consisting of

the remainder being iron and unavoidable impurities.
1. Utilisation d'un matériau avec une structure mixte à deux phases constitué d'austénite
et de ferrite ou d'austénite et de martensite, composé de

d'au moins un des éléments cuivre, titane, aluminium, la teneur de chacun de ces éléments
étant d'au moins 0,2 % en poids et la teneur totale en cuivre, titane et aluminium
s'élevant à 0,5 à 4 % en poids, éventuellement 0,2 à 1,5 % en poids supplémentaire
d'azote, le reste étant du fer et des impuretés inévitables, ce matériau ayant subi,
lors de sa fabrication, les étapes de traitement suivantes:
fonte et coulée de ses composants en forme de barreau, déformation à chaud du barreau
à une température comprise entre 1000°C et 1250°C avec une réduction de section d'au
moins 50 % pour former une pièce, trempe de la pièce obtenue de cette manière, directement
dans l'eau à la température précitée, usinage avec enlèvement de copeaux de la pièce
trempée jusqu'à obtention de sa forme finale, et traitement thermique de la pièce
usinée par enlèvement de copeaux à une température comprise entre 300°C et650°C pendant
1 à 8 heures pardurcissage par précipitation, et ce matériau, après avoir subi ces
étapes de traitement, présentant une limite d'élasticité d'au moins 800 MPa, un allongement
à la rupture d'au moins 15 % pour un rapport longueur/diamètre de l'éprouvette de
4,4 et une endurance aux sollicitations alternées, rapportée à une traction/compression
en présence d'une solution aérée de NaCI 4N avec un pH = 5 à 80°C, d'au moins 350
MPa sans précontrainte statique et d'au moins ± 250 MPa sous une précontrainte statique
de + 250 MPa rapportée à 108 cycles de charge, ainsi qu'une résilience d'au moins 50 J/cm2 pour la fabrication d'une aube de turbine de résistance élevée à la fatigue sous
corrosion.
2. Utilisation du matériau suivant la revendication 1, composé de

le reste étant du fer et des impuretés.
3. Utilisation du matériau suivant la revendication 1, composé de

le reste étant du fer et des impuretés.
4. Utilisation d'un matériau avec une structure mixte à deux phases constitué d'austénite
de ferrite ou d'austénite et de martensite, composé de

la teneur de chacun de ces éléments étant d'au moins 0,2 % en poids, le reste étant
du fer et des impuretés inévitables, ce matériau ayant subi, lors de sa fabrication,
les étapes de traitement suivantes:
fonte et coulée de ses composants en forme de barreau, déformation à chaud du barreau
à une température comprise entre 1000°C et 1250°C avec une réduction de section d'au
moins 50 % pour former une pièce, trempe de la pièce obtenue de cette manière, directement
dans l'eau à la température précitée, usinage avec enlèvement de copeaux de la pièce
trempée jusqu'à obtention de sa forme finale, et traitement thermique de la pièce
usinée par enlèvement de copeaux à une température comprise entre 300°C et650°C pendant
1 à 8 heures pardurcissage par précipitation, et ce matériau, après avoir subi ces
étapes de traitement, présentant une limite d'élasticité d'au moins 800 MPa, un allongement
à la rupture d'au moins 15 % pour un rapport longueur/diamètre de l'éprouvette de
4,4 et une endurance aux sollicitations alternées, rapportée à une traction/compression
en présence d'une solution aérée de NaCI 4N avec un pH = 5 à 80°C, d'au moins 350
MPa sans précontrainte statique et d'au moins ± 250 MPa sous une précontrainte statique
de + 250 MPa rapportée à 108 cycles de charge, ainsi qu'une résilience d'au moins 50 J/cm2 pour la fabrication d'une aube de turbine de résistance élevée à la fatigue sous
corrosion.
5. Utilisation du matériau suivant la revendication 4, composé de

le reste étant du fer et des impuretés inévitables.
6. Utilisation du matériau suivant la revendication 4, composé de

le reste étant du fer et des impuretés inévitables.