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EP 0 060 929 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.1985 Patentblatt 1985/04 |
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Anmeldetag: 29.10.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: C25D 17/02 |
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Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung
Electrically insulating protective installation
Installation de protection électriquement isolante
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
25.03.1981 DE 3111786
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.09.1982 Patentblatt 1982/39 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Birkle, Siegfried, Dr.
D-8552 Höchstadt (DE)
- Gehring, Johann
D-8521 Spardorf (DE)
- Stöger, Klaus
D-8500 Nürnberg (DE)
- De Vries, Hans
NL-8181 NG Heerde (NL)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrisch isolierende Schutzeinrichtung in Galvano-Aluminierzellen,
die Warengestelle enthalten können, betrieben mit aprotischen sauerstoff- und wasserfreien
aluminiumorganischen Elektrolyten.
[0002] Es ist bekannt, daß bei Galvanisieranlagen der Elektrolytbehälter wegen der stromleitenden
Eigenschaft der Elektrolyte und des vorherrschenden elektrischen Feldes bei Anlegen
der Galvanisierspannung zwischen Kathode und Anode elektrisch isoliert sein muß, da
sonst aufgrund der Mittelleiterwirkung des Galvanisiertroges bei Verwendung eines
Elektrolyttroges aus Metall sowohl der Elektrolyt als auch der Galvanisiertrog Schaden
erleiden können.
[0003] In der üblichen Galvanotechnik mit einem wäßrigen Elektrolytsystem werden daher die
Galvanisier-Behälter aus einem geeigneten Kunststoffmaterial oder bei Anwendung von
Metall die Innenfläche ausgummiert hergestellt.
[0004] Diese Möglichkeit der Elektrolytbehälter-Isolation ist jedoch für Galvano-Aluminierzellen
betrieben mit aprotischen sauerstoff- und wasserfreien aluminiumorganischen Elektrolyten
nicht anwendbar. So isolierte Elektrolytbehälter sind auch nicht geeignet für Galvanisieranlagen,
wie sie in der deutschen Offenlegungsschrift 2 537 256 und in der deutschen Patentschrift
2 716 805 beschrieben sind. Die bei ca. 100° C eingesetzten organischen Elektrolytlösungen
zerstören langfristig die in der Galvanik üblichen Kunststoff- oder Metallbehälter
mit Kunststoffauskleidung.
[0005] Die elektrische Isolation des Elektrolytbehälters hinsichtlich eines aprotischen
Mediums könnte, siehe DE-PS 2 537 256, dadurch gelöst werden, daß die Innenwandung
des Troges emailliert ist. Da Email ein anorganischer Werkstoff ist, ist dieser vollkommen
resistent. Das Verfahren der Emaillierung hat aber den Nachteil, daß größere Elektrolyttröge
mit mehreren 1000 Litern Inhalt nicht oder nur mit größerem Aufwand beschichtet werden
können.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, metallische Eleketrolyttröge, insbesondere
solche großer Dimensionen für die galvanische Abscheidung von Aluminium aus aprotischen
sauerstoff- und wasserfreien aluminiumorganischen Elektrolytsystemen geeigneter zu
machen. Es gilt das Problem der elektrischen Isolierung bei Verwendung eines metallischen
Elektrolyttroges bezüglich eines aprotischen Elektrolytsystems zu lösen.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in eine Galvano-Aluminierzelle gemäß der Erfindung
eine Auskleidung aus einzelnen mit resistenten Materialien beschichteten und gegebenenfalls
gebogenen Blechsegmenten vorgesehen ist, die
a) hinter den Anoden an den Wandungen des Elektrolyttroges als Seitenbleche angeordnet
sind, deren vertikale Randkanten nach außen rund gebogen sind und die mit Verbindungsleisten
zusammengehalten sind, und die
b) auf den Bodenflächen des Elektrolyttroges als lose Bodensegmente dachziegelartig
aufeinanderliegen.
[0008] Die erfindungsgemäße Auskleidung aus einzelnen Segmenten ist elektrisch fest und
verhindert Fehlströme. Der Vorteil gegenüber einer vollständigen Emaillierung der
Innengefäß-Wandungen liegt insbesondere darin, daß die erfindungsgemäße Auskleidung
auch bei großen Galvanisierzellen technisch realisierbar ist. Außerdem ist sie billiger,
weil keine großen Einbrennöfen und überdimensionalen Blechwandstärken notwendig sind.
[0009] Die Auskleidung der Elektrolyttrogwandungen mit den einzelnen Seitenblechen kann
in einem Abstand von ca. 10 mm erfolgen. Im gleichen Abstand können die Segmente auch
vom Trogboden angeordnet sein. Die Seitenbleche sind umseitig vorzugsweise ca. 1 mm
stark mit resistenten Materialien beschichtet.
[0010] Geeignete resistente Materialien sind Email oder elektrolytresistente Kunststoffe.
Dies sind insbesondere solche auf der Basis von Polyimiden, Epoxiden, Pheno- und Aminoplasten,
Polyvinylidenfluoriden und Polyphenylensulfiden.
[0011] Die vertikalen Randkanten der ringsherum emaillierten oder kunststoffbeschichteten
klammerartigen Verbindungsleisten sind jeweils nach innen rund abgebogen. Die einzelnen
lose auf der Bodenfläche angeordneten Segmente liegen vorzugsweise ca. 3 cm übereinander.
Zur festen Fixierung der einzelnen Seitenbleche können an den Bodenblechen Blechsicken
eingeformt sein.
[0012] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein rings um die Zelle
laufendes ebenfalls isoliertes Band, ein Zusatzblechstreifen angeordnet, um eine noch
bessere elektrische Abschirmung zu erreichen. Gleichzeitig schließt das Band die noch
vorhandenen Lücken.
[0013] Auch die Warengestelle können emailliert oder mit elektrolytresistenten Kunststoffen
beschichtet sein. Die besonders geeigneten Kunststoffe sind bereits oben angeführt.
[0014] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ringzelle,
Fig. 2 einen Schnitt 11-11 der Fig. 1,
Fig. 3 einen Ausschnitt 111 aus Fig. 2,
Fig. 4 eine Abwicklung von Fig. 1,
Fig. 5 eine Vergrößerung der Verbindungsleiste (Verbindungsklammer) in Draufsicht.
[0015] Die Galvanisierzelle der dargestellten Vorrichtung besteht aus einem kreisförmigen
und rotationssymmetrisch ausgebildeten Elektrolyttrog 1, der beheizt werden kann.
Er enthält einen aprotischen sauerstoff- und wasserfreien aluminiumorganischen Elektrolyten
2. Die Seitenwände und der Boden des Troges sind mit Segmenten aus Blech, die ringsum
emailliert sind, ausgekleidet. Hierzu wurden die einzelnen Seitenbleche vorher gebogen
und die vertikalen Kanten entsprechend Fig. 5 nach außen rund gebogen. Der Abstand
der äußeren Seitenbleche 3, der inneren Seitenbleche 4 und der Bodenbleche 5 von der
Trogwand bzw. dem Trogboden beträgt jeweils ca. 10 mm. Die einzelnen Bodenbleche 5
überlappen sich um ca. 3 cm. Die ringsum emaillierten und entsprechend Fig. 5 gebogenen
klammerartigen Verbindungsleisten 6 gewähren einen guten Verbund der einzelnen emaillierten
Seitenbleche 3, 4. Zur festen Fixierung der einzelnen Seitenblechsegmente 3 sind an
den Bodenblechen 5 Blechsicken 7 eingeformt. Dadurch wird auch ein Ausweichen der
Seitenbleche nach innen verhindert. Der Zusatzblechstreifen 8 schließt eventuell noch
vorhandene Lücken und sichert eine vollkommene elektrische Abschirmung.
1. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung in Galvano-Aluminierzellen, die Warengestelle
enthalten können, betrieben mit aprotischen sauerstoff- und wasserfreien aluminiumorganischen
Elektrolyten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auskleidung aus einzelnen mit resistenten
Materialien beschichteten und gegebenenfalls gebogenen Blechsegmenten vorgesehen ist,
die
a) hinter den Anoden an den Wandungen des Elektrolyttroges (1) als Seitenbleche (3,
4) angeordnet sind, deren vertikale Randkanten nach außen rund gebogen sind und die
mit Verbindungsleisten (6) zusammengehalten sind, und die
b) auf den Bodenflächen des Elektrolyttroges (1) als lose Bodensegmente (5) dachziegelartig
aufeinanderliegen.
2. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auskleidung mit den einzelnen Seitenblechen (3, 4) in einem Abstand von ca.
10 mm von der Außenwand bzw. dem Boden des Troges (1) angeordnet ist.
3. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen und gegebenenfalls gebogenen Seitenbleche (3, 4) umseitig ca. 1
mm stark emailliert sind.
4. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen und gegebenenfalls gebogenen Seitenbleche (3, 4) umseitig ca. 1
mm stark mit einem elektrolytresistenten Kunststoff beschichtet sind.
5. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die vertikalen Randkanten der rundherum emaillierten oder kunststoffbeschichteten
Verbindungsleisten (6) jeweils nach innen rund abgebogen sind.
6. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen lose auf der Bodenfläche angeordneten Segmente (5) ca. 3 cm übereinanderliegen.
7. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in die einzelnen Bodensegmente (5) Blechsicken (7) eingeformt sind.
8. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzeinrichtung ein rings um die Zelle laufendes ebenfalls isolierendes
Band aufweist.
9. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Warengestell emailliert ist.
10. Elektrisch isolierende Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Warengestell mit einem elektrolytresistenten Kunststoff beschichtet ist.
1. An electrically insulating protective device in electro-aluminizing cells, which
may contain goods supports, operated with aprotic organoaluminium electrolytes which
are free from oxygen and water, characterised in that a lining is provided consisting
of sheet metal segments which may be bent, which are coated with resistant materials,
which
(a) are arranged as side sheets (3,4) behind the anodes on the walls of the electrolyte
tank (1), the vertical lateral edges of which side sheets are outwardly bent so as
to be rounded, and which are held together by means of connecting strips (6), and
which
(b) rest on the bottom surfaces of the electrolyte tank (1) like roof tiles, as loose
floor segments (5).
2. An electrically insulating protective dvice according to claim 1, characterised
in that the lining with the individual side sheets (3, 4) is arranged at a distance
of about 10 mm from the outer wall or the floor of the tank (1).
3. An electrically insulating protective device according to claim 1 and 2, characterised
in that the individual and possibly bent side sheets (3,4) are enamelled about 1 mm
thick on the rear.
4. An electrically insulating protective device according to claim 1 and 2, characterised
in that the individual and possibly bent lateral sheets (3, 4) are coated about 1
mm thick with an electro- lyteresistant synthetic resin on the rear.
5. An electrically insulating protective device according to claim 3 or 4, characterised
in that the vertical lateral edges of the connecting strips (6), which are enamelled
or coated with synthetic resin all round, are in each case inwardly bent so as to
be rounded.
6. An electrically insulating protective device according to claim 1 to 5, characterised
in that the individual segments (5), which are loosely arranged on the floor surface,
are superposed on one another by about 3 cm.
7. An electrically insulating protective device according to claim 6, characterised
in that sheet beadings (7) are formed in the individual floor segments (5).
8. An electrically insulating protective device according to claim 1 to 7, characterised
in that the protective device has a similarly insulated band which runs round the
cell.
9. An electrically insulating protective device according to claim 1 to 8, characterised
in that the goods support is enamelled.
10. An electrically insulating protective device according to claim 1 to 8, characterised
in that the goods support is coated with an electrolyte- resistant synthetic resin.
1. Dispositif de protection isolant électriquement dans des cellules de galvano-aluminiage,
qui peuvent contenir des chassis de support d'objet et qui fonctionnent avec des électrolytes
organo-aluminiques, aprotiques, exempts d'oxygène et anhydres, caractérisé en ce qu'il
est prévu un garnissage constitué de segments de tôle individuels revêtus de matériaux
résistants et le cas échéant incurvés qui:
a) sont disposés derrière les anodes sur les parois du bac à électrolyte (1) en tant
que tôles latérales (3,4) dont les bords marginaux verticaux sont recourbés en arrondi
vers l'extérieur et qui sont maintenues ensemble par des baguettes de liaison (6),
et qui
b) reposent les uns sur les autres, à la manière de tuiles d'un toit, sous la forme
de segments de fond libres (5), sur la surface du fond du bac à électrolyte (1).
2. Dispositif de protection isolant électriquement suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que le garnissage avec les tôles latérales (3,4) individuelles est disposé à
une distance de 10 mm environ de la paroi extérieure ou du fond du bas (1).
3. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 et
2, caracté= risé en ce que les tôles latériales (3, 4) individuelles et le cas échéant
incurvées sont émaillées de l'autre côté sur une épaisseur de 1 mm environ.
4. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 et
2, caractérisé en ce que les tôles latérales (3, 4) individuelles et le cas échéant
incurvées sont revêtues de l'autre côté sur une épaisseur de 1 mm environ d'un matière
plastique résistant à l'électrolyte.
5. Dispositif de protection isolant électriquement suivant la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que les bords marginaux certicaux des baguettes de liaison (6),
émaillées ou revêtues de matière plastique tout autour, sont recourbés en arrondi
vers l'intérieur.
6. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 à
5, caractérisé en ce que les segments (5) individuels disposés d'une manière libre
sur la surface du fond se chevauchent sur 3 cm environ.
7. Dispositif de protection isolant électriquement suivant la revendication 6, caractérisé
en ce que dans les segments individuels formant fond (5) sont formées des moulures
de tôle (7).
8. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 à
7, caractérisé en ce que le dispositif de protection présente une bande également
isolée faisant tout le tour de la cellule.
9. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 à
8, caractérisé en ce que le châssis de support des objets est émaillé.
10. Dispositif de protection isolant électriquement suivant les revendications 1 à
8, caractérisé en ce que le châssis de support d'objets est revêtu de matière plastique
résistant à l'électrolyte.

