(19)
(11) EP 0 061 094 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.10.1985  Patentblatt  1985/40

(21) Anmeldenummer: 82102008.8

(22) Anmeldetag:  12.03.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4G03G 5/06, C07D 209/44

(54)

Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial

Electrophotographic recording material

Matériau d'enregistrement électrophotographique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 20.03.1981 DE 3110953

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.09.1982  Patentblatt  1982/39

(71) Anmelder: BASF Aktiengesellschaft
67063 Ludwigshafen (DE)

(72) Erfinder:
  • Eckell, Albrecht, Dr.
    D-6710 Frankenthal (DE)
  • Eilingsfeld, Heinz, Dr.
    D-6710 Frankenthal (DE)
  • Elzer, Albert, Dr.
    D-6701 Otterstadt (DE)
  • Feichtmayr, Franz, Dr.
    D-6700 Ludwigshafen (DE)
  • Hoffmann, Gerhard, Dr.
    D-6701 Otterstadt (DE)
  • Leyrer, Reinhold, J., Dr.
    D-6700 Ludwigshafen (DE)
  • Neumann, Peter, Dr.
    D-6908 Wiesloch (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial bestehend aus einem elektrisch leitfähigen Trägermaterial und einer photohalbleitenden Doppelschicht aus organischen Materialien sowie ein Verfahren zur Herstellung dieser elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien und ihre Verwendung für reprographische Zwecke.

    [0002] In der Elektrophotographie wird zur Bilderzeugung die Oberfläche eines elektrophotographischen Elements, das eine photohalbleitende Schicht enthält, zuerst uniform elektrostatisch aufgeladen. Bei der bildmäßigen Belichtung mit einer aktinischen, also die Photohalbleitung induzierenden Strahlung wird an den bestrahlten Flächen die photohalbleitende Schicht elektrisch leitend, wodurch an diesen Stellen die elektrostatische Oberflächenladung abfließt, falls das elektrisch leitende Trägermaterial geerdet ist. Die unbelichteten Stellen behalten dagegen ihre Oberflächenladung, so daß nach der Belichtung ein der Vorlage entsprechendes Ladungsbild verbleibt. Behandelt man dieses Ladungsbild mit Farbstoffpigmentteilchen feinster Form, die zuvor der Oberflächenladung des elektrophotographischen Elementes entgegengesetzt aufgeladen worden sind, so lagern sich diese Farbpigmentteilchen an den unbelichteten Stellen des elektrophotographischen Elements ab und entwickeln damit das unsichtbare Ladungsbild zu einem sichtbaren Abbild der Vorlage. Das auf diese Weise entstandene Bild wird anschließend auf eine andere Oberfläche, beispielsweise auf Papier übertragen und darauf fixiert.

    [0003] Das elektrophotographische Element kann entweder aus einer homogenen Schicht eines Photohalbleiters auf einem elektrisch leitenden Trägermaterial oder aus mehreren, übereinander angeordneten Schichten auf dem Träger aufgebaut sein. Elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit einer mehrschichtigen, sogenannten Kompositstruktur sind beschrieben. So werden in der DE-OS 2 220 408 solche Materialien aus einem leitfähigen Träger, einer ersten Schicht, die Ladungsträger erzeugende Verbindungen enthält, und einer darüber hinaus angeordneten zweiten Schicht mit Ladungsträger transportierenden Stoffen offenbart.

    [0004] Für die Ladungsträger erzeugende Schichten sind neben den meist auf der Basis von Selen aufgebauten anorganischen Photohalbleitern auch eine Reihe von organischen Photohalbleitern bekannt. Eine Vielzahl von beschriebenen organischen Farbstoffen, welche bei Bestrahlung mit aktinischem Licht zur Ladungsträgererzeugung geeignet sind, müssen jedoch im Hochvakuum und bei Temperaturen über 300°C durch Verdampfung oder Sublimation auf dem Trägermaterial niedergeschlagen werden (z. B. DE-OS 2 220 408, 2 239 924). Solche Verfahren sind jedoch wenig wirtschaftlich und häufig wenig reproduzierbar. Außerdem kommen dafür nur thermisch äußerst stabile Farbstoffe infrage. Auf dem Gebiet der Elektrophotographie ist es aber wünschenswert, möglichst viele Farbstoffe als wirksame Bestandteile zur Verfügung zu haben.

    [0005] Eine andere Gruppe ladungserzeugender photoleitfähiger organischer Materialien wird in Form von Pigmentteilchen in einem Matrixbindemittel dispergiert und in einer Schicht, welche die einzelnen photoleitfähigen Teilchen enthält, auf eine Unterlage aufgetragen. Dies sind die in der Literatur beschriebenen elektrophotographischen Elemente, welche als farbgebende Materialien Monoazo-, Disazo- und Quadratsäure-Farbstoffderivate enthalten (u.a. US-PS 3 775 105, US-PS 3 824 099, US-PS 3 898 084).

    [0006] Es wurde auch schon vorgeschlagen, Monoazo- oder Disazofarbstoffe oder auch die Farbstoffderivate der Quadratsäure in einem primäre organische Amine enthaltenden Lösungsmittel zu lösen und die ladungserzeugende Schicht aus der Lösung aufzutragen (DE-OS 2 635 887). Nachteilig an diesem Vorgehen ist jedoch, daß Amine sowohl stark umweltbelastend als auch lästig für den Verarbeiter sind. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Herstellung der einzelnen Schichten der Kompositstruktur eines elektrophotographischen Elements möglichst einfach zu erreichen. Hierfür bedarf es aber des Einsatzes neuer Farbstoffe als ladungserzeugende Komponenten.

    [0007] Aufgabe der Erfindung war es daher äußerst lichtempfindliche elektrophotographische Schichten mittels organischen Photohalbleitern zu schaffen, die möglichst einfach aus einer Farbstoffdispersion hergestellt werden können. Das elektrophotographische Element sollte weiterhin biegsam, elastisch und abriebfest sein, dessen Oberfläche möglichst ohne Nachbehandlung glatt und riefenfrei.

    [0008] Die Lösung der Aufgabe geht von einem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial aus, das sich

    a) aus einem elektrisch leitfähigen Trägermaterial,

    b) einer ersten Schicht, die Ladungsträger erzeugende Farbstoffe bestimmter Art enthält, mit einer Dicke von 0,005 bis 5 um und

    c) einer zweiten, für das aktinische Licht weitgehend transparenten Schicht aus isolierenden organischen Materialien mit mindestens einer, im Licht Ladungen transportierenden Verbindung


    zusammensetzt.

    [0009] Gegenstand der Erfindung sind demnach Farbstoffe, die in der ersten Schicht des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials als Ladungsträger erzeugende Komponenten wirksam sind.

    [0010] Es war überraschend, daß als farblich abdeckende, Ladungsträger erzeugende Schichten für die elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien Schichten mit Farbstoffen der im folgenden erläuterten Farbstoffklasse die gestellten Anforderungen erfüllen. Geeignet sind hierfür Farbstoffe der allgemeinen Formel I

    in der
    R1 bis R4 Wasserstoff, Halogen, Methyl und/oder Phenylthio,
    einer oder zwei der Reste R1 bis R4 C2- bis C6-Alkyl, Cyclohexyl, Phenyl, 2-Naphthyl, Hydroxy, C1- bis C6-Alkoxy Allyloxy, Phenoxy, Methylthio, Benzylthio, C1- bis C4-Alkylsulfonyl Phenoxysulfonyl, Trimethylsilyl, Trifluormethyl, Cyano, Nitro, Amino, N,N―C1― bis C4-Dialkylamino, einen Rest der Formel

    einen Rest der Formel NH―CO―R5, wobei R5 für C1- bis C6-Alkyl oder gegebenenfalls substituiertes Aryl steht; C1- bis C4-Alkylcarbonyl, Phenylcarbonyl, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl und die übrigen Reste Wasserstoff,
    X und Y, die gleich oder verschieden sein können, Reste methylenaktiver Verbindungen

    oder Reste der Formel =N-R6, worin R6 den Rest eines aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins darstellt und
    Z Wasserstoff, Methyl oder Phenyl bedeuten.

    [0011] Ebenfalls geeignet sind Verbindungen der Formel II

    in der R7 und R8, die gleich oder verschieden sein können, für C1- bis C4-Alkyl, Cyclohexyl oder Phenyl stehen oder R7 und R8 zusammen eine Tetramethylengruppe, einen aromatischen heterocyclischen oder heterocyclisch gesättigten 5- oder 6-Ring bedeuten und X, Y und Z die oben genannte Bedeutung haben, sowie Verbindungen der Formeln III, IV und V

    in denen X, Y und Z die oben genannte Bedeutung haben.

    [0012] Bevorzugt sind Verbindungen der Formel VI

    in der R9 und R10, die gleich oder verschieden sein können, Cyano, Nitro, 4-Halogenpheny),4-Cyanphenyl, 4-Nitrophenyl, C1- bis C8-Alkoxycarbonyl, Phenoxycarbonyl, einen Rest der Formel―CONH―R11, in der R11 für Wasserstoff, C1- bis Cg-Alkyl oder einen gegebenenfalls durch Phenoxy, Cyan, Nitro oder CF3, bis zu drei Halogen, C1- bis C4-Alkyl substituiertes Phenyl oder für den Rest eines heterocyclischen Amins steht; Sulfamoyl; Phenylsulfonyl mit bis zu drei Halogenen und/oder C1- bis C4-Alkyl im Phenylkern; einen Rest der Formel

    in der A für

    R für Wasserstoff oder C1- bis C4-Alkyl und R12 und R13 für Wasserstoff oder Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy stehen; 1H-Naphth-2,3-d-imidazolyl, Pyridyl, 4-Thiazolyl, 2-Methyl-4-thiazolyl, 2-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl-(5), 2-Chinolinyl, 3-Indolyl oder 3-Benzthiazolyl bedeuten.

    [0013] Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel VII

    in der R14 und R15, die gleich oder verschieden sein können, Cyano, Methylcarbonyl, Phenylcarbonyl, 4-Nitrophenyl, 4-Cyanphenyl, C1- bis C6-Alkoxycarbonyl, Phenoxycarbonyl, Phenylsulfonyl, einen Rest der Formel

    in der A, R12 und R13 die oben genannte Bedeutung haben.

    [0014] Ganz besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel VIII

    in der R16 und R17, die gleich oder verschieden sein können, Cyano, 4-Nitrophenyl, 4-Cyanphenyl, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl, Phenylsulfonyl, einen Rest der Formel

    in der R12 und R13 für Wasserstoff oder Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy und R19 für Wasserstoff oder C1- bis C4-Alkyl stehen; 1H-Naphth-2,3-d-imidazolyl, Pyridyl, 4-Thiazolyl, 2-Methyl-4-thiazolyl, 2-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl-(5), 2-Chinolinyl, 3-Indolyl oder 3-Benzthiazolyl bedeuten.

    [0015] Weitere bevorzugte Verbindungen sind solche der Formel IX

    in denen R9 die oben genannte Bedeutung hat, und B die Ergänzung zu einem fünf- oder sechsfliedrigen iso- oder heterocyclischen Ring darstellt.

    [0016] Insbesondere werden Verbindungen der Formel X

    herangezogen, in denen R14 die oben genannte Bedeutung hat und B die Ergänzung zu einem Pyrazolon-, Oxazolon-, Dimedon-, Pyridon-, Isoxazolon-, Imidazolon-, Cyclohexandion- oder 4-HydroxyCumarinrest oder

    eine Rest der Formel

    bedeuten.

    [0017] Ebenfalls bevorzugt sind außerdem Verbindungen der Formel XI

    in denen R9 die oben genannte Bedeutung hat und R6 den Rest eines aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins bedeuten. In gleicher Weise sind Verbindungen der Formel XII

    geeignet, in denen R14 die oben genannte Bedeutung hat, und R18 Phenyl, p-Tolyl, 2- oder 4-Anisidyl, 2-oder 4-Chlorphenyl, 4-Carbethoxyphenyl, 2-Oxazolyl, 2-Thiazolyl, 2-Imidazolyl, 2-(4-Phenylthiazolyl), 2-(4-Methyl-5-carboethoxythiazolyl), 2-Benzthiazolyl, 2-(6-Ethoxybenzthiazolyl), 2-Benzimidazolyl, 2-(1-Methylbenzimidazolyl), 2-(5-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl) oder 3-Indazolyl bedeuten.

    [0018] Gleichfalls bevorzugt sind Verbindungen der Formel XIII

    in denen R6 die oben genannte Bedeutung hat, und B die Ergänzung zu einem fünf- oder sechsgliedrigen iso- oder heterocyclischen Ring darstellt.

    [0019] Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel XIV

    in denen R18 und B die oben genannte Bedeutung haben.

    [0020] Auch Verbindungen der Formel XV

    haben sich als bevorzugt herausgestellt, in denen R6 die oben genannte Bedeutung hat und die Reste R6 gleich oder verschieden sind, ebenso wie Verbindungen der Formel XVI

    in denen R18 die oben genannte Bedeutung hat und gleich oder verschieden sind.

    [0021] Die erwähnten Verbindungen sind in der Literatur beschrieben. Sie können nach den in den DE-OS 1 670748,2 121 524,2 142 245 oder 2 830 501 beschriebenen Verfahren hergestellt werden, beispielsweise nach folgendem Schema:



    [0022] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien wird die erste, Ladungsträger erzeugende Schicht in Form einer Dispersion auf den elektrisch leitfähigen Schichtträger aufgebracht. Die Herstellung der Dispersion für die erste Schicht erfolgt durch gemeinsames Rollen von etwa 20 bis 85 Gewichtsprozent des Feststoffgehaltes der Dispersion an einem oder mehreren der erfindungsgemäß geeigneten Farbstoffe und 80 bis 15 Gewichtsprozent an einem hierfür üblichen Bindemittel, das gegebenenfalls Sperrschichteigenschaften aufweisen kann, in Form einer Lösung in einem organischen leicht verdampfbaren Lösungsmittel.

    [0023] Die erste Schicht wird in einer Dicke von etwa 0,005 bis 5 µm, vorzugsweise 0,05 bis 2,0 µm gegossen, wobei hierunter die Feststoffschichtdicke verstanden werden soll. Zwischen dem Träger und der ersten Schicht kann eine Haftschicht in einer Dicke von etwa 0,05 bis 5 µm, vorzugsweise 0,1 bis 0,8 µm angeordnet werden.

    [0024] Über der ersten Schicht wird die transparente zweite Schicht ebenfalls durch Gießen aus einer Lösung angeordnet. Die Dicke der zweiten liegt vorzugsweise zwischen 2 und 40 µm. Sie setzt sich aus 30 bis 60 Gewichtsprozent einer oder mehrerer ladungsträgertransportierenden Verbindungen, 65 bis 35 Gewichtsprozent an einem oder mehreren hierfür üblichen Bindemitteln, 0,1 bis 4 Gewichtsprozent an Zusätzen, die die mechanischen Eigenschaften verbessern und gegebenenfalls bis zu 5 Gewichtsprozent an sensibilisierenden oder aktivierenden Verbindungen zusammen. Der Gießprozeß erfolgt aus einem niedrigsiedenden Lösungsmittel.

    [0025] Zwischen der ersten und der zweiten Schicht ist gegebenenfalls eine Sperrschicht von etwa 0,05 bis 1,5 µm. vorzugsweise 0,1 bis 0,5 µm angeordnet, während es je nach vorgesehener Verwendung des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials angemessen sein kann, eine als Deck- und Schutzschicht wirkende inaktive Schicht auf die Ladungsträger transportierende Schicht aufzubringen.

    [0026] Als elektrisch leitfähiges Trägermaterial sind Aluminiumfolien, Aluminiumbleche, Nickelbleche oder mit Aluminium, Zinn, Blei, Wismut oder ähnlichen Metallen bedampfte Kunststoffolien, vorzugsweise Polyesterfolien geeignet. Die Auswahl wird durch das Einsatzgebiet des elektrophotographischen Elements bestimmt.

    [0027] Die Sperrschichten zwischen dem leitfähigen Trägermaterial und der ersten Schicht oder zwischen derselben und der zweiten Schicht bestehen üblicherweise aus Metalloxidschichten, z. B. Aluminiumoxidschichten, Polymeren, wie z. B. Polyamid, Polyvinylalkohol, Polyacrylate, Polystyrol oder ähnliche Systeme. Gegebenenfalls kann aber auch das Bindemittel der ersten Schicht gleichzeitig als Sperrschichtmaterial dienen.

    [0028] Zur Herstellung der Ladungsträger erzeugenden Schicht der erfindungsgemäßen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien sind Polyacrylate, Polymethacrylate, Polyester, Polyphthalsäureester, Polyvinylchloride, Styrol-Maleinsäure-Copolymerisate, Epoxide und andere allgemein üblichen Harze als Bindemittel für die Aufnahme der Farbstoffe gemäß der Erfindung geeignet.

    [0029] Für die zweite, die Ladungsträger transportierende Schicht eignen sich als Bindemittel besonders Polyvinylchlorid, Polyesterharze, Polyacetalharze, Polycarbonate, Polystyrol, Polyurethane, d. h. solche Bindemittel, welche spezielle elektrische Eigenschaften zeigen und dem Fachmann hierfür bekannt sind. So bieten sich auch Silikonharze, Polyvinylacetat, Chlorkautschuk, Celluloseester, Äthylcellulose und ähnliche an. Als Ladungsträger transportierende Verbindungen, welche in dieser Schicht enthalten sind, eignen sich solche die Transparenz für das sichtbare Licht nicht beeinträchtigende Verbindungen, wie

    a) niedermolekulare Verbindungen, insbesondere heterocyclische Verbindungen, wie Pyrazolinderivate, Oxazole, Oxdiazole, Phenylhydrazone, Imidazole, Triphenylaminderivate, Carbazolderivate, Pyrenderivate und weitere, kondensierte Aromaten sowie

    b) polymere Materialien, wie Polyvinylpyrene, Poly(N-vinylcarbazol), Copolymerisate aus Carbazol und Styrol, bzw. Vinylacetat und/oder Vinylchlorid.



    [0030] Vom polymeren Typ ist besonders Poly(N-vinylcarbazol) geeignet.

    [0031] Die erfindungsgemäßen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien können noch weitere Bestandteile zur Verbesserung ihrer mechanischen Eigenschaften enthalten. So können Netzmittel, wie die Silikonöle die Oberflächenqualität verbessern. Weiter können zusätzlich Sensibilisatoren oder Aktivatoren der oberen zweiten Schicht einverleibt werden. Als Sensibilisatoren, die in disperser Form gelöst werden können, sind z. B. Triphenylmethanfarbstoffe, Xanthonfarbstoffe, lösliche Perylenderivate, wie Perylentetracarbonsäureester und eine Reihe weiterer Verbindungen bekannt. Als Aktivatoren dienen Verbindungen mit hoher Elektronenaffinität, z. B. Nitroverbindungen, wie 2,4,7-Trinitrofluorenon-9.

    [0032] Das erfindungsgemäße elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial enthält hochlichtempfindliche photohalbleitende Doppelschichten, die eine hohe mechanische Stabilität aufweisen und zum Beispiel auf eine zylindrischen Trommel angeordnet oder als endloses Band umlaufen können, ohne das Verschleißerscheinungen auftreten. Sie sind demgemäß sehr geeignet zur Verwendung für reprographische Zwecke, z. B. als Kopierschichten, elektrophotographische Offsetdruckplatten.

    [0033] Die Erfindung sei anhand folgender Beispiele näher erläutert.

    Beispiele 1 bis 17



    [0034] Es werden jeweils 5 g der Farbstoffe 1 bis 17 mit 3 g eines Copolymerisats aus Vinylchlorid, Acrylsäure und einem Maleinsäurediester und 25 g Tetrahydrofuran vermischt und für 12 Stunden auf einem Walzenstuhl gerollt. Danach werden 75 g Tetrahydrofuran und 25 g Toluol zugesetzt. Das Gemisch wird eine Stunde lang auf dem Walzenstuhl homogenisiert.

    [0035] Diese Dispersion wird dann mit einer Rakel auf ein unbehandeltes Aluminumträgerblech von 175 ILm Stärke aufgetragen. Der Gießspalt beträgt 60 [Lm. Die Rakel wird mit einer Geschwindigkeit von 260 mm/min abgezogen. Nach dem Ablüften und Trocknen für 30 Minuten bei 90°C verbleibt eine Trockenschichtdicke von 0,75 bis 0,8 um.

    [0036] Auf diese erste, deckende Schicht wird jeweils eine Lösung aus 47,75 g Poly(N-vinylcarbazol), 5,2 g Phthalsäuredihexylester und 5,75 g eines Polycarbonats mit einer Schmelztemperatur von 220 bis 230°C in einem Lösungsmittelgemisch aus 287,5 g Tetrahydrofuran und 74,25 g Toluol aufgetragen. Der Gießspalt beträgt jeweils 140 p.m; die Rakel wird mit 260 mm/min abgezogen. Nach der Ablüftung und der Trocknung für 30 Minuten bei 90°C verbleibt eine Trockenschicht von 8 bis 8,5 µm Dicke.

    [0037] Das so bereitete elektrophotographische Element wird dann mit einer Hochspannung von -740 kV an einem Coronadraht in einem Abstand von 10 mm über der Schichtoberfläche beladen. Nach 20 Sekunden Beladungszeit wird das maximal erreichte Oberflächenpotential in Volt ermittelt. Diese Oberflächenpotentiale werden auf das Oberflächenpotential einer völlig analog hergestellten Platte, gleich 100%, bezogen, welche gemäß der DE-OS 2 237 539 N,N'-Dimethy!peryien-3,4,9,10-tetracarbon- säurediimid enthält. Nach weiteren 20 Sekunden im Dunkeln wird der prozentuale Potentialabfall, bezogen auf das maximale Potential, bestimmt. Dann wird das elektrophotographische Element mit dem Licht einer Xenonlampe von 150 Watt Leistungsaufnahme bestrahlt. Der Lichtinduzierte prozentuale Potentialabfall, bezogen auf das Potential nach dem Dunkelabfall, wird gemessen.

    [0038] Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.


















    Beispiele 18 bis 35



    [0039] Analog den Beispielen 1 bis 17 werden gleiche elektrophotographische Elemente hergestellt, die anstelle eines unbehandelten Aluminiumbleches ein eloxiertes Aluminiumblech mit einer Eloxalschicht von etwa 0,25 µm Dicke als Trägermaterial aufweisen. Damit werden weitgehend die gleichen Meßergebnisse wie die in der Tabelle 1 aufgeführten erhalten.




    Ansprüche

    1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, im wesentlichen bestehend aus einem elektrisch leitfähigen Trägermaterial, einer ersten Ladungsträger erzeugende Farbstoffe enthaltenden Schicht und einer zweiten, für das aktinische Licht weitgehend transparenten Schicht aus isolierenden organischen Materialien mit mindestens einer, im Licht Ladungen transportierenden Verbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel I sind

    in der
    R1 bis R4 Wasserstoff, Halogen, Methyl und/oder Phenylthio,
    einer oder zwei der Reste R1 bis R4 C2- bis C6-Alkyl, Cyclohexyl, Phenyl, 2-Naphthyl, Hydroxy, C1- bis C8-Alkoxy, Allyloxy, Phenoxy, Methylthio, Benzylthio, C1- bis C4-Alkylsulfonyl, Phenoxysulfonyl, Trimethylsilyl, Trifluormethyl, Cyano, Nitro, Amino, N,N-C1- bis C4-Dialkylamino, einen Rest der Formel

    einen Rest der Formel NH-CO-R5, wobei R5 für C1- bis C6-Alkyl oder gegebenenfalls substituiertes Aryl steht; C1- bis C4-Alkylcarbonyl, Phenylcarbonyl, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl und die übrigen Reste Wasserstoff,
    X und Y, die gleich oder verschieden sein können, Reste methylenaktiver Verbindungen

    oder Reste der Formel =N-R°, worin R° den Rest eines aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins darstellt und
    Z Wasserstoff, Methyl oder Phenyl bedeuten.
     
    2. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel VI sind

    in der R9 und R10, die gleich oder verschieden sein können, Cyano, Nitro, 4-Halogenphenyl, 4-Cyanphenyl, 4-Nitrophenyl, C1- bis C8-Alkoxycarbonyl, Phenoxycarbonyl, einen Rest der Formel-CONH-R11, in der R11 für Wasserstoff, C1- bis Cg-Alkyl oder einen gegebenenfalls durch Phenoxy, Cyan, Nitro oder CF3, bis zu drei Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy substituiertes Phenyl oder für den Rest eines heterocyclischen Amins steht; Sulfamoyl; Phenylsulfonyl mit bis zu drei Halogenen und/oder C1- bis C4-Alkyl im Phenylkern; einen Rest der Formel

    in der A für

    R für Wasserstoff oder C1- bis C4-Alkyl und R12 und R13 für Wasserstoff oder Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy stehen; 1H-Naphth-2,3-d-imidazolyl, Pyridyl,4-Thiazolyl,2-lMethyl-4-thiazolyl, 2-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl-(5), 2-Chinolinyl, 3-Indolyl oder 3-Benzthiazolyl bedeuten.
     
    3. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Ladungsträger erzeugender Farbstoff

    eingesetzt wird.
     
    4. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Ladungsträger erzeugender Farbstoff

    eingesetzt wird.
     
    5. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel IX sind

    in der R9 Cyano, Nitro, 4-Halogenphenyl, 4-Cyanphenyl, 4-Nitrophenyl, C1-bis C8-Alkoxycarbonyl, Phenoxycarbonyl, einen Rest der Formel -OCNH-R11, in der R11 für Wasserstoff, C1- bis Cg-Alkyl oder einen gegebenenfalls durch Phenoxy, Cyan, Nitro oder CF3 bis zu drei Halogene, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy substituiertes Phenyl oder für den Rest eines heterocyclischen Amins steht; Sulfamoyl; Phenylsulfonyl mit bis zu drei Halogene und/oder C1- bis C4-Alkyl im Phenylkern; einen Rest der Formel

    in der A für

    R für Wasserstoff oder C1- bis C4-Alkyl und R12 und R13 für Wasserstoff oder Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy stehen; 1H-Naphth-2,3-d-imidazolyl, Pyridyl, 4-Thiazolyl, 2-Methyl-4-thiazotyl, 2-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl-(5), 2-Chinolinyl, 3-Indolyl oder 3-Benzthiazolyl bedeuten und B die Ergänzung zu einem fünf- oder sechsgliedrigen iso- oder heterocyclischen Ring darstellt.
     
    6. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel XI sind

    in der R9 Cyano, Nitro, 4-Halogenphenyl, 4-Cyanphenyl, 4-Nitrophenyl, C1- bis C8-Alkoxycarbonyl, Phenoxycarbonyl, einen Rest der Formel -CONH-R11, in der R11 für Wasserstoff, C1- bis Cg-Alkyl oder einen gegebenenfalls durch Phenoxy, Cyan, Nitro oder CF3, bis zu drei Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1- bis C4-Alkoxy substituiertes Phenyl oder für den Rest eines heterocyclischen Amins steht; Sulfamoyl; Phenylsulfonyl mit bis zu drei Halogenen und/oder C1- bis C4-Alkyl im Phenylkern; einen Rest der Formel

    in der A für

    R für Wasserstoff oder C1- bis C4-Alkyl und R12 und R13 für Wasserstoff oder Halogen, C1- bis C4-Alkyl oder C1-bis C4-Alkoxy stehen;1H-Naphth-2,3-d-imidazolyl, Pyridyl, 4-Thiazolyl, 2-Methyl-4-thiazolyl, 2-Phenyl-1,3,4-thiadiazolyl-(5), 2-Chinolinyl, 3-Indolyl oder 3-Benzthiazolyl und R6' den Rest eines aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins bedeuten.
     
    7. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel XIII sind

    in der R6 den Rest eines aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins darstellt und B die Ergänzung zu einem fünf- oder sechsgliedrigen iso-oder heterocyclischen Ring ist.
     
    8. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel XIV sind

    in der R18 Phenyl, p-Tolyl, 2- oder 4-Anisidyl, 2- oder 4-Chlorphenyl, 4-Carbethoxyphenyl, 2-Oxazolyl, 2-Thiazolyl, 2-Imidazolyl, 2-(4-Phenylthiazolyl), 2-(4-Methyl-5-carboethoxythiazolyl), 2-Benzthiazolyl, 2-(6-Ethoxybenzthiazolyl), 2-Benzimidazolyl, 2-(1-Methylbenzimidazolyl), 2-(5-Phenyl-1,3,4-thia- diazolyl) oder 3-Indazolyl und B die Ergänzung zu einem Pyrazolon-, Oxazolon-, Dimedon-, Pyridon-, Isoxazolon-, Imidazolon-, Cyclohexandion- oder 4-Hydroxycumarinrest oder

    einen Rest der Formel

    bedeuten.
     
    9. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel XV sind

    in der R6 den Rest eines aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Amins oder Hydrazins bedeutet, wobei die Reste R6 gleich oder verschieden sind.
     
    10. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsträger erzeugenden Farbstoffe solche der allgemeinen Formel XVI sind

    in der R18 Phenyl, p-Tolyl, 2- oder 4-Anisidyl, 2- oder 4-Chlorphenyl, 4-Carbethoxyphenyl, 2-Oxazolyl, 2-Thiazolyl, 2-Imidazolyl, 2-(4-Phenylthiazolyl), 2-(4-Methyl-5-carboethoxythiazolyl), 2-Benzthiazolyl, 2-(6-Ethoxybenzthiazolyl), 2-Benzimidazolyl, 2-(1-Methylbenzimidazolyl), 2-(5-Phenyl-1,3,4-thia- diazolyl) oder 3-Indazolyl bedeutet, wobei die Reste gleich oder verschieden sind.
     
    11. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten, für das aktinische Licht weitgehend transparenten Schicht die im Licht Ladungen transportierende Verbindung Poly-(N-Vinylcarbazol) ist.
     
    12. Verwendung der elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 für reprographische Zwecke.
     


    Claims

    1. An electrophotographic recording material which consists essentially of an electrically conductive base, a first layer containing charge carrier-producing dyes, and a second layer which is substantially transparent to actinic light and is composed of an insulating organic material containing at least one compound which is charge carrier-transporting when exposed to light, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula I

    where R1, R2, R3 and R4 are each hydrogen, halogen, methyl or phenylthio, and one ortwo of the radicals R1, R2, R3 and R4 are C2-C6-alkyl, cyclohexyl, phenyl, naphth-2-yl, hydroxyl, C1-C6-alkoxy, allyloxy, phenoxy, methylthio, benzylthio, C1-C4-alkylsulfonyl, phenoxysulfonyl, trimethylsilyl, trifluoromethyl, cyano, nitro, amino, N,N―C1―C4-dialkylamino, a radical of the formula

    a radical of the formula NH―CO―R5, where R5 is C1―C6-alkyl, or unsubstituted or substituted aryl, or are C1―C4-alkylcarbonyl, phenylcarbonyl or C1―C4-alkoxycarbonyl, and the remaining radicals are each hydrogen, X and Y may be identical or different and each is the radical of a methylene-active compound

    or a radical of the formula =N―R6, where R6 is the radical of an aliphatic, cycloaliphatic, araliphatic, aromatic or heterocyclic amine or hydrazine, and Z is hydrogen, methyl or phenyl.
     
    2. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula VI

    where R9 and R1 ° may be identical or different and each is cyano, nitro, 4-halophenyl, 4-cyanophenyl, 4-nitrophenyl, C1―C8-alkoxycarbonyl, phenoxycarbonyl or a radical of the formula ―CONH―R11, where R11 is hydrogen or C1―C9-alkyl or is phenyl which is unsubstituted or substituted by phenoxy, cyano, nitro, CF3, up to three halogens or C1―C4-alkyl or C1―C4-alkoxy, or is the radical of a heterocyclic amine, or R9 and R10 are each sulfamyl, phenylsulfonyl which is substitued by up to three halogens and/or C1-C4-alkyl in the phenyl nucleus, or a radical of the formula

    where A is

    R is hydrogen or C1―C4-alkyl, and R12 and R13 are each hydrogen, halogen, C1―C4-alkyf or C1―C4- alkoxy, or R9 and R10 are each 1 H-naphth-2,3-d-imidazolyl, pyridyl, thiazol-4-yl, 2-methylthiazol-4-yl, 2-phenyl-1,3,4-thiadiazol-5-yl, quinolin-2-yl, indol-3-yl or benzthiazol-3-yl.
     
    3. An electrophotographic recording material as claimed in claim 2, wherein the charge carrier-producing dye

    is employed.
     
    4. An electrophotographic recording medium as claimed in claim 2, wherein the charge carrier-producing dye

    is employed.
     
    5. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein the charge carrier-producing dye is of the general-formula IX

    where R9 is cyano, nitro, 4-halophenyl, 4-cyanophenyl, 4-nitrophenyl, C1―C8-alkoxycarbonyl, phenoxycarbonyl or a radical of the formula-CONH―R11, where R" is hydrogen, C1―C9-alkyl or phenyl which is unsubstituted or substituted by phenoxy, cyano, nitro, CF3, up to three halogens, C1―C4-alkyl or C1―C4- alkoxy, or is the radical of a heterocyclic amine, or R9 is sulfamyl, phenylsulfonyl which is substituted by up to three halogens and/or C1―C4-alkyl in the phenyl nucleus, or a radical of the formula

    where A is

    R is hydrogen or C1―C4-alkyl, and R12 and R13 are each hydrogen, halogen, C1―C4-alkyl or C1―C4- alkoxy, or R9 is 1 H-naphth-2,3-d-imidazolyl, pyridyl, thiazol-4-yl, 2-methylthiazol-4-yl, 2-phenyl-1,3,4-thiadiazol-5-yl, quinolin-2-yl, indol-3-yl or benzthiazol-3-yl, and B is the complement needed to form a five-membered or six-membered isocyclic or heterocyclic ring.
     
    6. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula XI

    where R9 is cyano, nitro, 4-halophenyl, 4-cyanophenyl, 4-nitrophenyl, Cl-C8-alkoxycarbonyl, phenoxycarbonyl or a radical of the formula -CONH―R11, where R11 is hydrogen or C1―C9-alkyl or is phenyl which is unsubstituted or substituted by phenoxy, cyano, nitro, CF3, up to three halogens or C1―C4-alkyl or C1―C4-alkoxy, or is the radical of a heterocyclic amine, or R9 is sulfamyl, phenylsulfonyl which is substituted by up to three halogens and/or C1―C4-alkyl in the phenyl nucleus, or a radical of the formula

    where A is

    R is hydrogen or C1-C4-alkyl, and R12 and R13 are each hydrogen, halogen, C1-C4-alkyl or C1-C4- alkoxy, or R9 is 1 H-naphth-2,3-d-imidazolyl, pyridyl, thiazol-4-yl, 2-methylthiazol-4-yl, 2-phenyl-1,3,4-thiadiazol-5-yl, quinolin-2-yl, indol-3-yl or benzthiazol-3-yl, and R6 is the radical of an aromatic or heterocyclic amine or hydrazine.
     
    7. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein the charge carrier-producing dye of the general formula XIII

    where R6 is the radical of an aliphatic, cycloaliphatic, araliphatic, aromatic or heterocyclic amine or hydrazine, and B is the complement needed to form a five-membered or six-membered isocyclic or heterocyclic ring.
     
    8. An electrophotographic recording material as claimed in claim 7, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula XIV

    where R18 is phenyl, p-tolyl, anisid-2-yl, anisid-4-yl, 2- or 4-chlorophenyl, 4-carbethoxyphenyl, oxazol-2-yl, thiazol-2-yl, imidazol-2-yl, 4-phenylthiazol-2-yl, 4-methyl-5-carbethoxythiazol-2-yl, benzthia- zol-2-yl, 6-ethoxybenzthiazol-2-yl, benzimidazol-2-yl, 1-methylbenzimidazol-2-yl, 5-phenyl-1,3,4- thiadiazol-2-yl or indazol-3-yl, and B is the complement needed to form a pyrazolone, oxazolone, dimedone, pyridone, isoxazolone, imidazolone, cyclohexandione or 4-hydroxycoumarin radical, or

    is a radical of the formula


     
    9. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula XV

    where R6 is the radical of an aliphatic, cycloaliphatic, araliphatic, aromatic or heterocyclic amine or hydrazine, and the radicals R6 are identical or different.
     
    10. An electrophotographic recording material as claimed in claim 9, wherein the charge carrier-producing dye is of the general formula XVI

    where R18 is phenyl, p-tolyl, anisid-2-yl, anisid-4-yl, 2- or 4-chlorophenyl, 4-carbethoxyphenyl, oxazol-2-yl, thiazol-2-yl, imidazol-2-yl, 4-phenylthiazol-2-yl, 4-methyl-5-carbethoxythiazol-2-yl, benzthia- zol-2-yl, 6-ethoxybenzthiazol-2-yl, benzimidazol-2-yl, 1-methylbenzimidazol-2-yl, 5-phenyl-1,3,4-thiadiazol-2-yl or indazol-3-yl, and the radicals R18 are identical or different.
     
    11. An electrophotographic recording material as claimed in claim 1, wherein in the second layer, which is substantially transparent to actinic light, the compound which is charge carrier-transporting when exposed to light is poly-(N-vinylcarbazole).
     
    12. The use of an electrophotographic recording material as claimed in any of claims 1 to 11 for reprographic purposes.
     


    Revendications

    1. Matériau d'enregistrement électrophotographique constitué essentiellement d'un matériau support électriquement conducteur, d'une première couche contenant des colorants générant des supports de charge et d'une seconde couche largement transparente à la lumière actinique, en matières organiques isolantes, à au moins un composé transporteur de charges à la lumière, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale I

    dans laquelle
    R1 à R4 représentent hydrogène, halogène, méthyle et/ou phénylthio,
    un ou deux des restes R1 à R4 représentent alkyle en C2 à C6, cyclohexyle, phényle, 2-naphthyle, hydroxy, alcoxy en C1 à C6, allyloxy, phénoxy, méthylthio, benzylthio, alkylsulfonyle en C1 à C4, phénoxy- sulfonyle, triméthylsilyle, trifluorométhyle, cyano, nitro, amino, dialkylamino N,N-C1 à C4, un reste de formule

    un reste de formule NH-CO-R5, R5 représentant alkyle en C1 à C6 ou aryle éventuellement substitué; alkylcarbonyle en C1 à C4, phénylcarbonyle, alcoxycarbonyle en C1 à C4 et les autres restes de l'hydrogène
     
    X et Y, qui peuvent être identiques ou différents, représentent des restes de composés méthylenactifs

    ou des restes de formule =N-R6, où R6 représente le reste d'une amine ou hydrazine aliphatique, cyc- loaliphatique, araliphatique, aromatique ou hétérocyclique et Z représente hydrogène, méthyle ou phényle.
     
    2. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale VI dans laquelle R9 et R10, qui peuvent être identiques ou différents, représentent cyano, nitro, 4-halogénophényle, 4-cyanophényle, 4-nitrophényle, alcoxycarbonyle en C1 à C8, phénoxycarbonyle, un reste de formule -CONH-R11, dans laquelle R11 est mis pour hydrogène, alkyle en C1 à C9 ou un reste phényle, éventuellement substitué par phénoxy, cyano, nitro ou CF3, jusqu'à trois halogène, alkyle en C1 à C4, ou alcoxy en C1 à C4 ou pour le reste d'une amine hétérocyclique, sulfamoyle, phénylsulfonyle ayant jusqu'à trois halogène et/ou alkyle en C1 à C4 dans le noyau phényle; un reste de formule

    dans laquelle A représente

    R représentant hydrogène ou alkyle en C1 à C4 et R12 et R13 représentant hydrogène ou halogène, alkyle en C1 à C4 ou alcoxy en C1 à C4; 1H-naphth-2,3-d-imidazolyle, pyridyle, 4-thiazolyle, 2-méthyle-4-thiazolyle, 2-phényle-1,3,4-thiadiazolyle-(5), 2-quinolinyle, 3-indolyle ou 3-benzothiazolyle.
     
    3. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'on utilise comme colorant générateur de support de charge


     
    4. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'on utilise comme colorant générateur de support de charge


     
    5. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule IX

    dans laquelle R9 représente cyano, nitro, 4-halogénophényle, 4-cyanophényle, 4-nitrophényle, alcoxycarbonyle en C1 à C8, phénoxycarbonyle, un reste de formule -CONH-R11, dans laquelle R11 est mis pour hydrogène, alkyle en C1 à C9 ou un reste phényle, éventuellement substitué par phénoxy, cyano, nitro ou CF3, jusqu'à trois halogène, alkyle en C1 à C4, ou alcoxy en C1 à C4 ou pour le reste d'une amine hétérocyclique, sulfamoyle, phénylsulfonyle ayant jusqu'à trois halogène et/ou alkyle en C1 à C4 dans le noyau phényle; un reste de formule

    dans laquelle A représente

    R représentant hydrogène ou alkyle en C1 à C4 et R12 et R13 représentant hydrogène ou halogène, alkyle en C1 à C4 ou alcoxy en C1 à C4; 1H-naphth-2,3-d-imidazolyle, pyridyle, 4-thiazolyle, 2-méthyle-4-thiazolyle, 2-phényle-1,3,4-thiadiazolyle-(5), 2-quinolinyle, 3-indolyle ou 3-benzothiazolyle et B représente le complément d'un noyau iso- ou hétérocyclique à cinq ou six chaînons.
     
    6. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale XI

    dans laquelle R9 représente cyano, nitro, 4-halogénophényle, 4-cyanophényle, 4-nitrophényle, alcoxy- phényle, alcoxycarbonyle en C1 à C8, phénoxycarbonyle, un reste de formule-CONH-R11, dans laquelle R11 est mis pour hydrogène, alkyle en C1 à Cg ou un reste phényle, éventuellement substitué par phénoxy, cyano, nitro ou CF3, jusqu'à trois halogène, alkyle en C1 à C4 ou alcoxy en C1 à C4 ou pour le rest d'une amine hétérocyclique, sulfamoyle, phénylsulfonyle ayant jusqu'à trois halogène et/ou alkyle en C1 à C4 dans le noyau phényle; un reste de formule

    dans laquelle A représente

    R représentant hydrogène ou alkyle en C1 à C4 et R12 et R13 représentant hydrogène ou halogène, alkyle en C1 à C4 ou alcoxy en C1 à C4; 1 H-naphth-2,3-d-imidazolyle, pyridyle, 4-thiazolyle, 2-méthyle-4-thiazolyle, 2-phényle-1,3,4-thiadiazolyle-(5), 2-quinolinyle, 3-indolyle ou 3-benzothiazolyle et R6 représente le reste d'une amine ou hydrazine aromatique ou hétérocyclique.
     
    7. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule XIII

    dans laquelle R6 représente le reste d'une amine ou hydrazine aromatique ou hétérocyclique et B représente le complément d'un noyau iso- ou hétérocyclique à cinq ou six chaînons.
     
    8. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 7, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale XIV

    dans laquelle R18 représente phényle, p-tolyle, 2- ou 4-anisidyle, 2- ou 4-chlorophényle, 4-carbéthoxy- phényle, 2-oxazolyle, 2-thiazolyle, 2-imidazolyle, 2-(4-phénylthiazolyle), 2-(4-méthyle-5-carbo- éthoxythiazolyle), 2-benzothiazolyle, 2-(6-éthoxybenzothiazolyle), 2-benzoimidazolyle, 2-(1-méthyl- benzoimidazolyle), 2-(5-phényle-1,3,4-thiadiazolyle) ou 3-indazolyl et B le complément à un reste pyrazolone, oxazolone, dimedone, pyridone, isoxazolone, imidazolone, cyclohexandione ou 4-hydroxy- cumarine ou

    un reste de formule


     
    9. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale XV

    dans laquelle R6 représente le reste d'une amine ou hydrazine aromatique ou hétérocyclique, les restes R6 étant identiques ou différents.
     
    10. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 9, caractérisé par le fait que les colorants générant des supports de charges sont ceux de formule générale XVI

    dans laquelle R18 représente phényle, p-tolyle, 2- ou 4-anisidyle, 2- ou 4-chlorophényle, 4-carbéthoxy- phényle, 2-oxazolyle, 2-thiazolyle, 2-imidazolyle, 2-(4-phénylthiazolyle), 2-(4-méthyl-5-carboéthoxy- thiazolyle), 2-benzothiazolyle, 2-(6-éthoxybenzothiazolyle), 2-benzimidazolyle, 2-(1-méthylbenzoimi- dazolyle), 2-(5-phényle-1 ,3,4-thiadiazolyle) ou 3-indazolyle, les restes R18 étant identiques ou différents.
     
    11. Matériau d'enregistrement électrophotographique selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, dans la seconde couche largement transparente à la lumière actinique, le composé transportant des charges à la lumière est le poly-(N-vinylcarbazol).
     
    12. Utilisation des matériaux d'enregistrement électrophotographiques selon l'une des revendications 1 à 11 pour des applications reprographiques.