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EP 0 061 572 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.01.1986 Patentblatt 1986/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.02.1982 |
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Aufwickelvorrichtung für Papier- und Textilbahnen
Winding device for paper and textile webs
Dispositif d'enroulement de bandes de papier et de textiles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
30.03.1981 DE 8109362 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.10.1982 Patentblatt 1982/40 |
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Anmelder: Siemens Nixdorf
Informationssysteme Aktiengesellschaft |
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33102 Paderborn (DE) |
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Erfinder: |
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- Nünnerich, Wilhelm
D-4780 Lippstadt (DE)
- Schmidt, Peter
D-4790 Paderborn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schaumburg, Thoenes & Thurn |
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Mauerkircherstrasse 31 81679 München 81679 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwickeln von Materialbahnen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei derartigen Vorrichtungen ist es ganz allgemein nicht möglich, die Vorschubeinrichtung
und die Aufwickelvorrichtung synchron diskontinuierlich anzutreiben, da mit zunehmendem
Wickeldurchmesser auch die Länge des pro Antriebsschritt aufgewickelten Materialbahnabschnittes
zunimmt. Um beim Aufwickeln das Durchhängen der aufzuwickelnden Materialbahn zu vermeiden
und damit die Bildung eines festen Wickels zu erreichen, ist es bei einer aus der
GB-A-1 0018 A.D 1911 bekannten Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art bereits bekannt, die Aufwickelwalze mit der die aufzuwickelnde Papierbahn vorschiebenden
Vorschubwalze über eine Endlosspirale so zu koppeln, daß die Aufwickelwalze bei jedem
Vorschubschritt der Vorschubwalze angetrieben wird, jedoch stets mit einer gegenüber
der Vorschubwalze höheren Winkelgeschwindigkeit, so daß die Papierbahn zwischen der
Vorschubwalze und der Aufwickelwalze stets gespannt ist. Um zu vermeiden, daß die
Papierbahn reißt oder über die Vorschubwalze gezogen wird, muß ein Schlupf zwischen
der Endlosspirale und der Aufwickelwalze möglich sein. Das bedeutet, daß die Endlosspirale
beispielsweise auf der mit der Aufwickelwalze verbundenen Schnurrolle gleiten können
muß, über die sie geführt ist. Zu Beginn der Wickelbildung dreht sich die Aufwickelwalze
um einen relativ großen Winkelbetrag, der jedoch mit zunehmendem Wickeldurchmesser
abnimmt, so daß die Endlosspirale, die ja von der Vorschubwalze stets um einen gleichen
Betrag bewegt wird, in zunehmendem Maße über die Schnurrolle der Aufwickelwalze gleiten
muß. Bei einer Vorschubbewegung wird dabei der von der Aufwickelwelle zur Vorschubwalze
zurücklaufende Abschnitt des Endlosbandes gedahnt, wobei diese Dehnung durch das Nachrutschen
des von der Vorschubwalze zur Aufwickelwelle laufenden Teiles des Endlosbandes zwischen
zwei Vorschubschritten wieder ausgeglichen wird. Dabei übt jedoch durch die Reibung
zwischen dem nachrutschenden Band und der Aufwickelwelle diese ständig eine Kraft
auf die aufzuwickelnde Materialbahn aus, so daß die Gefahr besteht, daß die Materialbahn
auch zwischen den Vorschubschritten nachgezogen und somit gegebenenfalls aus einer
Bearbeitungsstation herausgezogen wird, in der die Materialbahn zwischen zwei Vorschubschritten
bearbeitet werden sollte. Wählt man aber die Elastizität und Vorspannung des Endlosbandes
so, daß ein solches unerwünschtes Nachziehen der Materialbahn zwischen zwei Vorschubschritten
nicht erfolgen kann, besteht wiederum die Gefahr, daß der Antrieb der Aufwickelwalze
nicht mit der nötigen Kraft erfolgt und die gewünschte Festigkeit des Wickels nicht
erreicht wird.
[0003] Es sind ferner Aufwickelvorrichtungen bekannt, welche die Aufwickelwelle mit einem
kontinuierlich wirkenden Drehmoment antreiben. Wenn die Materialbahn vor dem Aufwickeln
eine Bearbeitungsstation durchläuft, in der eine Bearbeitung der stillstehenden Materialbahn
erfolgt, so muß das an der Aufwickelwelle angreifende Drehmoment begrenzt werden,
damit die Materialbahn nicht während des Bearbeitungsvorganges aus der Bearbeitungsstation
herausgezogen wird. Dadurch ist die erreichbare Festigkeit des Wickels beschränkt,
so daß dieser viel Raum benötigt. Ferner sind Aufwickelvorrichtungen bekannt mit einem
Antrieb, der über eine Meldung, z. B. einen eine Vorratsbildung von Wickelgut vor
der Aufwickelvorrichtung faststellenden Kontakt, gesteuert wird. Diese Aufwickelvorrichtungen
besitzen ebenfalls den oben genannten Nachteil einer lockeren Wickelbildung.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine aus der GB-A-10018 A.D 1911 bekannte
Vorrichtung anzugeben, die bei einfachem Aufbau die Bildung eines festen Wickels ermöglicht
ohne daß die Gefahr besteht, daß die Materialbahn während des Bearbeitungsvorganges
aus der Bearbeitungsstation herausgezogen wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Aufwickelvorrichtung wird bei einem oder mehreren Vorschubschritten
der Vorschubeinrichtung der elastische Riemen elastisch gedehnt und damit gespannt,
so daß bei der Freigabe des Rastgesperres die Aufwickelwelle durch den sich entspannenden
elastischen Riemen ruckartig verdreht wird und dabei die Materialbahn aufwickelt.
Durch das ruckartige Verdrehen der Aufwickelwalze wird die aufzuwickelnde Materialbahn
gespannt, so daß sich ein fester Wickel bildet. Die von der Vorschubeinrichtung über
den Riemenantrieb auf die Aufwickelwelle übertragene Antriebsenergie wird daher zunächst
in dem elastischen Riemen gespeichert, bevor sie beim Lösen des Rastgesperres schlagartig
auf die Aufwickelwalze übertragen wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet
somit nicht wie etwa die aus der GB-A-10018 bekannte Vorrichtung mit einem schwer
einzustellenden Schlupf zwischen dem Antriebsriemen und der Aufwickelwalze. Da die
in dem Riemen gespeicherte Antriebsenergie durch die Riemenelastizität und die das
Spannen des Riemens bewirkenden Vorschubschritte genau vorwählbar ist, kann auch die
auf die Materialbahn wirkende Kraft so gewählt werden, daß einerseits die Materialbahn
gespannt und ein fester Wickel gebildet wird und andererseits ein Hereusziehen der
Materialbahn aus der Bearbeitungsstation während eines Bearbeitungsvorganges vermieden
werden kann.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Aufwickelwelle mit einem Rastrad
mit an seinem Umfang ausgebildeten Rastzähnen drehfest verbunden, zwischen die ein
zwischen einer Eingriffsstellung und einer Freigabestellung verschwenkbar gelagerter
Rasthebel eingreift, wobei der Rasthebel über eine Klinke verschwenkbar ist, die im
Wege der Mitnehmerzähne eines mit der Antriebswelle der Vorschubeinrichtung drehfest
verbundenen Mitnehmerrades angeordnet ist.
[0008] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden
Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand
einer als Ausführungsbeispiel dargestellten Papieraufwickelvorrichtung bei einem Schreibwerk
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise schematische Ansicht einer Lagerplatine des Schreibwerkes vom
Inneren des Schreibwerkes her in Richtung der Achse der Aufwickelwelle betrachtet,
Fig. 2 eine Teil- Frontansicht des Schreibwerkes,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Außenseite der in der Fig. 1 dargestellten Lagerplatine
mit dem Antrieb der Vorschubeinrichtung, und
Fig. 4 und 5 jeweils eine Teildraufsicht auf den Antrieb der Vorschubeinrichtung und
der Aufwickelwelle in verschiedenen Betriebsstellungen.
[0009] Die Papieraufwickelvorrichtung ist in Verbindung mit einem Schreib- oder Druckwerk
dargestellt. Die Figuren zeigen jeweils eine, nämlich die rechte Lagerplatine 1 des
Schreibwerkes, an der alle für die Funktion erforderlichen Bauteile gelagert sind.
[0010] Von einer Papiervorratsrolle 2 wird eine Papierbahn 3 um eine Führungsstange 29 und
weiter um eine Schreibwalze 6 des Schreibwerkes zu einem Wickeldorn oder einer Aufwickelwelle
4 geführt, wo das Vorderende der Papierbahn in einem Klemmschlitz 5 gehalten wird.
Nahe der Führungsstange 29 ist eine Spannachse 30 angeordnet, die beidendig an Andruckhebeln
31 befestigt ist, die ihrerseits im Nieten 33 schwenkbar an der Lagerplatine 1 gelagert
und mit Hilfe von Federn 32 so vorgespannt sind, daß die Spannachse 30 gegen die Papierbahn
3 gedrückt wird und die Papierbahn vor dem Einlauf in die Bearbeitungsstation (die
Schreibwalze) straff hält. Mit Hilfe von Andruckrollen 7 und 71 wird die Papierbahn
gegen die Schreibwalze gedrückt, um eine gute Übertragung der Abzugskraft von der
Schreibwalze 6 auf die Papierbahn 3 zu erreichen.
[0011] In der Fig. 2 erkennt man den Antrieb der Schreibwalze 6. Ein Motor 16 treibt über
ein Getriebe 17, ein Ritzel 18 und ein Zwischenrad 19 ein Zahnrad 20 an, das drehfest
mit der Welle 8 der Schreibwalze 6 verbunden ist. Mit der Welle 8 ist ferner eine
Keilriemenscheibe 21 verbunden, von der über einen elastischen Vierkant-Keilriemen
22 eine Keilriemenscheibe 26 und eine mit dieser drehfest verbundene Achse 25 des
Wickelantriebes angetrieben wird (siehe auch Fig. 3 bis 5). Die Achse 25 ist in einem
Haltewinkel 28 und in einem Federgehäuse 23 axial verschiebbar gelagert, um den Wickeldorn
4 von der Achse 25 abkuppeln und den Wickel aus dem Schreibwerk herausnehmen zu können.
Zum Auskuppeln ist eine Verschiebeinrichtung vorgesehen, die einen an der Lagerplatine
1 befestigten gezahnten Stator 27 und einen auf der Achse 25 drehbar gelagerten gezahnten
Ausheber 24 mit einem Betätigungshebel 241 umfaßt. Die Fig. 4 zeigt den Ausheber 24
in Eingriff mit dem Stator 27 entsprechend der Kupplungsstellung zwischen Achse 25
und Wickeldorn 4. In dieser Stellung wird die Achse 25 durch eine in dem Federgehäuse
23 untergebrachte Feder mit dem Wickeldorn 4 in einer Drehmoment übertragenden Verbindung
gehalten. Fig. 5 zeigt dagegen den Ausheber 24 in seiner ausgehobenen Stellung, in
der die Zähne von Ausheber 24 und Stator 27 durch ein Verdrehen des Aushebers übereinander
stehen. Dadurch wird die Achse 25 in axialer Richtung entgegen der Vorspannung der
in dem Federgehäuse 23 untergebrachten Feder nach rechts (in den Fig. 4 und 5 betrachtet)
verschoben und die Drehmoment übertragende Verbindung zwischen der Achse 25 und dem
Wickeldorn 4 gelöst, so daß der Wickel aus dem Schreibwerk entnommen werden kann.
[0012] Die Achse 25 ist ferner mit einem Rastrad 15 mit Rastzähnen 151 drehfest verbunden,
in die ein Rasthebel 13 mit einer Rastklinke 14 eingreift. Der Rasthebel 13 ist mittels
einer Buchse 101 auf einem Stift 11 drehbar gelagert (Fig. 1) der seinerseits an der
Lagerplatine 1 befestigt ist. Eine einerseits an der Lagerplatine und andererseits
an dem Rasthebel 13 angreifende Feder 12 spannt den Rasthebel 13 in seine Raststellung
vor. Der Rasthebel 13 weist an seinem der Rastklinke 14 abgewandten Ende einen Klinkenhebel
10 auf, der zum Eingriff in ein Mitnehmerrad 9 bestimmt ist, das auf der Achse 8 der
Schreibwalze 6 befestigt ist. Das Mitnehmerrad 9 weist auf seinem Umfang Mitnehmerzähne
91 auf, deren gegenseitiger Abstand etwa jeweils zwei Schreibzeilen entspricht.
[0013] Sobald eine Zeilenschaltung der Schreibwalze 6 erfolgt, bildet die Papierbahn 3 hinter
derselben eine kleine Vorratsschlaufe, während sich der Keilriemen 22 spannt, da die
Rastklinke 14 ein Verdrehen der Achse 25 und damit des Wickeldornes 4 verhindert.
Nach einer oder zwei weiteren Zeilenschaltungen hat dann der gerade mit dem Klinkenhebel
10 in Eingriff stehende Mitnehmerzahn 91 den Klinkenhebel 10 und damit den Rasthebel
13 soweit verschwenkt, daß die Rastklinke 14 aus den Rastzähnen 151 ausgehoben ist
und der Keilriemen 22 über die Achse 24 ruckartig den Wickeldorn 4 und damit den Wickel
antreibt. Danach rastet der Rasthebel 13 wieder ein. Die ruckartige Wickelbewegung
führt zu einer festen-Wickelbildung. Andererseits bewirkt sie kein Herausziehen des
Papiers aus der Schreibstellung auf der Schreibwalze, da die Papierbahn durch die
Führung um die Führungsstange 29 einen großen Wickelbereich der Schreibwalze 6 umschlingt.
Ein ständiger Zug auf die Papierbahn von der Aufwickelvorrichtung her erfolgt nicht,
da das Rastgesperre den Riemenzug aufnimmt.
[0014] Der elastische Vierkant-Keilriemen gewährleistet ein ausreichendes Drehmoment sowie
eine ausreichende Speicherung der Vorschubenergie und gleicht durch Gleiten auf der
Riemenscheibe 26 das sich ständig ändernde Übersetzungsverhältnis bei zunehmender
Wickeldicke aus.
[0015] Die Elastizität des Keilriemens 22 muß so gewählt werden, daß die in dem Keilriemen
22 während der Sperrung des Wickeldornes 4 vom Antrieb her eingespeicherte Energie
ausreicht, die Reibungsverluste zu überwinden, die bei einem vollen Wickel in den
Lagern des Wickeldornes 4 und den Lagern der Achse 25 auftreten. Ein nach dem erfolgten
Drehen des Wickeldornes verbleibender Energieüberschuß wird durch die erneute Verrastung
des Rastgesperres 13, 14, 15 aufgefangen und wirkt nur sehr kurz bis zur Verrastung
auf die Papierbahn 3 zurück, so daß kein Nachziehen der Papierbahn 3 aus der Bearbeitungsstellung
61 erfolgen kann.
[0016] Die in dem Riemen elastisch speicherbare Energie ergibt sich einerseits aus dem Reibschluß
zwischen dem Keilriemen 22 und der Riemenscheibe 26 und andererseits aus der Dehnung
des Keilriemens 22 auf der Zugseite zwischen den Riemenscheiben 26 und 21 bei diesem
Reibschluß.
[0017] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß die Belastung
des Antriebes durch die Wickelvorrichtung nicht von der veränderlichen Größe des Wickels
abhängt, sondern nur von dem zum Spannen des Keilriemens 22 über die Riemenscheibe
21 erforderlichen Drehmoment.
1. Vorrichtung zum Aufwickeln von Materialbahnen (3), insbesondere Papier- oder Textilbahnen,
die der Aufwickelvorrichtung mittels einer Vorschubeinrichtung (6, 8), diskontinuierlich
zugeführt werden, wobei die Vorschubeinrichtung (6, 8) und eine Aufwickelwelle (4)
der Aufwickelvorrichtung durch ein in seiner Längsrichtung elastisches Endlosband
(22) gekoppelt sind, dadruch gekennzeichnet, daß das Endlosband in Riemen (22) eines
Riemenantriebs (21, 22, 26) ist und daß die Aufwickelwelle (4) mit dem einen Teil
(15) eines Rasgesperres (15, 13) verbunden ist, dessen anderes Teil (13) durch eine
durch die Vorschubeinrichtung (6, 8) betätigte Mitnehmerandordnung (9) intermittierend
in seine Freigabestellung bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Aufwickelwelle
(4) ein Rastrad (15) mit an seinem Umfang ausgebildeten Rastzähnen (151) drehfest
verbunden ist, zwischen die ein zwischen einer Eingriffsstellung und der Freigabestellung
verschwenkbar gelagerter Rasthebel (13) eingreift, und daß der Rasthebel (13) über
eine Klinke (10) verschwenkbar ist, die im Weg der Mitnehmerzähne (91) eines mit der
Antriebswelle (8) der Vorschubeinrichtung (6) drehfest verbundenen Mitnehmerrades
(9) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasthebel (13) und
die Rastklinke (10) einen zweiarmigen Hebel bilden, der an einer von zwei die Aufwickelwelle
(4) und die Antriebswelle (8) tragenden Lagerplatinen schwenkbar gelagert und durch
eine an der einen Seitenplatine (1) angreifende Feder (12) in seine der Eingriffsstellung
des Rasthebels (13) entsprechende Stellung vorgespannt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastrad (15)
auf einer mit der Aufwickelwelle (4) drehfest verbundenen Achse (25) angeordnet ist,
die einerseits in der einen Seitenplatine (1) und andererseits in einem an dieser
befestigten Haltewinkel (28) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemenantrieb (21,
22, 26) eine auf der Antriebswelle (8) befestigte erste Riemenscheibe (21) und eine
auf der Achse (25) befestigte zweite Riemenscheibe (26) umfaßt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemen
(22) ein vierkantiger Keilriemen aus elastischem Kunststoff oder Gummi ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das
Rastrad (15) tragende Achse (25) in der Seitenplatine (1) und dem Haltewinkel (28)
axial verschiebbar gelagert und mit der Aufwickelwelle (4) über eine Steckverbindung
kuppelbar ist, daß auf der Achse (25) ein mit einem Bedienungshebel (241) verbundener
axial verzahnter Ausheber (24) drehbar gelagert ist, daß an der einen Seitenplatine
(1) ein komplementär verzahnter Ausheberstator (27) angeordnet ist und daß die Achse
(25) durch eine Federanordnung (23) in Richtung auf die Aufwickelwelle (4) vorgespannt
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
von einer mittels eines Motors (16) übere ein Getriebe (17.18,19. 20) angetriebenen
Schreibwalze (6) eines Schreibwerkes gebildet ist, an der Andruckrollen (7,"71) zum
Andrücken der Materialbahn (3) an die Schreibwalze (6) anliegen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß zwischen der Schreibwalze
(6) und der Aufwickelwelle (4) eine Führungsstange (29) für die Materialbähn (3) in
den beiden Seitenplatinen gelagert ist und daß parallel zu der Führungsstange 29)
eine Spannstange (30) angeordnet ist, die mittels Andruckhebeln (31) um eine parallel
zu der Spannstange (30) verlaufende Schwenkachse an den Seitenplatinen schwenkbar
gelagert und mittels an den Seitenplatinen angreifender Federn (32) in Richtung auf
die Führungsstange (29) vorgespannt ist.
1) A device for winding-on webs of material (3), particularly paper webs or textile
webs, which are fed discontinuously to the winding-on device by means of a feed unit
(6, 8), said feed unit (6, 8) and a winding-on spindle (4) of said winding-on device
being coupled by an endless belt (22) which is elastic in its lengthwise direction
characterized in
that said endless belt is a belt (22) of a belt drive means (21, 22, 26),
and that said winding-on spindle (4) is joined with one part (15) of a locking catch
(15, 13), the other part (13) of said locking catch being intermittently movable into
its released position by means of a driver assembly (9) which is actuated by said
feed unit (6, 8).
2) A device as set forth in claim 1,
characterized in
that a locking wheel (15) having locking teeth (151) formed along its periphery is
joined in a rotationally fixed form with said winding-on spindle (4), a stop lever
(13) mounted to be swingable between an engaged position and a released position engaging
between said locking teeth,
and that said stop lever (13) is swingable by means of a pawl (10) being positioned
in the path of the driving teeth (91) of a driving wheel (9) joined in rotationally
fixed manner with the drive spindle (8) of said feed unit (6).
3) A device as set forth in claim 2, characterized in that said stop lever (13) and
said pawl (10) form a two-armed lever which is pivoted to one of two bearing plates
carrying said winding-on spindle (4) and said drive spindle (8) and is biased into
its position corresponding to the engaged position of said stop lever (13) by means
of a spring engaging said one side plate (1 ).
4) A device as set forth in claim 2 or 3, characterized in that said locking wheel
(15) is arranged on a pivot (25) joined in a rotationally fixed manner with said winding-on
spindle (4), said pivot being supported on the one hand on said one side plate (1)
and on the other hand in a holding angle (28) fastened to said side plate.
5) A device as set forth in claim 4, characterized in that said belt drive means (21,
22, 26) includes a first pulley (21) fastened to said drive spindle (8) and a second
pulley (26) fastened to said pivot (25).
6) A device as set forth in any of claims 1 to 5, characterized in that said pulley
(22) is a square V-belt of elastic plastic or rubber.
7) A device as set forth in any of claims 4 to 6, characterized in
that said pivot (25) carrying said locking wheel (15) is axially movably supported
in said side plate (1) and in said holding angle (28) and can be coupled with said
winding-on spindle (4) by way of a plug-in connection,
that an axially toothed ejector (24) joined with an operating lever (241) is pivoted
to said pivot (25), that an ejector stator (27) with
complementary toothing is arranged on said one side plate (1), and that said pivot
(25) is biased towards said winding-on spindle (4) by a spring means (23).
8) A device as set forth in any of claims 1 to 7, characterized in that said feed
unit (6, 8) is formed by a print roller (6) of a print unit, said print roller being
driven by a motor (16) by way of a gear means (17, 18, 19, 20), back-up rollers (7,
71) for pressing the material web (3) against said print roller (6) abutting against
said print roller.
9) A device as set forth in claim 8, characterized in that a guide bar (29) for the
web of material (3) is supported in the two side plates between said print roller
(6) and said winding-on spindle (4), and that a tension rod (30) is arranged parallel
to said guide bar (29), said tension rod being pivoted to said side plates about an
axis of rotation extending parallel to said tension rod (30) by means of pressing
levers (31) and being biased towards the guide bar (29) by means of springs (32) engaging
said side plates.
1. Dispositif pour l'enroulement de bandes de matières (3), en particulier, de bandes
de papier ou de matières textiles qui sont acheminées de manière discontinue au dispositif
d'enroulement au moyen d'un dispositif d'avance (6, 8), le dispositif d'avance (6,
8) et un arbre d'enroulement (4) du dispositif d'enroulement étant accouplés par une
bande sans fin (22) élastique dans son sens longitudinal, caractérisé en ce que la
bande sans fin est une courroie (22) d'une commande à courroie (21, 22, 26), tandis
que l'arbre d'enroulement (4) est relié à une partie (15) d'un arrêt à déclic (15,
13) dont l'autre partie (13) peut être déplacée de manière intermittente dans sa position
de libération au moyen d'un système d'entraînement (9) actionné par le dispositif
d'avance (6, 8).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une roue d'encliquetage
(15), comportant des dents d'encliquetage (151) formées sur sa périphérie et entre
lesquelles vient s'engager un levier d'encliquetage (13) monté de façon à pouvoir
pivoter entre une position d'engrènement et la position de libération, est liée solidairement
en rotation à l'arbre d'enroulement (4), le levier d'encliquetage (13) pouvant pivoter
à l'intervention d'un cliquet (10) qui est disposé dans le parcours des dents d'entraînement
(91) d'une roue d'entraînement (9) assemblée solidairement en rotation à l'arbre de
commande (8) du dispositif d'avance (6).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le levier d'encliquetage
(13) et le cliquet (10) forment un levier à deux bras monté de façon à pouvoir pivoter
sur une de deux plaques supportant l'arbre d'enroulement (4) et l'arbre d'entraînement
(8), et qui est attiré vers sa position correspondant à la position d'engrènement
du levier à déclic (13), par un ressort (12) venant à une plaque latérale (1).
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la roue à déclic
(15) est disposée sur un axe (25) assemblé solidairement en rotation à l'arbre d'enroulement
(4) et monté, d'une part dans une plaque latérale (1) et, d'autre part dans une cornière
de retenue (28) fixée à cette dernière.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la commande à courroie
(21, 22, 26) comprend une première poulie (21) fixée à l'arbre d'entraînement (8),
ainsi qu'une deuxième poulie (26) fixée à l'axe (25).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la courroie
(22) est une courroie trapézoïdale quadrangulaire en caoutchouc ou en matière synthétique
élastique.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que l'axe (25)
supportant la roue à déclic (15) est monté de façon à pouvoir se déplacer axialement
dans la plaque latérale (1) et la cornière de retenue (28), tandis qu'il peut être
accouplé à l'arbre d'enroulement (4) a l'intervention d'un assemblage par enfichage,
en ce que, sur l'axe (25), est monté à rotation un organe d'accouplement (24) assemblé
à un levier de manoeuvre (241), en ce que, sur une des plaques latérales (1), est
disposé un stator d'accouplement (27) à denture complémentaire, et en ce que l'axe
(25) est attiré vers l'arbre d'enroulement (4) par un système à ressorts (23).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif
d'avance est formé par un cylindre d'impression (6) d'une machine à écrire, entraîné
au moyen d'un moteur (16) à l'intervention d'un mécanisme (17, 18, 19, 20), des rouleaux
presseurs (7, 71) étant prévu pour presser la bande de matière (3) sur le cylindre
d'impression (6).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une barre de guidage
(29) pour la bande de matière (3) est montée dans les deux plaques latérales, entre
le cylindre d'impression (6) et l'arbre d'enroulement (4) et, parallèlement à la barre
de guidage (29), est disposée une barre de serrage (30) montée de façon à pouvoir
pivoter au moyen de leviers presseurs (31) sur les plaques latérales, autour d'un
axe s'étendant parallèlement à cette barre de serrage (30), laquelle est attirée vers
la barre de guidage (29) au moyen de ressorts (32) venant s'accrocher sur les plaques
latérales.