(19)
(11) EP 0 061 758 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.10.1982  Patentblatt  1982/40

(21) Anmeldenummer: 82102636.6

(22) Anmeldetag:  29.03.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01J 61/30
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 31.03.1981 DE 3112878

(71) Anmelder: Patent-Treuhand-Gesellschaft für elektrische Glühlampen mbH
D-81543 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Albrecht, Wolfgang
    D-1000 Berlin (DE)
  • Hofmann, Dieter, Dr.
    D-8900 Augsburg (DE)
  • Klein, Lutz
    D-8911 Scheuring (DE)
  • Panofski, Ernst
    D-8900 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe und Verfahren zur Herstellung


    (57) Das Entladungsgefäß (1) besteht aus einem einstückigen, einfach oder mehrfach gebogenen Glasrohr. Dabei sind mehrere parallel zueinander verlaufende Längsrohrabschnitte (2, 3) durch mindestens einen Querrohrabschnitt (4) miteinander verbunden. Die äußere Mantellinie Ma der einzelnen Querrohrabschnitte (4) verläuft im wesentlichen gerade und vorzugsweise senkrecht zu den äußeren Mantellinien ML der zugehörigen Längsrohrabschnitte (2, 3). Der Durchmesser DLQ in den jeweiligen Rohrbiegungen (5, 6) ist größer als der Durchmesser DQ der Querrohrabschnitte (4) (DLQ/DQ vorzugsweise 1,2); DQ ist gleich oder größer als der Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte (2, 3) (DQ/DL vorzugsweise 1, 1, bis 1, 3). An den rechtwinkligen Rohrbiegungen (5, 6) ergeben sich die kältesten Stellen des Entladungsgefäßes (1), die den Quecksilberdampfdruck der Lampe bestimmen. Entsprechend dem angegebenen Verfahren werden die U-förmig gebogenen Teile des Entladungsrohres (1) durch sog. "Formblasen" gebildet. Erst danach erfolgt das Beschichten des Gefäßes (1) mit Leuchtstoff (8) und anschließend ein Quetschdichten der beiden äußeren Gefäßenden (11, 12).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit einem Entladungsgefäß aus einem einstückigen, einfach oder mehrfach gebogenen Glasrohr, das aus mehreren geraden, parallel zueinander verlaufenden Längsrohrabschnitten und mindestens einem einzelne Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitt besteht, wobei die beiden äußeren Enden des Entladungsrohres abgedichtet sind und jeweils Elektrodeneinschmelzungen aufweisen.

    [0002] Mit einem derartig gebogenen Entladungsgefäß läßt sich eine relativ kompakte Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe erhalten. Dabei können die abgedichteten, äußeren Enden des Entladungsrohres mit einem Sockel versehen sein, der den Einsatz der Lampe in eine geeignete Leuchte ermöglicht.

    [0003] Es sind sowohl Niederdruckentladungslampen bekannt, bei denen das rohrförmige Entladungsgefäß einfach, U-förmig, gebogen ist (z.B. aus DE-PS 830 219, JP-GM 36-27 470, DE-OS 28 35 183) als auch solche, bei denen das Entladungsrohr mehrfach gebogen bzw. gefaltet ist (z.B. aus DE-OS 29 42 846, DE-OS 30 05 017). Bei einigen Lampenkonstruktionen ist das gebogene Entladungsgefäß noch von einem Außenkolben umgeben.

    [0004] Allen diesen bekannten Lampen ist gemeinsam, daß die einzelnen Biegungen des Entladungsrohres - zwischen den Längsrohrabschnitten und den jeweiligen Querrohrabschnitten - an den nach außen gewandten Rohrflächen in einem gleichmäßigen, sanften Bogen mit relativ großem Biegeradius verlaufen, wobei der Querschnitt des Entladungsrohres über die einzelnen Rohrabschnitte (einschließlich der Übergänge) im wesentlichen gleichbleibt. Dabei verläuft auch die äußere Mantellinie der jeweiligen Querrohrabschnitte bis in die Übergänge zu den Längsrohrabschnitten bogenförmig gekrümmt.

    [0005] Bei derartigen Lampen, vor allem in kompakter.Ausführungsform, kann es zu Problemen hinsichtlich der Einhaltung des optimalen Quecksilberdampfdruckes im Entladungsgefäß kommen. Dieser ist bekanntlich maßgebend für eine optimale Umwandlung der aufgenommenen elektrischen Leistung in Strahlungsleistung, die von der Entladung emittiert wird, und richtet sich nach der kältesten Stelle der Gefäßwand. Diese befindet sich bei den beschriebenen Lampen zumeist an den U-förmig gebogenen Querrohrabschnitten, die von den heißeren Elektrodenenden am weitesten entfernt sind. Insbesondere bei den kompakten Lampenkonstruktionen, evtl. noch mit einem Außenkolben, ist die sich normal in den bogenförmigen Querrohrabschnitten einstellende Wandtemperatur (diese bleibt über den jeweiligen Querrohrabschnitt annähernd gleich), zu hoch und es werden künstliche kalte Stellen an oder in der Nähe dieser Rohrabschnitte geschaffen. - So wird z.B. bei einer Lampe mit dreifach U-förmig gebogenem Entladungsrohr und Außenkolben (DE-OS 29 42 846) vorgeschlagen, an einem der Querrohrabschnitte eine Ausstülpung zu schaffen, die durch einen quer zu den Längsrohräbschnitten verlaufenden plattenförmigen Körper (z.B. aus Glas) ragt, der die Ausstülpung auf verhältnismäßig niedriger Temperatur hält.

    [0006] Des weiteren wird auch eine Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe vorgeschlagen, bei der mehrere parallel zueinander angeordnete, gerade rohrförmige Teile jeweils durch quer zu diesen Teilen verlaufende, rohrförmige Kopplungsteile verbunden sind (DE-OS 30 11 382). Diese Entladungsgefäße werden aus einzelnen ursprünglich nicht zusammenhängenden Rohrteilen gefertigt, wobei die Kopplungsteile kleineren Durchmesser haben als die Längsrohrteile. Die rohrförmigen Kopplungsteile verlaufen in einem gewissen Abstand von den jeweiligen benachbarten Enden der Längsrohrteile, wodurch die Entladung diese abgeschlossenen Rohrenden nicht erreicht, so daß diese die kältesten Stellen des Entladungsgefäßes bilden.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakte Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe zu schaffen, bei der das Entladungsgefäß aus einem einzigen einfach oder mehrfach gebogenen Rohrteil gebildet ist, wobei sich in Verbindung mit einem vorteilhaften Herstellungsverfahren die notwendigen kalten Stellen auf einfache Art ergeben. Daneben soll auch die Ausgestaltung der die kalten Stellen bildenden Gefäßteile möglichst einfach sein.

    [0008] Die Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit den im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Merkmalen ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen gerade verläuft, wobei der Durchmesser DLQ in den Rohrbiegungen an den Übergängen zwischen den Längsrohrabschnitten und den jeweiligen Querrohrabschnitten größer ist als der Durchmesser DQ der einzelnen Querrohrabschnitte in deren Mitte, und daß der Durchmesser DQ gleich oder größer ist als der Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte (mit DL, DQ und DLQ sind die Außendurchmesser der jeweiligen Rohrabschnitte gemeint). Vorzugsweise ist die äußere Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien ML der zugehörigen Längsrohrabschnitte ausgerichtet.

    [0009] Hierdurch ergeben sich in den beiden annähernd rechtwinkligen Rohrbiegungen die für einen optimalen Lampenbetrieb gewünschten kalten Stellen. Diese erreichen, wie das Temperaturprofil der Figur 3 zeigt, etwa eine Temperatur von 40 °C. Sowohl in den weiteren Teilen der Längsrohrabschnitte als auch zur Mitte der Querrohrabschnitte hin stellen sich höhere Temperaturwerte ein. Um die kältesten Stellen an den Rohrbiegungen besonders wirkungsvoll zu gestalten, können diese zusätzlich mit einer Beschichtung versehen sein, die die Wärme im Temperaturbereich größer 35 °C besser als das Glasmaterial des Entladungsgefäßes abstrahlt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Querrohrabschnitte an der nach außen gewandten Mantelfläche (an der äußeren Mantellinie MQ) in der Mitte mit einer Eindellung zu versehen.

    [0010] Bei einer schräg verlaufenden (aber ebenfalls geraden) äußeren Mantellinie MQ (diese bildet dann mit den äußeren Mantellinien ML der zugehörigen Längsrohrabschnitte jeweils einen Winkel kleiner 90° und einen Winkel größer 90°) ergibt sich an der Rohrbiegung mit dem spitzen Winkel die den Quecksilberdampfdruck bestimmende kälteste Stelle.

    [0011] Es hat sich als günstig erwiesen, den Durchmesser DQ der Querrohrabschnitte und den Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte so aufeinander abzustimmen, daß das Verhältnis von DQ/DL 1,1 bis 1,3 beträgt. Dabei sollte auch der Durchmesser DLQ an den Rohrübergängen (die Mantellinien MQ und ML sind dort aus verfahrenstechnischen Gründen schwach gekrümmt), so gewählt sein, daß sich ein Verhältnis von DLQ/DQ von etwa 1,2 ergibt. Der lichte Abstand d zwischen benachbarten, durch einen Querrohrabschnitt verbundenen Längsrohrabschnitten ist vorzugsweise gleich oder kleiner als der halbe Durchmesser DL dieser Rohrabschnitte. Das z.B. für ein einfach gebogenes Entladungsgefäß verwendete Glasrohr hat vorzugsweise einen Außendurchmesser DL von etwa 12 mm; der dabei gewählte Abstand d zwischen den beiden parallel verlaufenden Längsrohren ist kleiner als 6 mm.

    [0012] Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen läßt sich sowohl ein einfach gebogenes, U-förmiges Entladungsgefäß als auch ein mehrfach gebogenes Entladungsgefäß herstellen. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Figuren 1a, b und 2a, b wiedergegeben. Die Innenwandung des jeweiligen Entladungsrohres ist vorteilhaft mit einem Leuchtstoff beschichtet, z.B. einem üblichen Dreibandenleuchtstoff. Dabei kann zwischen der Entladungsgefäßwand und der Leuchtstoffbeschichtung noch eine Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid, vorhanden sein. Des weiteren sind die äußeren Enden des rohrförmigen Entladungsgefäßes mit Quetschdichtungen versehen, die bei der fertigen Lampe von einem Sockelkörper umgeben sind.

    [0013] Für die Herstellung derartiger Entladungsgefäße hat sich der folgende Verfahrensablauf bewährt. Ein zunächst noch gerades Glasrohr wird erwärmt; insbesondere wird ein Mittelteil des Rohres auf Erweichungstemperatur gebracht. Anschließend werden die sich seitlich von dem betreffenden Mittelteil erstreckenden Rohrteile gegeneinandergebogen, bis diese (Längsrohrabschnitte) parallel zueinander ausgerichtet sind. Dann wird der U-förmig gebogene Teil des Rohres (im wesentlichen der Querrohrabschnitt mit Übergang zu den Längsrohrabschnitten) in eine Form eingeführt, wobei gleichzeitig über die Rohrenden in das Rohr Gas (auch Luft) eingeblasen wird. Dieser Vorgang ist der wesentliche Teil des Verfahrens, man kann ihn als "Formblasen" bezeichnen. Die Form ist dabei derart ausgebildet, daß sich ein Entladungsgefäß gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 ergibt. Ggf. können derart noch weitere Teile des Rohres nach entsprechender Erwärmung gebogen und "Formgeblasen" werden. Anschließend erfolgt das Beschichten der Innenoberfläche des Rohres mit Leuchtstoff, ggf. nach vorherigem Aufbringen einer Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid. Nach der Leuchtstoffbeschichtung wird jeweils ein Elektrodensystem, bestehend aus zwei Stromzuführungsteilen und der daran gehalterten Glühwendel, in die äußeren Rohrenden eingeführt. Des weiteren wird ggf. an einem oder beiden Rohrende(n) auch ein Pumprohr eingeführt. Anschließend erfolgt bei den auf Erweichungstemperatur gebrachten Rohrenden ein Quetschdichten um die Elektrodenzuführungen und das ggf. vorhandene Pumprohr. Im weiteren wird dann wie üblich das Entladungsgefäß (ggf. über das bzw. die Pumprohr(e)) vakuumgepumpt, mit Edelgas gespült und mit Quecksilber sowie einem Edelgas als Zündgas gefüllt.

    [0014] Die Erfindung ist anhand der folgenden Figuren, die vorteilhafte Ausführungsbeispiele wiedergeben, näher erläutert.

    Figur 1a ist eine schematisierte Schnittdarstellung einer ungesockelten Niederdruck-Entladungslampe mit einfach gebogenem Entladungsrohr;

    Figur 1b ist die Seitenansicht einer Niederdruck-Entladungslampe nach Figur 1a mit gesockelten Enden;

    Figur 2a ist die Seitenansicht einer gesockelten Niederdruck-Entladungslampe mit mehrfach gebogenem Entladungsrohr;

    Figur 2b ist eine weitere Seitenansicht der gesockelten Niederdruck-Entladungslampe nach Figur 2a;

    Figur 3 zeigt das Temperaturprofil einer Niederdruck- Entladungslampe nach Figur 1a bzw. 1b.



    [0015] Das in Figur la gezeigte rohrförmige Entladungsgefäß 1 besteht aus den beiden Längsrohrabschnitten 2, 3 und dem Querrohrschnitt 4. Die U-förmige Biegung des Entladungsrohres 1 ist so ausgebildet, daß die äußere Mantellinie MQ des Querrohrabschnittes 4 gerade und im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien ML der beiden Längsrohrabschnitte 2, 3 verläuft. Der Durchmesser DL der jeweiligen Längsrohrabschnitte 2, 3 beträgt 12 mm, wobei der Durchmesser DQ des Querrohrabschnitts 4 in dessen Mitte so gewählt ist, daß sich ein Verhältnis von DQ/DL von etwa 1,2 ergibt. Des weiteren ist der Rohrübergang zwischen den Längsrohrabschnitten 2, 3 und dem Querrohrabschnitt 4 so verlaufend, daß das Verhältnis des Durchmessers DLQ in der jeweiligen Rohrbiegung zum Durchmesser DQ etwa 1,2 beträgt. Die sich dabei ergebenden kalten Stellen in den äußeren Rohrbiegungen 5, 6 sorgen im Betrieb der Lampe für einen optimalen Quecksilberdampfdruck von etwa 8 10 3 mbar. Die innere Rohrbiegung 7 weist einen äußerst kleinen Krümmungsradius auf, so daß der lichte Abstand d zwischen den beiden Längsrohrabschnitten 2, 3 kleiner als 5 mm ist. Trotz eines einstückigen Entladungsrohres 1 ist eine relativ kompakte Lampenkonstruktion erreicht. Die Innenoberfläche des rohrförmigen Entladungsgefäßes 1 ist mit einer Leuchtstoffbeschichtung 8 versehen; es ist ein üblicher Dreibandenstoff verwendet. Zwischen der inneren Gefäßwand des Entladungsrohres 1 und dem Leuchtstoff 8 befindet sich noch eine Schutzschicht aus Siliziumdioxid. An den beiden Enden des Entladungsrohres 1 sind jeweils Elektrodensysteme 9, 10 mittels der Quetschdichtungen 11, 12 eingeschmolzen. Eines der Rohrenden ist mit einem abgeschmolzenen Pumpstengel 13 versehen. Als Füllung enthält das Entladungsgefäß 1 Quecksilber in einer Menge von ca. 10 mg sowie 3 mbar Argon als Zündgas. Die Länge dieser einfach gebogenen U-Lampe beträgt bei einer 9-W-Ausführung ca. 140 mm, während die Gesamtbreite unter 28 mm liegt. U-Lampen anderer Leistungsstufen weisen lediglich andere Längenmaße auf. In Figur 1b ist die Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Figur 1 mit montiertem Sockel 14 gezeigt (im einzelnen nicht weiter erläutert). Im Innern des Sockels 14 ist noch ein Glimmzünder mit dem entsprechenden Entstörkondensator untergebracht (nicht dargestellt).

    [0016] In den Figuren 2a und 2b ist die Ausführungsform einer mehrfach gebogenen Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe gezeigt, bei der das zunächst U-förmige Entladungsrohr 15 nochmals gefaltet ist. Das Entladungsrohr 15 besteht aus den vier Längsrohrabschnitten 16, 17, 18, 19 und den drei Querrohrabschnitten 20, 21, 22. Die somit vorhandenen drei U-Biegungen sind alle entsprechend der in Figur 1a eingehend beschriebenen U-Biegung ausgebildet und weisen die annähernd rechtwinkligen Biegungsstellen 23, 24, 25, 26, 27, 28 auf.

    [0017] Die kälteste Stelle des Entladungsgefäßes 15 wird bei dieser Anordnung eine der Biegungsstellen 23, 24, 27, 28 sein. Die Anordnung der Längsrohrabschnitte 16, 17, 18, 19 ist so getroffen, daß diese in den einzelnen Querschnittsebenen die Ecken eines Quadrates durchstoßen. Ebenso wäre eine mäanderformige Anordnung der Rohrabschnitte denkbar. Das mehrfach gebogene Entladungsrohr 15 ist an seinen abgedichteten äußeren Enden mit einem Sockelkörper 29 versehen. In den erfindungsgemäßen Merkmalen entspricht die Ausgestaltung dieser Lampe der in Figur la und 1b beschriebenen Lampe.

    [0018] In Figur 3 ist schließlich anhand einer einfach gebogenen U-Lampe entsprechend Figur 1a und 1b das gemessene Temperaturprofil gezeigt, bei senkrechter Brennlage - Sockel unten - und einer Umgebungstemperatur von ca. 25 °C. Hieraus geht klar hervor, daß sich die den Quecksilberdampfdruck im Betrieb der Lampe bestimmenden kalten Stellen direkt in den nahezu rechtwinkligen Rohrbiegungen 5 und 6 befinden, wobei sich eine Temperatur von ca. 40 C einstellt. Die Temperaturwerte nehmen dann zu den abgedichteten, die Elektroden enthaltenden Enden bis zu 70 °C zu. In der Mitte des Querrohrabschnittes 4 liegt bereits eine gegenüber den kalten Stellen um 5 °C höhere Temperatur (45 °C) vor.


    Ansprüche

    1. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit einem Entladungsgefäß (1; 15) aus einem einstückigen, einfach oder mehrfach gebogenen Glasrohr, das aus mehreren geraden, parallel zueinander verlaufenden Längsrohrabschnitten (2, 3; 16, 17, 18, 19) und mindestens einem einzelne Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitt (4; 20, 21, 22) besteht, wobei die beiden äußeren Enden des Entladungsrohres abgedichtet sind und jeweils Elektrodeneinschmelzungen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte (4; 20, 21, 22) im wesentlichen gerade verläuft, wobei der Durchmesser DLQ in den Rohrbiegungen (5, 6; 23, 24, 25, 26, 27, 28) an den Übergängen zwischen den Längsrohrabschnitten (2, 3; 16, 17, 18, 19) und den jeweiligen Querrohrabschnitten (4; 20, 21, 22) größer ist als der Durchmesser DQ der einzelnen Querrohrabschnitte in deren Mitte, und daß der Durchmesser DQ gleich oder größer ist als der Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte.
     
    2. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien ML der zugehörigen Längsrohrabschnitte verläuft.
     
    3. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Durchmessers DQ der Querrohrabschnitte zum Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte 1,1 bis 1,3 beträgt.
     
    4. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Durchmessers DLQ an den Rohrübergängen zum Durchmesser DQ der Querrohrabschnitte etwa 1,2 beträgt.
     
    5. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Abstand d zwischen benachbarten, durch einen Querrohrabschnitt verbundenen Längsrohrabschnitten etwa gleich oder kleiner als der halbe Durchmesser DL dieser Rohrabschnitte ist.
     
    6. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 5', dadurch gekennzeichnet, daß die Querrohrabschnitte (4; 20, 21, 22) an der nach außen gewandten Mantelfläche - an der äußeren Mantellinie MQ - in der Mitte eine Eindellung aufweisen.
     
    7. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsgefäß (1) aus zwei Längsrohrabschnitten (2, 3) und einem diese Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitt (4) besteht.
     
    8. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsgefäß (15) aus vier Längsrohrabschnitten (16, 17, 18, 19) und drei diese Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitten (20, 21, 22) besteht.
     
    9. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Längsrohrabschnitte (16, 17, 18, 19) in den einzelnen Querschnittsebenen die Ecken eines Quadrates durchstoßen, wobei jeweils das erste (16) und das zweite (17) Längsrohr an den den Gefäßabdichtungen entfernten Enden, das zweite (17) und das dritte (18) Längsrohr an den den Gefäßabdichtungen benachbarten Enden und das dritte (18) und das vierte (19) Längsrohr wieder an den den Gefäßabdichtungen entfernten Enden durch den jeweiligen Querrohrabschnitt (20, 21, 22) verbunden sind.
     
    10. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Biegungsstellen (5, 6; 23, 24, 25, 26, 27, 28) an den Übergängen zwischen den Längsrohrabschnitten und den jeweiligen Querrohrabschnitten mit einer Beschichtung versehen sind, die die Wärme im Temperaturbereich größer 35 0C besser als das Glasmaterial des Entladungsgefäßes (1; 15) abstrahlt.
     
    11. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Entladungsgefäß (1; 15) im Innern mit Leuchtstoff (8) beschichtet ist.
     
    12. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen der Entladungsgefäßwand und der Leuchtstoffbeschichtung (8) eine Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid, befindet.
     
    13. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Enden des rohrförmigen Entladungsgefäßes (1; 15) Quetschabdichtungen (11, 12) aufweisen.
     
    14. Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen die folgenden Verfahrensschritte ablaufen:

    a) Erwärmen eines zunächst geraden Glasrohres, insbesondere Erwärmen eines Mittelteils auf Erweichungstemperatur;

    b) Gegeneinanderbiegen der sich seitlich von dem betreffenden Mittelteil erstreckenden Rohrteile (Längsrohrabschnitte), bis diese parallel zueinander ausgerichtet sind;

    c) Einführen des U-förmig gebogenen Teils des Roh- . res (im wesentlichen der Querrohrabschnitt mit Übergang zu den jeweiligen Längsrohrabschnitten) in eine Form mit gleichzeitigem Einblasen von Gas in das Rohr über die Rohrenden (Formblasen);

    d) gegebenenfalls Erwärmen weiterer Mitteilteile des Rohres und Gegeneinanderbiegen der sich seitlich von dem jeweiligen Mittelteil erstrekkenden Rohrteile (Längsrohrabschnitte), bis diese ebenfalls parallel zueinander ausgerichtet sind;

    e) Einführen der gegebenenfalls weiteren U-förmig gebogenen Teile des Rohres (im wesentlichen die Querrohrabschnitte mit Übergang zu den jeweiligen Längsrohrabschnitten) in eine Form mit gleichzeitigem Einblasen von Gas in das Rohr über die Rohrenden (Formblasen);

    f) Beschichten der Innenoberfläche des Rohres mit Leuchtstoff, ggf. nach vorherigem Aufbringen einer Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid;

    g) Einführen jeweils eines Elektrodensystems und ggf. eines Pumprohres in die äußeren Rohrenden und Erwärmen der Rohrenden auf Erweichungstemperatur sowie anschließendes Quetschdichten der Enden um die Elektrodenzuführungen und ggf. um das Pumprohr;

    h) Pumpen, Spülen und Füllen des Entladungsgefäßes, ggf. über ein vorhandenes Pumprohr.


     




    Zeichnung