[0001] Die Erfindung betrifft eine Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit einem
Entladungsgefäß aus einem einstückigen, einfach oder mehrfach gebogenen Glasrohr,
das aus mehreren geraden, parallel zueinander verlaufenden Längsrohrabschnitten und
mindestens einem einzelne Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitt besteht,
wobei die beiden äußeren Enden des Entladungsrohres abgedichtet sind und jeweils Elektrodeneinschmelzungen
aufweisen.
[0002] Mit einem derartig gebogenen Entladungsgefäß läßt sich eine relativ kompakte Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe
erhalten. Dabei können die abgedichteten, äußeren Enden des Entladungsrohres mit einem
Sockel versehen sein, der den Einsatz der Lampe in eine geeignete Leuchte ermöglicht.
[0003] Es sind sowohl Niederdruckentladungslampen bekannt, bei denen das rohrförmige Entladungsgefäß
einfach, U-förmig, gebogen ist (z.B. aus DE-PS 830 219, JP-GM 36-27 470, DE-OS 28
35 183) als auch solche, bei denen das Entladungsrohr mehrfach gebogen bzw. gefaltet
ist (z.B. aus DE-OS 29 42 846, DE-OS 30 05 017). Bei einigen Lampenkonstruktionen
ist das gebogene Entladungsgefäß noch von einem Außenkolben umgeben.
[0004] Allen diesen bekannten Lampen ist gemeinsam, daß die einzelnen Biegungen des Entladungsrohres
- zwischen den Längsrohrabschnitten und den jeweiligen Querrohrabschnitten - an den
nach außen gewandten Rohrflächen in einem gleichmäßigen, sanften Bogen mit relativ
großem Biegeradius verlaufen, wobei der Querschnitt des Entladungsrohres über die
einzelnen Rohrabschnitte (einschließlich der Übergänge) im wesentlichen gleichbleibt.
Dabei verläuft auch die äußere Mantellinie der jeweiligen Querrohrabschnitte bis in
die Übergänge zu den Längsrohrabschnitten bogenförmig gekrümmt.
[0005] Bei derartigen Lampen, vor allem in kompakter.Ausführungsform, kann es zu Problemen
hinsichtlich der Einhaltung des optimalen Quecksilberdampfdruckes im Entladungsgefäß
kommen. Dieser ist bekanntlich maßgebend für eine optimale Umwandlung der aufgenommenen
elektrischen Leistung in Strahlungsleistung, die von der Entladung emittiert wird,
und richtet sich nach der kältesten Stelle der Gefäßwand. Diese befindet sich bei
den beschriebenen Lampen zumeist an den U-förmig gebogenen Querrohrabschnitten, die
von den heißeren Elektrodenenden am weitesten entfernt sind. Insbesondere bei den
kompakten Lampenkonstruktionen, evtl. noch mit einem Außenkolben, ist die sich normal
in den bogenförmigen Querrohrabschnitten einstellende Wandtemperatur (diese bleibt
über den jeweiligen Querrohrabschnitt annähernd gleich), zu hoch und es werden künstliche
kalte Stellen an oder in der Nähe dieser Rohrabschnitte geschaffen. - So wird z.B.
bei einer Lampe mit dreifach U-förmig gebogenem Entladungsrohr und Außenkolben (DE-OS
29 42 846) vorgeschlagen, an einem der Querrohrabschnitte eine Ausstülpung zu schaffen,
die durch einen quer zu den Längsrohräbschnitten verlaufenden plattenförmigen Körper
(z.B. aus Glas) ragt, der die Ausstülpung auf verhältnismäßig niedriger Temperatur
hält.
[0006] Des weiteren wird auch eine Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe vorgeschlagen,
bei der mehrere parallel zueinander angeordnete, gerade rohrförmige Teile jeweils
durch quer zu diesen Teilen verlaufende, rohrförmige Kopplungsteile verbunden sind
(DE-OS 30 11 382). Diese Entladungsgefäße werden aus einzelnen ursprünglich nicht
zusammenhängenden Rohrteilen gefertigt, wobei die Kopplungsteile kleineren Durchmesser
haben als die Längsrohrteile. Die rohrförmigen Kopplungsteile verlaufen in einem gewissen
Abstand von den jeweiligen benachbarten Enden der Längsrohrteile, wodurch die Entladung
diese abgeschlossenen Rohrenden nicht erreicht, so daß diese die kältesten Stellen
des Entladungsgefäßes bilden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakte Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe
zu schaffen, bei der das Entladungsgefäß aus einem einzigen einfach oder mehrfach
gebogenen Rohrteil gebildet ist, wobei sich in Verbindung mit einem vorteilhaften
Herstellungsverfahren die notwendigen kalten Stellen auf einfache Art ergeben. Daneben
soll auch die Ausgestaltung der die kalten Stellen bildenden Gefäßteile möglichst
einfach sein.
[0008] Die Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit den im Oberbegriff des Hauptanspruchs
genannten Merkmalen ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Mantellinie
M
Q der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen gerade verläuft, wobei der Durchmesser
D
LQ in den Rohrbiegungen an den Übergängen zwischen den Längsrohrabschnitten und den
jeweiligen Querrohrabschnitten größer ist als der Durchmesser D
Q der einzelnen Querrohrabschnitte in deren Mitte, und daß der Durchmesser D
Q gleich oder größer ist als der Durchmesser D
L der Längsrohrabschnitte (mit D
L, D
Q und D
LQ sind die Außendurchmesser der jeweiligen Rohrabschnitte gemeint). Vorzugsweise ist
die äußere Mantellinie M
Q der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien
M
L der zugehörigen Längsrohrabschnitte ausgerichtet.
[0009] Hierdurch ergeben sich in den beiden annähernd rechtwinkligen Rohrbiegungen die für
einen optimalen Lampenbetrieb gewünschten kalten Stellen. Diese erreichen, wie das
Temperaturprofil der Figur 3 zeigt, etwa eine Temperatur von 40 °C. Sowohl in den
weiteren Teilen der Längsrohrabschnitte als auch zur Mitte der Querrohrabschnitte
hin stellen sich höhere Temperaturwerte ein. Um die kältesten Stellen an den Rohrbiegungen
besonders wirkungsvoll zu gestalten, können diese zusätzlich mit einer Beschichtung
versehen sein, die die Wärme im Temperaturbereich größer 35 °C besser als das Glasmaterial
des Entladungsgefäßes abstrahlt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Querrohrabschnitte
an der nach außen gewandten Mantelfläche (an der äußeren Mantellinie M
Q) in der Mitte mit einer Eindellung zu versehen.
[0010] Bei einer schräg verlaufenden (aber ebenfalls geraden) äußeren Mantellinie M
Q (diese bildet dann mit den äußeren Mantellinien M
L der zugehörigen Längsrohrabschnitte jeweils einen Winkel kleiner 90° und einen Winkel
größer 90°) ergibt sich an der Rohrbiegung mit dem spitzen Winkel die den Quecksilberdampfdruck
bestimmende kälteste Stelle.
[0011] Es hat sich als günstig erwiesen, den Durchmesser D
Q der Querrohrabschnitte und den Durchmesser D
L der Längsrohrabschnitte so aufeinander abzustimmen, daß das Verhältnis von D
Q/D
L 1,1 bis 1,3 beträgt. Dabei sollte auch der Durchmesser D
LQ an den Rohrübergängen (die Mantellinien
MQ und M
L sind dort aus verfahrenstechnischen Gründen schwach gekrümmt), so gewählt sein, daß
sich ein Verhältnis von D
LQ/D
Q von etwa 1,2 ergibt. Der lichte Abstand d zwischen benachbarten, durch einen Querrohrabschnitt
verbundenen Längsrohrabschnitten ist vorzugsweise gleich oder kleiner als der halbe
Durchmesser D
L dieser Rohrabschnitte. Das z.B. für ein einfach gebogenes Entladungsgefäß verwendete
Glasrohr hat vorzugsweise einen Außendurchmesser D
L von etwa 12 mm; der dabei gewählte Abstand d zwischen den beiden parallel verlaufenden
Längsrohren ist kleiner als 6 mm.
[0012] Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen läßt sich sowohl ein einfach gebogenes, U-förmiges
Entladungsgefäß als auch ein mehrfach gebogenes Entladungsgefäß herstellen. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den Figuren 1a, b und 2a, b wiedergegeben. Die Innenwandung
des jeweiligen Entladungsrohres ist vorteilhaft mit einem Leuchtstoff beschichtet,
z.B. einem üblichen Dreibandenleuchtstoff. Dabei kann zwischen der Entladungsgefäßwand
und der Leuchtstoffbeschichtung noch eine Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid,
vorhanden sein. Des weiteren sind die äußeren Enden des rohrförmigen Entladungsgefäßes
mit Quetschdichtungen versehen, die bei der fertigen Lampe von einem Sockelkörper
umgeben sind.
[0013] Für die Herstellung derartiger Entladungsgefäße hat sich der folgende Verfahrensablauf
bewährt. Ein zunächst noch gerades Glasrohr wird erwärmt; insbesondere wird ein Mittelteil
des Rohres auf Erweichungstemperatur gebracht. Anschließend werden die sich seitlich
von dem betreffenden Mittelteil erstreckenden Rohrteile gegeneinandergebogen, bis
diese (Längsrohrabschnitte) parallel zueinander ausgerichtet sind. Dann wird der U-förmig
gebogene Teil des Rohres (im wesentlichen der Querrohrabschnitt mit Übergang zu den
Längsrohrabschnitten) in eine Form eingeführt, wobei gleichzeitig über die Rohrenden
in das Rohr Gas (auch Luft) eingeblasen wird. Dieser Vorgang ist der wesentliche Teil
des Verfahrens, man kann ihn als "Formblasen" bezeichnen. Die Form ist dabei derart
ausgebildet, daß sich ein Entladungsgefäß gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 ergibt. Ggf.
können derart noch weitere Teile des Rohres nach entsprechender Erwärmung gebogen
und "Formgeblasen" werden. Anschließend erfolgt das Beschichten der Innenoberfläche
des Rohres mit Leuchtstoff, ggf. nach vorherigem Aufbringen einer Schutzschicht, z.B.
aus Siliziumdioxid. Nach der Leuchtstoffbeschichtung wird jeweils ein Elektrodensystem,
bestehend aus zwei Stromzuführungsteilen und der daran gehalterten Glühwendel, in
die äußeren Rohrenden eingeführt. Des weiteren wird ggf. an einem oder beiden Rohrende(n)
auch ein Pumprohr eingeführt. Anschließend erfolgt bei den auf Erweichungstemperatur
gebrachten Rohrenden ein Quetschdichten um die Elektrodenzuführungen und das ggf.
vorhandene Pumprohr. Im weiteren wird dann wie üblich das Entladungsgefäß (ggf. über
das bzw. die Pumprohr(e)) vakuumgepumpt, mit Edelgas gespült und mit Quecksilber sowie
einem Edelgas als Zündgas gefüllt.
[0014] Die Erfindung ist anhand der folgenden Figuren, die vorteilhafte Ausführungsbeispiele
wiedergeben, näher erläutert.
Figur 1a ist eine schematisierte Schnittdarstellung einer ungesockelten Niederdruck-Entladungslampe
mit einfach gebogenem Entladungsrohr;
Figur 1b ist die Seitenansicht einer Niederdruck-Entladungslampe nach Figur 1a mit
gesockelten Enden;
Figur 2a ist die Seitenansicht einer gesockelten Niederdruck-Entladungslampe mit mehrfach
gebogenem Entladungsrohr;
Figur 2b ist eine weitere Seitenansicht der gesockelten Niederdruck-Entladungslampe
nach Figur 2a;
Figur 3 zeigt das Temperaturprofil einer Niederdruck- Entladungslampe nach Figur 1a
bzw. 1b.
[0015] Das in Figur la gezeigte rohrförmige Entladungsgefäß 1 besteht aus den beiden Längsrohrabschnitten
2, 3 und dem Querrohrschnitt 4. Die U-förmige Biegung des Entladungsrohres 1 ist so
ausgebildet, daß die äußere Mantellinie M
Q des Querrohrabschnittes 4 gerade und im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien
M
L der beiden Längsrohrabschnitte 2, 3 verläuft. Der Durchmesser D
L der jeweiligen Längsrohrabschnitte 2, 3 beträgt 12 mm, wobei der Durchmesser D
Q des Querrohrabschnitts 4 in dessen Mitte so gewählt ist, daß sich ein Verhältnis
von D
Q/D
L von etwa 1,2 ergibt. Des weiteren ist der Rohrübergang zwischen den Längsrohrabschnitten
2, 3 und dem Querrohrabschnitt 4 so verlaufend, daß das Verhältnis des Durchmessers
D
LQ in der jeweiligen Rohrbiegung zum Durchmesser D
Q etwa 1,2 beträgt. Die sich dabei ergebenden kalten Stellen in den äußeren Rohrbiegungen
5, 6 sorgen im Betrieb der Lampe für einen optimalen Quecksilberdampfdruck von etwa
8 10
3 mbar. Die innere Rohrbiegung 7 weist einen äußerst kleinen Krümmungsradius auf, so
daß der lichte Abstand d zwischen den beiden Längsrohrabschnitten 2, 3 kleiner als
5 mm ist. Trotz eines einstückigen Entladungsrohres 1 ist eine relativ kompakte Lampenkonstruktion
erreicht. Die Innenoberfläche des rohrförmigen Entladungsgefäßes 1 ist mit einer Leuchtstoffbeschichtung
8 versehen; es ist ein üblicher Dreibandenstoff verwendet. Zwischen der inneren Gefäßwand
des Entladungsrohres 1 und dem Leuchtstoff 8 befindet sich noch eine Schutzschicht
aus Siliziumdioxid. An den beiden Enden des Entladungsrohres 1 sind jeweils Elektrodensysteme
9, 10 mittels der Quetschdichtungen 11, 12 eingeschmolzen. Eines der Rohrenden ist
mit einem abgeschmolzenen Pumpstengel 13 versehen. Als Füllung enthält das Entladungsgefäß
1 Quecksilber in einer Menge von ca. 10 mg sowie 3 mbar Argon als Zündgas. Die Länge
dieser einfach gebogenen U-Lampe beträgt bei einer 9-W-Ausführung ca. 140 mm, während
die Gesamtbreite unter 28 mm liegt. U-Lampen anderer Leistungsstufen weisen lediglich
andere Längenmaße auf. In Figur 1b ist die Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe
nach Figur 1 mit montiertem Sockel 14 gezeigt (im einzelnen nicht weiter erläutert).
Im Innern des Sockels 14 ist noch ein Glimmzünder mit dem entsprechenden Entstörkondensator
untergebracht (nicht dargestellt).
[0016] In den Figuren 2a und 2b ist die Ausführungsform einer mehrfach gebogenen Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe
gezeigt, bei der das zunächst U-förmige Entladungsrohr 15 nochmals gefaltet ist. Das
Entladungsrohr 15 besteht aus den vier Längsrohrabschnitten 16, 17, 18, 19 und den
drei Querrohrabschnitten 20, 21, 22. Die somit vorhandenen drei U-Biegungen sind alle
entsprechend der in Figur 1a eingehend beschriebenen U-Biegung ausgebildet und weisen
die annähernd rechtwinkligen Biegungsstellen 23, 24, 25, 26, 27, 28 auf.
[0017] Die kälteste Stelle des Entladungsgefäßes 15 wird bei dieser Anordnung eine der Biegungsstellen
23, 24, 27, 28 sein. Die Anordnung der Längsrohrabschnitte 16, 17, 18, 19 ist so getroffen,
daß diese in den einzelnen Querschnittsebenen die Ecken eines Quadrates durchstoßen.
Ebenso wäre eine mäanderformige Anordnung der Rohrabschnitte denkbar. Das mehrfach
gebogene Entladungsrohr 15 ist an seinen abgedichteten äußeren Enden mit einem Sockelkörper
29 versehen. In den erfindungsgemäßen Merkmalen entspricht die Ausgestaltung dieser
Lampe der in Figur la und 1b beschriebenen Lampe.
[0018] In Figur 3 ist schließlich anhand einer einfach gebogenen U-Lampe entsprechend Figur
1a und 1b das gemessene Temperaturprofil gezeigt, bei senkrechter Brennlage - Sockel
unten - und einer Umgebungstemperatur von ca. 25 °C. Hieraus geht klar hervor, daß
sich die den Quecksilberdampfdruck im Betrieb der Lampe bestimmenden kalten Stellen
direkt in den nahezu rechtwinkligen Rohrbiegungen 5 und 6 befinden, wobei sich eine
Temperatur von ca. 40 C einstellt. Die Temperaturwerte nehmen dann zu den abgedichteten,
die Elektroden enthaltenden Enden bis zu 70 °C zu. In der Mitte des Querrohrabschnittes
4 liegt bereits eine gegenüber den kalten Stellen um 5 °C höhere Temperatur (45 °C)
vor.
1. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe mit einem Entladungsgefäß (1; 15) aus
einem einstückigen, einfach oder mehrfach gebogenen Glasrohr, das aus mehreren geraden,
parallel zueinander verlaufenden Längsrohrabschnitten (2, 3; 16, 17, 18, 19) und mindestens
einem einzelne Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitt (4; 20, 21, 22)
besteht, wobei die beiden äußeren Enden des Entladungsrohres abgedichtet sind und
jeweils Elektrodeneinschmelzungen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte (4; 20, 21, 22) im wesentlichen gerade verläuft,
wobei der Durchmesser DLQ in den Rohrbiegungen (5, 6; 23, 24, 25, 26, 27, 28) an den Übergängen zwischen den
Längsrohrabschnitten (2, 3; 16, 17, 18, 19) und den jeweiligen Querrohrabschnitten
(4; 20, 21, 22) größer ist als der Durchmesser DQ der einzelnen Querrohrabschnitte in deren Mitte, und daß der Durchmesser DQ gleich oder größer ist als der Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte.
2. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Mantellinie MQ der einzelnen Querrohrabschnitte im wesentlichen senkrecht zu den äußeren Mantellinien
ML der zugehörigen Längsrohrabschnitte verläuft.
3. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Durchmessers DQ der Querrohrabschnitte zum Durchmesser DL der Längsrohrabschnitte 1,1 bis 1,3 beträgt.
4. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Durchmessers DLQ an den Rohrübergängen zum Durchmesser DQ der Querrohrabschnitte etwa 1,2 beträgt.
5. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der lichte Abstand d zwischen benachbarten, durch einen Querrohrabschnitt verbundenen
Längsrohrabschnitten etwa gleich oder kleiner als der halbe Durchmesser DL dieser Rohrabschnitte ist.
6. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 5', dadurch gekennzeichnet, daß die Querrohrabschnitte (4; 20, 21, 22) an der nach außen
gewandten Mantelfläche - an der äußeren Mantellinie MQ - in der Mitte eine Eindellung aufweisen.
7. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Entladungsgefäß (1) aus zwei Längsrohrabschnitten (2, 3) und einem diese Längsrohrabschnitte
verbindenden Querrohrabschnitt (4) besteht.
8. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Entladungsgefäß (15) aus vier Längsrohrabschnitten (16, 17, 18, 19) und drei
diese Längsrohrabschnitte verbindenden Querrohrabschnitten (20, 21, 22) besteht.
9. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die vier Längsrohrabschnitte (16, 17, 18, 19) in den einzelnen Querschnittsebenen
die Ecken eines Quadrates durchstoßen, wobei jeweils das erste (16) und das zweite
(17) Längsrohr an den den Gefäßabdichtungen entfernten Enden, das zweite (17) und
das dritte (18) Längsrohr an den den Gefäßabdichtungen benachbarten Enden und das
dritte (18) und das vierte (19) Längsrohr wieder an den den Gefäßabdichtungen entfernten
Enden durch den jeweiligen Querrohrabschnitt (20, 21, 22) verbunden sind.
10. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Biegungsstellen (5, 6; 23, 24, 25, 26, 27, 28) an den Übergängen zwischen
den Längsrohrabschnitten und den jeweiligen Querrohrabschnitten mit einer Beschichtung
versehen sind, die die Wärme im Temperaturbereich größer 35 0C besser als das Glasmaterial des Entladungsgefäßes (1; 15) abstrahlt.
11. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Entladungsgefäß (1; 15) im Innern mit Leuchtstoff (8) beschichtet ist.
12. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß sich zwischen der Entladungsgefäßwand und der Leuchtstoffbeschichtung (8) eine
Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid, befindet.
13. Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Enden des rohrförmigen Entladungsgefäßes (1; 15) Quetschabdichtungen
(11, 12) aufweisen.
14. Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe nach
Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen die folgenden Verfahrensschritte
ablaufen:
a) Erwärmen eines zunächst geraden Glasrohres, insbesondere Erwärmen eines Mittelteils
auf Erweichungstemperatur;
b) Gegeneinanderbiegen der sich seitlich von dem betreffenden Mittelteil erstreckenden
Rohrteile (Längsrohrabschnitte), bis diese parallel zueinander ausgerichtet sind;
c) Einführen des U-förmig gebogenen Teils des Roh- . res (im wesentlichen der Querrohrabschnitt
mit Übergang zu den jeweiligen Längsrohrabschnitten) in eine Form mit gleichzeitigem
Einblasen von Gas in das Rohr über die Rohrenden (Formblasen);
d) gegebenenfalls Erwärmen weiterer Mitteilteile des Rohres und Gegeneinanderbiegen
der sich seitlich von dem jeweiligen Mittelteil erstrekkenden Rohrteile (Längsrohrabschnitte),
bis diese ebenfalls parallel zueinander ausgerichtet sind;
e) Einführen der gegebenenfalls weiteren U-förmig gebogenen Teile des Rohres (im wesentlichen
die Querrohrabschnitte mit Übergang zu den jeweiligen Längsrohrabschnitten) in eine
Form mit gleichzeitigem Einblasen von Gas in das Rohr über die Rohrenden (Formblasen);
f) Beschichten der Innenoberfläche des Rohres mit Leuchtstoff, ggf. nach vorherigem
Aufbringen einer Schutzschicht, z.B. aus Siliziumdioxid;
g) Einführen jeweils eines Elektrodensystems und ggf. eines Pumprohres in die äußeren
Rohrenden und Erwärmen der Rohrenden auf Erweichungstemperatur sowie anschließendes
Quetschdichten der Enden um die Elektrodenzuführungen und ggf. um das Pumprohr;
h) Pumpen, Spülen und Füllen des Entladungsgefäßes, ggf. über ein vorhandenes Pumprohr.