[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Streckwerk für Spinnereimaschinen, insbesondere
für Strecken, zur Bearbeitung eines Faserbandes mit einem Stapelbereich von Baumwoll-
und/oder Kunststoffasern in einer Vor- und einer Hauptverstreckzone, umfassend Streckzonen
begrenzende, auf einem Maschinenrahmen angeordnete Unterzylinder und darüber je Unterzylinder
zugeordnete Druckzylinder, wobei der erste die Hauptverstreckzone begrenzende Druckzylinder
auf einem Bogen um die Drehachse des entsprechenden Unterzylinders verschieb- und
fixierbar angeordnet ist.
[0002] Die DE-PS 1250315 zeigt und beschreibt ein Streckwerk mit, in Laufrichtung des Faserbandes
gesehen, einem Eingangszylinderpaar, einem mittleren Zylinderpaar und einem Ausgangszylinderpaar,
je bestehend aus einem Unterzylinder und einem dazugehörigen Druckzylinder. Das Eingangs-
und das Mittlere Zylinderpaar bilden zusammen eine Vor-, während das Mittlere und
das Ausgangszylinderpaar eie Haupt-Verstreckzone bilden. Das Eingangszylinderpaar
ist, in Laufrichtung des Faserbandes gesehen, vor- und rückwärts linear verschiebbar,
um die Vorverstreckzone in ihrer Länge zu verändern. Beide Zylinder sind unabhängig
voneinander verschiebbar. Der mittlere und der Ausgangsunterzylinder sind starr,
während der mittlere und der Ausgangsdruckzylinder in gleicher Art wie der Eingangsdruckzylinder
linear verschiebbar angeordnet sind. Alle drei Druckzylinder sind in bezug auf eine
die Lagerböcke der Unterzylinder aufnehmende Grundplatte vertikal bewegbar, so dass
beim vorgenannten linearen Verschieben der Druckzylinder, diese im Kombination mit
der vertikalen Bewegbarkeit eine Bewegung um die fixen oder fixierten Unterzylinder
herum durchführen können. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Hauptverstreckzone
in ihrer Länge zu verändern und der Stapellänge bis zu einem gewissen Masse anzupassen.
Der Ausgangsunterzylinder weist einen grösseren Durchmesser als alle anderen Zylinder
auf. Die Lagerböcke der Druckzylinder sind auf den Lagerböcken der Unterzylinder linear
verschiebbar angeordnet. Der Druck auf die Druckzylinder wird durch federbelastete
Druckkolben ausgeübt, die an einem schwenk- und arretierbaren Bügel befestigt sind.
[0003] Im weiteren zeigt und beschreibt die CH-PS 426 570 ein Streckwerk mit einer Vor-
und einer Haupt-Verstreckzone, bei der ein Druckzylinder um die Achse eines Unterzylinders
herum schwenkbar angeordnet ist, wodurch der Umschlingungsbogen des Faserbandes verlängert
oder verkürzt wird. Um die die Vor- und Haupt-Verstreckzone begrenzenden Klemmlinienabstände
in den Streckfeldern an die Faserlänge des zu verarbeitenden Fasergutes angleichen
zu können, sind die gegenseitigen Abstände der Walzengruppen veränderbar.
[0004] Die Leistungssteigerung eines Streckwerkes führt zwangsläfig zu einer Steigerung
der Bandgeschwindigkeit Hohe Bandgeschwindigkeiten, z.B. von 800 m/Min. oder mehr
des verstreckten Bandes, d.h. am Ausgang des Streckwerkes, ergeben hohe Drehzahlen
der Streckwerkzylinder und dies wiederum stellt höhere Anforderungen an die Lagerung
der zylinder.
[0005] Mitbestimmend für die Lebensdauer eines Lagers ist nebst der Drehzahl und der Belastung
auch die Genauigkeit der Montage, z.B. in bezug auf die Parallelität der Druck- und
Unterzylinder zueinander sowie in bezug auf die genaue Ausrichtung der Zylinderwellen
zu den die Wellen antreibenden Elementen.
[0006] Geht man bei der Betrachtung des Streckwerkes der DE-PS 1250 315 von den vorgenannten
Standpunkten aus, so stellt man fest, dass für die Verschiebbarkeit, respektive Fixierbarkeit
der Lagerböcke für das Eingangszylinderpaar sowie der Lagerböcke des mittleren und
Ausgangsdruckzylinders keine besondere Einrichtung zum präzisen Fixieren vorhanden
ist, so dass diese Lagerpositionen nur relativ ungenau oder nur mit besonderen, weder
gezeigten noch beschriebenen Einstellhilfsmitteln genau einstellbar sind. Die Verwendung
solcher Hilfsmittel ist jedoch zeitraubend, umständlich und daher unbefriedigend.
[0007] Ausserdem hat die gegenseitige lineare Ver- schiebbarkeit der Druckzylinder gegenüber
den Unterzylindern, um dadurch die Klemmpunktabstände der Verstreckzonen zu verändern,
den Nachteil, dass die Federkräfte der Druckkolben, je nach Position der Druckzylinder
an den Unterzylindern, infolge sich dadurch verändernder Kraftkomponenten in radialer
Richtung mit unterschiedlicher Kraft auf das Band einwirken.
[0008] Ein weiterer Nachteil besteht im grossen Durchmesser des Ausgangszylinders, da dadurch
der Klemmlinienabstand der Hauptverstreckzone vergrössert wird.
[0009] Ausserdem hat das Streckwerk den Nachteil, dass, um das Band z.B. in einem Kanne
führen zu können, eine zusätzliche Umlenkung des Bandes nach dem Streckwerk benötigt
wird, was für das Band bei Bandgeschwindigkeiten von 13.3 m/Sek. und mehr eine zusätzliche,
nicht erwünschte Belastung durch die Zentrifugalkraft ergibt und dadurch ein verfahrensmässiger
Nachteil entsteht.
[0010] Letztlich ist aus der französischen Patentschrift Nr. 1196 694 ein Streckwerk mit
drei Verstreckzonen bekannt, bei welchem die Unterzylinder, wie auch die Druckzylinder
auf konzentrischen Kreisen einander gegenüber angeordnet sind, wobei sich die Druckzylinder
auf dem äusseren Kreis befinden. Solche Streckwerke werden in Vorspinn- oder Ringspinnmaschinen
verwendet und arbeiten mit Bandgeschwindigkeiten am Ausgang des Streckwerkes von max.
40 m/Min. in Vorspinn- und max. 20 m/Min. in Ringspinnmaschinen. Die Anordnung auf
konzentrischen Kreisen wurde gewählt, um mehr Raum für Druckzylinder von grossem Druchmesser
zu erhalten, ohne den Abstand zwischen benachbarten Klemmlinien zu vergrössern. Diese
Durchmesservergrösserung verringert die Wickelgefahr an den Druckzylindem solcher
Streckwerke. Am Einlauf des Streckwerkes und in jeder Verstreckzone ist je ein Zwischenführungselement
vorgesehen, an welchem das Faserband oder die Faserlunte derart umgelenkt wird, dass
das Faserband oder die Faserlunte die genannten Klemmlinien in tangentialer Richtung
passiert. Eine Umlenkung an einer Walze erfährt das Faserband lediglich an der letzten
Unterwalze, in Laufrichtung des Faserbandes gesehen, und zwar erst nach der Klemmlinie.
[0011] Die Nachteile eines solchen Streckwerkes bestehen darin, dass die Zwischenführungselemente
von-notwendigerweise-kleinem Durchmesser bei hohen Bandgeschwindigkeiten zu hohe
Zentrifugalkräfte hervorrufen, sowie darin, dass an der letzten Unterwalze das Faserband
noch umgelenkt wird.
[0012] Diese Nachteile zu beheben ist Aufgabe der Erfindung. Die Erfindung, wie sie im ersten
Anspruch gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe derart
- daß alle Unterzylinder ortsfest auf dem Maschinenrahmen gelagert sind,
- daß auch der erste, die Vorverstreckzone begrenzende Druckzylinder in Laufrichtung
des Faserbandes gesehen, auf einem Bogen um die Drehachse des entsprechenden Unterzylinders
verschieb- und fixierbar angeordnet ist,
- daß die Unterzylinder derart angeordnet sind, daß das Faserband aus einer beim Einlauf
des Streckwerkes im wesentlichen horizontalen Lage in eine beim Abgang vom ersten,
die Hauptverstreckzone begrenzenden Unterzylinder im wesentlichen senkrechte Lage
umgelenkt wird,
- daß der erste, die Hauptverstreckzone begrenzende Unterzylinder im Durchmesser derart
gewählt ist, daß das darauf umgelenkte Faserband einen maximalen Radialbeschleunigungswert
(r · ω²) von 400 m/s² aufweist,
- daß der Umschlingungswinkel des Faserbandes an den ersten, die Verstreckzonen begrenzenden
Unterzylindern innerhalb der jeweiligen Verstreckzone maximal 45° beträgt,
- daß der Durchmesser des den zweiten die Hauptverstreckzone begrenzenden Unterzylinders
im wesentlichen einem Drittel des Durchmessers des ersten Unterzylinders dieser Verstreckzone
entspricht, und
- daß die zweiten, die Hauptverstreckzone begrenzenden Zylinder derart angeordnet sind,
daß das Faserband darauf im wesentlichen keine Umlenkung erfährt.
[0013] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass:
a. durch die Umlenkung des Faserbandes im Streckprozess, trotz hoher Bandgeschwindigkeiten
am Auslauf des Streckwerkes, die Radialbeschleunigungswerte an den Umlenkungen im
Streckwerk in für das Faserband tragbaren Grössen bleiben,
b. durch die Umlenkung im Streckprozess das im wesentlichen horizontal einlaufende
Faserband nach dem Streckwerk ohne zusätzliche Umlenkung und mit kurzem Abstand in
den Trichter, respektive in das nachfolgende eine Messgrösse abgebende Kalanderwalzenpaar
geliefert werden kann, so dass ein optimal kurzes Stück fehlerhaftes Band zwischen
dem letzten Zylinderpaar und den Kalanderwalzen weiter gefördert werden kann,
c. durch die starre Anordnung der Unterzylinder eine von der Montage her bleibende
präzise Ausrichtung der Lager gewährleistet ist, die einen positiven Beitrag an die
Lebensdauer der Lager und eine Verkürzung der Einstelldauer zur Anpassung an andere
Stapellängen erbringt,
d. durch die Verschiebbarkeit der Druckzylinder um den genannten Bogen eine Anpassung
des Streckwerkes an die Stapellänge des Faserbandes möglich ist, ohne Veränderung
der Position der Unterzylinder,
e. bei einer gleichbleibenden Kraftrichtung de Druckzylinder relativ zur Achse des
entsprechenden Unterzylinders die Kraftwirkung auf das Faserband konstant bleibt.
[0014] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Streckwerkes besteht in der Anordnung der Druckzylinder
am schwenkbaren Arm. Dadurch können auch breite Faserbänder einfach und sicher in
das Streckwerk eingeführt werden.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass die verschiebbaren Druckzylinder
zur Anpassung an die Stapellänge mittels Rasterung einstellbar sind, und das Mass
der Verschiebung mittels Skala messbar ist, so dass sie rasch und präzis verschoben
werden können, was trotz Verschiebbarkeit der Druckzylinder eine präzise Parallelführung
der Druckzylinder zu den Unterzylindern gewährleistet.
[0016] Ferner bringt die Verschiebung des zweiten die Hauptverstreckzone begrenzenden Druckzylinders
auf einem Bogen um die Drehachse des entsprechenden Unterzylinders die Möglichkeit,
einen tangentialen Einlauf des Faserbandes in dieses Zylinderpaar zu gewährleisten,
unabhängig davon ob eine Druckstange mit positiver oder negativer Umlenkung des Faserbandes
verwendet wird.
[0017] Durch den kleinen Durchmesser des zweiten die Hauptverstreckzone begrenzenden Unterzylinders
entsteht der Vorteil, dass trotz des ebenfalls vorteilhaften grossen Durchmessers
des vorgängigen Unterzylinders eine optimal kurze Klemmstrecke erreicht werden kann.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den anderen Ansprüchen enthalten.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand illustrierter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Streckwerkes in Betriebsposition,
halbschematisch dargestellt,
Fig. 2 eine Frontansicht des Streckwerkes von Fig. 1 in Betriebsposition, halbschematisch
dargestellt,
Fig. 3 ein Detail des Streckwerkes von Fig. 1 von derselben Seite her gesehen, halbschematisch
dargestellt,
Fig. 4 das Detail von Fig. 3, teilweise im Schnitt gemäss Linie A-A, halbschematisch
dargestellt,
Fig. 5 & 6 je eine Variante des Streckwerkes von Fig. 1, je als Ausschnitt von Fig.
1, vergrössert dargestellt.
[0020] Ein Streckwerk 1 umfasst einen Machinenrahmen 2, an dem mittels eines Scharnierbolzens
3 die einen Doppelarm bildenden Armteile 4 schwenkbar gelagert sind.
[0021] Die Armteile 4 umfassen je einen Bogenteil 5 und einen Bogenteil 6 sowie einen Endteil
7. Am Endteil 7 ist eine Kerbe 8 zur Aufnahme je eines Fixierbolzens 9 vorgesehen.
Der Fixierbolzen 9 ist Bestandteil eines Pneumatikzylinders 10. Der Fixierbolzen 9
ist als zur Kerbe 8 passender Teil ausgebildet und dient der Fixierung des Doppelarmes
in der in den Fig. 1 und 2 mit ausgezogenen Linien dargestellten Arbeitsposition.
Die Bedienungsposition des Doppelarmes ist in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien
dargestellt.
[0022] Am Maschinenrahmen 2 sind Unterzylinder 11, 12, 13 und 14 mittels Achsen 15, 16,
17 und 18 rotierbar gelagert. Die Unterzylinder 11, 12, 13 und 14 sind einzeln angetrieben
(nicht gezeigt).
[0023] Die Bogenteile 5 beinhalten je einen mit der Achse 15 koaxialen, bogenförmigen Führungsschlitz
19 und die Bogenteile 6 je einen mit der Achse 17 koaxialen, bogenförmigen Führungsschlitz
20. Die Führungsschlitze 19 dienen zur Führung je eines Lagerbockpaares 21 und 22
(nur ein Teil des Paares in Fig. 2 gezeigt), während die Führungsschlitze 20 zur Führung
eines Lagerbockpaares 23 dienen. Im Endteil 7 ist ein zur Achse 18 koaxialer Führungsschlitz
60 zur Führung eines Lagerbockpaares 25 vorgesehen.
[0024] Ein Lagerblockpaar 22 ist am Eingang des Streckwerkes und ein Lagerbockpaar 24 am
Uebergang vom Bogenteil 5 zum Bogenteil 6 fix am Doppelarm 4 angeordnet.
[0025] In Laufrichtung des Faserbandes 26 (in Fig. 1 mit Pfeil angedeutet) gesehen, umfasst
das Streckwerk 1 in folgender Reihenfolge eine Druckwalze 27, drehbar gelagert im
Lagerbockpaar 22, einen den Anfang der Vorverstreckzone begrenzenden ersten Druckzylinder
28, drehbar gelagert im Lagerbockpaar 21, einen das Ende der Vorverstreckzone begrenzenden
zweiten Druckzylinder 29, drehbar gelagert im Lagerbockpaar 24, einen den Anfang
der Hauptverstreckzone begrenzenden ersten Druckzylinder 30, drehbar gelagert im Lagerbockpaar
23 sowie einen das Ende der Hauptverstreckzone begrenzenden zweiten Druckzylinder
31, drehbar gelagert im Lagerbockpaar 25.
[0026] Die Zylinder 11 und 28 bilden in Laufrichtung des Faserbandes gesehen die erste,
die Zylinder 12 und 29 die zweite, die Vorverstreckzone begrenzende Faserbandklemmstelle.
[0027] Die Zylinder 13 und 30 bilden die erste, die Zylinder 14 und 31 die zweite, die Hauptverstreckzone
begrenzende Faserbandklemmstelle.
[0028] Die Lagerbockpaare 24 und 22 sind fix angeordnet, während die Lagerbockpaare 21,
respektive 23, den Führungsschlitzen 19, respektive 20, entlang zur Anpassung an die
zu verarbeitende Stapellänge des Faserbandes beweg- und wieder fixierbar angeordnet
sind, Ausserdem ist das Lagerbockpaar 25 im Führungsschlitz 60 beweg- und wieder fixierbar
angeordnet, um den tangentialen Einlauf des Faserbandes zu gewährleisten trotz veränderbarer
Einlaufposition des Faserbandes, hervorgerufen durch die Verschiebung des Druckzylinders
30.
[0029] Um die Parallelität der Druckzylinder 28, respektive 30, zu den Unterzylindern 11,
respektive 13, in radialer Richtung zu den Achsen 15, respektive 17, gesehen zu gewährleisten,
sind einerseits an den Bogenteilen 5 und 6 Rasterzähne 32 (Fig. 3 und 4) und eine
de Zähnezahl entsprechende Rasterskala 33 und andererseits an den Lagerbockpaaren
21 und 23 je eine in die Zähne 32 greifende Rastereinrichtung 34 vorgesehen. Diese
Rastereinrichtung 34 ist jedem einzelnen Lagerbock der Lagerbockpaare 21 und 23 zugeordnet.
Ein solcher Lagerbock umfasst einen Lagerbockunterteil 35 mit einer Führungsöffnung
36 zur Aufnahme und Führung eines Wellenlagers 37 einer Druckzylinderwelle 38. Je
eine Druckzylinderwelle 38 dient zur Aufnahme der Druckwalze 27 sowie der Druckzylinder
28, 29, 30 und 31.
[0030] Der Lagerbockunterteil 35 ist ausserdem als Zylinder ausgebildet, mit einem Kolben
39, einer dazugehörigen Kolbenstange 40, einer Feder 41, einem Druckluftanschluss
42 und einer Entlüftungsöffnung 43.
[0031] Als Abschluss des Zylinders dient ein mit dem Lagerbockunterteil 35 fest verbundener
Lagerbockoberteil 44.
[0032] Im Lagerbockoberteil 44 ist ein zur Rastereinrichtung 34 gehörender Führungsbolzen
45 mittels Gewinde 46 fest eingeschraubt und dient zur Führung eines Rasterteiles
47. Eine zwischen Rasterteil 47 und einem Führungsbolzenoberteil 45.1 eingespannte
Druckfeder 48 presst den Rasterteil 47 gegen den Lagerbockoberteil 44. Der Rasterteil
47 kann gegen die Kraft der Feder 48 vom Lagerbockoberteil 44 abgehoben werden.
[0033] Die an den Bogenteilen 5 und 6 vorgesehenen Rasterzähne 32 greifen bei auf dem Lagerbockoberteil
44 aufliegendem Rasterteil 47 in die im Rasterteil 47 vorgesehenen Zähne 49 ein.
[0034] Weiter sind im Lagerbockoberteil 44 zwei Führungsstifte 50 eingepresst, die in die
Führungsschlitze 19, respektive 20, hineinragen und die im Durchmesser derart gewählt
sind, dass sich dadurch eine genaue Gleitführung des einzelnen Lagecbockes 21, 23,
25 entlang des Führungsschlitzes 19, 20, 60 ergibt.
[0035] Eine Fixierschraube 51 mit Mutter 52 fixiert die einzelnen Lagerböcke an den Bogenteilen
5 und 6, respektive am Endteil 7.
[0036] Sollen nun die Lagerbockpaare 21 und/oder 23 verschoben werden, so wird die Fixierschraube
51 (Fig. 3 und 4) gelöst, der Rasterteil 47 durch manuelle Kraft gegen die Kraft der
Feder 48 dem Führungsbolzen entlang vom Lagerbockoberteil 44 abgehoben und manuell
das Lagerbockpaar 21 und/oder 23 am Bogenteil 5, respektive 6, anliegend dem Führungsschlitz
19, respektive 20, entlang geführt. Das Mass der Verschiebung kann an der Rasterskala
33 abgelesen werden.
[0037] Die Lagerbockpaare 24, 25 und 22 umfassen die gleichen Elemente wie die beschriebenen
Lagerbockpaare 21 und 23 mit der Ausnahme, dass die Rastereinrichtung 34 entfällt.
[0038] Die Lagerbockpaare 24 und 22 sind fix angeordnet. Die bewegbarkeit der Lagerbockpaare
25 wird später beschrieben.
[0039] Im weiteren wird das Faserband 26 nach der letzten Faserbandklemmstelle, gegeben
durch die Zylinder 14 und 31, in einem Trichter 53 zusammengefasst und zu einem drehbar
gelagerten an sich bekannten Kalanderwalzenpaar 54 weitergeführt. Das Kalanderwalzenpaar
54 besteht aus einer fix angeordneten Kalanderwalze 55 und einer davon wegverschiebbar
angeordneten Kalanderwalze 56.
[0040] Der Trichter 53 ist in Pfeilrichtung B kippbar angeordnet und ragt mit dem Faserbandauslaufteil
57 in den Faserbandeinzugsspalt (nicht gezeigt) des Kalanderwalzenpaares 54.
[0041] Bei wegverschobener Walze 56 kann der Trichter 53 gekippt werden, um das von den
letzten Walzen 14 und 31 abgegebene Band bequem in den Trichter führen zu können.
[0042] Das Streckwerk 1 kann ausserdem mit einer sogenannten Druckstange 58 (Fig. 5) versehen
werden, die, in der Hauptverstreckzone vorgesehen, das Faserband positiv umlenkt und
dabei die Fasern innerhalb der Verstreckzone hilfsweise führt. Unter positiver Umlenkung
soll eine Umlenkung mit einem vom Maschinenrahmen 2 weggerichteten Radius verstanden
Werden. Die Druckstange 58 ist dabei derart in der Hauptverstreckzone vorgesehen,
dass bei Verlängerung de Klemmstrecke der Hauptverstreckzone, gegeben durch die
Klemmstellen der Zylinderpaare, bestehend aus den Zylindern 13 und 30, respektive
14 und 31, durch Zurückversetzen des Druckzylinders 30 gegen die in Fig. 1 mit strichpunktierter
Linie gezeigte Position, die Umlenkung um die Druckstange 58 verringert wird. Die
Verringerung der Umlenkung endet dann, wenn die Strecke, die die Druckstange 58 und
den Klemmpunkt zwischen den Zylindern 13 und 30 verbindet, eine Tangente an den Umfang
der Zylinder 13 und 30 bildet. Diese erste Klemmdistanz ist in Fig. 5 mit dem Pfeil
E angedeutet, während die maximale Klemmdistanz. von 85 mm an der mit dem Pfeil F
bezeichneten Stelle erreicht wird.
[0043] Bei Verwendung der Druckstange 58 ist das Lagerbockpaar 25 derart positioniert, respektive
fixiert, dass das Faserband 26 tangential von den Zylindern 14 und 31 erfasst wird.
[0044] Im weiteren kann das Streckwerk 1 als Variante zur Druckstange 58 mit einer Druckstange
59 (Fig. 6) versehen werden, welche das Faserband negativ umlenkt. Bei dieser Lösung
bleibt die durch die Druckstange gegebene Umlenkung des Faserbandes konstant. Um auch
bei dieser Variante das Faserband von den Zylindern 14 und 31 tangential erfassen
zu lassen, wird das Lagerbockpaar 25 in die in Fig. 6 gezeigte Lage verschoben. In
dieser Lage liegen die oberen Führungsstifte 50 (in Blickrichtung gemäss Fig. 1 gesehen)
des Lagerbockpaares 25 am oberen Ende (nicht sichtbar) eines in beiden Endteilen 7
vorgesehenen Fühurngsschlitzes 60 an, während für die Variante mit der Druckstange
58 die unteren Führungsstifte 50 des Lagerbockpaares 28 am unteren Ende 61 (Fig. 6)
der Führungsschlitze 60 anliegen.
[0045] Auf diese Weise ist dasselbe Streckwerk ohne Wechsel eines Teiles für den Einsatz
beider Druckstangenvarianten geeignet.
[0046] Zum Heben der Armteile 4, in die in Figur 1 mit strichpunktierten Linien gezeigte
Bedienungsposition und damit zum Einführen eines Faserbandes in das Streckwerk,
dient ein mit dem Maschinenrahmen 2 schwenkbar verbundener Pneumatikzylinder 62, dessen
Kolbenstangen-Endteil 63 mittels einer Stange 64 mit den beiden Armteilen 4 verbunden
ist.
[0047] Das Faserband wird zum Einbringen in das Streckwerk in geöffneter Stellung des Streckwerkes
über die Unterzylinder 11, 12, 13, 14 und den in Richtung B gekippten Trichter 53
gelegt.
[0048] Durch Umkehrung der Funktion des Zylinders 62 wird das Streckwerk wieder geschlossen
und mittels Umkehrung der Funktion der Zylinder 10 wieder verriegelt.
[0049] Nach Inbetriebsetzung im Langsamgang wird das verstreckte Material in den Trichter
53 und in das Kalanderwalzenpaar 54 geführt. Anschliessend kann das Streckwert auf
Produktion umgeschaltet werden.
[0050] Unter dem Begriff "Kurz-bis Lang-Stapelfasern" sollen Baumwoll- und Chemiefasern
mit einer Stapellänge bis 80 mm verstanden werden.
[0051] Für diejenigen Unterzylinder die den Anfang der Vorverstreckzone, respektive der
Hauptverstreckzone bilden, wird ein Durchmesser von 90 mm gewählt, damit auch beim
Verarbeiten von Fasern mit 80 mm Stapellänge ein Umschlingungswinkel des Faserbandes
an den genannten Unterzylinder von erfahrungsgemäss maximal 45 Winkelgraden gewährleistet
sein kann.
[0052] Bei Umschlingungswinkeln von mehr als 45 Winkelgraden wird die Seilreibung zwischen
Faserband und Unterzylinder bei an sich bekannter Riffelung der Unterzylinder zu gross.
[0053] Die eingangs erwähnten hohen Bandgeschwindigkeit ergeben hohe Zentrifugalkräfte,
d.h. hohe Radialbeschleunigungswerte.
[0054] Beispielsweise entsteht bei einer Bandgeschwindigkeit von 1000 m/Min. am Auslauf
des Streckwerkes und einem Durchmesser von 90 mm für den ersten Unterzylinder 13 der
Hauptverstreckzone sowie einem Verzugsverhältnis für die Verstreckzone von 4: 1 ein
Radialbeschleunigungswert am ersten Unterzylinder 13 von a
r=r · ω²=385 m/Sec², was einer Ca. 38-fachen Erdbeschleunigung entspricht.
[0055] Wollte man bei Verwendung eines Streckwerkes gemäss erwähntem Stand der Technik,
das mit 1000 m/Min. abgegebene Faserband mit einem Radialbeschleunigungswert von a
r= 385 m/Sec.² umlenken, so müsste ein Umlenkradius von 720 mm gewählt werden, was
vorrichtungsmässig ungünstig wäre.
[0056] Um trotz des vorteilhaften grossen Durchmessers den ersten Unterzylinders 13 der
Hauptverstreckzone eine optimal kurze Klemmdistanz für das Verstrecken von Faserm
mit kurzen Stapellängen zu erhalten, wurde für den zweiten Unterzylinder 14 der Hauptverstreckzone
ein Durchmesser gewählt, der im wesentlichen einem Drittel des Durchmessers des genannten
ersten Unterzylinders 13 entspricht, z.B. von 28 mm.
[0057] Durch die Wahl eines kleinen Durchmessers für diesen Zylinder 14 entstehen durch
die hohen Bandgeschwindigkeiten hohe Drehzahlen, was andererseits hohen Radialbeschleunigungswerte
zur Folge hat. Da jedoch die Umlenkung des Faserbandes an diesem Zylinder null oder
wenige Winkelgrade beträgt, und dadurch keine oder eine sehr kleine Faserbandmasse
umgelenkt werden muss, entstehen keine oder relativ kleine Zentrifugalkräfte (Z=m
· r · ω²) für das in sich geschlossene Faserband. Anders verhält es sich für losgelöste,
vom Zylinder 14 aus dem in sich geschlossenen Faserband weggelenkte Einzelfasern.
Solche Fasern werden umgelenkt, bis aus der umgelenkten Masse eine Zentrifugalkraft
resultiert, die grösser ist als die Adhäsionskräfte zwischen Fasern und Zylinder.
[0058] Um einer möglichen elektrostatischen Aufladung der Fasern entgegenzuwirken, können
lonisatoren in an sich bekannter Weise verwendet werden.
1. Streckwerk für Spinnereimaschinen, insbesondere für Strecken, zur Bearbeitung eines
Faserbandes mit einem Stapelbereich von Baumwoll- und/ oder Kunststoffasern in einer
Vor- und einer Haupt-Verstreckzone, umfassend Streckzonen begrenzende, auf einem Maschinenrahmen
(2) angeordnete Unterzylinder (11, 12, 13, 14) und darüber je Unterzylinder zugeordnete
Druckzylinder (28, 29, 30, 31), wobei der erste die Hauptverstreckzone begrenzende
Druckzylinder (30) auf einem Bogen (20) um die Drehachse (17) des entsprechenden Unterzylinders
(13) verschieb und fixierbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
- dass alle Unterzylinder (11, 12, 13, 14) orts-fest auf dem Maschinenrahmen (2) gelagert
sind,
- dass auch der erste, die Vorverstreckzone begrenzende Druckzylinder (28) in Laufrichtung
des Faserbandes (26) gesehen, auf einem Bogen (19) um die Drehachse (15) des entsprechenden
Unterzylinders (11) verschieb- und fixierbar angeordnet ist,
- dass die Unterzylinder derart angeordnet sind, dass das Faserband aus einer beim
Einlauf des Streckwerkes im wesentlichen horizontalen Lage in eine beim Abgang vom
ersten, die Hauptverstreckzone begrenzenden Unterzylinder (13) im wesentlichen senkrechte
Lage umgelenkt wird,
- dass der erste, die Hauptverstreckzone begrenzende Unterzylinder (13) im Durchmesser
derart gewählt ist, dass das darauf umgelenkte Faserband einen maximalen Radialbeschleunigungswert
(r · ω ²) von 400

aufweist,
- dass der Umschlingungswinkel des Faserbandes an den ersten, die Verstreckzonen begrenzenden
Unterzylindern (11, 13) innerhalb der jeweiligen Verstreckzone maximal 45° beträgt,
- dass der Durchmesser des den zweiten die Hauptverstreckzone begrenzenden Unterzylinders
(14) im wesentlichen einem Drittel des Durchmessers des ersten Unterzylinders (13)
dieser Verstreckzone entspricht, und
- dass die zweiten, die Hauptverstreckzone begrenzenden Zylinder (14, 31) derart angeordnet
sind, dass das Faserband darauf im wesentlichen keine Umlenkung erfährt.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckzylinder (28,
29, 30, 31) an einem am Machinenrahmen (2) schwenkbar angeordneten Doppelarm (4) verschieb-
und fixierbar angeordnet sind.
3. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch der zweite, die Hauptverstreckzone
begrenzende Druckzylinder (31 ) auf einem Bogen (60) um die Drehachse des entsprechenden
Unterzylinders (14) verschieb- und fixierbar angeordnet ist und der Bogen ein Führungsschlitz
(60) im Doppelarm (4) ist.
4. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Einlauf des Faserbandes
in das Streckwerk eine auf dem ersten Unterzylinder aufliegende Druckwalze (27) vorgesehen
ist.
5. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hauptverstreckzone
eine Druckstange (58, 59) derart vorgesehen ist, dass das Faserband (26) eine Umlenkung
erfährt.
6. Streckwerk nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am Doppelarm
(4) vorgesehenen Bögen Führungsschlitze ( 19, 20, 60) sind.
7. Streckwerk nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens je
die den Anfang der Vor- und Haupt-Verstreckzone begrenzenden Druckzylinder (28, 30)
mittels die Wellen (38) der Druckzylinder (28, 30) aufnehmender, in den Führungsschlitzen
(19, 20) geführter Lagerkörper (21, 23), am Doppelarm (4) verschiebbar sind.
8. Streckwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelarm (4) zu den
Führungsschlitzen konzentrisch angeordnete Rasterzähne (32) zur Positionierung derjenigen
Lagerkörper (21, 23) aufweist, die die ersten die Vor- und die Haupt-Verstreckzonen
abgrenzenden Druckzylinder (28, 30) aufnehmen.
9. Streckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerkörper (21, 23)
je mit einer in die Rasterungen greifenden Rastervorrichtung (34) versehen sind.
10. Streckwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastervorrichtung
(34) aus einem auf einem Lagerbockoberteil (44) aufgeschraubten Führungsbolzen (45)
und einem durch diesen Bolzen bewegbar geführten, in die Rasterung greifenden Rasterteil
(47) sowie aus einer derart zwischen Führungsbolzen und Rasterteil eingespannten Feder
(48) besteht, dass der Rasterteil (47) mittels der Kraft der genannten Feder (48)
in die Rasterzähne (32) greift.
11. Streckwerk nach Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Doppelarm
(4) Lagerkörper (22) zur Aufnahme der Druckwalze (27) vorgesehen sind.
12. Streckwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstange (58)
derart angeordnet ist, dass beim Verlängern der Klemmdistanz der Hauptverstreckzone
durch Zurückversetzen des ersten die Hauptverstreckzone begrenzenden Druckzylinders
(30) die Umlenkung um die Druckstange (58) bis zu einer ersten Klemmdistanz (E) abnimmt
und dann bis zur maximalen Klemmdistanz (F) von 85 mm gleich bleibt (Fig. 5).
13. Streckwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstange (59)
derart angeordnet ist, dass beim Verlängern der Klemmdistanz der Hauptverstreckzone
durch Zurückversetzen des ersten die Hauptverstreckzone begrenzenden Druckzylinders
(30) die Umlenkung um die Druckstange (59) gleich bleibt (Fig. 6).
1. Dispositif d'étirage pour machines de filature, particulièrement pour des bancs
d'étirage, pour le travail d'une bande de fibres ayant un domaine de longueurs de
fibres comprenant le coton et/ou les fibres artificielles, dans une zone d'étirage
préliminaire et dans une zone d'étirage principal, comprenant des cylindres inférieurs
(11, 12, 13, 14) disposés sur un bâti de machine (2) qui limitent des zones d'étirage,
et des cylindres de pression (28, 29, 30, 31) qui sont adjoints au-dessus de chaque
cylindre inférieur, où le premier cylindre de pression (30), qui limite la zone d'étirage
principal, est disposé de manière à pouvoir être déplacé et fixé sur un arc (20) autour
de l'axe de rotation (17) du cylindre inférieur correspondant (13), caractérisé par
le fait
- que tous les cylindres inférieurs (11, 12, 13, 14) sont logés dans un lieu fixe
sur le bâti de machine (2),
- que le premier cylindre de pression (28) limitant la zone d'étirage préliminaire,
vu dans le sens de déplacement de la bande de fibres (26), est également disposé de
manière à pourvoir être déplacé et fixé sur un arc (19) autour de l'axe de rotation
(15) du cylindre inférieur correspondant (11),
- que les cylindres inférieurs sont disposés d'une manière telle que la bande de fibres
est déviée d'une position principalement horizontale à l'entrée du dispositif d'étirage
dans une position principalement verticale à la sortie du premier cylindre inférieur
(13) limitant la zone d'étirage principal,
- que le premier cylindre inférieur (13) limitant la zone d'étirage principal est
choisi dans son diamètre de telle façon que la bande de fibres, qui est déviée sur
lui, possède une valeur d'accélération radiale maximale (r · ω ²) de 400 m/s²,
- que l'angle d'enveloppement de la bande de fibres sur les premiers cylindres inférieurs
(11, 13) limitant les zones d'étirage s'élève à 45° dans la zone d'étirage correspondante,
- que le diamètre du deuxième cylindre inférieur (14) limitant la zone d'étirage
principal correspond principalement au tiers du diamètre du premier cylindre inférieur
(13) de cette zone d'étirage, et
- que les deuxièmes cylindres (14, 31) limitant la zone d'étirage principal sont disposés
de telle sorte que la bande de fibres ne subisse principalement pas de déviation
en passant dessus.
2. Dispositif d'étirage selon revendication 1, caractérisé par le fait que les cylindres
de pression (28, 29, 30, 31 ) sont disposés de manière à être déplacés et fixés sur
un bras double (4) pivotant sur un bâti de machine (2).
3. Dispositif d'étirage selon revendication 1, caractérisé par le fait que le deuxième
cylindre de pression (31 ), limitant la zone d'étirage principal, est également disposé
de manière à pouvoir être déplacé et fixé sur un arc (60) autour de l'axe de rotation
du cylindre inférieur (14) correspondant, et que l'arc est une fente de guidage (60)
pratiquée dans le bras double (4).
4. Dispositif d'étirage selon revendication 1, caractérisé par le fait que, à l'entrée
de la bande de fibres dans le dispositif d'étirage, un rouleau de pression (27) est
prévu s'appuyant sur le premier cylindre inférieur.
5. Dispositif d'étirage selon revendication 1, caractérisé par le fait que, dans la
zone d'étirage principal, une barre de pression (58, 59) est prévue de telle sorte
que la bande de fibres (26) subit une déviation.
6. Dispositif d'étirage selon les revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que
les arcs, prévus dans le bras double (4), son des fentes de guidage (19, 20, 60).
7. Dispositif d'étirage selon revendications 1 à 6, caractérisé par le fait qu'au
moins chacun des cylindres de pression (28, 30) limitant le début des zones d'étirage
préliminaire et principal, est déplaçable sur le bras double (4) à l'aide de corps
de paliers (21, 23) recevant les arbres (38) des cylindres de pression (28, 30), guidés
dans les fentes de guidage (19, 20).
8. Dispositif d'étirage selon revendication 6, caractérisé par le fait que le bras
double (4) possède des dents à crans (32) disposées concentriquement par rapport aux
fentes de guidage, pour le positionnement des corps de paliers (21, 23), qui reçoivent
les premiers cylindres de pression (28, 30) limitant les zones d'étirage principal
et préliminaire.
9. Dispositif d'étirage selon revendication 8, caractérisé par le fait que les corps
de paliers (21, 23) sont pourvus chacun avec un dispositif à crans (34) qui s'engrène
dans les crans.
10. Dispositif d'étirage selon revendication 9, caractérisé par le fait que le dispositif
à crans (34) est constitué d'un goujon de guidage (45) vissé sur une partie supérieure
de palier (44), et d'une partie à crans (47) s'engrenant dans la crénelure et guidée
d'une manière mobile par ce goujon, ainsi que d'un ressort (48), tendu d'une manière
telle entre le goujon de guidage et la partie à crans, que la partie à crans (47)
s'engrène dans les dents à crans (32) à l'aide de la force dudit ressort (48).
11. Dispositif d'étirage selon les revendications 2 et 4, caractérisé par le fait
que des corps de paliers (22) sont prévus sur le bras double (4) pour recevoir le
rouleau de pression (27).
12. Dispositif d'étirage selon revendication 5, caractérisé par le fait que la barre
de pression (58) est disposée de telle sorte que, lors d'un agrandissement de la distance
de pincement de la zone d'étirage principal, par déplacement vers l'arrière du premier
cylindre de pression (30), limitant la zone d'étirage principal, la déviation autour
de la barre de pression (58) diminue jusqu'à une première distance de pincement (E),
et reste alors constante jusqu'à la distance de pincement maximale (F) de 85 mm (figure
5).
13. Dispositif d'étirage selon la revendication 5, caractérisé par le fait que la
barre de pression (59) est disposée de telle sorte que, lors d'un agrandissement de
la distance de pincement de la zone d'étirage principal, par déplacement vers l'arrière
du premier cylindre de pression (30), limitant la zone d'étirage principal, la déviation
autour de la barre de pression (59) reste constante (figure 6).
1. Drafting mechanism for machines for a spinning mill, especially drawing frames,
for processing a fiber sliver with a staple range of cotton and/or synthetic fibers
in a break draft zone and in a main draft zone comprising bottom rollers (11, 12,
13, 14) mounted on a machine frame (2) and bounding drafting zones and, above the
bottom rollers, pressure rollers (28, 29, 30, 31) associated with respective bottom
rollers, the first pressure roller (30) bounding the main drafting zone being movably
and fixedly arranged on an arc (20) about the axis (17) of the corresponding bottom
roller (13), characterized in that
- all bottom rollers (11, 12, 13, 14) are journalled at fixed locations on the machine
frame (2);
- in that the first pressure cylinder (28) bounding the break drafting zone, as viewed
in the direction of travel of the fiber sliver (26), is also displaceably and fixedly
arranged on a arc (19) around the axis of rotation (15) of the corresponding bottom
roller 11 ;
- in that the bottom rollers are so arranged that the fiber sliver is diverted from
a substantially horizontal disposition at the infeed into the drafting mechanism into
a substantially vertical disposition at the exit from the first lower cylinder (13)
bounding the main drafting zone;
- in that the diameter of the first bottom roller (13) bounding the main drafting
zone is so chosen that the fiber sliver diverted thereon has been maximum radial acceleration
value (r · ω²) of 400 m

;
- in that the wrap angle of the fiber sliver at the first bottom cylinders (11, 13)
bounding the drafting zones amounts to a maximum of 45° within the respective drafting
zone;
- in that the diameter of the second bottom cylinder (14) bounding the main drafting
zone corresponds essentially to one third of the diameter of the first bottom cylinder
(13) of this drafting zone; and
- in that the second cylinders (14, 31) bounding the main drafting zone are so arranged
that the fiber band experiences substantially no deflection thereon.
2. Drafting mechanism according to claim 1, characterised in that the pressure rollers
(28, 29, 30, 31) are movably and fixably arranged on a double arm (4) pivotably mounted
on the machine frame (2).
3. Drafting mechanism according to claim 1 characterised in that the second pressure
roller (31) defining the main drafting zone is also movably and fixably arranged on
an arc (60) about the axis of rotation of the corresponding bottom roller (14) and
the arc is a guide slot (60) in the double arm (4).
4. Drafting mechanism according to claim 1 characterised in that at the infeed of
the fibre sliver into the drafting mechanism a pressure roller (27) is provided engaging
the first bottom roller.
5. Drafting mechanism according to claim 1 characterised in that a press rod (58,
59) is provided in the main drafting zone in such manner that the fibre sliver (26)
undergoes a diversion
6. Drafting mechanism according to claims 1 and 2 characterised in that the arcs provided
on the double arm (4) are guide slots (19, 20, 60).
7. Drafting mechanism according to claims 1 to 6 characterised in that at least each
pressure roller (28, 30) defining the start of the break and main drafting zones is
movable on the double arm (4) by means of bearing members (21, 23) receiving the shafts
(38) of the pressure rollers (28, 30), which bearing members are guided in the guide
slots (19, 20).
8. Drafting mechanism according to claim 6 characterised in that the double arm (4)
has retainer teeth (32) arranged concentrically to the guide slots to position those
bearing members (21, 23) which receive the first pressure rollers (28, 30) defining
the break and main drafting zones.
9. Drafting mechanism according to claim 8 characterised in that each bearing member
(21, 23) is provided with a retaining device (34) engaging in the retainer teeth.
10. Drafting mechanism according to claim 9 characterised in that the retaining device
(34) comprises a guide pin (45) screwed onto the upper portion (44) of a bearing element
and a retaining portion (47) engaging in the retaining teeth and movably guided by
this pin, together with a spring (48) so tensioned between the guide pin and the retaining
portion that the retaining portion (47) engages in the retaining teeth (32) due to
the force of the said spring.
11. Drafting mechanism according to claims 2 and 4 characterised in that bearing members
(22) are provided on the double arm (4) to receive the pressure roller (27).
12. Drafting mechanism according to claim 5 characterised in that the press rod (58)
is so arranged that, upon increase in the clamping distance of the main drafting zone
by shifting back of the first pressure roller (30) defining the main drafting zone,
the diversion around the press rod (58) decreases up to a first clamping distance
(E) and then remains constant (Fig. 5) up to a maximum clamping distance (F) of 85
mm.
13. Drafting mechanism according to claim 5 characterised in that the press rod (59)
is so arranged that, upon increase in the clamping distance of the main drafting zone
through shifting back of the first pressure roller (30) defining the main drafting
zone, the diversion around the press rod (59) remains constant (Fig. 6).