[0001] Die Erfindung betrifft ein Surfbrett, insbesondere ein Windsurfbrett mit einem Brettkörper
aus Kunststoff und Kunststoffschaum und mit mit dem Brettkörper verbundenen Aggregaten
wie Schwertkasten, Mastfußhülse, Fußschlaufen, Finnen etc.
[0002] Surfbretter, insbesondere Wi.ndsurfbretter dieser Art sind allgemein bekannt. Bekannte
Surfbretter bestehen grundsätzlich aus einem Schaumkern und einer diesen vollständig
einschließenden Außenhaut. Bei den Schaumkernen kann es sich um PU-Schäume, Polystyrolschäume
oder andere leichte Kunststoffschäume handeln. Bekannte Materialien für die Außenhaut
schließen Polyäthylen, glasfaserverstärkten Kunststoff und Epoxylaminate ein. Es sind
auch Surfbretter bekannt, die aus ausgeschäumten Polyesterhalbschalen bestehen.
[0003] Die bekannten Windsurfbretter weisen eine Anzahl von Nachteilen auf, welche insbesondere
in den hohen Gewichten liegen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß es beispielsweise
nicht möglich ist, Verstärkungen in Form von Spanten, Stringern od. dgl. vorzusehen.
Wegen des relativ hohen Gewichtes des verwendeten Schaumes ist man darüberhinaus bestrebt,
die Außenhaut so dünn als möglich zu halten, um die erwähnten Gewichtsprobleme zu
lösen. Hierdurch ergibt sich wieder eine vergleichsweise hohe Schlagempfindlichkeit
derartiger Bretter. Ein wesentlicher Nachteil nach dem Stand der Technik besteht außerdem
darin, daß die eingangs erwähnten, teilweise erhebliche mechanische Beanspruchungen
aufnehmenden Aggregate kaum sicher mit den bekannten Windsurfbrettern verbunden werden
können, da diese- wie sich aus der beschriebenen Konstruktion nach dem Stand der Technik
ergibt - nur an einem vergleichsweise schwachen Schaumkern und bestenfalls zwei möglichst
dünnen mechanisch festeren Außenhautschichten verankert werden können. Bei industriell
gefertigten Windsurfbrettern ist die Fertigung darüberhinaus mit hohen Formkosten
belastet, so daß zur Änderung der Brettform entsprechend teure neue Formen erstellt
werden müssen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Surfbrett, insbesondere Windsurfbrett
der oben angegebenen Art zu schaffen, welches die genannten Nachteile nicht aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Surfbrett der eingangs erwähnten Art im wesentlichen
dadurch gelöst, daß das Surfbrett aus einem im wesentlichen starren Bodenelement aus
einem mechanisch festen Werkstoff und einem mit dem Bodenelement verbundenen oder
verbindbaren Oberteil aus einem flexi.blen Leichtkunststoff, insbesondere Kunststoffschaum,
besteht und daß sämtliche Aggregate mit dem Bodenelement verbunden sind.
[0006] Abgesehen von der vollständigen Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe
wird hierdurch noch der Vorteil erzielt, daß bei Verwendung eines hautfreundlichen
flexiblen Leichtkunststoffes für das Oberteil die Verletzungsgefahr erheblich herabgesetzt
wird. Darüberhinaus läßt sich bei entsprechender Ausgestaltung des Bodenteiles die
Flexibilität eines derartigen Surfbrettes über die Länge ohne Schwierigkeiten optimal
bestimmen und sogar ändern, indem einfach zusätzliche Versteifungselemente mit der
Bodenplatte verbunden werden, ehe das Oberteil mit dem Bodenelement verbunden wird.
Dadurch,daß das starre mechanisch feste Material, welches im Vergleich zu dem Kunststoffschaum
ein hohes spezifisches Gewicht aufweist, lediglich auf der Unterseite des Surfbrettes
verwendet wird, ist eine erhebliche Gewichtsersparnis möglich. Es wird erwartet, daß
bei einem Gesamtvolumen von etwa 260 Litern ei.nes derartigen Windsurfbrettes Gewichte
zwischen 12 und 14 kg erreichbar sind. Da sämtliche mechanische Kräfte aufnehmenden
Aggregate direkt mit dem Bodenelement verbunden sind, werden gleichzeitig die bekannten
Probleme wie Ausbrechen von Schwertkästen, Ausreißen von Fußschlaufen etc. beseitigt.
Wegen der hohen mechanischen Festigkeit der Verankerung kann darüberhinaus, was für
das spezielle Gebiet des Windsurfens ein erheblicher Vorteil ist, die Mastbuchse vergleichsweise
kurz ausfallen, so daß der Kräfteangriff durch den Mast im unteren Bereich des Windsurfbrettes
erfolgt. Hierdurch wird die Kippstabilität erheblich erhöht. Darüberhinaus ist es
ohne weiteres möglich, ein und dasselbe Bodenelement mit verschiedenen Oberteilen
auszurüsten, so daß unter erheblicher Einsparung von Formkosten verschiedene Typen
von Surfbrettern hergestellt werden können.
[0007] Im einzelnen ist es bevorzugt, das Bodenelement mit einer hochstehenden Mittelrippe
zu versehen, welche die Befestigungspunkte der Aggregate und den Schwertkasten enthält.
[0008] Im einzelnen kann die Erfindung dadurch weitergebildet werden, daß das Bodenelement
mit Stringern versehen ist.
[0009] Im Bereich des Hecks ist an das Bodenelement bevorzugt ein brückenartiger Bauteil
angeformt. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß hierdurch die hauptsächliche
Standfläche eines Windsurfbrettes eine zusätzliche Versteifung erfährt, wobei. bei
einer vorteilhaften Weiterbildung dieser brückenartige Bauteil hohl ausgebildet sein
kann, eine aufblasbare Blase enthalten kann oder mit einem besonders leichten Schaum
ausgeschäumt sein kann. Hierdurch wird bei höchster mechanischer Festigkeit der Vorteil
einer weiteren Gewichtsersparnis erzielt. Darüberhinaus lassen sich in diesem Bereich
ohne Schwierigkeiten dann beispielsweise Fußschlaufen befestigen, welche erfindungsgemäß
dann über den brückenartigen Bauteil mit dem Bodenelement und nicht wie bisher mit
dem Schaumkern verbunden sind.
[0010] Zusätzlich können innerhalb des brDckenartigen Bauteiles noch Stützrippen vorgesehen
sein.
[0011] Das Bodenelement läßt sich bevorzugt als Tiefziehteil aus ABS, als Formteil aus Polyäthylen-Schaum-Sandwich-Material,
aus Polyurethanintegralschaum, aus SMC (sheet moulding compound) oder aus Holz oder
teilweise Holz herstellen. Das jeweils zu wählende Material hängt von den am Enderzeugnis
geforderten Eigenschaften der Flexibilität und Festigkeit ab.
[0012] Das Oberteil besteht bevorzugt aus einem hautfreundlichen Material, insbesondere
Kunststoffschaum, wie beispielsweise Polyäthylenschaum oder anderen flexiblen Schaumstoffen.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist das Oberteil
abnehmbar und auswechselbar ausgebildet. Hierdurch lassen sich leicht Änderungen des
Gesamtvolumens, Änderungen der Form, insbesondere der Form der Oberfläche und Standfläche,
auf einfache Weise herstellen. Beispielsweise könnte man als Handelseinheit ein Bodenelement
mit zwei verschiedenen Oberteilen anbieten, woraus sich einmal ein Allround-Brett
und einmal ein Hochgeschwindigkeits-Brett herstellen läßt.
[0014] Bei einer alternativen Ausführungsform ist das Oberteil an das Bodenelement angeschäumt
oder angeklebt.
[0015] Ferner ist es bevorzugt, daß das Oberteil zur Verminderung der Verletzungsgefahr
im wesentlichen die gesamte Oberfläche des Windsurfbrettes bedeckt. Bei alternativen
Ausführungsformen kann jedoch auch lediglich der vordere Teil des Windsurfbrettes
durch das Oberteil überdeckt sein, während die Standfläche durch den bereits erwähnten
brückenartigen Bauteil gebildet wird.
[0016] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung nach der Erfindung ist das Bodenelement als
flexible Bodenplatte ausgebildet und weist Kupplungsstücke für verschieden geformte
Stringer oder Längsrippen auf. Hierdurch lassen sich unter Verwendung ein und derselben
Bodenplatte die verschiedensten Brettformen herstellen, indem beispielsweise in einer
Nut-und Federverbindung die Bodenplatte mit einer entsprechend vorgeformten Längsrippe
verbunden wird.
[0017] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Surfbrettes,
insbesondere Windsurfbrettes obenstehender Beschreibung, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß ein Bodenelement aus einem mechanisch festen Werkstoff hergestellt wird,
welches sämtliche Befestigungen der Aggregate wie Schwertkasten, Finne, Mastfuß usw.
enthält, und daß das Bodenelement anschließend mit einem aus einem Kunststoffschaum
od. dgl. hergestellten Oberteil verbunden wird.
[0018] Weitere vorteilhafte Einzelheiten und Weiterbildungen nach der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung, in welcher diese anhand von in den Zeichnungen
beispielhaft veranschaulichten Ausführungsformen näher erläutert wird. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische skizzenhafte Ansicht der beiden Hauptbestandteile eines
Windsurfbrettes nach vorliegender Erfindung;
Fig. 2 und 4 zwei Möglichkeiten verschiedene Brettformen unter Verwendung des gleichen
Bodenelementes herzustellen;
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III in Fig. 2;
Fig. 5 eine Schnittansicht längs der Linie V-V in Fig. 4;
Fig. 6 eine skizzenhafte Schnittansicht einer Möglichkeit der Verbindung zwischen
Oberteil und Bodenelement;
Fig. 7 eine seitliche Ansicht einer alternativen Ausführungsform nach der Erfindung;
Fig. 8 eine Draufsicht des Windsurfbrettes nach Fig. 7;
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel nach der Erfindung in einer schematischen
Seitenansicht;
Fig. 10 eine Schnittansicht längs der Linie X-X von Fig.9;
Fig. 11 eine Schnittansicht längs der Linie XI-XI von Fig. 9; und
Fig. 12 eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9.
[0019] Wie in der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 1 gezeigt, besteht ein allgemein mit
1 bezeichnetes Windsurfbrett nach vorliegender Erfindung aus zwei Hauptbestandteilen,
nämlich einem Bodenelement 2 und einem Oberteil 3. Das Bodenelement 2 wird durch ein
geeignetes Formverfahren aus einem mechanisch festen Werkstoff hergestellt. Derartige
Werkstoffe sind beispielsweise ABS, Polyäthylen- Schaum-Sandwich, Polyurethanintegralschaum,
SMC (sheet moulding compound) oder auch Holz bzw. Holz gepaart mit einem der genannten
Kunststoffe.
[0020] Wie gezeigt, enthält das Bodenelement 2 aus dem mechanisch festen Werkstoff sämtliche
üblicherweise vorhandenen Aggregate bzw. Befestigungspunkte für Aggregate, wie sie
bei derartigen Windsurfbrettern vorhanden sind, nämlich beispielsweise die Mastbuchsen
4, den Schwertkasten 5, und Befestigungen 6 für Fußschlaufen.
[0021] Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel enthält das Bodenelement 2 mindestens eine
Mittelrippe 7, welche entsprechend der gewünschten Flexibilität des Windsurfbrettes
1 gestaltet wird. Zum gleichen Zwecke kann (in den Zeichnungen nicht dargestellt)
das Bodenelement 2 noch zusätzliche Stringer enthalten, wobei sowohl hinsichtlich
der Mittelrippe 7 als auch der Stringer diese nicht notwendigerweise einstückig mit
dem Bodenelement 2 ausgebildet sein müssen. Beispielsweise können zu diesem Zwecke
in dem Bodenelement 2 schwalbenschwanzförmige Nuten oder ähnliche Kupplungsstücke
vorgesehen sein, in die entsprechende Kupplungsabschnitte der Stringer bzw. der Mittelrippe
7 eingeschoben werden können. Diese Ausführungsform ermöglicht es, durch entsprechende
Gestaltung der Mittelrippe oder der Stringer aus einer einzigen Art von flexiblem
Bodenelement Windsurfbretter völlig unterschiedlicher Form, insbesondere hinsichtlich
des Kielsprunges, herzustellen.
[0022] Zur Aussteifung und Verstärkung des hauptsächlichen Standbereiches des Windsurfbrettes
1 weist das Bodenelement 2 im Bereich des Hecks 8 einen brückenartigen Bauteil 9 auf,
welcher ebenfalls entweder einstückig mit dem Bodenelement 2 ausgebildet oder über
entsprechende Kupplungsabschnitte mit diesem verbindbar ist. Auf Einzelheiten dieses
brückenartigen Abschnittes 8 wird noch weiter unten Bezug genommen.
[0023] Zur Herstellung einer hydrodynamisch günstigen Form weist das Bodenelement 2 noch
seitliche hochgezogene Kanten 11, 12 auf, welche die bei vielen Brettypen gewünschten
kantenartigen scharfen Obergänge zum Boden bzw. die vorderen Ankielungen des Unterwasserschiffs
des Windsurfbrettes 1 aufweisen können.
[0024] Der in Fig. 1 beispielhaft veranschaulichte Oberteil 3 besteht bevorzugt aus einem
elastischen hautfreundlichen Material geringen spezifischen Gewichts. Beispiele derartiger
Materialien sind Polyäthylenschaum oder andere Schaumarten, Gummi, Neopren oder andere
flexible Werkstoffe. Andererseits kann der Oberteil 3 auch aus einer aufblasbaren
Gummi- oder Kunststoffblase bestehen. Der Oberteil 3 kann bei der Herstellung des
Windsurfbrettes 1 entweder direkt auf das Bodenelement 2 aufgeschäumt werden oder
als gesonderter Bauteil hergestellt und später mit dem fertigen Bodenelement 2 verbunden
werden. Möglichkeiten der Verbindung zwischen Oberteil 3 und Bodenelement 2 werden
weiter unten noch näher erläutert.
[0025] Auf jeden Fall wird das Oberteil 3, zumindest was die Aggregate 4, 5, 6 betrifft,
keinen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, und kann daher optimal hinsichtlich
der Hautfreundlichkeit und des geringen Gewichtes gewählt werden. Der Oberteil 3 gemäß
Fig. 1 ist noch mit entsprechenden Aussparungen 13,14, 15 versehen, die den Aggregaten
4, 5, 6 entsprechen. Ferner ist selbstverständlich der Oberteil 3 in seiner Form der
entsprechenden Fläche des Bodenelementes 2 angepaßt, mit welcher er zusammengefügt
wird.
[0026] Die Fig. 2 bis 5 zeigen die erfindungsgemäß vorgeschlagene Möglichkeit unter Verwendung
ein- und desselben Bodenelementes 2 zwei Windsurfbretter 1 völlig verschiedener Form
und Charakteristik durch entsprechende Formung des Oberteiles 3 herzustellen.
[0027] So zeigen Fig. 2 und 3 ein Starkwindbrett geringen Volumens, während das Volumen
des Windsurfbrettes 1 gemäß Fig. 4 und 5 durch entsprechende Ausbildung des Oberteiles
3 erheblich größer ist. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten wird auf die Beschreibung
von Fig. 1 verwiesen.
[0028] Die in Fig. 2 und 4 dargestellten Möglichkeiten können bei Verwendung einer lösbaren
Verbindung zwischen dem Oberteil 3 und dem Bodenelement 2 dahingehend genutzt werden,
daß beispielsweise mit einem Bodenelement 2 zwei verschiedene Oberteile 3 geliefert
werden, so daß dem Benutzer die Möglichkeit gegeben ist, je nach Einsatzzweck sein
Windsurfbrett zu verändern. Wegen der Materialcharakteristika des Oberteiles kann
es sich bei dieser Verbindung beispielsweise um eine Art Knöpfverbindung handeln,
bei welcher an entsprechenden Stellen an dem Bodenelement 2 befestigte Kupplungsteile
16 mit entsprechend geformten öffnungen 17 im Oberteil 3 verbunden werden können.
[0029] In den Figuren 7 bis 12 sind zwei weitere Ausführungsformen nach der Erfindung veranschaulicht,
bei denen der Oberteil 3 lediglich teilweise die Decksfläche 18 des Windsurfbrettes
1 bildet. Wie bei den anderen Ausführungsformen sind auch hier sämtliche Aggregate
13 bis 15 Bestandteil des Bodenelementes 2, während das Hauptvolumen des Windsurfbrettes
1 durch das Oberteil 3 gebildet wird. Bei den Ausführungsformen gemäß Figuren 7 bis
9 ist jedoch die Standfläche hinter den Mastfußhülsen 4 durch den brückenartigen Bauteil
9 gebildet, welcher als Fortsetzung der Mittelrippe 7 auch den Schwertkasten 5 bzw.
die in Fig. 7 angedeuteten Fußschlaufen 19 hält.
[0030] Der brückenartige Bauteil 9 kann, wie in Fig. 7-angedeutet, mit einem leichten Kunststoffschaum
20 ausgeschäumt sein. Bei alternativen Ausführungsformen kann eine aufblasbare Lufthülle
(nicht dargestellt) in dem Hohlraum zwischen dem Boden 21 und dem brückenartigen Bauteil
9 des Bodenelementes 2 eingeführt sein. Ferner ist es auch möglich, diesen Raum nicht
zu füllen oder gegebenenfalls mit Stützrippen 22 auszusteifen, wie sie in Fig. 11
angedeutet sind.
[0031] Es ist offensichtlich, daß durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Konstruktion
und das dazugehörige Herstellverfahren Windsurfbretter überragender Eigenschaften,
insbesondere hinsichtlich des erzielbaren niedrigsten Gewichtes auf einfache Weise
herstellbar sind. Bei der grundsätzlich zweiteiligen Bauweise lassen sich ohne Schwierigkeiten
die verschiedensten Brettformen herstellen. Ferner wird durch Verwendung eines vergleichsweise
flexiblen weichen Schaums für das Oberteil 3 die Verletzungsgefahr erheblich herabgesetzt.
[0032] Da vor der Zusammenfügung mit dem Oberteil 3 das Bodenelement 2 in jeder Hinsicht
zugänglich ist,kann man auch die gewünschte Längsflexibilität des fertigen Windsurfbrettes
durch Anbringen entsprechender Versteifungselemente optimieren. Ohne Schwierigkeiten
lassen sich beispielsweise auch Aluminiumbauteile od.dgl. mit einbauen. Da sämtliche
mechanischen Kräfte der dazugehörigen Aggregate von der mechanisch festen Bodengruppe
getragen werden, kann der das eigentliche schwimmfähige Volumen des Windsurfbrettes
1 bildende Kunststoffschaum ohne Rücksicht auf seine mechanische Festigkeit gewählt
werden.
[0033] Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale
und Vorteile der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher
Anordnungen, können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
1. Windsurfbrett mit einem Brettkörper aus Kunststoff und Kunststoffschaum und mit
mit dem Brettkörper verbundenen Aggregaten, wie Schwertkasten, Mastfußbefestigung,
Fußschlaufen, Finnen usw., dadurch gekennzeichnet , daß der Brettkörper, wie an sich
bekannt, aus einem Unterteil (2) mit harter Oberfläche und einem mit dem Unterteil
(2) verbundenen Oberteil (3) aus einem flexiblen Leichtkunststoffschaum besteht, daß
der Unterteil (2) als im wesentlichen starres Bodenelement (2) aus einem mechanisch
festen Werkstoff ausgebildet ist, und daß die Aggregate (4, 5, 6) derart mit dem Bodenelement
(2) verbunden sind, daß sämtliche mechanischen Kräfte von dem Bodenelement (2) aufgenommen
werden.
2. Windsurfbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenelement (2)
eine hochstehende Mittelrippe (7) aufweist und daß die Aggregate (4, 5, 6) im Bereich
der Mittelrippe (7) angeordnet sind.
3. Windsurfbrett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenelement
(2) mit Stringern versehen ist.
4. Windsurfbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Bodenelement (2) im Bereich des Hecks (8) des Windsurfbrettes (1) einen als brückenartiger
Bauteil (9) ausgebildeten Abschnitt aufweist.
5. Windsurfbrett nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der brückenartige Bauteil
(9) hohl ausgebildet ist und gegebenenfalls in dem brückenartigen Bauteil (9) eine
aufblasbare Kunststoff- oder Gummiblase vorgesehen ist oder der brückenartige Bauteil
(9) ausgeschäumt ist.
6. Windsurfbrett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem durch den brückenartigen
Bauteil (9) überbrückten Hohlraum Stützrippen (22) angeordnet sind.
7. Windsurfbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Bodenelement (2) aus einem der folgenden Materialien besteht: tiefgezogenes ABS, ein
Polyäthylen-Schaum-Sandwich-Material, ein Polyurethanintegralschaum, SMC (sheet moulding
compound), Holz oder Holz mit Kunststoff.
8. Windsurfbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung zwischen dem Oberteil (3) und dem Bodenelement (2) derart ausgebildet
ist, daß das Oberteil (3) abnehmbar und auswechselbar ist.
9. Windsurfbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Oberteil (3) den vorderen Bereich des Surfbrettes (1) bedeckt, während der im wesentlichen
die Standfläche bildende hintere Teil des Windsurfbrettes (1) durch den brückenartigen
Bauteil (9) gebildet ist.
10. Windsurfbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Bodenelement (2) als flexible Bodenplatte ausgebildet ist und daß auf der Bodenplatte
Kupplungsstücke vorgesehen sind, um verschieden geformte Stringer oder Längsrippen
(7) mit der Bodenplatte zu verbinden.
11. Verfahren zur Herstellung eines Windsurfbrettes nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Bodenelement aus einem mechanisch festen Werkstoff
hergestellt wird, welches sämtliche Befestigungen der Aggregate, wie Mastfuß, Schwertkasten,
Fußschlaufen, Finnen usw., enthält, und daß das Bodenelement mit einem aus einem Kunststoffschaum
hergestellten Oberteil verbunden wird.