[0001] Ausgangspunkt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Trimetallkontaktnieten
durch Kaltverschweissung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Ein solches Verfahren ist aus der US-A 4073425 bekannt geworden.
[0002] In Ausführung des bekannten Verfahrens werden von einem Drahtvorrat drei unterschiedlich
zusammengesetzte Drahtabschnitte mit übereinstimmenden Querschnitten abgetrennt und
in einer quer verschieblichen Führungsbuchse hintereinander fluchtend zwischen einer
in der Führungsbuchse verschiebbaren Stauchnadel und einem ausserhalb der Führungsbuchse
angeordneten Widerlager angeordnet. Üblicherweise besteht der mittlere Drahtabschnitt
aus Kupfer, wohingegen die beiden äusseren zumeist kürzeren Drahtabschnitte üblicherweise
aus Silber bestehen.
[0003] In einem ersten Verformungsschritt werden bei dem bekannten Verfahren zunächst nur
zwei der Drahtabschnitte kalt miteinander verschweisst, indem die Stauchnadel gegen
das festgehaltene Widerlager vorgeschoben wird, wobei in einem freien Raum vor der
Führungsbuchse im Bereich der Anstossflächen zweier Drahtabschnitte eine zur Kaltverschweissung
führende Durchmesservergrösserung eintritt, während die beiden übrigen Anstossflächen
sich noch innerhalb der Führungsbuchse befinden.
[0004] Im nächsten Verfahrensschritt wird der durch die Kaltverschweissung entstandene ringförmige
Wulst flach gepresst und anschliessend abgeschert, indem die drei Drahtabschnitte
durch die Stauchnadel aus der einen Führungsbuchse ausgeschoben und in eine gegenüberliegende
Führungsbuchse eingeschoben werden, in welcher eine weitere Stauchnadel vorschiebbar
angeordnet ist. Zwischen dieser Stauchnadel und einem weiteren ihr gegenüberliegenden
Widerlager werden die Drahtabschnitte in einem nachfolgenden Verformungsschnitt erneut
gestaucht, wobei nun jene beiden aneinanderliegenden Anstossflächen der Drahtabschnitte,
welche sich beim ersten Verformungsvorgang in der Führungsbuchse befanden, im freien
Raum liegen und eine zur Kaltverschweissung führende Querschnittsvergrösserung erfahren,
während die beiden im ersten Verformungsschnitt miteinander verschweissten Anstossflächen
jetzt in der betreffenden Führungsbuchse liegen und nicht erneut verformt werden.
[0005] Mit dem zweiten zur Kaltverschweissung führenden Verformungsvorgang wird zugleich
der Nietkopf des Trimetallniets vorgeformt, er wird in einem weiteren Arbeitsschritt
schliesslich mit einem besonderen Kopfmacherwerkzeug in seine endgültige Gestalt umgeformt.
[0006] Ein wesentlicher Nachteil des bekannten Verfahrens liegt darin, dass zur Herstellung
des Trimetallniets ausser den Schritten des Abschneidens und Positionierens der drei
Drahtabschnitte noch insgesamt vier Schritte zur plastischen Verformung nötig sind,
wobei zwischen diesen vier Verformungsschritten zum Teil noch neue Verformungswerkzeuge
in Position gebracht werden müssen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein für die Massenproduktion besonders
geeignetes Verfahren verfügbar zu machen, welches mit weniger Verformungsschritten
auskommt als das bekannte Verfahren.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Wesentlich ist hierbei, dass zunächst aus den drei Drahtabschnitten durch Kaltverschweissung
ein im wesentlichen zylindrischer Rohling mit vergrössertem Durchmesser hergestellt
wird und dass danach an einem Ende dieses Rohlings, wo sich das Edelmetall befindet,
durch Umformung der Nietkopf gebildet wird. Bei dem Stauchvorgang werden zum Zweck
der Bildung des im wesentlichen zylindrischen Rohlings die drei Drahtabschnitte vollständig
aus der Führungsbuchse herausgeschoben.
[0009] Die beim Stauchen auftretende Durchmesservergrösserung soll so gewählt werden, dass
eine einwandfreie Kaltverschweissung gewährleistet ist. Für die Metallpaarung Silber/Kupfer/Silber
wählt man deshalb zweckmässigerweise die im Anspruch 3 angegebenen Geschwindigkeitsverhältnisse
von Widerlager zu Stauchnadel. Bei einem Wert v
W/v
s<0,25 findet im Aussenbereich der Anstossflächen der Drahtabschnitte nur noch eine
fortschreitend unzureichende Verschweissung statt, während bei einem Wert von v
w/v
s oberhalb 0,5 die Querschnittszunahme für eine einwandfreie Kaltverschweissung zu
gering wird.
[0010] Beim Beginn des Stauchvorgangs liegt das Widerlager am Ende der Führungsbuchse an.
Zwischen dem Widerlager und der Stauchnadel, welche vom anderen Ende her in die Führungsbuchse
hineinragt, befinden sich die drei Drahtabschnitte, welche mit ihren einander zugewandten
Enden paarweise aneinanderliegen und mit den beiden äusseren Enden am Widerlager bzw.
an der Stauchnadel anliegen. Anschliessend wird die Stauchnadel mit der Geschwindigkeit
Vs in die Führungsbuchse hinein vorgeschoben und synchron dazu das Widerlager mit der
kleineren Geschwindigkeit
Vw von der Buchse zurückbewegt. Im Innern der Führungsbuchse kann eine Stauchung nicht
stattfinden, da die Wandung der Führungsbuchse einer Querschnittsvergrösserung der
Drahtabschnitte entgegensteht. Die Stauchung erfolgt vielmehr im Raum zwischen dem
Ende der Führungsbuchse und dem Widerlager, welches diesem Ende zugewandt ist. Die
Durchmesserzunahme erfolgt kontinuierlich entlang den Drahtabschnitten fortschreitend
während des Ausschiebens der Drahtabschnitte aus der Führungsbuchse. Die Querschnittszunahme
erfolgt nach der Beziehung

worin F, die Querschnittsfläche der Drahtabschnitte vor dem Stauchen und F
2 jene nach dem Stauchen bedeutet.
[0011] Dabei ist es unerheblich, ob beim Stauchen die Stauchnadel gegen das Widerlager oder
das Widerlager gegen die Stauchnadel bewegt wird. Wichtig ist, dass während des Stauchens
ein ausserhalb der Führungsbuchse liegender Raum vorhanden ist, in welchen hinein
die beim Stauchen eintretende Querschnittsvergrösserung erfolgen kann.
[0012] Während des Stauchens bedarf der gestauchte Abschnitt der Drähte nicht unbedingt
einer seitlichen Führung. Vorzugsweise wird jedoch dazu eine weitere Führungsbuchse
verwendet, deren lichter Querschnitt gerade F
2 oder geringfügig grösser ist. In dieser zweiten Führungsbuchse ist dann das Widerlager
verschieblich gelagert. Die zweite Führungsbuchse kann ferner in vorteilhafter Weise
dazu verwendet werden, den Rohling zu halten, während dieser zu einem Kopfmacherwerkzeug
überführt wird sowie ggfs. auch während des Kopfformvorgangs selbst.
[0013] Das Bilden des Nietkopfes an dem Rohling kann in bekannter Weise durch einen oder
zwei Verformungsschläge erfolgen. Bei Ausüben von zwei Verformungsschlägen wird das
mit Edelme
- tall belegte Ende des in einer Buchse steckenden Rohlings im freien Raum vor der
Buchse zunächst soweit vorgestaucht, dass es beim nachfolgenden zweiten Verformungsschlag
nicht mehr umknicken kann. Der zweite Verformungsschlag wird mit einem Pressstempel
(Kopfmacher) durchgeführt, der eine Ausnehmung besitzt, deren Kontur mit der Kontur
des Kontaktnietkopfs übereinstimmt. Falls nur ein Verformungsschlag ausgeführt wird,
so wird er mit dem Kopfmacher ausgeführt und das Vorstauchen entfällt.
[0014] Im Gegensatz zu dem eingangs erläuterten bekannten Verfahren benötigt das erfindungsgemässe
Verfahren vor dem Formen des Nietkopfes statt bisher vier Verformungsschritten nur
noch einen Verformungsschritt. Damit können Maschinen, welche nach dem erfindungsgemässen
Verfahren arbeiten, wesentlich kostengünstiger produzieren als solche, die nach dem
bekannten Verfahren produzieren. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass
der im wesentlichen zylindrische Rohling durch einen kontinuierlichen Fliessvorgang
des Werkstoffs erzeugt wird, wodurch die metallurgische Struktur sehr viel günstiger
und homogener wird als bei einem nach dem bekannten hergestellten Trimetallkontaktniet.
[0015] Vorteilhaft ist schliesslich auch, dass erfindungsgemäss Trimetallkontaktniete mit
besonders dünner Edelmetallauflage hergestellt werden können. Bei vorgegebenen Abmessungen
des fertigen Kontaktniets geht die Erfindung wegen der Bildung des zylindrischen Rohlings
mit durch Stauchen vergrössertem Durchmesser von dünneren und entsprechend längeren
Drahtabschnitten aus, als sie der Schaft des fertigen Trimetallkontaktniets aufweist.
Wenn man von dünneren Drahtabschnitten ausgeht, als dem Schaftdurchmesser des fertigen
Trimetallkontaktniets entspricht, dann kann der Volumenanteil des eingesetzten Edelmetalls
je Kontaktniet verringert werden. Es können nämlich nicht beliebig kurze Drahtstücke
abgeschnitten werden; wenn deshalb bei gleichbleibender Länge des edelmetallhaltigen
Drahtabschnittes dieses dünner gewählt werden kann als bisher, dann folgt die Edelmetalleinsparung
aus der Querschnittsverminderung. Erfahrungsgemäss benötigt man bei Silberdraht mit
dem Durchmesser D eine Mindestlänge der Drahtabschnitte von etwa 0,5 D bis 0,8 D,
wobei der untere Wert 0,5 D für sehr dicke und der obere Wert 0,8 D für sehr dünne
Drähte gilt. Kürzere Drahtabschnitte lassen sich kaum noch handhaben und weisen keine
hinreichend glatte, für das Kaltverschweissen geeignete Schnittfläche mehr auf.
[0016] Den geforderten grösseren Schaftdurchmesser des Trimetallkontaktniets erhält man
durch die Stauchung der Drahtabschnitte, bei der diese zugleich kalt miteinander verschweissen.
Die Länge der Drahtabschnitte wird durch die Stauchung im selben Ausmass verkürzt
wie der Querschnitt der Drähte zunimmt. Die Länge der Edelmetallabschnitte des durch
Stauchung gebildeten Rohlings und folglich die Dicke der Edelmetallauflage auf dem
fertig geformten Kontaktnietkopf kann daher kleiner sein, als dies möglich wäre, wenn
man zur Herstellung eines Trimetallkontaktniets mit denselben Aussenmassen von Drahtabschnitten
ausgehen würde, die bereits im Durchmesser mit dem Durchmesser des Schaftes des Trimetallkontaktniets
übereinstimmen.
[0017] Zur Illustration der möglichen Edelmetalleinsparung wird noch ein Zahlenbeispiel
angegeben:
Aus einem Kupferdrahtabschnitt von 9 mm Länge und 3 mm Durchmesser und aus zwei Silberdrahtabschnitten
von 2 mm Länge und 3 mm Durchmesser lässt sich nach einem Kaltschweissverfahren aus
dem Stand der Technik (z. B. DE-A 2 555 697) ein Trimetallkontaktniet herstellen,
welches folgende typische Abmessungen aufweist:

[0018] Nach dem Verfahren der Erfindung lässt sich ein Trimetallkontaktniet mit im wesentlichen
übereinstimmenden Aussenmassen herstellen aus einem Kupferdrahtabschnitt von 30 mm
Länge und 1,64 mm Durchmesser sowie aus zwei Silberdrahtabschnitten von je 1,5 mm
Länge und 1,64mm Durchmesser. Durch Stauchung wird daraus ein Rohling von 3 mm Durchmesser
und 9,90 mm Länge, wovon 2x0,45 mm auf Silber entfallen. Nach Bildung des Kopfes von
6 mm Durchmesser bei verbleibender Schaftlänge von 3,45 mm ergibt sich auf dem Kopf
eine Silberauflage mit einer durchschnittlichen Dicke von nur ca. 0,11 mm; dieselbe
Einsparung ergibt sich am Schaftende des Kontaktniets, wo beim Aufnieten ein weiterer
Nietkopf mit Silberauflage entsteht; die eingesetzte Silbermenge beträgt somit verglichen
mit dem zuvor beschriebenen Trimetallkontaktniet nur noch rund 20%. Durch die Silbereinsparung
ist bei gleichgebliebenem Kupfereinsatz die Höhe des Nietkopfes um 0,39 mm reduziert
worden. Falls nötig, kann dies durch einen erhöhten Kupfereinsatz ausgeglichen werden.
[0019] Die beigefügten Zeichnungen (Fig. 1 bis Fig. 10) zeigen schematisch ein Beispiel
für den Ablauf des erfindungsgemässen Verfahrens unter Darstellung der wichtigsten
Vorrichtungselemente, welche zur Durchführung des Verfahrens benötigt werden.
[0020] In einem Träger 1 befinden sich parallel zueinander zwei Schneidbuchsen 2 und 3 mit
übereinstimmender lichter Weite, welchen durch eine nicht dargestellte Beschickungseinrichtung
von einem Drahtvorrat in Richtung des Pfeils 4 ein Kupferdraht 5 und ein Silberdraht
6 zugeführt werden. Die beiden Drähte haben übereinstimmende Durchmesser (Fig. 1).
Die freien Enden der beiden Schneidbuchsen 2 und 3 liegen in einer Flucht mit einer
ebenen Oberfläche 10 des Trägers 1, an welcher entlang ein Schieber 7 verschieblich
ist. Der Schieber 7 besitzt parallel zu den Schneidbuchsen 2 und 3 eine durchgehende
Führungsbuchse 8 mit demselben Innendurchmesser, den auch die Schneidbuchsen 2 und
3 aufweisen. In der Führungsbuchse 8 ist eine Stauchnadel 9 verschieblich angeordnet.
[0021] Das Herstellungsverfahren beginnt damit, dass der Schieber 7 so verschoben wird,
dass die Führungsbuchse 8 mit der Schneidbuchse 3 fluchtet (Fig. 1); dabei wird die
Stauchnadel 9 so positioniert, dass ihr vorderes Ende 9a einen Abstand von der Oberfläche
10 einnimmt, der mit der Länge des ersten abzuschneidenden Silberdrahtabschnittes
6a übereinstimmt. Der Silberdraht 6 wird vorgeschoben, bis er am Ende 9a der Stauchnadel
anstösst, und dann wird der Schieber 7 in Richtung des Pfeils 11 (Fig. 1) bewegt,
wodurch der in der Führungsbuchse 8 steckende Silberdrahtabschnitt6a abgeschert wird.
[0022] Der Schieber 7 wird nun verfahren, bis die Führungsbuchse 8 mit der Schneidbuchse
2 fluchtet; gleichzeitig wird die Stauchnadel 9 um einen Weg zurückgezogen, der mit
der Länge des abzuschneidenden Kupferdrahtabschnittes 5a übereinstimmt (Fig. 2). Nun
wird der Kupferdraht 5 vorgeschoben in Richtung des Pfeils 4, bis er am Silberdrahtabschnitt
6a anstösst. Anschliessend wird der Schieber 7 in Richtung des Pfeils 12 (Fig.2) bewegt,
wodurch der Kupferdrahtabschnitt 5a abgeschert wird.
[0023] Durch das Verschieben des Schiebers 7 in Richtung des Pfeils 12 wird dieser zugleich
in die Flucht der Schneidbuchse 3 gebracht, in welcher der Silberdraht 6 steckt. Die
Stauchnadel 9 wird erneut ein kurzes Stück zurückgezogen, der Silberdraht 6 um dasselbe
Stück vorgeschoben und der aus der Schneidbuchse 3 vorstehende Silberdrahtabschnitt
6b abgeschert (Fig. 3). In der Führungsbuchse 9 befinden sich nun hintereinander und
mit ihren Stirnflächen aneinanderstossend ein erster Silberdrahtabschnitt 6a, ein
zweiter Silberdrahtabschnitt 6b und dazwischen ein längerer Kupferdrahtabschnitt 5a.
[0024] Der Schieber 7 wird nun in Richtung des Pfeils 12 weiter verschoben, bis die Führungsbuchse
8 mit einer zweiten Führungsbuchse 13 fluchtet, welche durchgehend in einem zweiten
Schieber 14 angeordnet ist, welcher parallel zum ersten Schieber 7 zwischen dem ersten
Schieber 7 und dem Träger 1 in einer stufenförmigen Ausnehmung 15 des Trägers 1 verschiebbar
ist (Fig.4). Die zweite Führungsbuchse 13 hat einen lichten Querschnitt, welcher z.B.
um den Faktor 3,5 grösser ist als der lichte Querschnitt der ersten Führungsbuchse
8. In der Führungsbuchse 13 ist ein im Träger 1 gelagerter Stössel 16 mit planer Endfläche
verschieblich geführt. Dieser Stössel 16 steht zunächst am Ende der Führungsbuchse
8 an, so dass die drei Drahtabschnitte 5a, 5b und 6a zwischen der Stauchnadel 9 und
dem Stössel 16 weitgehend spielfrei gehalten sind.
[0025] Nun wird die Stauchnadel 9 in Richtung des Pfeils 17 in die Führungsbuchse 8 hineingeschoben
und synchron dazu, aber mit um den Faktor 3,5 (siehe oben) verminderter Geschwindigkeit
der Stössei 16 in Richtung des Pfeils 17 zurückgezogen. Die Stauchnadel 9 presst also
die Drahtabschnitte 5a, 5b und 6a gegen den langsameren Stössel 16, welcher als Widerlager
dient. Die Folge davon ist, dass sich der Querschnitt der Drahtabschnitte 5a, 5b und
6a um den Faktor 3,5 erweitert; die Stauchung erfolgt beim Eintritt des Materials
von der ersten Führungsbuchse 8 in die zweite Führungsbuchse 13. Dabei verschweissen
die beiden Drahtabschnitte 5a und 6a sowie 5a und 6b miteinander und bilden einen
zylindrischen Rohling 18. Sobald das vordere Ende der Stauchnadel 9 die Oberfläche
10 erreicht hat, wird ihr Vorschub beendet und der Stössel 16 vollends aus der zweiten
Führungsbuchse 13 zurückgezogen. Der Schieber 14 wird nun in Richtung des Pfeils 19
(Fig. 5) verschoben, bis die Führungsbuchse 13 mit einer gleich weiten Führungsbuchse
20 im Träger 1 fluchtet. Zwischen zwei in diesen beiden Führungsbuchsen 13 und 20
geführten, verschieblichen Nadeln 21 bzw. 22 wird der Rohling 18 derart positioniert,
dass er auf eine Länge, welche mit der Schaftlänge des fertigen Trimetallkontaktniets
übereinstimmt, in die Führungsbuchse 20 hineinragt (Fig. 6).
[0026] Anschliessend werden die Führungsbuchse 20 und die Nadel 22 um eine gewisse vorwählbare
Strecke L in Richtung des Pfeils 23 zurückbewegt. Synchron dazu wird die Nadel 21
in dieselbe Richtung 23 bewegt (Fig. 7). Auf diese Weise entsteht zwischen dem Schieber
14 und der Führungsbuchse 20 ein freier Raum 24, in welchem der spätere Nietkopf vorgestaucht
wird. Dies geschieht durch Vorschub der Nadel 21 in Richtung des Pfeils 23 gegen die
ruhende Nadel 22 als Widerlager (Fig. 7). Durch das Vorstauchen des Kopfes wird erreicht,
dass beim folgenden Umformvorgang, durch den der Kopf fertig geformt wird, das aus
der Führungsbuchse 20 vorstehende Ende des Rohlings 18 nicht knickt.
[0027] Den Augenblick des Vorstauchens zeigt auch die Fig. 8, und zwar in einer um 90° gedrehten
Blickrichtung (Richtung des Pfeils 29 in Fig. 7). Nach dem Vorstauchen des Nietkopfes
wird die Vorstauchnadel 21 zurückgezogen und der Schieber 14 in Richtung des Pfeils
29 verschoben. Gleichzeitig wird ein Werkzeugschlitten 25 in Richtung des Pfeils 31
verschoben, welcher parallel zum Schieber 14 angeordnet ist. Im Werkzeugschlitten
25 sind die Vorstauchnadel 21 und ein als Kopfmacher dienender Stössel 26 parallel
zueinander gelagert. Durch das Verschieben gelangen der Kopfmacher 26 und eine zwischen
dem Kopfmacher 26 und dem Träger 1 liegende Öffnung 30 im Schieber 14 vor die Führungsbuchse
20 mit dem Rohling 18 darin. Der Kopfmacher 26 besitzt in seiner Stirnfläche, welche
sich normalerweise in Höhe der Stirnfläche der Führungsbuchse 20 in deren Ausgangslage
(Fig. 6 und 7) befindet, eine Ausnehmung 27, welche die Kontur des zu formenden Kontaktnietkopfes
aufweist.
[0028] Die Führungsbuchse 20 wird nun gemeinsam mit der darin steckenden Nadel 22 in Richtung
des Pfeils 28 geschoben und schlägt den vorgestauchten Rohling 18 gegen den ruhenden
Kopfmacher 26, wodurch der Kopf 32 seine endgültige Form erhält (Fig.9). Anschliessend
wird der Werkzeugschlitten 25 in Richtung des Pfeils 28 bewegt; er entfernt sich vom
Träger 1 und nimmt den Kopfmacher 26 und die Vorstauchnadel 21 mit, so dass das fertige
Trimetallkontaktniet 33 freigegeben wird. Anschliessend wird die Nadel 22 in Richtung
des Pfeils 28 vorgeschoben und wirft das fertige Trimetallkontaktniet 33, welches
bis dahin mit seinem Schaft 34 noch in der Führungsbuchse 20 steckte, aus dieser hinaus
(Fig. 10).
[0029] Auf der dargestellten Vorrichtung können zur Erhöhung des Ausstosses zwei Bearbeitungszyklen
parallel, aber zeitlich versetzt ablaufen. Dies ist in Fig. 5 angedeutet, wo gleichzeitig
mit dem Stauchen der Drahtabschnitte 5a, 6a und 6b zur Bildung eines Rohlings 18 dem
zuvor gefertigten Rohling 18 mit dem Kopfmacher 26 der Kopf angeformt wird.
1. Verfahren zur Herstellung von Trimetallkontaktnieten durch Kaltverschweissung mit
den folgenden Schritten:
- Anordnen von drei unterschiedlich langen Abschnitten (5a, 6a, 6b) von Draht unterschiedlicher
Zusammensetzung, aber von übereinstimmendem Querschnitt fluchtend hintereinander in
einer Führungsbuchse (8), deren lichter Querschnitt mit dem Querschnitt der Drahtabschnitte
übereinstimmt, zwischen einer in der Führungsbuchse (8) längsverschieblichen Stauchnadel
(9) und einem ausserhalb der Führungsbuchse (8) koaxial zur Stauchnadel (9) angeordneten
Widerlager (16) mit einer wirksamen Querschnittsfläche, welche grösser ist als die
Querschnittsfläche der Drahtabschnitte;
- Stauchen der Drahtabschnitte unter gleichzeitiger Querschnittsvergrösserung und
Kaltverschweissung der Drahtabschnitte;
- Formung des Nietkopfs an einem Ende der Anordnung aus den drei Drahtabschnitten,
dadurch gekennzeichnet, dass die drei Drahtabschnitte (5a, 6a, 6b) in einem Verformungsschritt
kontinuierlich fortschreitend zu einem im wesentlichen zylindrischen Kontaktnietrohling
gestaucht werden, indem - während die Stauchnadel (9) unter Ausstoss der drei Drahtabschnitte
in der Führungsbuchse (8) bis zu deren Ende in auf das Widerlager (16) zu weisender
Richtung bewegt wird - sich das Widerlager (16) in von der Stauchnadel (9) wegweisender
Richtung bewegt, dass hierbei die Geschwindigkeit des Widerlagers (16) kleiner ist
als die Geschwindigkeit der Stauchnadel (9) und dass beide Geschwindigkeiten in einem
konstanten Verhältnis zueinander stehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Geschwindigkeiten
der Stauchnadel (9) und des Widerlagers (16) einstellbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der
Geschwindigkeit (v
s) der Stauchnadel (9) und der Geschwindigkeit (v
w) des Widerlagers (16) bei Verwendung von Drahtabschnitten aus Kupfer einerseits und
aus Silber andererseits zwischen

vorzugsweise zwischen

gewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des Stauchens
der gestauchte Abschnitt der drei Drahtabschnitte in einer zweiten Führungsbuchse
(13) geführt wird, in welcher das Widerlager (16) verschieblich ist und deren lichter
Querschnitt sich zum lichten Querschnitt der ersten Führungsbuchse (3) verhält wie
die Geschwindigkeit der Stauchnadel (9) zur Geschwindigkeit des Widerlagers (16).
1. A method of producing trimetallic contact rivets by cold welding, comprising the
following steps:
- three segments (5a, 6a, 6b) of different lengths, which consist of wires that differ
in composition but have the same cross-section, are aligned one behind the other in
a guide bushing (8) having an inside cross-section which agrees with the cross-section
of the wire lengths, the wire segments are arranged between an upsetting needle (9),
which is longitudinally displaceable in the guide bushing (8), and an abutment (16),
which is disposed outside the guide bushing (8) and coaxial to the upsetting needle
(9) and has an effective cross-sectional area which exceeds the cross-sectional area
of the wire segments,
- the wire segments are upset with simultaneous increase of the cross-section and
cold welding of the wire segments,
- the rivet head is formed at one end of the assembly consisting of the three wire
segments, characterized in that wire segments (5a, 6a, 6b) are upset to form an approximately
cylindrical slug of the contact rivet in a shaping step in a continuously proceeding
operating in which the upsetting needle (9) is moved in the guide bushing (8) toward
the abutment (16) as far as to the end of the guide bushing so as to eject the three
wire segments and the abutment (16) is moved away from the upsetting needle (9) at
the same time at a velocity which is lower than that of the upsetting needle (9),
the two velocities having a constant ratio.
2. A method according to claim 1, characterized in that the ratio of the velocities
of the upsetting needle (9) and of the abutment (16) is adjustable.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that where wire sections of
copper and wire sections of silver are used, the ratio of the velocity (v
s) of the upsetting needle (9) and the velocity (v
w) of the abutment (16) is selected between

and preferably between
4. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the upset portion of
the three wire sections is guided during the upsetting operation in a second guide
bushing (13), in which the abutment (16) is displaceable and which has an inside cross-section
that is related to the inside cross-section of the first guide bushing (8) as the
velocity for the upsetting needle (9) to the velocity of the abutment (16).
1. Méthode de fabrication de rivets de contact à trois métaux par soudage à froid
comprenant les étapes suivantes:
- disposer trois segments (5a, 6a, 6b) de longueur différente et de composition différente,
mais de section transversale coïncidente, en alignement l'un derrière l'autre dans
une douille de guidage (8) dont la section transversale intérieure coïncide avec la
section transversale des segments de fil, entre une aiguille de refoulement (9) mobile
longitudinalement dans la douille de guidage (8) et une contre-butée (16) disposée
à l'extérieur de la douille de guidage (8) coaxialement à l'aiguille de refoulement
(9) et dont la surface active en section transversale est supérieure à la surface
en section transversale des segments de fil;
- refouler les segments de fil avec accroissement simultané de section transversale
et souda-
ge à froid des segments de fil; - former la tête de rivet à partir des trois segments
de fil à une extrémité de l'arrangement, caractérisée en ce qu'on refoule les trois
segments de fil (5a, 6a, 6b) progressivement et continûment dans une étape de déformation
pour en former une ébauche de rivet de contact approximative cylindrique, la contre-butée
(16) - pendant que l'aiguille de refoulement (9), pour expulser les trois segments
de fil, est déplacée dans la douille de guidage (8) jusqu'à l'extrémité de celle-ci
dans la direction allant vers la contre-butée (16) - se déplaçant dans la direction
indiquée par l'aiguille de refoulement (9), que la vitesse de la contre-butée (16)
est inférieure à la vitesse de l'aiguille de refoulement (9) et que les deux vitesses
sont dans un rapport mutuel constant.
2. Méthode selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport des vitesses
de l'aiguille de refoulement (9) et de la contre-butée (16) est réglable.
3. Méthode selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que
le rapport de la vitesse (v
s) de l'aiguille de refoulement (9) et la vitesse (v
w) de la contre-butée (16) est choisi, pour l'utilisation de segments de fil en cuivre
d'une part et en argent d'autre part, entre

de préférence entre
4. Méthode selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que
pendant le refoulement la portion refoulée des trois segments de fil est guidée dans
une seconde douille de guidage (13), dans laquelle la contre-butée (16) est mobile
et dont la section transversale intérieure est dans le même rapport à la section transversale
intérieure de la première douille de guidage (8) que la vitesse (vs) de l'aiguille de refoulement (9) à la vitesse (vw) de la contre-butée (16).