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EP 0 062 292 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.01.1986 Patentblatt 1986/04 |
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Anmeldetag: 31.03.1982 |
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Verfahren zum Herstellen einer Kühlemulsion sowie Verwendung derselben
Process for the preparation of a cooling emulsion, and its application
Procédé pour la préparation d'une émulsion de refroidissement ainsi que son application
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
04.04.1981 DE 3113724 20.08.1981 DE 3132886
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.10.1982 Patentblatt 1982/41 |
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Anmelder: Meinhardt, Horst |
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D-5419 Herschbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Zimzik, Henry
D-5419 Marienhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Bemerkungen: |
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The file contains technical information submitted after the application was filed
and not included in this specification |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Kühlemulsion, insbesondere
zum Einsatz als Bohr-, Schneid- und Schleifhilfsmittel in der metallverarbeitenden
Industrie, bei dem an sich wasserunlösliche organische Substanzen in Wasser emulgiert
werden, sowie die Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Kühlemulsion.
[0002] Bohr-, Schneid- und Schleifemulsionen werden allgemein zur Kühlung von Sägen, Schleifgeräten,
Bohrmaschinen und ähnlichem eingesetzt, um die beim Bearbeiten von Werkstücken auftretende
Wärme abzuführen und dadurch einen erhöhten Verschleiß der Werkzeuge, welcher bei
übermäßiger Erhitzung derselben auftritt, zu vermeiden. Bisher wurden zu diesem Zweck
sogenannte Bohröle eingesetzt, die im wesentlichen wasserlöslich gemachte Mineralöle
waren. Die Wasserlöslichkeit der Mineralöle wird meist dadurch erreicht, daß eine
Mischung Harzöl, Olein oder ähnlichem so lange mit Natronlauge versetzt wird, bis
sich das Endprodukt glatt mit Wasser emulgieren läßt. Anstelle der Mineralöle werden
auch Sulfidablaugen, Teeröle und Altöle eingesetzt, welche im wesentlichen nach dem
gleichen Verfahren wasserlöslich gemacht werden. Derartigen Produkten werden häufig
noch desinfizierende und rostverhütende Anteile wie Nitrit, Chromverbindungen oder
andere Stoffe zugemischt.
[0003] Die derart hergestellten Produkte sind zwar als Kühlemulsionen geeignet, besitzen
jedoch den Nachteil, hautschädigend zu sein. Die Hautschäden können in Form der sogenannten
« Bohröl-krätze » bis zur Invalidität des die Werkzeuge bedienenden Facharbeiters
führen. Ein weiterer Nachteil derartiger Bohröle besteht darin, daß sie aufgrund der
strengen Umweltgesetze in Abfackelungsanlagen nach Verbrauch vernichtet werden müssen
oder die Vorfluter von Abwasseranlagen unerwünscht überlasten, da diese Bohröle nach
dem Stand der Technik nicht biologisch abbaubar sind.
[0004] Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
eines Bohröls bzw. ein Bohröl zu schaffen, dessen Verwendung keine Hautschäden hervorruft,
welches zur Vermeidung von Abfallproblemen biologisch abbaubar ist, sowie eine gute
Wärmeableitung zur Erzielung einer hohen Lebensdauer der Werkzeuge, bei deren Gebrauch
es eingesetzt wird, zu erzielen.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zunächst eine Mischung aus etwa
3 bis 15 Gew.-% Naturwachs(en) tierischen und/ oder pflanzlichen Ursprungs, 0,1 bis
0,45 Gew.-% eines nicht-ionischen Tensids, Rest zu etwa 50 Gew.-% aus Wasser, zu etwa
37,5 Gew.-% aus Di-Ethanolamin(en) und zu etwa 12,5 Gew.-% aus Tri-Ethanolamin(en)
bestehendes wäßriges Di/tri-Entanolgemisch, hergestellt, als dann die Mischung unter
Umrühren zum Sieden gebracht, nach Dispersion des Wachsanteils unter Rühren auf eine
Umsetztemperatur abgekühlt wird und nach erfolgter Aminierung des Wachsanteils durch
das Di/Tri-Ethanolgemisch auf Verwendungstemperatur heruntergekühlt wird.
[0006] Ferner bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Kühlemulsion in ungefähr 2,5-5 %iger (Gew.-%) wässriger Lösung
mit einem pH-Wert von 8-9 als Bohr-, Schneid- oder Schleifhilfsmittel.
[0007] Es wurde festgestellt, daß alle nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Emulsionen von guter Hautverträglichkeit sind und nicht zu der befürchteten Bohröl-Krätze
führen. Es konnte sogar gefunden werden, daß bei Facharbeitern, die mit derartigen
Bohrölen in Berührung kommen, ein Abklingen der Krätze-Symptome auftrat, wenn statt
der üblichen Bohröle das erfindungsgemäße Bohröl eingesetzt wurde. Bei allen Versuchspersonen
zeigte sich eine auffällige Besserung der Hautschädigungen bereits nach zwei Tagen,
nachdem das erfindungsgemäße Bohröl anstatt herkömmlicher eingesetzt worden war. Sogar
in einem Fall schwerer Nagelbettentzündung an allen Fingern beider Hände konnte nach
einiger Zeit der Verwendung der erfindungsgemäßen Emulsion ein völliges Abheilen der
Entzündung beobachtet werden.
[0008] Außer diesem physiologischen Effekt zeigt die erfindungsgemäße Kühlemulsion auch
in ihrer Wirkungsweise als Bohröl bessere Eigenschaften als bisher bekannte Emulsionen.
Die Bohr-, Schneid- und Schleifemulsionen besitzen eine überdurchschnittliche Wärmeableitfähigkeit,
so daß eine rasche Abkühlung der Arbeitsstelle durch Wärmeabgabe an die Gesamtkühlflüssigkeit
im Vorratsbehälter bewirkt. Ferner konnte beobachtet werden, daß beispielsweise die
Schnittflächen bei Gußeisen (Grauguß) glattere Schnittflächen bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Schneidemulsion aufweisen, als bisher mit herkömmlichen erreicht werden konnten, wobei
überraschenderweise eine geringere Abnutzung der Werkzeuge beobachtet werden konnte.
Dies könnte auch auf die hervorragenden Gleiteigenschaften der erfindungsgemäßen Emulsion
zurückzuführen sein, da bereits bei dem Einsatz in Werkzeugmaschinen anhand des ruhigen
Laufes eine Verbesserung der Arbeitsweise gegenüber derjenigen mit bekannten Bohrölen
festgestellt werden kann. Schließlich ist die erfindungsgemäße Emulsion antikorrosiv
und führt bei den bearbeiteten Gegenständen nicht zum Auftreten von Oxidationen.
[0009] Abweichungen in der Zusammensetzung der Konzentration, insbesondere eine Verringerung
des Gehaltes der erfindungsgemäßen Bohremulsionen führt zu erhöhtem Verschleiß der
Werkzeuge, schlechterer Wärmeableitung, zerrissenen Schnittflächen, sowie am Werkstück
häufig zu Materialbruch.
[0010] Falls die erfindungsgemäße Konzentration überschritten wird, tritt nachteiligerweise
ein Verkleben von abgehobenen Spänen oder des Schleifstaubes ein, während die Schleifscheiben
schließen und nach kurzem Arbeitsvorgang ausgewechselt werden müssen.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Bohr-, Schneid- und Schleifemulsionen
besteht darin, daß sie vollständig biologisch abbaubar sind und daher das bisher notwendige
Sammeln und Vernichten der verbrauchten Bohröle in einer Abfackelungsanlage entfällt.
Stattdessen können verbrauchte Bohremulsionen einfach in die Abwasseranlagen abgeleitet
werden, in welchen sie ohne Belastung der Vorfluter von Abwasseranlagen verarbeitet
werden können.
[0012] Üblicherweise werden im erfindungsgemäßen Verfahren organische und/oder pflanzliche
Wachse, bevorzugt aus Pflanzen der Gattung Copernicia mit einem Zusatz eines handelsüblichen
Emulgators, vorzugsweise eines nichtionischen, verarbeitet wird. Dabei werden etwa
1 bis 3 Gew.-Teile pro 10 bis 15 Gewichtsteilen Wachs eingesetzt. Ferner werden 41
Gewichtsteile eines DiITri-Ethanolgemisches, sowie ein antikorrosives metallbenetzendes
Desinfektionsmittel mit bakteriziden und fungiziden Eigenschaften, welche das Wachstum
von Virusarten, Salmonellen, Klebsiellen und anderen Problemkeimen verhindern, zugesetzt.
Bevorzugt wird etwa 1 bis 2 Gew.-% Konservierungsmittel der Gesamtformulierung eingesetzt.
Ferner kann ein Zitronenschalenauszug mit hautschonenden Eigenschaften bis zu 1 %
der Gesamtformulierung untergemischt werden.
[0013] Üblicherweise wird eine erfindungsgemäße Emulsion dadurch hergestellt, daß Wachs,
Emulgator, Di- und Tri-Ethanolamine zusammen erhitzt und nach Auflösung des Wachsanteiles
unter Rühren bis zum Umschlagspunkt abgekühlt werden. Üblicherweise liegt die Umschlagstemperatur
im Bereich von etwa 84-93 °C.
[0014] Nach Abkühlen der Emulsion und Erreichen der Stabilität bei etwa 50 °C wird Konservierungsmittel
und gegebenenfalls Zitronenschalenauszug zugefügt.
[0015] Diese derart erhaltene Emulsion wird zum Gebrauch als Schleif-, Bohr- oder Schneidhilfsmittel
auf das 20- bis 30fache verdünnt.
[0016] Diese Verdünnung kann gegebenenfalls erst am Einsatzort mittels Wasser erfolgen.
[0017] Als Di-Triethanolgemisch wird überlicherweise ein handelsübliches Gemisch verwandt,
welches aus 75 Teilen Di- und 25 Teilen Tri-Ethanolamin besteht und sich in 50 %iger
wässriger Lösung befindet. Die Wachsanteile der erfindungsgemäßen Emulsion sollten
zwischen etwa 10 bis 15 % liegen.
[0018] Als Konservierungsmittel wird bevorzugt eine wässrige Lösung von Dioktylaminoäthylglyzinlaktat
und Alkylaminoäthylglyzin-Hydrochlorid, wie es von der Firma Goldschmidt, Essen/Ruhr,
Goldschmidtstraße unter dem Warenzeichen « TEGO vertrieben wird.
[0019] Die weiteren Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung in der Ausführungsbeispiele erläutert sind.
Beispiel 1
[0020] 10 Gewichtsteile eines pflanzlichen Wachses, gewonnen aus Pflanzen der Gattung Copernicia,
werden mit 82 Gewichtsteilen einer Mischung bestehend aus 50 Gewichtsprozent H
20, 12,5 Gew.-% Tri-Ethanolamin und 37,5 Gew.-% Di-Ethanolamin, sowie 0,1 Gew.-Teilen
Kokosfettsäurediethanolamid als Emulgator unter Rühren zum Sieden gebracht und nach
Auflösen des Wachses bei Siedetemperatur der Mischung unter weiterem Rühren bis zum
Umschlagspunkt im Bereich bei 90 °C abgekühlt. Sodann werden zwei Gewichtsteile eines
handelsüblichen Konservierungsmittel, einer Mischung aus Di-oktylamino- äthylglycinlaktat
und Alkylaminoäthylglycinhydrochlorid untergeführt.
[0021] Diese Emulsion kann als Konzentrat für die Herstellung von Schneid-, Bohr- oder Schleifemulsionen
eingesetzt werden.
Beispiel 2
[0022] 15 Gewichtsteile eines Wachses werden mit 80 Gewichtsteilen einer Mischung, bestehend
aus 50 Gew.-% H
20, 12,5 % Tri-Ethanolamin und 37,5 Gew.-% Di-Ethanolamin und 0,1 Gew.-% eines handelsüblichen,
nichtionischen Emulgators zum Sieden gebracht und nach vollständiger Aminierung auf
eine Temperatur von 50 °C abgekühlt. Anschließend wird ein handelsübliches Konservierungsmittel
mit 1 % der Gesamtmischung zugesetzt. Diese Emulsion kann zur Verwendung als Schleif-,
Bohr- oder Schneidemulsion mit Wasser mit zum 35fachen verdünnt werden, wobei sich
ein pH-Wert zwischen 8 und 9 einstellt.
Beispiel 3
[0023] Eine Emulsion wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt, wobei 3 Gewichtsteile
Aminoseife unter Rühren zur Ausgangsmischung zugefügt werden. Die mit Aminosäure hergestellte
Emulsion eignete sich verdünnt ebenfalls zum Einsatz als Bohr-, Schleif- oder Schneidhilfsmittel.
Beispiel 4
[0024] Eine Emulsion wurde, wie in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt, wobei jedoch 0,5-2
Gew.-% Natriumseife der Ausgangsmischung zugesetzt wurden.
Beispiel 5
[0025] Eine Emulsion wurde, wie in Beispiel 1 oder 2 beschrieben, hergestellt, wobei 0,5-2
Gew.-% Kaliumseife zusätzlich der Ausgangsmischung zugesetzt wurden.
Beispiel 6
[0026] Die Emulsion des Beispiels 1 wurde zum Einsatz als Schneidöl auf das 35fache mit
Wasser verdünnt, wobei diese verdünnte Emulsion einen pH-Wert von 10 aufwies. Es wurde
eine Kreissäge mit einem Kreissägeblatt von 15 mm Durchmesser eingesetzt. Bei Verwendung
der erfindungsgemäßen Emulsion mußte das Trennblatt nach 2800 Trennungen ausgewechselt
werden.
[0027] Ein Vergleichsversuch mit einem herkömmlichen Schneidöl zeigte, daß das Kreissägeblatt
bereits nach 1 200 Trennungen ausgewechselt werden mußte. Ferner wurde beobachtet,
daß die Maschine weniger gleichmäßig und ruhig als bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Emulsion als Schneidöl lief.
Beispiel 7
[0028] Eine 3 %ige Mischung der Emulsion des Beispieles 2 in Wasser mit einem pH-Wert zwischen
8 und 9 wurde als Bohremulsion in einer Radialbohrmaschine eingesetzt.
[0029] Die Bohrmaschine arbeitet zufriedenstellend, es wurde insbesondere keine Rostbildung
an den Metallteilen becbachtet, die mit der Bohremulsion in Berührung kamen. Ein Verkleben
der Maschine oder von Teilen wurde nicht beobachtet. Die erfindungsgemäße Emulsion
eignet sich als Bohremulsion.
Beispiel 8
[0030] Eine 3 %ige Mischung der Emulsion des Beispieles 1, mit Wasser auf das 35fache verdünnt,
wurde in einer aus MSO-Schleifmaschine eingesetzt.
[0031] Es wurde beobachtet, daß die Schleifscheibe offen blieb, die Teile nicht verklebten
und der Schleifstaub sich gut absetzte. Es wurde keine Rostbildung an Metallteilen
beobachtet, Hautunverträglichkeiten beim Bedienungspersonal blieben aus.
[0032] Die erfindungsgemäße Emulsion eignet sich als Schleifemulsion.
[0033] Bei den Emulsionen der Beispiele 1 bis 5 wurde jeweils 1 Gew.-% öliger Zitronenschalenauszug
zugesetzt, welcher einen hautschonenden Effekt besitzt.
[0034] Die Eigenschaften als Bohr-, Schleif- oder Trennemulsion wurden durch diesen hautschonenden
Zusatz nicht verschlechtert.
[0035] Die in der vorstehenden Beschreibung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Verfahren zum Herstellen einer Kühlemulsion, insbesondere zum Einsatz als Bohr-,
Schneid- und Schleifhilfsmittel in der metallverarbeitenden Industrie, bei dem an
sich wasserunlösliche organische Substanzen in Wasser emulgiert werden, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst eine Mischung aus etwa 3 bis 15 Gew.-% Naturwachs(en) tierischen und/oder
pflanzlichen Ursprungs, 0,1 bis 0,45 Gew.-% eines nicht-ionischen Tensids Rest zu
etwa 50 Gew.-% aus Wasser, zu etwa 37,5 Gew.-% aus Di-Ethanolamin(en) und zu etwa
12,5 Gew.-% aus Tri-Ethanolamin(en) bestehendes wäßriges Di/Tri-Ethanolgemisch hergestellt,
alsdann die Mischung unter Umrühren zum Sieden gebracht, nach Dispersion des Wachsanteils
unter Rühren auf eine Umsetztemperatur abgekühlt wird und nach erfolgter Aminierung
des Wachsanteils durch das Di-Tri-Ethanolgemisch auf Verwendungstemperatur heruntergekühlt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zunächst hergestellte
Mischung 3 bis 6 Gew.-% Naturwachs(e) aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Emulgator eine
Aminoseife des Types Stearinfettsäuretriethanolamid mit 6-10 % freiem Amin verwendet
wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mischung nach der Auflösung des Wachsanteiles auf eine Umsetztemperatur von ca. 84
bis 93 °C abgekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mischung für eine Zeitdauer von etwa 10-20 Minuten auf der Umsetztemperatur gehalten
wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mischung nach Abschluß der Umsetzung zunächst auf eine Temperatur von ca. 50 °C abgekühlt
wird, alsdann weitere Zuschlagstoffe zugesetzt werden, und erst anschließend das Herunterkühlen
auf Verwendungstemperatur erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Zuschlagstoff
ein desinfizierendes, antikorrosives metallbenetzendes Konservierungsmittel mit einem
Anteil von, bezogen auf die Gesamtmischung, ca. 1 bis 2 Gew.-% zugesetzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Konservierungsmittel
eine Mischung von Dioctylaminoethylglycerinlaktat und Alkylaminoethylglycinhydrochlorid
verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer
Zuschlagstoff ein öliger Zitronenschalenextrakt mit einem Anteil von, bezogen auf
die Gesamtmischung, ca. 1 Gew.-% zugesetzt wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der pH-Wert der Kühlemulsion auf ca. 10 bis 11 eingestellt wird.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mischung 5 bis 10 Gew.-% Öl(e), vorzugsweise pflanzlichen Ursprungs zugesetzt
werden.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mischung 1 bis 3 Gew.-% Aminoseife(n) zugefügt werden.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mischung 0,5 bis 2 Gew.-% Natrium- und/oder Kaliumseifen zugesetzt werden.
14. Verwendung der nach dem Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche hergestellten
Kühlemulsion in ca. 2,5- bis 5-prozentiger (Gew.-%) wässriger Lösung mit einem pH-Wert
von 8 bis 9 als Bohr-, Schneid- oder Schleifhilfsmittel.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die wässrige Lösung ca.
3 Gew.-% Kühlemulsion enthält.
1. A process for the preparation of a coolant emulsion, more particularly for use
as a boring or drilling, cutting and grinding coolant in the metalworking industry,
in which organic substances which are of themselves water-insoluble are emulsified
in water, characterised in that a mixture is first made from about 3 to 15 % by weight
of natural wax(es) of animal and/or vegetable origin, 0.1 to 0.45 % by weight of a
non-ionic surfactant, remainder an aqueous di/tri-ethanol mixture consisting of about
50 % by weight of water, about 37.5 % of di-ethanolamine(s) and about 12.5 % by weight
of tri-ethanolamine(s), the mixture is then boiled with stirring, the wax fraction
is dispersed and the mixture cooled with stirring to a reaction temperature, the wax
fraction is aminated by the di/tri-ethanol mixture, and then the mixture is cooled
to the temperature of use.
2. A process according to claim 1, characterised in that the initial mixture contains
3 to 6 % by weight of natural wax(es).
3. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the emulsifier used
is an ammo- soap of the stearic fatty acid triethanol amide type with 6-10 % free
amine.
4. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that after
dispersion of the wax fraction the mixture is cooled to a reaction temperature of
about 84 to 93 °C.
5. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that the
mixture is kept at the reaction temperature for a period of about 10-20 minutes.
6. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that on
completion of the reaction the mixture is first cooled to a temperature of about 50°C,
whereupon further additives are added, and only then is the mixture cooled to the
temperature of use.
7. A process according to claim 6, characterised in that one of the other additives
is a disinfectant anticorrosive metal-wetting preservative in a proportion of about
1 to 2 % by weight based on the total mixture.
8. A process according to claim 7, characterised in that the preservative used is
a mixture of dioctyl aminoethyl glycerin lactate and alkylamino ethyl glycine hydrochloride.
9. A process according to any one of claims 6 to 8, characterised in that another
additive used is an oily lemon peel extract in a proportion of about 1 % by weight
based on the total mixture.
10. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that
the pH of the coolant emulsion is adjusted to about 10-11.
11. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that
5 to 10 % by weight of oil(s), preferably of vegetable origin, are added to the mixture.
12. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that
1 to 3 % by weight of amino soap(s) are added to the mixture.
13. A process according to any one of the preceding claims, characterised in that
0.5 to 2 % by weight of sodium and/or potassium soaps are added to the mixture.
14. Use of the coolant emulsion prepared by the process according to any one of the
preceding claims, in an approximately 2.5 to 5 % (by weight) aqueous solution with
a pH of 8-9, as a drilling or boring, cutting or grinding coolant.
15. Use according to claim 14, characterised in that the aqueous solution contains
about 3 % by weight of coolant emulsion.
1. Procédé de préparation d'une émulsion réfrigérante à utiliser en particulier en
tant que produit auxiliaire de perçage, de coupe et de meulage dans l'industrie du
travail des métaux, dans lequel on émulsionne dans l'eau des substances organiques
normalement insolubles dans l'eau, caractérisé par le fait que l'on prépare d'abord
un mélange d'environ 3 à 15 % en poids de cire(s) naturelle(s) d'origine animale et/ou
végétale, 0,1 à 0,45 % en poids d'un agent tensioactif non ionique, le solde étant
un mélange aqueux de di/tri-éthanolamines consistant, pour environ 50 % en poids,
en eau, pour environ 37,6 % en poids, en di-éthanolamine(s) et, pour environ 12,5
% en poids, en tri-éthanolamines(s), on porte ensuite le mélange à l'ébullition sous
àgitation, on refroidit sous agitation, après dispersion de la cire contenue, à une
température de réaction et, après amination de la cire contenue par le mélange de
di- et tri-éthanolamines, on refroidit à la température d'utilisation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le mélange préparé
en premier contient de 3 à 10% en poids de cire(s) naturelle(s).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'on utilise, en
tant qu'agent émulsionnant, un savon aminé du type triéthano- lamide d'acides gras
stéariques contenant 6 à 12% d'amine libre.
4. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait que,
après dissolution de la cire contenue, on refroidit le mélange à une température de
réaction d'environ 84 à 93 °C.
5. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait que
l'on maintient le mélange à la température de réaction pendant une durée d'environ
10 à 20 minutes.
6. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait que,
après la réaction, on refroidit d'abord le mélange à une température d'environ 50
°C, on ajoute ensuite les autres additifs et on refroidit alors à la température d'utilisation.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que l'on utilise, en
tant qu'autre additif, un conservateur désinfectant, anticorrosion, mouillant les
métaux, en proportions d'environ 1 à 2 % du poids du mélange total.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par le fait que l'on utilise, en
tant que conservateur, un mélange de lactate de dioctyla- minoéthylglycérol et d'un
chlorhydrate d'alkyla- minoéthylglycine.
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé par le fait qu'on utilise,
en tant qu'autre additif, un extrait huileux d'écorce de citron, en proportions d'environ
1 % du poids du mélange total.
10. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait
que l'on règle le pH de l'émulsion réfrigérante à un niveau d'environ 10 à 11.
11. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait
que l'on ajoute au mélange de 5 à 10 % en poids d'huile(s), de préférence d'origine
végétale.
12. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait
que l'on ajoute au mélange de 1 à 3 % en poids de savon(s) aminé(s).
13. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé par le fait
que l'on ajoute au mélange de 0,5 à 2 % en poids de savons de sodium et/ou de potassium.
14. Utilisation de l'émulsion réfrigérante préparée par le procédé selon l'une des
revendications qui précèdent, en solution aqueuse à une concentration d'environ 2,5
à 5 % en poids et à un pH de 8 à 9, en tant que produit auxiliaire de perçage, de
coupe ou de meulage.
15. Utilisation selon la revendication 14, caractérisée en ce que la solution aqueuse
contient environ 3% en poids de l'émulsion réfrigérante.