[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizungs- und Lüftungsanlage für eine Gebäudeeinheit
mit mehreren Räumen, mit einem relativ trägen Grundheizsystem, insbesondere einer
Wand- oder Fußbodenheizung, und einem Zusatzheizsystem in Form einer schnell regelbaren
Luftheizung, die mit von außen geführter Frischluft gleichbleibender Menge gespeist
wird und für alle Räume Frischluft mit einer einheitlichen Temperatur zur Verfügung
stellt.
[0002] Die üblichen Heizsysteme, die mit Heizkörpern in Form von Radiatoren arbeiten, und
insbesondere auch die Flächenheizungen, wie Fußboden- oder Wandheizungen, haben eine
große thermische Trägheit. Dies bedeutet, daß sie nur langsam auf Temperaturschwankungen
in dem betreffenden Raum reagieren, so daß der Istwert der Temperatur von dem z. B.
an einem Thermostaten eingestellten Sollwert vorübergehend erheblich abweichen kann.
Die Lüftung der Räume wird von den Raumbenutzern durch Fensteröffnen bewirkt. Dabei
treten große Temperatursprünge auf und große Wärmeverluste, weil eine Wärmerückgewinnung
aus der Luft so nicht möglich ist, und weil die Heizkörper gerade bei offenem Fenster
große Wärmemengen abgeben.
[0003] Demgegenüber reagiert eine Warmluftheizung, bei der erwärmte Luft in den Raum gefördert
wird, relativ schnell. Warmluftheizungen haben jedoch den Nachteil, daß Luft eine
nur geringe Wärmeaufnahmekapazität hat, so daß bei ausschließlicher Warmluftbeheizung
eines Raumes erhebliche Luftmengen zugeführt werden müssen. Um trotz großer Luftmengen
mit wenig Heizenergie auszukommen, wird bei diesen Systemen Umluft verwendet, d. h.,
es wird die Luft aus den Räumen zum Lüftungsgerät zurückgesandt und dort wieder erwärmt.
Dabei werden störende Gerüche in alle beheizten Räume übertragen. Außerdem wird beigemischte
Frischluft jederzeit gleichmäßig auf alle Räume verteilt, also auch auf unbenutzte
Räume, so daß benutzte Räume zu wenig Frischluft erhalten. Eine zeitweilige Absenkung
der Raumtemperatur ist mit Komfortminderung verbunden, weil für Abstrahlung an Fenster
und kalte Wände kein Ausgleich durch Wärmestrahlung von warmen Heizflächen vorhanden
ist.
[0004] Die Erfindung geht aus von einer aus DE-A-2 041 961 bekannten kombinierten Heizungsanlage,
die aus einem trägen Heizsystem bestehen, das einen Teil der Wärmelast deckt, und
bei der der restliche Wärmebedarf sowie der Frischluftbedarf durch eine Luftheizung
gedeckt wird. Die Luft wird aus der Außenluft als Frischluft angesaugt, in Abhängigkeit
von der Außentemperatur erwärmt und in den Raum eingeführt. Die Raumluft wird anschließend
ins Freie abgeleitet. Hierbei ist jedoch die Anpassung an den tatsächlichen momentanen
Wärmebedarf des Raumes langsam, weil die Raumtempeaturregelung durch das träge Grundheizsystem
erfolgt. Durch die dauernd erfolgende Lüftung auch der unbenutzten Räume geht viel
Energie verloren.
[0005] In FR-A-2 321 666 ist ein kombiniertes Lüftungssystem beschrieben, bei dem eine Grundheizung
in Form einer Fußbodenheizung und außerdem eine Zusatzheizung in Form einer Luftheizung
vorgesehen sind. Die Luft wird aus dem Raum angesaugt, durch den beheizten Fußboden
geleitet und wieder in den Raum eingeblasen. Durch die kombinierte Heizung wird ein
Teil der Wärmeenergie dem Raum als Strahlungswärme und ein weiterer Teil der Wärmeenergie
als Konvexionswärme zugeführt. Eine Lüftung ist hierbei nicht vorgesehen. Auch die
Anpassung an Temperaturschwankungen im Raum ist relativ langsam.
[0006] US-A-4060123 beschreibt eine Heiz- oder Kühleinheit für Hotelzimmer u. dgl. Dabei
wird durch das Betätigen eines Schlüssels oder einer Codekarte ein Anwesenheitsdetektor
aktiviert, der das Heiz- oder Kühlgerät auf eine höhere Leistung umschaltet. Auf diese
Weise wird erreicht, daß das Gerät mit geringer Energie arbeitet, wenn keine Person
in dem Raum anwesend ist, und seine volle Leistung erst entwickelt, wenn der Schlüssel
bzw. die Codekarte betätigt worden ist. Ein thermisch träges Grundheizsystem ist hierbei
nicht vorgesehen.
[0007] Schließlich ist aus DE-A-1 908 500 ein zentrales Luftheizungssystem für mehrere Räume
bekannt, bei dem die Luft für alle Räume gleichmäßig beheizt wird. Der Einlaßkanal
zu jedem der Räume weist eine von einem Thermostaten gesteuerte Luftklappe auf. Die
Stellungen sämtlicher Luftklappen werden abgetastet und zur Steuerung eines Motors
benutzt, der die Zufuhr von Heizenergie zu der die zugeführte Frischluft heizenden
Heizquelle steuert. Auch hier ist ein Grundheizsystem nicht vorhanden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizungs- und Lüftungsanlage zu schaffen,
bei der die Heizung und Lüftung der einzelnen Räume in dem Maße erfolgt wie diese
Räume genutzt werden, um einen unnötigen Aufwand an Heizungsenergie zu vermeiden.
Dabei soll ein zeitweiliges Absenken und Wiederanheben der Raumtemperatur schnell
erfolgen, wie bei einer Luftheizung, ohne daß jedoch die Nachteile der Luftheizung
wie Geruchsübertragung und schlechte Außenluftverteilung auch auf nicht genutzte Räume
übernommen werden.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Heizungs- und Lüftungsanlage der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, daß jeder Raum mindestens ein Luftmengen-Steuerorgan
zur Steuerung der Zufuhr beheizter Frischluft aufweist, das von einem Thermostaten
gesteuert ist, der über einen beim Betreten des Raumes betätigbaren Schalter oder
selbsttätig ansprechenden Detektor zwischen einem niedrigen ersten Solltemperaturwert
und einem höheren zweiten Solltemperaturwert umschaltbar ist, und die Temperatur der
Frischluft in Abhängigkeit von dem Gesamt-Luftbedarf mehrerer Räume gesteuert ist.
[0010] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß Räume, die zur Zeit nicht genutzt werden,
also Räume, in denen sich keine Person aufhält und die demnach auf einem relativ niedrigen
Temperaturniveau gehalten werden müssen, auch keine zusätzliche Belüftung erfordern.
Für diese Räume reicht die natürliche Belüftung durch Undichtigkeiten in Fenstern
und Türen usw. aus. Diese Räume werden also nur durch die Grundheizung auf eine Mindesttemperatur
erwärmt. Diejenigen Räume, in denen ein höheres Temperaturniveau erreicht werden soll,
also diejenigen Räume, die genutzt werden, werden zusätzlich mit erwärmter Frischluft
versorgt, wodurch diese Räume einerseits zusätzlich erwärmt und andererseits mit Frischluft
versorgt werden. Für die gesamte Gebäudeeinheit ist die Temperatur der den Räumen
zuzuführenden Warmluft konstant und die Temperaturregelung erfolgt durch Regelung
der dem einzelnen Raum zuzuführenden Warmluftmenge. In dem Maße, wie also zusätzliche
Wärme durch Warmluft zugeführt wird, erfolgt gleichzeitig die Belüftung. Wird der
Raum nicht mehr genutzt, wird auf einen niedrigeren Temperatursollwert umgeschaltet
und die Frischluftversorgung dort eingespart.
[0011] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, daß bei der Nutzung eines Raumes in einer
Wohnung, einem Einfamilienhaus oder in einer Büroeinheit normalerweise in diesem Raum
eine bestimmte Personenzahl von z. B. drei oder vier Personen nicht überschritten
wird. Wenn bei besonderen Anlässen in dem Raum eine größere Personenzahl anwesend
ist, entsteht bei gut wärmeisolierten Räumen durch die große Personenzahl und die
Körperwärme ein Wärmeüberschuß. Dann kann in gewohnter Weise die Lüftung durch das
Öffnen von Türen oder Fenstern erfolgen. Diese selten auftretenden Fälle sollen bei
der Erläuterung des Erfindungsgedankens außer Betracht bleiben. Für derartige Fälle
kann erforderlichenfalls ein gesondertes Betriebsprogramm vorgesehen werden, bei dem
das Luftsystem eine große Frischluftmenge mit niedriger Temperatur zuführt.
[0012] Bei Normalbetrieb der Heizungs- und Lüftungsanlage wird der Zuluftstrom (Warmluftstrom)
nur in diejenigen Räume geleitet, die genutzt werden. Wenn dies nur für einen einzigen
Raum der Fall ist, steht der gesamte Warmluftstrom der zentralen Luftaufbereitungsvorrichtung
für diesen einzigen Raum zur Verfügung, während alle anderen Räume ausschließlich
durch das Grundheizsystem auf die eingestellte Mindesttemperatur erwärmt werden. Die
Regelung der Zuluftmenge erfolgt thermostatisch, so daß nach Erreichen des jeweils
wirksamen Raumtemperatur-Sollwertes der Zuluftstrom stetig reduziert wird.
[0013] Sobald eine Person den Raum betritt, wird das Zusatzheizsystem zugeschaltet und die
Temperatur wird von der niedrigen Grundtemperatur auf die höhere Solltemperatur erhöht.
Sobald die Person den Raum wieder verläßt, wird wieder die niedrige Grundtemperatur
eingestellt. Die hierzu erforderlichen Anwesenheitsdetektoren sind von Einbruchmeldeanlagen
her bekannt. Es kann sich beispielsweise um Infrarotfühler handeln, die die Anwesenheit
oder Veränderung warmer Körper im Raum erfassen, oder auch um Ultraschallgeräte, die
nach dem Doppler-Prinzip arbeiten. Auch andere Arten von Anwesenheitsdetektoren sind
möglich. So kann z. B. das Betätigen eines Wahlschalters oder das Schließen eines
Türkontaktes den höheren Temperatursollwert ansteuern.
[0014] Die erfindungsgemäße Heizungs- und Lüftungsanlage bietet den Vorteil, daß die Räume,
wenn niemand anwesend ist, auf der niedrigen Grundtemperatur gehalten werden können
und erst durch die Warmluftheizung auf die höhere Solltemperatur gebracht werden,
wenn eine Person in dem Raum eintritt. Diese Temperaturerhöhung kann wegen der schnellen
Wirkung der Warmluftheizung in kürzester Zeit erreicht werden, so daß ohne Komforteinbußen
während der Nichtnutzungszeit eine abgesenkte Temperatur akzptiert werden kann. Wenn
Räume beim Betreten zunächst noch niedrigtemperiert sind, wird dies erfahrungsgemäß
nicht als unangenehm empfunden. Erst wenn die eintretende Person sich längere Zeit
in dem Raum aufhält, empfindet sie eine zu niedrige Temperatur als unbehaglich kühl.
Durch die Erfindung wird dies durch die schnelle Anpassungsfähigkeit der Zusatz-Warmluftheizung
vermieden.
[0015] Durch die schnell reagierende Warmluftheizung mit großer Leistungsreserve kann das
Grundheizungssystem sehr einfach gestaltet werden. Es genügt z. B. eine einfache Fußbodenheizung,
deren Temperatur z. B. in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt werden kann.
Insbesondere eignet sich eine Hohlbodenheizung, bei der Luft in dem Hohlraum eines
Doppelbodens zirkuliert. Die Wärmeleistung des Grundheizsystems kann in Abhängigkeit
von der dem Zusatzheizsystem abgeforderten Wärmeleistung verändert werden. Wenn beispielsweise
über längere Zeit hinweg die Warmluftheizung eine große Luftmenge bei hoher Temperatur
liefern muß, kann der Regler die Temperatur des Grundheizsystems erhöhen. Andererseits
kann die Temperatur des Grundheizsystems heruntergeregelt werden, wenn über längere
Zeit die der Warmluftheizung abverlangte Wärme- und Luftmenge einen Mindestwert unterschreitet.
In jedem Fall erfolgt die Regelung des Zusatzheizsystems (Warmluftheizung) mit Vorrang
gegenüber der Regelung des Grundheizsystems.
[0016] Sowohl die Grundheizung als auch die Zusatzheizung benötigen eine Wärmequelle. Normalerweise
sind die beiden Heizsysteme voneinander getrennt, wobei das Grundheizsystem einen
geschlossenen Kreislauf aufweist, in dem ein Wärmeübertragungsmedium zirkuliert. Es
ist aber auch möglich, für die Grundheizung und die Zusatzheizung mit einer einzigen
Heizquelle auszukommen. Hierzu ist gemäß einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß das Grundheizsystem ebenfalls eine Luftheizung ist, daß an einer einzigen
Heizquelle der rücklaufende Luftstrom des Grundheizungssystems und Frischluft zugeführt
werden und daß für jeden Raum die dem Luftmengen-Steuerorgan zugeführte Luftmenge
von der dem Grundheizkörper dieses Raumes zugeführten Luftmenge abgezweigt wird. Diese
Variante eignet sich insbesondere für solche Fälle, bei denen das Grundheizsystem
eine Hohlbodenheizung ist.
[0017] Im einfachsten Fall liefert die Warmluftheizung Luft mit einer konstanten Temperatur
und in einer konstanten Gesamtmenge, wobei die Regelung für jeden Raum ausschließlich
durch Veränderung des Luftvolumens für diesen Raum erfolgt. Es ist jedoch auch möglich,
für die Warmlufttemperatur eine gewisse Bandbreite vorzusehen, innerhalb der eine
bedarfsabhängige Temperaturregelung erfolgt. Zu diesem Zweck sind gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung Sensoren zur Ermittlung des gesamten momentanen Bedarfs
sämtlicher Räume an Warmluft vorgesehen. Die Sensoren veranlassen eine Erhöhung der
Warmlufttemperatur, wenn die Luftaustrittsöffnungen mehr als im vorgegebenem Maße
geöffnet sind. Dies bedeutet, daß in erster Linie die Temperaturregelung eines Raumes
durch Regelung des Volumens der zugeführten Warmluft erfolgt und daß in zweiter Linie
auch die Warmlufttemperatur in Grenzen verändert werden kann. In dritter Linie wird
erforderlichenfalls erst die Temperatur des Grundheizsystems verändert.
[0018] Die Sensoren zur Ermittlung des gesamten momentanen Bedarfs sämtlicher Räume können
beispielsweise Endschalter sein, die auf die Öffnungsstellung der Luftaustrittsöffnungen
ansprechen. Wenn beispielsweise mehr als eine vorgegebene Anzahl von Luftaustrittsöffnungen
im vollständig geöffneten Zustand ist, kann die Warmlufttemperatur erhöht werden.
[0019] Die Sensoren können alternativ auch auf den Druck in dem Warmluft-Verteilersystem
ansprechen. Dieser Druck ist um so niedriger, je weiter die Luftaustrittsöffnungen
geöffnet sind. Wenn der Druck also unter einen bestimmten Mindestwert abfällt, wird
hieraus geschlossen, daß die Heizleistung der Warmluft nicht ausreicht, so daß die
Warmlufttemperatur erhöht werden muß.
[0020] Wenn eine Erhöhung der Warmlufttemperatur nicht mehr möglich ist, kann die Luftmenge
zeitweilig über die normale Außenluftmenge erhöht werden.
[0021] Durch das Öffnen von Fenstern oder Türen werden infolge des Eintritts von Kaltluft
in den Raum erhebliche Energieverluste und Regelschwankungen verursacht. Um dies zu
vermeiden, sind gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Thermostaten
durch Tür-und/oder Fensterkontakte gesteuert. Bei geöffneter Tür bzw. geöffnetem Fenster
werden die Lüftung und die Zusatzerwärmung vollständig unterbrochen, so daß unnötige
Warmluftverluste vermieden werden.
[0022] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Figuren Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Grundriß einer Wohnung mit einem Ausführungsbeispiel des Heizungs- und
Lüftungssystems,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Warmluftregelung des Grundheizsystems in Abhängigkeit
von der Außentemperatur, wobei zusätzlich das Temperaturband der Warmluftregelung
dargestellt ist,
Fig. 3 den zeitlichen Verlauf der zugeführten Warmluftmenge und der Temperatur bei
sprungartiger Zuschaltung des Zusatzheizsystems zum Grundheizsystem,
Fig.4 ein Ausführungsbeispiel des Heizsystems mit einem geschlossenen Kreislauf für
das Grundheizsystem und
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Luftleitungen des Grundheizsystems
und der Zusatzheizung derart miteinander kombiniert sind, daß nur eine einzige Wärmequelle
benötigt wird.
[0023] In Fig. 1 ist schematisch ein Grundriß eines Einfamilienhauses dargestellt, das von
den Außenwänden 10 vollständig umschlossen ist. Die Außenwände 10 weisen Fenster und
Türen 11 auf.
[0024] Der gesamte Fußboden des Gebäudes ist ein Doppelboden mit einem Doppelbodenhohlraum,
wobei der den Fußboden bildende Oberboden auf zahlreichen (nicht dargestellten) Stützen
auf dem Unterboden, der beispielsweise aus einer Betondecke besteht, ruht. Durch den
Doppelbodenhohlraum wird Warmluft hindurchgeleitet, so daß der Oberboden eine Oberflächentemperatur
im Bereich von 22° C bis 28° C annimmt. Das Luftsystem des Doppelbodenhohlraums ist
ein geschlossenes Umluftsystem, d. h. die in ihm enthaltene Luft zirkuliert ständig
zwischen einem Heizgerät 12 und dem Doppelbodenhohlraum, so daß diese Luft nicht in
die Räume gelangt. Damit die Luft sich gleichmäßig in dem Doppelbodenhohlraum über
die gesamte Querschnittsfläche des Gebäudes verteilt, weist der Doppelbodenhohlraum
Luftleitelemente auf, so daß die große Masse der zirkulierenden Warmluft entlang bestimmter
Wege geführt wird. Diese Fußbodenheizung bildet in diesem Beispiel das Grundheizsystem.
[0025] Das Heizgerät 12 bewirkt ebenfalls die Zusatzheizung. Durch den mit der Außenluft
in Verbindung stehenden Kanal 14 wird dem Heizgerät 12 Außenluft zugeführt. Diese
Außenluft wird erwärmt und gelangt in den Warmluftkanal 15, der mit einem Ringkanal
16 verbunden ist, welcher an der Außenwand 10 entlangführt und durch alle zu heizenden
Räume hindurchgeht. Der Ringkanal 16 ist konstruktiv beispielsweise als Blechkanal
ausgebildet. Er weist in den einzelnen zu beheizenden Räumen R1, R2, R3 und R4 Luftaustrittsöffnungen
18 auf, deren Austrittsquerschnitt verstellbar ist. Die Größe des Austrittsquerschnitts
einer jeden Luftaustrittsöffnung 18 wird durch einen Raumthermostaten 17 geregelt.
[0026] Ein Außentemperaturfühler 19 stellt in Abhängigkeit von der Außentemperatur die Lufttemperatur
der Fußbodenheizung ein.
[0027] In Fig. 1 ist in dem Raum R3 eine zusätzliche Variante dargestellt, die auch bei
den anderen Räumen angewandt werden kann. Hierbei sind Öffnungen 26 zwischen dem Ringkanal
16 und dem Hohlboden vorgesehen. Durch diese Öffnungen 26 gelangt Warmluft in den
Hohlboden und erwärmt diesen.
[0028] Zur Vergrößerung des Warmluftdurchsatzes durch den Raum ist im Raum R3 eine Öffnung
27 im Fußboden vorgesehen, durch die Raumluft in den Hohlboden eingesaugt wird. Diese
Luft erwärmt sich auf ihrem Weg zu dem Heizgerät 12 im Hohlboden, wodurch die dem
Heizgerät 12 zugeführte Luftmenge vergrößert und die Temperatur dieser Luftmenge durch
Vorwärmung erhöht wird.
[0029] In Fig. 2 ist die Regelcharakteristik 20 der Fußbodentemperatur in Abhängigkeit von
der Temperatur
1&
AL der Außenluft dargestellt. Bei einer Außentemperatur von 20° C wird die Temperatur
der Fußbodenheizung so eingestellt, daß die Fußbodentemperatur 22°C beträgt. Bei einem
Abfall der Außentemperatur auf 0°C wird die Fußbodentemperatur auf 26° C hochgeregelt.
Bei weiterer Abkühlung bleibt die Fußbodentemperatur auf 26° C. Eine derartige Fußbodentemperatur
bewirkt erfahrungsgemäß eine Raumtemperatur von 18° C. Dies ist die Grundtemperatur,
auf die die Räume vorgeheizt werden. Eine solche Temperatur reicht im allgemeinen
für das menschliche Wohlbefinden noch nicht aus. Daher kann die weitere Aufheizung
der Räume durch die Zusatzheizung mit erwärmter Frischluft erfolgen. Die Regelcharakteristik
21 der Zusatzheizung ist in Fig. 2 ebenfalls dargestellt. Die Linie 22 gibt diejenige
Temperatur an, auf die die Frischluft von der Heizvorrichtung 12 in Abhängigkeit von
der Außentemperatur erwärmt wird. Es handelt sich also um die Temperatur der in dem
Ringkanal 16 strömenden Warmluft. Die Temperatur dieser Warmluft ist zunächst unabhängig
von den Temperaturen in den einzelnen Räumen. In Abhängigkeit von den Öffnungsquerschnitten
der jeweiligen Luftaustrittsöffnungen 18 werden unterschiedliche Warmluftmengen in
die einzelnen Räume R1 bis R4 eingeleitet. Wenn sich beispielsweise nur in dem Raum
R3 Personen aufhalten, werden die Luftaustrittsöffnungen 18 der Räume R1, R2 und R4
geschlossen, so daß sich langfristig in diesen Räumen die Temperatur von 18°C einstellt,
und nur in dem Raum R3 wird die Temperatur vom Thermostaten 17 auf den gewünschten
Wert hochgeregelt . Für den Raum R3 steht also praktisch die gesamte Warmluftenergie
der Zusatzheizung bzw. des Ringkanals 16 zur Verfügung.
[0030] Befinden sich dagegen Personen in allen beheizbaren Räumen R1 bis R4, dann muß die
Warmluftmenge auf alle diese Räume verteilt werden. Dies bedeutet, daß die Luftaustrittsöffnungen
18 aller Räume ganz oder teilweise geöffnet sind. Wenn alle Luftaustrittsöffnungen
18 voll geöffnet sind, wird dies durch (nicht dargestellte) Endschalter ermittelt,
und die Heizvorrichtung 12 wird auf eine höhere Warmlufttemperatur der Zusatzheizung
umgeschaltet. Der Verlauf dieser höheren Warmlufttemperatur in Abhängigkeit von der
Außentemperatur ist in Fig. 2 durch die Linie 23 dargestellt. Man erkennt, daß die
Warmlufttemperatur grundsätzlich ausschließlich in Abhängigkeit von der Außentemperatur
eingestellt wird, daß sich jedoch eine höhere Warmlufttemperatur ergeben kann, wenn
ein großer Warmluftbedarf auftritt.
[0031] In Fig. 2 ist das Abluftsystem nicht dargestellt. Dadurch, daß den Räumen R1 bis
R4 erwärmte Frischluft zugeführt wird, wird verbrauchte Luft aus diesen Räumen herausgedrückt.
Die Abluft wird durch Kanäle abgeführt und kann in einem Wärmeaustauscher zum Vorwärmen
der durch den Kanal 14 angesaugten Frischluft benutzt werden.
[0032] In Fig. gibt die durchgezogene Linie 24 die Heizleistung Q an, die einem Raum zugeführt
wird. Die gestrichelte Linie 25 gibt die Raumtemperatur an. Zunächst herrscht in dem
Raum eine Temperatur von 18°C, die ausschließlich durch die Fußbodenheizung aufgebracht
wird. Durch einen Zeitschalter oder durch einen Anwesenheitsdetektor wird zum Zeitpunkt
t
1 der Befehl zur Erhöhung der Raumtemperatur auf 20° C gegeben. Hierdurch wird die
Luftaustrittsöffnung 18 voll geöffnet, so daß eine große Warmluftmenge innerhalb kurzer
Zeit in den Raum einströmt. Durch die zugeführte (frische) Warmluft, erfolgt gleichzeitig
eine starke Belüftung des Raumes. Die Wärmeleistung (Kurve 24) steigt innerhalb kürzester
Zeit auf einen Maximalwert an, bis der Thermostat 17 die Luftaustrittsöffnung 18 wieder
teilweise verschließt. Die Wärmeleistung stellt sich also langfristig auf einen Wert
ein, der der durch den Thermostaten 17 vorgegebenen Raumtemperatur von 20°C entspricht.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, wird die Soll-Raumtemperatur innerhalb einer sehr kurzen
Zeit erreicht.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 enthält das Grundheizsystem ein Heizgerät
30, das aus einem Wärmetauscher 31 und einer Pumpe oder einem Ventilator 32 besteht.
Der Wärmetauscher 31 wird über einen Heizkessel oder eine Warmwasserleitung mit Wärme
versorgt und erwärmt das Wärmeträgermedium, das in dem geschlossenen Kreislauf des
Grundheizsystems zirkuliert. Jeder der an das Grundheizsystem angeschlossenen Räume
R enthält mindestens einen Grundheizkörper 33, bei dem es sich im Falle einer Luftheizung
z. B. um den Hohlraum eines Doppelbodens und im Falle einer Warmwasserheizung um einen
Heizkörper handeln kann. Die Einlässe der Grundheizkörper 33 sind mit dem Auslaß der
Heizvorrichtung 32 verbunden und die Auslässe der Grundheizkörper 33 sind über entsprechende
Kanäle oder Rohrleitungen an den Einlaß der Heizvorrichtung 32 angeschlossen.
[0034] Für das Zusatzheizsystem ist eine separate Heizvorrichtung 34 mit einem Wärmetauscher
35 und einem Gebläse 36 vorgesehen. Durch den Wärmetauscher 35 hindurch wird über
Leitung 53 Außenluft angesaugt. Diese Außenluft wird nach Erwärmung durch den Wärmetauscher
35 durch das Gebläse 36 den Luftmengen-Steuerorganen 37 zugeführt, die in den einzelnen
Räumen vorhanden sind. Bei den Luftmengen-Steuerorganen 37 handelt es sich jeweils
um eine Luftklappe, deren Öffnungsstellung durch einen in dem Raum R installierten
Thermostaten 38 reguliert werden kann, so daß die Menge der in den Raum eintretenden
geheizten Frischluft über den Thermostaten 38 durch Verstellung des Luftmengen-Steuerorgans
37 geregelt wird.
[0035] Jeder Thermostat 38 weist zwei verschiedene Solltemperaturwerte auf. Der jeweils
wirksame Solltemperaturwert wird von einem Detektor 39 eingestellt. Bei dem Detektor
39 kann es sich um einen Schalter handeln, der beim Betreten des Raumes durch eine
Person von dieser manuell betätigt wird, oder um einen Anwesenheitsdetektor, der selbsttätig
dann anspricht, wenn sich mindestens eine Person in dem Raum befindet. Wenn der Detektor
39 betätigt ist, ist der Thermostat 38 auf den höheren Solltemperaturwert geschaltet,
während der Thermostat 38 bei inaktivem Detektor 39 das Luftmengen-Steuerorgan 37.so
regelt, daß die Raumtemperatur dem niedrigeren der beiden voreingestellten Solltemperaturwerte
entspricht.
[0036] Das Gebläse 36 läuft im allgemeinen mit konstanter Drehzahl und ist nicht geregelt.
Daher ist die durch die Leitung 53 angesaugte Frischluftmenge gleichbleibend und konstant.
Diese Frischluftmenge wird überwiegend auf diejenigen Räume verteilt, in denen sich
Personen aufhalten, weil in diesen Räumen der höhere Solltemperaturwert des Thermostaten
38 wirksam ist, während in den Räumen, in denen sich keine Person aufhält, der niedrigere
Solltemperaturwert wirksam ist. Auf diese Weise werden die Räume, in denen sich Personen
aufhalten, stärker beheizt und stärker belüftet als die übrigen Räume.
[0037] Wenn eine bestimmte Anzahl von Luftmengen-Steuerorganen 37 in voll geöffnetem Zustand
sind, zeigt dies an, daß ein großer Wärmebedarf vorhanden ist. In diesem Fall wird
über einen Motor 40 ein Ventil 41 geöffnet, wodurch veranlaßt wird, daß der Heizvorrichtung
34 eine größere Wärmemenge zugeführt wird. Hierdurch wird die Frischluft auf eine
höhere Temperatur erwärmt, bis mindestens einige der vorher ganz geöffneten Luftmengen-Steuerorgane
37 wenigstens teilweise schließen. Der Zustand der vollständigen Öffnung der Luftmengen-Steuerorgane
37 wird jeweils durch einen Sensor 42 erkannt, der an einen den Motor 40 steuernden
Regler 43 angeschlossen ist. Der Regler 43 erkennt, ob eine bestimmte Anzahl der angeschlossenen
Luftmengen-Steuerorgane 37 sich in der maximalen Öffnungsstellung befindet.
[0038] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 werden dem Einlaß des Wärmetauschers 45 der
Heizvorrichtung 44 der zurückgeführte Luftstrom 47 des Grundheizsystems und der über
Leitung 53 angesaugte Frischluftstrom gleichermaßen zugeführt. Beide Luftmengen werden
gemischt und von dem Gebläse 46 in konstanter und gleichbleibender Menge über Leitung
48 zu den verschiedenen Räumen R geleitet. Jeder Raum R weist einen Doppelbodenhohlraum
49 auf, also einen Hohlraum unterhalb des Fußbodens. Der Doppelbodenhohlraum 49 bildet
den Grundheizkörper, der einerseits an die Leitung 48 angeschlossen ist, um Warmluft
zu erhalten und andererseits an die Leitung 47, um die Luft nach Abgabe ihrer Wärme
zu der Heizvorrichtung 44 zurückzuführen. An die Leitung 48 oder an den Einlaß des
Doppelbodenhohlraums 49 ist in jedem Raum mindestens eine Zweigleitung 50 angeschlossen,
die zu einem Luftmengen-Steuerorgan 37 führt, durch das hindurch ebenso wie bei dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 4 Luft in den Raum R geblasen wird. Die Luftmengen-Steuerorgane
37 sind in gleicher Weise von einem Thermostaten und einem Detektor 39 gesteuert,
wie sie dem vorherigen Ausführungsbeispiel.
[0039] Wenn zahlreiche Luftmengen-Steuerorgane 37 geöffnet sind, was auf einen hohen Wärmebedarf
in den angeschlossenen Räumen zurückzuführen ist, fällt der Druck in der Leitung 48
ab. Zur Ermittlung des Druckabfalls ist an die Leitung 48 ein Druckfühler 51 angesetzt,
der über einen Regler 52 den Motor 40 zum Verstellen des Ventils 41 antreibt. Auf
diese Weise wird bei größerem Wärmebedarf der Heizvorrichtung 44 über das Ventil 41
mehr Wärme zugeführt als bei niedrigem Wärmebedarf in den Räumen R. Die die Leitung
48 passierende Luftmenge ist unabhängig von dem Wärmebedarf konstant.
[0040] Die den Räumen R durch die Luftmengen-Steuerorgane 37 zugeführte warme Frischluft
entweicht aus den Räumen durch die üblichen Undichtigkeiten in Wänden, Fenstern und
Türen.
1. Heizungs- und Lüftungsanlage für eine Gebäudeeinheit mit mehreren Räumen, mit einem
relativ trägen Grundheizsystem (30, 33; 44, 49), insbesondere einer Wand- oder Fußbodenheizung,
und einem Zusatzheizsystem (14,15,16,18; 30, 37; 44, 37) in Form einer schnell regelbaren
Luftheizung, die mit von außen geführter Frischluft gleichbleibender Menge gespeist
wird und für alle Räume (R) Frischluft mit einer einheitlichen Temperatur zur Verfügung
stellt, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Raum (R) mindestens ein Luftmengen-Steuerorgan
(18; 37) zur Steuerung der Zufuhr beheizter Frischluft aufweist, das von einem Thermostaten
(17; 38) gesteuert ist, der über einen beim Betreten des Raumes betätigbaren Schalter
oder selbsttätig ansprechenden Detektor (39) zwischen einem niedrigen ersten Solltemperaturwert
und einem höheren zweiten Solltemperaturwert umschaltbar ist, und die Temperatur der
Frischluft in Abhängigkeit von dem Gesamt-Luftbedarf mehrerer Räume (R) gesteuert
ist.
2. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundheizsystem
(44, 49) ebenfalls eine Luftheizung ist, daß an einer einzigen Heizquelle (44) der
rücklaufende Luftstrom des Grundheizungssystems und Frischluft zugeführt werden und
daß für jeden Raum (R) die dem Luftmengen-Steuerorgan (37) zugeführte Luftmenge von
der dem Grundheizkörper (49) dieses Raumes zugeführten Luftmenge abgezweigt wird.
3. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundheizsystem
eine Hohlbodenheizung ist.
4. Heizungs- und Lüftungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Sensoren (42) zur Ermittlung des gesamten momentanen Bedarfs sämtlicher Räume
(R) an Warmluft vorgesehen sind, und daß die Sensoren (42) eine Erhöhung der Warmlufttemperatur
veranlassen, wenn mehr als eine vorgegebene Anzahl von Luftmengen-Steuerorgane (37)
geöffnet sind.
5. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren
(42) Endschalter sind, die auf die Öffnungsstellung der Luftaustrittsöffnungen ansprechen.
6. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren
(42) auf den Druck in dem Warmluft-Verteilersystem ansprechen.
7. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter
zum Umschalten des Thermostaten (38) durch Tür- und/oder Fensterkontakte gesteuert
ist.
8. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Warmluftkanal
des Zusatzheizsystems durch Öffnungen (26) mit dem Innern eines Hohlbodens verbunden
ist.
9. Heizungs- und Lüftungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Raum (R) über eine Abluftöffnung (27) mit dem Innern des Hohlbodens verbunden
ist, wobei die Abluftöffnung im Abstand von einem die Luft aus dem Hohlboden ansaugenden
Heizgerät (12) angeordnet ist.
1. Heating and ventilation installation for a building unit with several rooms, comprising
a relatively sluggish background heating system (30, 33; 44, 49), in particular for
wall or floor heating, and an additional heating system (14, 15, 16, 18; 30, 37; 44,
37) in the form of a rapidly controllable hot air heating, which is supplied with
fresh air of constant amount directed from outside and makes fresh air with a uniform
temperature available for all rooms (R), characterised in that each room (R) possesses
at least one air amount control part (18; 37) for control of the supply of heated
fresh air, which is controlled by a thermostat (17; 38) which is adapted for changing
over by means of a switch operable at the entry to the room or automatically by means
of a corresponding detector (39) between a low first theoretical temperature value
and a higher second temperature value, and the temperature of the fresh air is controllable
according to the total air requirement of several rooms (R).
2. Heating and ventilation installation according to claim 1, characterised in that
the background heating system (44, 49) is also a hot air system, that the returning
stream of air from the background heating system and fresh air are supplied to a single
heating source (44) and that, for each room (R), the amount of air supplied to the
air amount control part (37) is split off from the amount of air supplied to the background
heating body (49) of this room.
3. Heating and ventilation installation according to claim 1, characterised in that
the background heating system is a floor cavity heating system.
4. Heating and ventilation installation according to one of claims 1 to 3, characterised
in that sensors are provided (42) for determination of the total instantaneous of
the combination of rooms (R) for warm air and that the sensors (42) allow an increasing
of the warm air temperature if more than one predetermined number of air amount control
parts (37) are opened.
5. Heating and ventilation installation according to claim 4, characterised in that
the sensors (42) are limit switches which respond to the opening position of the air
entry openings.
6. Heating and ventilation installation according to claim 4, characterised in that
the sensors (42) respond to the pressure in the warm air distribution system.
7. Heating and ventilation installation according to claim 1, characterised in that
the switch for switching over of the thermostats (38) is controlled by door and/or
window contacts.
8. Heating and ventilation installation according to claim 3, characterised in that
a warm air channell of the additional heating system is connected by openings (26)
with the interior of a cavity floor.
9. Heating and ventilation installation according to claim 3, characterised in that
at least one room (R) is connected by means of an air outlet opening (27) with the
interior of the cavity floor, with the air outlet opening being arranged at a distance
from a heating apparatus drawing the airfrom the cavity floor.
1. Installation de chauffage et de ventilation pour une unité de bâtiment comportant
plusieurs locaux, au moyen d'un système de chauffage de base relativement inerte (30,
33; 44, 49), en particulier un chauffage par les murs ou par le sol, et un système
de chauffage complémentaire (14, 15,16.18; 30, 37; 44, 37) sous la forme d'un chauffage
à air rapidement réglable qui est alimenté par une quantité constante d'air frais
venant de l'extérieur et qui met à la disposition de tous les locaux (R) de t'air
frais à une température homogène, caractérisée par le fait que chaque local (R) présente
au moins un organe (18; 37) de réglage de la quantité d'air destiné à régler l'apport
d'air frais chauffé, organe commandé par un thermostat (17; 38) qui est réglable au
moyen d'une commande manoeuvrable lors de la pénétration dans le local ou au moyen
d'un détecteur (39) à réponse automatique entre une première température nominale
basse et une deuxième température nominale plus élevée, la température de l'air frais
étant commandée en fonction du besoin total en air de plusieurs locaux (R).
2. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 1, caractérisée
par le fait que le système de chauffage de base (44, 49) est lui aussi un chauffage
à air, par le fait que le flux d'air en retour du système de chauffage principal et
l'air frais sont conduits vers une seule source chauffante (44) et par le fait que
pour chaque local (R) la quantité d'air conduite vers l'organe (37) de réglage des
quantités d'air est dérivée de la quantité d'air apportée au corps de chauffage de
base (49) de ce même local.
3. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 1, caractérisée
par le fait que le système de chauffage de base est un chauffage incorporé dans un
sol creux.
4. Installation de chauffage et de ventilation selon l'une des revendications 1 à
3, caractérisée par le fait que des cellules sensibles (42) sont prévues pour détecter
le besoin global momentané en air chaud de tous les locaux (R) et par le fait que
les cellules sensibles (42) provoquent une élévation de la température de l'air chaud
lorsqu'un nombre d'organes (37) de régulation de la quantité d'air supérieur à un
nombre prédéterminé sont ouverts.
5. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 4, caractérisée
par le fait que les cellules sensibles (42) sont des interrupteurs fin de course qui
répondent à la position d'ouverture des orifices d'échappement d'air.
6. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 4, caractérisée
par le fait que les cellules sensibles (42) répondent à la pression existant à l'intérieur
du système de distribution de l'air chaud.
7. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 1, caractérisée
par le fait que le contacteur destiné à commuter les thermostats (38) est commandé
par des contacts dans les portes et/ou dans les fenêtres.
8. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 3, caractérisée
par le fait qu'un canal d'air chaud du système de chauffage complémentaire est relié
à l'intérieur d'un sol creux au moyen d'orifices (26).
9. Installation de chauffage et de ventilation selon la revendication 3, caractérisée
par le fait qu'au moins un local (R) est relié avec l'intérieur du sol creux par l'intermédiaire
d'un orifice d'échappement d'air (27), cet orifice d'échappement d'air étant disposé
à une certaine distance d'un appareil de chauffage (12) qui aspire l'air venant du
sol creux.