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EP 0 062 747 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.01.1986 Patentblatt 1986/05 |
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Anmeldetag: 24.02.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F03C 2/08 |
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Hydraulischer Zahnradmotor
Hydraulic gear motor
Moteur hydraulique à engrenages
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
07.04.1981 DE 3113939
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.10.1982 Patentblatt 1982/42 |
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Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Dworak, Wilhelm
D-7000 Stuttgart 50 (DE)
- Müller, Karl-Heinz, Dipl.-Ing.
D-7143 Vaihingen (DE)
- Mayer, Siegfried
D-7143 Vaihingen (DE)
- Talmon, Wolfgang
D-7136 Oetisheim (DE)
- Wolff, Günter
D-7141 Schwieberdingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Zahnradmotor nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Bei einem derartigen bekannten Zahnradmotor ist zusätzlich zu den Lagerkörpern eine
Druckplatte im Gehäuse vorgesehen, an der im Zusammenwirken mit einer im Gehäusedeckel
angeordneten Dichtung Druckfelder aufgebaut werden, welche über die Druckplatte auf
die Lagerkörper einwirken und diese dichtend an die Zahnradseitenflächen drückt. Eine
derartige Anordnung ist besonders für einen reversierbaren Zahnradmotor geeignet,
da die Beaufschlagung der Druckfelder stets auf der richtigen Seite erfolgt. Die Anordnung
ist jedoch aufwendig, da sie speziell für einen Zahnradmotor ausgebildete Teile benötigt.
[0002] Der erfindungsgemässe Zahnradmotor mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, dass für die Erreichung desselben Zwecks keine besonderen
Teile notwendig sind, d.h. die hierfür benötigten Teile kommen auch bei Zahnradpumpen
vor, wodurch die Lagerhaltung beträchtlich verringert werden kann.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale möglich.
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 einen Längsschnitt durch
einen Zahnradmotor, Figur 2 einen Schnitt längs 11-11 nach Figur 1, Figur 3 einen
Schnitt längs 111-111 nach Figur 1, Figur 4 einen Schnitt längs IV-IV nach Figur 1,
Figur 5 einen Schnitt längs V-V nach Figur 1 in etwas vereinfachter Darstellung.
[0005] Der Zahnradmotor hat ein Gehäusemittelteil 10, das beidseitig durch Deckel 11, 12
verschlossen ist. Das Gehäusemittelteil hat eine durchgehende Ausnehmung 13, deren
Querschnitt die Form einer Acht aufweist und in der Zahnräder 14, 15 im Ausseneingriff
kämmen. Die dem Dekkel 11 zugewandten Wellenzapfen 16, 17 der Zahnräder sind in etwa
buchsenförmig ausgebildeten Lagerkörpern 18, 19 gelagert. Diese Lagerkörper bilden
die Lagerseite A. Die dem Deckel 12 zugewandten Wellenzapfen 22, 23 der Zahnräder
sind in ebensolchen Lagerkörpern 24,25 gelagert, die die Lagerseite B bilden. Der
Wellenzapfen 23 hat einen Fortsatz 26, der durch eine Deckelbohrung 27 nach aussen
dringt und die Abtriebswelle des Zahnradmotors bildet. Die Abdichtung am Fortsatz
26 erfolgt durch eine Dichtungsanordnung 28 in der Deckelbohrung 27.
[0006] Wie die Figur 5 zeigt, haben die Lagerkörper in der Ausnehmung 13 des Gehäusemittelteils
ein geringes axiales Spiel X. An sich könnten die beiden Lagerkörper der jeweiligen
Lagerseite A und B auch als einstückige Lagerkörper ausgebildet sein, nämlich als
sogenannte Brillen.
[0007] An den dem Deckel 11 zugewandten Stirnseiten der Lagerkörper 18, 19 ist eine in einem
Zug verlaufende Nut 30 ausgebildet, die etwa die Form einer «Drei» aufweist. In dieser
Nut ist eine Dichtung 31 angeordnet, die dieselbe Kontur aufweist wie die Nut 30.
Die «Drei» ist - wenn man die Figur 3 betrachtet - nach der linken Seite hin offen.
An den dem Deckel 12 zugewandten Stirnseiten der Lagerkörper 24, 25 ist ebenfalls
eine in einen Zug durchgehende Nut 32 ausgebildet, die auch die Form einer «Drei»
aufweist und in der passend eine Dichtung 33 angeordnet ist. Die «Drei» ist - wenn
man die Figur 4 betrachtet - nach der rechten Seite hin offen. Daraus ist zu erkennen,
dass die Dichtungen an den Lagerseiten A und B einander entgegengesetzt angeordnet
sind.
[0008] In die Ausnehmung 13 dringen von einander gegenüberliegenden Aussenseiten des Gehäusemittelteils
10 und gleichachsig verlaufend zwei Bohrungen 35, 36 ein. Sie liegen in Höhe der Zahnräder
14, 15. Zwischen den Lagerkörpern 18, 19 bzw. 24, 25 und der Gehäuseausnehmung 13
sind über die gesamte Höhe der Lagerkörper dreieckförmige Ausnehmungen 37, 38 bzw.
39, 40 ausgebildet. Dadurch entsteht eine Verbindung von den den Zahnradseitenflächen
abgewandten Stirnseiten der Lagerkörper zu den Bohrungen 35,36.
[0009] Es sei angenommen, dass über die Bohrung 35 dem Zahnradmotor unter Hochdruck stehendes
Druckmittel zugeführt wird. Dadurch werden die Zahnräder in Umdrehung versetzt und
geben an den Wellenzapfen 23, 26 ein Drehmoment ab. Wesentlich ist nun, dass die Lagerkörper
dicht an die Zahnradseitenflächen gedrückt werden, damit das unter Hochdruck zufliessende
Druckmittel nicht zwischen diesen Teilen Spalte bildet und drucklos zur Niederdruckseite
36 abfliesst. Dies wird dadurch erreicht, dass ein Teil des zuströmenden Druckmittels
auch über die Ausnehmungen 37, 39 auf die Rückseiten der Lagerkörper dringen kann.
Dort wird nun - wenn man Figur 4 betrachtet - ein Druckfeld D1 hinter dem Dichtring
33, d.h. zwischen diesem und der Ausnehmung 39 aufgebaut, dessen Kraftwirkrichtung
viel weiter der Bohrung 35 als der Bohrung 36 zugewandt ist, bezogen auf eine die
Mitte der Wellenzapfen verbindende gedachte Geraden E. Ebenso kann sich aber auch
momentan ein Druckfeld D2 vor der Dichtung 31 aufbauen, d.h. zwischen der Ausnehmung
37 und dem offenen Teil dieser Dichtung. Da jedoch das Druckfeld D1 wesentlich grösser
ist, überwiegt diese Axialkraft P, - siehe Figur 5 - die Kraft vom Druckfeld D2, so
dass das ganze Paket von Lagerkörpern samt Zahnrädern zum Deckel 12 hin verschoben
wird, und zwar stärker auf der Hochdruckseite 35, da sich ja das Druckfeld D1 flächenmässig
mehr auf dieser Seite erstreckt, während die gegenüberliegenden Seiten (D3, D4) entlastet
sind. Das Druckfeld D2 baut sich im wesentlichen ab, die Spalte zwischen den Zahnradseitenflächen
und den an ihnen anliegenden Lagerkörpern werden gleich Null. Damit ist ein sicheres
Anlaufen des Zahnradmotors möglich. Das entspannte Druckmittel fliesst über die Bohrung
36 drucklos ab.
[0010] Dem Zahnradmotor kann jedoch zwecks Umkehr der Drehrichtung auch über die Bohrung
36 unter Hochdruck stehendes Druckmittel zugeführt werden. Dann baut sich ein grosses
Druckfeld D3 - siehe nun Figur 3 - zwischen der Ausnehmung 38 und dem Rücken der Dichtung
31 aus, während sich ein kleines Druckfeld D4 aufbaut am offenen Teil der Dichtung
33 - siehe nun Figur 4 -, d.h. zwischen der Ausnehmung 40 und dem offenen Teil dieser
Dichtung. Wieder überwiegt die Kraft P
2 aus dem grossen Druckfeld, aber diesmal von der anderen Seite her - siehe hierzu
Figur 5. Der Effekt ist wieder derselbe.
[0011] Auf diese Weise ist es möglich, mit denselben Lagerkörpern und Dichtungen einfach
durch deren entgegengesetzte Anordnung an den Lagerseiten A, B einen reversierbaren
Zahnradmotor zu schaffen.
1. Zahnradmotor mit zwei im Ausseneingriff kämmenden Zahnrädern (14, 15), deren Wellenzapfen
(16,17; 22, 23) in im Gehäuse der Zahnradmaschine axial geringfügig beweglichen Lagerkörpern
(18, 19; 24, 25) angeordnet, an deren den Zahnrädern abgewandten Stirnseiten durch
Dichtungen begrenzte, axial wirkende und von der Hochdruckseite beaufschlagte Druckfelder
(D1, D3) zwecks Andrücken der Lagerkörper an die Zahnradseitenflächen ausgebildet
sind, die sich nur über einen Teil der Gesamtfläche der Lagerkörper erstrecken, dadurch
gekennzeichnet, dass sich die Druckfelder (D1, D3) im wesentlichen nur auf einer Seite
einer die Achsen der Wellenzapfen (16, 17; 22, 23) verbindenden gedachten Geraden
(E) erstrecken, aber - bezogen auf die jeweilige Lagerseite (A, B) - entgegengesetzt
angeordnet sind.
2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfelder durch Dichtungen
(31, 33) gebildet sind, die etwa die Form einer «Drei» aufweisen und in entsprechenden
Nuten (30, 32) der Lagerkörper angeordnet sind.
3. Motor nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerkörper
(18, 19; 24, 25) als aneinander anliegende Lagerbuchsen ausgebildet sind und dass
pro Lagerseite zwei Lagerbuchsen vorgesehen sind.
4. Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieser reversierbar
ausgebildet ist und dass jeweils nur ein dominierendes Druckfeld (D1, D3) von der
jeweiligen Hochdruckseite über eine Ausnehmung (37, 38; 39,40) zwischen dem Gehäuse
und den Lagerkörpern beaufschlagt ist.
1. Gear-type motor having two gear wheels (14, 15) meshing in outer engagement, the
shaft journals (16, 17; 22, 23) of which are arranged in bearing bodies (18, 19; 24,
25), which are slightly moveable in the axial direction in the housing of the gear-type
machine, on the end faces of which bearing bodies (18, 19; 24, 25), which end faces
are remote from the gear wheels, are formed pressure zones (D1, D3) for the purpose
of pressing the bearing bodies against the side faces of the gear wheels, which pressure
zones (D1, D3) are terminated by seals, act in the axial direction, are pressurised
from the high-pressure side and extend over only a part of the entire surface of the
bearing bodies, characterised in that the pressure zones (D1, D3) extend essentially
only on one side of an imaginary straight line (E) connecting the axes of the shaft
journals (16, 17; 22, 23), but - relative to the respective bearing side (A, B) -
are oppositely arranged.
2. Motor according to Claim 1, characterised in that the pressure zones are formed
by seals (31, 33) which roughly have the shape of a figure three and are arranged
in corresponding grooves (30, 32) of the bearing bodies.
3. Motor according to Claims 1 and/or 2, characterised in that the bearing bodies
(18, 19; 24, 25) are designed as bearing bushes sitting against one another and that
two bearing bushes are provided per bearing side.
4. Motor according to one of Claims 1 to 3, characterised in that it is designed so
as to be reversible and that in each case only one dominating pressure zone (D1, D3)
is pressurised from the respective high-pressure side via a recess (37.38; 39, 40)
between the housing and the bearing bodies.
1. Moteur à engrenages comportant deux roues dentées (14, 15) s'engrenant en étant
en prise extérieurement, et dont les tourillons d'arbres (16, 17; 22, 23) sont montés
dans des éléments de paliers (18, 19; 24, 25) très légèrement mobiles en direction
axiale dans le carter de la machine à engrenages et sur les faces frontales desquels,
situées à l'opposé des roues dentées, sont constitués des champs de pression (D" D3) agissant en direction axiale, limités par des garnitures d'étanchéité et alimentés
par le côté haute pression, en vue de presser les éléments de palier contre les surfaces
latérales des roues dentées qui ne s'étendent que sur une partie de la surface totale
des éléments de paliers, moteur à engrenages caractérisé en ce que les champs de pression
(D,, D3) s'étendent essentiellement sur un seul côté d'une ligne droite imaginaire (E) reliant
les axes des tourillons d'arbres (16, 17; 22, 23) mais sont rapportés à la face de
support considérée (A, B) prévus en sens opposés.
2. Moteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les champs de pression sont
formés par des garnitures d'étanchéité (31, 33), qui présentent à peu près la forme
d'un «trois» et sont disposées dans des rainures correspondantes (30, 32) des éléments
de paliers.
3. Moteur selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisé en ce que les éléments de
paliers (18, 19; 24, 25) sont constituées sous la forme de coussinets s'appliquant
l'un contre l'autre et en ce que deux coussinets sont prévus par face de support.
4. Moteur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que celui-ci est
constitué de façon à être réversible et en ce que chaque fois un seul champ de pression
dominant (D1, D3) est alimenté par le côté haute pression considéré par l'intermédiaire d'un évidement
(37, 38; 39, 40) prévu entre le carter et les éléments de paliers.