[0001] Die Erfindung betrifft einen Klemmkontakt mit zwei nebeneinander angeordneten Kontaktzungen,
die zwischen sich einen Schlitz zum kontaktierenden Festklemmen eines Leiters bilden,
wobei der Schlitz um ein geringes Maß enger bemessen ist als der blanke Leiter und
die Kontaktkanten zum Einschneiden der Isolation eines in den Schlitz eingedrückten
isolierten Leiters scharf ausgeführt sind, und wobei im Einführbereich des Schlitzes
eine Verbreiterung vorgesehen ist.
[0002] Ein solcher Klemmkontakt ist aus der DE-PS 2 254 318 bekannt. Der Kontaktschenkel
mit den beiden Kontaktzungen ist etwa rechtwinklig senkrecht von einer Platinenbasis
abgebogen. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, daß die Kontaktzungen seitlich
nicht abgestützt sind, so daß eine Überbiegung oder ein Auseinanderspreizen der Zungen
nach der Kontaktierung, z. B. durch die Einwirkung der Leiterummantelung, nicht verhindert
werden kann. Ein unkontrolliertes Auseinanderspreizen kann zur Beeinträchtigung der
Kontaktierung führen.
[0003] Zudem ist aus der DE-AS 2 152 954 ein Verbindungselement zum löt- und abisolierfreien
Verbinden von Leitern bekannt, bei dem ein Kabelkamm (Anordnung mehrerer Schlitze
bildender Kontaktzungen nebeneinander) aus dem Boden des Verbindungselementes freigeschnitten
und etwa rechtwinklig nach oben abgebogen ist, wobei vom Boden rechtwinklig nach oben
abgebogene Seitenwände vorgesehen sind, so daß das Verbindungselement im Bereich des
Kabelbaums im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist und sich der Kabelbaum quer über
den Boden erstreckt. Der Kabelbaum dient zum Durchdringen der Isolierung mehrerer
nebeneinander angeordneter Leiter und zur Kontaktierung der-Seele der Leiter. Eine
seitliche Abstützung für die Kontaktzungen ist ebenfalls nicht vorgesehen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist, einen Klemmkontakt zu schaffen, der im Krallenteil eines
elektrischen Verbinders angeordnet ist und eine sichere Kontaktierung gewährleistet.
[0005] Dsese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche gelöst. Anhand der Zeichnung
wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Platinenstück für einen elektrischen Verbinder,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines elektrischen Verbinders mit Klemmkontakt,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den elektrischen Verbinder nach Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V. in Fig. 3.
[0006] Der erfindungsgemäße Klemmkontakt 1 ist im Krallenteil 2 eines elektrischen Verbinders
angeordnet, wobei der Verbinder Kontaktfederarme 3 oder dergleichen Kontaktelemente
und zwischen den Kontaktelementen und dem Krallenteil 2 ein Basisteil 4 besitzen kann.
[0007] Wesentlich ist, daß der Krallenteil 2 im Querschnitt zumindest U-förmig ausgebildet
ist und den Boden 5 sowie die beiden in der Biegelinie 6 rechtwinklig nach oben abgebogenen
Seitenwände 7 aufweist.
[0008] Aus dem Boden 5 der Platine ist ein etwa T-förmiger Ausschnitt 8 (Fig. 1) ausgeschnitten,
wobei der Querbalken 9 des T-förmigen Ausschnitts sich quer zum Boden 5 und der T-Steg
des Ausschnitts 8 sich in der Längsmitte zum Boden 5 erstrecken. Vorzugsweise überragen
die beiden seitlichen Endbereiche des Querbalkens 9 die Biegelinie 6 und greifen in
die Seitenwände 7 ein. Diese Ausbildung schafft einen Freischnitt für die beiden Einschnitte
11, die sich von den Freischnitten in Längsrichtung der Biegelinie 6 zumindest bis
zur quer zum Boden 5 verlaufenden Biegelinie 12 erstrecken. Die Einschnitte 11 schaffen
die beiden Kontaktzungen 13, die in der Biegelinie 12 etwa rechtwinklig nach oben
abgebogen sind. Die Biegelinie 12 ist zweckmäßigerweise - wie abgebildet - im Abstand
vor dem vorzugsweise abgerundeten Endbereich 14 des T-Stegs 10 angeordnet. Diese Maßnahme
ermöglicht den Kontaktzungen 13 ein seitliches federndes Ausweichen, ohne daß Teile
des Bodens 5 der Federung nennenswerten Widerstand entgegensetzen. Darüber hinaus
wird das Abbiegen in der Biegelinie 12 vereinfacht.
[0009] Da die Einschnitte 11 in Längsrichtung der Biegelinien 6 für die Seitenwände 7 verlaufen,
können sich die Kontaktzungen 13 seitlich erfindungsgemäß gegen die Seitenwände abstützen,
so daß ein Überbiegeschutz geschaffen ist und ein Aufspreizen der Zungen 13, z. B.
-durch die Einwirkung des.Isoliermaterials des Leiters, das die Kontaktierung beeinträchtigen
könnte, verhindert wird.
[0010] Der T-Steg 10 der Aussparung 8 bildet nach dem Hochbiegen der Kontaktzungen 13 den
Schlitz 15, in den der Leiterdraht des Leiters geklemmt werden soll. Zweckmäßigerweise
geht der Schlitz 15 im oberen Endbereich etwa V-förmig zur Seite auseinander und bildet
einen Einführtrichter 16 für das Einlegen des zu kontaktierenden Leiters. Vorzugsweise
sind die Schneidkanten 17 der Kontaktzungen 13 im Querschnitt betrachtet winklig geprägt,
so daß Schneiden an den Kanten 17 gebildet werden (Fig. 3).
[0011] Nach der Erfindung stützen sich - wie beschrieben - die Kontaktzungen 13 gegen die
Seitenwände 7 des Krallenteils 2 ab. Wenn ein isolierter Leiter in den Schlitz 16
eingebracht wird, können die Kontaktzungen 13 wegen der Freisparung 14 seitlich federnd
ausweichen. Dabei weichen aber auch die Seitenwandungen 7 seitlich federnd aus und
bilden durch ihre Federkraft ein Widerlager für die Kontaktzungen, so daß eine Überbiegung
verhindert werden kann. Außerdem sorgt das Widerlager bzw. sorgen die Seitenwände
7 dafür, daß die Isolation, die nach dem Kontaktieren noch eine Spreizkraft auf die
Kontaktzungen ausüben kann, die Kontaktierung nicht beeinträchtigt. Insofern wird
die Widerlagerkraft der Seitenwände so gewählt, daß sie größer ist als die Spreizwirkung
des zu kontaktierenden Leiters.
[0012] Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die Widerlagerkraft der
Seitenwände 7 durch die Anordnung mindestens einer Sicke 18 vor oder hinter der Kontaktstelle
erhöht, wobei sich die Sicke quer zur Längsrichtung des Verbinders über den Boden
5 bis in die Seitenwände 7 erstrecken sollte. Eine derartige, besonders zweckmäßige
Sicke 18 ist in den Fig. 2, 3 und 5 abgebildet. Es handelt sich dabei um eine Hochprägung
19 des Bodens nach innen in die U-Form und eine im Querschnitt V-förmige Einwärtsprägung
vom freien Endbereich der Seitenwände 7 zur Hochprägung 19 hin, so daß die Schrägwände
20 entstehen (Fig. 5). Eine solche Sickenprägung bringt den besonderen Vorteil, daß
die Länge des Verbinders durch das Einziehen der Sicke nicht verkürzt wird.
[0013] Die Sicke 18 bedingt eine erhebliche Versteifung für die Seitenwände 7 und den Boden
5, so daß eine erhöhte Spreizkraft zum Aufspreizen der Seitenwände aufgewendet werden
muß. Auf diese Weise wird das Widerlager für die Kontaktzungen 13 in der gewünschten
Weise verstärkt.
[0014] Es ist im Zusammenhang mit der Erfindung noch zu vermerken, daß der Erfindungsgedanke
im wesentlichen darin zu sehen ist, daß seitliche federnde Stützelemente für die Kontaktzungen
13 geschaffen werden und daß die Basis der Kontaktzungen derart vom Boden 5 freigeschnitten
ist, daß die Kontaktzungen ohne nennenswerte Behinderung durch Bodenteile seitlich
und federnd ausweichen können. Insofern können auch andere Querschnittsformen, z.
B. Kastenformen, für den Krallenteil 2 gewählt werden.
1. Klemmkontakt mit zwei nebeneinander angeordneten Kontaktzungen, die zwischen sich
einen Schlitz zum kontaktierenden Festklemmen eines Leiters bilden, wobei der Schlitz
um ein geringes Maß enger bemessen ist als der blanke Leiter und die Kontaktkanten
zum Einschneiden der Isolation eines in den Schlitz eingedrückten isolierten Leiters
scharf ausgeführt sind und wobei im Einführbereich des Schlitzes eine Verbreiterung
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Boden (5) eines Krallenteils (2)
eines elektrischen Verbinders Kontaktzungen (13) in einer Biegelinie (12) etwa rechtwinklig
nach oben abgebogen sind und sich seitlich gegen die Seitenwände (7) abstützen.
2. Klemmkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (15) zwischen
den Kontaktzungen (13) im Boden (5) rechtwinklig in einen Freischnitt (14) übergeht.
3. Klemmkontakt nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß Einschnitte
(11) in Längsrichtung der Biegelinien (6) für die Seitenwände (7) verlaufen.
4. Klemmkontakt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitz (15) im oberen Endbereich etwa V-förmig zur Seite auseinanderläuft.
5. Klemmkontakt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidkanten (17) der Kontaktzungen (13) winklig geprägt sind.
6. Klemmkontakt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß vor oder hinter der Kontaktstelle mindestens eine Sicke (18) angeordnet ist, die
sich quer zur Längsrichtung des Verbinders über den Boden (5) bis in die Seitenwände
(7) erstreckt.
7. Klemmkontakt nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke durch eine
Hochprägung (19) des Bodens (5) nach innen in die U-Form und eine im Querschnitt V-förmige
Einwärtsprägung vom freien Endbereich der Seitenwände (7) zur Hochprägung (9) hin
gebildet wird.