| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 063 224 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.01.1985 Patentblatt 1985/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.03.1982 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D03D 27/10 |
|
| (54) |
Verfahren zum Herstellen zweiseitiger textiler Flächengebilde und danach hergestelltes
Flächengebilde
Process for the manufacture of flat reversible woven fabrics, and flat fabrics made
this way
Procédé pour la fabrication de tissus plats à double-face et tissus plats ainsi fabriqués
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
11.03.1981 DE 3109155
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.10.1982 Patentblatt 1982/43 |
| (71) |
Anmelder: Girmes-Werke AG |
|
D-4155 Grefrath-Oedt 1 (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Brüggemann, Werner
D-4150 Krefeld (DE)
- Laus, Heinrich
D-4155 Grefrath 2 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Gille, Christian, Dipl.-Ing. et al |
|
Türk, Gille, Hrabal, Leifert
Patentanwälte
Brucknerstrasse 20 40593 Düsseldorf 40593 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen zweiseitiger textiler Flächengebilde,
insbesondere für Oberbekleidungsstücke, mit einer Optik eines Flachwebstuhlproduktes,
die alle Qualitäten umfaßt, die aus Kette und Schuß hergestellt worden sind, und einer
Plüschseite. Außerdem betrifft die Erfindung ein nach diesem Verfahren hergestelltes
bahnförmiges zweiseitiges textiles Flächengebilde, das für Oberbekleidungsstücke zur
Konfektion von Mänteln, Jacken, Capes, Anoraks und dergleichen geeignet ist.
[0002] Es ist bekannt, zweiseitige textile Flächengebilde für Oberbekleidungszwecke nach
der Web- oder Wirkwarentechnik herzustellen, welche auf einer Seite ein tuch- oder
wildlederartiges Aussehen aufweisen, während die andere Seite eine Plüschoberfläche
hat. Derartige Ware hat sich bisher auf dem Markt nicht in größerem Umfang eingeführt,
weil sie mit schwerwiegenden Nachteilen behaftet ist.
[0003] Das Problem bei der Herstellung derartiger bahnförmiger Ware ist die einwandfreie
Überdeckung der Einbindungsstellen der Polnoppen. Man hat die Einbindungsstellen der
Polnoppen durch zusätzlich Hilfsmaßnahmen wie starkes Rauhen, Kaschieren mit Deckfolien
oder Velveton, Aufbringen voluminöser Aufstriche, z. B. Polyvinylchlorid oder Polyurethan,
zu verdecken gesucht. Dabei litt in der Regel der textile Griff und der Fall der Ware.
Man hat auch bindungsmäßig mit Hilfe stark flottierender Fäden auf der linken Seite
der Ware versucht, die Polnoppen zu verdecken. Diese Maßnahmen führten jedoch zu einer
mangelnden Festigkeit der Noppen, ein insbesondere bei längeren Polgarnen auftretender
Nachteil.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zweiseitiges textiles Flächengebilde
mit einer Plüschseite und einer tuch- oder wildlederartigen Seite herstellen zu können,
bei dem die Einbindungsstellen der Polnoppen wirksam und dauerhaft verdeckt sind,
ohne dabei die Polfestigkeit oder die Festigkeit der Ware selbst zu schwächen, während
andererseits der textile Griff und der natürliche Fall textiler Ware erzielt wird.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren der eingangs genannten Gattung
gelöst, welches die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Hauptanspruches aufweist.
Außerdem wird diese Aufgabe mit einem zweiseitigen textilen Flächengebilde der eingangs
genannten Gattung gelöst, welches die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches
5 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen
Unteransprüche.
[0006] Es wurde gefunden, daß es durch reines Weben möglich ist, ein für Oberbekleidungsstücke
geeignetes zweiseitiges textiles Flächengebilde herzustellen, das auf einer Seite
ein in dieser Qualität bisher nicht erreichtes tuch- oder wildlederartiges Aussehen
zeigt und auf der anderen Seite eine Plüschoberfläche einwandfreier Polfestigkeit
mit allen ihren Variationsmöglichkeiten hat. Zur Herstellung derartiger textiler Flächengebilde
können übliche Doppelplüschwebstühle (Schützen oder Greifer) verwendet werden, wobei
die das tuch- oder wildlederartige Aussehen aufweisende Seite z. B. mit einer Leinwandbindung
gewebt sein kann. Da beide Seiten des Flächengebildes zwar gleichzeitig hergestellt
werden, jedoch einzelne Schichten Bilden, kann die als Träger für die Polnoppen oder
Polfasern dienende Schicht aus anderem Material und auch mit anderer Bindung wie die
andere Schicht erzeugt werden.
[0007] Das erfindungsgemäß hergestellte textile Flächengebilde besteht also aus zwei Schichten,
die unbeeinflußt von der jeweils anderen Schicht ihrer gewünschten Funktion entsprechend
ausgebildet sein können. So kann die das tuch- oder wildlederartige Aussehen aufweisende
Schicht aus hochwertigem und ggfs. sehr feinem Material erzeugt werden, während die
andere Schicht aus preiswerterem Material gebildet wird, welches zwar eine gute und
feste Einbindung der Polnoppen gewährleistet, aber nicht unbedingt ein ansprechendes
Aussehen aufweisen muß. Da die Verbindung der beiden Schichten durch flottierende
Einbindung der Kettfäden der das tuch- oder wildlederartige Aussehen aufweisenden
Schicht erzeugt wird, können keine Teile oder Fäden der anderen Schicht auf der tuch-
oder wildlederartig aussehenden Seite des Flächengebildes sichtbar werden, ebensowenig
wie die Einbindungsstellen von Polnoppen dort sichtbar sind. Eine Nachbehandlung wie
Rauhen oder Beschichten mit den textilen Griff und Fall beeinträchtigenden Materialien
ist nicht erforderlich. Vielmehr kann die Ware auf dem Doppelplüschwebstuhl in einem
Arbeitsgang hergestellt werden und ist nach dem Aufschneiden der Polfäden für die
Weiterverarbeitung zu Bekleidungsstücken fertig.
[0008] In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß hergestellten
zweiseitigen textilen Flächengebildes dargestellt, und zwar zeigt
Figur 1 ein auf einer nicht dargestellten Doppelplüschwebmaschine hergestelltes doppellagiges
textiles Flächengebilde vor dem Aufschneiden der Polfäden (Geweberschnitt nach der
Florbindungslehre) und
Figur 2 ein zweiseitiges textiles Flächengebilde, das durch Aufschneiden der in Fig.
1 dargestellten Warenbahn entstanden ist.
[0009] Gemäß Fig. 1 besteht eine auf einem nicht dargestellten Doppelplüschwebstuhl hergestellte
Warenbahn 14 aus einem Oberwerk 15 und einem Unterwerk 16, die über abwechselnd in
das Oberwerk und das Unterwerk eingebundene Polfäden 5a + 5b untereinander verbunden
sind.
[0010] Sowohl das Oberwerk 15 als auch das Unterwerk 16 besteht jeweils aus zwei übereinander
liegenden gewebten Schichten 13 und 12, von denen jede in üblicher Weise aus Kettfäden
1a + 1b, 2a + 2b bzw. 6a + 6b, 7a + 7b und Schußfäden 3 + 4 bzw. 8 + 9 gebildet ist.
[0011] Die bahnförmige Ware 14 wird auf einem zweischützigen Webstuhl oder einem Doppel-Greiferwebstuhl
mit einschütziger Webtechnik mit einem Schuß für das Oberwerk und einem Schuß für
das Unterwerk hergestellt, d. h. es werden nach einschütziger Webtechnik vier Grundgewebe
hergestellt, wobei die innenliegenden Gewebe 12 über die Polfäden 5a + 5b untereinander
verbunden sind. Die außenliegenden Gewebe 13 sind ein von den Trägergeweben für die
Polfäden 5a + 5b separates Flachgewebe, welches bindungsmäßig und farblich unabhängig
von dem anderen Gewebe gestaltet werden kann. Die Gewebe 13 und 12 werden jeweils
dadurch aneinander gehalten, daß die Kettfäden 1a + 1 b + 6a + 6b in bestimmten Abständen
in das zugehörige Gewebe 12 überwechseln und dort von einem Schußfaden 9 + 4 eingebunden
werden. Dieser Wechsel der Kettfäden kann beliebig erfolgen. Man erhält eine flächenmäßig
gute Verbindung zwischen den Geweben 13 und 12, ohne daß sich das Gewebe 12 oder Teile
desselben auf der Außenseite des Gewebes 13 abzeichnen. Die vom Gewebe 13 in das Gewebe
12 überwechselnden Kettfäden 1a + 1 b + 6a + 6b sind nach außen nicht sichtbar, weil
sie von der durch die Polfäden 5a + 5b gebildeten Plüschseite verdeckt sind.
[0012] Die Polfäden 5a + 5b sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel W-bindig in die
Gewebe 12 eingebunden. Es ist erkennbar, daß die Kettfäden 1 a + 1 b + 6a + 6b der
äußeren Gewebe 13 zwischen den Einbindestellen 10a + 10b der Polfäden 5a + 5b in das
Gewebe 12 überwechseln, d. h. die Einbindestellen 11 der Kettfäden 1a + 1b + 6a +
6b des äußeren Gewebes 13 in das innenliegende Gewebe 12 liegen jeweils zwischen Einbindestellen
10a + 10b der Polfäden 5a + 5b und überschneiden sich nicht mit diesen.
[0013] Für die Herstellung der Ware sind außerdem zwei Ketten erforderlich, die mit unterschiedlichen
Spannungen zugeführt werden, denn nur so können die Schüsse übereinander gebracht
werden.
[0014] Das Oberflächenbild der außenliegenden Gewebe 13 wird durch die gewebte Bindung,
Schärung, Farbe, Material in Kette und Schuß so wie ein normales Flachgewebe gestaltet.
Das außenliegende Flachgewebe 13 kann daher sowohl als Uni-Ware als auch mit Streifen
in jeder Form und breite gestaltet werden. Auch die Schußeintragung kann zur Gestaltung
des Oberflächengebildes der Gewebe 13 beitragen. Als Bindung kann hier Taffet, Satin,
Köper usw. genommen werden.
[0015] Über einen Schußwechsler kann abwechselnd mit einem dünnen und einem dicken Schußfaden
gearbeitet werden. Dementsprechend lassen sich in den einzelnen Gewebelagen 13 und
12 unterschiedliche Materialien bzw. Fäden verarbeiten. Auch ist der Einsatz von glattem
und Flammengarn in verschiedensten Reihenfolgen möglich. Als Material für den Rücken
des Flachgewebes können alle Cellulosefasertypen, native und regenerierte Wolle, Naturseide,
Polyamid, Polyester, Acryl und Modacryle, normale und Schrumpftypen, Verwendung finden.
Gleiches gilt für das Polmaterial. Um der Oberfläche des Flachgewebes 13 ein wildlederartiges
Aussehen zu geben, werden als Material für den Flachgewebe-Rücken Garne aus aufspaltbaren
Verbundfäden benutzt, beispielsweise Fäden, die aus Polyamid- und Polyester-Einzel-Sektoren
bestehen. Die Aufspaltung der eingewebten Verbundfäden mit ihren Seite an Seite liegenden
Komponenten geschieht in bekannter Weise durch Behandlung mit heißem Wasser oder leichtes
Schmirgeln der Gewebeoberfläche. Auch Garne mit extra feinen Fasern einer Einzelfasereinheit
von 0,0001 bis 0,8 Denier sind für den genannten Zweck geeignet, desgleichen Garne
aus Naturseide wie Schappe- oder Bourretteseide.
[0016] Die Noppenlänge der aufgeschnittenen Polfäden 5a + 5b kann je nach dem gewünschten
Aussehen der Plüschseite unterschiedlich sein und zwischen kurzer Samtware bis zu
großer Länge eines Fuchsfells schwanken. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das eine freie
Länge der Polfäden 5a + 5b zwischen Oberwerk 15 und Unterwerk 16 von 2 mm bis 80 mm
und einer Gesamthöhe des Pols der aufgeschnittenen Ware von 1 mm bis 40 mm über Grund.
Die Plüschseite oder Florseite kann antibakteriell und antistatisch ausgerüstet sein,
während man beide Seiten des Gewebes wasserabweisend ausrüsten kann.
[0017] Beim fertigen Bekleidungsstück kann je nach Wunsch wahlweise die glatte Oberfläche
der Gewebebahn 13 oder die Plüschseite außen oder innen getragen werden.
1a Kettfaden Deckgewebe Oberwerk
1 b Kettfaden Deckgewebe Oberwerk
2a Kettfaden Trägergewebe Oberwerk
2b Kettfaden Trägergewebe Oberwerk
3 Schußfaden Deckgewebe Oberwerk
4 Schußfaden Trägergewebe Oberwerk
5a Polfaden
5b Polfaden
6a Kettfaden Deckgewebe Unterwerk
6b Kettfaden Deckgewebe Unterwerk
7a Kettfaden Tragergewebe Unterwerk
7b Kettfaden Tragergewebe Unterwerk
8 Schußfaden Deckgewebe Unterwerk
9 Schußfaden Trägergewebe Unterwerk
10a Einbindungsstellen des Poigarnes
10b Einbindungsstellen des Polgarnes
11 Anbindungspunkte des Deckgewebes
12 Trägergewebe Ober- und Unterwerk
13 Deckgewebe Ober- und Unterwerk
14 ungeschnittene Ware
15 Oberwerk
16 Unterwerk
1. Verfahren zum Herstellen zweiseitiger textiler Flächengebilde, insbesondere für
Oberbekleidungsstücke, mit einer Optik eines Flachwebstuhlproduktes, die alle Qualitäten
umfaßt, die aus Kette und Schuß hergestellt worden sind, wobei die Außenseite ein
tuch- oder wildlederartiges Oberflächenbild haben kann, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Doppelplüschwebeverfahren eine Doppelplüschware hergestellt wird, deren beide
von den Polgarnen verbundene Lagen zweischichtig mit örtlicher gegenseitiger Bindung
erzeugt und die Polgarne nur in die eine Schicht eingebunden werden, woraufhin man
die Polgarne zum Trennen der beiden Lagen zerschneidet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die tuch- oder wildlederartige
Seite bildende Schicht jeder Lage in die die Polgarne tragende Schicht mit geeigneter
Polbindung und geeigneten Rapportgrößen in Poldurch und Polauf eingebunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die tuch- oder
wildlederartige Seite bildenden Schichten gewebt und mit ihren Kettfäden mit gleichbleibenden
oder unregelmäßigen Abständen in die jeweils andere Schicht jeder Lage eingebunden
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckgewebe durch
Anbindungspunkte verbunden werden, welche das Trägerwerk an das Deckgewebe oder das
Deckgewebe an das Trägerwerk anbinden, wobei die einzelnen Anbindungspunkte unterschiedlich
weit voneinander entfernt gesetzt werden können.
5. Zweiseitiges textiles Flächengebilde, hergestellt nach dem Verfahren aus einem
der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es aus zwei miteinander verbundenen
Schichten (13 und 12) besteht, wobei die eine Schicht (13) ein tuch- oder wildlederartiges
Gewebe und die andere Schicht (12) ein Träger für Polgarne (5a und 5b) ist.
6. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das tuch-
oder wildlederartige Gewebe (13) mit seinen Kettfäden (1a und 1b ; 6a und 6b) mit
flottierender Bindung in die andere Schicht (12) eingebunden ist.
7. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettfäden
(1a und 1b ; 6a und 6b) des tuch- oder wildlerartigen Gewebes (13) beliebig in die
andere Schicht (12) eingebunden sind.
8. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die als Träger für Polgarne (5a und 5b) dienende Schicht (12) ein von der anderen
Schicht (13) abweichendes Gewebe ist.
9. Textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kettfäden (1a und 1 b ; 6a und 6b) des Deckgewebes (13) aus einem wesentlich
anderen Material bestehen oder eine andere farbliche Zusammsetzung aufweisen als die
Kettfäden (2a und 2b ; 7a und 7b) des Trägergewebes (12).
10. Textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schußfäden (3 ; 8) des Deckgewebes (13) aus einem wesentlich anderen Material
bestehen oder eine andere farbliche Zusammensetzung aufweisen als die Schußfäden (4;
9) des Trägergewebes (12).
11. Textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kettmaterial vom Trägergewebe (12) und Deckgewebe (13) in gewünschtem Wechsel
das Oberflächenbild des tuch- oder wildlederartigen Gewebes bestimmend eingearbeitet
ist.
1. Process for the manufacture of flat reversible woven fabrics, in particular for
the manufacture of overcoats, presenting the optical aspect of a flat loom product
and comprising all advantages of warp and woof, the outside of which may have a surface
design of the type of cloth or chamois leather, characterized in that there is manufactured
a double plush fabric both layers connected by pile warps of which are produced in
double layers with local reciprocal linkage, the pile warps being linked in only one
layer, whereupon the pile warps are cut to separate both layers.
2. Process as defined in claim 1, characterized in that the layer forming the cloth
or chamois leather side of each layer is linked in the layer carrying the pile warps
with appropriate pile linkage and appropriate periodicity sizes in the lower and upper
pile.
3. Process as defined in either of claims 1 or 2, characterized in that the layers
forming the cloth or chamois leather type side are woven and linked with their warps
in regular or irregular distances in the opposite layer.
4. Process as defined in either of claims 1 or 2, characterized in that the covering
web and the support web are linked by connecting points which link the support web
to the covering web or the covering web to the support web, it being possible to place
said connecting points at different distances from one another.
5. Reversible woven fabric manufactured in compliance with the process disclosed in
either of claims 1 to 4, characterized in that it consists of two interconnected layers
(13 and 12), one of said layers (13) being a cloth or chamois leather type web while
the other (12) serves as support for pile warps (5a and 5b).
6. Woven fabric as defined in claim 5, characterized in that the cloth or chamois
leather type web (13) is linked with warps (1a and 1b ; 6a and 6b) in floating connection
in the other web (12).
7. Woven fabric as defined in claim 6, characterized in that warps (1a and 1 b ; 6a
and 6b) of the cloth or chamois leather type web (13) are randomly linked in the other
web (12).
8. Woven fabric as defined in either of claims 5, 6 or 7, characterized in that web
(12) serving as support for pile warps (5a and 5b) is a web different from the other
layer (13).
9. Woven fabric as defined in either of claims 5 to 8, characterized in that warps
(1a and 1b ; 6a and 6b) of the cover layer (13) consist of a completely different
material or have another color composition than warps (2a and 2b ; 7a and 7b) of the
support web (12).
10. Woven fabric as defined in either of claims 5 to 9, characterized in that woofs
(3 ; 8) of cover layer (13) consist of a completely different material or have another
color composition than woofs (4 ; 9) of support web (12).
11. Woven fabric as defined in either of claims 5 to 10, characterized in that the
warps of support web (12) and cover web (13) are woven to determine in desired alternation
the surface aspect of the cloth or chamois leather type web.
1. Procédé pour la fabrication de tissus plats à double-face, destiné en particulier
à la confection de survêtements et ayant l'aspect optique d'un produit réalisé sur
un métier à tisser plat présentant toutes les qualités d'un produit réalisé par fils
de chaîne et de trame, dont le côté extérieur peut avoir l'aspect du type drap ou
daim, caractérisé en ce qu'il est réalisé suivant le procédé de tissage double un
produit de peluche double, dont les deux pans liés par les fils de poil sont réalisés
en deux couches avec liaison réciproque locale avec armure des fils de poil uniquement
dans l'une des couches, et que les fils de poil sont découpés pour séparer les deux
couches.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de chaque pan
formant le côté du type drap ou daim est fixée dans la couche portant les fils de
poils avec une armure appropriée des poils et des dimensions de rapport appropriée
des poils traversants et des poils apparaissants.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les couches
formant le côté du type drap ou daim sont tissées et que leurs fils de chaîne sont
fixés à distance régulière ou irrégulière dans la couche opposée de chaque pan.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le tissu
de couverture et le tissu de support sont liés par des points d'armure liant le support
à la couverture ou la couverture au support, ces points de liaison pouvant être situés
à des distances variables l'une par rapport à l'autre.
5. Tissu plat à double-face réalisé suivant le procédé décrit dans l'une des revendications
1 à 4, caractérisé en ce qu'il consiste de deux couches (13 et 12) liées l'une à l'autre,
l'une des couches (13) étant un tissu à aspect du type drap ou daim, tandis que l'autre
couche (12) sert de support à des fils de poil (5a et 5b).
6. Tissu plat suivant la revendication 5, caractérisé en ce que les fils de chaîne
(1a et 1b ; 6a et 6b) du tissu (13) sont fixés par une liaison flottante dans l'autre
couche (12).
7. Tissu plat suivant la revendication 6, caractérisé en ce que les fils de chaîne
(1 a et ib ; 6a et 6b) du tissu (13) à aspect de drap ou de daim sont armés de manière
arbitraire dans l'autre couche (12).
8. Tissu plat suivant l'une des revendications 5, 6 ou 7, caractérisé en ce que la
couche (12) servant de support pour les fils de poil (5a et 5b) est un tissu différent
de l'autre couche (13).
9. Tissu plat suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que les fils
de chaîne (1a et 1 b ; 6a et 6b) du tissu de couverture (13) consistent d'une matière
sensiblement différente ou présentent une coloration différente que les fils de chaîne
(2a et 2b ; 7a et 7b) du tissu de support (12).
10. Tissu plat suivant l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que les fils
de trame (3 ; 8) du tissu de couverture (13) consistent d'une matière sensiblement
différente ou présentent une coloration différente que les fils de trame (4 ; 9) du
tissu de support (12).
11. Tissu plat suivant l'une des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que les
fils de chaîne du tissu de support (12) et du tissu de couverture (13) sont tissés
de façon alternante pour déterminer l'aspect de surface du tissu du type drap ou daim.

