[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zum kontinuierlichen Behandeln von Feinblech mit
einem Bandeintrittsteil und einem Bandaustrittsteil sowie einem dazwischen angeordneten
Ofen mit einem Eintritts-Bandspeicher vor dem Ofen und einem Austritts-Bandspeicher
hinter dem Ofen, ferner mit einem Tauchbeschichtungsteil zwischen dem Ofen und dem
Bandaustrittsteil.
[0002] Eine derartige Anlage ist durch die DE-OS 2710041 bekanntgeworden. Diese Anlage dient
zum kontinuierlichen Glühen und Feuerverzinken von Feinblech, hat einen Ofenteil und
einen in Bandlaufrichtung nachgeschalteten Tauchverzinkungsteil. Des weiteren sind
vor dem Ofenteil ein Eintritts-Bandspeicher und hinter dem Verzinkungsteil ein Austritts-Bandspeicher
angeordnet. Vor dem Eintritts-Bandspeicher ist der Eintrittsteil mit Abwickelhaspeln
und einer Bandreinigung versehen. Im Austrittsteil erfolgt neben dem Streckrichten
eine zusätzliche Bandnachbehandlung, bevor das verzinkte Band Aufwickelhaspeln zugeleitet
wird.
[0003] Diese Einzweckanlage kann nur dann wirtschaftlich arbeiten, wenn sie über längere
Zeiträume hinweg ohne Stillstandszeiten kontinuierlich betrieben werden kann. Dies
ist jedoch nur bei den Betreibern von Feuerverzinkungsanlagen möglich, wo eine entsprechende
Auslastung gegeben ist, um eine derartig leistungsfähige Feuerverzinkungsanlage kapazitätsmässig
voll nutzen zu können.
[0004] Bei denjenigen Betreibern von Feuerverzinkungsanlagen, die eine solche Anlage nicht
optimal betreiben können, wäre es erforderlich, diese von Zeit zu Zeit immer wieder
für einen gewissen Zeitraum stillzusetzen. Das ständige Stillsetzen und Wiederanfahren
einer derartigen Anlage ist jedoch unrentabel und technisch von grossem Nachteil.
Bei jedem neuen Wiederanlaufen einer solchen Feuerverzinkungsanlage kommt es qualitätsmässig
zu Bandausschuss und zu Anfahrschwierigkeiten.
[0005] Die DE-AS 2729931 offenbart einen Turmofen zur Wärmebehandlung von Walzblechen. Mit
dem Turmofen soll eine Vielzahl verschiedener Wärmebehandlungen realisiert werden.
Dabei kann dieser Turmofen entweder Bestandteil einer Anlage sein, die sich nur zur
Durchführung von Wärmebehandlungen eignet oder aber er ist in einer Anlage eingegliedert,
die ausser der Wärmebehandlung noch eine Feuerverzinkung durchführt.
[0006] Es handelt sich bei dieser Anlage also ebenfalls wie bei der Anlage nach der DE-OS
2711 041 nur um eine Einzweckanlage, der somit die gleichen Nachteile anhaften.
[0007] Durch die GB-PS 1 435 651 ist lediglich ein Glühofen zur Erzeugung tiefziehfähiger
Feinbleche offenbart, dessen Abkühlungsteil neben einer üblichen langsam wirkenden
Gas-Kühlstrecke eine schnell wirkende Wasser-Kühlstrecke aufweist. Dabei ist einerseits
erkennbar, dass das Bandmaterial über eine grössere Anzahl von Umlenkrollen in mehreren
Schlaufen durch die Wasser-Kühlstrecke geführt werden kann, während andererseits auch
die Möglichkeit besteht, das Bandmaterial unter Umgehung der Wasser-Kühlstrecke oberhalb
derselben direkt durch einen Schutzkanal zu führen.
[0008] Im Grunde wird hier lediglich eine Anlage aufgezeigt, die es ermöglicht, mit zwei
verschiedenen Kühlbehandlungen auf durchlaufendes Bandmaterial einzuwirken. Auch bei
dieser Anlage handelt es sich um eine Einzweckanlage, der die obengenannten Nachteile
anhaften.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage der eingangs genannten
Art zu schaffen, die als Mehrzweckanlage entsprechend dem Bedarf sowohl zum kontinuierlichen
Glühen von Feinblech als auch zum Glühen und Tauchbeschichten von Feinblech optimal
wirtschaftlich betrieben werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Anfang des Tauchbeschichtungsteils
an den Ausgang des Ofens und das Ende des Tauchbeschichtungsteils an den Anfang des
Bandaustrittsteils ankoppelbar und davon wieder abkoppelbar sind, so dass die Anlage
abwechselnd entweder zum kontinuierlichen Glühen und zum Tauchbeschichten von Feinblech
oder ausschliesslich nur zum kontinuierlichen Glühen von Feinblech verwendbar ist.
[0011] Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, beim Übergang vom Tauchbeschichten zum kontinuierlichen
Glühen den Tauchbeschichtungsteil zunächst sowohl vom Ofenteil als auch vom Austrittsteil
abzukoppeln und dann den Ofenteil direkt an den Austrittsteil anzukoppeln. Beim Übergang
vom kontinuierlichen Glühen zum Tauchbeschichten kann der Tauchbeschichtungsteil wieder
an den Ofenteil und an den Austrittsteil angekoppelt werden.
[0012] Dadurch gelangt man zu einer Mehrzweckanlage, mit der es möglich ist, z.B. eine gewisse
Zeit Feinblech nur kontinuierlich zu glühen und dann anschliessend Feinblech zu glühen
und auch zu beschichten, z.B. feuerzuverzinken. Nach Beendigung des Tauchbeschichtens
kann die Anlage wieder auf den reinen Glühbetrieb für Feinblech umgestellt werden
und dies je nach Produktionsprogramm im dauernden Wechsel und in kürzester Zeit.
[0013] Die Voraussetzungen für eine Mehrzweckanlage sind auch in den gleichen technischen
Auslegungsparametern, wie Bandabmessungen, Coilgewichten, Bandgeschwindigkeiten, Ofentemperaturen
und dergleichen gegeben. Auch das Einsatzmaterial, kaltgewalztes Feinblech von der
Tandemstrasse, ist ebenfalls für beide Verfahren, nämlich für das Glühen und für das
Tauchbeschichten, gleich.
[0014] Um von der einen Arbeitsweise auf die andere Arbeitsweise übergehen zu können, um
also etwa nach beendetem kontinuierlichem Glühen das Feinblech wieder tauchzubeschichten,
genügt es, das Band am Ausgang des Ofenteils, z.B. mittels einer handbetätigten Schere
zu trennen und nach dem Wiedereinfädeln des Bandanfangs über Hebezeug und Kette durch
den Aufheiz- bzw. Kühlturm, den Zinkrüssel und den Tauchbeschichtungskessel, diesen
oberhalb desselben mit dem dort verweilenden Bandende durch Verschweissung wieder
zu verbinden.
[0015] Gleichzeitig wird das im Verlängerungskanal hinter dem Ofen befindliche Bandende
soweit verfahren, dass es mit dem auf der Austrittsseite des Tauchbeschichtungsteils
ebenfalls verweilenden Bandanfangs verbunden werden kann.
[0016] Eine derartige Arbeitsweise bedeutet gleichzeitig, dass wesentliche Anlagenteile,
die sowohl zum kontinuierlichen Glühen als auch zum Tauchbeschichten identisch sind,
nicht doppelt investiert werden müssen. Ebenfalls ist der Personalaufwand beträchtlich
geringer.
[0017] Aus diesem Grund ist für das kontinuierliche Glühen von Feinblech und für das Tauchbeschichten
von Feinblech ein gemeinsamer Ofenteil vorgesehen.
[0018] Der Tauchbeschichtungsteil kann als Feuerverzinkungsteil, als Feueraluminierungsteil,
als Feuerverzinnungsteil oder dergleichen ausgebildet sein.
[0019] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist dem Ofenteil und dem Tauchbeschichtungsteil
ein gemeinsamer Austrittsteil mit Austritts- bandspeicher nachgeordnet. Damit ist
sichergestellt, dass sämtliches Material beim Übergang vom Tauchbeschichten zum kontinuierlichen
Glühen bzw. umgekehrt, die gleiche Strecke bis zu den Abwickelhaspeln durchläuft.
[0020] Zweckmässig ist zwischen dem Ofenteil und dem Tauchbeschichtungsteil ein Verlängerungskanal
mit Bandeinfädelspeicher angeordnet. Hierdurch ist es möglich, die Ankopplung so vorzunehmen,
ohne dass dafür der gesamte Eintrittsteil mit Ofenteil betätigt werden muss.
[0021] Der Bandeinfädelspeicher ist vorteilhafterweise als vertikal verfahrbare Bandspeicherrolle
ausgebildet.
[0022] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung befindet sich im Normalbetrieb die Bandspeicherrolle
ausserhalb des Verlängerungskanals. Unter Normalbetrieb ist der übliche Betrieb dieser
Anlage zu verstehen, also derjenige Betrieb, der nach beendetem An- und Abkoppeln
jeweils durchgeführt wird.
[0023] Zweckmässig sind zum Abkoppeln eintrittsseitig eine handbetätigte Schere und austrittsseitig
eine angetriebene Trennschere vorgesehen. Das bedeutet, dass in dem mit Schutzgas
umspülten Verlängerungskanal, der bspw. im Falle des Verzinkens eine Temperatur von
450°C aufweist, ausser den erforderlichen Rollen keine weiteren maschinellen Einrichtungen
vorhanden sind.
[0024] Des weiteren empfiehlt es sich, die Anlage so auszubilden, dass zum Ankoppeln des
Tauchbeschichtungsteils Bandanfang und Bandende eintrittsseitig durch Schweissung
von Hand und austrittsseitig durch eine Heft- oder Schweissmaschine zu verbinden sind.
Das Schweissen erfolgt eintrittsseitig oberhalb des Beschichtungskessels von Hand
und austrittsseitig unmittelbar hinter der Trennschere durch eine Heft- bzw. Schweissmaschine.
[0025] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird nach einem weiteren, nebengeordneten
Vorschlag erfindungsgemäss auch dadurch gelöst, dass der Ausgang des Ofens an den
Anfang des Tauchbeschichtungsteils und der Anfang des Austritts-Bandspeichers an das
Ende des Tauchbeschichtungsteils ankoppelbar und davon wieder abkoppelbar sind, so
dass auch hier die Anlage abwechselnd entweder zum kontinuierlichen Glühen und Tauchbeschichten
von Feinblech oder ausschliesslich nur zum kontinuierlichen Glühen von Feinblech verwendbar
ist.
[0026] Auch hier gelangt man zu einer Mehrzweckanlage, mit der es möglich ist, z.B. eine
gewisse Zeit Feinblech kontinuierlich zu glühen und dann anschliessend Feinblech auch
zu beschichten, z.B. feuerzuverzinken. Nach Beendigung des Tauchbeschichtens kann
die Anlage auf den reinen Glühbetrieb für Feinblech umgestellt werden und dies je
nach Produktionsprogramm im dauernden Wechsel und in kürzester Zeit.
[0027] Die Voraussetzung für eine Mehrzweckanlage sind auch hier in den gleichen technischen
Auslegungsparametern, wie Bandabmessungen, Coilgewichten, Bandgeschwindigkeiten, Ofen-Temperaturen
und dergleichen gegeben. Das Einsatzmaterial, kaltgewalztes Feinblech von der Tandemstrasse,
ist ebenfalls für beide Verfahren, nämlich für das Glühen und für das Tauchbeschichten,
gleich.
[0028] Um von einer Arbeitsweise auf die andere Arbeitsweise übergehen zu können, um also
etwa nach beendetem kontinuierlichen Glühen das Feinblech tauchbeschichten zu können,
genügt es, das Band am Ausgang des Ofenteils und am Eingang des Austritts-Bandspeichers
mittels einerTeilschere zu trennen und mit dem in unmittelbarer Nähe befindlichen
jeweiligen Ende bzw. Anfang des im Tauchbeschichtungsteil verbliebenen Bandes mittels
einer Heftmaschine wieder zu verbinden.
[0029] Eine derartige Arbeitsweise bedeutet auch hierbei, dass wesentliche Anlagenteile,
die sowohl zum kontinuierlichen Glühen als auch zum Tauchbeschichten identisch sind,
nicht doppelt investiert werden müssen. Ebenfalls ist der Personalaufwand beträchtlich
geringer.
[0030] Zweckmässig ist auch hierbei für das kontinuierliche Glühen von Feinblech und für
das Tauchbeschichten von Feinblech ein gemeinsamer Ofenteil vorgesehen.
[0031] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist dem Ofenteil und dem Tauchbeschichtungsteil
ein gemeinsamer Austrittsbandspeicher nachgeordnet. Damit ist sichergestellt, dass
beim Übergang vom Tauchbeschichten zum kontinuierlichen Glühen bzw. umgekehrt der
zum Ankoppeln erforderliche Bandvorrat aus dem Austrittsbandspeicher gezogen werden
kann, ohne dass hierfür die Aggregate im Austrittsteil entgegen der Bandlaufrichtung
betätigt werden müssen.
[0032] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann die Anlage so ausgeführt sein,
dass am Ausgang des Ofenteiles und am Eingang des Austrittsbandspeichers je eine Teilschere
angeordnet ist. Damit ist es ohne grössere Unterbrechung möglich, beim Übergang vom
Tauchbeschichten zum Glühen oder auch umgekehrt das Band am Ende des Ofenteiles und
am Anfang des Austrittsbandspeichers zu teilen.
[0033] Des weiteren ist zweckmässigerweise am Eingang des Tauchbeschichtungsteiles und am
Eingang des Austrittsbandspeichers je eine Heftmaschine angeordnet. Auch hierdurch
wird sichergestellt, dass die jeweils gegenüberliegenden und zusammengehörigen Bandenden
miteinander verbunden werden können.
[0034] Ebenfalls empfiehlt es sich, zwischen dem Ofenteil und dem Tauchbeschichtungsteil
einen Aufzug zum Einfädeln des Bandes vorzusehen, damit das Bandende bzw. der Bandanfang
vom Ende des Ofenteiles zum Anfang des Austritts- bandspeichers und umgekehrt transportiert
werden kann.
[0035] In dem Aufzug ist vorteilhafterweise eine in beiden Richtungen vertikal verfahrbare
Klemm-und Einfädelvorrichtung angeordnet. Die Klemm-und Einfädelvorrichtung besteht
zweckmässig aus zwei beidseitig des Bandes angeordneten, andrückbaren Rollen.
[0036] Als Tauchbeschichten kommen auch hier das Feuerverzinken, das Feueraluminieren sowie
das Feuerverzinnen und dergleichen in Frage.
[0037] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele für das Tauchbeschichten
in Form von Feuerverzinken des näheren beschrieben.
[0038] Es zeigen die
Fig. 1 a und 1 b eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Glühen von Feinblech und zum
Feuerverzinken von Feinblech, als Beispiel für das Tauchbeschichten, wobei die Verbindungsstelle
zwischen den Fig. 1 a und 1 b die Ebene A-B ist, und
Eig. 2a und 2b eine gegenüber den Fig. 1a und 1 b etwas abgewandelte Vorrichtung zum
kontinuierlichen Glühen von Feinblech und zum Feuerverzinken von Feinblech, als Beispiel
für das Tauchbeschichten, wobei die Verbindungsstelle zwischen den Fig. 2a und 2b
die Ebene C-D ist.
[0039] Die in den Fig. 1 und 1 b dargestellte Anlage dient zum kontinuierlichen Glühen von
Feinblech und zum Glühen und Feuerverzinken von Feinblech. Die Anlage besteht aus
einem Eintrittsteil 1, einem Eintrittsbandspeicher 2, einem Ofenteil 3, einem Austrittsteil
4, einem Austrittsbandspeicher 5 sowie einem Verzinkungsteil 6. Der Eintrittsteil
1 weist zwei Abwickelhaspel 7 und 8 mit darauf befindlichen Abwickelcoils 9 und 10
auf, die abwechselnd nacheinander abgewickelt werden. Ausserdem enthält der Eintrittsteil
1 eine Schweissmaschine 11 und weitere Einrichtungen 12, 13 und 14 zum Reinigen des
Bandes 15 für die nachfolgende Behandlung.
[0040] Der Eintrittsbandspeicher 2 enthält mehrere ortsfest gelagerte untere Umlenkrollen
16 und mehrere obere in Richtung des Doppelpfeiles 17 höhenverstellbare lose Umlenkrollen
18. Der Ofenteil 3 ist von üblicher Bauart und besteht aus einem vorderen Aufheizteil
19, einem mittleren Halteteil 20 und einem hinteren Kühlteil 21.
[0041] Der Verzinkungsteil 6 besteht aus einem Aufheiz- bzw. Kühlturm 22 und einem Zinkkessel
23 sowie einer Sekundärkühlstrecke 24. An den Aufheiz- bzw. Kühlturm 22 ist ein schräg
nach unten geneigter Rüssel 25 angeschlossen, der in das Zinkbad 26 hineinragt, das
sich in dem Zinkkessel 23 befindet.
[0042] In der Wandung des Aufheiz- bzw. Kühlturmes 22 sind in nicht näher dargestellter
Weise Heiz-und Kühleinrichtungen angeordnet. Die Heizeinrichtungen, z.B. Brenner werden
eingeschaltet, um nach dem Stillstand, das heisst nach Beendigung des Ankoppelns das
nun zu verzinkende Band auf Zinkbadtemperatur von 450°C zu bringen. Falls andererseits
die Bandtemperatur für das nachfolgende Verzinken zu hoch sein sollte, dienen die
in der Wandung des Aufheiz- bzw. Kühlturmes 22 vorgesehenen Kühleinrichtungen zur
Einregulierung der gewünschten Solltemperatur für das nachfolgende Verzinken des Bandes.
[0043] Zwischen dem Aufheiz- bzw. Kühlturm 22 und dem Ofenteil 3 ist ein Bandeinfädelspeicher
27 in Form einer vertikal verfahrbaren Bandspeicherrolle 28 angeordnet, die sich im
Normalbetrieb bei Bandspeicher Null unterhalb des Verlängerungskanales 29 des Ofenteiles
3 in Position 28' befindet.
[0044] Der Austrittsteil 4, der sich dem Ofenteil 3 bzw. dem Feuerverzinkungsteil 6 anschliesst,
besteht im vorderen Abschnitt 4
' aus mehreren Bandbehandlungseinrichtungen, nämlich einem Dressiergerüst 30, einer
Streckrichteinheit 31 sowie einer Chromat-Nachbehandlung 32, letztere nur für verzinktes
Band. Im hinteren Abschnitt 4" befinden sich eine Teilschere 33 und daran anschliessend
zwei Aufwickelhaspel 34 und 35 mit den Aufwickelcoils 36 und 37.
[0045] Der Austrittsbandspeicher 5, im dargestellten Ausführungsbeispiel von vertikaler
Bauart, das heisst im wesentlichen gleich dem Eintrittsbandspeicher 2, ist im Austrittsteil
4 zwichen Abschnitt 4' und 4" angeordnet. Dadurch brauchen beim Stillstand, bedingt
durch den Coilwechsel an den Aufwickelhaspeln 34 und 35, auch die Bandbehandlungseinrichtungen
30, 31 und 32 nicht angehalten zu werden. Im Normalbetrieb wird mit leerem Bandspeicher
- Stellung 5' - gefahren und beim Coilwechsel füllt sich dann der Speicher bis Stellung
5".
[0046] Beim erstmaligen kontinuierlichen Glühen von Feinblech wird das Band 15 im Wechsel
von einem der beiden Haspel 7 und 8 abgewickelt und durchläuft die Schweissmaschine
11 sowie die Bandreinigungseinrichtungen 12, 13 und 14, um von hier in den Eintrittsbandspeicher
2 zu gelangen. Nach mehreren Umlenkungen tritt das Band 15 an der Eintrittsstelle
38 in den Ofenteil 3. Darin kann dasselbe zunächst im Aufheizteil 19 bis auf Normalisierungstemperatur
von etwa 900°C aufgeheizt werden. Anschliessend wird diese Temperatur im Halteteil
20 eine bestimmte Zeit auf dieser Höhe gehalten und danach das Band 15 im Kühlteil
21 stufenweise mit Verweilpausen auf Raumtemperatur abgekühlt. An der Austrittsstelle
39 verlässt das Band 15 den Ofenteil 3 und gelangt nach Umlenkung über eine Rolle
40 aus der Vertikalen in die Horizontale, durch den Verlängerungskanal 29 auf direktem
Weg unterhalb des Zinkkessels 23 in Richtung des Pfeiles 41 zum Austrittsteil 4. Hier
wird es über Umlenk- und S-Rollen zunächst dem Dressiergerüst 30 und gegebenenfalls
auch der Streckrichteinheit 31 zugeführt. Die Chromat-Nachbehandlung 32 ist bei unverzinktem
Feinblech nicht in Betrieb. Nach Passieren des Austrittsbandspeichers 5 und der Teilschere
33 wird das Band im Wechsel auf einem der beiden Haspel 34 und 35 aufgewickelt.
[0047] Beim erstmaligen Übergang vom kontinuierlichen Glühen auf Feuerverzinken wird das
Band 15 im Kühlteil 21 nur auf Zinkbadtemperatur von ca. 450°C abgekühlt und verlässt
ebenfalls an der Austrittsstelle 39 den Ofenteil 3. Zur Umlenkung des Bandes 15 in
den Verzinkungsteil 6 ist nun ein Trennen des Bandes 15 erforderlich. Dies erfolgt
zweckmässigerweise durch eine handbetätigte Schere an Bandposition 42'. Danach wird
der im Verlängerungskanal 29 liegende neue Bandanfang an eine mittels Kran an einer
gewichtsbelasteten Kette 43 heruntergelassenen Triangel 43' von Hand angeschweisst
und wieder unter ständigem Bandnachfahren im Aufheiz- bzw. Kühlturm 22 nach oben gezogen
und oberhalb der Umlenkrolle 44 ebenfalls an dieser Kette 43 hängend damit durch den
Zinkrüssel 25 bis in das Zinkbad 26 geführt. Nach Herausheben des Bandanfangs mittels
Kran und Abtrennen der Kette wird der Bandanfang weiter mittels Kran durch die Sekundärkühlstrecke
24 gefädelt, wo er diese nach Passieren der Umlenkrolle 45 schliesslich verlässt.
[0048] Zwischenzeitlich wurde das Bandende von der Trennstelle 42' mittels der Treibapparate
46 bis zur Heft- bzw. Schweissmaschine 47 gefahren und dort positioniert. Jetzt wird
der in Höhe der Umlenkrolle 45 verbliebene Bandanfang mittels der angetriebenen Umlenkrollen
48 und 45 ebenfalls bis zur Heft- bzw. Schweissmaschine 47 transportiert und dort
mit dem Bandende verbunden. Nun kann auf der Anlage das Band feuerverzinkt werden
und läuft danach ebenfalls in den Austrittsteil 4 bis zu den beiden Haspeln 34 und
35, wobei die Chromat-Nachbehandlung 32 benutzt wird.
[0049] Vor dem erneuten Übergang vom Feuerverzinken auf kontinuierliches Glühen wird zunächst
mit der vertikal verfahrbaren Bandspeicherrolle 28 ein Bandeinfädelspeicher 27 gebildet.
Das Band wird nun mittels handbetätigter Schere an Bandposition 42" getrennt und das
Bandende mit Hilfe der angetriebenen Umlenkrollen 48 und 45 sowie der Einrichtungen
im Austrittsteil 4 durch den Aufheiz- bzw. Kühlturm 22, durch den Zinkrüssel 25 und
durch den Zinkkessel 23 durchgezogen, bis es etwa 2 m oberhalb desselben zum Stillstand
kommt, das heisst das Band 15 sich dann nicht mehr im Zinkbad 26 befindet. Danach
wird das Band im Austrittsteil mit der Schere 49 getrennt und anschliessend das eine
Ende an der Umlenkrolle 45 und das andere Ende an der Heft- bzw. Schweissmaschine
47 positioniert. Der Bandanfang, der nach dem Trennen noch im Verlängerungskanal 29
verblieben ist, wird nun unter Benutzung des Bandvorrats im Bandeinfädelspeicher 27,
das heisst bei Stillstand des Ofenteiles 3 mittels der Treibapparate 46 auch zur Heft-
bzw. Schweissmaschine 47 transportiert und mit dem dort bereits befindlichen Bandende
erneut verbunden. Nun kann auf der Anlage wieder Band in der bereits beschriebenen
Weise nur kontinuierlich geglüht werden, während der Verzinkungsteil 6 mit dem darin
stehenden Band abgekoppelt wurde.
[0050] Soll auf der Anlage nun erneut das geglühte Band auch feuerverzinkt werden, so muss
der Verzinkungsteil 6 wieder angekoppelt werden. Auch hierfür wird zunächst mit der
Bandspeicherrolle 28 ein Bandeinfädelspeicher 27 gebildet. Danach wird das Band wieder
mit einer handbetätigten Schere im Verlängerungskanal 29 an Bandposition 42' getrennt
und der Bandanfang in bereits beschriebener Weise an eine Triangel, die an einer gewichtsbelasteten
Kette 43 hängt, von Hand angeschweisst und erneut unter ständigem Bandnachlassen aus
dem Bandeinfädelspeicher 27 im Aufheiz- bzw. Kühlturm 22 durch den Kran nach oben
gezogen. Oberhalb der Umlenkrolle 44 wird der an dieser Kette hängende Bandanfang
wieder durch den Zinkrüssel 25 bis in das Zinkbad 26 geführt. NactrHerausheben des
Bandanfangs wird derselbe dann auf der Arbeitsbühne des Zinkkessels 23 mit dem etwa
2 m oberhalb desselben im Verzinkungsteil 6 verbliebenen Bandende durch Handschweissung
wieder verbunden. Die andere Bandverbindung erfolgt in bereits beschriebener Weise
dadurch, dass das an der Trennstelle 42' verbliebene Bandende mittels der Treibapparate
46 bis zur Heft- bzw. Schweissmaschine 47 transportiert und dort positioniert wird.
Danach gelangt der in Höhe der Umlenkrolle 45 im Verzinkungsteil 6 verbliebene Bandanfang
mittels der angetriebenen Umlenkrollen 48 und 45 ebenfalls bis zur Heft- bzw. Schweissmaschine
47, um dort mit dem Bandende verbunden zu werden. Hiermit ist der Verzinkungsteil
wieder angekoppelt.
[0051] Bei der in den Fig.2a und 2b dargestellten Anlage entsprechen der Eintrittsteil 1
und der Eintrittsbandspeicher 2 sowie der Ofenteil 3 den entsprechenden zu den Fig.
la und 1b vorstehend beschriebenen Teilen. Hier jedoch ist zwischen dem Ofenteil 3
und einem Austrittsbandspeicher 50 ein Aufzug 51 zum Einfädeln des Bandes 15 vorgesehen.
[0052] Im in den Fig. 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Austrittsbandspeicher
50 unterhalb des Ofenteiles 3 angeordnet und hat an dem einen Ende 52 mehrere Festrollen,
über die das Band 15 in mehreren Schlingen gelegt ist, und an dem anderen Ende 53
einen in Richtung des Doppelpfeiles 54 verfahrbaren Schlingenwagen 55, dessen Endposition
mit 55' bezeichnet ist.
[0053] Der Austrittsteil 56 hat mehrere Nachbehandlungseinrichtungen für das Band 15, nämlich
ein Dressiergerüst 57, eine Streckrichteinheit 58 und eine Chromat-Nachbehandlungseinrichtung
59. Des weiteren sind noch eine Teilschere 60 sowie zwei Aufwickelhaspel 61 und 62
mit darauf befindlichen Aufwickelcoils 63 und 64 vorgesehen.
[0054] Der Verzinkungsteil 65 besteht aus einer Kühlstrecke 66 und einem Zinkbad 67 sowie
aus einer Kühlstrecke 68. Der Aufzug 51 zum Einfädeln des Bandes 15 ist zwischen dem
Ausgang 69 des Ofenteiles 3 und dem Eingang 52 des Austritts- bandspeichers 50 vorgesehen.
Am Ende des Ofenteiles 3 ist eine Verlängerung 70 als Abzweigung zum Verzinkungsteil
65 vorgesehen, die in die Kühlstrecke 66 mündet, an der sich ein Rüssel 71 anschliesst,
der in das Zinkbad 67 eintaucht.
[0055] Am Ende des Ofenteiles 3 ist der Aufzug 51 zum Einfädeln des Bandes 15 vorgesehen,
der vom Austrittsende 69 des Ofenteiles 3 bis zum Hüttenflur 72 kurz vor dem Eingang
52 des Austritts- bandspeichers 50 reicht. In dem Aufzug 51 ist eine Klemm- und Einfädelvorrichtung
73 in Form eines das Band 15 zwischen sich führenden Rollenpaares über die gesamte
Höhe des Aufzuges 51 höhenverfahrbar angeordnet.
[0056] Am Ende 69 des Ofenteiles 3 ist eine Teilschere 74 vorhanden. Des weiteren ist vor
dem Eingang 52 des Austrittsbandspeichers 50 eine Teilschere 75 vorgesehen und in
der Ofenverlängerung 70 des Verzinkungsteiles 65 eine Heftmaschine 76 angeordnet.
Auch vor der Teilschere 75 steht eine Heftmaschine 77. Mit den Teilscheren 75 und
74 ist das Band 15 beim Wechsel vom Feinblechglühen zum Feuerverzinken bzw. umgekehrt
zu teilen, wobei unmittelbar anschliessend die Bandenden mit den Heftmaschinen 76
und 77 zu verbinden sind.
[0057] Beim erstmaligen kontinuierlichen Glühen von Feinblech wird das Band 15 von einem
der beiden Haspel 7 oder 8 abgewickelt und durchläuft die Schweissmaschine 11 und
die Bandreinigungseinrichtungen 12, 13 und 14, um von hier aus in den Eintrittsbandspeicher
2 zu gelangen. Nach mehreren Umlenkungen innerhalb des Eintrittsbandspeichers tritt
das Band 15 an der Eintrittsstelle 38 in den Ofenteil 3. Im Ofenteil 3 kann dasselbe
zunächst im Aufheizteil 19 bis auf Normalisierungstemperatur von maximal 950°C aufgeheizt
werden. Anschliessend wird diese Temperatur in dem Halteteil 20 in etwa auf dieser
Höhe gehalten, worauf das Band 15 in dem Kühlteil 21 auf Raumtemperatur, beispielsweise
20°C stufenweise abgekühlt wird. Darauf verlässt das Band 15 den Ofenteil 3 am Ausgang
69 und wird über eine Rolle 78 in den Aufzug 51 umgelenkt, den es in Richtung des
Pfeiles 80 durchläuft. Am unteren Ende des Aufzuges 51 wird das Band 15 über eine
Umlenkrolle 79 geführt und läuft in den Austrittsbandspeicher 50, von dem aus es in
Richtung des Pfeiles 80
', beispielsweise zunächst über das Dressiergerüst 57 und die Streckeinrichteinheit
58 geführt und auf den Aufwickelhaspeln 61 und 62 aufgewickelt wird.
[0058] Beim Übergang vom Glühen zum Verzinken wird das aus dem Ofenteil 3 austretende Band
15 mit der Teilschere 74 getrennt und das in dem Aufzug 51 befindliche Band 15 durch
diesen so weit in den Austrittsbandspeicher 50 gefahren, bis das Bandende sich in
der Heftmaschine 77 befindet. Gleichzeitig wird das andere Bandende in den Verzinkungsteil
65 durch die Ofenverlängerung 70, die Kühlstrecke 66, den Rüssel 71 und die Kühlstrecke
68 eingefädelt und mittels des Rollenpaares 81 bis in die Heftmaschine 77 geführt.
In der Heftmaschine 77 werden die beiden Bandenden dann miteinander verbunden.
[0059] Beim anschliessenden erstmaligen Verzinkungsbetrieb durchläuft das aus dem Ofenteil
3 austretende Band 15 zunächst die Ofenverlängerung 70 und die Kühlstrecke 66 und
wird durch den Rüssel 71 in das 450°C heisse Zinkbad 67 geführt. Von hier aus wird
das mit Zink beschichtete Band 15 in Richtung des Pfeiles 82 nach oben geführt und
über eine Rolle 83 in die Kühlstrecke 68 umgeleitet. Am Ende der Kühlstrecke 68 wird
das auf Raumtemperatur abgekühlte Band 15 über eine Umlenkrolle 84 in Richtung des
Pfeiles 85 wieder in den gleichen Austrittsbandspeicher 50 geführt, aus dem es den
vorstehend beschriebenen Weg mit zusätzlicher Behandlung in der Chromat-Nachbehandlungseinrichtung
59 zurücklegt.
[0060] Beim Umstellen des Betriebes vom Verzinken auf kontinuierliches Glühen von Feinblech
wird das Band 15 zunächst von den Teilscheren 74 und 75 geteilt. Anschliessend wird
das verzinkungsseitige Ende des Bandes 15 bis zur Heftmaschine 76 zurückgezogen und
hier festgehalten. Desgleichen wird im unteren Teil der Anlage das verzinkungsseitige
Ende des Bandes 15 mittels der Rollen 81 so weit zurückgefahren, dass dasselbe kurz
vor den Rollen zum Stillstand kommt. Als nächstes wird das ofenseitige Ende um die
Umlenkrolle 78 bis zur Heftmaschine 86 geführt und hier festgehalten. In der Zwischenzeit
ist die Klemm-und Einfädelvorrichtung 73 innerhalb des Aufzuges 51 in Richtung des
Pfeiles 80 nach unten gefahren. Gleichzeitig wird das Bandende aus dem Schlingenspeicher
50 über die Schere 75 und um die Umlenkrolle 79 in die Rollen 87 der Klemm-und Einfädelvorrichtung
73 geführt. Anschliessend fährt die Klemm- und Einfädelvorrichtung 73 nach oben, wobei
Band 15 aus dem Schlingenspeicher 50 nachgegeben wird. In der oberen Position der
Klemm- und Einfädelvorrichtung 73 liegen die beiden Bandenden in der Heftmaschine
86 gegenüber und werden hier miteinander verbunden, so dass anschliessend der Glühbetrieb
aufgenommen werden kann. In dieser Zeit verbleibt der abgetrennte Teil des Bandes
15 im Verzinkungsteil 65, wobei das Zinkbad 67 in die in der Zeichnung gestrichelt
dargestellte Lage abgesenkt wird, damit das stehende Band während dieser Zeit nicht
mehr mit dem heissen Zinkbad 67 in Berührung steht.
[0061] Beim Übergang vom kontinuierlichen Glühen von Feinblech zum Feuerverzinken von Feinblech
wird das Band 15 auch wieder mit der Teilschere 74 getrennt und dann das ofenseitige
Ende des Bandes 15 geradeaus zur Heftmaschine 76 geführt und hier mit dem dort schon
befindlichen verzinkungsseitigen Ende des Bandes 15 verbunden. Gleichzeitig wird das
andere Ende des Bandes 15 mittels der Klemm- und Einfädelvorrichtung 73 im Aufzug
51 nach unten gefahren und über die Umlenkrolle 79 so weit in Richtung Austrittsbandspeicher
50 transportiert, bis das Ende in der Heftmaschine 77 positioniert ist. Anschliessend
wird über die Rollen 81 das vorher zurückgezogene verzinkungsseitige Ende des Bandes
15 bis in die Heftmaschine 77 transportiert, so dass die beiden gegenüberliegenden
Bandenden ebenfalls miteinander verbunden werden können. Danach kann das Band wieder
feuerverzinkt werden.
1. Anlage zum kontinuierlichen Behandeln von Feinblech mit einem Bandeintrittsteil
(1) und einem Bandaustrittsteil (4) sowie einem dazwischen angeordneten Ofen (3) mit
einem Eintritts- Bandspeicher (2) vor dem Ofen (3) und einem Austritts-Bandspeicher
(5) hinter dem Ofen, ferner mit einem Tauchbeschichtungsteil (6) zwischen dem Ofen
(3) und dem Bandaustrittsteil (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Anfang des Tauchbeschichtungsteiles
(6) an den Ausgang (39) des Ofens (3) und das Ende des Tauchbeschichtungsteiles (6)
an den Anfang (45) des Bandaustrittsteiles (4) ankoppelbar und davon wieder abkoppelbar
sind, so dass die Anlage abwechselnd entweder zum kontinuierlichen Glühen und zum
Tauchbeschichten von Feinblech oder ausschliesslich zum kontinuierlichen Glühen von
Feinblech verwendbar ist.
2. Anlage zum kontinuierlichen Behandeln von Feinblech mit einem Bandeintrittsteil
(1) und einem Bandaustrittsteil (4) sowie einem dazwischen angeordneten Ofen (3) mit
einem Eintritts- Bandspeicher (2) vor dem Ofen (3) und einem Austritts-Bandspeicher
(50) hinter dem Ofen, ferner mit einem Tauchbeschichtungsteil (65) zwischen dem Ofen
(3) und dem Austritts-Bandspeicher (50), dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang
des Ofens (3) an den Anfang des Tauchbeschichtungsteiles (65) und der Anfang (52)
des Austritts-Bandspeichers (50) an das Ende des Tauchbeschichtungsteiles (65) ankoppelbar
und davon wieder abkoppelbar sind, so dass die Anlage abwechselnd entweder zum kontinuierlichen
Glühen und Tauchbeschichten von Feinblech oder ausschliesslich zum kontinuierlichen
Glühen von Feinblech verwendbar ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für das kontinuierliche
Glühen von Feinblech und für das Tauchbeschichten ein gemeinsamer Ofenteil (3) vorgesehen
ist.
4. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass als Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein Feuerverzinkungsteil vorgesehen ist.
5. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass als Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein Feueraluminierungsteil vorgesehen ist.
6. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass als Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein Feuerverzinnungsteil vorgesehen ist.
7. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Ofenteil (3) und dem Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein gemeinsamer Austrittsteil
(4) mit Austrittsbandspeicher (5) nachgeschaltet ist.
8. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Ofenteil (3) und dem Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein Verlängerungskanal
(29) mit einem Bandeinfädelspeicher (27) angeordnet ist.
9. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Bandeinfädelspeicher (27) als vertikal verfahrbare Bandspeicherrolle (28)
ausgebildet ist.
10. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass im Normalbetrieb die Bandspeicherrolle (28) sich ausserhalb des Verlängerungskanales
(29) befindet.
11. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Abkoppeln eintrittsseitig eine handbetätigte Schere (42' und 42") und austrittsseitig
eine angetriebene Trennschere (49) vorgesehen sind.
12. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Ankoppeln des Tauchbeschichtungsteiles (6, 65) Bandanfang und Bandende eintrittsseitig
durch Schweissung von Hand und austrittsseitig durch eine Heft- oder Schweissmaschine
(47) verbindbar sind.
13. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Ofenteil (3) und dem Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein gemeinsamer Austrittsbandspeicher
(5, 50) nachgeschaltet ist.
14. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 und 13, dadurch gekennzeichnet,
dass am Ausgang (69) des Ofenteiles (3) und am Eingang (52) des Austrittsbandspeichers
(50) je eine Teilschere (74, 75) angeordnet ist.
15. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 und 13 sowie 14, dadurch
gekennzeichnet, dass am Eingang (70) des Tauchbeschichtungsteiles (6, 65) und am Eingang
(52) des Austrittsbandspeichers (50) je eine Heftmaschine (76, 77) angeordnet ist.
16. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 und 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Ofenteil (3) und dem Tauchbeschichtungsteil (6, 65) ein Aufzug (51)
zum Einfädeln des Bandes (15) angeordnet ist.
17. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 und 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Aufzug (51) eine in beide Richtungen vertikal verfahrbare Klemm- und Einfädelvorrichtung
(73) angeordnet ist.
18. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 und 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemm- und Einfädelvorrichtung (73) aus zwei zu beiden Seiten des Bandes
gegenüberliegenden andrückbaren Rollen (87) besteht.
1. Installation pour traiter en continu des tôles minces qui comprend une section
d'entrée de bande (1) et une section de sortie de bande (4) entre lesquelles est interposé
un four (3), un accumulateur de bande d'entrée (2) devant le four (3) et un accumulateur
de sortie de bande (5) après le four, ainsi qu'une section de couchage par immersion
ou au trempé (6) entre le four et la section de sortie de bande (4), caractérisée
en ce que le commencement de la section de couchage au trempé (6) peut être relié
à la sortie (39) du four (3), tandis que l'extrémité de la section de couchage (6)
peut être reliée au commencement de la section de sortie de bande (4) et peut à nouveau
en être séparée de sorte que l'installation peut être utilisée alternativement, soit
pour recuire en continu et pour coucher par immersion des tôles minces, soit exclusivement
pour recuire en continu lesdites tôles minces.
2. Installation pour traiter en continu des tôles minces qui comprend une section
d'entrée de bande (1) et une section de sortie de bande (4) et, entre celles-ci, un
four (3) comportant un accumulateur de bande d'entrée (2) avant le four (3) et un
accumulateur de bande de sortie (50) après celui-ci, avec également une section de
couchage au trempé ou par immersion (65) entre le four (3) et l'accumulateur de bande
de sortie (50), caractérisée en ce que la sortie du four (3) peut être reliée à l'entrée
de la section de couchage (65), tandis que le commencement (52) de l'accumulateur
de bande de sortie (50) peut être relié à l'extrémité de la section de couchage (65),
et peut à nouveau en être séparé, de sorte que l'installation peut être utilisée alternativement,
soit pour recuire en continu et pour coucher par immersion des tôles minces, ou bien
exclusivement, pour recuire en continu ces dernières.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un four commun
(3) est prévu pour recuire en continu les tôles minces et pour les coucher au trempé.
4. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que comme section de couchage au trempé ou par immersion (6,65), est prévue une section
de zingage à chaud ou de shérardisation.
5. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que comme section de couchage au trempé (6, 65), est prévue une section d'aluminage
à chaud.
6. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que comme section de couchage au trempé ou par immersion (6, 65), est prévue une section
d'étamage à chaud.
7. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 6, caractérisée
en ce qu'au four (3) et à la section de couchage (6, 65), fait suite une section de
sortie comme (4) comportant un accumulateur de bande de sortie (5).
8. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 7, caractérisée
en ce que entre le four (3) et la section de couchage au trempé ou par immersion (6,
65), est prévu un canal de prolongement (29) comportant un accumulateur d'enfilage
de bande (27).
9. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 8, caractérisée
en ce que l'accumulateur d'enfilage de bande (27) est constitué par un rouleau (28)
pouvant se déplacer verticalement.
10. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 9, caractérisée
en ce que, en régime de fonctionnement normal, le rouleau (28) de l'accumulateur de
bande se trouve à l'extérieur du canal de prolongement (29).
11. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 10, caractérisée
en ce que pour séparer la bande, il est prévu, du côté de l'entrée, une cisaille à
main (42' et 42") et du côté de la sortie, une cisaille mécanique (49).
12. Installation selon une ou plusieurs des revendications 1 et 3 à 11, caractérisée
en ce que pour relier la section de couchage au trempé (6, 65), on solidarise le commencement
et la fin de la bande, du côté de l'entrée, par une soudure manuelle et du côté de
la sortie au moyen d'une machine à souder ou à agrafer (47).
13. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6, caractérisée en
ce qu'au four (3) et à la section de couchage au trempé (6, 65), fait suite un accumulateur
de bande de sortie commun (5, 50).
14. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6 et 13, caractérisée
en ce qu'à la sortie (69) du four (3) et à l'entrée (52) de l'accumulateur de bande
de sortie (50), est montée respectivement une cisaille (74, 75).
15. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6 et 13 et 14, caractérisée
en ce qu'à l'entrée (70) de la section de couchage (6, 65) et à l'entrée (52) de l'accumulateur
de bande de sortie (50) est montée respectivement une machine à agrafer (76, 77).
16. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6 et 13 à 15, caractérisée
en ce que entre le four (3) et la section de couchage (6, 65) est installé un élévateur
(51) pour enfiler la bande (15).
17. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6 et 13 à 16, caractérisée
en ce que dans l'élévateur (51) est monté un dispositif de serrage et d'enfilage (73)
pouvant se déplacer verticalement dans les deux directions.
18. Installation selon une ou plusieurs des revendications 2 à 6 et 13 à 17, caractérisée
en ce que le dispositif de serrage et d'enfilage (73) se compose de deux rouleaux
opposés (87) disposés de part et d'autre de la bande et pouvant être pressés contre
celle-ci.
1. Plant for the continuous treatment of thin-gauge metal plate with a strip entry
part (1) and a strip exit part (4) as well as a furnace (3) arranged therebetween
with an entry strip store (2) upstream of the furnace (3) and an exit strip store
(5) downstream of the furnace, furthermore with a dip-coating part (6) between the
furnace (3) and the strip exit part (4), characterised thereby, that the start of
the dip-coating part (6) is couplable to and again uncouplable from the exit (39)
of the furnace (3) and the end of the dip-coating part (6) is couplable to and again
uncouplable from the start (45) of the strip exit part (4) so that the plant is usable
alternately either for the continuous annealing and for the dip-coating of thin-gauge
metal plate or exclusively for the continuous annealing of thin-gauge metal plate.
2. Plant for the continuous treatment of thin-gauge metal plate with a strip entry
part (1) and a strip exit part (4) as well as a furnace (3) arranged therebetween
with an entry strip store (2) upstream of the furnace (3) and an exit strip store
(50) downstream of the furnace, furthermore with a dip-coating part (65) between the
furnace (3) and the exit-strip store (50), characterised thereby, that the exit of
the furnace (3) is couplable to and again uncouplable from the start of the dip-coating
part (65) and the start (52) of the exit strip store (50) is couplable to and again
uncouplable from the end of the dip-coating part (65) so that the plant is usable
alternately either for the continuous annealing and for the dip-coating of thin-gauge
metal plate or exclusively for the continuous annealing of thin-gauge metal plate.
3. Plant according to claim 1 or 2, characterised thereby, that a common furnace part
(3) is provided for the continuous annealing of thin-gauge metal plate and for the
dip-coating.
4. Plant according to one or more of the claims 1 to 3, characterised thereby, that
a hot-galvanising part is provided as dip-coating part (6, 65).
5. Plant according to one or more of the claims 1 to 3, characterised thereby, that
a hot-aluminis- ing part is provided as dip-coating part (6, 65).
6. Plant according to one or more of the claims 1 to 3, characterised thereby, that
a hot-dip tinning part is provided as dip-coating part (6, 65).
7. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 6, characterised thereby,
that a common exit part (4) with exit strip store (5) is connected downstream of the
furnace part (3) and the dip-coating part (6, 65).
8. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 7, characterised thereby,
that a prolongation channel (29) with a strip threading-in store (27) is arranged
between the furnace part (3) and the dip-coating part (6, 65).
9. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 8, characterised.thereby,
that the strip threading-in store (27) is constructed as vertically movable strip
storage roller (28).
10. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 9, characterised thereby,
that the strip storage roller (28) is in normal operation disposed outside the prolongation
channel (29).
11. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 10, characterised thereby,
that a manually actuated shears (42' and 42") at the entry side and a driven severing
shears (49) at the exit side are provided for uncoupling.
12. Plant according to one or more of the claims 1 and 3 to 11, characterised thereby,
that strip start and strip end are connectable at the entry side by manual welding
and at the exit side by a stapling or welding machine (47) for the coupling-on of
the dip-coating part (6, 65).
13. Plant according to one or more of the claims 2 to 6, characterised thereby, that
a common exit strip store (5, 50) is connected downstream of the furnace part (3)
and the dip-coating part (6, 65).
14. Plant according to one or more of the claims 2 to 6 and 13, characterised thereby,
that a respective parting shears (74, 75) is arranged at each of the exit (69) of
the furnace part (3) and the entry (52) of the exit strip store (50).
15. Plant according to one or more of the claims 2 to 6 and 13 as well as 14, characterised
thereby, that a respective stapling machine (76, 77) is arranged at each of the entry
(70) of the dip-. coating part (6, 65) and the entry (52) of the exit strip store
(50).
16. Plant according to one or more of the claims 2 to 6 and 13 to 15, characterised
thereby, that a hoist (51) for the threading-in of the strip (15) is arranged between
the furnace part (3) and the dip-coating part (6, 65).
17. Plant according to one or more of the claims 2 to 6 and 13 to 16, characterised
thereby, that a clamping and threading-in device (73), which is vertically movable
in both directions, is arranged in the hoist (51).
18. Plant according to one or more of the claims 2 to 6 and 13 to 17, characterised
thereby, that the clamping and threading-in device (73) consists of two rollers (87)
lying oppositely at both sides of and pressable against the strip.