[0001] Die Erfindung betrifft ein Distanzelement zum Festlegen von Zwischenräumen zwischen
Bauelementen, insbesondere bei Kaminkopfverkleidungen, mit einem Elementkörper, der
einander gegenüberliegende Anlageflächen aufweist, deren Abstand voneinander durch
Verformung einstellbar ist.
[0002] Im Bereich des Bauwesens besteht häufig das Problem, zwei Bauteile gegeneinander
mit Zwischenräumen unterschiedlicher Größe festzulegen. Üblicherweise wird zu diesem
Zweck der gesamte Zwischenraum entweder mit Mörtel oder anderen geeigneten Materialien
ausgefüllt. Nachteilig ist hierbei, daß einerseits relativ viel Füllmaterial erforderlich
ist, das zudem an den Rändern der Zwischenräume gegen Herausfließen gesichert werden
muß, und andererseits ein nicht unbeträchtlicher Zeitaufwand für das Einbringen des
Füllstoffes und die gegebenfalls nötige mechanische Verfestigung des Füllstoffes erforderlich
ist. Hinzukommt, daß bei den bisher bekannten Maßnahmen bei einer relativen Bewegung
der Bauelemente gegeneinander, die beispielsweise infolge von Wärmedehnungen auftreten
kann, eine sichere Festlegung der Zwischenräume nicht gewährleistet ist, da die Füllstoffe
seitlich ausbrechen können. Diese Gefahr besteht insbesondere bei größeren Zwischenräumen
und vergleichsweise geringerer Druckfestigkeit der Füllstoffe. Außerdem besteht nach
der Aushärtung der Füllstoffe die Gefahr, daß sich infolge von Spannungen, die in
den Bauelementen durch Wärmedehnung auftreten können, Risse bilden. i
[0003] Für die Befestigung einer Verkleidung von Kaminköpfen ist es aus der DE-OS 16 83
122 bekannt, im unteren Teil der Verkleidung eine Stahlfeder anzubringen. Diese Stahlfeder
liegt sowohl am Kaminkopf als auch an einer Wandplatte der Verkleidung an und ermöglicht
durch entsprechende Verformung eine Befestigung der Kaminkopfverkleidung in einem
vorgesehenen Abstand von dem Kaminkopf. Nachteilig ist dabei jedoch, daß aufgrund
der Verwendung einer Stahlfeder nur ein elastisches Halten der Kaminkopfverkleidung
möglich ist. Dadurch,daß die Kaminkopfverkleidung Windlasten und sonstigen Witterungseinflüssen
ausgesetzt ist, kann sie sich gegen die Feder bewegen, und es kann im Laufe der Zeit
ein Lösen der erforderlichen oberen Aufhängung eintreten. Eine sichere, dauerhafte
und wirkungsvolle Anbringung der Verkleidung ist somit nach der DE-OS 16 83 122 nicht
möglich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein preiswertes und einfach handhabbares
Distanzelement der eingangs genannten Art für das Bauwesen zu schaffen, das eine sichere
unelastische Festlegung von Zwischenräumen unterschiedlicher Größe zwischen Bauelementen
ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Elementkörper eine aus flexiblem Material
bestehende Umhüllung aufweist, die mit einem hartwerdendem Material gefüllt ist, und
daß der Abstand der beiden Anlageflächen des Elementkörpers voneinander durch Verformung
vor dem Aushärten des Materials einstellbar ist.
[0006] Durch das Vorsehen einer aus flexiblem Material bestehenden Umhüllung kann in vorteilhafter
Weise der Materialaufwand für den Elementkörper auf das erforderliche Maß beschränkt
werden, so daß ein vollständiges Ausfüllen des Zwischenraumes nicht erforderlich ist.
Durch das Füllen der Umhüllung mit einem hartwerdenden Material kann die Form des
Elementkörpers vor dem Aushärten auch an unterschiedliche Größen zwischen den Bauelementen
angepaßt werden und vermag nach dem Aushärten die jeweiligen Zwischenräume sicher
festzulegen. Zudem ermöglicht das Vorsehen eines aushärtbaren Materials für den Elementkörper
eine preiswerte Herstellung. Darüber hinaus erleichtert die Ausbildung der Umhüllung
aus einem flexiblen Material die Handhabung des Distanzelements und trägt auch zu
dessen Lebensdauer und damit zu einer sicheren Festlegung von Zwischenräumen bei.
Dabei dient die Umhüllung in günstiger Weise zu einer optimalen Ausbildung des Distanzelements
als Druckpolster. Das erfindungsgemäße Distanzelement ermöglicht somit eine sichere
unelastische Festlegung von Zwischenräumen unterschiedlicher Größe zwischen Bauelementen.
[0007] Infolge der vorgesehenen Einstellbarkeit des Abstands der Anlageflächen voneinander
durch Verformung vor dem Aushärten des Materials ist es möglich, auch Zwischenräume
unterschiedlicher Größe sicher festzulegen. Wenn der Abstand der Anlageflächen des
Elementkörpers voneinander vor dem Einbau des Distanzelements größer ist als der Abstand
nach dem Einbau, kann das Distanzelement in günstiger Weise zunächst unverformt vor
dem endgültigen Positionieren der Bauelemente zueinander zwischen diesen angeordnet
und ohne manuellen Eingriff zugleich mit der Herstellung des endgültigen Zwischenraumes
zwischen den Bauelementen der Abstand der Anlageflächen durch entsprechende Verformung
festgelegt werden. Infolge der Verformung des Elementkörpers bei der Zuordnung der
Bauelemente zueinander wird dadurch eine besonders sichere Festlegung des Zwischenraumes
ermöglicht. In diesem Zusammenhang ist es zudem günstig, wenn die Anlageflächen des
Elementkörpers in ihrer Form anpaßbar sind, weil das Distanzelement dann nicht nur
in Zwischenräumen mit ebenen und parallelen bauelementseitigen Druckflächen einsetzbar
ist.
[0008] Das Vorsehen einer Gleitschicht auf den Anlageflächen des Elementkörpers erleichtert
in vorteilhafter Weise die Zuordnung der Bauelemente zueinander zwecks Bildung eines
Zwischenraumes. Außerdem ermöglicht eine derartige Gleitschicht auch eine relative
Bewegung der Bauelemente zueinander, ohne daß diese oder das Distanzelement selbst
beschädigt werden. ,
[0009] In vorteilhafter Weise kann die Umhüllung aus reißfestem und möglichst glattem Material
bestehen. Wenn vorgesehen ist, daß die Umhüllung luftdurchlässig ist, kann sie in
besonders günstiger Weise aus preiswertem Material, wie Sackleinen oder dergleichen,
bestehen. Andererseits ist es im Hinblick auf die glatte Oberfläche zur einfacheren
Handhabung und unter dem Gesichtspunkt einer preiswerten Herstellung günstig, wenn
die Umhüllung luftdicht ist und eine Entlüftungsvorrichtung aufweist. Für die Umhüllung
kann dann eine handelsübliche Folie oder dergleichen gewählt werden, und die Belüftung
ermöglicht auf einfache Weise eine Verformung des Elementkörpers zur Einstellung auf
den Zwischenraum ohne den Beanspruchungen in der Umhüllung.
[0010] Die Handhabung des Distanzelements wird noch weiter erleichtert, wenn das Distanzelement
einen Befestigungsabschnitt aufweist, der vorzugsweise im Bereich einer der Anlageflächen
gebildet sein kann. Zudem wird in günstiger Weise beim Einbau des Distanzelements
eine Relativbewegung zwischen der reißfesten und möglichst glatten,an einem Bauelement
festgelegten Umhüllung und dem anderen Bauelement ermöglicht.
[0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung sind auch in dem nachfolgenden
Beschreibungsteil enthalten, in dem Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
werden.
[0012] Es zeigen:
Fig.1 die teilweise geschnittene Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Distanzelements vor dem Einsetzen in den Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Distanzelement nach Fig.1 in dem Zwischenraum zwischen
zwei schematisch teilweise dargestellten Bauteilen;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt im Bereich eines aus einem Dach herausragenden Schornsteins,
bei dem erfindungsgemäße Distanzelemente zwischen dem Schornstein und eine diesen
umgebende Schornsteinkopfabdeckung angeordnet sind;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV durch das in Fig. 3 dargestellte
Anwendungsbeispiel; und
Fig. 5 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt, bei dem nur zwei Distanzelemente über
Eck und einander gegenüberliegend angeordnet sind.
[0013] Das in Fig. 1 vor dem Einbau in einen Zwischenraum zwischen Bauteilen gezeigte Distanzelement
10 besitzt einen Elementkörper 11, der eine aus flexiblem Material bestehende Umhüllung
15 aufweist. Die Umhüllung 15 ist sackähnlich ausgebildet und besteht aus reißfestem,
möglichst glattem und rutschendem Material. Infrage kommen dafür Folien, insbesondere
Kunststoff-Folien, die eine ausreichende Festigkeit und auch genügendes Gleitvermögen
haben.
[0014] Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, füllt der Elementkörper 11 die sackförmige Umhüllung
15 nicht vollständig aus, damit das Material bei Verformung des Elementkörpers 11
Platz zum Ausweichen hat. Wenn die Umhüllung 15 luftdicht ist, kann durch geeignete
Entlüftungsvorrichtungen 17 im oberen Bereich dafür Sorge getragen werden, daß beim
Verformen des Elementkörpers 11 die eingeschlossene Luft entweichen kann. Als Material
für den Elementkörper 11 können alle Arten geeigneter aushärtbarer Materialien zur
Anwendung gelangen, die in relativ flüssiger oder plastischer Form eingefüllt werden
können und durch Gration hart oder härter werden, z.B. Plastifüllungen, Harze, Mörtel
o.dgl. Selbstverständlich können auch geeignete druckfeste Kunststoffschäume verwendet
werden, doch ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel Mörtel bevorzugt, da dieser besonders
billig ist.
[0015] Das Distanzelement 10 weist im Bereich des Elementkörpers 11 eine Anlagefläche 12
und eine Anlagefläche 13 auf, die auf der Umhüllung 15 gebildet sind. In vorteilhafter
Weise können diese Anlageflächen zusätzlich mit einer Gleitschicht versehen sein,
um das Einbringen in Zwischenräume zwischen Bauteilen zu erleichtern und/oder im eingebauten
Zustand eine verschleißarme Bewegung der Bauteile relativ zueinander zu ermöglichen.
[0016] Der Abstand D der Anlageflächen 12 und 13 voneinander ist vor dem Einbau des Distanzelements
10 größer als der Abstand d nach dem Einbau, wie im Zusammenhang mit der Fig.2 zu
erkennen ist. Am oberen Bereich der Umhüllung 15 weist das Distanzelement 10 einen
Befestigungsabschnitt 18 auf, der im Bereich der Anlagefläche 1-3 durch Zusammenrollen
der Umhüllung 15 gebildet ist. Zur Verstärkung der Befestigung des Distanzelementes
10 können im oberen Bereich auch Leisten in die Umhüllung 15 eingelegt sein, um die
die Umhüllung 15 mit mehreren Wicklungen herumgerollt wird, um ein Ausreißen bei Beanspruchung
des Distanzelementes 10 zu verhindern. Zur Befestigung des Distanzelementes an einem
der Bauelemente reicht es aus, wenn Nägel 22 oder ähnliche Befestigungsmittel, wie
in Fig. 2 dargestellt, durch den Befestigungsabschnitt 18 in das dahinterliegende
Bauteil 21 getrieben werden.
[0017] In dem in Fig. 2 dargestellten Zustand ist das Distanzelement 10 in den Zwischenraum
zwischen den Bauelementen 20 und 21 unter Verformung des Elementkörpers 11 angeordnet.
Die Anlagefläche 12 liegt großflächig an dem Bauteil 20 an§ während die Anlagefläche
13 großflächig an dem Bauteil 21 anliegt. Infolge Verformung des Elementkörpers 11
und der Umhüllung 15 haben sich die Anlageflächen 12 bzw. 13 in ihrer Form an die
ihnen zugeordneten Druckflächen der Bauteile 20 und 21 angepaßt und weisen nunmehr
einen Abstand d auf, der geringer ist als der Abstand D der Anlageflächen 12, 13 vor
dem Einbau des Distanzelementes 10.
[0018] In den Fig. 3 bis 5 ist ein bevorzugtes Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Distanzelementes 10 zur Festlegung einer Kaminkopfverkleidung dargestellt. Fig. 3
zeigt einen Ausschnitt aus dem Dachbereich mit einem aus dem Dach 25 herausragenden
Kamin 26, dessen aus dem Dach herausragender Kopf 27 mit einer Kaminkopfverkleidung
28 versehen ist. Die erfindungsgemäßen Distanzelemente 10 befinden sich in dem Zwischenraum
zwischen dem Kaminkopf 27 und der Kaminkopfverkleidung 28, der Größen zwischen 2 und
10 cm aufweisen kann, weil aus Rationalisierungsgründen möglichst wenig maßlich unterschiedliche
Kaminkopfabdeckungen gefertigt werden, die für möglichst viele gemauerte Kamine mit
unterschiedlichen Maßen passen sollen.
[0019] Die Montage einer derartigen Kaminkopfverkleidung 28 wird durch die Verwendung der
erfindungsgemäßen Distanzelemente 10 erheblich vereinfacht, indem an den vier Seiten
des gemauerten Kamins 26 vorzugsweise jeweils nur ein Distanzelement 10 pro Seite
angeordnet und durch einen Nagel 22 an seinem oberen Bereich befestigt wird. Hierbei
ist es wichtig, daß der Abstand D der Anlageflächen 12 und 13 voneinander vor dem
Einbau des Distanzelementes 10 größer als der Abstand d nach dem Einbau des Distanzelementes
10 ist.
[0020] Wenn nun die vorher zugeschnittene Kaminkopfverkleidung 28 von oben auf den Kaminkopf
27 aufgeschoben wird, gelangt diese mit der außen liegenden Anlagefläche 12 in Berührung
und verformt bei einem weiteren Aufschieben der Kaminkopfverkleidung 28 auf den Kaminkopf
27 die Elementkörper 11 der Distanzelemente 10 in der Weise, daß das aushärtbare Material
vorzugsweise nach oben gequetscht wird und die Anlageflächen 12 und 13 in ihrer Form
an die mit ihnen in Eingriff gebrachten entsprechenden Druckflächen angepaßt werden.
Dadurch daß der Elementkörper 11 und die Anlageflächen 12 und 13 eine gemeinsame aus
flexiblem Material bestehende Umhüllung 15 aufweisen, die ggf. im Bereich der Anlageflächen
12 und 13 noch mit einer Gleitschicht versehen sein kann, wird das Festlegen von Zwischenräumen
zwischen den beiden Bauteilen erheblich erleichtert.
[0021] Da das Distanzelement 10 gegenüber dem Kaminkopf 27 fixiert ist, findet eine Beanspruchung
des Distanzelementes durch die gleitende Verformung ausschließlich im Bereich der
Anlagefläche 12 statt, so daß es zu keinen Beschädigungen der beiden Bauteile kommt.
Im übrigen ist das Vorsehen einer Gleitschicht auch aus dem Grund vorteilhaft, weil
bei wärmebedingten Ausdehnungen der Kaminkopfverkleidung 28 gegenüber dem Kaminkopf
27 ein Dehnungsausgleich im Bereich der Anlagefläche 12 stattfindet, wodurch bei den
beiden Bauelementen selbst keine ausdehnungsbedingten Beschädigungen auftreten.
[0022] Besondere Vorzüge bietet die Anwendung des Distanzelementes 10 für die in den Fig.
3 bis 5 dargestellten Anwendungsbeispiele deshalb, weil eine exakte Distanz d, d'
zwischen der Kaminkopfverkleidung 28 und dem Kaminkopf 27 eingestellt werden kann
und diese Distanz bis zum Aushärten des Elementkörpermaterials noch verändert werden
kann. Durch Fixierung des als Mörtelpolster wirkenden Distanzelementes 10 auf einer
gewünschten Seite der betreffenden Bauteile, in diesem Fall der Schornsteinseite,
bleibt die Beweglichkeit des Kaminkopfes 27 in vertikaler Richtung erhalten. Außerdem
kann sich die Kaminkopfabdeckung 28 bei Temperaturdehnungen entlang der Umhüllung
15 bewegen.
[0023] Von Vorteil ist weiterhin, daß der Druck auf die Bauteile bei der Anwendung der erfindungsgemäßen
Distanzelemente viel geringer ist als z.B. bei einer Vollfüllung des Zwischenraums
zwischen den Bauteilen mit Beton oder Leichtbeton, und im übrigen infolge der Einsparung
von Material eine preiswertere Montage möglich wird. Die Handhabung ist besonders
einfach, weil das Distanzelement an der gewünschten Seite des Kaminkopfes 27 durch
Befestigungselemente 22, wie Nägel, Schrauben oder auch Vorsprünge oder Vertiefungen
beliebiger Art fixiert werden kann, so daß von vornherein festgelegt wird, an welchem
Gebäudeteil die ständige Fixierung vorgenommen wird und an welchem Bauteil umgekehrt
eine Bewegungsmöglichkeit verbleibt. Nach dem Aushärten des Materials in der endgültigen
Lage bildet das Distanzelement ein wirkungsvolles Distanzpolster zur Übertragung von
Druckkräften, das bei einer langen Lebensdauer auch bei einer relativen Bewegung der
Bauelemente gegeneinander deren Beschädigung zu verhindern in der Lage ist.
[0024] Die Form des Distanzelementes 10, die durch die Ausbildung der Umhüllung 15 wesentlich
bestimmt wird, ist nicht auf die in den Figuren dargestellte sackförmige Form begrenzt,
sondern kann auch zylinderförmig, würfelförmig, quaderförmig oder in sonstiger geeigneter
geometrischer Form ausgebildet sein, um beispielsweise horizontal liegende, senkrecht
verlaufende oder trapezförmige Druckpolster zu erzielen. In vorteilhafter Weise werden
jeweils mindestens drei Distanzelemente 10 verwendet, um eine hinreichende statische
Bestimmtheit zu erreichen.
[0025] Wie aus der Fig. 5 zu entnehmen ist, ermöglicht die Ausbildung des Distanzelementes
10 mit den in ihrer Form anpaßbaren Anlageflächen 12 und 13 und dem verformbaren Elementkörper
11 auch auf einfache Weise eine sichere Festlegung des Zwischenraums zwischen einem
Kaminkopf 27 und einer Kaminkopfverkleidung 28, indem die erfindungsgemäßen Distanzelemente
in gegenüberliegenden Ecken des Kaminkopfes 28 angeordnet werden. Daneben ist auch
eine nicht dargestellte Anordnung mit zwei oderkehreren Distanzelementen auf jeder
Seite des Kaminkopfes 27 oder das Vorsehen eines um den Kaminkopf 27 umlaufenden Distanzelementes
10 vorteilhaft. Des weiteren kann das erfindungsgemäße Distanzelement 10 auch dann
noch zur Anwendung kommen, wenn bei dem in Fig. 3 dargestellten Anwendungsbeispiel
der Zwischenraum zwecks Herstellung einer geeigneten Isolation mit Glaswolle o.dgl.
versehen werden soll, weil dann nur an der Stelle, an der die Festlegung des jeweiligen
Zwischenraums erfolgen soll, die vorgesehene Isolierung weggelassen zu werden braucht.
[0026] Ein weiteres vorteilhaftes Anwendungsbeispiel bietet sich in dem Festlegen von Fassadenplatten
an einer Außenwand in einem bestimmten Abstand von dieser, wobei die Fassadenplatte
auf den vorgegebenen Abstand an die Außenwand unter Verformung des in dem entstehenden
Zwischenraum eingesetzten erfindungsgemäßen Distanzelementes angedrückt wird. Andererseits
ist es auch möglich, zunächst die Fassadenplatte mit provisorischen Befestigungsmitteln
in einem bestimmten Abstand an der Außenwand zu befestigen und anschließend zum endgültigen
Festlegen des Zwischenraums nachträglich die erfindungsgemäßen Distanzelemente in
den Zwischenraum hineinzudrücken. Das erfindungsgemäße Distanzelement ist dabei, wie
auch bei anderen geeigneten Anwendungsfällen, preiswert in der Herstellung, einfach
zu handhaben und gewährleistet auf günstige Weise eine sichere Festlegung von Zwischenräumen
unterschiedlicher Größe zwischen Bauelementen.
1. Distanzelement zum Festlegen von Zwischenräumen zwischen Bauelementen, insbesondere
bei Kaminkopfverkleidungen, mit einem Elementkörper, der einander gegenüberliegende
Anlageflächen aufweist, deren Abstand voneinander durch Verformung einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet , daß der Elementkörper (11) eine aus flexiblem Material bestehende
Umhüllung (15) aufweist, die mit einem hartwerdenden Material gefüllt ist, und daß
der Abstand (D,d,d') der beiden Anlageflächen (12, 13) des Elementkörpers (11) voneinander
durch Verformung vor dem Aushärten des Materials einstellbar ist.
2. Distanzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (D) der
Anlageflächen (12, 13) des Elementkörpers (11) voneinander vor dem Einbau des Distanzelements (10) größer ist als der Abstand
(d, d') nach dem Einbau.
3. Distanzelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen
(12, 13) des Elementkörpers (11) in ihrer Form anpaßbar sind.
4. Distanzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die
Anlageflächen (12, 13) des Elementkörpers (11) mit einer Gleitschicht versehen sind.
5. Distanzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umhüllung (15) aus reißfestem und glattem Material besteht.
6. Distanzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umhüllung (15) luftdurchlässig ist.
7. Distanzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die
Umhüllung (15) luftdicht ist und eine Entlüftungsvorrichtung (17) aufweist.
8. Distanzelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß das
Distanzelement (10) einen Befestigungsabschnitt (18) aufweist.
9. Distanzelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt
(18) im Bereich einer der Anlageflächen (12, 13) des Elementkörpers (11) gebildet
ist.