[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von Straßenmarkierungen auf
eine Straßendecke mit einem ein Markierun
gsmittel aufnehmenden Behälter, dessen Verteileröffnung unmittelbar oberhalb der Straßendecke
geführt und mit einem sie verschließenden Verschluß versehen ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind als Markeure bei Unternehmen im Einsatz, die sich mit
der Markierung von Straßendecken befassen. Diese Markeure besitzen einen relativ großen
Innenraum, in den die Markierungsmasse eingefüllt wird. Bei dieser Markierungsmasse
kann es sich um plastische Massen handeln, die entweder als Thermoplaste oder als
2-Komponenten-Plaste ausgebildet sind. Thermoplaste sind relativ teuer in der Verarbeitung.
Sie müssen auf etwa 180
0 bis 200° C erhitzt werden. Dabei werden relativ teure Brennstoffe verwendet. Insoweit
hängt die Verarbeitung von den sehr hohen Heiz- und Energiekosten ab. Außerdem hat
sich die Verwendung von Thermoplasten als relativ gefährlich herausgestellt, weil
die Verarbeitungstemparatur dieser Thermoplaste so hoch ist, daß Berührungen mit dem
Thermoplast zu schmerzhaften Verbrennungen führen. Aus diesem Grunde wird angestrebt,
Straßenmarkierungen mit 2-Komponenten-Plasten vorzunehmen, die nicht erwärmt zu werden
brauchen. Dabei ergeben sich aber Probleme dadurch, daß die 2-Komponenten-Plaste eine
relativ kurze Topfzeit haben, so daß sie leicht im Markeur aushärten. Die Beseitigung
derartiger ausgehärteter Markierungsmassen ist sehr zeit- und kostenaufwendig. Die
Verwendung von 2-Komponenten-Plasten hat daher bisher in die Markierungstechnik noch
nicht den gewünschten Einlaß gefunden.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Vorrichtung der einleitend genannten
Art so zu verbessern, daß mit ihr sämtliche Markierungsmassen verarbeitet werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Behälter einen sich trichterförmig
zur Verteileröffnung verjüngenden Innenraum aufweist, dessen Wandungen bezüglich der
Straßendecke eine das Abwärtsgleiten des Markierungsmittels begünstigende Neigung
aufweisen.
[0005] Diese Ausbildung des Markeurs hat den Vorteil, daß das Markierungsmittel während
der Verarbeitung ständig in Bewegung ist. Dadurch wird die Verarbeitungszeit erheblich
verkürzt, während der das Markierungsmittel sich im Markeur befindet. Außerdem wird
der Innenraum des Markeurs so weitgehend verkleinert, daß unter Berücksichtigung des
ständigen Auslaufs das Markierungsmittel nur relativ kurze Zeit im Markeur verbringt.
Während dieser Zeit härtet das Markierungsmittel im Markeur nicht aus. Darüber hinaus
kann der Markeur allerdings auch zur Verarbeitung von Thermoplasten Verwendung finden.
Die trichterförmige Gestaltung hat den Vorteil, daß sie Thermoplaste schnell und sicher
zur Verteileröffnung lenkt, ohne daß ein menschlicher Eingriff notwendig ist. Die
Gefahr, daß das Be - dienungspersonal Verbrennungserscheinungen davon trägt, weil
es den Durchlauf der Thermoplaste durch den Markeur beeinflussen muß, ist daher gering.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Wandungen mit Auflagen
versehen, die mit natürlicher Reibung auf ihnen haften. Diese Auflagen verhindern,
daß das Markierungsmittel mit den Innenwandungen des Markeurs in Berührung kommt.
Die Markierungsmassen gleiten ausschließlich über die Auflagen. Sollte daher während
der Verarbeitung der Markierungsmassen aufgrund einer betrieblichen Notwendigkeit
das Markierungsmittel im Markeur dennoch aushärten, so findet die Aushärtung auf den
Auflagen statt. Die Auflagen können leicht aus dem Innenraum des Markeurs entfernt
und mit dem ausgehärteten Markierunqsmittel vernichtet werden. Insoweit ordnen sich
die Auflagen der allgemeinen Aufgabe der Erfindung unter, daß sie ein Aushärten von
2-Komponenten-Plasten auf den Innenwandungendes Markeurs verhindern. Gerade dieses
Aushärten der 2-Komponenten-Plaste im Innenraum des Markeurs verhinderte bisher die
Verwendung von 2-Komponenten-Plasten für die Herstellung von Straßenmarkierungen.
Wenn diese 2-Komponenten-Plaste im Innenraum der bisher bekannten Markeure aushärteten,
mußten sie mit Hammer und Meißel oder anderen mechanischen Hilfen aus dem Innenraum
wieder beseitigt werden.
[0007] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
[0008] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 : Einen Querschnitt durch einen Markeur in einer quer zur Vorschubrichtung
verlaufenden Ebene entsprechend der Schnittlinie I-I in Fig. 2,
Fig. 2: einen Längsschnitt durch einen Markeur in einer parallel zur Vorschubrichtung
verlaufenden Längsrichtung entsprechend der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fiq. 3 : einen Querschnitt durch einen Einsatz für einen Markeur entsprechend der
Schnittlinie III-III in Fig. 4 und
Fig. 4 : einen Längsschnitt durch einen Einsatz für einen Markeur in einer parallel zur
Vorschubrichtung verlaufenden Ebene entsprechend der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3
.
[0009] Eine Vorrichtung zum Auftragen von Straßenmarkierungen wird üblicherweise auch Markeur
genannt. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Ge - häuse 1, einem Schieber
2 und Gleitschuhen 3. Das Gehäuse 1 hat einen rechteckigen Querschnitt, der in Richtung
auf eine Einfüllöffnung 4 von einer Decke 5 begrenzt ist. Von der Decke 5 erstrecken
sich 2 Seitenwandungen 6,7 lotrecht in Richtung auf die Gleitschuhe 3 abwärts, die
die Seitenwandungen 6,7 an ihrem der Decke 5 gegenüberliegenden Bodenende 8 begrenzen.
Die Decke 5 und die Seitenwandungen 6,7 umschließen einen Innenraum 9. Durch diesen
Innenraum 9 erstrecken sich Auflagen 10,11, die von der Einfüllöffnung 4 in Richtung
auf die Seitenwandungen 6, 7 trichterförmig verlaufen. Diese Auflagen 10, 11 setzen
sich oberhalb der Einfüllöffnung 4 in Form eines Einfüllschachtes 12 fort. Dieser
Einfüllschacht ist mit den Auflagen fest verbunden und aus dem gleichen Material wie
diese. Er ist zylindrisch ausgebildet.
[0010] Der in Figur 2 dargestellte Längsschnitt verläuft in Förderrichtung 13 der Vorrichtung,
wenn diese zum Zwecke der Herstellung einer Straßenmarkierung über eine Straßendecke
14 geführt wird. In diesem Längsschnitt ist der Innenraum 9 in Form eines Trichters
ausgebildet, dessen Wandungen 15, 16 mit einer leichten Neigung gegenüber der von
der Strassendecke 14 aufgespannten Ebene geneigt sind. Die Neigung der Wandungen 15,
16 ist so bemessen, daß die durch die Einfüllöffnung 4 eingefüllte Mar- kierun
qsmasse aufgrund ihres eigenen Gewichtes in Richtung auf eine zwischen den beiden Gleitschuhen
3 angeordnete Verteileröffnung 17 gleitet. Diese Verteileröffnung 17 liegt gegenüber
der Einfüllöffnung 4 und kann mit Hilfe des Schiebers 2 verschlossen werden. Die Verteileröffnung
17 spannt eine Ebene auf, die gegenüber der von der Straßendecke 14 aufgespannten
Ebene geneigt verläuft. Diese Neigung ist in der Weise angeordnet, daß der Auslauf
der Markierungsmasse aus dem Innenraum 9 begünstigt wird. Zu diesem Zwecke ist eine
der Wandung 16 zugeordnete Oberkante 18 in Förderrichtung 13 vor einer der Wandung
15 zugeordneten Unterkante 19 angeordnet. Die Verteileröffnung 17 hat einen Querschnitt,
dessen Größe unter Berücksichtigung der Konsistenz des Markierungsmittels so gewählt
ist, daß genügend Markierungsmittel aus ihr austreten kann, um bei einer vorgewählten
Vorschubgeschwindigkeit der Vorrich - tung eine Straßenmarkierung vornehmen zu können,
die eine vorgewählte Dicke aufweist.
[0011] Die Verteileröffnung 17 kann mit dem Schieber 2 verschlossen werden. Zu diesem Zwecke
weist der Schieber 2 eine Verschlußkante 20 auf, deren Verlauf so am Schieber 2 vorgesehen
ist, daß die Verschluß - kante im geschlossenen Zustand der Verteileröff- nun
g 17 als auch an seitlichen Begrenzungen 21, 22 anliegt, die sich an den Seitenwandungen
6, 7 erstrecken. Diese seitlichen Begrenzungen 21, 22 können von den Auflagen 10,
11 gebildet werden, die im Bereich der Verteileröffnung 17 mit den Seitenwandungen
verbunden sind.
[0012] Der Schieber 2 kann mit Hilfe einer Hebelanordnung 23, 24 um einen Schwenkpunkt 25
verschwenkt werden. Dabei bewegt er sich aus seiner der Verteileröffnung 17 benachbarten
Verschlußlage in'eine Öffnungslage, die dieser gegenüber liegt. Die Hebelanord - nung
23, 24 ist in Förderrichtung 13 vor dem Innenraum 9 angeordnet und von diesem durch
die Wandung 16 getrennt. Beim Öffnen und Schließen wird der Schieber 2 parallel zu
einem der Verteileröffnung 17 benachbarten Bodenblech 26 geführt, das entlang einem
Kreisbogen gekrümmt ist. Der Krümmungsradius entspricht der Länge des Hebels 24, der
im Bereich eines Schlitzes 27 durch das Bodenblech 26 hindurchgeführt ist. Dieser
Schlitz 27 bgrenzt die Bewegungen des Hebels 24.
[0013] Zwischen dem Bodenblech 26 und dem Schieber 2 ist eine Beschichtung 28 beispielsweise
aus Teflon angeordnet, das dazu dient, ein Eindringen von Markierungsmasse in einen
sich zwischen dem Boden - blech 26 und dem Schieber 2 erstreckenden Zwischenraum zu
verhindern. Diese Beschichtung 28 begünstigt außerdem das Gleiten des Schiebers 2
bezüglich des festen Bodenbleches 26.
[0014] Die Breite einer Fahrbahnmarkierung ändert sich je nach den gegebenen Verhältnissen
relativ häufig. Der jeweils benötigten Breite einer Markierung kann dadurch Rechnung
getragen werden, daß eine sich quer zur Förderrichtung 13 erstreckende Breite der
Verteileröffnung 17 variabel gestaltet wird. Zu diesem Zwecke sind an den Seitenwandungen
6, 7 Gleitschuhe 3 mit veränderlicher Größe montierbar. Diese Gleitschuhe 3 sind als
Winkeleisen ausgebildet, deren einer Schenkel 29 parallel zu den Seitenwandungen 6,
7 verläuft und an diesen befestigt ist. Dazu rechtwinklig erstreckt sich ein zweiter
Schenkel 30, der in Richtung auf die Verteileröffnung 17 verläuft. Je nach der Länge
dieses zweiten Schenkels 30 ist die Verteileröffnung 17 breiter oder schmaler. Außerdem
ist an dem zweiten Schenkel 32 an dessen der Straßendecke 14 zugewandten Unterseite
31 eine Hartmetallplatte 32 befestigt, die beim Vorschub der Vorrichtung über die
Straßendecke 14 gleitet. Die Länge dieser Hartmetallplatte 32 entpricht der jeweiligen
Länge des zweiten Schenkels. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Vorrichtung
unmittelbar beidseits der herzustellenden Markierung über die Straßendecke 14 gleitet.
[0015] An ihren einander zugewandten Enden 33, 34 sind die Hartmetallplatten 32 mit den
Auflagen 10, 11 verbunden. Die Auflagen 10, 11 besitzen damit Gleitwandungen, an denen
das Markierungsmittel sich in Richtung auf die Verteileröffnung 17 bewegt. Dadurch
wird das Markierungsmittel so gelenkt, daß die gesamte Verteileröffnung 17 mit riarkierungsmasse
gefüllt ist und an ihren Rändern gradlinig begrenzt ist.
[0016] Die Auflagen 10, 11 können in Form eines Einsatzes miteinander verbunden sein. Dieser
Einsatz hat in dem in Figur 4 dargestellten quer zur Vorschubrichtung verlaufenden
Schnitt die Form einer Spitztüte, deren oberes Ende mit einer Einfüllöffnung 35 und
deren der Einfüllöffnung 35 gegenüberliegendes unteres Ende mit einer Ausfüllöffnung
38 versehen ist. Sowohl die Einfüllöffnung 35 als auch die Ausfüllöffnung 38 sind
in ihrem Querschnitt den entsprechenden Öffnungen 4, 17 des Gehäuses angepaßt. Die
Auflagen 10, 11 erstrecken sich in Form von Seitenflächen 36, 37 zwischen der Einfüllöffnung
35 einerseits und der Ausfüllöffnunq 38 andererseits. Diese Seitenflächen 36, 37 verlaufen
in dem in Figur 3 dargestellten Querschnitt
trichterförmig von einem ihnen zugewandten Ende des Einfüllschachtes 12 in Richtung
auf die Ausfüllöffnung 38. Der Einfüllschacht 12 wird an seinem den Seitenflächen
36, 37 zugewandten Ende 39 in einer Ausnehmung der Decke 5 gehaltert. Im Bereich der
Ausfüllöffnung 38 werden die Seitenflächen 35, 36 zwischen dem Gleitschuh 3 und der
Hartmetallplatte 32 eingespannt. Die Nei - gungen der Seitenflächen 35, 36 sind unabhängig
von der Weite der Ausfüllöffnung 38 in jedem Fall groß genug, damit die Markierungsmasse
sich durch den Trichter abwärts in Richtung auf die Ausfüllöffnung 38 aufgrund ihres
eigenen Gewichtes vorschieben kann.
[0017] Das Material des Einsatzes ist so gewählt, daß es von dem 2-Komponenten-Plast nicht
angegriffen wird. Andererseits ist das Material so auszuwählen, daß es relativ billig
ist, so daß es gegebenenfalls ohne große Kosten vernichtet werden kann, wenn das 2-Komponenten-Plast
in ihm ausgehärtet ist. Darüber hinaus kann das Material des Einsatzes so gewählt
werden, daß es auch wärmeunempfindlich ist, wenn statt des 2-Komponenten-Plast ein
Thermoplast Verwendung findet. Darüber hinaus kommt es darauf an, daß der Einsatz
nach allen Seiten hin so steif gestaltet ist, daß er sich unter dem Einfluß der Plaste
nicht verformt. In Richtung auf die Seitenwandungen 15, 16 ist die Gefahr des Verformens
kleiner, als im Falle der Abgrenzung der Spitztüte in Richtung auf die Seitenwandungen
6, 7 des Gehäuses 1.Schließlich ist auch daran zu denken, daß der Einsatz mit seinen
Auflaqen 10, 11 so ausgebildet sein muß,'daß er nicht mit den Wandungen 15, 16 verklebt',
nach dem ein Plast eingefüllt wurde. Die Auflagen 10, 11 müssen gut gleitend auf den
Wandungen 1.5, 16 liegen, damit die Spitztüte ohne Schwierigkeiten aus dem Innenraum
9 entfernt werden kann.
[0018] Vor dem Einsatz der Vorrichtung wird zunächst die Breite der herzustellenden Markierung
dadurch festgelegt, daß die Verteileröffnung 17 mit Hilfe der entsprechend ausgewählten
zweiten Schenkel 30 auf die vorgesehene Breite der Markierung gebracht wird. Anschließend
werden die Auflagen 10, 11 so in den Innenraum 9 eingebracht, daß sie die Wandungen
15, 16 und die Seitenwandungen 6, 7 abdecken. Die als Spitztüte ausgebildeten Auflagen
10, 11 werden so ausqewählt, daß die Ausfüllöffnung 38 in ihrem Querschnitt der Verteileröffnung
17 entspricht. Nach dem Abheben der Decke 5 kann die Spitztüte ohne Schwieriqkeiten
in den Innenraum 9 eingesetzt werden. Anschließend werden die Ränder der Ausfüllöffnung
38 mit den Enden 33, 34 der zweiten Schenkel 30 der Gleitschuhe 3 verbunden.
[0019] Nunmehr wird die Verteileröffnung 17 mit Hilfe des Schiebers 2 verschlossen, in dem
der Hebel 23 in Richtung auf die Straßendecke 14 abgesenkt wird. Nunmehr kann das
Markierungsmittel - Thermoplast oder 2-Komponenten-Plast - in die Einfüllöffnung 35
eingefüllt werden. Nachdem sich ein genügender Vorrat in der Spitztüte angesammelt
hat, wird die Vorrichtung in Förderrichtung 13 in Bewegung gesetzt und gleichzeitig
die Hebelanordnung 23, 24 so ver - schwenkt , daß die Verteileröffnung 17 freigegeben
wird. Aus dieser tritt das Markierungsmittel in Richtung auf die Straßendecke 14 aus,
während durch die Einfüllöffnung 35 kontinuierlich neue,Märkierungs- masse in die
Spitztüte eintritt. Die Einlaufgeschwindigkeit ist dabei so zu regulieren, daß sie
weitgehend der Auslaufgeschwindigkeit im Bereich der Ausfüllöffnung 38 entspricht.
[0020] Bei der Aufbringung von Strichmarkierungen kann nach der Vollendung eines Striches
die Verteileröffnung 17 mit Hilfe des Schiebers 2 verschlossen werden. Dabei verhindert
die Beschichtung 28, daß Markierungsmasse in den Schlitz eindringt, der zwischen dem
Schieber 2 und dem Bodenblech 26 liegt. Dadurch ist dafür gesorgt, daß der Schieber
2 leicht Bewegungen ausführen kann.
[0021] Das Verschwenken der Hebelanordnunq 23, 24 kann automatisch vorgenommen werden, um
möglichst gleiche Strichlängen und gleiche Längen für die zwischen den Strichen angeordneten
Zwischenräume einzuhalten. Die Steuerung der Hebelanordnung 23, 24 kann abhängig von
der Vorschubgeschwindigkeit vorgenommen werden.
[0022] Falls durch organisatorische Schwierigkeiten der Vorschub nicht in der Geschwindigkeit
vorgenommen werden kann,die der Topfzeit eines 2-Komponenten-Plast entspricht, muß
damit gerechnet werden, daß dieses 2-Komponenten-Plast innerhalb der Spitztüte aushärtet.
In einem solchen Fall wird die Spitztüte aus dem Innenraum 9 herausgehoben und vernichtet.
Dabei gleiten die Auflagen 10, 11 ohne Schwierigkeiten auf den Wandungen 15, 16. Anschließend
wird eine neue S
pitztüte in den Innenraum 9 eingesetzt, so daß ohne großen zeitlichen Verzug die Arbeit
mit der Vorrichtung fortgesetzt werden kann.
[0023] Der Schieber 2 kann in jeder beliebigen Weise ausgebildet sein. Beispielsweise kann
er auch parallel zur Straßendecke 14 verschieblich ausgebildet sein. In diesem Falle
muß lediglich ein anderer Antrieb für den Schieber 2 vorgesehen sein. In Förderrichtung
13 ist die Vorrichtung vorne mit einer Abrundung 40 versehen. Diese Abrundung 40 hat
den Vorteil, daß kleine Hindernisse, die sich beim Vorschub in den Weg stellen, nicht
zu einem Festhaken der gesamten Vorrichtung führen.
[0024] Die Decke 5 ist im Bereich des Einfüllschachtes 12 vom Gehäuse 1 abnehmbar gestaltet.
Auf diese Weise kann die Spitztüte von oben in Richtung auf die Verteileröffnung 17
in den Innenraum 9 eingeführt werden.
1. Vorrichtung zum Auftragen von Straßenmarkierungen auf eine Straßendecke mit einem
ein Markierungsmittel aufnehmenden Gehäuse, dessen Verteileröffnung unmittelbar oberhalb
der Straßendecke geführt und mit einem sie verschließenden Verschluß versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) einen sich trichterförmig zur Verteileröffnung
(17) verjüngen Innenraum (9) aufweist, dessen Wandungen (6,7 ; 15, 16) bezüglich der
Straßendecke (14) eine das Abwärtsgleiten des Markierungsmittels begünstigende Neigung aurweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (6, 7; 15,
16) mit Auflagen (10, 11) versehen sind, die mit natürlicher Reibung auf ihnen haften.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) miteinander verbunden sind und eine der Gestaltung des Innenraumes (9) angepaßte
Form aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) in Form einer Spitztüte miteinander verbunden sind, deren der Verteileröffnung
(17) zugewandte Spitze als eine der Verteileröffnung (17) angepaßte Ausfüllöffnung
(38) ausgebildet ist und die der Ausfüllöffnung (38) gegenüberliegend eine zum Einfüllen
des Markierungsmittels geeignete breite Einfüllöffnung (35) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Einfüllöffnung
(35) ein sie umgebender Einfüllschacht (12) in eine dem Innenraum (9) abgewandte Richtung
emporragt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem mit den Wandungen (6, 7; 15, 16) nicht abbindenden Werkstoff bestehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem gegen Markierungsmittel resistenten Material bestehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem temparaturempfindlichen Material bestehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem billigen Material bestehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem festen Papier bestehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen (10,
11) aus einem Kunststoff bestehen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfüllöffnung
(38) eine sich in Förderrichtung (13) der Vorrichtung erstreckende Tiefe aufweist,
die einer gewünschten Dicke der Straßenmarkierung, einer vorbestimmten Vorschubgeschwindigkeit
der Vorrichtung und einer von der Verarbeitbarkeit vorgegebenen Konsistenz des Markierungsmittels
entspricht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfüllöffnung
(38) eine sich quer zur Förderrichtung (13) erstreckende variable Breite aufweist,
die der Breite der Straßenmarkierung anpaßbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer der
Straßendecke (14) zugewandten Unterseite (31) eine Hartmetallplatte (32) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschuhe
(3)'sich von seitlichen, in Förderrichtung (13) verlaufenden Seitenwandungen (6, 7) der
Vorrichtung in Richtung auf die Verteileröffnung (17) erstrecken und diese seitlich
auf ein von der Breite der herzustellenden Straßenmarkierung vorgegebenes Maß begrenzen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschuhe
(3) als Winkel ausgebildet sind, deren einer Schenkel (29) an den Seitenwandungen
(6, 7) befestigt ist und deren anderer Schenkel (30)sich in Richtung auf die Verteileröffnung
(17) erstreckt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteileröffnung
(17)schräg zur Straßendecke (14) geneigt ist und eine Oberkante (18) aufweist, die
in Förderrichtung (13) vor einer der Straßendecke (14) zugewandten Unterkante (19)
parallel zu dieser verläuft.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfüllöffnung
(38) bei eingelegten Auflagen (10, 11) planparallel zur Verteileröffnung (17) angeordnet
ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Verteileröffnung
(17) verschließender Schieber (2) vorgesehen ist, dessen Verschlußkante (20) der Verteileröffnung
(17) ,angepaßt ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (2)
mit einer Hebelanordnung (23, 24) verbunden ist, die um einen Schwenkpunkt (25) schwenkbar
gelagert ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (2)
auf einer als Lager ausgebildeten Beschichtung (28) gleitet.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1)
an seinem in Förderrichtung (13) vorderen Ende eine Abrundung (40) aufweist.